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Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #6
    Nevergiveup Avatar von Anne1970
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    Eiweiß gehört nicht in den Urin? Huch! Daiz stimmt das?
    Wissen macht nichts.



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  2. #7
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    Zitat Zitat von ralfschmidt84 Beitrag anzeigen
    Ich beziehe mich auch eher auf die Sensitivität solcher Teststreifen...
    Genaugenommen interessiert dich der positive prädiktive Wert.

    Sensitivität wäre eher der Anteil der Patienten, bei dem der Stixx einer Proteinurie nachweist, im Verhältnis zu allen Patienten mit Proteinurie. Also ein Wert von 70% (wie irgendwer gepostet) bedeutet, von 100 Patienten mit Proteinurie, zeigt der Test in 70 Fällen die Proteinurie auch an, in 30 Fällen bleibt er negativ.

    Spezifität von 87% bedeutet, dass von 100 gesunden Patienten der Test in 13 Fällen eine Proteinurie anzeigt, obwohl der Patient keine hat.

    Der positive prädiktive Wert, der dich in diesem Fall interessiert, zeigt an, wie wahrscheinlich ein Patient eine Proteinurie hat, wenn der Test positiv ausfällt. Die lässt sich leider nur mit Hilfe einer einigermaßen genauen Prävalenz der Erkrankung berechnen (also wie verbreitet ist Proteinurie in der Bevölkerung). Deswegen wird der Wert häufig nicht angegeben.

    Die Begriff sauber auseinander zu halten, ist nicht immer einfach, und können viele Mediziner auch nicht.



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  3. #8
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    Zitat Zitat von bremer Beitrag anzeigen
    Die lässt sich leider nur mit Hilfe einer einigermaßen genauen Prävalenz der Erkrankung berechnen (also wie verbreitet ist Proteinurie in der Bevölkerung). Deswegen wird der Wert häufig nicht angegeben.
    Eigentlich braucht man dafür nur ein "krankheitsdefinierendes" Goldstandard-Diagnostikum. Wie in dem von mir zitierten Artikel die Laboranalyse.

    Zitat Zitat von bremer Beitrag anzeigen
    Die Begriff[e] sauber auseinander zu halten, ist nicht immer einfach, und können viele Mediziner auch nicht.
    Müsste aber eigentlich jeder fürs Physikum lernen (Medizinische Psychologie)



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  4. #9
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    Zitat Zitat von davo Beitrag anzeigen
    Eigentlich braucht man dafür nur ein "krankheitsdefinierendes" Goldstandard-Diagnostikum. Wie in dem von mir zitierten Artikel die Laboranalyse (...)
    Ne, das kann man so nicht sagen ;)

    Wenn man einen diagnostischen Test jetzt bewerten möchte, wie gut er ist, muss man ihn ja mit einer Goldstandard vergleichen, um den wahren Wert zu ermitteln. Nimmt man jetzt zum Beispiel 1000 Personen, von denen 100 histologisch ein Melanom haben (Goldstandard) und vergleich jetzt die Befunde von ABCDE Auswertungen. So bekommt man, wenn man das ganze in einer 4-Felder Tafel jetzt darstellt, jetzt Werte raus, die man mit verschiedenen Formeln berechnen kann (also Sensitivität, Spezifität, auch den positiv/negativ prädiktiven Wert u.s.w.
    Als Prävalenz der Erkrankung wird jetzt 100 angenommen, welche in die Formel mit eingeht. Das ist aber nur eine Schätzung, die wahre Prävalenz kennt man gar nicht.
    Auch Sensitivät und Spezifität wird abgeschätzt, die sind aber wesentlich robuster und unabhängig von der Prävalenz einer Erkrankung und mit einer genügend großen Stichzahl auch hinreichend genau.
    Ändert sich die Prävalenz zum Beispiel bei den Melanomen, die zunehmen, wird auch der positive prädiktive Wert steigen, weil die Wahrscheinlich einfach insgesamt zunimmt, eines zu treffen. Die Sensitivität und Spezivität bleiben gleich.

    Ich weiß, ist kompliziert, aber ein Arzt muss das ganze ja auch nicht verstehen.



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  5. #10
    Diamanten Mitglied
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    Für den positiven prädiktiven Wert ist all das irrelevant. Denk mal drüber nach wie der definiert ist und was im Zähler steht



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