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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 2.Stex im Sommer? Ja oder Nein?



Lohengrin
27.04.2005, 21:40
Einen schönen guten Abend an alle Forumuser,
ich würde euch gerne mal um ein paar Tipps bitten.

Ich würde gerne im Sommer 2005 das 2. Stex absolvieren, habe jedoch noch ca. 4 Wochen intensive Arbeit im Labor vor mir (die letzten experimentellen Versuche :-) ). Ist es realistisch mit 2,5 bis 3 Monaten Lernzeit das 2.Stex gut zu schaffen? Leider muß ich auch noch 3 Scheine machen (Notfallmedizin, Psychiatrie, Neurologie), wobei die dafür anfallende Zeit, für Kurse und Vorlesungen, überschaubar ist.
Mein Freund ist in einer weitaus "schlimmeren" Lage, da er seine endgültige Version der Dr.-Arbeit bis Mitte-Ende Juni abgeben muß. Er kann frühestens Anfang Juni mit der Lernerei starten.

Nun stellen sich uns beiden natürlich einige Fragen:

Ist eine bessere Note in der Dr.-Arbeit einer guten/befriedigenden Note im 2.Stex vorzuziehen?
Ist ein Abschluß in der Regelstudienzeit "besser" als ein gutes/befriedigendes Ergebnis im Examen? Worauf achten die Ärzte bei Bewerbungen? Eher auf Noten, auf das Thema und die Note der Dr.-Arbeit, auf das Alter und die Semesteranzahl? Man hört viele verschiedene Dinge von seinen Kollegen :-D .

Soll ich auf die Note pfeifen und nach dem Motto an die Sache rangehen: Hauptsache aus der Mühle Uni raus, rein ins PJ und in die Arbeit?

Ich würde mich um reichlich aufmunternde und hilfreiche Posts freuen :-)) .

Schönen Abend,
Lohengrin.

Jochen
28.04.2005, 00:55
Hi,

ich hab vor vier Wochen II. Stex geschrieben... und vorher 6 Monate lari-fari lernen (um die 4-5 Std. tgl. bei freiem Wochenende) betrieben.
Ich denke, es kommt so ein bisschen darauf an, bei wieviel Aufwand Du wie in den anderen Staatsexamina abgeschnitten hast.
Bei ganz gutem Kurzzeitgedächtnis und guter Konzentrationsfähigkeit sollten gute drei Monate bei 8 Std. reiner Lernzeit tgl. und vielleicht nur einem freien Tag pro Woche ausreichen -- ich weiß nicht, wie Deine Notenansprüche sind: Ein gutes Drittel der Kandidaten in unserem Examen hatte ne zwei schriftlich, aber die wurde nicht wirklich geschenkt, sondern da musste man auch was wissen.

@Doktorarbeitsnote: Ist jetzt nur so ein Gefühl, aber wenn Du keine Uni-Karriere anstrebst, ist -glaub ich- erstmal nur Titel ja/nein entscheidend und nicht die Note... selbst die Rolle der Examensnote bei der Bewerbung ist umstritten, wobei ich davon ausgehe, dass eine gute/sehr gute Note nicht schaden kann. Das ist aber wahrscheinlich von Fall zu Fall verschieden.
Beispiel: Häufig hört man, dass Bewerber, die im II. schriftlich ne eins gekreuzt haben, nicht gerade bevorzugt werden. Ein Doc, den ich in einer Famulatur kennen gelernt habe, ist aber mit den Worten "endlich mal wieder einer mit ner eins" eingestellt worden.


@Regelstudienzeit: Vorletztes Jahr hab ich in einem Bericht im Ärzteblatt gelesen, dass zügiges Studieren mindestens genauso wichtig ist wie Auslandserfahrung, wenn nicht wichtiger, Tendenz steigend. Andererseits ist eine Doktorarbeit ein guter Grund im CV, ein Semester länger zu machen.
Ich hab selbiges gerade getan und meine Diss. fertiggeschrieben (die Schreiberei dauerte sehr viel länger als erwartet -- und im PJ kommt man angeblich nicht mehr so wirklich dazu; gab es ebenfalls mal einen Artikel im Ärzteblatt). Außerdem finde ich, dass wir in unserem Beruf noch sehr viel arbeiten werden, da sollte man im Studium das Leben nicht komplett vergessen -- ein Semester länger studiert mit der Begründung "Dissertation" im CV schadet m.E. gar nichts.
:-meinung
MfG

Evil
28.04.2005, 09:32
und vorher 6 Monate lari-fari lernen (um die 4-5 Std. tgl. bei freiem Wochenende) betrieben.
Öhh.. das war für mich aber schon hochkonzentriertes Lernen... :-blush

...aber zur Frage: es hängt schon davon ab, wieviel Ihr bisher schon gemacht habt, wie gut schneidet Ihr denn beim Kreuzen ab?
Ein Argument, das Examen jetzt schon zu machen, ist, daß Ihr aus den Kursen noch Wissen parat habt... nach 6 Monaten Bücherlernen ist das höchstwahrscheinlich weg.

Ich persönlich hab es so gemacht, daß ich erst das 2.Stex durchgezogen und danach ein Freisemester genommen habe, um den experimentellen Teil meiner Doktorarbeit fertigzubekommen (mit dem Schreiben fang ich grad an :-)) ). Wenn Ihr nicht gerade als Pädiater in einer Uniklinik arbeiten wollt, ist das mit den Stellen momentan eigentlich kein Problem.

thrombos
28.04.2005, 19:50
also ich hab im März angefangen und hab schon Bammel ob ich das pack ... ich würd mir das einfach nicht zutrauen-- auf der anderen kenn ich 2, die mir 2 monaten lernen jeweils ne 3 haben .... also alles ist möglich