7. April 2014 geschrieben von Annette

Gestern hatte ich meinen dritten Dienst und meinen ersten Dienst am Wochenende.

Gut: ich muss keine Visite machen.

Schlecht: sobald der Visitendienst weg ist, nerven die Stationen trotzdem. Alle zwei Minuten klingelt das Telefon und es kommen dämlich Fragen. Mir kommt die Pflege auf Station sehr hilflos und unselbstständig vor. Eigentlich müsste ihnen bewusst sein, dass ich nur Bereitschaftsdienst habe. Ich bin da, wenn es um Notfälle und dringende Sachen geht, aber alles, was man vielleicht ach am Montag klären kann, muss ich nicht am Sonntag lösen, zumal ich die Hälfte der Patienten gar nicht kenne. Die Pflege denkt da aber wie viele Patienten, die in die Notaufnahme kommen: es ist ja 24/7 ein Arzt da, also gehe ich da hin, wann immer mir danach ist.

Gerne auch halb 5 Uhr morgens. Das ist die Zeit für urologische Patienten. Gut, der von heute morgen konnte nichts dafür, der hatte wirklich Schmerzen. Nach einer Ampulle Novalgin und Buscopan gings ihm dann auch schon wieder besser und ich konnte zurück ins Bett.

Ach ja, ich habe gestern auch meinen ersten erfolgreichen Blasenkatheter gelegt! War gar nicht schwer. Ein Hoch auf Instillagel! Bevor es das gab, war das bestimmt deutlich schwieriger.

Der zweite Erste Dienst

26. März 2014 geschrieben von Annette

Eigentlich sollte es ja erst nächste Woche so weit sein, aber weil ein Kollege krank ist und sonst irgendwie niemand Zeit oder Lust hatte, hatte ich gestern meinen ersten Dienst im neuen Haus. Einen Tag vorher erklärte mir ein Kollege noch kurz die wichtigen Kleinigkeiten, z.B. welche Fälle ich vom Rettungsdienst ablehnen darf und wo das Dienstzimmer ist. Er meinte auch, die Nächte seien eigentlich eher ruhig, man könne nachts schon schlafen. Ein bisschen Bammel hatte ich vor der Urologiegeschichte, weil ich im Dienst auch für die urologischen Patienten zuständig bin und auch urologische Patienten in der Notaufnahme behandeln muss. Ich dürfe aber großzügig den Hintergrunddienst anrufen, meinte mein Kollege.

Um kurz nach 8 ging also los. Teil 1 des Dienstes besteht darin, dass man die Patienten, die am nächsten Tag operiert werden, aufnahmen muss. Auf dem Plan standen 12 Patienten, im Laufe des Tages kamen aber noch ein paar dazu. Ich hab mir echt den Mund fusselig geredet!!!! Ich weiß nicht wieso, aber aus irgendeinem Grund mache ich hier die Aufnahmen und Aufklärungen deutlich gründlicher als an meiner alten Klinik. Vielleicht, weil es elektive Eingriffe sind und die Patienten sehr wohl eine andere Wahl haben. Sie müssen also wirklich gut über den Eingriff bescheid wissen, bevor sie zustimmen. Eine Mittagspause gab es für mich selbstverständlich nicht. Gegen Mittag stapeln sich die Patienten quasi in der Aufnahme. Aber immerhin war ich fast planmäßig gegen 15 Uhr fertig. Um diese Zeit geht nämlich die Ärztin in der Notfallambulanz nachhause und ich bin ab dann zuständig.

Teil 2 startete also. Ich erbte eine alte, demente Dame mit Schmerzen in der Hüfte nach Sturz, eine andere ältere Dame mit Schmerzen in der Hüfte ohne Trauma bei liegender Hüft-TEP und einen Verrückten mit Panikstörung, den der Rettungsdienst angeschleppt hatte. Angeblich hatte er Rückenschmerzen, sprang aber herum wie ein junges Reh. Es würde ihm überall hin ausstrahlen und sich komisch anfühlen, sagt er. Ich konnte nichts Schlimmes bei ihm feststellen und schickt ihn mit einer Tavor intus nachhause. Die demente Dame mit den Hüftschmerzen musste ich leider stationär aufnehmen wegen vorderer und hinterer Beckenringfraktur, aber Gott sei Dank haben die Chef heute morgen beschlossen, dass sie nicht operiert werden muss und zurück ins Heim darf. Dann kamen einige Kinder und junge Menschen mit Sportverletzungen, nichts Dramatisches. Eine Platzwunde zum Nähen war dabei. Das Highlight des frühen Abends war eine Frau, die gestolpert und auf den Ellenbogen gefallen war. Man sah schon ohne Röntgenbild, dass da ganz gewaltig was nicht stimmte. In der Tat: das war die schlimmste Monteggiafraktur, die ich je gesehen hatte! Bröselhaufen sondergleichen! Ich wusste, dass diese Verletzung zu viel für uns war. Nach kurzer Rücksprache mit einem Oberarzt habe ich sie dann ins Schwesterkrankenhaus geschickt, wo sie dann auch notfallmäßig operiert wurde. Das hatte wiederum den Nachteil, dass der dortige diensthabende Chirurg für Stunden im OP verschwunden war und einige Patienten deswegen zu mir kamen, weil sie nicht so lange warten wollten. Der Knaller schlechthin war dabei eine junge Frau, die sich mit Schmerzen und Schwellung im Unterarm vorgestellt hat. Sie hatte wohl ihr 5 Monate altes Kind etwas zu lange im Arm gehalten. Ihr erklärte ihr, dass sie da einfach nur eine leichte Quetschung und einen Bluterguss hat, nix Schlimmes. Schon krass, wie unselbstständig manche Menschen sind. Wegen sowas nachts ins Krankenhaus gehen? Puh!

Viertel vor 12 schlenderte ich wieder ins Bett. Ich hatte Probleme einzuschlafen. Ständig war ich in Erwartung des Telefonklingelns und ich befürchtete, dass noch ein urologischer Notfall kommen würde. Kaum war ich so richtig schön im Tiefschlaf, klingelte das Telefon. Der Rettungsdienst war dran: “Sind Sie die aufnehmende Urologin?” – “Quasi….” Es war 2 Uhr morgens und der Rettungsdienst brachte mit einen Mann mit Harnverhalt und Makrohämaturie. Leider konnte ich ihn nicht ablehnen, da er hier im Haus operiert wurde. Die Diagnose war schnell klar: Blasentamponade. Das Ultraschallbild bestätigte dies. Ich musste also einen Spülkatheter legen. Nach 24Uhr gibt es in der Notfallambulanz keine Schwester mehr, ab dann sind die urologischen Schwestern für mich zuständig. Das hat den vorteil, dass die sich auskennen. Die legen zwar keine Blasenkatheter bei Männern (katholisches Haus!), aber sie konnte mir zumindest den richtigen Katheter anreichen. Zugehen habe ich bestimmt hundertmal. Selbst einen Katheter gelegt habe ich zweimal, und nur einmal davon erfolgreich und das war bei einer Frau. Naja, ich gab mein bestes. Ziehen! Immer feste ziehen! Hatte man uns im Studium als Tipp gegeben. Es sei noch keiner abgerissen worden. Aber so einen glitschigen Penis so festzuhalten, dass er nicht wegfluscht und gleichzeitig in die Länge zu ziehen ist gar nicht so einfach. Mir gelang es nicht. Ich kam mit dem Katheter nicht durch. Ich versuchte noch einen anderen mit demselben Ergebnis. Also rief ich den diensthabenden urologischen Oberarzt an. Der war am Telefon sehr….. unwillig. Halb 3 Uhr nachts zum Katheterlegen kommen? Er überlegte sehr lange, sah aber ein, dass er keine Wahl hatte. Der Patient hatte Schmerzen. Kurze Zeit später kam er dann auch.  Schwuppdiwupp war der Katheter drin! Es sah so einfach aus! Mit mir geredet hat er kein Wort, aber wenigstens hat er mich auch nicht angeschnauzt.

Danach konnte ich wieder schlecht einschlafen. Ich war auch schon vorm Wecker wach. Morgens muss man als Diensthabender noch zu allen am Vortag operierten Patienten gehen um zu gucken, wie es ihnen geht. Als letztes kommt dann noch die Röntgendemo. Und dann durfte ich endlich nachhause. Fazit: allein Dienst haben ist irre langweilig! Keiner bestellt mit mir Essen :-(

Zwei Premieren

15. März 2014 geschrieben von Annette

Am Freitag gabs wieder zwei Premieren: meine erste beiden OPs und damit eng verknüpft meinen ersten Anschiss. Ich durfte zwei Facettengelenksdenervierungen machen – und wurde ordentlich dafür angeschnauzt, dass ich nicht vorher bei den beiden Patienten war. Immerhin war ich dann hinterher bei beiden. Aber jetzt weiß ich bescheid: vorher und hinterher hingehen, sonst gibts mächtig Ärger. Ist ja irgendwo auch verständlich und sorgt für Patientenzufriedenheit, aber in meiner alten Klinik wurde mir das anders vorgelebt. Von den Oberärzten dort waren nur wenige bei den Patienten, die sie operiert haben.

12. März 2014 geschrieben von Annette

So langsam beschleicht mich das Gefühl, dass meine neue Stelle stressiger sein könnte als die alte. Überstunden sind eher die Regel als die Ausnahme. Jeden Dienstag bleibt man auf jeden Fall schonmal zwei Stunden wegen der blöden Chefvisite, am Freitag war ich anderthalb Stunden länger da, weil den halben Tag lang niemand auf Station war und so viele Briefe zu schreiben waren, heute war es eine Stunde, weil die Ambulanz voll war und tatsächlich ALLE runter gegangen sind, um zu helfen. Am Ende waren wir tatsächlich zu fünft da. Und dabei gibt es nur drei Behandlungsräume. Ich schaue immer fassungslos auf meine Armbanduhr, weil ich es eigentlich gewohnt bin, zu gehen, wenn Schluss ist. Hier darf man anscheinend erst gehen, wenn man wirklich jeden Scheiß erledigt hat, der vielleicht noch ansteht.

Als die Neue kann ich natürlich auch nichts unternehmen, daran was zu ändern. Ich schätze die Klinik so ein: du fängst an zu arbeiten und akzeptierst alles so, wie es ist. Wenn du es nicht akzeptierst, kannst du wieder gehen. Die Klinik ist sicherlich nicht so überragend, dass es deswegen so viele Bewerber gibt, aber die Stadt ist halt toll. Ich kann mir vorstellen, dass es deswegen genug Bewerber gibt, um eine Stelle schnell wieder zu besetzen. Ich glaube auch nicht, dass die Leute lange hier bleiben. Vielleicht zwei Jahre, drei wären schon viel. Irgendwann hat man einfach alles gesehen und gelernt, was es hier zu lernen gibt und dann muss man weiter.

Mein Plan ist daher, wirklich nur so lange zu bleiben, wie ich muss. Es ist zwar schade, wenn ich dann wieder weg muss aus dieser tollen Stadt, aber ich sehe hier keine Zukunft für mich.

Die erste Woche…

7. März 2014 geschrieben von Annette

… ist nun vorbei.

Übrigens durfte ich gestern doch wie geplant in den OP und hatte wenig auf Station zu tun. Dafür bekam ich heute die geballte Ladung ab. Nach einer OP vormittags war ich den Rest des Tages allein auf der Station. Ich habe also Visite bei den 40 Patienten gemacht, etliche Briefe diktiert und ein paar Unklarheiten geklärt. Mittagessen fiel damit heute aus. Wenn ich mal besser eingearbeitet bin, geht das bestimmt noch schneller, aber heute waren Überstunden möglich, um alles zu schaffen. Vor allem, weil man ja nicht nur die Brife von morgen, sondern vom ganzen Wochenende und auch Montag vorbereiten muss. Einziger Trost: es ist sehr unwahrscheinlich, dass übers Wochenende noch Patienten dazu kommen, die man Montag schon wieder entlassen müsste.

Nur dass mit den gesunden, fitten Patienten ist nicht ganz so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Es gibt auch hier alte, kranke Patienten. Naja, alt sind sie eigentlich fast alle. Auch so ein Nachteil gegenüber der Unfallchirurgie: kaum noch junge Patienten!

Neu für mich ist, dass die Schwestern hier sehr viel machen. Blut wird automatisch abgenommen, Röntgenbilder werden automatisch angemeldet, Drainagen gezogen, Verbände gewechselt. Im Moment habe ich da noch Schwierigkeiten, den Schwestern zu vertrauen. Ich bin es gewohnt, mir die Wunden der Patienten immer selber anzusehen. Wenn ein Oberarzt mal fragt, wie die Wunde aussieht, kann man ja auch schlecht sagen “weiß ich nicht, haben die Schwestern gesehen”. Hm. Da muss ich noch den richtigen Weg finden.

In der Stadt fühle ich mich inzwischen sehr wohl. Kann aber auch daran liegen, dass gerade so tolles Wetter ist. :-)

Ich bin froh, dass ich morgen nicht um 6 Uhr aufstehen muss, aber leider haben wir trotzdem noch viel zu tun mit der neuen und der alten Wohnung.

Und schon geht es los

5. März 2014 geschrieben von Annette

Drei Tage liegen jetzt hinter mir. Ich komme jetzt schon wesentlich besser zurecht, auch wenn ich manchmal noch etwas unbeholfen und orientierungslos auf den Gängen herumstehe. Immerhin habe ich heute mal einen Teil der Visite übernommen und auch einige Briefe diktiert.

Gestern war ich im OP, das hat mir auch gefallen. Ich habe tatsächlich relativ viele bekannte Gesichter dort gesehen und eine OP Schwester hat mich wieder erkannt! Das hat mich sehr gefreut. Die OPs selber waren wiederum…. nun ja… Knie-TEPs. Orthopädie ist anders als Unfallchirurgie. Hier geht es um Standards, um immer wieder gleiche OPs und den Versuch, sie bei jedem Patient so perfekt wie möglich durchzuführen. Dass das nicht einfach ist, haben mir diese zwei OPs gestern gezeigt. Bisher dachte ich immer, Knie-TEPs seien nicht so schwierig. Man sägt ein bisschen hier und ein bisschen da um dann klebt man die Prothese fest. Aber es steckt doch viel mehr dahinter. Wenn irgendwas nicht passt, zu groß, zu klein, zu breit, zu schmal ist, oder schief oder sonstwas, dann kommt man ins Grübeln, was man tun muss, um es passend zu machen. Bisher hab ich mich immer gegen den Vorwurf gewehrt, Unfallchirurgen seien nur Mechaniker. Sind die auch nicht. Aber auf Orthopäden könnte das zutreffen. Das ist erstmal mein erster Eindruck. Der wird sich sicher nochmal ändern, je mehr man von der Sache versteht.

Gestern habe ich auch mein ersten beiden Überstunden gemacht. Dienstag ist nämlich Chefvisite und der Chef kommt grundsätzlich erst nach Dienstschluss zur Visite. Und ei 80 Patienten dauert die auch ihre Zeit. Mein erster Eindruck vom Chef ist: Chef der alten Schule. Soll heißen: authoritär und starr, einer, mit dem man nicht reden kann als Assistent. Auch die Oberärzte… sind zwar nett, aber es kommt mir so vor, als sei die Hierarchie dort stärker ausgeprägt, als ich es gewohnt bin.

Morgen wäre ich eigentlich wieder im OP gewesen, aber da sonst nur der Anfänger auf Station ist, wird das wohl geändert, damit ich die Visite machen kann. Toll. Kaum 3 Tage da und schon wird man wieder auf die Station geschickt, damit sich der Anfänger im OP vergnügen kann.*seufz*

 

Noch kein Zuhause

3. März 2014 geschrieben von Annette

Mein erster Arbeitstag in der neuen Klinik liegt hinter mir. Ich bin wahnsinnig müde und noch nicht so überzeugt davon, dass dies eine gute Idee war.

Zunächst mal fühle ich mich wieder wie ein Anfänger. Nicht nur, dass ich erstmal alle Leute und die Räumlichkeiten kennen lernen muss auch die Orthopädie ist mir irgendwie noch sehr, sehr fremd. Ich saß heute den ganzen Tag herum bzw. bin einfach anderen hinterher gelaufen und kam mir unglaublich nutzlos vor. Nach 5 Jahren im Berufsleben hatte ich ja irgendwie den Drang, mich sofort nützlich zu machen, aber es ging einfach nicht! Ich kann nicht mal einen simplen Brief diktieren, weil ich nicht weiß, was ich da diktieren soll! Unfallchirurgie ist irgendwie anders.

Und dann bin ich mir auch nicht sicher, ob es eine gute Idee war, wieder in die Stadt zurückzukehren, in der ich studiert habe. Ich kann nicht mehr da anknüpfen, wo ich damals aufgehört habe. Nicht nur die Stadt hat sich verändert, hauptsächlich habe ich mich verändert! Damals… hm… war das Leben irgendwie einfacher. Studieren, Spaß haben, Geld von den Eltern zum Leben bekommen. Und jetzt? Irgendwie ist es anders. Ich muss jeden morgen früh aufstehen (wobei ich mir noch überlege, ob ich vor 6 Uhr aufstehe oder mich morgens einfach etwas mehr beeile), arbeite und komme dann müde nachhause. Keine Partys unter der Woche und dann einfach am nächsten Tag ausschlafen und dafür eine Vorlesung schwänzen. Ich habe auch ganz andere Dinge im Kopf. Meine Gedanken drehen sich viel um die Zukunft, die Wohnung, meinen Freund, meine Familie. Früher hab ich nur von Semester zu Semester gedacht. Naja, und ich muss hier neue Freunde finden. Es gibt kein Semester bestehend aus 300 Kommilitonen, die man jeden Tag sieht.

Es ist komisch, wenn ich durch die Stadt fahre. Ich kenne sie, aber ich fühle mich hier nicht zuhause. Nicht mehr oder noch nicht. Mal sehen, ob sich das ändert.

Wechsel in die Orthopädie

7. Februar 2014 geschrieben von Annette

Nun ist es also amtlich: ab dem 1.3.2014 kehre ich vorerst der Unfallchirurgie den Rücken zu und wage mich in die Gefilde der Orthopädie. Mal gucken, ob es so langweilig wird, wie befürchtet. Eine OP gleicht der anderen, kein wirklicher Spaß bei der Sache… aber: endlich mal halbwegs gesunde, fitte Patienten! Ein Ende des Geriatrieparks! Keine 120 jährigen mehr mit gebrochenen Hüften (jedenfalls nicht mehr so viele), keine Leute mit einer EF von 25% und chronischer Niereninsuffizienz, die Marcumar nehmen und ne COPD haben! Einfach nur normale Menschen, die Ersatzteile brauchen. :-)

OK, dann gibt es da ja noch die Wirbelsäulenpatienten. Schmerzen, Schmerzen, Schmerzen und keiner kann helfen. Das wird auch toll.

Naja, ich hoffe ich lerne was, mehr will ich gar nicht.

Derzeit befinde ich mich auf Wohnungssuche, es verschlägt mich nämlich zurück in meine Unistadt. Mal sehen, ob wir jetzt am Wochenende fündig werden.

Der letzte Tag

28. Januar 2014 geschrieben von Annette

Morgen ist mein letzter Arbeitstag. Und es fühlt sich bisher gar nicht so an. Ich habe so viel zu tun und so viele kranke Patienten zu versorgen, dass irgendwie nur daran denken kann, wie ich den morgigen Tag überstehe, und nicht, wie es danach weiter geht. All meine Gutachten habe ich diktiert. Ein paar OP-Berichte muss ich noch ausdrucken. Und sonst? Sachen und Schlüssel abgeben, aber das mache ich erst Freitag. Vom Chef brauche ich noch die ganzen Bescheinigungen für die Ärztekammer, aber auch das hat noch Zeit. Ich muss meine OPs der letzten zweieinhalb Jahre erstmal sortieren…

So richtig kann ich es noch nicht glauben, dass es das jetzt war bei meinem Arbeitgeber. Ich war doch 5 Jahre hier! Ich habe alles, was ich kann, hier gelernt! Komisches Gefühl. Naja, viele Leute sind gekommen und gegangen in der Zwischenzeit. Das Haus war ja nie dasselbe. Ich schätze, auch ich kann mich irgendwo anders einleben und mich auch woanders wohl fühlen. Aber ein bisschen fühlt sich die Klinik doch an wie mein Zuhause…

Frohes Neues.

29. Dezember 2013 geschrieben von Annette

Keine guten Nachrichten. Mein Arbeitsvertrag läuft Ende Januar aus – und wird nicht verlängert. Hat mehrere Gründe. Der Hauptgrund ist der, dass mein Chef mich nicht leiden kann und mich los werden will. Das hat er mir Mitte November mitgeteilt. Seither bin ich auf Stellensuche, hab aber noch nichts Passendes gefunden. Mehr dazu zu gegebener Zeit.

 

Ein frohes neues Jahr wünsche ich euch allen.