Eine erste Bilanz

12. August 2016 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Die Stichtage für die Bewerbung auf einen Studienplatz der Zahnmedizin liegen mittlerweile bereits einige Wochen zurück und die Spannung steigt zunehmends.
Seit 10. August dürfen sich immerhin schon einmal einige der Bewerberinnen und Bewerber entspannen, denn an diesem Tag wurden die Bescheide über eine Zusage zum Studienplatz über die Abiturbesten- und die Wartezeitquote vergeben, sodass nun bereits 40% der Studienplätze vergeben sind.
Diejenigen, die heute eine Absage über eines der beiden Verfahren in der Post hatten, oder sich für keines der beiden Verfahren beworben haben, müssen noch etwas warten, denn die Bescheide über die 1. Stufe des Auswahlverfahrens der Hochschulen werden erst am 5. September versandt. Allerdings werden über dieses Verfahren mehr als die Hälfte aller Studienplätze vergeben, sodass die Chancen doch sehr gut stehen, noch einen Studienplatz zu ergattern. Anschließend an das 1. AdH folgt noch eine zweite Runde (Versand der Bescheide am 23. August)  und das Nachrückverfahren der Hochschulen (ab 7. Oktober).

Über die Wartezeitquote konnten für das kommende Wintersemester alle zugelassen werden, die eine Anzahl von 12 Wartesemestern in Kombination mit einer Durchschnittsnote von maximal 2,9 hatten. Über die Abiturbestenquote gab es Zusagen für Studienbewerber mit Durchschnitten von 1,1 bis 1,4.
Aus den aktuellen Auswahlgrenzen lässt sich, zumindest für die Wartezeitquote schließen, dass die Anforderungen gestiegen sind. Zwar ist ist die Anzahl der Wartesemester mit 12 unverändert, jedoch reichte für das WS 2015/2016 ein Abiturdurchschnitt von 3,0. Im Jahr davor sogar ein Schnitt von 3,2. Bei den Auswahlgrenzen für die Zulassung über die Abiturbestenquote hat sich im Durchschnitt nichts verändert.

Allen, die einen Studienplatz ergattern konnten, wünschen wir viel Erfolg bei der Wohnungssuche und den warteten die nötige Geduld und das Quäntchen Glück!

Überlegst du noch oder bohrst du schon?

6. August 2016 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Du machst im nächsten Sommer dein Abitur und überlegst Zahnmedizin zu studieren, weißt aber nicht genau, ob es das ist, was du wirklich machen möchtest?

Dann hat die Universität Witten/Herdecke genau das richtige für dich.
Am 3./4. November gibt es dort wieder ein “Schnupperstudium” der Zahnmedizin, bei welchem ihr die Inhalte und Abläufe des Studiums und aktuelle Professoren und Studenten kennenlernen könnt.

Neben der Tatsache, dass ihr schon einmal das Präparieren  übt, werdet ihr an fachwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen teilnehmen und lernt das Studium fundamentale, das Herzstück der Lehre an der Uni in Witten, kennen.
Das Programm beginnt am 3. November um 9 Uhr und endet gegen 20 Uhr. Am 4. November gibt es dann noch einmal von 10-17:30 Uhr etwas zu sehen.
Eingeladen sind alle, die sich für ein Studium der Zahnmedizin interessieren (Schüler und Quereinsteiger).
Nähere Infos zum Programm und zum Ablauf findet ihr auf der Hompage der Universität oder in diesem kleinen Video:

 

Wer daran teilnehmen möchte, kann sich noch bis zum 31. August im Online-Portal auf einen der 50 Plätze bewerben.
Für Unterkunft, Verpflegung und Material ist jedoch ein Betrag von 475€ fällig, der 10 Studenten in Form eines Stipendiums erlassen wird.

 

Also probiert es aus und guckt, ob es euer Traumstudium ist. Allen Bewerberinnen und Bewerbern viel Erfolg!

Check24 goes Zahnarztpraxis

18. Juli 2016 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Zwar gehört das 2012 von Zahnarzt Dr. Simon Prieß und der IT-Spezialist Angelo Cardinale gegründete Unternehmen Wawibox nicht zur Check24 Vergleichsportal GmbH, erfüllt jedoch einen sehr  ähnlichen Zweck.

Das speziell für Zahnarztpraxen entwickelte System verknüpft Preisvergleich und Praxisverwaltung. Es ermöglicht einen genauen Überblick über Warenbestände, die Haltbarkeit verschiedener erbrauchsmaterialien und natürlich Infos über die Preise bei verschiedenen Anbietern
Dank der Möglichkeit des integrierten Preisvergleichs und der Bestellfunktion kann die Assistenz mit wenigen Klicks fehlende Materialien beim Depot des Vertrauens oder beim günstigsten Anbieter ganz einfach nachbestellen. Laut Mitgründer Prieß lassen sich so “Geld, viel Zeit und Nerven” sparen.
Mit 299€ kommt das Starterpaket auch recht günstig daher. Das Starterpaket beinhaltet einen Etikettendrucker und einen iPod Touch von Apple, welcher zum Scannen der Etiketten benötigt wird.
Zusätzlich beläuft sich eine sogenannte Monatspauschale auf 19,90€.

Bevor die Arbeit mit Wawibox beginnen kann, erfolgt die Einrichtung der Warenwirtschaft. Dazu müssen die aktuellen Lagerbestände erfasst  und Mindestbestände für die Artikel festgelegt werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit Chargenummern und Haltbarkeitsdaten zu erfassen. Anschließend werden die Artikel mit entsprechenden Etiketten versehen.

Leuchtet im Praxis-Account eine rote Warnmeldung auf, ist es für das Praxispersonal ersichtlich, dass dieses Produkt nachbestellt werden muss. Ein Klick auf die Warnmeldung führt zum Marktplatz der Wawibox, wo Informationen zum Produkt, der aktuelle Lagerbestand sowie Händler, die dieses Produkt liefern können, (preislich sortiert) angezeigt werden.

Neben Einkauf und Einlagerung von Produkten, wird auch der Verbrauch registriert. Dazu wird der Aufkleber, welcher auf dem Produkt klebt, mit dem iPod gescannt und leitet die Informationen so an die Software weiter. Dies geschieht kabellos, ohne PC und sehr schnell, sodass das ganze Team immer weiß, wann etwas nachbestellt werden muss.

Da Mitgründer Prieß weiß, wie kompliziert Praxen zum Teil odern, hatte er die Idee zur Wawibox. Zum Teil läuft die Bestellung immer noch über Katalog und Fax, sodass Bestellbücher und Zettelwirtschaft den Vortritt von deutlich einfacheren Softwares erhalten. (Genauere Infos zur Gründungsgeschichte gibt es hier.)

 

Bereits über 200 Zahnarztpraxen organisieren mit Wawibox ihre Praxen und finden auf dem Marktplatz über 22 Dentalhändler, darunter seit kurzem auch Implantathersteller CAMLOG und das Traditionsdepot Gerl Dental (Tendenz stark steigend). Als neueste Funktion können die Verbrauchszahlen und Bestellmengen den verschiedenen Bereichen wie Endodontie oder Implantologie, und somit in Gemeinschaftspraxen auch den verschiedenen Behandlern, zugeordnet werden, was die Kostentransparenz zusätzlich stärkt.

Stärkstes Material der Natur

13. Juli 2016 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Und? Habt ihr hierbei an Schnecken gedacht? – Bestimmt nicht, aber es ist wahr:
Das härteste Material der Natur sind die Zähne von Napfschnecken.

 

Bei Napfschnecken handelt es sich um Meerestiere, die sich an Felsen oder in den Brandungsbereichen festsetzen, um Algen, Steine oder Holz zu weiden.
Hierbei benutzen sie ihre Zunge, welche mit feinen Zähnen (knapp 1mm groß) besetzt ist.
Die Zähne dieser kleinen Meeresbewohner haben sich Forscher der University of Portsmouth jetzt genauer angesehen und herausgefunden, dass diese Kräften von 120 Gigapascal standhalten können, was immerhin dem 1,2 Millionenfachen Druck der Atmosphäre entspricht.
Zur Untersuchung wurden die Zähne in dünne Scheiben (dünner als ein menschliches Haar) geschnitten und unter dem Rasterkraftmikroskop ihre Stabilität in Seit- und Längsrichtung gemessen.

Als Ursache dieser extrem hohen Festigkeit haben die Forscher nicht nur das Material an sich, sondern auch die Anordnung der Nanokristalle ausgemacht.
Diese, aus Geothit bestehenden Nanokristalle, sind in einer  organischen Matrix, einem eisenhaltigen Mineral, eingebettet.
“Die Geothit-Fasern besitzen genau die passende Größe, um das Verbundmaterial so widerstandsfähig zu machen.”, so Forscher Asa Barber.
Vergleichbar in Härte und Stabilität sind künstlich hergestellte Karbonfasern.

Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass die Festigkeit der Zähne absolut gleichbleibend ist und die Beobachtung von Fehlstellen bei zunehmender Größe nicht möglich ist (wie normalerweise üblich).

In einem Punkt sind sich die Forscher der University of Portsmouth jedoch absolut sicher.  Die Zahnstruktur könnte zum Vorbild für neue künstliche Materialien werden, um dieses für die Karosserien von Sportwagen, Bootsrümpfen oder Flugzeugteilen zu nutzen.

 

Bessere Immunabwehr bei Zahnspangenträgern ?!

4. Juli 2016 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Dass Nickelallergien weit verbreitet sind wissen wohl vor allem Frauen, denn immerhin jede fünfte deutsche Frauen leidet darunter (5% der Männer). Es handelt sich um eine sogenannte “Kontaktallergie”, die schmerzhafte und juckende Stellen bei Hautkontakt hervorruft.

 

Im Mund hingegen sind allergische Reaktionen, die durch Nickel provoziert werden, deutlich seltener und das, obwohl Nickel auch in Zahnspangen enthalten ist und durch Korrosion mit dem Speichel abgesondert wird.

In ihrer Arbeit gelang es Dr. Lina Gölz (Oberärztin und Habilitandin der Poliklinik für Kieferorthopädie des Universitätsklinikums Bonn) zu zeigen, dass sich die Fibroblasten (lokale Gewebszellen der Schleimhaut) ganz anders verhalten als die der äußeren Haut. Bei Kontakt der Hautzellen mit Nickel produzieren diese Interleukin-1ß, welches eine Immunabwehr hervorruft, die 20 mal stärker ist, als das Signal, welches durch Mundschleimhautzellen unter identischen Bedingungen hervorgerufen wird. Dies beruht auf der Freisetzung unterschiedlicher Botenstoffe. Während die Botenstoffe der Haut die Immunabwehr aktivieren, hemmen die der Mundschleimhaut entzündliche Prozesse und verhindern zusätzlich die massive Einwanderung von Immunzellen.

Bereits vorher war bekannt, dass die dendritischen Zellen der Mundschleimhaut als Schlüsselkomponente der frühen Immunabwehr, toleranter sind als die der Haut.
Durch diesen Ansatz lassen sich eventuell neue molekulare Mechanismen identifizieren, die für die Bekämpfung von Allergien, zur Hyposensibilisierung und zur sublingualen Immuntherapie genutzt werden können.

Zusätzlich analysierte Dr. Götz bereits veröffentlichte Studien und konnte so zeigen, dass auch kieferorthopädische Behandlungen – wie etwa mit einer festen Zahnspange – die Entstehung einer Nickelallergie verhindern können. Ein solcher “protektiver Effekt” sei vor allem bei Menschen mit abgeschlossener kieferorthopädischer Behandlung zu sehen gewesen, die sich dann erstmals ein Piercing setzen ließen.
Schon so geringe Nickelmengen, wie sie von den Spangen konstant in den Mundraum abgegeben werden, scheinen das Immunsystem zu desensibilisieren, weshalb eine Zahnspange somit gewissermaßen wie eine sublinguale Immuntherapie wirke.

Ziel zukünftiger klinischer Studien soll es nun sein, diesen Effekt am Patienten näher zu untersuchen.
Die Studie könnt ihr übrigens hier abrufen.

7h OP – 232 (!) extrahierte Zähne

27. Juni 2016 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Mit starken Schmerzen und einer stark geschwollenen rechten Gesichtshälfte kam ein 17-jähriger in das J.J. Hospital in Mumbai.

 

Unter Leitung der Chefärztin Sunanda Dhivare-Palwanker entschieden sich die Ärzte zu einer Operation.

Sie staunten nicht schlecht, als sie im Kiefer des Jungen 232 (!) perlenförmige Zähne fanden, welche aus einem einzigen Molaren (3,5 x 2 cm) wucherten- und das offenbar schon seit Jahren!
Die Diagnose , die Chefärztin Dhivare-Palwankar stelllte, lautete “complex composite odontoma”. Hierbei handelt es sich um einen sehr seltenen, aber gutartigen Tumor, der die vielen Zähne hervorgebracht hat. Odontome (Gebilde aus Zahnsubstanzen)können aus einer Fehlbildung vom Zahnkeim entstehen, bleiben aber meist ohne Symptome. Eine Entdeckung erfolgt meist zufällig durch eine Röntgenaufnahme.

Auch nach einschlägiger Recherche in der Fachliteratur konnte Dhivare-Palwankar weltweit keinen vergleichbaren Fall finden. Die Ärzte gehen daher von einem “Weltrekord” aus.

Trotz der 7-stündigen, invasiven Operation werde der Junge keine bleibenden Schäden behalten.

 

ÜBRIGENS: Den offiziellen Weltrekord für die meisten Zähne im Mund hält ebenfalls ein Inder. Vijay Kumar V.A besitzt 37 Zähne, die z.T. durch eine zweite, im linken oberen Quadranten lokalisierte, Zahnleiste genügend Platz haben.

 

Die Briten in aller Munde…

24. Juni 2016 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

… und das nicht erst seit der Abstimmung über den Austritt aus der EU, sondern auch beim Thema Fußball, zur Zeit vor allem durch ihre Erfolge bei der diesjährigen Europameisterschaft.

Doch was steckt eigentlich im Mund der Briten? 

 

Laut einer im November veröffentlichten Studie des “British Journal of Sports” jedenfalls bei den Profis der englischen Premier League keine guten Zähne.

Denn knapp 37% der Fußballprofis in Großbritannien haben demnach Karies. 7% von ihnen leiden sogar unter so schlimmen Zahnschmerzen, dass die sportliche Leistungsfähigkeit dadurch beeinträchtigt wird.

Im Durchschnitt seien die Zähne der Profis sogar schlechter als die anderer junger Briten. Bei 5% sei der Zustand im Mund bereits so schlecht, dass sie unter einer irreversiblen Erkrankung der Zahnfleisches litten. Insgesamt seien 80% der Spieler von Zahnfleischentzündungen betroffen.

Untersucht wurden für die Studie 187 Profifußballer von acht Clubs aus der Premier-League (u.a. Manchester United, Westham Unites, Swansea CIty), zweiter und dritter Liga. Die Spieler wurden vom Londoner Professor Ian Needleman und sechs weiteren Zahnärzten zum Zustand ihrer Zähne und deren Auswirkungen auf ihre Leistungsfähigkeit und ihr Privatleben befragt.
Dabei berichtete jeder sechste Befragte von Zahnschmerzen und jeder vierte über Heiß-Kalt-Empfindlichkeit.

Als Ursache haben die Forscher den häufigen Verzehr zucker- und kohlensäurehaltiger Sportdrinks ausgemacht, welche die Profis mind. 3x pro Woche zu sich nehmen.
In einer früheren Studie hat Prof. Nedleman bereits herausgefunden, dass die körperliche Verausgabung der Sportler zu einem trockenen Mund führe und ihnen durch Dehydrierung und die Umstellung auf die Mundatmung der Speichel fehle, der zur Selbstreinigung der Mundhöhle beiträgt.

 

Die Autoren mahnten die Fußballclubs an, umgehend Maßnahmen einzuleiten, um die Zahngesundheit der Sportler zu verbessern.

Es scheint Wirkung gezeigt zu haben, denn immerhin haben alle Teams von “der Insel” das Achtelfinale der diesjährigen UEFA EURO 2016 in Frankreich erreicht. Vielleicht haben sie aber auch einfach nur Spieler nominiert, die eine tadellose Mundhygiene aufwiesen. 😉

Die Zähne von Ex-Liverpool-Spieler Luis Suarez scheinen allerdings on Ordnung zu sein, denn immerhin brachten diese ihn schon mehrmals ins internationale Gespräch:

 

Superfood für die Zähne

23. Juni 2016 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Chiasamen, Goji-Beeren, Matcha – die neuen Superfoods sind in aller Munde.
Doch gibt es auch Superfood für die Zähne? Und was müssten diese Superfoods können?

 

Damit hat sich Focus-Online beschäftigt und ist zu folgendem Ergebnis gekommen:

Kariogene Mikroorganismen bilden organische Säuren, die so die Zahnhartsubstanzen demineralisieren, weswegen säurehaltige Lebensmittel definitiv nicht zu den Superfoods gezählt werden können, sondern Karies sogar noch fördern.
Im Gegenteil dazu schützen u.a. Körnerbrot oder auch Käse unsere Zähne.

Milchprodukte, wie Quark, Kefir oder Joghurt enthalten viel Kalzium, welches den Zahnschmelz festigt.
Milchprodukt Nr. 1 für die Zahngesundheit ist jedoch Käse. Dieser klebt zwar, ähnlich wie Honig, an den Zähnen, überzieht diese jedoch beim Kauen mit einem fettigen Schutzfilm, der die Säuren neutralisiert.
Wir dazu noch ein Vollkornbrot gegessen, unterstützt dies zusätzlich die Zahngesundheit. Die raue Oberfläche grob geschroteter Körner wirkt ähnlich einer Zahnbürste und entfernt weiche Beläge von den Zähnen. Zusätzlich neutralisiert, der durch das Kauen angeregte, Speichelfluss die Säuren.
Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen und Bohnen enthalten die Mineralien Kalzium und Fluorid, die die Remineralisation des Zahnschmelzes fördern. Zudem stört Fluorid den Stoffwechsel zuschädigender Bakterien im Mund.

Da Obst besonders viel Fruchtzucker und -säuren enthält, sollte man zum Wohle seiner Zähne am besten auf Gemüse zurückgreifen.
Karotten und Paprika greifen den Zahnschmelz kaum an. Zusätzlich fördert der Verzehr ungekochten Gemüses den Speichelfluss, massiert außerdem das Zahnfleisch und fördert dessen Durchblutung.
Vorsicht jedoch bei Spinat oder Rhabarber! Diese enthalten Oxalsäure, welche dem Zahnschmelz Kalzium entzieht.
Umgangen werden kann dieses Problem durch Zugabe eines kleinen Klekses kalziumreicher Sahne oder Crème fraîche.

Als Getränke sollten Mineralwasser oder grüner Tee (enthält Polyphenole; diese hemmen die Säureproduktion und reduzieren Zahnfleischentzündungen) gewählt werden.

Das Kauen von Kaugummis regt auch im Alltag die Speichelproduktion an und unterstützt so die Selbstreinigungskräfte der Mundhöhle.

 

Also denkt beim Schlemmen auch ein bisschen an eure Zähne.
In diesem Sinne: “Guten Appetit!”

Ja, griaß`eich!

13. Juni 2016 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

 

Dirndl, rustikale Holzmöbel und eine Prise Bergluft…

Wer denkt da nicht an einen Wanderurlaub im Sommer mit deftiger Brotzeit auf einer Wanderhütt’n in den Alpen? – das Team der relax & smile Kieferothopädie-Praxis München.

Aber wie passen denn Zahnmedizin und Dirndl zusammen?
In einem Interview erklärt Chefin Dr. med. dent. Marie-Catherine Klarkowski ihr Konzept.

 

Die Praxis wurde im bayerischen Hüttenstil gestaltet, um den Patienten so eine gemütliche Atmosphäre zu bieten und ihnen vielleicht sogar ein bisschen die Angst zu nehmen. Um stilgetreu zu arbeiten, mussten Dirndl als Arbeitskleidung her.
Außerdem habe ihre persönliche Abneigung gegen “Bioschuhe, ausgewaschene Poloshirts und vergraute, weiße Hosen” zur Wahl der Arbeitskleidung beigetragen.
“Im Dirndl ist jede Frau adrett und immer gut angezogen.”
Begonnen wurde mit Dirndln von der Stange, jedoch muss hierbei auf Alltagstauglichkeit und eine einfache Reinigung geachtet werden, weshalb Strass und Glitzer kaum zu finden sind. Auch knitternde Seiden- oder nicht-atmungsaktive Samtdirndl sind nicht anzutreffen.
In der Alpenstyle-Praxis wird auf Dirndl aus einem Polyester-Baumwoll-Gemisch gesetzt, wobei jeden Tag ein anderes Dirndl zu tragen ist.
Intern wird diese Absprache auch als “Dirndl-Kodex” bezeichnet.
Jedoch sind die Trachtenkleider vorwiegend in den Farben Lila und Gold gehalten, wie auch der Rest der Praxis gestaltet ist.

Probleme mit “Ausschnitt-Gaffern” gibt es nicht, so Klarkowski, da alle Mitarbeiterinnen hochgeschlossene Blusen tragen.
Da in der Kieferorthopädie keine Zähne gezogen und keine offenen Wunden behandelt werden, wird auch kein Kittel über dem Dirndl getragen.
Die korrekte Einhaltung der, von der Zahnärztekammer ausgeschriebenen, Hygieneanforderungen sei ebenfalls attestiert, betonte die Münchnerin.
Der einzige männliche Mitarbeiter der Praxis, ein Zahntechniker, muss seine Lederhose allerdings nur zu offiziellen Anlässen oder zum Besuch des Münchner Oktoberfestes aus dem Schrank holen.

Mittlerweile ist die Kieferorthopädin selbst, anlässlich des 10-jährigen Praxisjubiläums, unter die Dirndl-Designer gegangen und hat in Kooperation mit dem Label “AlpenHerz” eine eigene Kollektion unter dem Namen “Dr. Dirndl” veröffentlicht.

Zu den prominenteren Kunden der Praxis, die auch bei der Vorstellung der Dirndl-Kollektion anwesend waren, zählen u.a. Giulia Siegel, Verena Kerth und Claudia Effenberg.

 

Das komplette Interview könnt ihr hier nachlesen.

 

 

Pack’ die Badehosen ein

6. Juni 2016 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

 

Wenn am 23. Juni Niedersachsen als erstes Bundesland in die Sommerferien startet und sich bald auch die Semesterferien der zahlreichen Studenten anschließen, geht es wieder los – das große Kofferpacken für den verdienten Sommerurlaub.
Doch was muss eigentlich alles hinein? Von Klamotten, Sonnencreme und Badesachen mal abgesehen, hat die Bayerische Landeszahnärztekammer eine Checkliste und einen Notfallplan für das Wohlergehen der Zähne herausgegeben.

Empfohlen werden zwei Kontrolltermine pro Jahr, sollte einer vor dem geplanten Urlaub liegen, kann der Zahnarzt den Mundraum in Bezug auf geplante Aktivitäten genauer untersuchen (z.B. Füllungen oder Kronen, sofern ein Tauchkurs o.Ä. geplant ist). Ist eine Behandlung nötig, kann diese meist innerhalb eines Zeitraumes von vier Wochen abgeschlossen werden.

Dass bei allen Reisenden Zahnbürste und Zahnpasta im Gepäck landen, sofern diese nicht vergessen werden, dürfte nicht überraschen.

Die BLZK empfiehlt jedoch auch Zahnseide und eine Mundspülung. Bei Bedarf auch ein leichtesSchmerzmittell, Zahnpflegekaugummis, Interdentalbürsten, sowie je nach persönlichem Bedarf Sportmundschutz und entsprechendes Equipment zur Reinigung der Zahnspange.

CAVE! – Handelt es sich um eine elektrische Zahnbürste darf natürlich auch die Ladestation mit in den Urlaub. Wer die USA, GB, Australien, China oder die Schweiz als Ziel erkoren hat, muss auch an einen passenden Adapter für die Steckdose denken!

Sollten trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch Zahnschmerzen auftreten, oder gar ein Unfall passieren, muss im Urlaubsort ein Zahnarzt aufgesucht werden.

Hierfür hilfreich ist die, von der Initiative ProDente herausgegebene Broschüre “Au Backe”, welche zahnmedizinische Beschwerden in sieben Sprachen übersetzt (u.a. Englisch, Französisch, Spanisch, Griechisch usw.). Jedoch sollten vorläufige Lösungen großen Eingriffen vorgezogen werden und nach dem Urlaub unbedingt der eigene Zahnarzt zur Kontrolle aufgesucht werden.

Die Krankenkasse übernimmt jedoch nicht automatisch die Kosten. Dies ist u.a. abhängig von der Art der Behandlung, dem Urlaubsland und vom Patienten selbst.
Bei Barzahlungen empfiehlt es sich daher, immer die Quittung aufzubewahren. Außerdem habt ihr die Möglichkeit eine Auslandskrankenversicherung für den entsprechenden Zeitraum abzuschließen.

Also schaut noch einmal bei eurem Zahnarzt vorbei und druckt euch die Checkliste und den Notfallpass aus!

Als letzter Tipp: Zahnbürste und Mini-Zahnpasta ins Handgepäck! Dann seid ihr auch bei Verlust eures Koffers auf der richtigen Seite.

Ansonsten wünschen wir euch einen fantastischen Sommerurlaub 2016!

 


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