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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Modullehre - Fluch oder Segen?



Gersig
01.12.2006, 21:39
Hey,

nach einer mehrstündigen Diskussion mit einer Klinikleiterin zum Thema Modullehre aus Sicht der Studenten würde mich mal interessieren, wie ihr bisher die Modullehre empfunden habt. Was findet ihr gelungen, was ist verbesserungswürdig, was haltet ihr generell vom Modulkonzept? Ich bin gespannt :-)

KingLoui
02.12.2006, 01:42
Also ich halte da nicht viel von bisher, richtig bescheiden finde ich Pharma in 4 1/2 Wochen durchzuziehen, wie soll denn da fundiertes Wissen hängen bleiben?

Papagena
02.12.2006, 01:57
Hi!

Ich bin ja im ersten klinischen noch Neuling, was die Module angeht, aber ich würde trotzdem gerne erste Eindrücke loswerden:
Den Kleingruppenunterricht finde ich toll! Allerdings reist es bei uns immer mehr ein, dass die Leute z.B in Patho zu den Terminen gehen, die ihnen persönlich besser passen, unabhänging von ihren Laufzetteln. Das führt dazu, dass manche Kurse (z.B. Freitag) völlig leer sind, andere dagegen überlaufen.
Was auch nervt sind die shit Laufzettel. Das ist noch schlimmer wie mit den Testatkarten in der Vorklinik... ich habe mittlerweile echt Schiss, das Ding zu verlieren oder Kaffee drüber zu kippen oder Ähnliches. Den Laufzettel mit den BAsisfertigkeiten brauche irgendwann nochmal, wenn ich den Schein für Allgemeinmedizin holen möchte... wenn ich das Ding dann noch haben.
Ansonsten ist es schon ok. Ich denke aber, dass es vor allem für Leutz, die nochmal die Uni wechseln wollen echt Mist ist, weil sie kaum Scheine in einem Semester erwerben.

LG

Gersig
02.12.2006, 15:12
Was mir momentan ein wenig auf den Keks geht:

- das Lernen für die Klausuren ist reine Bulimie. Beispiel Derma: ich hatte eine Woche Blockvorlesung Derma am Stück, dann eine Woche Kurs, dann zwei Wochen drauf die Klausur. Wie soll da was hängenbleiben? Man lernt die Vorlesungsfolien fast auswendig, schreibt die Klausur (welche echt nicht schwer ist) und hat das Gefühl: ich hab von Derma keine Ahnung.
- POLEMA und promblemorientiertes Lernen sind wichtig, kommen aber viel zu kurz. Ich finde es schade, dass man nicht zum Diskutieren kommt über Epikrisen, sondern einfach nur stumpf die Fakten lernt. Das Ende vom Lied: man hat im Endeffekt überhaupt keine Ahnung, wie man den Patienten therapieren soll.
- durch die Blockpraktika sind die Semesterferien neben Famulaturen und Doktorarbeit derart zugekleistert, dass man irgendwie immer Uni hat. Und das schlimme daran ist: es bringt kaum was. Was macht man in den Blockpraktika? Arztbriefe schreiben, Blut abnehmen, Anamnesenerhebung, kurzum: Hiwijobs. Ich finde eine statt drei Wochen Blockprakitum für Innere und Chirurgie vollkommen ausreichend, wenn man optimal betreut wird. Und optimale Betreuung bedeutet nicht, auf der Visite ein paar Fragen gestellt zu bekommen
:-meinung