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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage? .. Eine sehr sehr sehr kleine Frage ?



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NewUser_1
12.09.2006, 03:41
Es war ein langer Weg !

Ich habe meine Heimat verlassen, und habe Deutschland gewaehlt. Alle, die ich kenne, haben mir freiwillig empfohlen und mir gesagt haben:

- Wenn du unbedingt weg willst, dann such Dir ein anders Land! .. USA, Kanada, oder Grossbritanien, dort ist die Sprache einfacher .. Dort findest du - zumendist - Menschen, die deine Sprache koennen.

Es war nicht einfach, eine neue und voellig fremde Sprache zu lernen, insbesondere wenn man nichts davon konnte, und ueberhaupt keine Ahnung davon hatte. Aber die Ausbildung hat mich einfach interessiert. Die Sprache habe ich vom Anfang an gemocht .. Ich habe sie mit Leib und Seele gelernt!.

Moment! .. Das war nur die erste Herausforderung!.

- Was musst du jetzt machen, um endlich in den deutschen Uni's zugelassen zu werden ?

Die Antwort war schneller als erwarter. Ich durfte nach einer sehr harten Pruefung, was man DSH ( Deutsche Zertifikat fuer den Hochschulzugang ) nennt, nicht in die Uni!. 2 Semester im Studienkolleg musste ich machen. "Kein Problem" oder das Wort "Warum nicht?" haben immer mit meinen Gedanken gespielt!. Oder wie es von einer kubanischen Singerin gesongen wurde: Unsere Entscheidung ist zwar BETTER, aber es ist und bleibt unsere Entscheidung.

Nach genau 2 Jahren kaempfen, habe ich - gluecklicherweise - zwei schwierige Karten von zwei Uni's bekommen. Eine ist aus Uni Frankfurt, wodrauf steht: Sie sind zum naechsten WS06/07 fuer das Fach Medizin an unserer Universitaet zugelassen. Ich war sehr sehr froh!, endlich ein Preis!. die zweite Karte hat mich einfach durcheinander gemacht. Ich habe dasselbe Wort bekommen: "Sie sind zum naechsten WS06/07 fuer das Fach Medizin zugelassen, Mit freundlichen Gruessen, Universitaet des Saarlandes."

Ja, meine Frage ist;

Wenn ihr dieselbe Situation habt, oder besser gesagt, wenn ihr genau an dieser Stelle, meiner Stelle seid, was wuerdet ihr machen? .. Welche Uni von den beiden Universitaeten werdet ihr waehlen? .. und Warum ?

Ich danke euch alle.

eatpigsbarf
12.09.2006, 10:07
Also, um deine Frage in einem Satz zusammenzufassen (mir ist es nach deinem ganzen Text nicht ganz klar, worauf Du hinaus willst...): Du willst hören/beraten werden, ob Du lieber nach Frankfurt oder irgendwo ins Saarland (Homburg?) willst?

NewUser_1
12.09.2006, 12:12
Genau ! .

Saarland ? .. oder Frankfurt ? .
Frankfurt ? .. oder Saarland ? .

Und wenn nach Frankfurt, dann warum nach Frankfurt und nicht nach Homburg ?

Danke.

schwarzwald
12.09.2006, 12:22
Ich hab zwar keine Antwort auf deine Frage ... wollte aber mal ein Lob loswerden.
Für deinen Mut und das klasse Ergebnis. Du kannst die Sprache echt gut und ich zieh den Hut vor Dir :-top :-top :-top :-top

Gruß aus HD

mc300
12.09.2006, 13:04
Also ich versuche mal eine sinnvolle Antwort zu geben. Allerdings kenne ich die Universität des Saarlandes nicht. Als Rheinland-Pfälzer habe ich allerdings eine naturgegebene Aversion gegen die Deutschfranzosen... ;-)

Ich würde mich an Deiner Stelle für Frankfurt entscheiden. Die Universität hier hat ihren Ruf in der Medizin in den letzten Jahren sehr verbessert. Die Vorklinik finde ich gut strukturiert und die Ausstattung ist ganz ok. Außerdem werden wir bald eine topmoderne Uni sein, sie wird nämlich derzeit grundsaniert und erweitert.
Auch vom Umfeld her rate ich zu Frankfurt. Frankfurt ist eine Großstadt. Dazu kommt noch das ganze Rhein-Main-Gebiet mit dem wunderschönen Mainz und Wiesbaden. Hier ist immer was los für alle Geschmäcker womit du dich vom Studium ablenken kannst. Hier gibt es (falls du da Interesse hast) sicherlich auch Menschen aus deinem Vaterland kennenzulernen. Im Saarland wäre ich mir da nicht so sicher. Das ist doch eher ländlich geprägt...
Naja gut helfen kann man dir wahrscheinlich nicht in so einem Forum. Schau dir mal wenn es möglich ist beide Unis mit Umfeld an und entscheide dich dann.

Moorhühnchen
12.09.2006, 17:31
Eine kurze Gegenfrage: (vielleicht habe ich es überlesen...)
Aber aus welchem Land kommst Du?

Das Land Hessen überlegt, ob es im kommenden Jahr für Nicht-EU-Bürger bis zu 1500 Euro (!!) Studiengebühren erheben will.... Das wäre eventuell ein Aspekt, der gegen Frankfurt sprechen könnte!
Zudem fangen hier im kommenden Semester schätzungsweise etwas über 600 Erstis an - keine Ahnung wie viele es in Homburg sind.

Ansonsten kann ich dem von mc300 Geschriebenen nichts hinzufügen - Frankfurt ist auf seine ganz eigene Art sehr schön! :-top
Homburg kenne ich leider überhaupt nicht - aber da können Dir vielleicht die Homburger weiterhelfen.

Ansonsten gibt es hier viele liebe Studenten, die Dich auch gerne weiterhin im Forum beraten und Dir bei Deinen Entscheidungen beistehen.

PS: Auch von mir ein großes Lob an Deine Deutsch-Kenntnisse!!! :-top :-top

mc300
13.09.2006, 10:38
Ja im Saarland scheint es diese höhere Gebühr für Ausländer nicht zu geben. 500 EUR normal, nur in den ersten zwei Semester 300 EUR ist dort der aktuelle Stand der Dinge. Und dort wird es wahrscheinlich eine maximale Belastung von 15.000 EUR geben. Könnte natürlich ein Argument fürs Saarland sein...

Sidewinder
13.09.2006, 12:42
Gut, dann gebe ich hier auch noch meinen Kommentar ab:
Was die Uni Frankfurt angeht, so ist es ganz OK, nicht sonderlich klasse, aber es ist OK. Man hat ja keinen Vergleich zu Homburg und deswegen glaube ich, daß es schwierig ist, da einen verlässlichen Ratschlag zu geben.
Man wird in Frankfurt schon einigermaßen ausgebildet, sicherlich nicht überragend, aber das kann man durch Eigeninitiative wieder wett machen.

Frankfurt als Stadt kann ich allerdings gar nicht empfehlen.
Eventuell hast du ja die Möglichkeit Frankfurt mal anzuschauen, bevor du dich dafür entscheidest. Bedenke immer, daß du in Frankfurt nicht nur studieren, sondern auch leben mußt, und ich kann nur sagen, daß die Stadt ziemlich heruntergekommen ist.
Ich habe jetzt direkte Vergleichsmöglichkeiten mit Köln, Hamburg, Berlin, Würzburg, Nürnberg, Regensburg und München, und ich kann nur sagen, im Vergleich dazu schaut Frankfurt ganz ganz alt aus.
Aber das muß jeder selber entscheiden, ich kann aber nur anraten, sich von Frankfurt möglichst fern zu halten.

Moorhühnchen
13.09.2006, 15:40
Frankfurt als Stadt kann ich allerdings gar nicht empfehlen.
Eventuell hast du ja die Möglichkeit Frankfurt mal anzuschauen, bevor du dich dafür entscheidest. Bedenke immer, daß du in Frankfurt nicht nur studieren, sondern auch leben mußt, und ich kann nur sagen, daß die Stadt ziemlich heruntergekommen ist.
Ich habe jetzt direkte Vergleichsmöglichkeiten mit Köln, Hamburg, Berlin, Würzburg, Nürnberg, Regensburg und München, und ich kann nur sagen, im Vergleich dazu schaut Frankfurt ganz ganz alt aus.


Huuuuh, in welchen dunklen Ecken Frankfurts treibst Du Dich denn rum... :-notify Also, da wo ich mich rumtreibe (als Nicht-FFM-Bewohnerin), ist es eigentlich ganz nett - Zeil, Hessen-Center, Palmengarten, Sachsenhausen... - den Rest kann man getrost aussparen. :-music
Heruntergekommen finde ich Frankfurt aber ganz und gar nicht, auch wenn ich keine Vergleichsmöglichkeit mit dem "schönen neuen Berlin", München und Hamburg habe.

Aber mach Dir selbst ein Bild und nimm Dir am besten für beide Städte mal ein, zwei Tage Zeit..... :-micro

Osteoklast
13.09.2006, 16:28
zu sidewinders destruktivem beitrag bleibt eigentlich nur ein kopfschütteln....
da du ja in münchen aufgewachsen bist (?),was zweifelsohne eine sehr schöne stadt ist,fällt es natürlich schwer,sympathien für eine neue stadt zu entwickeln,v.a. wenn man da ohne es zu wollen hingeschickt wurde.ich weiss nicht,was dir missfällt an frankfurt,ich glaube aber,du machst es dir sehr einfach:insofern,dass du alles pauschalisierst und dir nicht wirklich die zeit und mühe genommen hast,'deine' stadt kennenzulernen.natürlich gibt es in frankfurt ecken,die nicht wirklich schön sind.die gibt es aber in jeder verdammten großstadt und gerade in berlin und auch köln gibt es viele orte,an denen ich persönlich das kotzen kriege.wenn man aber mit dieser negativen einstellung da rein geht,dann ist man selber schuld.man kann 100%ig jeder stadt,sei es frankfurt,köln oder greifswald seine positiven seiten abgewinnen,wenn,ja wenn man nur will....
wenn man aber von vornherein abschließt mit der stadt und sich immer sagt,da bleib ich nur fünf jahre und auch nur,wenn ich wirklich anwesend sein muss,dann kehr ich wieder zurück ins supertolle münchen,dann okay,dann ist das deine sache.dann bist du aber meiner meinung nach eine ziemliche pfeife,weil man eigentlich immer das beste aus allem machen sollte,egal wo man ist..viel wichtiger ist aber,dass du mit deiner dämlichen,engstirnigen,ultrasubjektiven meinung niemals das recht haben solltest,andere in ihrer wahl zu beeinflussen.das gibt nämlich ein völlig falsches bild ab.
ich persönlich wär lieber in der WELTOFFENEN,REICHEN,CHICEN,MODERNEN,LIEBENSWÜRDIGE N metropole der superlative als unter bauern...
und jedesmal,wenn ich zurückkomme nach ffm,dann fühlt man sich zuhause,sobald die skyline in der ferne vor der untergehenden sonne auftaucht....

also,ab ins erzkonservative,dekadente,zugleich aber auch provenzielle,kleinkarierte münchen......
merkst du was!?das sind vorurteile....

hypnotel
13.09.2006, 16:44
Schätze, mit solchen Diskussionen habt ihr den Threadstarter bereits vergrault. :-)

Die Entscheidung ist doch einfach, wenn er die Provinz liebt ab nach Homburg (oder auch Minga).
Ich würde Ffm wählen, hat wie gesagt auch sein schönes und ist im ganzen nicht weniger lebenswert oder 'heruntergekommener' als HH, B oder K.
Gangs, Junkies, Kiez etc. gehören zum Repertoire jeder Großstadt...

Sidewinder
13.09.2006, 18:26
Nun ja, ich kann die Resentiments mir gegenüber ja durchaus verstehen.
Da mit den Vorurteilen liegt ihr nicht ganz falsch.
Allerdings habe ich doch nicht versucht, den Threadsteller mit einem destruktiven Beitrag zu beeinflussen, sondern eben nur meine persönliche Meinung abgegeben: nämlich daß man um Frankfurt lieber einen großen Bogen macht.

Ich lege nun also mal meine Gründe - oder besser den Hauptgrund offen:
Bis Winter 2004 war ich von Frankfurt nicht sonderlich angetan, habe aber zumindest VERSUCHT mich zu arrangieren. Sucht mal meine Threads hier aus der Zeit, die das Thema behandeln, da habe ich noch etwas aners über die Stadt geredet, daß man sich damit arrangieren kann, daß ich mich einigermaßen eingelebt habe.
Ich wollte zwar nie dort bleiben, aber zumindest für die Dauer meines Aufenthalts das beste draus machen, wie von Osteoklast ja angemerkt.
Dann kam November 2004, da bin ich an der Taunusanlage ausgestiegen - für alle die sich nicht auskennen, das ist Innenstadt, gleich bei der Alten Oper, also ein Eck, das man eigentlich für ordentlich und sauber hält - und habe von der S-Bahn die Treppe nach oben genommen. Also ich so die Treppe raufkam, bin ich auf so eine Zwischenebene gekommen, dort war ein ganzer Pack völlig zugedröhnter Fixer - ich betone in der Innenstadt, nicht weit von der Einkaufsmeile und der Oper entfernt, in einem Stadtpark in dem die Leute eigentlich etwas Erholung und Entspannung finden sollten (!!!) - ich gehe also an denen vorbei, versuche nicht hinzuschauen und plötzlich springt einer von diesen Narren auf, gröhlt irgendwas daher und haut mir seine Spritze mit Nadel in den Arm. Jetzt war ich natürlich recht dick angezogen, da es ja doch Winter war, und das Ding hat meine Haut nichtmal angeritzt.
Aber ihr könnt mir glauben, daß ich trotzdem Monate lang Todesängste ausgestanden habe, ob ich mir nicht doch irgendwas eingefangen habe, die Tests habe ich ja doch durchführen lassen.
Von dem Schrecken in der Situation ganz zu schweigen.

So, ist das nun ein Grund, so über Frankfurt herzuziehen: wahrscheinlich nicht, wahrscheinlich war es ein Einzelfall und wahrscheinlich wird es nie wieder jemandem passieren. Wahrscheinlich könnte einem das in München auch passieren.
Jede Stadt hat ihre Drogenprobleme.
Aber in München muß ich, wenn ich im Hofgarten unterwegs bin oder in der Innenstadt, keine Angst haben, daß mir wer seine HIV-Nadel in den Arm rammt, da wird etwas härter durchgegriffen, als in Frankfurt. Und ich betone nochmals, daß das nicht im hinterletzten Eck passiert ist, sondern eben da, wo die Stadt eigentlich ordentlich sein soll.
Seit dem ist diese Stadt für mich gestorben, vorher hab ich sie nur nicht sonderlich gemocht, aber jetzt geht gar nichts mehr.
In Frankfurt lässt man dieses Gschwerl einfach rumlaufen, wo es ihnen passt, und als normaler Mensch muß man echt Angst haben, daß man eines Tages irgendwas abbekommt.
Das habe ich bisher nirgends so erlebt.
Klar, es gibt immer schlimme Ecken, aber in Frankfurt ist das ja nicht so, daß man sagen kann: das Eck meide ich, dann passiert mir nix.
So den Eindruck habe ich zumindest.
Und der begründet sich nicht nur auf dieses eine Erlebnis.
Ich gebe zu, in Köln oder Berlin oder Hamburg, da habe ich nie mehr als vier, fünf Tage am Stück zugebracht, aber zumindest für die bayerischen Städte kann ich sagen, daß es die Probleme zwar gibt, aber nicht in der Form.

Wie gesagt, das als Erklärung, ansonsten mache ich allen hier ein Friedensangebot, die sich auf den Schlips getreten fühlen und sage nur: es besteht kein Grund, einen Streit anzufangen, ich entschuldige mich allen gegenüber und überlasse es jedem selbst, sich ein Bild zu machen.

Viele liebe Grüße aus dem konservativen, bäuerlichen, erzkatholischen, wunderschönen, geliebten Bayern! :-) (in dem auch nicht nur Milch und Honig fließt ;-))

P.S. Eines noch: als "Pfeife" und "Bauer" bezeichnet zu werden, nehme ich mal als Kompliment hin.

mc300
13.09.2006, 18:36
Hm, also ich kann Sidewinder schon ganz gut verstehen. Ich bin aus dem kleinen Mainz auch etwas anderes gewöhnt als das was hier in FFM abgeht - und abhängt. Und ehrlich gesagt macht mir diese Mini-Metropole hier schon etwas Angst, denn solche Story wie die von Sidewinder sind leider keine Ausnahme, sowas hört man immer wieder. Mal aus vierter Hand, mal direkter. Aber mir ist direkt noch nix passiert und daher gebe ich Mainhattan auch jeden Tag wieder ne Chance mich zu überzeugen - jedenfalls vor Sonnenuntergang ;-) .
Keine Ahnung was ich machen würde wenn mich so ein Wahnsinniger anspringen würde... :-kotz
Naja insgesamt würde ich sagen jedem Tierchen sein Pläsierchen und daher auch an den threadersteller nochmal: Guck dir die Städte und Unis an und entscheide dann. Alles andere bringt wenig.

Rumpelstilzchen
13.09.2006, 20:06
Hier geht ja richtig die Post ab ... ich würde dem Frager / Fadenersteller raten, einfach danach zu gehen, wo er/sie mehr Menschen aus der Heimat findet, und das wird auf jeden Fall Frankfurt sein.

Sonstige Argumente wie Ghetto, Fixer, Kriminalität sind nicht von der Hand zu weisen und natürlich zu bedenken.

Ich habe das Glück, in einer "guten Gegend" zu leben, da werden nur S-Klassen aufgebrochen und die Navigationssysteme geklaut.

Osteoklast
13.09.2006, 20:19
hmmmm......klar,mit so einem erlebnis kann man so eine abneigung verstehen aber nicht nachvollziehen....
einem freund von mir ist das gleiche mal in berlin passiert,auch nicht in kreuzberg oder am bahnhof sondern mitten in der city......soviel dazu
ausserdem weiss jeder,der sich ein wenig mit der stadt beschäftigt,ziemlich schnell,welche orte man vielleicht meiden sollte.und gerade die taunusanlage ist bekannt als drogenstation,das gesamte parkgebiet der anlage sowieso.
und deswegen gleich alles über einen kamm zu scheren,ein nichtdurchgreifen zu monieren ist gerade bei der heutigen polizeipräsenz,die um ein vielfaches mehr unterwegs sind als früher,auch ein wenig vermessen..
du bist noch nicht so rumgekommen oder?????ich hatte bspw. erlebnisse in london und amsterdam,die aber um einiges eindrucksvoller und bedrückender waren als das....willkommen in der großstadt...
ich an deiner stelle würde aufhören,deine heimat so zu idealisieren und wegen einem singulären negativerlebnis dir deine jetzige lage noch schwerer zu machen.dadurch machst du dir dein leben nicht leichter....eigentlich sollte man seinen horizont erweitern,seine weltoffenheit und seinen charakter festigen,wenn man in eine fremde stadt einzieht.meiner meinung nach verpasst du das aber,indem du ständig die flucht ergreifst und alles verteufelst.das bringt dich nicht weiter.....

Sidewinder
13.09.2006, 20:56
Ich weiß, daß du das jetzt alles aus meinen Äußerungen hier im Forum ableitest, irgendwo auch zurecht, aber bevor du dich ein bißchen weit aus dem Fenster lehnst, bedenke halt bitte auch, daß du mich nicht kennst.
Du arbeitest genauso mit Vorurteilen, was ja nicht verwerflich ist, nach irgendwas mußt du deine Meinung ja richten und aus dem, was aus dem Forum abzuleiten ist, mag das auch so scheinen.

Aber du hast keine Ahnung, wer ich wirklich bin, wo ich schon überall war, ob ich wirklich immer die Flucht ergreife und viele andere Sachen, die du an mir monierst.

Ich möchte dich nur bitten, das in deine Überlegungen mit einzubeziehen, auch warum ich so an meiner Heimat hänge, das hat andere Gründe als das übliche bayerische "Nationalgetue".

Insofern würde ich sagen, daß wir die Sache dabei beruhen lassen, daß ich nicht über Sachen rede, von denen ich nichts weiß (namentlich Frankfurt), und du im Gegensatz dazu die Sachen außen vorlässt, von denen du keine Ahnung hast (namentlich, wer ich bin, wie ich bin und was meine Beweggründe sind).

Vielen Dank!
Und auf ein reibungsloseres Miteinander.
Ein Streit sollte daraus sicher nicht werden, eigentlich nichtmal eine Diskussion.
:-)

Moorhühnchen
13.09.2006, 23:31
Ui, ist NewUser eigentlich noch hier??? :-notify
Oder schon geflohen... an Sidewinders Stelle wär ich auch angepißt! :-?

Ich würde sagen, jetzt ist Schluß hier mit Diskussionen über irgendwelche Frankfurter Ecken - versuchen wir doch einfach mal ein paar PRO's und CONTRA's kurz zusammenzutragen... :-dafür

NewUser_1
14.09.2006, 03:05
..

Natuerlich bin ich immer noch da!.

"Frankfurt" war und ist fuer mich immer eine Stadt, in der alles schneller geht als in irgendeinem anderen Dorf, und das merkt man sicherlich sofort, wenn man in ihrer Flughafen ankommt. Aber wie sieht die Ausbildung in "Frankfurt" als Bildungstadt aus?. Wie geht sie mit auslaendischen Studenten um?. Wie kann ich die Zeit dort waehrend meines Aufenthaltes als Mensch, als Student, als Fremder, als Reiser, als Beobachter, als Bottschafter, als Entdecker ausnutzen?. Und wie wuerde es gehen, wenn ich die medizinische Ausbildung in Homburg anfaenge!?.

Bis jetzt habe ich nur Argumente ueber Frankfurt, als Stadt, gelesen, aber die Argumente ueber Frankfurt als eine Stad, in ihrer Uni' ca. 36,000 Studenten leben, fehlen mir immer noch.

Wo sind die Homburger?. Wo sind eigentlich die Studenten, die in Uni' des Saarlandes studieren?. Wer kann mir was von Homburg erzaehlen?.

@Moorh. :
Ich bin stolzer Libyer, und finde es sehr schade, dass die Studiengebuehren in Hessen so hoch erhoeht wurden/werden.

Ich danke euch.

Sidewinder
14.09.2006, 08:51
Ich würde mal sagen, von der universitären Bildung her kannst du im Grunde auch getrost nach Frankfurt gehen. Wie gesagt, es gibt sicherlich bessere Unis, aber sicherlich auch schlechtere. Die Vorklinik ist eigentlich sehr gut organisiert und wenn man etwas Eigeninitiative mitbringt, dann wird man auch auf das Physikum recht gut vorbereitet.
Die Dozenten sind im Großen dun Ganzen recht wohlwollend, obwohl es natürlich auch hier - wie an jeder Uni - ein paar gibt, die nicht gard hoch im Kurs stehen bei den Studenten.
Die Klinik ist derzeit noch recht verworren und weniger gut organisiert, die Tendenz geht aber eher Richtung Verbesserung.
Auch hier gilt wieder: wer etwas Eigeninitiative mitbringt, der kann einiges mitnehmen.
Ich will mal sagen, auf jeden unmotivierten Dozenten kommt auch hier wieder einer, der sich sichtlich Gedanken um die Ausbildung der Studenten macht.
Auch die Pürfungen sind recht gut machbar, insofern ist es schon alles recht in Ordnung.

Und wenn ich jetzt doch noch mal einen Kommentar zur Stadt abgebe: lässt man meine persönlichen Resentimens gegen Frankfurt mal weg, dann kann man dort sicher recht gut weggehen (z.B. in Sachsenhausen), man hat eine Vielzahl von Freizeitmöglichkeiten und das kulturelle Angebot steht auch (Theater, Alte Oper z.B., Tiger Palast), man kann sich viele Museen anschauen, es finden auch immer mal wieder interessante Veranstaltungen statt, z.B. das Museumsuferfest mit Feuerwerk, man ist auch recht schnell in angrenzenden Städten, die was zu bieten haben, z.B. Marburg, Wiesbaden oder Würzburg. In der Zeil kann man einkaufen gehen u.v.m.
Man sieht also, wenn man sich denn mit der Stadt arrangieren kann (was ich halt nicht kann!), dann gibt sie sicherlich einiges her.
Wie der Umgang mit ausländischen Studenten ist, kann ich jetzt aus eigener Erfahrung schlecht sagen, aber ich kenne einen ganzen Schwung ausländischer Studenten in Frankfurt und von denen hat sich zumindest mir gegenüber noch keiner beschwert.
Meine Einschätzung ist aber, daß in Frankfurt sicher keine ausländerfeindliche Stimmung herrscht, zumindest habe ich diesbezüglich noch nichts mitbekommen.
An der Uni wirst du wahrscheinlich problemlos integriert werden, da kann ich mir kaum vorstellen, daß es irgendwelche Probleme gibt.
Am Ende triffst du noch irgendwelche Landsleute von dir.

Der Punkt ist der: für jemanden, der mit Frankfurt zurecht kommt ist es sicherlich eine Überlegung wert. Alle anderen sollten einen großen Bogen drum machen.
Von Seiten der Uni und der Ausbildung machst du sicher im Grunde nichts falsch.

Für Infos über Homburg würde ich mal sagen, du postest das im entsprechenden Lokalforum, ich denke nicht, daß die Leute hier irgendwelche Erfahrungen damit haben.

Ich hoffe mal, die Antwort war jetzt einigermaßen adäquat und auch gewissen anderen Benutzern hier "recht" (nicht, daß mir daran besonders gelegen wäre, aber der Threadsteller hat eine ordentliche Antwort verdient, das ist richtig.)

Angel Oak
14.09.2006, 10:12
Hallo New User,

also ich kann auch nur über Frankfurt sprechen. Zum Thema Studenten: es ist absolut keine Studentenstadt. Von Studenten bemerkt man, außer vielleicht rund um Bockenheim gar nichts. Es ist eine Banken- und Wirtschaftsmetropole. Die Uni ist über die ganze Stadt verteilt und dadurch, dass es nur einen winzigen Kern-Campus gibt, mit dem wir so gut wie nichts zu tun haben fehlt das studentische Flair leider völlig.

Aber abgesehen davon mag ich Frankfurt (ich bin aber auch schon seit Oberstufenzeiten hier). Ich musste mich allerdings auch sehr daran gewöhnen. Es ist eine internationale Stadt und auch die Uni ist völlig international. Nicht nur deine Mitstudenten, auch die Dozenten kommen aus aller Herren Länder. Der Freizeitwert ist sehr hoch und ich habe mich auch noch nie bedroht gefühlt und mich immer sehr frei durch die Stadt bewegt. Einmal haben sogar Junkies für mich gesammelt, als ich meine Fahrkarte vergessen hatte.
Ich finde es schade, dass Sidewinder so schlechte Erfahrungen gemacht hat.

Wenn Du gerne in der Bibliothek lernst, ist die medizinische Bibliothek eher enttäuschend, aber abgesehen davon fand ich die Vorklinik super organisiert und die Klinik steckt halt wegen der neuen Studienordnung noch etwas in den Kinderschuhen.

Gruß,
Angel Oak