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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Famulaturbericht St. Josefs-KH Heidelberg - Innere



Eilika
06.10.2004, 18:46
1. Allgemeine Daten zur Klinik:
- St.-Josefs-Krankenhaus Landhausstr. 25 69115 Heidelberg; Tel.: 06221 - 526 0, www.st.josefskrankenhaus.de/
- Innere Medizin, Station 3 Süd, ich hab telefonisch angefragt und bin dann ins Sekretariat verbunden worden
- Chefarzt Prof. Hasslacher, Oberarzt auf meiner Station Dr. Bischoff
2. Betreuung und Arbeitsklima:
- auf meiner Station waren 3 Stationsärzte (davon eine ÄiP, was aber keinen Unterschied gemacht hat), es waren aber auch 20 Zimmer, außerdem war ein PJler da; mit Fragen konnte ich mich jederzeit an alle 4 wenden, die Betreuung war super, sie haben sich echt immer Zeit genommen, auch wenn die knapp war und es bestimmt nicht immer einfach war, mir, die ich nach dem 5. Semester dort war und noch keine Pharma geschweige denn Innere hatte, alles zu erklären.
- außer mir war immer noch ein anderer Famulant da, hat gewechselt, weil ich 5 Wochen da war.
- Umgang im Team war super, auch mit den Schwestern, man wurde sofort integriert, alle haben sich geduzt und man kam sich echt dazugehörig vor.
3. Praktische Tätigkeiten / Aufgaben / Tagesablauf:- ich hatte praktisch keine Vorkenntnisse , war nach meinem 5. Semster dort und da hatten wir hier in Leipzig nur Patho, Klinische Chemie, Radio und Untersuchungskurs (der hat mir schon was gebracht!).
- meine Aufgaben waren früh (um 8 gings los) immer erst einmal Blut abnehmen, das hat in Gemeinschaft mit dem PJler so ne gute halbe Stunde bis auch mal stunde gedauert, wenns viel war, dann konnte ich mit auf Visite, bin da immermal bei einem anderen Stationsarzt mit.
- dann so am späteren Vormittag und auch noch am Nachmittag konnte ich Aufnahmeuntersuchungen machen (die durfte ich von Anfang an alleine machen!) mit Anamnese und Status; meine Ergebnisse hab ich dann dem zuständigen Stationsarzt erzählt, dann sind wir nochmal kurz zusammen zum Patienten, der Arzt hat meist nochmal auf Herz und Lunge gehört, weil ich mir da noch recht unsicher war, und dann haben wir zusammen den Diagnostik- und Therapieplan gemacht.
- am Mittag war dann noch Röntgenbesprechung, wo die Bilder vom Vormittag vom Radiologen vorgestellt wurden
4: Drumherum:
- gegessen hab ich in der Kantine, das Essen war nicht allzu teuer (weiß es nicht m,ehr genau) und echt gut! (noch nie so gutes Krankenhausessen gegessen, wurde auch von den Patienten immer sehr gelobt!).
- die Lage der Klinik ist gut, von der Innenstadt (Bismarckplatz) ist man in 10 Minuten zu Fuß da.
- Arbeitskleidung: eigener Kittel, was drunter ist ist egal.
5: Resumee / Fazit:
- insgesamt hat mir die Famulatur extrem gut gefallen, die Ärzte waren sehr nett, ich durfte viel selbstständig tun, aber sie waren für Fragen immer da und haben auch immer an die Famulanten gedacht, wenns mal was besonders zum Anschauen gab (Bronchoskopie auf der ITS - wo wir auch immer hindurften, ZVK legen, hab auch mal bei einer TEE assistiert und nen halben Nachtdienst mitgemacht, freiwillig natürlich).
- vor der Famulatur war ich sehr unsicher was vor allem Blutabnehmen anging, danach konnte ich sowohl das als auch Flexülen legen zumindest soweit, dass es bei "normal schwierigen" Patienten klappt; außerdem bin ich im Umgang mit Patienten sicherer geworden.

:-top

Die Niere
06.10.2004, 21:00
Hi Eilika,

vielen dank für Deinen ausführlichen Bericht. War sehr interessant zu lesen.

gruesse, die niere

Lava
06.10.2004, 23:04
Jepp, vielen Dank! Klingt auch so, als ob das ne wirklich gute Adresse für Famulaturen wäre. :-)
Ach ja: hast du privat in Heidelberg gewohnt oder irgendwie ne Unterkunft vom Studentenwerk bekommen?

Eilika
06.10.2004, 23:08
Hab da privat gewohnt, hatte da über meine Familie ne Möglichkeit...wie es sonst aussieht, kann ich nicht so genau sagen, ich weiß aber, dass es insgesamt nicht so einfach ist mit Wohnungen in Heidelberg, aber vielleicht kann man ja in den Semesterferien in nem Studentenwohnheim was erreichen oder so.