Unsere Uni, die Ruhruniversität in Bochum
Ich möchte nicht im Entferntesten die Uni wechseln
Kamilla Lauter
Unsere Uni, die Ruhruniversität in Bochum
Die Universität befindet sich, mit verschiedenen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Der großzügig und modern angelegte Gebäudekomplex beherbergt verschiedene Fakultäten, auch die medizinische Fakultät. Die Studenten haben die Möglichkeit, in der Medikafete alle Neuigkeiten auszutauschen. Mit Erstsemestlern beschäftigen sich Tutoren, in Gruppen von zwanzig Personen versuchen die Tutoren dem neuen Studenten ein wenig von der Verwirrtheit zu nehmen und Gerüchten vorzubeugen.
Die Tutoren - Schonend und mit Mitgefühl nehmen die Tutoren die Angst vor den Multipelchoiseklausuren. An der Uni Bochum fängt das Studium immer zum Wintersemester an, was für diejenigen, die irgendwo durchfallen, ein Jahr Wartezeit bedeutet. Je nach Lebenseinstellung kann man das gut oder schlecht finden. Die Fachschaft der Medizin ist im Internet zu finden und bereitet für alle Studenten wichtige Skripte und Altklausuren vor, welche zum Teil auch über das Internet zu erreichen sind.
Die Infos - Leider ist nicht alles immer im Internet, aber dafür an den schwarzen Brettern. Im Internet hat das Dekanat auch ein schwarzes Brett eingerichtet, was sehr praktisch ist, da man in Sekundenschnelle den Überblick gewinnt. Leider auch nicht immer ganz. Außer den Tutoren, welche ältere Studenten sind, gibt es an der Uni Bochum ein Patenschaftsprogramm, freiwillig kann man sich einen Paten wählen, welcher Arzt einer Einrichtung ist und sich dann um die Probleme, die unlösbar scheinen, kümmert. Der Pate ist in wissenschaftlichem, aber auch persönlichem Bereich für die Studenten da.
Die andere Seite - Die Durchfallquoten im ersten Semester liegen bei 50-60%. Im ersten Semester geht es los mit Chemie, Physik, Biologie, Terminologie und Präpkurs. Wer nicht ausgelastet ist, kann in der Fachschaft tätig werden, sich einen Job suchen oder einfach den anderen helfen, irgendwie besser zu werden. Verborgene Talente können in anderen Einrichtungen an der Uni entfaltet werden.
Die Helferlein - Die Organisation an der Uni ist wirklich nicht schlecht und das trägt zum guten Klima bei, nette Angestellte sind für Fragen offen und wer im Internet und den schwarzen Brettern immer noch nicht entnommen hat, was los ist, kann dann persönlich fragen. Ein Herr Dr. Klix ist über das Internet für verschiedene Fragen zuständig und hilft auch immer. Alle Studenten haben die Möglichkeit, PCs zu benutzen und das Internet aufzusuchen. Es gibt eine Bibliothek der Fakultät und eine große Bibliothek für alle. In den beiden Büchereien, die sich auf dem Unigelände befinden, kann man immer ein Schnäppchen machen.
Die Lehre - Die Profs sind sehr bemüht, dem Studenten soviel wie möglich beizubringen und überprüfen es auch regelmäßig, ob der Student lernt. Hierzu dienen schriftliche und mündliche Prüfungen, die jedes Mal ein kollektives:“Es war der Hammer“ hervorrufen. Die Anatomie ist mit Präparaten ausgestatten, die sich jeder ausleihen kann, um endlich alle Flexoren des Unterarms in die richtige Reihenfolge zu bringen und um endlich zu merken, dass Wiederholungen wirklich wichtig sind. Später, nach dem Physikum, ist es lediglich etwas schwierig, die verschiedenen Krankenhäuser zu erreichen.
Die Freizeit - Und auch Sportler kommen nicht zu kurz. Bei der letzten Regatta in Duisburg hat die Bochumer Sportmannschaft gegen Manchester gewonnen. Wer nicht lernt, kann sehr bald eine andere Studienrichtung wählen, denn es wird auf jeden Fall sehr viel gefordert. An der medizinischen Fakultät in Bochum kann man alle Scheine, die notwendig sind, machen, aber nur die Fleißigen kommen weiter. Zweimal im Jahr gibt es eine Medifete; bei pro Semester eingeschriebenen dreihundert Leuten kommen sehr viele angehende Ärzte zusammen, die auch lustig feiern können und falls jemand ohnmächtig wird: Fast alle haben den Erstehilfeschein. Insgesamt kann man mit dem Programm und der Organisation sehr zufrieden sein. Ich möchte nicht im Entferntesten die Uni wechseln.