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Thema: Keratokonus

Aktive Benutzer in diesem Thema

  1. #1
    Platin Mitglied
    Mitglied seit
    13.02.2003
    Semester:
    3. WBJ
    Beiträge
    743
    Hi, ich hab eine Frage an alle (angehenden) Augenärzte und die, die sich sonst noch für die Thematik interessieren:

    Habe gehört, daß harte Kontaktlinsen Mittel der Wahl zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit bei zusätzlich bestehendem Keratokonus sind. Durch die entsprechend angepaßten Linsen soll das Fortschreiten der Erkrankung zwar nicht aufgehalten, doch zumindest verlangsamt werden.
    Meine Frage:
    Wirken Kontaktlinsen auch quasi "präventiv", d.h. wenn kein Keratokonus vorliegt, sondern "nur" eine Fehlsichtigkeit, K. aber bereits in der Familie vorgekommen ist? Können Kontaktlinsen dann die Entstehung eines Keratokonus verhindern?

    Vielen Dank für eure Antworten!

    Nette Grüße,

    Patella
    Geändert von Patella (06.11.2004 um 09:31 Uhr)



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  2. #2
    Foreninventar Avatar von Froschkönig
    Mitglied seit
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    war Regensburg/München
    Semester:
    genug
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    7.026
    Zitat Zitat von Patella
    Habe gehört, daß Kontaktlinsen Mittel der Wahl zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit bei zusätzlich bestehendem Keratokonus sind. Durch die entsprechend angepaßten Linsen soll das Fortschreiten der Erkrankung zwar nicht aufgehalten, doch zumindest verlangsamt werden.
    Das Krankheitsbild des Keratokonus ist zwar schon seit 150 Jahren oder so bekannt, eine genaue Ursache kennt man nicht (auch wenn es dazu mehrere Thorien gibt). Zur Therapie gibt es je nach Stadium zunächst Brillen, dann Linsen und als Ultima ratio die Hornhauttransplantation. Allerdings hab ich noch nie gehört, daß die Kontaktlinsen die Progredienz verlangsamen sollen, das ist mir jetzt neu. Einen präventiven Effekt würde ich ebenso ausschließen
    KEINE Wiederbeschaffung von Goldkugeln und anderen Preziosen !
    Das schlimme an den Minderwertigkeitskomplexen ist, daß die falschen Leute sie haben
    (Sir Alec Guiness)



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  3. #3
    unsensibel Avatar von Lava
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    20.11.2001
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    schon wieder woanders
    Semester:
    FA
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    30.095
    Im Lang steht, mit harten Kontaktlinsen wird nur die Fehlsichtigkeit berichtigt. Bei fortschreitendem Keratokonus würde man die Linsen aber ständig verlieren und man müsste ne Keratoplastik machen.
    "tja" - a German reaction to the apocalypse, Dawn of the Gods, nuclear war, an alien attack or no bread in the house Moami



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  4. #4
    Registrierter Benutzer
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    26.03.2006
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    159
    Leide unter einem Keratokonus und komme mit meinen harten Kontaklinsen überhaupt nicht zurecht!
    Es ist auch so, dass ich nichtmal ne Brille oder Linsen brauche, weil es mir vokommt als würde ich alles scharf sehen.
    Wenn ich keine Sehhile getragen habe, hab ich Abends immer Augenschmerzen und bin übermüdet!

    Hab bei wikipedia gelesen, dass 2/3 der Menschen die einen Keratokonus haben einen IQ von über 130 haben. Wie kommt man denn zu dieser Annahme?



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  5. #5
    Diamanten Mitglied
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    03.06.2002
    Semester:
    Been there, done that... there was no T Shirt
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    4.919
    Falls der Konus noch nicht stark ist muß unter Umständen (noch) gar keine Sehhilfe getragen werden. Habe Koni gesehen, die sogar mit einer Brillenversorgung über Jahre ganz gut leben konnten, und deren KH ganz langsam fortschritt.

    Das 2/3 der Leute mit einem Konus einen IQ über 130 haben sollen... nun ja, ob sich Wikipedia da mal nicht irrt.

    Der Konus ist ja nicht nur bei den Atopikern (Neurodermitis, Asthma bronchiale etc.) überzufällig häufig, sondern auch beim M. Down. Und die sind im Regelfall ja keine Nobelpreisaspiranten. Die meisten Augenärzte werten die Diagnose Keratokonus- ohne jemanden zu nahe treten zu wollen- genauso wie "Lehrer". Oder "Journalist". Das ist ja auch ganz oft nicht nur ein Beruf, sondern fast eine Diagnose...

    Ich habe auch sehr viele Leute mit Keratokonus gesehen, denen man es fast an der Nasenspitze ansehen konnte, ohne auf den Überweisungsschein des niedergelassenen zu schauen. Aber das sind nur meine subjektiven Eindrücke.

    Die Progression des Keratokonus soll durch den Einsatz von formstabilen KL vermindert werden. Ob dem tatsächlich so ist, sei einmal dahingestellt.
    Mir ist keine randomisierte Studie zu diesem Thema bekannt.
    Mein alter Chef, seines Zeichens der deutsche Hornhaut und Keratoplastikpapst, war davon jedenfalls überzeugt.

    Ob die neueren Therapieansätze (Stichwort "Cornea Cross linking" mit Riboflavinen usw.) Ihren klinischen Wert erst noch in Zukunft beweisen können- auch wenn sich auf diesem Gebiet viele "Gurus" tummeln, die das Cross linking in dem Himmel loben (finanzielles Interesse...?)- wird sich erst noch zeigen. Der letzte Prof. (ehemals Dresden, jetzt Dortmund), der das Crosslinking über den grünen Klee gelobt hat, ist auf der refraktiven Chirurgiesitzung der DOG ziemlich von den anderen Koryphäen gegrillt worden. Das heisst nicht, dass sich nicht vielleicht in 20 Jahren herausstellt, dass er recht hatte...



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