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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Antiquitäten im Regal



Kerstin18
08.06.2003, 20:05
Unser Physiologieprof hat erzählt, dass sich Ärzte später noch Bücher kaufen über z.B. Pharmakologie. Aber dass Physiologiebücher im Grunde nur von Studenten gekauft werden, die das Buch dann ihre ganze Laufbahn über benutzen und so mancher Arzt einen über 30 Jahre alten Physio-Schinken in seinem Regal stehen hat.

Jetzt würde mich mal interessieren, welche Bücher ihr (ganz bewusst) kauft, weil ihr sie nicht wieder hergeben werdet. Und welche Bücher ihr verkauft oder schon habt, weil man die später nicht mehr braucht. :-lesen

Alle Bücher behalten, geht ja kaum. Mein Regal ächzt und knarrt ja nach zwei Semestern schon... ;-)

Gruss,
Kerstin

08.06.2003, 23:06
also was die vorklinik anbelangt, würde ich auf jeden fall einen dicken schinken für anatomie, biochemie, physio und zellbio als bestandteile eines wohlsortierten medizinerregales erachten.

in der klinik denke ich mibi, pharma, patho, innere, chirurgie...und vermutlich derma, pädiatrie, neuro. ach so, und vielleicht noch ein untersuchungsbuch, und ekg nicht zu vergessen, wenn das innere-buch nicht reicht.

ich denke, dass diese fächer auch die zentralen, d.h. die mit den meisten quervernetzungen zu anderen fächern sind.

ansonsten bin ich ein übersichtsfreak und freue mich über physikum exakt, das erste und den exaplan in meinem regal.

allgemein gilt: bücherwahl ganz sorgfältig und individuell vornehmen. wenn man sich mit einem buch angefreundet hat, sollte man auch dabei bleiben, mitten in der lernphase das buch wechseln ist sehr abträglich.

Witzbold
08.06.2003, 23:08
hrmpf...das habe ich gerade gepostet...seit wann muss man sich nicht mehr registrieren? :-???

Challenger
09.06.2003, 01:28
Und welche Bücher ihr verkauft oder schon habt, weil man die später nicht mehr braucht.

Harten, Physik für Mediziner.

Absoluter Mist, unverständliche Erläuterungen, süffisant-belehrender, herablassender Ton, schlechte Abbildungen, usw...wer's ohne dieses Machwerk vielleicht ein bißchen verstanden hat, ist nach dem Lesen völlig planlos....bloß die Finger weg davon!!! :-?

Pfritt
12.06.2003, 15:14
Hallo Challenger,
also hier meine Zustimmung gegen Harten!!!
Warum schreibt der überhaupt ein Buch für die "doofen" Medis?
Das sollen doch Leute machen, die Ahnung von Didaktik haben und sich unter anderem auch für ihr Klientel interessieren,oder?
Und das schlimmste ist, dass fast alle Physikprofs, die die Medizinervorlesungen halten, den Harten empfehlen :-(
Fazit:Kauf Dir nicht den HARTEN,denn er lässt Dich auf Scheine warten!!!!

Grüße, Pfritt :-winky

chatorgy
13.06.2003, 16:40
HAllo Kerstin

also letzten endes hat ja jeder so seine eigenen Vorlieben, aber ich habe gerade entdeckt, dass der KAuf des "Junquira"s im ersten Semester mich auch im vierten noch glücklich macht - es ist echt ein tolles Buch, und nicht nur für Histo sondern auch für Physio schön zum nachlesen.....ansosnten kann ich so ziemlich alle Kurzlehrbücher zum lernen empfehlen, aber nur mit dem Ziel sie nach dem Physikum wieder loszuwerden (oder später)...
:-D
Noch ein Buch, was du immer im Regal haben solltest ist wohl der Netter-Atlas!

Tja der Rest, da lässt es sich streiten! (Grosser Löffler, Silbernagel, etc.) -wahr ist aber auch, man sollte sich mit einem Buch anfreunden und dabei bleiben!

Gruss und toitoi für dein Studium! :-notify

Rico
21.06.2003, 03:42
Hm... also ich weiß ja nicht... ein Grundlagenbuch wie Biochemie und Physio, wo sich die Erkenntnisse im Wochentakt überschlagen als langfristige Investition auf 30 Jahre zu sehen??? Lieber nicht.

Anatomie wegen mir, da ändert sich ja nicht viel, aber ich persönlich hätte lieber einen Arzt, der über meine Krankheit mehr weiß, als das was vor 30 Jahren hip war...

...außer natürlich die Bücher stehen bloß zu Dekozwecken im Regal. :-lesen

biba
30.06.2003, 21:14
Habe gerade 3. hinter mir und war nicht nur im PJ doch erstaunt, was man hinterher noch so von den Büchern (nicht) braucht...

Also, ein Anatomieatlas zum Nachschlagen ist sicher gut.
Ein gutes Pharmabuch auch. Ich kann den Karow empfehlen, der ist prägnant geschrieben und preislich so, dass man sich ab und an eine Neuauflage halten kann.
Alles andere hängt davon ab, was ihr machen wollt.
Ein Innere und ein Chirurgie-Buch sind bestimmt ok, aber es reichen Übersichtsbücher, wenn ihr in ein anderes Fachgebiet geht. Dicke Schinken lohnen sich nur da.

Die ganzen Grundlagenfächer sind überholt, bis das Buch beim Händler ist. Und in dem GANZ SELTENEN, UNWAHRSCHEINLICHEN Fall, dass Ihr tatsächlich noch mal pathophysiologische oder biochemische Details braucht, werdet ihr euch dann in dem speziellen Fall die aktuellen Erkenntnisse aus dem Internet holen!!

Mein Tipp:

leiht euch den ganzen Kram in der Unibibliothek, kauft nur, was später auch noch interessant und relevant für euch ist!
Ich hab auch in der Vorklinik noch alles gekauft...totaler Quatsch! Nach einem Semester guckt ihr nie mehr rein!