Liebeskummer

Ja. Es ist schlimm. Es ist furchtbar! Man weint und schreit und leidet und beißt ins Kopfkissen. Es reißt einem das Herz raus. Man denkt: Nie wieder findet man so einen Seelenzwilling, der weiß was man denkt, der einem “Ich mach dich gesund, sagte der Bär” vorliest, wenn man krank ist. Der einem Kaffee ans Bett bringt. An den man genau ranpasst, eingekuschelt, zum Einschlafen. Der so unglaublich süß lächelt. Der einen anruft, gerade wenn man denkt, alles ist scheiße. Der da ist. Der einem ansieht, dass man was auf der Seele hat, und auch die richtigen Worte findet, einen wieder lachen zu lassen. Von dem auch das 100ste Foto in der Wohnung nicht zu viel ist. Der die Leibspeise für einen kocht. Auf den man sich verlassen kann. Mit dem man Babys machen, einen Hund haben, ein Haus bauen, alt werden will.

Der einen mit der Arbeitskollegin betrügt.

Niemals wieder findet man so einen? Doch, schon. Es sei denn, man versucht nach der offenbar schmutzigen Trennung aus dem schnöden Leben zu scheiden und findet sich mit einem Tubus im Hals und einer äußerst wackligen Prognose auf unserer Intensivstation wieder. Dann könnte es schwierig werden.

Ach, Mädel! Musste das denn sein?

Eine Reaktion zu “Liebeskummer”

  1. alltagimrettung

    Da bewahrheitet sich doch immer wieder der Spruch, niemand ist es wert, sich etwas anzutun, auch wenn er einem das Herz gebrochen hat.

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