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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : O-Töne aus der Uni-Umfrage -- Deine Meinung ??



Sani
07.06.2004, 12:29
Hallo,

die folgenden Aussagen zur Uni Homburg stammen aus der Medi-Learn Uni-Umfrage.


Weitere Infos zur Uni-Umfrage 2004, dem deutschlandweiten Ranking - klick hier! (http://www.medi-learn.info/seiten/basismodul/Detailed/627.shtml)




Mehr detailierte Fragen zur Qualität bzw Lerneffektivität der Vorlesungen und auch Praktika (zB Vorlesung Fach
XY: Monolog, Seminar, Powerpointvorträge etc?), mehr Unterstufen (nicht nur zB Ausstattung a) veraltet b)
modern, sondern die wie ich finde wichtige Differenzierung zwischen Kursen (vor allem Vorklinik und Klinik)und
Praktika bzw den praktischen Zeiten, die man auf den Stationen verbringt. ZB die Gynäkologie und Pädiatrie sind
Hochmodern, die Bibliothek und damit der zu recherchierende Wissensschatz der Studenten katastrophal. Das
Praktikum der Inneren Medizin ist wirklich gut organisiert (wenn man bedenkt, dass die Ärzte dabei normalen
Dienst haben), dafür fehlen für die vielen freien "Brückenstunden" jegliche Rückzugsmöglichkeiten, wo man sich
einfach mal hinsetzen kann und sich erholen oder auf den nächsten Kurs vorbereiten.
Das größte Defizit: es gibt keine zentrale Stelle für studentische Aushänge, regelmäßig zum Semesteranfang
verpassen Viele die ersten Stunden, weil man einfach nicht weiß, wo was aushängt, wo man sich bis wann
anmelden muss etc. Dabei wäre es doch ein leichtes, eine gemeinsame Seite der Institute mit aktuellen Terminen
online zu stellen.
Ansonsten finde ich aber die Idee der Umfrage sehr gut, und Ihr bekommt sicher so zahlreiche Anregungen, dass
die Umfrage ev in den nächsten Jahren regelmäßig und dann noch umfangreicher durchgeführt werden kann.
MFG
H.K.
(Homburg)
*
Medi-Learn Uni-Umfrage 2004
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...aber ich werde nicht wechseln. Denn auch wenn die Stadt hier rein kulturell nicht viel zu bieten hat, bin ich doch
sehr glücklich mit dem uncliquenhaften, freundlich-offenen Verhalten fast aller meiner Mitstudenten! Es ist -vor
allem im Wohnheim natürlich- unglaublich einfach hier Anschluss zu finden. Mit einer solch gesunden und
stabilen Basis ist es einfacher im Ausland Erasmus-Zeiten, Famulaturen oder Teile des PJs zu verbringen.
(Homburg)
*
Homburg ist eine sehr kleine Stadt/Uni.
Man muss es mögen. Die Atmosphäre ist sehr familiär, allerdings darf man keine "organisierte" Unterhaltung (z.B.
Clubs, Discos...) erwarten - für Action muss man selber sorgen. Allerdings findet man dies alles in Saarbrücken
(30 Zugminuten).
Was die Lehre angeht, so herrscht "organisiertes Chaos". Termine und Co muss man selber durch ablaufen der
Aushänge herausfinden, die Internet Homepage des Studiendekanats ist immer ca. 1/2 Jahr veraltet.
Mit einem stabilen "Netwerk" macht das Studium hier aber trotzdem sehr viel Spass, es ist keine
Massenabfertigung.
(Homburg)
*
im großen und ganzen kann man hier an der Uni in Homburg ganz gut lernen, ist halt nicht viel da, was ablenken
kann :-((, das macht wohl auch allen Erstsemestern am meisten zu schaffen. Man stellt sich ja doch unter Uni
etwas Tolleres vor als 43% Wald und sonst nix an Kultur.
Und die Uni selbst, es gibt solche und solche Profs, doch das hat man wohl überall. Hoch anrechnen sollte mal
Homburg aber den Zusammenhalt unter den Studenten. Jeder gibt Dir Tipps, hilft Dir, Du bekommst Altklausuren
wie Sand am Meer.
Wer allerdings was gegen das Kleinstadtleben hat, ist hier total fehl am Platze, bei gerade mal 2000 Studenten (
nur Mediziner - auch etwas langweilig )ist Tratsch und Klatsch ganz groß geschrieben. Jeder kennt hier jeden.
(Homburg)
*
Viele der Homburger Studenten wohnen niicht in HOmburg, sondern der Landeshauptstadt Saarbrücken (ca. 35
Kilometer entfernt). Homburg ist sehr isoliert (Homburg nur für Medizin und Zahnis, alles andere an der
Saarbrücker Fakultät) und gibt den Studenten kaum Möglichkeit, mit anderen Fachrichtungen direkten Kontakt zu
haben.
(Homburg)
*
bald schärfere studienordnung in homburg: praktikum-klausur-klausur-praktikum und klausur dann ist man raus
aus dem studium in homburg- nichts für faule :-(
(Homburg)
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Es ist schade wie wenig Studenten sich für die Arbeit der Fachschaft interessieren, stets Service erwarten und
keine Ahnung haben, was tatsächlich an gesprächen mit Uni und Profs läuft.
Wäre toll hierzu mal einen Artikel zu lesen.
(Homburg)
*
-Für mich als Saarländerin ist es der ideale Platz, um zu studieren. Ich möchte nirgendwo anders hin.
- Für Aussenstehende ist es wohl etwas gewöhnungsbedürftig.
-Schlecht in Homburg ist, dass sich hier nur die med. Fakultät befindet, alle anderen sind in Saarbrücken. Alle
Homburger Studenten sind also Medizinstudenten, das ist oft etwas langweilig.
- Homburg ist nicht gerade die Stadt mit dem größten Freizeitangebot, man muss öfters weiter weg fahren, z.b.
nach saarbrücken.
(Homburg)
*
Da es bei Homburgum eine relativ kleine Stadt handelt, sind die Freizeitmöglichkeiten ehr als beschränkt zu
werten. Allerdings ist Saarbrücken nicht weit und mit dem Semesterticket kommt man mit der Bahn quasi
umsonst hin. Zur Uni: wie fast überall ist der große Haken der Vorklinik die Biochemie, wo hier sogar zwei
Klausuren betsanden werden wollen. Ansonst ist die Atmosphäre im Saarländischen familiär und angenehm. Und
für all die, die von der ZVS ins Exil geschickt werden: freut euch auf nette Leute und jeden Dienstag den
"Keller"!!!!
(Homburg)
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In Homburg ist v.a. der intensive Kontakt unter den Studenten sehr von Vorteil. Gerade zu Studienbeginn wird
man dies sehr zu schätzen wissen, denn hier man steht mit Sicherheit niemals alleine da und man wird immer
schnell jemanden finden, der einem hilfreich zur Seite steht.
(Homburg)
*
Medi-Learn Uni-Umfrage 2004
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Ich finde das Medizinstudium in seiner momentanen Form sehr lang und dröge - das wäre mir an einer anderen
Uni sicher ähnlich ergangen, deshalb möchte ich deswegen nicht auf Homburg schimpfen. Homburg ist vom
Kulturangebot und der Diversität der Leute, die man trifft, sicher unterdurchschnittlich, aber wenn man ohne viele
Schlenker Medizin studieren und in jedem Kurs einen Platz bekommen möchte, ist Homburg okay.
(Homburg)
*
Sehr grosse ungerechte Willkür in Biochemie und Physiologie in der Vorklinik bei uns. Vor 2 Semestern war die
Durchfallquote in allg. Pharma 100! bei uns. Die hamse auch nicht mehr alle.
Vielleicht wären Fragen zur Mensa gut. Unsere finde ich super. Klein schnugglich, nettes Personal und prima
Essene. (Ich weiss, wer sagt schon Mensaessen kann prima sein, aber im Vergleich zu Jena, Hohenheim und
Stuttgart finde ich es wirklich sehr gut). Danke für Eure Arbeit!
(Homburg)
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Insgesamt eine kleine Uni in einer kleiner Stadt.Hat aber viele Vorteile-Uni schnell erreichbar,familiäre
Verhältnisse unter den Studenten,super schneller Informationsfluß.Hab schon mit dem Gedanken gespielt zu
wechseln,bin froh aber ,daß ich es nicht gemacht habe.
(Homburg)
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Homburg ist kein aufregender Ort,aber man fühlt sich wie in einer große Familie und aufgrund fehlender
kultureller Möglichkeiten und Freizeitmöglichkeiten (bis auf Sport!) wird von den Studenten selbst viel
organisiert.Man findet sehr schnell Kontakte,Freunde.Saarbrücken ist auch gleich in der Nähe.Die Vorklinik ist
durch das Familiäre um einiges erträglicher, als an einer großen Uni.
(Homburg)
*
eigentlich könnte es hier ganz nett sein, nur verpennen die Leute (sowohl Studies als auch Profs) die wichtigen
Änderungen. Profs sind genervt von unmotivierten Studies und die Studies haben keinen Bock, sich für die Uni
einzusetzen, erkennbar daran, dass die Fachschaft von einigen wenigen Idealisten abgesehen notorisch
unterbesetzt ist.
(Homburg)
*
Ich war nur die ersten 2 klinischen Semester in Homburg und habe die Uni gewechselt, weil die Stadt zu klein und
unattraktiv war.
(Homburg)



Haben Deine Kommilitonen Recht?
Hast Du Ergänzungen?
Wie würdest Du das Studium in Homburg beschreiben?

Wir sind gespannt auf Deine Meinung.

Dein
Medi-Learn Team

Lotta@
29.08.2004, 12:39
Also mal ganz ehrlich. Es gibt hier ein paar Leute, denen es hier gefällt... Aber ich kenne viel viel mehr Leute die hier einfach nur so schnell es geht weg wollen. Zu denen gehöre ich.
Also wer aus einer "richtigen" Stadt hierher kommt wird erstmal verzweifelt sein.
Hier herrscht Isolation vom Rest der Welt. Klar, man kann "einfach mal so" nach Saarbrücken fahren. Aber im Ernst, wer hat denn Lust mitten in Lernphasen jedesmal eine Stunde Fahrt auf sich zu nehmen, um dann mal in einer "richtigen" Fußgängerzone mit Studenten anderer Fachrichtung für ne halbe Stunde nen Kaffee zu trinken.
Das, was man unter dem so hoch gepriesenen Studentenleben versteht, gibt es hier leider nicht. Der ach so tolle Keller.... naja. Wer in einem stickigen kleinen Wohnheimkeller einen Kreislaufkoller kriegen will, weil es viel zu heiß ist und der kondensierte Schweiß von der Decke tropft, sich amüsieren kann... bitte. Das ist Gemschamackssache.

Zur Vorklinik:
Wie wohl überall: Es gibt von super unmotivierten Dummschwätzern, über sich selbst überschätzende Egomanen und auch guten Profs alles.

Spaß macht die Physiologie. Die Profs geben sich Mühe, möglichst nahe am GK zu unterrichten und lassen auch jedes Semester evaluieren.
So, sollte Uni sein und so macht es auch Spaß. Ein echt motiviertes team, die viel für die Lehre tun. Die Vorlesungen sind meisten top und daher auch über's ganze Semester gut besucht.

Die Anatomie wird hier leider nur in einem Semester abgehalten, das führt zu enormem Stress und es bleibt nicht viel hängen. Dazu kommt, dass jeder Prof sein eigenes Süppchen kocht. Es gibt kein einheitliches Niveau. Der eine Saal wird von einer wirklichen Kapazität der Anatomie auf Hochform getrimmt, der andere Teil hört sich die Lebensgeschichten, des anderen Profs an und wundert sich, dann vorm Physikum, wie er 70% des gesamten Stoffes nachholen soll, in 6 Wochen.

Die gute Biochemie... in der Homburger Vorklinik, wohl DIE Hürde. Wir müssen einen "großen" Schein machen und den "kleinen" Pathobiochemieschein.
Im großen Schein bestand unser Jahrgang noch mit einer normalen Besthensgrenze. (irgendwas um die 60 bis 70%).
Beim kleinen Schein sind dann etwa 80% durchgefallen. Nun wird die Lehre beim Semester unter uns auch noch umgestellt. Die armen Schweine: Jeder musste für jede Woche 2 Vorträge á 45 min vorbereiten. Ob man drankam oder nicht, entschied das Los. Also können theoretisch manche immer drankommen, andere nie. Diese didaktisch äußert kluge Methode führte zu nichts, außer, dass die Studs Biochemie noch mehr hassen als vorher. Die Durchfallquote bei ihrem "großen" Schein: etwa 71%
Die Qualität der Vorlesung reicht von sehr guten Powerpointvorlesungen, die man auch im Netz downloaden kann, bis zu handschriftlichen Overheadfolien, die leider schon viele Generationen vor uns sahen und sowohl in der Vorlesung Biochemie, wie auch in der Vorlesung Pathobiochemie auf dem Projektor ihr ewiges Dasein fristen.

Im Großen und Ganzen scheint mir, fehlt es oft an der Motivation die Lehre zu verbessern. Herausragender umso mehr einzelne Professoren, die versuchen wirklich etwas zu bewegen.

Ach ja, außerdem herrscht hier noch ein Kleinkrieg zwischen einzelnen Fachrichtungen. Darum wird bewegt sich seit langem kaum etwas im Studenplan. Und wenn, dann nur zum Schlechten. Ist man auf solchen Sitzungen anwesend, wo die Profs um Stundenpläne feilschen... naja... ich will nichts falsches sagen... aber es ist echt... peinlich.

Was gibt's hier positives? Also wer eh kein Stadtmensch ist, nicht viel an Kultur hat und auch keinen großen Wert darauf legt Leute aus anderen Fachrichtungen kennen zu lernen... dem wird es hier gut gefallen. Das Verhältnis zwischen den einzelnen Studs ist wirklich gut und man hilft sich wo man kann. (Wen die Not zu Freunden macht...) Konkurrenz und so ist hier kein Problmen.

Aber ich vermisse zentrale Treffpunkte und jedesmal, wenn ich in einer "richtigen" Stadt unterwegs bin, gehen mir die Augen über, von all den Menschen, Geschäften und Kaffees. Ich vermisse hier etwas das Leben und freue mich darauf hier endlich weg zu kommen.
Ach ja, das allgemeine "Publikum" in Homburg besteht leider weniger aus Studenten und "normalen" 0815 Leuten. Hier gibt's erstaunlich viele... naja... sozial schwache mit gewissen gesellschaftlichen Eingliederungsproblemen, was sich bei stadtfesten darin äußert, dass viel mehr als sonst wo besoffene Assos mit ihren Hunden oder peinlichen Autos rumhängen.

Vielleicht war manchen diese Einschätzung zu einseitig. Aber so empfinde ich es hier und auch einige aus meinem Bekanntenkreis. Mehr Positives? Es fällt mir nichts ein. Doch: man kommt mit Erasmus leicht ins Ausland.

Und man kann es auch als "familiär" bezeichnen, immer nur die gleichen Gesichter zu sehen und nicht die Möglichkeit zu haben, mal was Neuies zu sehen. Aber wem's hier gefällt... Viel Spaß in Homburg

:-meinung

Vandroiy
06.09.2004, 23:14
Also rein vom Ort her macht es mir nichts aus,hier zu studieren,denn ich stamme aus einem kleinen Ort in der Nähe und lebe gern hier;für mich wäre die Großstadt gewöhnungsbedürftig...
Allerdings kenne ich auch viele Leute,die hier wieder weg wollen und denen es hier zu ruhig ist,wohl auch verständlich,wenn man es nicht gewohnt ist.Über den Keller kann man geteilter Meinung sein;ich finde ihn ganz witzig,aber muß das nicht jede Woche haben.
Zur Lehre in der Vorklinik kann ich noch nicht soviel sagen,weil ich jetzt erst ins 3.Sem. komme,aber bisher fand ich die Fächerverteilung nicht so doll organisiert:Wir hatten im ersten Semester nur Chemie zum Lernen (halt neben Termi,Psychologie und ein paar Vorlesungen,die nur wenig gebracht haben) -da hätte man Bio z.B. ruhig dazu nehmen können.Das haben wir dafür jetzt noch 4 Wochen lang parallel zum Präpkurs.
Biochemie im 2.Semester wurde ja schon beschrieben; und es war wirklich sehr hart,und das habe sicher nicht nur ich so empfunden.Zusätzlich zu der Sache mit den Referaten mußte man noch in jedem Praktikum und in jedem Seminar Angst davor haben,rauszufliegen und einen Fehltermin zu bekommen (Praktikum konnte freitags -aber auch nicht immer- wiederholt werden,das Seminar nicht);davon durfte man nur einen haben.Und je nachdem,wen man an diesem Tag hatte,war es sehr einfach,nach Hause gehen zu dürfen...
Man wollte uns auf diese Weise "zum Lernen zwingen" (Zitat Prof),doch die Durchfallquote in der Klausur war trotzdem nicht viel niedriger als in den Vorjahren.Man kann halt schon viele fiese Details fragen;auf das Verständnis größerer Zusammenhänge wurde in der Klausur leider weniger Wert gelegt...
Physik ist dafür schaffbar - wenn man es nicht wegen Biochemie zu leicht nimmt;wenig für die Praktika tun und dann eine Woche vorher anfangen hat bei mir nicht gereicht.

Was hier an der Uni auch wirklich schlecht ist,ist der Bestand in der Bibliothek.Es gibt sehr viele aktuelle Zeitschriften,aber kaum aktuelle Lehrbücher -und die sind immer sehr schnell vergriffen.So ist man oft gezwungen,sich ein Buch zu kaufen.Die Lesesäle sind recht klein,aber trotzdem gut,um konzentriert zu lernen.Leider gibt es nirgendwo eine Möglich keit,sich zum Lernen richtig zusammen zu setzen;in den Lesesälen darf man nämlich nicht laut sprechen.Es gibt auch nur wenige PCs,die alle recht langsam sind.

Positiv finde ich den Zusammenhalt unter den Studenten und daß man wirklich sehr schnell miteinander in Kontakt kommt.Das "Familiäre" hier empfinde ich persönlich als angenehm.
Ich denke,daß die Vorklinik hier nicht besser oder schlechter ist als anderswo (okay,die neue AO ist eher schlecht umgesetzt); Biochemie ist sicher die größte Hürde.
Kleine Uni und ländliche Umgebung sind Geschmackssache - mir gefällt es hier trotzdem irgendwie...