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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Physiologie-Fragen-Thread



agouti_lilac
24.11.2007, 19:27
Hallo,

kann mir jemand folgende Frage beantworten:

"Die Aufnahme der Reizzeit-Strömstärke-Kurve eines Muskels über Hautelektroden habe folgende Beziehung ergeben:

I (mA) = +5 mA

Welchen Wert hat in diesem Fall die Chronaxie?"

Antwort soll 0,8 ms sein.


Wie kommt man denn darauf??
Über die Formel I= Q/t ?? Daraus kann ich rückschliessend folgern, dass Q = 4 Coulomb sind, aber das ist ja nirgends in der Frage angegeben oder muss ich das wissen oder hääh??

lila

agouti_lilac
26.11.2007, 00:00
Weiss es echt niemand?? :-notify

wanci
27.11.2007, 00:42
Obwohl ich dieses Thema vor nicht allzu langer Zeit hatte:

Ich hab keinen Schimmer, was eine Chronaxie sein soll. Ich glaub das hat sich euer Prof ausgedacht :-))

mezzomixi
27.11.2007, 01:11
tz chronaxie ist die zeitdauer, die ein reiz mit doppelter rheobase andauern muss, um eine erregung auszulösen wanci

Nemesisthe2nd
27.11.2007, 22:06
ziska hats richtig erklärt... die chronaxie ist die zeit, die ein reiz von doppelter rheobasenstärke braucht um eine kontraktion auszulösen

es müsste also eine grafik zu der aufgabe geben... aus der kurve müsste man dann die zeit bei I = +10mA ablesen...

wanci
28.11.2007, 01:03
rheobase?? irgendwas muss da ganz gewaltig an mir vorbeigegangen sein...

agouti_lilac
28.11.2007, 17:33
Danke Nemesis. :-)

Wanci, mach dir nichts draus; is' auch plöde. :-meinung

wanci
28.11.2007, 20:43
Ich hätte da dann auch noch ein paar Fragen:

"Im Vergleich mit einem intrazellulär abgeleiteten AP ist die Amplitude eines extrazellulär an einem peripheren abgeleiteten Summen-AP:

a) kleiner, weil der elektrische Widerstand zwischen den extrazellulär liegenden Ableitelekroden größer als der Zellmembranwiderstand ist
b) kleiner, weil der elektrische Widerstand zwischen den extrazellulär liegenden Ableitelekroden kleiner als der Zellmembranwiderstand ist
c) gleich, weil die während des APs durch die Membran und extrazellulär fließenden elektrischen Ströme gleiche Amplituden haben
d) größer, weil der elektrische Widerstand zwischen den extrazellulär liegenden Ableitelekroden größer als der Zellmembranwiderstand ist
e) größer, weil es durch die Summation vieler APs entsteht

Bin da ehrlich gesagt etwas ratlos...

Noch zum Babinski-Reflex: Warum ist es falsch, dass er durch supraspinale Hemmung unterdrückt wird?

Vielen Dank!

Nemesisthe2nd
28.11.2007, 23:51
hmm a oder b die intrazellulären potentiale sind definitiv größer... bis 100mV... die extrazellulären summen-APs haben meisten nur wenige mV, beim EEG sogar nur µV...

jetzt bleibt nur die frage wie groß ist der zellmembranwiderstand... und wie groß der zwischen den elektroden....

zum babinski... kann ich mir auch nicht so richtig erklären... wie entsteht der denn nochmal? er tritt ja auf wenn es keine innervation durch die pyramidenbahn gibt... also beim säugling weil die pyramidenbahn noch unreif ist oder eben pathologisch...
aber wie entsteht der reflex? das ist ja nichts monosynaptisches wie zB der patellarsehnenreflex.... vielleicht leigt da irgendwo die lösung...

wanci
29.11.2007, 00:22
Danke! Meine Überlegung war: Wenn der Widerstand größer wird, wird die Amplitude kleiner. Was ja soweit auch recht logisch ist. Dann müsste a) richtig sein, was es aber laut Lösung nicht ist (wobei da auch ein Fehler drin sein kann...)

Oder ist meine Überlegung völliger Mist?

Wenn der Babinski durch die Pyramidenbahn gehemmt wird, dann ist das doch supraspinal...schließlich komtm sie ja u.a. aus dem Cortex. Aber vllt. passt der Begriff "Hemmung" hier einfach nicht...

Ich hätte dann auch noch gleich weitere Fragen:

(1)
Wenn ich einen Muskel passiv vordehne, ist die Reflexamplitude höher. Woran liegt das? (Die Antwort mit der Überlappung der Myosin/AktinFilamente ist hier nicht gefragt.)

Ganz gut klingt, dass der Antagonist durch die Vordehnung gelockert wird und somit die reziproke Hemmung abnimmt. Aber irgendwie scheint das auch nicht hinzuhauen...

(2)

Sinkt oder steigt die Reizschwelle bei myelinisierten Fasern? Und warum?

Vielen Dank;)