Ich (Jahrgang 1988) kenne diese Mutprobe auch von früheren Freunden.
Bei denen hat ein Gespräch (keine Standpauke) mit einem Erwachsenen übrigens wahre Wunder gewirkt.
Ich halte es grundsätzlich für einen Fehler, solche Leute gleich abzuschreiben.
Wenn man mit jungen Menschen spricht, kommt oft viel mehr an, als sie sich anmerken lassen.
Auch wenn die (erste) Reaktion nur ein "fuck off" ist.
(Das ist ja bei vielen Erwachsenen auch nicht unbedingt anders)
Ich kenne jemanden, der damals maßgeblich durch seinen Arzt beeinflusst wurde (welcher das wahrscheinlich auch nie erfahren hat)
Ich wäre vor allem kritisch gegenüber der Freiwilligkeit des Opfers; unter Umständen fühlte es sich vom Gruppenzwang dazu genötigt; sofern der geringste Anhalt hierfür vorliegt, notfalls auch im Zweifel, würde ich Anzeige wegen Körperverletzung, fraglich fahrlässig, erstatten. Mutproben kann man ja auch wirklich anders gestalten. Für mich ist das passive Erdulden von Schlägen jedenfalls nichts, das auch nur annähernd mit Mut zu tun hätte.
Natürliche Selektion, so schlimm es auch sein mag.