12.03.03

Ausgabe 157/03

Anzeige: Die Fun-ologie ist wieder Online -
Rippenspreizer 2003 ist verfügbar - über 350 Cartoons [Ich will lachen ...]


Medi -Learn

Die Onlinezeitung von Medi-Learn.net
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


 Editorial
  

Hallo,

diese Woche ist es wieder soweit: Der Examensservice beginnt. Am Donnerstag müssen als erstes die Physikumskandidaten schwitzen. Doch wie immer versuchen wir, Euch die Zeit des Wartens so angenehm wie möglich zu machen. So gibt es auch dieses Mal wieder ab ca. 15 Uhr unseren Stand der Dinge! Weitere Infos rund um den Examensservice auf den Seiten von Medi-Learn findet Ihr im Artikel weiter unten und hier.

Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden! Nachladen? Bitte F5 druecken!

Gestern erreichte uns ein Artikel von Tobias aus Bochum: Es wird wieder gekickt, und zwar um den Pokal der MediMeisterschaften 2003. Wann, wer, wie, wo, was steht weiter unten!
Für alle, die noch nicht wissen, ob sie sich den Kinofilm "Anatomie 2 ansehen sollen, hat Peter eine Filmkritik geschrieben. Ob er Euch den Film empfiehlt, lest im dazugehörigen Artikel.
Heute gibt es ausserdem die Fortsetzungen von Yvonnes Brescia Famulatur und dem Tagebuch aus der Rehaklinik. Neben den ständigen Inhalten der Jobbörse, Gelauscht und Gestöbert haben wir noch eine Rezension über ein Homöopathiebuch aufgenommen.
Ausserdem geht es heute um das Thema "Doktorarbeit": Macht man lieber was im Labor oder doch eher eine klinische Studie. Jens war so nett und hat uns seine Erfahrungen mit seiner klinischen Studie aufgeschrieben.
Jetzt bleibt uns nur noch, allen Examenskandidaten an dieser Stelle viel Erfolg zu wünschen: Toi, toi, toi!!! In diesem Sinne

Bis zur nächsten Woche,
Jens, Marlies und Christian
Redaktion Medi-Learn

PS: Ganz aktuell und brandheiss: www.rippenspreizer.com ist Online!!!! Aufregend Neues, aber auch viel Altbewährtes findet Ihr in neuem Design! Schaut doch mal vorbei- es lohnt sich!!

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Auch dieses Mal wieder: Examensservice 2003
2.MediMeisterschaften 2003
3.Anatomie 2 - Regeln sind für Schwache!
  
4.Famulatur in Brescia /Italien - Teil 2
5.Erfahrungen zur Doktorarbeit
6.Zwischen den Zeilen "Praktische Homöopathie"
  
7.Skizzen aus der Reha-Klinik: Ein Famulaturtagebuch (2)
8.Gelauscht: Was ist los im Forum?
9.Medi-Jobbörse: Der Jobticker
  
10.Gestöbert
11.Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

Für den Fall, dass die Onlinezeitung nicht korrekt angezeigt wird, ist sie nocheinmal komplett Online verfügbar! 
Hier die Adresse http://www.medi-learn.info/seiten/onlinezeitung/1/126/index.shtml
  

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 1. Auch dieses Mal wieder: Examensservice 2003

- zurück zum Inhalt -

  

Es ist wieder Examenszeit!! Auch dieses Jahr findet wieder die Literaturauswertung der schriftlichen Examina der Humanmedizin durch die MEDI-LEARN Examensexperten statt. Am Donnerstag wird es zum ersten Mal ernst, denn wie immer geht es dann mit dem Physikum los. In der Vergangenheit hatten die Ergebnisse von MEDI-LEARN 97%-99% Übereinstimmung mit den offiziellen IMPP-Ergebnissen, die einige Wochen nach dem Examen bekannt gegeben werden.
Um Euch die Zeit bis zum Erscheinen der MEDI-LEARN Ergebnisse am späten Nachmittag bis frühen Abend zu verkürzen, bieten wir seit 3 Semestern den sogenannten "Stand der Dinge" an.

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In diesem erfahrt Ihr, welche Ergebnisse MEDI-LEARN bereits wie gelöst hat. Den Stand der Dinge findet Ihr an den Examenstagen auf unseren Seiten ab ca. 15 Uhr. Er wird dann regelmässig aktualisiert. Nebenbei könnt Ihr bereits im Forum die Fragen diskutieren und Euch über das Examen mit Gleichgesinnten austauschen.

Seit dem letzten Examen haben wir auch einen Emailservice, mit dem Ihr die Ergebnisse direkt nach Hause geschickt bekommen könnt. Alle Details dazu und alles rund um den diesjährigen Examensservice erfahrt Ihr auf den Aktionsseiten [zum Examensservice].
Zuletzt sei auf die statistische Auswertung von MEDWEB, einer Initiative aus Münster, hingewiesen, bei der Ihr Eure Ergebnisse mit denen anderer Studenten vergleichen könnt. Unterstützt wird der Examensservice auch in diesem Jahr wieder vom Springer Verlag.
Wir wünschen allen Examenskandidaten viel Erfolg, einen klaren Kopf und drücken ganz fest die Daumen!!

Euer Team von Medi-Learn

   
Autor(in): Marlies Lehmkuhl (marlies.lehmkuhl@medi-learn.net)
  
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zum Examensservice

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 2. MediMeisterschaften 2003

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Rekordverdächtige Anmeldezahlen! Wer wird neuer MediMeister? Wer gewinnt den Fan-Preis?

Die MediMeisterschaften 2003 rücken immer näher. Am 16./17.5.2003 geht es in Bochum wieder zur Sache. Nachdem das Orga-Team in den letzten Wochen ordentlich die Werbetrommel für das bevorstehende Turnier gedreht hat, kamen nach und nach immer mehr Teams aus allen Städten Deutschlands zusammen. Inzwischen haben sich 40 Teams aus 31 Städten gemeldet, was absolut rekordverdächtig ist. Inzwischen gibt es sogar eine Warteliste für Teams, die nicht unter den ersten 40 Anmeldungen waren.
Wie auch im letzten Jahr wird die Auslosung am Freitagabend in einem Bochumer Kino stattfinden – selbstverständlich wieder mit einem witzigen Rahmenprogramm.

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Der Samstag wird erneut Turniertag sein. Spätestens um 19 Uhr sollte der neue MediMeister feststehen. Im Anschluss daran ist die große Spieler- und Fanparty geplant.

Apropos „Fans“. Zum Fußball gehören Fans. Um möglichst viele Kolleginnen und Kollegen nach Bochum zu locken, hat sich das Orga-Team für dieses Jahr etwas Besonderes einfallen lassen und den Fan-Preis ins Leben gerufen. Die Fangruppe, die in den Kategorien „Anzahl der Fans“, „Entfernung vom Austragungsort“ und „Kreativität“ die meisten Punkte abräumt, wird mit einem 50 Liter Fass Bier belohnt. Hiermit sollen auch die Leute, die nicht unbedingt gegen den Ball treten, aber trotzdem ein schönes Partywochenende verbringen möchten, angesprochen werden. Für Unterbringung und Verpflegung ist natürlich gesorgt.
Also, meldet Euch unter medimeisterschaften@gmx.de und besucht die Homepage www.medimeisterschaften.de !

Auf nach Bochum!
Glück auf!

Tobias Klein,
Orga-Team der Medi-Meisterschaften

   
Autor(in): Tobias Klein (Tobias.Klein@ruhr-uni-bochum.de)
  
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 3. Anatomie 2 - Regeln sind für Schwache!

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Die Story
Jo, ein junger, aufstrebender Arzt im Praktikum, beginnt sein AIP im Zentralklinikum Berlin. Sein Bruder Willi leidet an einer unheilbaren Muskelkrankheit, die ihn an den Rollstuhl fesselt. Schon der Vater starb an dieser Muskelkrankheit. In Berlin angekommen stellt sich der Klinikalltag von Jo jedoch ganz anders dar. Statt dem für seine Forschungen bekannten Professor Müller-LaRousse wird Jo dem Team des fleißigen Oberarztes Doktor Schinder zugeteilt. Jo schiebt Doppelschichten, ist übermüdet und erschöpft und die Bürokratie gibt ihm den Rest. Er hat sich vorgenommen, als forschender Arzt in Berlin ein geeignetes Heilmittel gegen diese Erkrankung zu finden, um seinen Bruder zu heilen, damit die beiden fußballfanatischen Brüder endlich wieder zusammen kicken können.

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Als Jo vom Forschungsteam von Professor Müller-LaRousse hört, nimmt er sich fest vor, diesem elitären Zirkel von einem halben Dutzend Jungärzten beizutreten, die im sagenumwobenen OP 17 ein geheimes Forschungsprojekt betreuen.

Als Jo von der Krankenschwester und Mitbewohnerin Lee angesprochen wird, um einem kleinen Mädchen mit Nasenbluten zu helfen, kommt es fast zum Eklat. Er lässt dem Mädchen eine teure Untersuchung zu Gute kommen, die eigentlich nur für Privatpatienten vorgesehen ist. Schnell diagnostiziert Jo einen Schädelbasisbruch, den er geheim und unangemeldet im OP 17 operativ versorgt.
Was Jo nicht weiß – Professor Müller-LaRousse beobachtete ihn dabei und stellt ihn anschließend zur Rede. Sich sorgend um seine Karriere, versucht Jo sein Handeln zu begründen. Doch Professor Müller-LaRousse reagiert anders, als man es erwartet: „Regeln sind für Schwache“ sagt er und offeriert Jo sein Forschungsteam.

Jo lehnt natürlich nicht ab und tritt dem verbotenen Ring der Antihippokraten bei. Sie forschen an künstlichen Muskeln, die sie sich gegenseitig implantieren. Dabei nehmen sie Drogen und Hormone, um die Schmerzen zu verdecken.
Jo gerät immer weiter in das Projekt, bis schließlich der erste aus der Gruppe sterben musste. Sven versuchte ihn vorher noch davon abzuhalten, dem Projekt beizuwohnen, doch Jo sah nur seinen Bruder und die Hoffnung auf Heilung.

Jo unterzieht sich bei seinen vermeintlichen Freunden einer weiteren Muskel-Operation und schluckt alle Drogen, die das Test-Programm vorsieht. Immer stärkere Schmerzen peinigen ihn und die Menge an notwendigen Betäubungsmitteln steigt. Zunehmend verliert er die Kontrolle über seinen Geist, seinen Körper und sein Leben.
In diesem Zustand konfrontiert ihn Lee mit der Wahrheit, dass Müller-LaRousse und die anderen Antihippokraten keine revolutionären Forscher, sondern nichts als besessene karrieresüchtige Verbrecher sind, die für den Nobelpreis kaltblütig über Leichen gehen.

Die Meinung
Der Film Anatomie 2 erweckt den Eindruck, dass Forschung und Wissenschaft etwas Verbotenes sind, und dass Ergebnisse nur durch Geheimprojekte zu erzielen sind.
Nach dem ersten Teil „Anatomie“ wirkt die Story von Anatomie 2 an den Haaren herbeigezogen, nach dem Motto: „Wir müssen einen zweiten Teil machen“.
Die Umsetzung der Story ist dabei jedoch gelungen. Lediglich die Geschichte steht auf wackeligen Beinen.

Auch der 2. Teil bietet jede Menge Gänsehaut und Blutvergießen im Medizinstiel und es erweckt den makaberen Eindruck, die Medizin ist etwas fürchterlich Brutales.
Nichts desto trotz lohnt sich ein Kino-Besuch, aber ein Kino-Klassiker wird dieser Film mit Sicherheit nicht werden.

Peter Christian Artz
Redaktion Medi-Learn.net

   
Autor(in): Peter Christian Artz (Peter.Artz@medi-learn.net)
  
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 4. Famulatur in Brescia /Italien - Teil 2

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Hier kommt Teil 2 des Famulaturberichtes. Wer den ersten Teil verpasst hat, findet den gesamten Artikel hier auf unseren Seiten.

Für Mittag- und Abendessen gab es reichlich Bons, für die man auch Kaffee in der Mensa Bar bekommen konnte. Man konnte aus Antipasti, Hauptgang, Beilagen, Salat und Nachtisch pro Mahlzeit 3 Komponenten auswählen, so daß meist für jeden etwas dabei war. Zumindest die Pasta war immer lecker! Für's Wochenende erhielten wir Bons für „Vittoria Self Mix“, eine Art Marché, in dem wir dann für ca. 7 Euro essen konnten, und da man am Wochenende eh meist nicht in Brescia war, haben wir mit diesen Bons auch unter der Woche geschlemmt und uns dort mit Süßwaren eingedeckt.

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Wir waren 20 Studenten aus Deutschland, Polen, Spanien, Israel, England und Mazedonien. In den Jahren davor gab es wohl eine zeitliche Aufteilung, so daß es reine Männer- bzw. Frauengruppen gab, bei uns war das aber nicht mehr der Fall, so daß wir 14 Frauen und 6 Männer waren. Untereinander habe wir uns hauptsächlich auf Englisch verständigt. Leider konnte man auch in Sachen Freizeitorganisation nicht viel von SISM erwarten, versprochen haben sie ja viel, aber uns dann immer kurz vorher abgesagt, einige Male nicht mal das. Das Einzige, was zustande kam, ist, daß wir uns nach knapp 2 Wochen zu einer „Welcome Pizza“ getroffen haben – was auch wirklich ein sehr schöner Abend war – und 3 mal ein „Italienisch Kurs“ von etwa 45 min stattfand. Man muß den SISM-Leuten zugestehen, daß sie Prüfungen und daher sehr viel zu tun hatten. Auch was unsere Verteilung auf die Zimmer anging, haben sie sich sehr bemüht, unseren Wünschen nachzukommen. Doch daß sie uns in einigen organisatorischen Sachen hängen ließen und auch einige Abende ruiniert haben, indem sie sehr kurzfristig absagten, war nicht gerade sehr entgegenkommend, da sie uns so auch die Möglichkeit genommen haben, selbst etwas auf die Beine zu stellen.
In anderen Famulaturberichten habe ich gelesen, daß Fahrräder gestellt wurden und das Schwimmbad einige Male umsonst besucht werden konnte. Das war bei uns nicht mehr der Fall, wir bekamen im Schwimmbad nicht einmal die Studentenermäßigung, da wir nicht in Brescia eingeschrieben waren. Es war daher sehr teuer, aber da es mit einem deutschen Freibad nicht zu vergleichen war (z.B. keine Grünflächen), sondern ein reines „Sportschwimmbad“ zum Bahnen ziehen, wurde es von den meisten gar nicht genutzt. (Für Italien immer Bademützen mitnehmen, sonst müsst ihr sie dort für teures Geld kaufen, denn sie sind Pflicht!).
An dieser Stelle möchte ich Pietro, dem Geschäftsführer der Wohnanlage, ein großes Dankeschön aussprechen! Er hatte für unsere Wünsche und Nöte immer ein offenes Ohr und hat uns z.B. bei der Organisation von Ausflügen einige Tipps und Hilfestellungen gegeben.

Nach Florenz war Brescia, ehrlich gesagt, ein Kulturschock... Man kann zwar tatsächlich einige sehr schöne Ecken dort finden, es ist aber nicht zu empfehlen, den Aufenthalt dort an einem Wochenende zu beginnen, da Samstagmittags bis Montagnachmittag die „Bürgersteige hochgeklappt werden“ und dann nichts, wirklich gar nichts mehr los ist. Das bessert sich im September etwas, da dann auch die Italiener aus ihrem Urlaub wiederkommen, aber bis dahin ist so gut wie alles „chiuso per ferie“ – wegen Ferien geschlossen. Mittagspause ist von 13-16 Uhr, auch da braucht man sich in der Stadt eigentlich nicht aufzuhalten, es sei denn, man möchte wirklich nur einen Kaffee trinken, denn alles andere ist geschlossen.
Wenn man dann in die Stadt will, kann man diese bequem in 10-15 min mit dem Bus erreichen (3h-Ticket 80 Cent). Allerdings fahren die letzten Busse um 1 Uhr nachts. Da es aber in Brescia kaum Nachtleben gibt, ist das nicht weiter schlimm. Wir sind die Strecke auch einige Male zu Fuß gegangen, was zwar anstrengend, aber machbar ist.
Wenn man etwas unternehmen möchte, bietet es sich an, auf's „Castello“, eine kleine Festung über der Stadt, zu fahren. Dort finden jeden Donnerstag Studentenpartys mit Live-Musik und sonst auch andere Veranstaltungen wie z.B. Open-Air Kino statt. Es ist allerdings empfehlenswert, hierfür den kostenlosen Bus-Shuttle in Anspruch zu nehmen, da sich die stadteigene Drogenszene um den Fußweg nach oben herum abspielt... Ansonsten sind noch die „Seconda Classe“ und die Bars am Piazzale Arnaldo zu empfehlen. An solchen Orten ist dann auch das meiste Geld geblieben, da Unterkunft und Verpflegung frei waren.
In näherer Umgebung liegen der Garda- und der Iseosee, für's Wochenende sind Verona, Pisa, Florenz, Mailand und Venedig zu empfehlen. Zugfahren in Italien ist nicht sehr teuer, aber gerade zum Ausgehen (zahlreiche Diskotheken um den Gardasee) oder für Tagesausflüge ist ein Auto nicht zu verachten.

Auch wenn es sich auf weiten Strecken nicht so anhört, hat mir der Aufenthalt in Brescia sehr gefallen. Gerade die mangelnde Betreuung war Antrieb, sich selbst um vieles zu kümmern und sich in einem fremden Land mit einer fremden Sprache zurechtzufinden. Auch die viele Freizeit war letztenendes nicht zu verachten. Und ich glaube, die meisten von uns werden noch genug Überstunden in deutschen Krankenhäusern machen... Brescia ist bestimmt nicht die Stadt, in die ich im nächsten oder übernächsten Italienurlaub fahren möchte. Aber der Kontakt mit den Italienern und ihrer oft chaotischen, aber trotzdem sehr liebenswerten Art kann einem dabei helfen, nicht alles so verbissen zu sehen und über Schwierigkeiten auch mal mit einem Lächeln und einem „das regelt sich schon von alleine“ hinwegzugehen.
Die Betreuung kann im nächsten Jahr natürlich schon wieder ganz anders aussehen, ich denke, daß das hauptsächlich ein persönliches Problem der diesjährigen Organisatoren war.
Auch die anderen Studenten kennenzulernen und mich mit ihnen und ihrer Kultur auseinanderzusetzen war eine wertvolle Erfahrung und Bereicherung, die ich nicht missen möchte. Ich kann also eine Auslandsfamulatur wirklich jedem nur empfehlen!

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Autor(in): Yvonne Winkler (ywinkler@directbox.com)
  
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Universität Brescia
  
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 5. Erfahrungen zur Doktorarbeit

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Die Wirrungen zweier Buchstaben und eines Punktes

Der weiße Kittel vermittelt ein seltsames Gefühl, als ich mit schnellem Schritt die Notaufnahme passiere, um den Windzug meines Vorgängers nicht abreißen zu lassen. Selten fühlte ich mich aktiv so verstellt. Überall auf der T/N finden sich farbige Monitore, kaleidoskopartige Diagramme und piepende Gesänge, in welche alle Maschinen einzustimmen versuchen. Ein zirkusartiges Bild der Farben und Töne, die den Laien bezirzen und den Fachmann erstaunen.

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Die Möglichkeiten sind vielseitig und ein jedes ungewohntes Geräusch kann ein Gefühl der Angst heraufbeschwören. Wir warten. Für die Vorstellung des neuen Doktoranden ist die Anwesenheit des Oberarztes essentiell. Während wir warten unterhält sich mein Betreuer mit den Schwestern und Ärzten der Station, die ihn alle kennen und einen Spagat zwischen Smalltalk und Pflichterfüllung versuchen. Ich stehe sichtlich ignoriert, durch die scheinbare Unsicherheit und Komplexität der Situation, da, um mit einem freundlichen Gesicht aller Welt zu suggerieren, wie löblich meine Absichten sind.

Man steht an der Schwelle der mentalen Versuchung alles aufzugeben, um von diesen Menschen, die man zum ersten Mal sieht, akzeptiert zu werden. Die Gespräche ziehen sich, mein Lächeln friert ein. Der Oberarzt erscheint. Es ist ruhig geworden und ich habe den Eindruck, als spiegelten sich meine just erlebten Gedanken in den Gesichtern der anderen wider.
„Ach so, dass ist Herr , äh.....Herr....., ja richtig. Er ist unser neuer Doktorand und ich hoffe, sie werden ihn gut unterstützen.“ Ich nicke kurz und lächle sanft. Die Visite beginnt und die Routine hat auf der Station wieder ihren Platz gefunden. Bei mir hält sie sich noch etwas bedeckt. Mein Blick schweift über die Station und ich überlege, ob ich nicht noch irgendetwas Sinnvolles tun kann. Es fällt mir dabei auf, wie schwer es ist, auf einer fremden Krankenhausstation etwas Nützliches zu tun und nicht im Wege zu stehen. Ein schier aussichtsloses Unterfangen, wie mir während der Zeit auffällt, in der ich auf meinen Betreuer warte.

Nach einer Weile kommt er wieder zu mir, um mir das Labor zu zeigen. Wir hetzen und ich glaube, dass wir versuchen, die soeben verlorene Zeit aufzuholen. Im Labor angekommen werde ich in die Obhut eines erfahreneren Doktoranden übergeben. Dieser präsentiert die weiten Räumlichkeiten, mit allen ihren Geräten. Ich versuche mir alles zu merken, alle Einzelheiten, die so flüchtig meinen Geist streifen. Oft werde ich mich wohl verfluchen, wenn ich vergessen habe, wo etwas zu beschaffen ist, wo ich hingehen soll oder an wen ich mich wenden darf. So manches Mal werde ich unfreundlich angefahren von resignierten Verwaltungsbeamten, Handwerkern oder Assistenten, um mich dann darüber zu freuen, wenn einer von ihnen einmal nett zu mir sein wird. Ich werde dieses Verhalten nicht persönlich nehmen. Es ist wohl eher das Resultat aus dem Stress und der Unsicherheit vieler Menschen, welche den Weg für einen latenten Egoismus ebnen.

Mein Doktorandenkollege ist nett und ich fühle mich erst einmal wieder normal. Nachdem ich die Einführung in die Laborarbeit so einigermaßen behalten habe, gehe ich wieder in das Büro/Labor meines Betreuers. Natürlich weiß ich jetzt noch nicht, dass ich bei meinen ersten praktischen Versuchen niemand an der Hand haben werde, der mir hilft.
In einem gelassenen Schritt schreite ich über die Klinikflure. In mir regt sich ein Gefühl von Stolz und Ehrfurcht. Die Schilder auf den Türen weisen diesen Bereich, in dem ich arbeite, als Sicherheitsbereich aus. Unbefugten ist das Betreten verboten. Auch wenn mir nicht ganz klar ist, ob diese Schilder schon jemals irgendjemanden davon abgehalten haben, diese Türen zu öffnen, wird mir doch bewusst, dass ich meine ersten wissenschaftlichen Schritte in meinem Leben unternehme. Ich genieße diesen Augenblick und spüre, wie in mir die Motivation hochsteigt. Im Büro angekommen ordne ich sogleich meine wenigen Sachen. Hefte sie ab und bereite alles vor.
Nun heißt es warten. Der Pieper, den ich vor gut zwei Wochen hätte bekommen sollen, ist natürlich noch immer nicht da. Wir versuchen diese Zeit mit einer Telefonbereitschaft zu überbrücken und ich ahne bereits, dass dieser Zustand wohl länger andauern wird, als mir lieb ist.
Derweilen mache ich mich daran, meinen Vortrag auszuarbeiten, den ich in der nächsten Woche vortragen soll. Es ist das grundlegendste Hintergrundwissen zu meiner Promotion.

Die Suche nach neuen Papers in unserer Bibliothek zieht sich hin und ich merke kaum, wie die Zeit verstreicht. Natürlich sind die Texte alle auf Englisch und ich habe allerhand Befürchtungen im Bezug auf das, was mich hier noch erwartet. Endlich habe ich genug Material gefunden, welches auch in unserer Bibliothek auffindbar ist. Es überrascht mich beim Lesen, dass ich die Texte so gut verstehe. Natürlich schlage ich einiges nach, doch kann man mit einem normalen Englisch und der ähnlichen medizinischen Terminologie alles verstehen. Diese Texte besitzen eine ganz eigenartige Anziehungskraft. Es ist, als ließe ich mich gerade in eine Gletscherspalte herab, in der ich anfänglich beginne zu frieren. Stück für Stück lasse ich mich dann im Laufe der Zeit tiefer herab und irgendwann ist man so weit unten, dass das Frösteln von ganz allein aufhört. Man glaubt sogar zu spüren, wie es in der Tiefe immer wärmer wird.
Ich stecke gern viel Arbeit rein und trage in unserer kleinen Doktorrandenrunde meine Ergebnisse vor. Zwar kann ich einige Fragen meines Doktorvaters aufgrund mangelnder Angaben in den Papers nicht beantworten, doch lief es im Ganzen recht gut. Nächste Woche ist ein Anderer dran.
Meine Motivation entwickelt sich zwischenzeitlich wellenförmig, da sich der Beginn meiner Arbeit sehr schleppend darstellt.

   
Autor(in): Jens Schaumberg (schaami@zim.goe.net)
  
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 6. Zwischen den Zeilen "Praktische Homöopathie"

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Titel: Praktische Homöopathie in der Kinderheilkunde
Autor(en): Norbert Enders
Verlag: Haug Verlag
ISBN: 3830471424
Preis: Euro 54,95
Medizinlehrbuch

Weit verbreitet ist sie noch nicht, die Homöopathie, doch sie hält immer mehr Einzug in die heutige Praxis. Das geht nicht immer von den Ärzten aus, die sich für diese Richtung interessieren, sondern wird immer mehr auch von den Patienten gefordert. Speziell Mütter, die ihren Kindern manche Medizin ersparen wollen, sind positiv auf dieses Fach zu sprechen.

Das vorliegende Buch aus dem Haug Verlag dient aber nicht nur dem Fachmann ale ideales Nachschlagewerk in der täglichen Praxis, sondern ist durch seinen einfachen Aufbau auch dem "Laienpublikum" verständlich. Denn hier wird nicht nur von der Appendizitis geredet, sondern auch von der im Kindesalter relativ häufig auftretenden Blinddarmentzündung. Der Autor beschränkt sich bei den meisten Erkrankungen auf den Namen, einige werden aber auch in Symptomen mit ein paar einleitenden Worten erklärt. Schon kurz nach der jeweiligen Erkrankungsüberschrift folgen die Arzneimittel. Diese sind nicht nach Ursachen der Erkrankung geordet. Das richtige Mittel findet man, wenn man die drei Fragen: wo?wie?wann? beantwortet. So ist dieses Buch auch ideal zu Hause zu gebrauchen, denn um das richtige Mittel herauszufinden muss man kein Mediziner sein und die großen Instrumente beanspruchen, sondern kann mit einem Blick auf Ort, Empfinden und Beginn der Erkrankung die richtige Wahl treffen. Entscheidungshilfen sind zudem noch Auswahlkriterien zum äußeren Erscheinungsbild des Kindes oder zu seiner Psyche. Bei jedem Mittel findet man eine Dosierungsangabe.

Für den schnellen Überblick ist das Buch in drei Hauptteile geteilt: Als erstes findet man dort die Notfälle, wie Atemnot, Unfälle, akutes Abdomen usw. Im zweiten, allgemeinen Teil geht es um das äußere Erscheinungsbild, die Neugeborenen- und Wachstumsphase, um die Infektionen und Kinderkrankheiten. Im dritten, speziellen Teil werden die einzelnen Organsysteme aufgereiht, die Augen, das HNO Gebiet, der Verdauungstrakt usw.
Eingeleitet wird das Buch mit erklärenden Worten zur Homöopathie ansich und ihren Grundsätzen, welche Punkte man beachten sollte in puncto Aufbewahrung und Einnahme und wie man am besten mit dem Buch arbeitet. Am Ende des Buches finden sich verschiedene Listen, so z.B. die Gegenüberstellung von Arzneimitteln und Handelsname, einige Worte über den Autor, eine Bücherliste für Interessierte mit weiterer Literatur zum Thema Homöopathie und natürlich ein Register.

Als Fazit muss ich sagen, dass ich von dem Buch angenehm überrascht bin. Ich hatte nicht gedacht, ein so präzise auf den Punkt gebrachtes Nachschlagewerk zu erhalten, in dem man schnell ein Präparat finden kann. Ca. 55 Euro würde ich als Student nicht dafür ausgeben, da ich noch keine Kinder habe; mit Kindern oder als Nachschlagewerk in einer Praxis geht der Preis für diesen ständigen Begleiter aber auf jeden Fall in Ordnung.

   
Autor(in): Marlies Lehmkuhl (marlies.lehmkuhl@medi-learn.net)
  
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 7. Skizzen aus der Reha-Klinik: Ein Famulaturtagebuch (2)

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Montag, 9. September - Tagesabschluss
Jetzt bin ich in meinem Zimmer, auf dem ich jetzt plötzlich noch einen Kühlschrank und einen tragbaren CD-Player vorgefunden habe. Was für ein Service, das gibt´s echt nicht! Ich glaube, ausser mir hat noch nie ein Famulant umsonst in einem Wellnesshotel gewohnt! Sauna, Moorbad, Massage etc. inklusive. Mein erster Arbeitstag ist zu Ende, und ich habe ziemlich viel in mein schlaues Buch hineingeschrieben, was ich jetzt erst mal ausarbeiten werde. Mir scheint, in der Orthopädie gibt es Tausende von Untersuchungstechniken, die muss ich jetzt erst mal ausklamüstern.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

Es ist jetzt knapp 18 Uhr, und ich überlege, was ich jetzt noch machen will. Ich fühle mich etwas müde, Laufen gehen will ich morgen früh vor der Arbeit, die ja immer erst um 8.05 h anfängt. Das reicht ja dicke, wenn ich abends früh ins Bett gehe. Vielleicht gehe ich heute abend noch etwas in den Park und filme ein bisschen. Der Park ist echt schön, ich wundere mich, warum ich da früher nie war. Gerade ist ein Kurkonzert zu Ende gegangen. Ei gudd dann, bis morje.

Dienstag, 10. September -  Ich stehe viel und trinke wenig
Gestern abend bin ich mir noch eine Laufstrecke suchen gegangen. Direkt hinter dem Teich beginnen die Wanderwege, die durch einen Waldpark führen. Da gibt es dann verschiedene Themenwälder, wie China/Himalaja oder Südeuropa oder Nordamerika. Ich habe eine schöne Strecke gefunden, allerdings mit einer ziemlichen Steigung von ca. 30 Grad, die ich aber heute morgen dann gelaufen bin. Ich bin um halb sieben aufgestanden und direkt los. (Fast) kein Mensch weit und breit, es war wunderschön und kühl draußen. Anschließend noch 2 Runden durch den Park und dann schnell wieder ins Zimmer. Zum Frühstücken hatte ich dann keine Zeit mehr, das habe ich dann ersatzlos gestrichen, damit ich nicht zu spät zur Morgenbesprechung kam. Was für ein Glück, dass ich morgens laufen war, denn 2 Stunden später hat es angefangen, wie blöd zu regnen, und das hat den ganzen Tag über angehalten. Auch jetzt um halb acht regnet es immer noch. Typisch Lipperland eben. Müsste ich ja eigentlich noch von früher wissen. 
Bei der Besprechung ist heute noch OA Raber dazugestoßen. Anschließend bin ich mit Meier und Martin zur Oberarztvisite gegangen und habe wieder jede Menge in mein schlaues Buch geschrieben. Orthopädie gefällt mir echt gut. Es ist etwas ganz anderes, das alles aus ärztlicher Perspektive zu sehen, wenn man mal die pflegerischen Belange außer Acht lässt. Als Schwester denkt man bei orthopädischer Rehabilitation nur daran, dass Patienten mit Hüft-TEP´s einer Menge Pflege bedürfen und wie viel Arbeit man mit denen hat. Als Arzt kann man sich einfach mal nur um die Krankheit kümmern, und hier hat man echt Zeit dafür. Meier nimmt sich für einen Patienten mindestens eine Viertelstunde Zeit und untersucht ziemlich genau, also komplett nach Schema, komplette Funktionsprüfung, kompletten Reflexstatus und akupunktiert auch nach Yamamoto. Der Sekundenerfolg ist erstaunlich, ich kann mir das fast nicht vorstellen. Aber es gibt Patienten, bei denen Blockaden direkt nach der Akupunktur weg sind. Wirklich toll. Hält aber auch nicht so lange an. 
Visite war dann bis ca. 12 Uhr. Ich hatte ziemliche Kreuzschmerzen heute morgen, und das lange Stehen war nicht sehr angenehm. Ich habe dann auch endlich mal was getrunken (ich habe heute mal ausgerechnet: ich habe ungefähr einen halben Liter Wasser getrunken und drei Tassen Kaffee. Toll.). Irgendwie habe ich kaum Gelegenheit, was zu trinken. Wenn ich Durst habe, ist dann gerade nichts da. Vielleicht sollte ich mich mal mehr in mein Arztzimmer zurückziehen, bzw. dort mal was hinstellen. Aber Meier hat so dermaßen süßen Früchtetee, dass man Angst haben muss, man kommt in den hyperglykämischen Schock. (Es hat sich später aber herausgestellt, dass es sich um Süßstoff handelt). Meier hat mir heute seinen Herold von 2001 geschenkt!!! Danke sehr! Ich glaube, richtig leiden kann er mich nicht, weil ich irgendwie nicht so duckmäuserisch bin. Kann aber auch sein, dass ich mich irre. Ich finde ihn aber auch ein bisschen komisch, wenn ich ihn rein äußerlich beschreiben müsste, fiele mir spontan ein: eine Mischung zwischen Bruce Willis und Phil Collins. Und den Mund kriegt er auch nie richtig auf. Also auf den ersten Blick nicht gerade sehr sympathisch.Beim Mittagessen hat dann Raber herausgelassen, dass er auch mal in Homburg studiert hat, und zwar sechs Semester. Ein dankbares Thema, das mich sehr gefreut hat und bei dem ich mitreden konnte. Raber kannte sogar noch meinen Anatomie-Professor. 
Nach dem Mittagessen war ich bei einer Abschlussuntersuchung von Meier dabei und habe einen Knieerguss palpieren können/dürfen. Meier zeigt nur, und machen tu ich nichts, aber darüber bin ich eigentlich ganz froh, denn ich kann ja auch noch nichts. Anschließend musste er noch Briefe diktieren und schickte mich dann zu Lydia Karpov. Lydia ist eine (ich glaub russische...der Schrift und der Sprache nach) gelernte Unfallchirurgin, die ziemlich viel erklärt, aber ganz anders als Meier untersucht, z.B. gar keinen Reflexstatus macht. Bei ihr hat es mir echt gut gefallen. Morgen und übermorgen ist Meier bei einem Führungskräftetraining, da werde ich wohl erst beim Chef mit Visite machen und dann zu Lydia gehen. Ich habe heute zum ersten Mal eine Rektusdiastase getastet. Bei Lydia bin ich um zehn nach fünf raus mit Exsikkose und ziemlichen Kopfschmerzen... Dann hab ich mich schnell umgezogen und wollte noch zum Aldi ein paar Bonbons kaufen gehen, damit ich wenigstens mal irgendwie tagsüber den Mund befeuchten kann. Auf dem Weg von der Cafeteria zum Ausgang an der Rezeption ist mir dann ein Patient begegnet: „Frau Doktor, ich habe ein Problem mit dem Telefon“. Frau Doktor... irgendwie fühlt es sich ungewohnt an. Von den Ärzten werde ich immer als Kollegin vorgestellt, und die Leute denken dann alle, ich wäre Ärztin. Ermutigend und beängstigend zugleich.
Ich bin dann in den Nachbarort in den Aldi gefahren und hab mir zwei Päckchen Kaugummi gekauft. Selten in letzter Zeit habe ich so wenig Geld ausgegeben wie in den letzten beiden Tagen. Auf dem Rückweg bin ich dann in die Cafeteria zum Abendbrot (so heißt das hier). Fand ich nett, dass sich Martin zu mir gesellte, der heute Nacht Dienst hat. (Diensthabende Ärzte arbeiten übrigens hier in der Klinik den nächsten Tag ihr komplettes Programm. Es ist angeblich zu vertreten, da man nachts nicht oft raus muß.) 
Jetzt ist es halb neun abends und ich bin schon wieder fix und foxi. Ich werde mir jetzt noch die Extremitätenanatomie anschauen, damit ich morgen im Falle eines Falles Bescheid weiß und mich nicht mehr blamiere. (heute: Chef: „Welcher Muskel setzt am Ramus ossis pubis an?“ Ich: „Öhm............“), dann werd ich noch einen Blick in meine heutigen Aufzeichnungen werfen und dann geh ich ins Bett.


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 8. Gelauscht: Was ist los im Forum?

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Mit mehr als 500 Beiträgen in der Woche findet man in den Medi-Foren zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In der neuen Rubrik "Gelauscht" wollen wir Euch in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findet Ihr das ein oder andere Thema, das Euch auch interessiert - ein Klick und Ihr seid mit dabei:

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 9. Medi-Jobbörse: Der Jobticker

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 10. Gestöbert

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Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonennten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: 'Aller Anfang ist aufregend - Eindrücke und Tipps für Erstis' von Jan Hirche

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 11. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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