Auf Wiedersehen!

26. Oktober 2010 geschrieben von Stefan

Hallo liebe Leser,

ich habe ja nun schon einige Zeit nichts mehr “zu Papier” gebracht und melde mich nun aus dieser langen Blog-Abstinenz wieder. Ich hatte eine wirklich arbeitsreiche und anstrengende Zeit.

Die Doktorarbeit in der Augenklinik hat eigentlich meine ganzen Ferien gebraucht und auch nun schaue ich, dass ich fast täglich in die Klinik komme, um Patienten für meine Studie zu rekrutieren. Immerhin habe ich inzwischen 2/3 meiner Studienpatienten zusammen und auch die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Augenklinik läuft wirklich gut. Es ist anstrengend, macht aber eine Menge Spaß.

Seit knapp einer Woche hat das siebte Semester wieder angefangen und der Stundenplan sieht recht voll aus: Im Moment haben wir täglich Anästhesieunterricht und werden dazu Freitag in einer Klausur geprüft. Wer besteht, darf ins Praktikum und im OP und am Simulatur sein Können zeigen. Danach stehen Gynäkologie und Kinderheilkunde an, jeweils mit Blockpraktika.

Leider mußte ich mich dazu entschließen, mit dem Schreiben meines Blogs aufzuhören. Ihr konntet drei Semester Uni-Leben, das Physikum und eine Famulatur mitverfolgen und ich hoffe, dass euch das Lesen Spaß gemacht hat. Vielleicht gibt es ja später (PJ?) mal wieder etwas zu lesen, dann zähle ich auf euch 😉

Liebe Grüße an meine Leser!

Stefan

Abgesprungen

9. Juni 2010 geschrieben von Stefan

Diese Woche habe ich mich wieder ins Uni- und Doktorandenleben gestürzt. Gestern habe ich meine  Codoktorandin getroffen. Wir haben uns erst im Café getroffen und über ihre bisherige Arbeit gesprochen und den Ablauf der Forschung. Danach hat sie mich durch die Augenklinik geführt und alle wichtigen Orte gezeigt. Ich glaub, ich hab wirklich Glück mit ihr! Sie ist sehr nett und greift mir am Anfang schon sehr unter die Arme.

Heute sollte ich meine erste Probe zur Untersuchung entgegennehmen (Kammerwasser der vorderen Augekammer von einer Katarakt/grauer Star-OP) und bin um halb 8 zur Augenklinik gefahren. Der Abläuf wäre: Blutabnahme bei der Probandin, intraoperativ vom Operateur das Kammerwasser entgegennehmen, Wasser abpuffern und für das Labor fertig machen. Als ich dann in die Ambulanz zu der Patientin gekommen bin, kommt mir schon ein Assistenzarzt entgegen, der mir die Blutabnahme abnehmen wollte: “Die Patientin hat sich gegen eine Studienteilnahme entschieden”. Sehr toll… naja, klar, es ist ihr gute Recht, jederzeit abzusagen. Aber meine Codoktorandin hatte bereits einige Arbeit in die Aufklärung und Voruntersuchung gesteckt und so war es doch etwas ärgerlich.

Morgen gehts dann ab an die Pharmakologie! In einem Monat fängt die Klausurzeit an und ich hab noch nichts gemacht.

Jedes Semester das Gleiche…

Doktorvater

1. Juni 2010 geschrieben von Stefan

Heute habe ich mich meinem habilitierten Betreuerr vorgestellt. Ich war etwas aufgeregt, da ich nicht wußte was er von seinen Doktoranden erwartet und bisher nur zum betreuenden Assistenzarzt Kontakt hatte. Er scheint recht fordernd, möchte dass aus den Daten ein Paper zur Veröffentlich entsteht und ich bei der Datenerhebung am Ball bleibe. Ist wahtscheinlich gut, da ich etwas Druck durchaus förderlich finde.

Ich finde ja den Umgang mit Professoren schwierig. Natürlich spreche ich sie brav mit Titel an und sie sind ja auch Respektspersonen, aber irgendwie muss man die Balance finden, nicht anbiedernd zu wirken. Zumindest ist mein Betreuer (der Assistenzarzt) hier sehr unkompliziert und wir sind beim “Du”.

Für nächste Woche habe ich mich erstmal mit den anderen beiden Doktoranden der Klinik verabredet. Die haben ähnliche Themen und können mich etwas in die Methoden einarbeiten. Bin schon gespannt, was das für welche sind. Bei guter Zusammenarbeit könnte man sich das Doktorandenleben etwas einfacher machen.

In den Pflichtveranstaltungen passiert gerade nicht viel. Heute hatten wir in Patho die Molekularpathologischen Grundlagen zur Tumorentstehung und für morgen wollten wir unser Urologiepraktikum vorbereiten und den vorzustellenden Patienten untersuchen, aber die Urologen haben wohl derzeit einige Krankheitsfälle, sodass beide Gruppen zusammengelegt werden und es keine Patientenvorstellung geben wird.

Diese Woche wird das Studentenleben noch weiter genossen… Heute Abend Medi-Party und Donnerstag gehts zu Rock am Ring mit den Kommilitonen. Das wird herrlich und wir lesen uns nächste Woche wieder :-) Ab Dienstag wollte ich dann langsam den Lernmodus reaktivieren und anfangen zu lernen. Es stehen ja doch ein paar Klausuren an.

Diss und das

23. Mai 2010 geschrieben von Stefan

Oh je, da habe ich meinen Blog ja lange vernachlässigt. Es gibt aber einiges zu berichten! Die letzten Tage waren einfach spannend

Zuerst hatten wir am 11. 5.  einen sogenannten “Dies academicus”. Dies ist ein Tag der Uni, an dem keine Anwesenheitspflicht in den curricularen Veranstaltungen besteht und die Studenten sich mit anderen Themen rund um das Studium beschäftigen können. Dieses Jahr hatte der Tag auch seinen Grund: Es war Zeit zu streiken! Die Landesregierung möchte den Hochschulen einiges an Einsparungen zumuten und allein unserem Fachbereich Medizin fehlten dadurch ca. 2 Millionen. Tutorien, Professorenstellen, SkillsLab,… hier wird es Einsparungen geben. Zum Glück hatten angesichts dieser Einsparungen sogar wir streikfaulen Mediziner genug Leute auf die Starße gebracht. In unserer Landeshauptstadt waren 15.000 Studenten auf den Beinen! Hier ein kleiner Einblick:

Die folgenden Tage waren wieder ruhiger… in der Woche hatten wir eh kaum Uni, ab Donnerstag war ein langes Himmelfahrtwochenende, an dem ich heim gefahren bin.

Das Größte Thema der letzten Tage war allerdings die Suche und das Annehmen einer Diss! Ich hatte ja mehrere Mails an Professoren, Oberärzte und Co geschickt, und das war sehr frustrierend. Es wurden kaum emails beantwortet, es gab einige Absagen und alles, was irgendwie interessant klang, benötigte ein Freisemester plus zwei komplette Semesterferien. Durch einen Tipp einer Freundin, hatte ich die Mailadresse eines Assistenzarztes der Augenklinik bekommen. Hier sei die Betreuung super und es gebe interessante Themen. Und… die Mail war innerhalb von zwei Tagen beantwortet und ich hab mich mit diesem Arzt inzwischen auch getroffen um das Thema zu besprechen!

Es ist eine sehr klinische Arbeit mit der Untersuchung von Probanden nach einer neuartigen Behandlung (Details zu Studie lasse ich hier noch aus). Hier werde ich zwar auch viel Zeit in der Augenklinik verbringen und durchaus auch mal in den Ferien in meiner Unistadt bleiben müssen, aber das Thema ist wirklich interessant, es ist gut veröffentlichbar (auch in Zeitschriften/Paper!) und bisher halte ich die Studie für überschaubar und machbar. Ich habe mich ein wenig in das Thema eingelesen, habe aktuelle Paper von meinem Betreuer geschickt bekommen und ihm dann heute auch eine Mail geschrieben, dass ich die Arbeit übernehmen möchte… Da bin ich mal sehr gespannt wie das wird. Die Datenerhebung soll ca. ein Jahr beanspruchen.

Mittwoch geht es dann los: Vorstellung beim Doktorvater (der habilitierte Betreuer), Ethikantrag fertig machen (hier hat der Assistenzarzt bereits große Vorarbeit geleistet) und dann Antrag ans Dekanat, dass ich als Doktorand angenommen werde.

Nun geht es erstmal wieder in die Sonne.

Chirurgisch angefixt?

6. Mai 2010 geschrieben von Stefan

Die Lehre der Chirurgie basiert bei uns auf Seminaren mit Patientenvorstellungen. Heute war es soweit und ich mußte meinen ersten Patienten dort vorstellen:

Gestern Mittag bin ich auf die (im Skript angegebene) unfallchirurgische Station gegangen und habe eine Stationsärztin nach einem Patienten gefragt. Das Thema des Unterrichts wird “Verletzungen der Wirbelsäule” sein und dazu sollte ich einen Patienten anamnestizieren, untersuchen und mit Röntgenbild vorstellen. Sie schaute ihre Unterlagen durch und führte mich zu einem älteren Patienten, der nach einem Sturz eine Wirbelkörperfraktur hat.

Herr S. war von Anfang an sehr bereitwillig, sich für das Seminar zur Verfügung zu stellen. Er hat von seinem Sturz erzählt und konnte noch genau die Schmerzen beschreiben. Bei der weiteren Anamnese merkte man eine seiner Grunderkrankungen: Der Patient leidet an Demenz und kann viele Dinge einfach nicht erzählen. Er war am Vortag erst aufgenommen worden und wurde bisher konservativ behandelt. Das heißt bei Wirbelkörperfrakturen: Analgesie und Krankengymnastik. Aus der Patientenakte konnte ich dann weitere Vorerkrankungen und Medikation erfahren und uns im PACS das Röntgenbild ansehen. Die Assistenzärztin gab mir noch mit auf dem Weg: “Überlegen Sie sich bis morgen, wie er operativ versorgt werden kann.” Sie sollte dann auch unser Seminar leiten.

Heute Nachmittag habe ich den Kommilitonen dann den Patienten vorgestellt. Die Dozentin ergänzte an manchen Stellen noch etwas und die ausgedruckten Röntgenbilder (BWS seitlich und CT des gebrochenen Wirbelkörpers) gingen dann rum. Anschließend hat die Dozentin einen kurzen Powerpointvortrag über Wirbelkörperverletzungen gehalten und auch die OP-Möglichkeiten erörtert. An kleinen Modellen konnten wir dann das Prinzip der Vertebroplastie, der Kyphoplastie und der Verschraubung mit einem internen Fixateur nachvollziehen.

Chirurgie macht wirklich Laune :-) Ich freue mich schon sehr auf die Famulatur in der Chirurgie!

Bücherplausch

29. April 2010 geschrieben von Stefan

Es ist wie im ersten Semester… Ich habe ein neue Fächer (Chirurgie, Ortho, Urologie und Unfallchirurgie) und steh beim Buchhändler ratlos vor dem Regal.

Am besten wäre ein Tutor: “Nimm dieses dünne Buch, damit haben bisher alle bestanden. Was anderes brauchst du nicht!” Nun schlagen die Tutoren in der Regel den “Müller” vor. Ein kompaktes Chirurgiebuch im Telefonbuchstil. Beim ersten lesen erschien es auch gut zum lernen geeignet und gut strukturiert. Dann habe ich eine Dozentin gefragt. “Nimm nicht den Müller! Da steht viel zu wenig drin, damit besteht man nichtmal die Studentenprüfungen. Ich habe die Klausurfragen gesehen, der reicht nicht.”

Na toll… also bin ich so schlau wie vorher.

Gestern habe ich mir die Mühe gemacht und mir fünf Chirurgiebücher in der Bib genommen und habe in allen die Themen “Akutes Abdomen” und “Hernien” gelesen. Das dicke grüne für 90 Euro hat mich zuerst etwas erschlagen. 3 Kilo Buch und so unhandlich. Da muss doch zu viel drin stehen! Beim lesen fand ich es jedoch wirklich gut und die vielen Bilder erleichterten mir den Zugang zu den OP Verfahren… dazu gibt es ein Kompendium zum mitnehmen. Ist das die richtige Kombi?

Dann ist mir ein großes blau-weißes Buch aus dem bekannten Medizinverlag in die Hände gekommen. Das war auch der Dozententipp… “Schnitt für Schnitt”. Es ist etwas konfuser geschrieben, aber scheinbar auch sehr vollständig und mit vielen Bildern und Schemazeichnungen. Ein echter Pluspunkt: Der Schinken kostet neu nur noch ca. 30 Euro. Der Verlag hat den Preis runtergesetzt.

Der Studententipp sah dagegen etwas blass aus. Klar, stand auch das wichtigste drin, aber ich habe zum lesen genau so lange gebraucht (trotz oder sogar wegen des Telegrammstils?). Ich glaube, ich brauche auch etwas mit Bildern. Wie soll ich mir den Unterschied zwischen verschiedenen OP Verfahren merken, wenn ich sie nicht verstehe?

Heute ist noch das Basics-Buch und ein der “Siewert” auf dem Tisch. Duale Reihe und das Kurzlehrbuch gibt es auch noch. Wenn ich die angelesen habe, werde ich mich mal entscheiden müssen, denn nächste Woche fängt das Chirurgiepraktikum an. Bei den ganzen Klausuren am Ende des Semester will ich zumindest 2 Fächer (Chirurgie und Pharma) wirklich im Semester mitlernen. Habe ich mir zumindest vorgenommen 😉

Nichts für Weicheier

22. April 2010 geschrieben von Stefan

Unfallchirurgie ist was für die Hände… da muss man anpacken. Im Untersuchungskurs heute (Thema: Untersuchung der unteren Extremität) wurden uns die verschiedenen Tests für Becken, Hüftgelenk, Knie und Sprunggelenk gezeigt. Die haben alle tolle Eigennamen und scheinen nur einem Zweck zu dienen: Man muss den Patienten ärgern, wenn er Schmerzen hat oder sich etwas abnorm verschiebt ist da was kaputt. So haben wir uns gegenseiteg das Bein in abgefahrene Yogastellungen gedreht, Kniescheibe verschoben und unsere ganze Körperkraft am Kommilitonen ausgelassen. Meine Lieblingsübung: Man winkelt das Knie in 30° Stellung an, faßt fest am Oberschenkel und schiebt und zieht den Unterschenkel. Da kann man schön das vordere Kreuzband anschlagen hören 😉

Mein neuer Sportkurs ist auch nichts für Luschen. Ich habe einen Anfängerkurs Handball belegt (vorher kaum gespielt) und der volle Körpereinsatz gefällt mir. Das hätte ich schon viel eher anfangen sollen! Nun bin ich ausgepowert und kann gut schlafen.

So schön kann studieren sein!

19. April 2010 geschrieben von Stefan

Endlich geht die Uni wieder los… Endlich? Also im Moment habe ich ein laues Studentenleben. Heute hatte ich frei, morgen immerhin von 8 bis 11 Uni und Mittwoch auch nur 2 Stunden… Dazu herrliches Wetter, Bierchen trinken mit Freunden, Motorrad fahren… Ein schöner Vorgeschmack auf den Sommer!

Die Einführungsveranstaltung hat schon Lust auf “mehr” gemacht. Die Chirurgen haben ihr Programm vorgestellt und ich bin da sehr gespannt. Wir beginnen mit einem Untersuchungskurs-Chirurgie (Untersuchung der oberen Extremitäten, der unteren Extremitäten, Wirbelsäule…), einem Naht- und Knotenkurs im Skillslab und einer 3-stündigen Hospitation im Notfallbereich der Uni-Klinik. Ab der vierten Semesterwoche steht fast täglich ein “Praktikum” Chirurgie auf dem Plan. Hier haben wir Seminare bei den Unfallchirurgen, den Orthopäden, den Viszeral-Thorax-Gefäßchirurgen, Herzchirurgen und Urologen. Zu jedem Termin steht ein Krankheitsbild auf dem Plan, zwei Studenten sollen einen Patienten vorstellen, den sie am Vortag untersucht und befragt haben und so rasen wir in einem Semester durch diese Fächer.

Die weiteren Fächer sind größtenteils “Alte Bekannte”: Mikrobiologie (Viren und Parasiten), klinische Chemie, Pathologie, Pharma und Geschichte der Medizin. Mal sehen was es gibt… in Geschichte bin ich dem Seminar “Geschichte der Psychiatrie im 19. Jahrhundert” zugeteilt worden. Kann spannend werden.

Apropos Mikrobio: Die Klausur war nicht so der Hit. Wahrscheinlich wirds zum bestehen gereicht haben, aber viele Punkte habe ich mir durch eigene Blödheit verbaut. Einmal hab ich die Aufgabenstellung nicht richtig gelesen, zwei eigentlich einfache Fragen falsch gelöst und bei den knackigen, schwierigen Fragen auch gerne mal das Falsche angekreuzt. Mit dem Ergebnis sollen wir erst nächste Woche rechnen, ich bin gespannt. Eigentlich ärgerlich, ich konnte das Fach zum Ende des Wintersemesters wirklich gut und habe dann aus Faulheit in den Ferien mir eine gute Note versaut.

Nach der Klausur sind die Lern- und Stresssorgen erstmal weit, weit weg. Bei den Wetter wird viel unternommen, die Stimmung ist gut und ich freue mich einfach auf den Sommer. Gestern wurde Wein gertrunken und mit Freunden Karten gespielt, heute haben wir gegrillt und morgen gehts zum tanzen weg… So stell ich mir “richtiges” Studentenleben vor. Ein Studium, wie es sein könnte 😉

Pseudomonas, Ahoi!

9. April 2010 geschrieben von Stefan

Meine schöne Unistadt hat mich längst wieder. Nach einem wirklich netten Abschied (mit kleinem “Dankeschön” – die Assistenten haben für einen Büchergutschein gesammelt) bin ich am Donnerstag wieder von zuhause fort gefahren. Ich hatte über die Osterfeiertage Dienst in der Uniklinik und konnte die Stille und Ruhe eine Uni-Stadt an Feiertagen erleben. So langsam kommen auch die Freunde wieder hier an, Montag geht die Uni wieder los.

Rückblickend war die Famulatur wirklich gut. Hat Spaß gemacht. Ich wiederhole mich sicher, aber so hatte ich das nicht erwartet. Wenn man unbedingt etwas aussetzen möchte, dann am ehesten, dass die Anleitung etwas unstruktiert war. Aber ich kann die Abteilung uneingeschränt weiterempfehlen. Ein Monat Doktor-spielen hat meine Motivation fürs neue Semester wieder aufgetankt.

Nun liegen noch 4 Tage in der Bibliothek vor mir. Mittwoch schreiben wir eine Mikrobiologieklausur. Wir hatten das zwar alles schon einmal mündlich abgeprüft bekommen, aber doppelt hält wohl länger (keine Ahnung was sich der Dozent dabei gedacht hat). Die Details sind jedenfalls wieder aus meinem Kopf verschwunden und ich hoffe, dass ich sie schnell wieder aufnehmen kann. Die Immunologie und die Details zu den Antibiotika bitte nicht abfragen. Danke. Mein Plan: Zusammenfassungen meines Lehrbuches am Wochenende wiederholen und Details je nach Altklausurlage. Die werden morgen oder übermorgen auch noch durchgekreuzt. Montag wird dann (nach der Einführungsveranstaltung des neuen Semesters) die klinische Infektiologie zu beliebten Krankheiten gelernt und Dienstag habe ich ein volles Programm: Patho und U-Kurs. Die Vorlesung wird wegen der Klausur aus meinem Plan wegrationalisiert. Die besuche ich beim nächsten mal. Bestimmt 😉

Bei Mutti

28. März 2010 geschrieben von Stefan

In drei Tagen ist die erste Famulatur schon wieder vorbei. Das ging ja echt schnell rum. Kann es gar nicht erwarten, wieder in die Klinik zu gehen. Das Praktische macht mir sehr viel Spaß!

Echte Rückmeldung habe ich leider noch nicht bekommen. Ein Assistenzarzt meinte zwar zu mir, dass ich so weitermachen solle, aber irgendwie kann ich schwer abschätzen, ob die mit mir zufrieden sind. Die Oberärztin hat mir angeboten, dass sie mir ein Zeugnis schreiben möchte, das hört sich doch schon einmal gut an. (Auf dem Vordruck der Uni steht nur: Herr/Frau… hat vom … bis zum … … Tage in meiner Abteilung als Famulus gearbeitet. Unterschrift.)

Ich freue mich so langsam auch wieder auf meine Unistadt. Die Heimat ist echt schön und ich freue mich auch sehr, Eltern und Verwandte wiedergesehen zu haben, aber so langsam möchte ich wieder in MEINE Wohnung/WG. Mehrere Jahre nach dem Auszug aus dem Elternhaus ist es für mich nicht einfach wieder fünf Wochen “bei Mutti” zu wohnen. Man gewöhnt sich so schnell an die Freiheiten einer eigenen Wohnung…