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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neuro in Emden (Ostfriesland) Juli 2005



Ersa
25.09.2005, 19:14
1. Allgemeine Daten zur Klinik
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Hans-Susemihl-Krankenhaus Emden im schönen Ostfriesland
Neurologie
CA Prof. Dr. Thomas Büttner

www.hsk-emden.de

Bolardusstr. 20
26721 Emden

2. Betreuung und Arbeitsklima
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- Von wem wurdest du betreut?
Der Stellenschlüssel war 1/3/8½ , also ein großes Team. Der CA „überreichte“ mich an eine Assistenzärztin auf der allgemeinen Station. Bin nach 3 Wochen auf die Stroke-Unit bzw. Post-Stroke-Station gewechselt, welche von zwei Assis betreut wurden. Letztlich waren aber (fast) alle Assis sehr nett und immer bereit, was zu zeigen (wenn man nachgefragt hat).

- Wie schätzt du die Betreuung ein?
Im Großen und Ganzen gut. An Studenten eher desinteressierte Ärzte gibt es vermutlich überall. Leider waren Chef, ein OA und ein Assi im Urlaub.

- Gibt es Famulanten oder PJler auf Station im Haus?
Emden ist Lehrkrankenhaus der MHH, mitunter gibt es dort also auch PJler. Als ich da war jedoch nicht (außer einer in der Chirugie). Zwischenzeitlich waren wir 3 Famulanten, was ich zu viel fand.

- Wie war der Umgang im Team?
Nicht zu freundschaftlich, aber auch kein Mobbing. Das Pflegepersonal war durchwachsen: Manchen stand man immer im Weg rum, eine andere bot einer Erstfamulantin Ihre Venen zum Flexüle-legen-üben an.

3. Praktische Tätigkeiten / Aufgaben / Tagesablauf
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- Welche Vorkenntnisse hattest du?
War meine 2. Famulatur (vorher Innere) nach dem 4. klin. Semester. Wir hatten irgendwann mal einen Neuro-U-Kurs gehabt, der war aber sicher schon 1½ Jahre her. Neuro hatte ich noch nicht

- Dein Aufgabengebiet
Viel mitlaufen, zusehen, fragen. Irgendwann auch selbst Aufnahmen machen. Blutabnehmen machte eine Arzthelferin, haben wir nur gemacht, wenn tagsüber was neu angeordnet wurde, sonst ein paar Flexülen legen. Insgesamt dürfte ich 2x lumbalpunktieren, hätte ich mir öfter gewünscht (junger Assi, der´s lernen sollte, oft wurde auch einfach nicht bescheid gesagt, wenn eine anstand). Am Ende bekam ich eine eigene Patientin, die ich unter Aufsicht visitierte und die Epikrise schrieb.

- Arbeitszeiten
Beginn 8.15 Uhr. Ende offen, bin meist gegen 16.30 Uhr gegangen, auf der Stoke Unit konnte ´s auch mal später werden, wenn grad der Hubschrauber landete (ich sag nur Urlauber von den Inseln).

- Beschreibe kurz deinen Tagesablauf
8.15 Frühbesprechung, anschließend Visite, Briefe schreiben, Aufnahmen, bei Langeweile in die Funktionsdiagnostik
12.30 Röntgenrunde, anschließend gemeinsames Mittagessen in der Kantine
Nachmittags noch Aufnahmen, Briefe, Lumbalpunktionen, Funktionsdiagnostik etc., was in der Neuro grad so anfällt

4: Drumherum
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Ein Zimmer im Schwesternwohnheim wird gestellt, Mittagessen auch. Kittel kann man auch vor Ort bekommen.

Was man machen kann: Nach Borkum fahren. In die Kunsthalle gehen. Leer angucken (Emden ist echt nicht schön, finde ich). Oldenburg ist auch nicht so weit.

5: Resumee / Fazit
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Insgesamt ziehe ich ein positives Fazit. Ich fühle mich relativ sicher in der neurologischen Untersuchung und habe einen Überblick über die wichtigsten neurologischen Krankheitsbilder bekommen. Lumbalpunktionen hätte ich gerne mehr gemacht. Eine Entscheidung, ob die Neurologie ein künftiges Arbeitsfeld wird, habe ich auch getroffen.