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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Famulaturbericht: Schmerzzentrum Uni Heidelberg



Faust601
01.04.2005, 14:56
1. Allgemeine Daten zur Klinik

Stadt
Heidelberg

Klinik
Universitätsklinik für Anästhesiologie

Abteilung
Zentrum für Schmerztherapie und Palliativmedizin

Chefarzt
Prof. Dr. med. Hubert J. Bardenheuer

Ansprechpartner
Sekretariat Prof. Bardenheuer: Tina Kistner-Bogosch
Tel. 06221 56-5161

Postalische Adresse der Klinik
Universitätsklinik für Anästhesiologie
Zentrum für Schmerztherapie und Palliativmedizin
Im Neuenheimer Feld 131
69120 Heidelberg

Internetadresse der Klinik
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/index.php?id=503


Betreuung und Arbeitsklima

Von wem wurdest du betreut?
Im Schmerzzentrum arbeiten drei Assistenzärzte, die sich auch alle nett um mich gekümmert haben. Je nach Lust und Laune hielt ich mich mal an den einen, mal an den anderen. Oft hieß es auch: "Frag doch mal den ..., ich glaube, bei dem ist es jetzt interessanter."

Wie schätzt du die Betreuung ein?
Alle drei Ärzte genauso wie alle anderen Mitarbeiter waren unheimlich nett und wollten mir offensichtlich auch wirklich was beibringen. Sie hatten dabei auch die notwendige Kompetenz, sodass keine Frage unbeantwortet blieb.

Gibt es Famulanten, PJler oder AiPler auf Station im Haus?
In der Anästhesie gibt's natürlich stets PJ's und sicher auch Famulanten, im Schmerzzentrum aber nicht regelmäßig. So weit ich das überblicke, nehmen die auch immer nur einen auf einmal, ist angesichts der Größe der Abteilung auch sinnvoll.

Wie war der Umgang im Team?
Die Atmosphäre war ausgesprochen familiär. Insgesamt arbeiten nur sieben Leute im Schmerzzentrum (der Chef, die drei Assistenzärzte, eine Schwester, eine "Empfangsdame" sowie die Chefsekretärin) und alle kommen gut miteinander aus.


Praktische Tätigkeiten / Aufgaben / Tagesablauf

Welche Vorkenntnisse hattest du?
Diverse theoretische Kenntnisse über Schmerzen / Schmerztherapie von der Uni und aus persönlichem Interesse, die üblichen praktischen Basisfertigkeiten (Viggos, ...).

Dein Aufgabengebiet
Die allgemeine Aufgabe des Famulus ist die des durch-Beobachten-und-Fragenstellen-Lernenden. Daneben kleinere praktische Tätigkeiten wie Blutabnehmen, Viggos legen.
Erst gegen Ende habe ich dann auch mal selbst die Anamnese eines Patienten übernommen.

Arbeitszeiten
8.00 bis 16.00 Uhr.

Beschreibe kurz deinen Tagesablauf
Der Tag beginnt mit einer kleinen "Besprechung", na ja, eigentlich mehr einem gemütlichen Zusammensitzen bei einer Tasse Kaffee.
Ab 8.30 Uhr trudeln dann Patienten ein und dann hab ich mich einfach an einen der Ärzte gehängt und den begleitet.
Vormittags finden auch immer wieder invasive Therapien / Diagnostiken statt, z.B. Regionalanästhesien oder i.v.-Titrationen, bei denen man assistieren kann.
Nach dem Mittagessen werden ggf. Konsile in den verschiedenen Unikliniken (meist Chirurgie) abgearbeitet, nachmittags kommen häufig Neuaufnahmen.
Es ist noch anzumerken, dass der Ablauf insgesamt sehr geregelt ist. Pro Patient wird mindestens eine halbe Stunde eingeplant, sodass jeder Arzt vielleicht 6-8 Patienten pro Tag sieht.


Drumherum

Verpflegung
In der Küche gibt's immer Kaffee, Wasser und Kekse.
Mittags pilgern die Ärzte gemeinsam mit der "Empfangsdame" in die Cafeteria der Chirurgie. Ein Mittagessen kostet aktuell 2,90 EUR.

Möglichkeit der Unterkunft für Auswärtige/Verkehrsanbindung
Ich wohne in HD, kann hier wenig dazu sagen.

Arbeitskleidung
Eigenen weißen Kittel mitbringen!


Resumee / Fazit

Was hat dir sehr gut gefallen?
Mich hat die unheimlich entspannte Arbeitsatmosphäre absolut begeistert. Man hat überhaupt nicht den Eindruck, in einer Uniklinik zu sein. Aber auch in einer Arztpraxis (der das Schmerzzentrum ja eher entspricht) wird man so etwas nicht erleben.

Was hat Dir überhaupt nicht gefallen?
"Überhaupt nicht gefallen" hat mir eigentlich gar nichts.
Ein wenig schade ist vielleicht, dass man die meiste Zeit eher ein passiver Zuschauer ist. Aber wenn man Engagement zeigt, kommt man gegen Ende dann doch noch zu eigenen Anamnesen.

Wenn Du Deinen "Zustand" (emotional und in Bezug auf fachliche Kenntnisse) vor dem ersten und nach dem letzten Tag vergleichst, wie würdest Du die Entwicklung während der Famulatur einschätzen?
Die Famulatur war ein echt guter Einblick in die Schmerztherapie und das ihr eigene, etwas spezielle Klientel. Gerade über dieses hatte ich mir vorher gar keine so wirklichen Gedanken gemacht.
Diese Erfahrung ist unbedingt weiterzuempfehlen, vor allem auch in Verbindung mit der netten Atmosphäre im Schmerzzentrum.
Mehr als zwei Wochen (wie ich sie gemacht habe) sind aber wahrscheinlich nicht sinnvoll, denn sonst fängt man irgendwann an, sich zu langweilen.

_Lieschen_
01.04.2005, 19:11
.. das hört sich ja ziemlich interessant an..

mich würde noch interessieren ob Deine Famulatur als Krankenhausfamulatur oder Praxisfamulatur ( wegen Ambulanzcharakter) bescheinigt wurde

Liebe Grüße von Lieschen (die gar keine Lust auf 1 Monat Praxis hat :-)) )

Faust601
01.04.2005, 19:14
Praxisfamulatur. :-top

Ich hab wörtlich draufgeschrieben: "Ambulante Schmerztherapie und Palliativmedizin".