I was scared of dentists…

7. März 2017 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

So wie in diesem Song von Vance Joy sprechen viele Menschen über ihren Zahnarzt.
Zumeist wird der Besuch beim Zahnarzt als unangenehm empfunden und die Terminvereinbarung lange vor sich hergeschoben.
Trotzdem ergab jetzt eine Zufriedenheitsumfrage des Portals Jameda, dass die Patienten bei der Bewertung der Fachärzte die besten Noten an die Zahnärzte verteilten. 😀
Im Durchschnitt erhielten die Zahnärzte die Note 1,33. Den zweiten Platz belegen die Fachärzte der Urologie, allerdings mit einem Schnitt von 1,63.
Am schlechtesten schneiden die Dermatologen bei dieser Umfrage ab. Im Durschnitt vergaben die Patienten die Note 2,42.
Zu beobachten ist der Trend, dass die Zufriedenheit der Patienten seit 2013 um 0,10 Notenpunkte, von 1,85 in diesem Jahr auf 1,75 gestiegen ist.
Ein weiterer Trend, der allerdings nicht freudig zu beachten ist, dass die Zufriedenheit von privat versicherten Patienten größer ist, als die gesetzlich Versicherter.

 

Zahnmedizin-Abschluss ohne Patientenkontakt

21. Februar 2017 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Nein, hierbei handelt es sich leider nicht um eine Scherz, sondern um die bittere Realität für 10% ALLER Absolventen in der EU.
Insgesamt wurden, im Rahmen einer Umfrage der European Dental Students Association (EDSA), 2015 23.300 Absolventen der Zahnmedizin aus 26 EU-Staaten befragt, von denen allerdings nur 1000 junge Zahnärzte aus 19 Ländern antworteten.

Das Ergebnis war, dass praktische Behandlungen (wie z.B. Prothetik oder Endodontie) unterschiedlich oft durchgeführt wurden, sodass etwa jeder dritte Student in seinem Studium noch nie einen Zahn mit einer Krone versorgt hatte. Gleiches trifft für Erfahrungen mit medikamentösen Behandlungen zu. Sogar jeder zweite Befragt gab an, noch nie eine Wurzelbehandlung am Patienten durchgeführt zu haben.

Trotz der erschreckenden Zahlen im Rahmen der praktischen Ausbildung trauen sich 75% der Abgänger die Hälfte der 34 abgefragten Behandlungen zu selbstständig durchzuführen.

Es sei es nicht “Zweck der Untersuchung, mit dem Finger auf ein Land oder eine Universität zu zeigen”, sagt Studienautor Marco Mazevet über Ergebnisse. Weiterhin sollten keinesfalls ausländische Zahnärzte stigmatisiert sein. Vielmehr sollte an den Universitäten eine gleichwertige Lehre sichergestellt sein, sodass alle Studenten eine gleichwertig qualitativ hochwertige Ausbildung erhalten.

Das Problem liegt vor allem in der, seit 2005 geltenden EU-Berufsanerkennungsrichtlinie (2005/36/EG). Diese sieht vor, dass die EU-Mitgliedsstaaten die jeweiligen Berufsabschlüsse als gleichwertig anerkennen und den Berufsangehörigen freien Zugang zum heimischen Arbeitsmarkt gewähren. Dazu heißt es in Abschnitt 4, Artikel 34D: “Die Zulassung zur zahnärztlichen Grundausbildung setzt den Besitz eines Diploms oder Prüfungszeugnisses voraus, das in einem Mitgliedstaat für das betreffende Studium die Zulassung zu den Universitäten oder den Hochschulen mit anerkannt gleichwertigem Niveau ermöglicht.”

Die Studenten in der EU müssen “mindestens 5.000 Stunden theoretische und praktische Ausbildung auf Vollzeitbasis” absolvieren. Genauhier liegt jedoch das Problem: Es ist nicht genau definiert, wie viele der Stunden in die theoretische beziehungsweise praktische Ausbildung fließen müssen.

Die EU-Kommission will den Sachverhalt nun prüfen, da es sich hierbei möglicher Weise um einen Verstoß gegen die, in den Berufsanerkennungsrichtlinien festgelegten,  Mindestvorgaben der zahnärztlichen Ausbildung handeln könnte, da das EU-Recht klar vorschreibt, dass eine praktische Ausbildung zu erfolgen habe.

Trotz allem ist “Die deutsche Zahnmedizin ist in diesem Zusammenhang und im europäischen Vergleich nach wie vor gut aufgestellt. Auch, wenn die Hochschulen darüber klagen, nicht ausreichend Patienten für die Ausbildung zu besitzen, ist der Stellenwert der praktischen Ausbildung sehr hoch”, erklärt Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer. Allerdings betonte er auch, dass dieser Fakt, auch unter einer neuen Approbationsordnung, weiterhin sichergestellt werden muss.

Phantomsaal, statt Patientenkontakt – leider an viel zu vielen Unis alltäglich:

(Bildquelle)

Miss Universe im Einsatz für Zahn- und Mundgesundheit

31. Januar 2017 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Wer hätte gedacht, dass Zahnmedizin und die Wahl der Miss Universe 2016 etwas miteinander zu tun haben könnten? – Wohl kaum jemand.
Und doch ist dies in diesem Jahr der Fall. Denn die gestern in Manila (Philippinen) gekürte Miss Universe 2016 ist die Französin Iris Mittenaere. Die 24-jährige ist Zahnmedizinstudentin an der Universität Lille und setzte sich im Finale der 65. Ausgabe des Schönheitswettbewerbes gegen ihre Konkurrentinnen aus Kolumbien und Haiti durch. Mit ihrem Titel ist sie die erste französische Miss Universe seit 1993.
Neben ihrem Studium der Zahnmedizin liebt Mittenaere Extremsportarten und kocht gerne französische Gerichte. Außerdem liebt sie es, andere Menschen glücklich zu machen.
Wie sie ihr Wahlversprechen, sich für die Zahn- und Mundgesundheit einzusetzen, aus dieser Position heraus jedoch einlösen will, verriet sie bisher nicht. 😉

Für mehr Infos über den Wettbewerb und die glückliche Gewinnerin schaut doch mal hier vorbei.

Zahnpasta als “Nahrungsergänzungsmittel” für Veganer

25. Januar 2017 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Dass eine vegane Ernährung aktuell im Trend liegt, ist wohl hinreichend bekannt und kaum zu übersehen, da viele Produkte neuerdings den Hinweis “vegan” auf ihre Verpackung drucken lassen. In Deutschland leben ca. 900 000 Menschen vegan – Tendenz steigend.
Bei veganer oder auch schon bei vegetarischer Lebensweise ist das Risiko, zu wenig Vitamin B12 aufzunehmen erhöht, da dieses fast ausschließlich in tierischer Nahrung (besonders im Fleisch der Innereien) zu finden ist. Vitamin B12 wird allerdings für den Aufbau der Myelinscheiden benötigt. Ist dieser gestört, können sich Störungen der Tiefensensibilität oder sogar Lähmungserscheinungen als Symptome bemerkbar machen. Vor diesen neurologischen Symptomen existiert allerdings meist eine längere Phase mit diffuser Symptomatik, wie z.B. Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen oder auch Kopfschmerzen.
Forscher haben nun eine Zahnpasta getestet, welche mit Vitamin B12 angereichert wurde und ihre Wirkung auf die Blutwerte der sich vegan ernährenden Menschen untersucht. Die Ergebnisse waren durchaus positiv.

Laut des, von den Wissenschaftlern veröffentlichten, Artikels in der Fachzeitschrift “The American Journal of Clinical Nutrition” wurde über 12 Wochen ein, mit Vitamin B12 angereichertes, Zahngel getestet. In der Studie wurden 66 gesunde Erwachsene (seit mind. 2 Jahre mit veganem Lebensstil und davor bereits mind. 3 Jahre mit vegetarischer oder veganer Ernährung) in zwei Gruppen unterteilt.
Eine Gruppe erhielt das mit Vitamin B12 angereicherte Zahngel und die andere (Kontroll-)Gruppe ein Präparat gleicher Konsistenz und Farbe, jedoch ohne den Vitaminzusatz. Vor Beginn der Anwendung wurde den Probanden Blut abgenommen, um die Blutwerte mit denen nach der Anwendung des Gels (2x täglich über 12 Wochem) zu vergleichen.

Die Forscher kamen letztendlich zu dem Schluss, dass die Verwendung des Gels den Vitamin B12-Status der vegan lebenden Probanden tatsächlich verbessern konnte. Auch in weiteren Studien ist zu erkennen, dass eine Aufnahme des Vitamins B12 über die Mundschleimhaut möglich ist.

(Quelle)

255 Millionen Jahre altes Odontom

16. Januar 2017 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Odontome- In der Zahnmedizin versteht man darunter eine gutartige Geschwulst aus Zahnhartsubstanzen. Bisher ging man davon aus, dass diese vor allem bei Säugetieren zu finden sind.
Nun jedoch untersuchten Paläontologen der University of Washington den versteinerten Kiefer eines Vorsauriers und entdeckten dort ebenfalls ein, aus kleinen, zahnähnlichen Strukturen zusammengesetztes, Odontom.
Fossilierte Odontome an sich wurden schon öfter gefunden, etwa bei versteinerten Mammuts oder Hirschen. Die Besonderheit liegt also im Alter, denn die bisherigen Funde stammen alle aus der nur wenige Millionen Jahre zurückliegenden Eiszeit.
Dieser jetzt untersuchte Kiefer lässt nun jedoch die Schlussfolgerung zu, dass es Tumore dieser Art bereits vor der Entstehung der ersten Säugetiere, die sich vor über 100 Millionen Jahren entwickelten.

Senior-Autor Christian Sidor (Professor für Biologie an der University of Washington und Kurator im Burke Museum für Naturkunde und Kultur) geht davon aus, dass dies der bei Weitem der älteste Beleg eines zusammengesetzten Odontoms sei.

Da Odontome arge Probleme verursachen können, werden sie in der Regel chirurgisch entfernt. Für Gorgonopsiden (entfernter Säugetier-Verwandter, Raubtier, welches in der Vor-Dinosaurier-Ära vor 255 Millionen Jahren lebte) war eine Operation indes keine Option.

Da die meisten Synapsiden (eine der beiden Großgruppen der Amnioten) ausgestorben sind, bilden die Säugetiere die einzig lebenden Nachkommen. Solche Fossilien, wie der gefundene Kiefer müsse man studieren, um zu verstehen, wann und wie sich unsere Säugerfunktionen entwickelt haben, beschrieb die führende Autorin Megan Whitney.
“Diese Entdeckung zeigt, dass uns die Fossilienfunde viel über unser heutiges Leben erzählen können – auch über Krankheiten oder Pathologien, die Teil unseres Säugetiererbes sind”, bestätigte Universitätsprofessor Sidor.

Zuerst erschien den Forschern der Fund unspektakulär, ehe sich dieses Odontom als Lehrbuchfall entpuppte.


(Quelle)

Weihnachtsgeschenke der anderen Art

30. Dezember 2016 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Diese hat es wohl auch in diesem Jahr wieder für den ein oder anderen Zahnarzt gegeben. Passend dazu hat die Dental Defense Union (DDU) eine Umfrage unter ihren Mitgliedern gestartet, in der sie Informationen darüber erfragten, wie oft Zahnärzte Geschenke von ihren Patienten erhalten und ob sie dabei ethische Bedenken haben.

Die Ergebnisse sind doch recht deutlich: Mehr als ein Drittel der 129 Befragten gab an, in den letzten 12 Monaten mindestens von einem Patienten ein Geschenk bekommen zu haben. Besonders bedacht wurden vier der Befragten: Sie gaben an, mehr als 15 Geschenke im Jahr 2016 erhalten zu haben.

Die Klassiker unter den Präsenten sind, nicht sonderlich überraschend, Pralinen oder Wein. Der Anteil an Schokolade oder anderen essbaren Sachen lag bei 87%. Dahinter landeten alkoholische Getränke, welche 40% der Befragten erhielten.
Unter den skurrilsten Gechenken waren ein Schweinskopf und ein Fasan.

Ethische Bedenken, die Geschenke anzunehmen, äußerte die Mehrheit der Befragten nicht.
Die DDU rät jedoch, die Motivation der Patienten immer zu hinterfragen, denn sowohl der Zahnarzt als auch der Patient sollten sich im Klaren darüber sein, dass solche Gesten keinen Einfluss auf die Behandlungen haben. Ist dieser Verdacht jedoch indiziert, weil es z.B. unverhältnismäßig teuer war, ist eine höfliche Ablehnung wohl die sicherste Variante, um einen Interessenkonflikt zu vermeiden.

Für mehr Infos schaut doch gerne einmal auf der Homepage der DDU vorbei.

Zahnarzt

Trend it up – oder einfach nur doof?!

28. Dezember 2016 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Dass in den USA vor allem Personen der öffentlichkeit und Blogger sind, die die  öffentliche Meinung prägen und die Trends der nächsten Zeit setzen, ist wohl auch bis zu uns über den “großen Teich” gekommen.
Zu diesen Bloggern gehört auch The Fat Jewish (bürgerlicher Name: Josh Ostrovsky). Er wuchs als Kind eingewanderter Juden in New York auf und begann seine Karriere bei “E! Channel” sowie als Mitglied der Rap-Band “Team Facelift”. Anschließend befasste er sich mit vielen Projekten. Neben Auftritten im Fernsehen oder in Werbespots moderierte er eine Radio-Show mit dem Namen “Money, Pizza, Respect”, veröffentlichte ein Buch und entwickelnde passender Weise dazu eine Weinmarke.

Sein Instagram-Account (thefatjewish) hat mit 9,3 Millionen Followern sogar deutlich mehr als der Account von Mario Götze (7,7 Millionen). Auch als Plus-Size-Model macht er sich in den USA einen Namen.

Ob seine neueste Errungenschaft allerdings auch ein Trend wird, der sich in der “normalen” Bevölkerung durchsetzt, bleibt wohl zu bezweifeln. 😉

Weil ihm ein Frontzahn fehlte, stattete er seinem Zahnarzt (Instagram: smiledesignmanhattan) einen Besuch ab, welcher eine echte Koryphäe im Big Apple ist. Statt einer herkömmlichen Zahnkrone, die normaler Weise auf ein gesetztes Implantat aufgeschraubt wird, ließ er sich den Kopf eines Legomenschen einsetzen. Natürlich nahm er via Instagram auch bei dieser Aktion seine Fans mit und kommentierte das geteilte Foto folgendermaßen: “My dentist @smiledesignmanhattan is a fucking legend and told me I could get a tooth replaced with literally ANYTHING. So I got the head of a Lego man. A gold tooth is soooo basic. Also, can we talk about my eyebrows? They are fucking killer.”

Legokopf_als_Zahn_Abb.2_600_Instagram-thefatjewish-48420ddc95d26261(Quelle)

 


Weihnachtsstress auch für die Zähne

21. Dezember 2016 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Weihnachtsstress. Wenn das für euch kein Fremdwort ist, solltet ihr im Weihnachtscountdown euer Augenmerk auch auf eure Zähne richten.
Denn wie schädlich Stress für unsere Zähne ist, belegt jetzt eine Studie der Universität Zürich. Hierzu untersuchten sie Medizinstudenten, die in zwei Gruppen aufgeteilt waren. Die Kandidaten der einen Gruppe standen kurz vor dem Examen, die der zweiten Gruppe befanden sich im ganz normalen Unialltag.
Die Kandidaten der ersten Gruppe wiesen am letzten Tag der Examensprüfungen eine deutlich schlechtere Mundgesundheit auf, als vier Wochen vorher. Sogar schwere Zahnfleischentzündungen wurden bei einigen Kandidaten festgestellt. Aus der anderen Gruppe hatte nur ein Proband mit Zahnproblemen zu kämpfen.

Natürlich tragen auch die zahlreichen süßen Verlockungen der Weihnachtszeit dazu bei, dass die Zahngesundheit etwas in Mitleidenschaft gezogen wird, jedoch ist bei den meisten der aufkommende Stress die Hauptursache.
Sicherlich, in der Adventszeit sollte es eigentlich besinnlich und ruhig zugehen, doch mal ganz ehrlich – wie oft klappt das schon? Hier eine Weihnachtsfeier, dort ein Weihnachtsessen und erst die Frage nach den Geschenken!
Stressbedingte Verspannungen sind wahrscheinlich den meisten von euch bekannt, aber wusstet ihr, dass sich diese auch auf euren Kiefer übertragen können?
Und das besonders nachts. Denn wer Stress hat, beißt unbewusst stärker zusammen. Im Backenzahnbereich kann dabei ein so hoher Druck entstehen, der einem Gewicht von 80 kg (!!!) entspricht. Hält dieses Knirschen länger an, besteht die Gefahr, dass ihr eure Zähne regelrecht abschleift.
Besonders gefährdet sind Frauen zwischen 30-45, die sich in Beruf und Familie stark engagieren.
Oft bleibt das gefährliche Mahlen, was immerhin fast jeder Fünfte im Schlaf macht, so lange unentdeckt, bis es jemand hört oder der Zahnarzt beim nächsten Besuch darauf aufmerksam wird. Mögliche Folgeschäden sind neben Rissen im Schmelz auch Zahnfleischentzündungen.

Abhilfe kann hierbei eine sogenannte Aufbiss-Schiene schaffen. Hierbei handelt es sich um einen durchsichtigen Kunststoffüberzug, welcher industriell vorgefertigt sein kann oder individuell hergestellt werden kann, wofür der Zahnarzt einen Abdruck von Ober- und/oder Unterkiefer anfertigt. Die Schiene wird nachts über die Zähne gelegt und bremst so als Widerstand die nächtlichen Kieferbewegungen, wodurch der Druck verringert wird. Das Knirschen wird von der Schiene nicht verhindert, jedoch die weitere Zahnschädigung.

(Quelle)

In diesem Sinne hoffen wir, dass ihr es schafft, den Stress nicht zu nah an euch heranzulassen und so eure Zähne und natürlich euch selbst zu schonen.
Wir wünschen euch eine besinnliche und ruhige Voweihnachts- bzw. Adventszeit mit euren Lieben und schönen Stunden mit vielen Leckereien.

So viel Leidenszeit in der Weihnachtszeit

14. Dezember 2016 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

Und dies gilt besonders für unsere Zähne. Denn die Advents-/Vorweihnachtszeit bedeutet vor allem eines: Stress für unsere Zähne.
Ein kleiner Schokoladen-Weihnachtsmann hier, eine Marzipankartoffel da. Dazu noch ein Glühwein oder eine heiße Schokolade und schon ist es passiert.
Nicht nur, dass die zahlreichen Kalorien nahezu sofort auf unsere Hüften gehen und vor allem im Kindeslater den Grundstein für ein möglicherweise lebenslanges Übergewicht legen können, sondern eben auch zu Karies führen können.

Um dem entgegenzuwirken könnt ihr einiges beachten, daher hier ein paar Tipps:

– genügende Fluoridaufnahme (mit fluoridiertem Salz oder Meeressalz würzen, Sardine und Sprotte als fluoridreiche Lebensmittel. schwarzer und grüner Tee, Erdnüsse, Steinpilze, Pfifferlinge und Morcheln)
Fluoride haben eine positive Wirkung auf den Zahnschmelz, da sie ihn stärken, vor Säuren schützen und die Einlagerung von Kalzium und Phosphaten bei der Reparatur unterstützen.

– mind. zweimal täglich die Zähne mit Zahnpasten putzen, welche mit Fluorid angereichert

– am besten kurz nach den Hauptmahlzeiten naschen, danach Zähne putzen

– Kalziumreiche Lebensmittel (Milch, Milchprodukte, grünes Gemüse, Mandeln) zu sich nehmen, da zucker- und säurehaltige Lebensmittel den Zähnen das Kalzium entziehen.

Fakt ist, dass NIEMAND Weihnachten auf Süßes verzichten muss (eher ein möglicher Vorsatz für die Fastenzeit vor Ostern 😉 ). Jedoch ist es ratsam einmal genauer darüber nachzudenken, wieso Süßigkeiten zu den Genussmitteln gezählt werden. Daher: Alles in Maßen verzehrt schadet der Gesundheit nicht.
Als Alternative stehen ja Äpfel, Nüsse, Mandeln oder auch Mandarinen bereit.

Vielleicht für den einen oder anderen Allergiker interessant:
Zimt-, Anis- und Haselnussplätzchen sowie auch das beliebt Mandelbrot können Eiweiße enthalten, die bestimmten Pollenallergenen ähneln. Das Immunsystem des Betroffenen kann keine Unterschiede erkennen und so können als Folge Juckreiz in Gaumen und Rachen aber auch Atemnot und Kreislaufkollaps auftreten.

Aber auch das soll eure Vorfreude auf Weihnachten nicht trüben! Wir wünschen euch eine schöne Adventszeit und mehr Heimlichkeit als Leidenszeit in der Adventszeit.
Zahnfreundliche Süßigkeiten oder sogar Adventskalender findet ihr hier.

 http://kinderzahnaerzte-frankfurt.com/wp-content/uploads/2013/12/Kinderzahnarzt-Weihnachten-283x300.jpg
(Quelle)

Den Bürgern auf den Zahn gefühlt…

5. Dezember 2016 geschrieben von Redaktion MEDI-LEARN

…hat bereits zum fünften Mal das Institut der Deutschen Zahnärzte  im Auftrag von Bundeszahnärztekammer  und Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung.
Erfasst wurden mit dieser Mundgesundheitsstudie vor allem Angaben zum Karies- und Parodontalerkrankungsstand sowie die Zahl der bereits verloren gegangenen Zähne.

Ganz kurz zusammengefasst, lässt sich sagen, dass sich die Mundgesundheit der Deutschen in den letzten 20 Jahren deutlich verbessert hat.
Der Anteil der Kinder (unter 12), die kariesfrei sind liegt bei über 80% und hat sich seit 1997 somit fast verdoppelt. Dies liegt vor allem an regelmäßigen Kontrollen und den häufig angewendeten Fissurenversiegelungen.
Doch auch im höheren Alter zeichnet sich ein erfreulicher Trend ab, denn immer mehr ältere Patienten besitzen noch eigene Zähne. Nur jeder achte Bundesbürger zw. 65 und 74 ist heute zahnlos. Im Vergleich dazu: 1997 war es noch jeder vierte.
Leider nicht geringer geworden ist die Zahl der Parodontalerkrankungen. In der Altersgruppe 75-100 Jahre haben nach wie vor neun von zehn Menschen eine Parodontitis.
Hier sehen die Zahnärzte auch zukünftig den meisten Behandlungsbedarf.

Wer sich ein genaueres Bild der aktuellen Ergebnisse verschaffen will, kann eine Zusammenfassung der über 600 Seiten umfassenden Studie hier einsehen. 😉


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