Unerwartete Lobeshymnen

16. April 2013 geschrieben von Katharina

Hier der Rest der story über meinen Vortrag am Samstag:

Nach dem obligatorischen Applaus gab es von meinem Betreuer noch ein paar lobende Worte zu meiner Präsentation – nein, eigentlich war das für seine Verhältnisse das größt-mögliche Kompliment, da er sagte, an meinem Beispiel könne man sehen, dass auch Mediziner eine Doktorarbeit verfassen könnten die der von Naturwissenschaftler in nichts nachstehen würde. Das solle nicht despektierlich klingen und die Doktorarbeiten der Mediziner abwerten im Vergleich zu denen der Naturwissenschaftler, sondern sei als ganz großes Lob an mich gemeint – ich hätte das klasse gemacht, er sähe keinen Unterschied zu den Präsentierenden vor mir (alles Naturwissenschaftler!) und er wollte hiermit an alle anderen anwesenden Assistenzärzte appellieren und Werbung dafür machen, was alles möglich sei.
Hach :-)
Im Anschluss kam die neue Chefin der Klinik auf mich zu, um mir persönlich zu gratulieren, da sie meine Daten inhaltlich so spannend und den Vortrag so professionell fand. Sie hätte gehört, ich würde leider in einer anderen Abteilung als der Gynäkologie anfangen wollen zu arbeiten…? Da hätte ich also fast noch eine Stelle abgesahnt, so wie es aussieht – nur leider möchte ich ja gar nicht in die Gynäkologie 😉
Abschließend hat mich mein Betreuer dann mit meinem Vortrag noch auf einen großen Kongress im Mai eingeladen – er möchte mich und mein Thema dort noch einmal hören… Von der Größenordnung her werde ich dort dann vor ca. 200 Leuten sprechen. (Hilfe?!) Abgesehen von der Aufregung (die wohl normal ist) freue ich mich aber schon darauf :-)

Vortrag gestern

14. April 2013 geschrieben von Katharina

Hier nun also der versprochene Bericht zu meinem Vortrag gestern!

Um es kurz zu machen und den Höhepunkt vorweg zu nehmen: Es war TOLL!
Natürlich war ich vorher ziemlich, ziemlich nervös – und natürlich war es auch nicht das angenehmste, erst in der letzten Session zwischen 15 und 16 Uhr präsentieren zu dürfen, musste man doch den ganzen Tag ausharren und konnte den anderen Vorträgen dabei nicht wirklich entspannt folgen. Aber als ich dann endlich an der Reihe war, lief es super.

Zu Beginn der Session hatte mein Betreuer eine allgemeine Einführung gegeben – im Sinne von, woher kommen unsere Forschungsthemen, wie hängt das alles zusammen, wie war die historische Entwicklung. Danach hat er jeden Vortragenden vor dessen Präsentation jeweils kurz vorgestellt und ein paar einleitende Worte zum jeweiligen Thema gesagt. Bei mir lief das genauso – nur, dass er dann mit den Worten “und nun hören wir [meinThema]” schloss, dabei aber vergessen hatte, am Laptop die Präsentation des Vorgängers zu schließen und meine zu öffnen…
Ich konnte es mir dann nicht wirklich verkneifen, mit einem Grinsen im Gesicht darauf hinzuweisen, dass ich mich leichter täte mit der Präsentation meiner Daten, wenn ich sie dabei auch sehen und zeigen könnte… 😉 Er nahms mit Humor und dem Kommentar, dass er eben nicht multitaskingfähig sei 😉 MÄNNER!

Die Präsentation selber verlief ohne Zwischenfälle und nachdem sich die erste Aufregung gelegt hatte, machte es mir sogar Spaß – ich hätte gerne noch ein halbe Stunde weitererzählen können! Es ist einfach ein schönes Gefühl, die eigenen Daten präsentieren zu können, zumal das Projekt inhaltlich wirklich etwas hergibt und auch spannend ist.
Feedback gab es im Anschluss auch noch eine Menge – dazu aber nächste Woche mehr! Ein bisschen Spannung muss ja auch noch sein 😉

Spontanes Vortrags-Attentat

10. April 2013 geschrieben von Katharina

Mein Betreuer hat mich diese Woche mit einem spontanen Attentat überrascht – ich soll bei unserem klinikinternen Forschungs-Retreat am nächsten Wochenende einen Vortrag über mein Thema halten!

Anfangs war ich ja etwas, hm, vor den Kopf gestoßen und überfahren, weil er mich genaugenommen gar nicht GEFRAGT hat, sondern mir (und dem beteiligten Postdoc) einfach eine email mit dem Inhalt “Ist der Titel so okay und bitte Feedback bis übermorgen, Nichtantwort werte ich als Zustimmung” und einem angehängten Vortrags-Zeitplan geschickt hat, zu einem Zeitpunkt, als keiner von uns ÜBERHAUPT etwas von diesem Forschungs-Retreat wusste (der zudem noch an einem Samstag -ganztägig- stattfinden wird!)… Aber er IST einfach so, Forscher mit Leib und Seele, etwas knurrig manchmal und irgendwie ganz in seiner Welt – ich kenne ihn seit 3 Jahren nicht anders und er meints in den meisten Fällen nicht so böse wies klingt. Also schwamm drüber und die Gelegenheit nutzen, einmal vor der ganzen Klinik über das eigene Thema reden zu können und vielleicht etwas Feedback zu bekommen!

Zeitvorgabe sind 10 strikte Minuten pro Vortrag (8 Min Präsentation, 2 Min freie Diskussion). Nun heißt es – ran an den Feind Power-Point und so lange basteln, bis ich alles, was mir wichtig erscbeint (und das ist eine Menge!) auf 10 möglichst übersichtlichen Folien untergebracht habe und es auch noch in 8 Min präsentieren kann!
Ich bin nicht die Aller-Erfahrenste im Power-Point-Basteln und so bin ich sehr froh, dass unser ehem. Postdoc sich bereiterklärt hat, meine Entwürfe per email zu korrigieren und mir inkl. Feedback zurückzuschicken. Derzeit herrscht also wieder reger email-Verkehr mit Anhang!
So, und nun muss ich weiterarbeiten…

Stay tuned, ich werde berichten wenn ich den Vortrag hinter mir habe!

Sitting, thinking, accepting.

5. April 2013 geschrieben von Katharina

Zur Zeit habe ich ganz schön am Scheitern meines Papers zu knabbern. Da hat man jahrelang geforscht, soviel Herzblut, Zeit und Arbeit in das Thema investiert, und dann schrammt man am Ende so knapp am erhofften Erfolg (in Form eines Papers) vorbei?

Es schmerzt mich schon sehr, es war jahrelang mein Baby und jeder, der mit diesem Bereich der Forschung vertraut ist und dem ich das Thema kurz erklärt habe, war begeistert davon – inklusive unserem Postdoc, der ganz leuchtende Augen bekam, als ich ihm das Projekt zum ersten Mal vorgestellt habe. Mit ihm habe ich ja auch die vergangenen Wochen sehr viel zusammengearbeitet, um die Ergebnisse für das Paper in eine möglichst effektvoll zu präsentierende Form zu bringen. Er hat schon Erfahrung im Schreiben von Publikationen und konnte mir sehr viel wertvolle Tipps geben – teilweise sind pro Tag 6 emails mit Daten hin und hergewandert. Natürlich kann ich diese Tipps nun auch für meine Doktorarbeit verwenden, es war also keine vertane Zeit – dennoch brauche ich jetzt erstmal ein bisschen Zeit, um mich damit abzufinden.

Ich hoffe, dass mir die kleine Auszeit über Ostern ganz guttun wird und dass ich danach wieder mit neuem Elan weiterarbeiten kann.

Kein Paper fürs erste…

28. März 2013 geschrieben von Katharina

Wie die Überschrift schon sagt, habe ich gerade sehr daran zu knabbern, dass es wohl zumindest vorerst kein Paper mit meinen Daten geben wird, da die story einfach noch nicht “rund genug” in Sachen positive Ergebnisse ist.
Auch, wenn ich wahnsinnig viel geforscht und experimentiert und Unmengen an Daten gesammelt habe, zählen für eine Publikation (also für ein Paper) nur die POSITIVEN Ergebnisse, d.h. die bahnbrechenden Neuigkeiten, die meine Hypothese beweisen. Alles, was an Erkenntnissen im Sinne von “hat nicht funktioniert – ist also offensichtlich anders als vermutet” angefallen ist, lässt sich wissenschaftlich nicht veröffentlichen. Das ist gemein, und ungerecht, setzt die Wissenschaftler unter einen extremen Druck (“nicht rumstehen, publizieren!” oder “nur wer publiziert, der bleibt!”) aber so ist es nun einmal. Die negativen Auswüchse dieser Restriktion sind die zahlreichen “schöngerechneten” statistischen Daten, die derart ausgewertet wurden, dass man irgendwie ein positives Ergebnis rausrechnen konnte. All die negativen, korrekten Daten, exakt erhoben und statistisch ungeschönt, lassen sich halt in keinem Journal unterbringen. Ob das nun der richtige Weg für die Forschung ist, sei mal dahingestellt – es ist einfach so. Punkt.

Ich habe lange mit meinem Betreuer und unserem ehem. Postdoc zusammengesessen und über den Daten gebrütet, am Schluss stand dann aber leider die Erkenntnis, dass der (nicht erfolgreiche) Knockout einfach zu schmerzlich fehlt als dass man die Daten ohne ihn publizieren könnte. Die beiden sind sich sicher, es WIRD ein Paper zu diesem Projekt geben – es ist super spannend und vielversprechend und die existierenden Daten sind toll – aber zu diesem Zeitpunkt ist es einfach noch zu früh. Für mich heißt das jetzt, mein “Baby” gedanklich an den nächsten (potenziellen) Doktoranden abzugeben, der dann die restlichen Forschungsarbeiten durchführen kann, für die ich jetzt keine Zeit mehr habe (denn sonst werde ich mit dem Schreiben meiner Doktorarbeit nie fertig!)
Sicher werde ich auf einem Paper dann mit draufstehen, schade ist nur, dass ich es bei Abgabe meiner Doktorarbeit jetzt nicht mit in die Notenfindung einfließen lassen kann. Alternativ könnte ich meine Doktorarbeit natürlich bis zum Erscheinen des Papers zurückhalten – aber ganz ehrlich, jahrelang auf meinen Titel zu waren, darauf habe ich auch keine große Lust.

Vielleicht erbarmen sich die Gutachter ja und würdigen die Arbeit, die dahinter steckt, auch ohne bereits erschienenes Paper? Ich werde berichten!

Bitte lächeln!

24. März 2013 geschrieben von Katharina

Ich werde bald ganz offiziell und hoffentlich im besten Licht abgelichtet :-)

Das Projekt Bewerbungsfotos stand ja schon lange auf meiner Liste, aber irgendwie kam immer wieder soviel dazwischen… Nun habe ich mir mit ein wenig zeitlichen Puffer dazwischen also erst einen Termin beim Friseur organisert und danach einen bei einem mit sympathischen professionellen Fotografen. Ich bin schon sehr gespannt, wie das werden wird! Privat fotografiere ich ja auch so ein bisschen (Hobby – mehr nicht), aber dadurch habe ich schon ein paar Ansprüche, wie die neuen Fotos denn so aussehen sollen. Wenn man im Internet meinen Wohnort + Bewerbungsfotos eingibt, erscheinen auch sogleich einige mögliche Fotoateliers, und da jetzt das beste herauszufinden ist gar nicht so einfach… Aber letzten Endes habe ich mich da einfach auf mein Bauchgefühl verlassen – und darauf, wo ich eine gewisse Professionalität in der Bildqualität zu entdecken glauben, und wo mir der Stil der Bilder einfach gefällt. Der erste telefonische Kontakt mit dem Fotografen war schonmal sehr nett und entspannt! Ich bin gespannt :-)

Nachtrag:
Heute war ich da – und die Fotos sind klasse geworden!
Einige Tipps zum “selbstbewussten Hinstellen vor die Kamera” und wie man sich am besten präsentiert habe ich dort auch noch mitgenommen – und das anschließend gleich zu Hause mal vor der eigenen Kamera (auf Stativ) ausprobiert, um ein schönes Profilbild für Facebook zu haben. Ergebnis: Hat geklappt!

Schneeflöckchen, Weißröckchen, ich kann Dich nicht mehr sehn!

12. März 2013 geschrieben von Katharina

Während draußen gefühlt 3 m Neuschnee zu Boden rieseln und das ganze Land sich verzweifelt fragt, wann denn jetzt ENDLICH dieser furchtbar dunkle Winter vorbei ist, sitze ich seit Wochen an meinem Schreibtisch und bastele an meiner Doktorarbeit.

Und, ganz ehrlich – der Himmel auf Erden ist das auch nicht. Während der Lernphase zum Hammerexamen letztes Jahr dachte ich immer, wie schön das doch sein muss, sich seine Zeit frei einteilen und “nur” die Doktorarbeit schreiben zu müssen – jetzt denke ich sehnsuchtsvoll an die unzähligen Stunden in den Lernräumen der Bibliothek zurück, wo ich mit Freunden für die mündliche Prüfung gelernt habe. Denn es ist ganz schön einsam, den ganzen Tag zu Hause vor den Bildschirm zu sitzen und als Kommunikationshighlight nur die täglichen mails von und zum Betreuer zu haben. Das geht soweit, dass ich mich dabei ertappe, den Lebensmitteleinkauf zum erlebnistechnischen Highlight des Tages zu machen – man kommt immerhin mal vor die Tür!

Gut, das dunkle Winterwetter draußen tut sein übriges dazu – Sonnenschein hatten wir seit Jahresanfang gefühlt an maximal drei Tagen, und ganz ehrlich, ich kann das weiße Zeug da draußen nicht mehr sehen!

Tagsüber bastele ich an Exceltabellen, Excelgrafiken und komme gefühlt pro Tag einen halben Millimeter weiter… Okay, ich wusste dass die Ergebnisaufbereitung der ödeste Teil werden würde (und sich, wie alles rund um das Stichwort “Labor” länger ziehen würde als geplant) aber so langsam brauche ich dringend einen deutlichen Fortschritt!

Und nochwas: Ich will Sonne, und Frühling, und Licht, und gute Laune! JETZT!

Salsa, Yoga, Sport & gesunde Ernährung

8. März 2013 geschrieben von Katharina

Ja, auch wenn ich hauptberuflich gerade an meiner Doktorarbeit schreibe, versuche ich doch in der Freizeit dafür umso mehr Ausgleich zu schaffen! Denn man wird träge, unbeweglich und verspannt, wenn man den ganzen Tag vor dem Bildschirm sitzt, und obendrein auch noch schlecht gelaunt…

Einmal die Woche gehe ich nachwievor zum Salsakurs (plusminus einer Salsaparty pro Woche, derzweit aber eher 1 Mal pro Monat) und einmal die Woche habe ich Yogakurs. Aber in Summe ist mir das noch viiieeeel zu wenig. Dazu kommt eine möglichst gesunde Ernährung (ja, ich versuche komplett auf Bio und Vollwert umzustellen – viel Gemüse, viel Obst, viel Vollkorn, Nüsse, Samen etc, wenig Fleisch….) und ich habe in den vergangenen Wochen schon bemerkt, dass sich auch das ganz massiv auf Laune und Wohlbefinden auswirkt! Das Gefühl nach einer Fertigpizza gegenüber dem Gefühl nach einer selbstgekochten Gemüsepfanne ist unbeschreiblich – einmal müde, pappsatt und schlapp, einmal satt, zufrieden und mit neuer Energie.

Mein neuer Sport-Plan sieht täglich mindestens 30 Minuten Bewegung vor – entweder Yoga, oder Spazierengehen, oder -bald!- Laufen oder Fahrradfahren. Wer mich kennt, wird bei dem Wort “Laufen” erstaunt die Augenbrauen hochziehen… JA! Ich tue es wirklich. Ob das ganze nun wirklich in Joggen oder eher in Walken ausartet, wird man sehen. Aber ich brauche frischen Wind um die Ohren und im Kopf, und eine Möglichkeit mich mal richtig auszupowern. Das Problem am Schreibtischarbeiten ist nämlich, dass man abends zwar geistig im Eimer ist, der Körper aber physisch noch nicht annähernd müde ist. Das, was ich während meiner PJ-Zeit im Krankenhaus immer als “Kilometergeld” bezeichnet habe und das mich abends müde in die Kissen hat sinken lassen, fehlt mir nun…

Dazu kommt, dass meine Umgebung sportlich sehr aktiv ist und man ahnt gar nicht, wie sehr einen das mitzieht! Ein Teil meiner Freunde läuft im Mai den “Big 25 Marathon” in Berlin mit und auch wenn ich dieses Jahr erst einmal nur anfeuernd am Rand stehen werde, zieht es einen doch irgendwie mit, wenn die Freunde ständig für eine Stunde zum Laufen verschwinden und ausgepowert und gutgelaunt wiederkommen, während man selbst immernoch vor dem PC hockt!
Außerdem weiß ich als Ärztin ja nur zu gut, was man seinem Körper antut, wenn man keinen richtigen Ausdauersport betreibt – die Folgen hatte ich ja 1 Jahr lang direkt vor der Nase, in der Inneren Medizin. Da will ich nicht hin – meine Rente würde ich gerne gesund verbringen!

Ein paar günstige Laufhosen und -shirts zum Einstieg habe ich schon im Discounter meines Vertrauens erstanden, denn es gibt nichts furchtbareres als nassgeschwitzt das Frieren anzufangen, weil die Baumwollsachen am Körper nicht trocknen. Erkältung hinterher garantiert, das kenne ich vom Wandern und nicht umsonst liebe ich meine “Funktionskleidung” dafür heiß und innig.

Vom kollegialen Orthopäden 😉 habe ich mir daher bereits im letzten Jahr für kleines Geld (Kontakte sind alles…) passende Sporteinlagen machen lassen, nächste Woche werde ich losziehen und in Laufschuhe investieren. Wenn ich bei den Klamotten schon kein Geld ausgebe, anständige Schuhe müssen sein, das sind mir meine Knochen wert!

Und dann gehts los… sobald der Schnee draußen verschwunden ist.

Ich werde berichten!

Das Drama um die Auswertung von eds-Files Teil 2

25. Februar 2013 geschrieben von Katharina

Also, lange Rede kurzer Sinn – die Software die auf dem Laptop des Cyclers läuft musste also her. Das ist natürlich nicht ganz so einfach, wegen Seriennummer etc., und in der Vergangenheit hatte ich mich schon einmal darum bemüht und war gescheitert… Nun habe ich mich aber (nach einem Fehlversuch mit einer ähnlichen Software von einem Kollegen, mit der sich aber keine eds-files, sondern nur sds-files öffnen ließen) anscheinend an die richtge Stelle gewandt und konnte erwirken, dass man mir die Software auf CD brennt und mir auch gleich noch die nötige Seriennummer mit überlässt. Somit war ich dann also rechtmäßiger Nutzer der Software, die dann …

doch nicht lief. Startete zwar wunderbar nach der Installation, brach das Öffnen jedweder eds-Datei aber mit einer Fehlermeldung ab. Es folgten Internetrecherchen, Kontakt zum Support der Herstellerfirma und auch erneuter Kontakt zu meiner Softwarequelle – und die stellte schließlich fest, dass sie mir aus Versehen die falsche Version der Software gebrannt hatten. Es hätte sein sollen die 2.0.5, es war aber leider die 2.0.1…. Nach weiteren organisatorischen Schwierigkeiten (sie müssen wohl recht lange nach dem Aufbewahrungsort der richtigen Version gesucht haben…), einem kleinen technischen Problem betreffend das Hochladen einer recht großen Datei auf jedwedem Online-Speicherplatz und dem Update von einer Version auf die andere auf meinem Rechner (ich liebe es, von Hand in die Registry von Windows 7 einzugreifen…) kann ich nun also endlich sagen:

ES LÄUFT.

(Man betrachte dies als prominentes Beispiel für die nicht erwartbaren, aber immer wieder auftauchenden Schwierigkeiten auf dem Weg durch die Irren und Wirren eines Forschungslabors ;-))

Das Drama um die Auswertung von eds-Files, Teil 1

20. Februar 2013 geschrieben von Katharina

Mit dem Titel werden vermutlich die wenigsten etwas anfangen können – bei eds-files handelt es sich um die Datendateien, die mir in den letzten 3 Jahren der Realtime-Cycler im Labor geliefert hat. Wer jetzt immer noch nichts versteht – es geht um die Messungen, wieviel von einem bestimmten Gen in den Tumorgewebsproben ggü. den normalen Gewebeproben vorhanden ist! Das dazugehörige Gerät hat mir damals eds-Dateien zum Speichern angeboten, die ich auch alle brav auf meinem usb-Stick gesichert habe, pro Lauf eine Datei – in Summe habe ich bestimmt 100 Stück davon…

Nun geht es an die Datenauswertung und obwohl ich damals schon zur Sicherheit einfach mal die Plattenbelegung und die Schmelzkurven getrennt nach analysiertem Gen als jpgs mitabgespeichert habe, stehe ich nun vor der Aufgabe doch einzelne Details noch einmal nachsehen zu müssen.

Das Problem daran ist, dass der Cycler auf dem ich damals gearbeitet habe nicht unserem Labor gehört, sondern dem Zentrum nebenan – und durch unseren Umzug hat sich da eine gewaltige räumliche Differenz zwischen unserem Labor und dem Standort des alten Cyclers ergeben! Weiterhin befindet der sich in einem normalerweise abgeschlossenen Raum, und unseren alten Schlüssel haben wir natürlich nach dem Umzug zurückgegeben… Und als wäre das nicht genug, kann man seine Daten auf dem Laptop am Cycler nur auswerten, wenn gerade nicht parallel das Gerät läuft, da das zu Störungen führen kann. Bei der zeitlich sehr eng getakteten Belegung grenzt es also an ein Kunststück, einen freien Zeitslot über 1 Stunde am Stück zu finden, um in Ruhe die Daten ansehen zu können.

Was tun, sprach Zeus? Die Software muss her!