19.12.2003

Ausgabe 198/03

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Medi -Learn

Die Onlinezeitung von Medi-Learn.net
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Die Tatsache, dass eine Meinung weithin geteilt wird,
ist noch lange kein Beweis dafür, dass sie nicht absolut absurd ist.
(Bertrand Russell - englischer Philosoph)


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 Editorial
  

Hallo,
Vitamin C sollte man in der erkältungsreichen Jahreszeit - wie in Form der Orangen auf dem Bild nebenan - reichlich zu sich nehmen, denn wie Ihr dem Weblog entnehmen könnt, mehren sich die Anzeichen, dass Influenza sich auch über Deutschland ausbreiten könnte. Risikopersonen wird vom Robert-Koch-Institut eine Impfung empfohlen. Der Stich der Impfnadel ist also als sinnvolle prophylaktische Maßnahme für Gefährdete anzusehen. Die Stichtagsregelung zur AiP-Regelung - um zu einem ebenfalls hochaktuellen Thema überzuleiten - empfinden die Medizinstudenten im Hartmannbund als nicht hinnehmbar und haben eine Aktion 'AiP ohne mich' ins Leben gerufen, über die Ihr mehr in der heutigen Ausgabe erfahren könnt.

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Weiterhin sind im heutigen Newsletter der zweite Teil der Auslandsberichte über die Famulatur in Bern und das Krankenpflegepraktikum in den USA enthalten. Und in der Rubrik "Linktipps" ist dieses Mal u.a. ein EKG-Trainer verborgen. Trainieren von Wissen und Lernen medizinischer Inhalte wird zusehends auch durch Lernprogramme auf CD-ROM möglich, von denen wir Euch unter dem Motto "Chirurgie goes multimedia" eine interaktive Ergänzung zum Lehrbuch vorstellen möchten.

Bis zur nächsten Woche,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion Medi-Learn.net

PS: Umfangreiche Länderinfos zur Vorbereitung von Auslandsaufenthalten findet Ihr im Länderinformationsservice der Deutschen Ärzte-Versicherung - hier klicken für mehr Infos

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Up-to-date: Vorlernen und Pathobücher
2.Aktuelles aus dem Weblog: Alzheimer am Theater
3.Famulatur in Bern (2)
  
4.Lachen ist gesund - Witz der Woche
5.'AiP ohne mich' - Hartmannbund-Aktion
6.Gestöbert im Archiv der Onlinezeitung
  
7.Zwischen den Zeilen: Chirurgie goes Multimedia
8.Geschickt geklickt - 5 neue Linktippps
9.Krankenpflege in den USA (2)
  
10.Impressum, Abofunktion, Mitarbeit
    
PDF

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Für den Fall, dass die Onlinezeitung in eurer Email nicht richtig angezeigt wird, findet ihr noch einmal komplett Online unter
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 1. Up-to-date

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Die Umfrage: Welches Pathologie-Buch braucht man?
http://www.medi-foren.de/showthread.php?threadid=9870
  
Das Thema: Medizinstudium vorbereiten?
Direktlink zum Thema im Forum
  

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 2. Weblog: Immer auf dem aktuellsten Stand

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  Erste AIDS-Professur in Deutschland in Frankfurt (18.12.2003 - 10:54)
   Den Ruf für die C3 Professur ‚Klinik und Therapie der HIV-Infektion’ erhielt der Frankfurter Infektionsmediziner Schlomo Staszewski, der die Leitung des HIV-Schwerpunktes übernommen hat. „Die Professur soll nicht nur dazu beitragen, dass werdende Mediziner in der Behandlung der Erkrankung unterrichtet werden, sie soll auch Impulse für die weitere Erforschung der Therapie und ihrer Komplikationen geben“, erklärt Professor Dr. Roland Kaufmann, Ärztlicher Direktor des Klinikums der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. [mehr Infos] (Jens)
  Theaterstück über Alzheimer in Würzburg (18.12.2003 - 10:45)
   Ein Tipp für alle Theaterfans: "Die Akte der Auguste D." ist ein Theaterstück, in dessen Zentrum der M. Alzheimer steht. Verfasst wurde das Stück vom Direktor der Klinik für Psychiatrie der J.W. Goethe-Universität Frankfurt, Prof. Dr. med. Konrad Maurer und seiner Frau Ulrike. Der Theatertext basiert auf den authentischen Dialogen zwischen Alzheimer und seiner Patientin Auguste Deter und bindet sie in die Kontroversen der Psychiatrie jener Zeit ein. Das Stück wird im Bockshorn-Theater, Würzburg aufgeführt.Auch im Januar finden noch Vorstellungen statt. [mehr Infos] (Jens)
  'Spürratten' testen auf Tuberkulose (18.12.2003 - 10:05)
   Eine interessante Meldung von pte: in Afrika werden Ratten von einem Forscherteam rund um die Firma Apopo darauf trainiert, Tuberkulose-Proben von Menschen am typischen Geruch auf Vorhandensein der Erreger zu testen. 

Bei gleichnamiger Firma konditionierte man Ratten bereits als 'Spürtiere' für die Landminen-Bekämpfung. Der Weg, am 'Teergeruch' von positiven Tuberkulose-Proben mittels feiner Rattennasen Diagnostik zu betreiben, stellt eine pfiffige Variante dieses Ansatzes dar.  Gemäß eines Artikels des Newscientist erkannten einzelne Ratten 77 % von insgesamt 10.000 infizierten Speichelproben richtig und die Forscher erhoffen sich, durch die Teamarbeit mehrerer Ratten an einzelnen Proben ein Verbesserung dieses Ergebnisses zu erzielen.
[mehr Infos] (Jens)
  Krebsdiagnose mit Mini-Spiegeln unter der Haut (16.12.2003 - 16:55)
   Am Forschungszentrum Jülich wird seit etwa zehn Jahren an Spiegeln aus porösem Silizium gearbeitet. Die australische Firma Sivida forscht an einer Diagnosetechnologie, bei der biologisch abbaubare Mini-Spiegel unter die Haut des Patienten gesetzt werden sollen. Sie will die porösen Siliziumspiegel so weiterentwickeln, dass sie ihre Reflexionseigenschaften bei der Anlagerung von Tumormarkern ändern. Ein Arzt würde dann mit einem handlichen Gerät einen Laserstrahl durch die Haut des Patienten schicken. Sind Tumormarker vorhanden, reflektiert der Spiegel das Licht anders als ohne Tumormarker. [mehr Infos] (Jens)
  Bittere Pille Gesundheitsreform (16.12.2003 - 16:45)
   Ab 1. Januar 2004 werden verschreibungspflichtige, preiswerte Medikamente so teuer, dass die Versicherten immer die neue Mindestzuzahlung von fünf Euro bezahlen müssen. So steigt der Preis bspw. für ein Rheumamittel von heute 2,18 Euro auf 10,73 Euro. Dies berichtete das ARD-Wirtschaftsmagazin "plusminus" am 16.12. 2003, 21.55 Uhr - ARD. Damit werden die Krankenkassen ausgerechnet in dem Marktsegment belastet, in dem Arzneimittelexperten bisher große Einsparpotentiale sahen. Und auch Patienten dürften sich darüber wundern, was dort als Reform verkauft wird. [mehr Infos] (Jens)
  Vorsicht: Grippewelle möglich (15.12.2003 - 18:20)
   Presseberichten zufolge könnte auch Deutschland in den kommenden Wochen ein Grippewelle drohen, von der wie immer chronisch Kranke, Kinder und Ältere mit herabgesetztem Immunsystem betroffen sein könnten. Zwar ist bislang noch nicht von einer neuen Epidemie zu sprechen, dennoch sind die Meldungen der  Arbeitsgemeinschaft Influenza wie auch das Robert-Koch-Institut ernst zu nehmen.

Den Hinweisen des Robert-Koch-Institutes entnimmt man folgende Einschätzung:
'Influenzaviren werden sporadisch nachgewiesen, allerdings mit zunehmender Tendenz. Es könnte sein, dass die Influenzawelle in den nächsten Wochen, also früher als in den vergangenen Jahren, beginnt. Eine Influenza-Impfung ist aber auch jetzt noch möglich und sollte unbedingt bei noch nicht geschützten Risikopersonen rasch durchgeführt werden.'

'Die Aktivität der akuten respiratorischen Erkrankungen (ARE) ist weiterhin auf einem für die Jahreszeit üblichen Niveau.', kann man
der Webseite der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) entnehmen. Doch die hier verfügbare Deutschlandkarte lässt bereits - z.B. in der Region Osnabrück - einige Regionen erkennen, in denen mit einem vermehrten Ausbruch der Virusgrippe gerechnet werden könnte. [mehr Infos] (Jens)
  Bücher: Sonderangebote und Schnäppchen (15.12.2003 - 14:40)
   Bei Lehmanns geht der Schotte um: Wir haben einmal diverse Sonderangebote herausgesucht. Lehmanns bietet renommierte Fachbücher zu sehr günstigen Konditionen und incl. versandkostenfreiem Versand bequem vor die Haustür an. Da des Studenten Geldbeutel im Gegensatz zu Knecht Rupprecht´s Geschenktüten meist eher knapp gefüllt ist, kann man hier den ein oder anderen € sparen. Ideale Zeiten für Leute mit schottischer Veranlagung.... [mehr Infos] (Jens)

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 3. Famulatur in Bern - Teil 2

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Im Nachhinein war das eine wirklich gute Entscheidung, denn dort konnte ich mein Wissen aus der Vorklinik mehr zur Anwendung bringen als auf der Kardiologie, denn dort bestand das Problem, dass ich durch fehlende Kurse in der Pharmakologie, die ich erst im 6. Semester hören werde, vielen Problemsstellungen und Diagnosen bei Patienten, die mit übermäßig vielen Arzneimitteln versorgt wurden, nicht gut folgen konnte.

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Manchmal war leider keine Zeit dafür vorhanden, nochmals genauer nachzufragen. Natürlich wiederholten sich auf der Kardiologie die Medikamente sehr häufig, so dass ich mir nach einer gewissen Zeit einen guten Einblick verschaffen konnte, doch es gab auch immer wieder Situationen, wo selbst die Ärzte in einem großen Kompendium die Arzneimittel nachschlagen mussten. Im Operationssaal durfte ich mit den Chirurgen in steriler Kleidung direkt am Patienten stehen, ihnen beim Nähen und Blutstillen und natürlich beim Hakenhalten helfen.

Für mich war das besonders aufregend, da ich noch nie vorher direkt im sterilen Bereich mitwirken durfte. Nach mehrstündigem Stehen ist auch mir am ersten Tag im OP der gefürchtete Kollaps am Operationstisch passiert, auf einmal war ich bewusstlos, musste beatmet werden und kam erst nach zehn Minuten wieder zu Bewusstsein. Seit dem trug ich immer mindestens zwei Tafeln Schokolade mit mir, um dem rechtzeitig vorzubeugen, falls die Zeit für ein Mittagessen nicht ausreichen sollte. Da mir der Anblick von großen blutenden Wunden schon geläufig war, durfte ich auch weiterhin im OP mithelfen. Dieser Vorfall hat sich dann auch zum Glück nicht mehr wiederholt.
Jede einzelne Operation, an der ich teilnehmen durfte, war überaus spannend und immer abwechslungsreich: Besonders häufig wurden Krebspatienten operiert, die keine sichtbaren Narben ihrem Körper zufügen wollten. Eine Patientin mit Brustkrebs erhielt eine brusterhaltende Operation, die durchaus kompliziert war, da man versuchte die Brustwarzen zu schonen und gleichzeitig noch darauf zu achten, dass beidseits die Größe nicht verändert wurde. Das dauerte ungefähr drei Stunden und erforderte eine unglaubliche Präzisionsarbeit.
Bei einem Brandopfer, das unter schweren Hautveränderungen zu leiden hatte, wendete man eine ganz spezielle Therapie an: Zuerst wurden unter den Hautstellen, die noch intakt waren, kleine aufblasbare Täschchen eingepflanzt; bei dieser Patientin waren es zwei an den Armen und zwei an den Beinen. Dann wird täglich eine Kochsalzlösung durch die Haut hindurch in diese Täschchen eingespritzt, damit sich die Haut dehnt und wächst. Sobald sich genug neue Haut gebildet hat, muss erneut operiert werden, um die geschädigte Haut zu entfernen und gegebenenfalls neue Hautareale aufzudehnen. Bis tatsächlich der größte Teil der deformierten Haut entfernt ist, wird es sicherlich sehr lange dauern, aber es ist ein sehr effektiver Weg, Brandopfern zu helfen.

Es ist so interessant zu sehen, was in der Medizin für Möglichkeiten entdeckt wurden, den nicht nur durch eine Krankheit betroffenen sondern auch den „psychologisch betroffenen“ Menschen zu helfen. Die plastische Chirurgie wurde mir in dieser Zeit auf besonders interessantem und aufregendem Wege gegenwärtig.
Die Ergebnisse einer Behandlung in der plastischen Chirurgie sind direkt, offenkundig und sofort wirksam im Patienten. Auch postoperative Besuche bei Patienten bewiesen ihre Zufriedenheit und ihre Erleichterung jemanden gefunden zu haben, der wirklich helfen kann.
Obwohl ich noch nicht mit meinem klinischen Studium begonnen habe und somit noch nicht viele Vorkenntnisse mit in die Famulatur bringen konnte, war es für mich sicherlich eine große Bereicherung, denn im Krankenhaus lernt man die Medizin auf einem ganz anderen manchmal effizienteren Wege als im Hörsaal. Das „Selbst-Aktiv-Werden“ fordert definitiv mehr, als wenn man den ganzen Tag in einem Seminarraum sitzt. Außerdem finde ich es sehr wichtig, schon früh den Patientenkontakt „einzuüben“.

Schon jetzt nach wenigen Wochen im neuen Semester kann ich vieles, das ich in meiner Famulatur gelernt habe, anwenden und noch besser verstehen.
Durchaus bin ich auch positiv überrascht gewesen, in Bern eine so große kulturelle Vielfalt zu erleben. Die Ärzte sprechen nicht weniger als drei Sprachen, die Patienten kamen sogar aus der ganzen Welt, was die Atmosphäre im gesamten Krankenhaus und die gegenseitige Einstellung der Menschen sehr positiv beeinflusste.
Es besteht auch die Möglichkeit direkt auf dem Campusgelände zu wohnen für 400 Franken im Monat.
Diese Famulatur war sowohl eine medizinische als auch menschliche wertvolle Erfahrung für mich und ich hoffe, dass alle weiteren Famulaturen genauso lehr- und erfolgreich werden.



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Die Deutsche Ärzte-Versicherung bietet im Sponsored Room bei Medi-Learn.net einen kostenlosen Länderinformationsservice an. Ihr könnt dort Material zur Vorbereitung Eures Auslandsaufenthaltes kostenlos per Post anfordern; u.a. ist dort auch die Schweiz (passend zum Bericht) enthalten [zum Länderinfo-Service].

   
Autor(in): Alicja Zybowski (alicja.z@web.de)
  
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Die Insel
  
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 4. Lachen ist gesund - Witz der Woche

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Ein guter Anästhesist, ein schlechter Anästhesist, ein Internist und ein Radiologe sitzen um einen Tisch, auf dem 50.000€ liegen. Wer bekommt das Geld? Der schlechte Anästhesist! Gute Anästhesisten gibt's nicht, der Internist hat keine Ahnung, worum es eigentlich geht und der Radiologe macht für 50.000 keinen Finger krumm...

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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Medi-Lachparade in den Foren
  
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 5. 'AiP - ohne mich' - Große Hartmannbund-Aktion

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'AiP - ohne mich' - unter diesem Motto laufen derzeit die Aktionen des Hartmannbundes (HB) gegen die geplante Stichtagsregelung bei der AiP-Abschaffung. Das Bundesministerium für Gesundheit und Soziales (BMGS) hat eine Gesetzesänderung entworfen, nach dem der Arzt im Praktikum ab dem 1. Oktober 2004 der Vergangenheit angehören wird.

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Diese Gesetzesänderung beinhaltet aber leider eine Stichtagsregelung, die für die jetzigen Studenten im PJ und AiPler eine nicht hinnehmbare Ungleichbehandlung bedeutet. Medizinstudenten, die bis zum 30. September 2004 ihr drittes Staatsexamen ablegen, müssen noch die vollen 18 Monate AiP ableisten. Studenten, die ab dem 1. Oktober 2004 ihr drittes Staatsexamen ablegen, fallen schon unter die Gesetzesänderung und werden als Assistenzarzt – mit voller Bezahlung und mit dessen Rechten und Pflichten – in ihr Berufsleben starten.

Der Arbeitskreis IV „Ausbildung und Weiterbildung“ und der Ausschuss Medizinstudenten im Hartmannbund lehnen diese Stichtagsregelung vehement ab und veranstalten deshalb mehrere Protestaktionen dagegen.

Seid Ihr selbst auch von der Regelung betroffen? Dann schaut auf unsere Homepage http://www.studenten.hartmannbund.de . Dort findet Ihr einen Musterbrief, den Ihr Eurem Bundestagsabgeordneten jetzt vor der ersten Lesung des geplanten Gesetzes im Bundestag schicken solltet. Mit dieser Aktion müsst Ihr Euren Volksvertreter auf Eure Situation aufmerksam machen und somit beeinflussen für die AiP-Abschaffung, aber gegen die Stichtagsregelung zu votieren. Klaus-Peter Schaps, Vorsitzender des Arbeitskreises „Ausbildung und Weiterbildung“ im Hartmannbund: „Nur mit Druck auf die Mitglieder des Bundestages können wir erreichen, dass das AiP auch ohne Stichtagsregelung abgeschafft wird!“

Und so wird der Hartmannbund dann auch schließlich vor der dritten Lesung in Berlin noch einmal auf die Straße ziehen, um gegen die ungerechte Stichtagsregelung zu protestieren. Noch steht das genaue Sitzungsdatum im Bundestag für dieses Gesetz leider nicht fest, aber das findet Ihr dann auch rechtzeitig auf unserer Homepage. Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele von Euch mit nach Berlin kommen würden, um Flagge zu zeigen.

Zum Anstecken an die PJ-Kittel stellt der Hartmannbund zur Zeit Buttons mit der Aufschrift „AiP – ohne mich“ kostenlos zu Verfügung. Diese könnt Ihr über die Bundesgeschäftsstelle des Verbandes in Berlin (Schützenstraße 6a, 10117 Berlin, Tel.: (030) 206 208 - 0, Email: cf@hartmannbund.de) gegen Einsendung eines frankierten und adressierten Rückumschlages bestellen. Bei reißendem Absatz wurden bereits 10.000 Buttons versendet und mussten jetzt in zweiter Auflage gedruckt werden – vielen Dank für Eure Unterstützung.

Weitere aktuelle Informationen zu diesem Thema mit umfassenden Stellungnahmen, einem Zeitplan der geplanten Hartmannbund-Aktíonen, sowie dem Stand des Gesetzgebungsverfahrens der „AiP-Abschaffung“ findet Ihr auch unter http://www.studenten.hartmannbund.de in der Rubrik „AiP-ohne-mich“!

   
Autor(in): Dr. med. Klaus-Peter W. Schaps (KPSchaps@aol.com)
  
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Studenten im Hartmannbund
  
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 6. Gestöbert

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Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonennten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: 'Anamnesegruppen' von Christian Weier

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 7. Zwischen den Zeilen "Chirurgie goes Multimedia"

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Titel: examax Chirurgie
Autor(en): Bumm, Siewert
Verlag: Springer Verlag
ISBN: 3540148817
Preis: 14,95
Medizinlehrbuch

Die examax Chirurgie-Lern-CD als Ergänzung zur 7. Auflage des Lehrbuches Siewert Chirurgie. Ich habe die CD heute gleich mal für Euch getestet und war sehr positiv überrascht. Um sich die Videos ansehen zu können, braucht man das Programm Quicktime 4.0. Wer es noch nicht auf dem Rechner hat, kann es sich direkt von der CD auf den Rechner laden. So. Jetzt kann es losgehen. Die Bildschirmoberfläche ist sehr benutzerfreundlich gestaltet und die Navigation mit der Maus bereitet keine Probleme. Ihr findet Menüpunkte zu Knotentechnik, Nahttechniken, Instrumenten, Standardoperationen, genauso wie zum Prüfungsfragenüben, zur Prüfungssituation, Chirurgie im Internet, zu News und einem CD- Update. Für die mit einer Weltkugel gekennzeichneten Punkte braucht man einen Online-Zugang. Zu Knoten- und Nahttechniken werden kleine Video gezeigt. Hier kann der Betrachter ganz genau die einzelnen Schritte der Knoten Nachverfolgen und dann am besten gleich mitüben. Unter dem Menüpunkt "Instrumente" werden die wichtigsten Instrumente auch in kleinen Videos dargestellt. Unter den einzelnen Videos, auch in den anderen Punkten, wird das ganze auch noch mal in Worten kurz zusammengefasst. Den Punkt "Standardoperationen" konnte ich übers Internet leider nicht öffnen, da er noch nicht Online ist. Man wird auf eine andere Seite gelinkt, auf der man sich laparoskopische Videos anschauen kann.

Jetzt geht es zu den 400 Prüfungsfragen. Es gibt Bildfragen mit Sono,- Röntgen, CT-, Endoskopie-, und Intraoperativenbildern, aber auch Abbildungen zur Überprüfung der anatomischen Kenntnisse. Dann gibt es auch ganz normale allgemein gehaltene Fragen z.B. Peritonitisarten, Hämatemesis,... . Wenn Ihr Euch einigermaßen sicher seid, dann geht in den Prüfungsmodus. Hier habt Ihr für 15 Fragen 1200 Sekunden Zeit. Ihr tragt die Lösungen zu den Fragen in die dafür vorhandenen Felder ein und könnt hinterher Eure Lösungen mit den Originallösungen vergleichen. Wer noch mehr Informationen zur Chirurgie erhalten möchte, der klickt einfach auf das Menüfeld "Chirurgie im Internet". Hier erhaltet Ihr Auskunft über gute und weniger gute Seiten im Netz mit einer kurzen Beschreibung.

Zusammenfassend kann ich Euch diese CD wirklich ans Herz legen. Wer sich vor einer Famulatur oder dem PJ über Nahttechniken, Knoten, Instrumente und vor allem gebräuchliche OP-Techniken informieren will, für den ist diese CD eine super Investition. Wer sich das Lehrbuch Siewert - Chirurgie in der neusten Auflage kauft, erhält die CD automatisch dazu.

   
Autor(in): Ilka Markmann (ilka.markmann@medi-learn.net)
  
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 8. Geschickt geklickt: 5 neue Linktipps

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In dieser Rubrik stellen wir Euch einen Ausschnitt aus dem Linkverzeichnis von Medi-Learn vor, das Ihr komplett unter der Adresse www.Medi-Seek.de findet. Falls Ihr auch eine oder mehrere interessante Webseiten für Medizinstudenten kennt, tragt sie doch bitte unter www.Medi-Seek.de ein.
Wir wünschen Euch viel Spaß bei Surfen.

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Diese Woche stellen wir euch aus Medi-Seek.de vor:

Surftipp 1 anatomische 3D-Modelle Klicks: 552
Auf dieser Site der Saarland-Uni gibt's ausgewählte 3D-Modelle zu diversen anatomischen Strukturen - sehr interessant!

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/1509.shtml


Surftipp 2 EKG-Lerntrainer Klicks: 448
Ein EKG Lerntrainer in englischer Sprache. An über 47 Einzel- EKG´s lernt Ihr die verschiedenen Krankheitsbilder kennen. Die EKG´s sind in den 6 Extremitäten- und 6 Brustwandableitungen geschrieben. Dieses Programm wird regelmäßig erweitert, jetzt neu ist die Mitralstenose und der Trifascikuläre Block. Zum Lernen und Üben wirklich zu empfehlen. 

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/64.shtml


Surftipp 3 Göttingen Biochemie-Klausur SS 2000 Klicks: 538
Uni Göttingen - 3. Biochemieklausur im SS 2000 - Quelle: http://www.goemed.net

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/1240.shtml


Surftipp 4 Anatomie Schnittbilder Klicks: 531
Schnittbilder durch den ganzen Körper in jeder Ebene

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/1091.shtml


Surftipp 5 Fremdwörterlexikon von Langenscheidt Klicks: 509
Hier könnt Ihr ca. 30000 Stichworte nachschlagen.

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/879.shtml

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 9. Krankenpflegepraktikum in den USA (Teil 2)

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Family Birth Center

Als ich am nächsten Morgen das FBC betrat, schien dort niemand etwas von meiner Ankunft zu wissen, also wurde ich auf die NICU (Neonatal Intensive Care Unit, die Frühgeborenenintensivstation) gebracht, da es dort an diesem Tag hektisch zuging. Ich wurde der Unit Secretary namens Bonnie zugeteilt. (Diesen Beruf gab es in dem deutschen KH, in dem ich vorher gearbeitet hatte, so nicht. Da haben einfach die Schwestern diese Papierarbeit übernommen).

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Bonnie führte mich gleich herum und machte mich mit den kleinen Arbeiten vertraut, die ich in den nächsten drei Wochen ausführen würde. Sie war dann sehr erstaunt, als sie erfuhr, dass ich extra aus Deutschland gekommen war, um hier volunteer work zu leisten.

(Diesem Erstaunen begegnete ich in den nächsten neun Wochen unzählige Male und ich weiß nicht mehr, wie oft ich meine Story [ich mache das fürs Medizinstudium in Deutschland, nein, ich gehe nicht aufs College, so was gibt es bei uns nicht, ich kann gleich zur med school gehen, die bei uns auch nichts kostet plus Erläuterungen, was mich denn ausgerechnet nach Nebraska verschlagen hat, usw.] insgesamt erzählt habe. Jedenfalls waren alle immer sehr beeindruckt, dass ich ganz alleine, ohne dort jemanden zu kennen, nach Omaha gekommen war.) Mein Tagesablauf sah dann wie folgt aus: Ich kontrollierte zunächst die Temperaturen der Kühlschränke, füllte dann die Vorräte auf (alles von Windeln über Babynahrung und medizinischen Kleinigkeiten wie Spritzen und Tupfern) und nach der Visite half ich bei der Arbeit mit den Krankenakten mit (was immer sehr zeitintensiv war). Zwischendurch lagen dann verschiedene Botengänge an (Post oder Blut holen, Brutkästen zur Reinigung bringen u.ä.).
Wenn es für mich nichts zu tun gab, was doch recht häufig der Fall war, durfte ich bei den verschiedensten Untersuchungen der Babys zugucken. (Die Leute sind alle wirklich sehr nett und erklären einem auch, was sie machen, wenn man sie nett danach fragt.) So konnte ich häufig einem Schädelultraschall beiwohnen, beim Röntgen zugucken oder sehen, wie man bei Frühchen die Augen untersucht oder einen venösen Zugang legt.
Am spannendsten war es jedoch, Neugeborene ganz „frisch“ zu sehen. So durfte ich zwei Mal dabei sein, als ein Baby direkt nach dem Kaiserschnitt untersucht wurde. (Dem eigentlichen Kaiserschnitt durfte ich leider nicht beiwohnen, ebenso wenig wie einer natürlichen Geburt.) Es ist wirklich sehr interessant zu sehen, was mit einem Neugeborenen direkt nach der Geburt gemacht wird, wie es langsam rosig wird, etc. Bei der späteren, gründlicheren Untersuchung des einen Babys durfte ich es auch abtasten und abhören. (Der zuständige Assistenzarzt war wirklich unheimlich nett!)
Highlights waren für mich auch die zwei Male, die ich ein Baby mit der Flasche füttern durfte. Eigentlich dürfen das volunteers wohl nicht, doch die eine Schwester sah das nicht so eng. Überhaupt waren die meisten Schwestern sehr nett. Ich durfte immer bei dem, was sie taten, zuschauen, und es störte auch niemanden, wenn ich in den Momenten, als mich die Langeweile überfiel, von Brutkasten zu Brutkasten schlenderte und mir die Babys anschaute. Da auf der Station auch viele andere junge Leute gewisse Praktika machten und dort natürlich auch Studenten anzutreffen sind, ist es leider nicht immer leicht gewesen, mit den Ärzten in Kontakt zu kommen, die auch meist unter (großem) Zeitdruck standen. Hatten sie aber doch einmal Zeit, beantworteten sie einem bereitwillig die verschiedensten Fragen.

Occupational and Physical Therapy

Was mich gleich an meinem 1. Tag auf der Rehabilitative Unit erfreute: Man hatte mich bereits erwartet und einer Therapeutin zugeteilt. Die erste Woche sollte ich mit einer O.T. (occupational therapist) verbringen, die zweite mit einem P.T. (physical therapist) und für die dritte Woche sollte ich mir dann das aussuchen, was mir besser gefallen hat.
Also begleitete ich eine Woche lang die O.T. Kim, die hauptsächlich auf der Kardiologie Patienten betreut, schaute ihr bei der Arbeit zu und half ihr hier und da. Auch wenn ich kein Therapeut werden möchte, war es doch sehr interessant zu sehen, wie denn die Arbeit anderer „health professionals“ aussieht. Außerdem kann man so etwas im Rahmen des Krankenpflegepraktikums in Deutschland nicht machen.
O.T.s sind etwas, was es so in Deutschland nicht gibt. Ihre Arbeit kommt jedoch den Ergotherapeuten sehr nahe. Sie kümmern sich nicht nur um die körperlichen Probleme des Patienten (dabei geht es ihnen besonders um die Bewegung des Oberkörpers und der oberen Extremitäten), sondern v.a. darum, dass sie wieder die gleichen Dinge zu Hause ausüben können, die sie vor der Einweisung ins KH/ einem Unfall o.ä. alleine durchführen konnten, sei es auch nur etwas so Simples wie Schuhe zubinden.
Besonders interessant war es dabei immer, dem ersten Gespräch beizuwohnen, bei dem auch Fragen zur allgemeinen Orientierung gestellt werden. Es ist doch sehr erschreckend, wenn der eine oder andere Patient der festen Überzeugung ist, es wäre das Jahr 1998.
Mit Kim hatte ich wirklich mehr als Glück. Sie versuchte stets, interessante Sachen zum Zuschauen für mich zu finden, wenn sie mal zu einer Besprechung musste oder nur Papierkram zu erledigen hatte. Allerdings muss ich schon zugeben, dass es manchmal doch etwas langweilig war, einfach nur zuzugucken. Den Leuten, die gerne selber anpacken, ist das also weniger zu empfehlen. In der zweiten Woche begleitete ich den P.T. Tom bei seiner Arbeit, der vormittags mit ambulanten Patienten arbeitet und nachmittags auf die verschiedensten Stationen geht. Dadurch sah ich zwar ein breites Spektrum der Arbeit eines Physiotherapeuten, nur leider hatte ich mit Tom nicht das große Los gezogen: Er war nicht sehr gesprächig, erklärte mir kaum etwas, so dass ich ständig nachfragen musste, ließ mich nicht die Krankenakten mit ansehen, scherte sich nicht darum, ob ich mich gerade zu Tode langweilte oder nicht,... (Aber vielleicht war ich auch durch Kim zu sehr verwöhnt.)
In der letzten Woche verbrachte ich fast jeden Tag mit einem anderen Therapeuten, z.B. zwei Tage mit den zwei unheimlich netten jungen Logopädinnen. Besonders spannend war es dabei, bei sog. Swallow Studies (Schluckstudien) zuzuschauen, bei denen die Patienten eine bariumhaltige mehr oder weniger dicke Flüssigkeit schlucken mussten und man dann mit Hilfe von Röntgenaufnahmen den Weg der Flüssigkeit und den Schluckvorgang beobachten konnte.
In den restlichen Tagen folgte ich entweder O.T.s, die mit ambulanten Patienten arbeiteten oder solchen, die auf die ITS oder zur Pädiatrie gingen oder sehr pflegebedürftige Patienten betreuten, so dass ich nach dieser Zeit jede Station wenigstens einmal gesehen hatte.
Mir hat in diesen 3 Wochen die Arbeit mit den O.T.s auch besser gefallen als mit den P.T.s, da sie einfach insgesamt das nettere Team darstellten, bei dem ich mich sehr wohl fühlte, auch wenn es sehr nette Physiotherapeuten gab.

Die Fortsetzung dieses interessanten Artikels folgt in der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung


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Autor(in): Juliane Wilcke (juliane_wilcke@yahoo.de)
  
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