23.01.2004

Ausgabe 202/03

Anzeige: 'Karriere in Weiß' - kostenlose Seminarreihe des Hartmannbundes
Münster (27.01), Freiburg (28.01.), Ulm (29.01) und Mainz (18.02.) und nach Bedarf
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Ein Pessimist ist ein Mensch, der sofort nach dem Sarg Ausschau hält, wenn er Blumen gerochen hat.
(Henry Louis Mencken - amerik. Journalist und Schriftsteller)


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 Editorial
  

Hallo,

über Elite-Unis wird derzeit in den Medien und auch in den Medi-Foren diskutiert. Wie man dem Weblog entnehmen kann, steht der Hartmannbund diesem Thema eher kritisch gegenüber. Weiterhin gibt es in der heutigen Onlinezeitung den dritten Teil der Artikelserie 'Knochenkrach und Schraubenbruch', sowie einen Bericht zu einer Auslandsfamulatur in Finnland.

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Die Rivalität zwischen Düsseldorfern und Kölner ist Thema in der Rubrik 'Witz der Woche' und mit der Rezension zum Thomas´ stellen wir Euch einen Klassiker der Histopathologie vor. Schließlich präsentieren wir das Inhaltsverzeichnis der aktuellen Via medici und hoffen, Euch insgesamt wieder eine interessante Onlinezeitung zusammengestellt zu haben.

Bis zur nächsten Woche,
Jens, Marlies und Christian
Redaktion Medi-Learn.net

PS: 'Bleiben Sie ruhig ich werde Ärztin' - jetzt als Cartoon-Tasse mehr Infos - klick hier

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Fahrtkostenzuschuss Auslandsfamulatur
2.Aktuelles aus dem Weblog: Schwachstellen bei AiP-Finanzierung
3.Knochenkrach und Schraubenbruch (3)
  
4.Lachen ist gesund - Witz der Woche
5.Auslandsfamulatur Finnland
6.Gestöbert im Archiv der Onlinezeitung
  
7.Zwischen den Zeilen: 'Histopatho - der Klassiker'
8.Geschickt geklickt - 4 Linktipps aus Medi-Seek
9.Die neue Via medici ist da
  
10.Impressum, Abofunktion, Mitarbeit
    
PDF

Die Onlinezeitung gibt es nun auch als Druckversion im PDF Format. Zum Öffnen der Datei benötigt ihr die kostenlose Software Acrobat Reader.

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Für den Fall, dass die Onlinezeitung in eurer Email nicht richtig angezeigt wird, findet ihr noch einmal komplett Online unter
http://www.medi-learn.net/seiten/onlinezeitung/1/202/index.shtml

  

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 1. Fahrtkostenzuschuss Auslandsfamulatur

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Der Deutsche Famulantenaustausch (DFA) ist eine studentische Organisation, die jedes Jahr ca. 400 Famulaturen im Ausland an deutsche Medizinstudierende vermittelt. Selbstorganisierte Famulaturen über mindestens 60 Tage werden ausserdem mit einem Fahrtkostenzuschuss unterstützt.
In Kürze (!!!1.Februar!!!) steht der Bewerbungsschluss für die Famulaturen in den Sommersemesterferien (Juli - Oktober) an.

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Ihr benötigt folgende Bewerbungsunterlagen:

  • Anmeldeformular (4fach), am Computer ausgefüllt
  • Sprachzeugnis (Englisch bzw. Landessprache)
  • 2 Passfotos (falls andere Anzahl gefordert, ist dies angegeben)
  • Krankenversicherungsnachweis
  • Letter of Motivation (wenn möglich für jede Fachrichtung und jedes Land), falls in Sprachen wie Russisch,Finnisch...Übersetzung, da die deutschen DFAler dieses Schreiben auch als Auswahlkriterium nutzen
  • Einzahlungsnachweis über 80 Euro beim DFA (siehe Website)

ausserdem Nachweis über:

  • Europa: Physikum, 2 klinische Semester, 1 Famulatur (4 Wochen)
  • Außerhalb Europas: 1.Stex, 4 klinische Semester, 1 Famulatur (4 Wochen)
  • ggf. Ersatz für fehlendes 1. Stex: 3 Scheine
    (Chirurgie/Innere/MiBi/Pharma/Neuro/Gyn/Pädiatrie)

Je nach Land werden noch zusätzliche Formulare benötigt. Die nötigen Informationen und Formulare findet Ihr alle auf der Website. Bitte gebt die Unterlagen bei Eurer Lokalvertretung ab, die Euch auch beim Ausfüllen helfen kann und die Richtigkeit kontrolliert.

Schaut auf jeden Fall mal bei der Lokalvertretung des DFA an Eurer Uni vorbei.

Weitere Informationen findet Ihr auch im Internet auf www.dfa-germany.de

Viel Erfolg bei eurer Bewerbung!

   
Autor(in): Deutsche Famulantenaustausch (redaktion@medi-learn.net)
  
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 2. Weblog: Immer auf dem aktuellsten Stand

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  Virtuelle Patienten in Jena (MEDPOL) (23.01.2004 - 12:00)
   Das Jenaer Universitätsklinikum stellte jüngst das Projekt MEDPOL vor, mit dessen Hilfe multimediales und problemorientiertes E-Learning am virtuellen Patienten ermöglicht werden soll. Das im Thüringer Hochschulwissenschaftsprogramm geförderte Projekt umfasst eine Fallsammlung typischer Krankheitsfälle, die von Studenten und Dozenten zum praxisbezogenen Lernen am Computer genutzt werden kann. Verschiedene Erkrankungen werden dabei für das problemorientierte Lernen aufgearbeitet. Diese sind an den Anforderungen der Einrichtungen des Klinikums als künftige Nutzer ausgerichtet. Dabei werden in einer Verbindung von Texten, Graphiken und Animationen die Krankheitsfälle so umfassend wie möglich dargestellt und Untersuchungsergebnisse wie Röntgenaufnahmen, Laborbefunde, OP-Bilder etc. elektronisch hinterlegt. [mehr Infos] (Jens)
  Karriere in Weiß: Hartmannbund-Seminarreihe (23.01.2004 - 08:45)
   Der Hartmannbund bietet seit Dezember 2003 die neue, kostenlose Seminarreihe „Karriere in Weiß“ als Nachfolgeveranstaltung zu der Seminarreihe „Alternativen Berufsfelder“ an. Wegen des zunehmenden Ärztemangels ist es dem Hartmannbund besonders wichtig, angehende Ärzte nicht nur über alternative Berufsfelder zu informieren, sondern insbesondere die Attraktivität des Arztberufes in der medizinischen Patientenversorgung darzustellen und somit die Funktion des Hartmannbundes als idealen Partner in der Karriere- und Berufsbegleitung zu unterstreichen.

Der Vorsitzende des Arbeitskreises IV „Ausbildung, Weiterbildung und Niederlassung“ im Hartmannbund, Dr. Klaus-Peter Schaps, entwickelte daher das Konzept zu der Seminarreihe „Karriere in Weiß“, die nach einem Baukastenprinzip aus zahlreichen verschiedenen Modulen aufgebaut ist. Die Friedrich-Thieding-Stiftung des Hartmannbundes veranstaltet die Seminarreihe in Kooperation mit der Deutschen Ärzte Finanz. [mehr Infos] (Jens)
  Bleiben Sie ruhig, ich werde Ärztin (23.01.2004 - 08:30)
   Trinkt Ihr Kaffee oder Tee? Ja? Kennt Ihr Katastrophen? Klar, nichts ist schlimmer als heißer Kaffee oder Tee, dem das rechte Gefäß fehlt. Mögt Ihr keine langweiligen Kaffee-Tassen, die keine Gesprächsgrundlage für den kleinen Smalltalk in der WG bieten? Dann haben wir mit den Cartoon-Tassen "Bleiben Sie ruhig - ich werde Arzt" bzw. "Bleiben Sie ruhig - ich werde Ärztin" vielleicht das Passende für Euch und legen sie Euch als humorige Ergänzung für Euren WG-Hausrat wärmstens ans Herz.

Schaut Euch die Cartoon-Tassen und Aufkleber, getreu dem Motto 'Bleiben Sie ruhig, ich werde Arzt/Ärztin', einmal an! Jetzt auch in der femininen Variante: 'Bleiben Sie ruhig, ich werde Ärztin'. [mehr Infos] (Jens)
  Kurzbiographie Gunther von Hagen (22.01.2004 - 23:00)
   Als Vorkämpfer der Wissenschaft, vergleichbar nur Forschern wie Leonardo da Vinci - so möchte Gunther von Hagens gern gesehen werden. Und die Tabus, die er dabei bricht, werden von Menschen hochgehalten, die in seinen Augen nur weniger mutig sind als er. [mehr Infos] (Jens)
  Erhöhen Nachtschichten das Krebsrisiko? (22.01.2004 - 21:30)
   Künstliche Beleuchtung in der Nacht begünstigt verschiedene Tumoren. Diese These war bis vor kurzem umstritten. Doch nun bestätigt eine Studie an 120.000 Testpersonen den Zusammenhang für Brust-, Dick- und Enddarmkrebs. Das Risiko für diese Tumoren steigt bei regelmäßiger Nachtarbeit über einen Zeitraum von 15 Jahren um bis zu 35 Prozent an. [Quelle: Wissenschaft.de] [mehr Infos] (Jens)
  Das Labor in der Hosentasche (22.01.2004 - 18:30)
   Weit sind für Ärzte in Entwicklungsländern die Wege zum nächsten Labor. Mit "POCKET", einem tragbaren Analyse-Labor im Taschenformat, können nun Diagnosen gefährlicher Infektionskrankheiten viel rascher, direkt vor Ort erfolgen und so die medizinische Versorgung verbessern. Amerikanische Forscher entwickelten diesen Prototyp eines batteriebetriebenen Mini-Labors mit Hilfe labordiagnostischer Mikrotechnik [Quelle: Wissenschaft.de]. [mehr Infos] (Jens)
  Ersatzlose Abschaffung der ZVS statt Elite-Universitäten (20.01.2004 - 15:40)
   Pressemitteilung des Hartmannbundes

16.01.2004: Hartmannbund fordert Stärkung der Hochschulen - Ersatzlose Abschaffung der ZVS statt Elite-Universitäten

Berlin – Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Schaffung von Elite-Universitäten fordert der Hartmannbund die Einführung von hochschuleigenen Zulassungsverfahren. So könnte die Lehre und Forschung an bestehenden Universitäten optimiert werden, eine Neugründung von Elite-Universitäten wäre zunächst überflüssig.

„Längst fällig ist die Schließung der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) in Dortmund“, erklärt Dr. Klaus-Peter Schaps, Vorsitzender des Arbeitskreises 4 „Ausbildung, Weiterbildung und Niederlassung“ im Hartmannbund. „Die Universitäten und Hochschulen müssen in Numerus-clausus-Fächern wie der Medizin, ihre Studenten in hochschuleigenen Zulassungsverfahren selbst auswählen dürfen und somit mehr Kompetenz erhalten. Nur durch den Wegfall der ZVS“, ist Dr. Schaps überzeugt, könne es „gelingen, den Wettbewerb zwischen deutschen Hochschulen und damit auch die Qualität der Lehre und Forschung zu fördern.’“ Energisch fordert er die Bundesregierung auf, das Hochschulrahmengesetz (HRG) entsprechend zu ändern. Die derzeit bestehende Auswahlquote von nur 20 Prozent schaffe nicht den notwendigen Anreiz zur Auswahl von geeigneten Studenten. „Nur in einem hochschuleigenen Auswahlverfahren für alle Studienbewerber kann die Hochschule Studierende nach ihren Anforderungen, etwa nach universitätseigenen Forschungsschwerpunkten, auswählen.“ So lasse sich zukünftig Deutschland als international wettbewerbsfähiger Wissenschaftsstandort halten.

Dass bei den bundesdeutschen Hochschulen ein Bedarf an eigenverantwortlicher Auswahl von Studienanfängern bestehe, so Dr. Schaps, zeigten besonders ihre Anstrengungen bei der Anwerbung von ausländischen Studenten. „Vorgaben für Studienziele und für Mindeststandards müssen bundeseinheitlich gestaltet sein.“ Zur Förderung des Wettbewerbs und eigenen Profils in der Lehre müsse jedoch den Hochschulen schnellstmöglich mehr Autonomie gewährt werden. „Ein verstärkter Wettbewerb unter den Hochschulen“, erklärt Dr. Schaps, „führt schließlich auch zu mehr Qualität in der Lehre und Forschung.“ [mehr Infos] (Jens)
  Schwachstellen bei der AiP-Finanzierung? (20.01.2004 - 15:30)
   Pressemitteilung des Hartmannbundes

13.01.2004 Abschaffung des Arztes im Praktikum (AiP): Viele AiPler werden weiterhin nach AiP-Tarif bezahlt

Berlin – Die Medizinstudenten im Hartmannbund sehen erhebliche Schwachstellen bei der AiP-Finanzierung nach dem 01. Oktober 2004. Unklar ist die Situation von AiPs in Arztpraxen und Drittmittel AiPs.

Auf eine schriftliche Anfrage des Hartmannbundes zu dieser Problematik konnte das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung keine aussagekräftige Antwort geben. In dem Antwortbrief heißt es, dass die Vergütungsdifferenz ausgeglichen wird, wenn eine klinische Tätigkeit ausgeübt wird. Andreas Rhode, Vorsitzender der Medizinstudenten im Hartmannbund reagierte auf die Antwort mit weiteren Fragen: „Heißt das nun, Forschungs-AiP gehen leer aus? Heißt das, AiPler in Arztpraxen können schauen, wo sie bleiben? Heißt das, AiPler in Drittmittelstellen erhalten weiter 900 Euro im Monat? Es sieht so aus als würden nach dem Stichtag viele AiPler weiter nach AiP-Tarif bezahlt.“

Für die Medizinstudenten im Hartmannbund besteht hier erheblicher Klärungsbedarf. Für sie steht fest, dass natürlich für alle Ärzte im Praktikum ab 1. Oktober 2004 BAT IIa bezahlt werden muss. Andreas Rhode: „Der Zweiklassen-AiP muss verhindert werden. Hier ist das Bundesgesundheitsministerium gefordert, schnellstmöglichst ein geeignetes Konzept vorzulegen.“ [mehr Infos] (Jens)

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 3. Knochenkrach und Schraubenbruch (3)

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An dieser Stelle folgt der dritte Teil der Artikelserie 'Knochenkrach und Schraubenbruch' aus der Feder von Agnieszka Wolf. Wer den vorherigen Teil noch einmal nachlesen möchte, findet hier den zweiten Teil der Artikelserie.

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Um Frakturen langer Röhrenknochen zu stabilisieren, bedienen sich Unfallchirurgen dreier Systeme: Externer Fixateure, Marknägel und Platten. Die Vorteile dieser operativen Ostheosynthese-Verfahren liegen darin, dass der Patient früh mobilisierbar ist, z. B. mit Gehstützen.
Auch die Atrophie der betroffenen Muskulatur hält sich in Grenzen und die benachbarten Gelenke lassen sich frühzeitig funktionell mitbehandeln.

Wenn die Fraktur große Weichteilschäden verursacht hat, möglicherweise offen ist und der Patient in einem schlechten Allgemeinzustand ist, operieren Unfallchirurgen zunächst mit einem Fixateur externe. Sie wechseln bei Besserung des Allgemeinzustands auf einen Marknagel. Grund: Fixateur externe hat den Vorteil, wenig zusätzliche operative Weichteilschädigung zu verursachen. Ein Marknagel ist aber durch seine intramedulläre Lage für den Knochen biomechanisch am günstigsten. Er erlaubt am frühesten eine Vollbelastung der betroffenen Extremität. In Deutschland erfolgt die Nagelung mit so genannten „Solidnägeln“. Sie haben einen kleinen Durchmesser und sind sehr stabil. Außerdem ist es dabei meist nicht erforderlich, die Markhöhle aufzubohren.

Als angehender Arzt kennt Stefan genau den Ablauf einer Marknagelung. Trotzdem hat er es lieber, bei der großen Operation mit Spinalanästhesie zusätzlich eine gute Dosis Dormicum zu bekommen. Außerdem lässt man ihn zur Entspannung Musik hören: Während Stefan im schläfrigen Zustand über Kopfhörer einer Beethoven-Symphonie lauscht, arbeiten Dr. Ottsen und Dr. Noll jenseits des blauen Tuchs. Sie eröffnen den Oberschenkelknochen proximal am Trochanter major. Anschließend bringen sie den Marknagel ein und verriegeln ihn proximal und distal mit Schrauben.

Dr. Beatrice Noll ist Unfallchirurgin geworden, weil ihr Basteln, Handwerken und Reparieren schon immer Spaß machte. Sie sah sich früher hauptsächlich als Operateurin. In der Klinik hat sie aber auch gelernt, die schönen Seiten der oft langwierigen Patientennachsorge zu sehen, die eher weniger mit Handwerk zu tun haben. Als Stefan nach dem Eingriff auf Station liegt, sorgt sie dafür, dass er sein Bein in einer flachen Schaumstoffschiene lagert. Nach Abklingen der Schwellung untersucht sie die Bänder des Kniegelenks, um eine Ruptur des hinteren Kreuzbandes auszuschließen, die bei Oberschenkelfrakturen oft auftritt. Auch verschreibt sie dem Patienten Schmerzmedikamente: „¼ - ½ Amp. Dipidolor als Kurzinfusion (KI), Novalgin 1g als KI und Ibuprofen 1-0-1 oral“. Zur Thromboseprophylaxe bekommt Stefan niedermolekulare Heparine subkutan. Hb und CRP kontrolliert Dr. Noll täglich. Besonders wichtig ist ihr, dass Stefan kein Kompartmentsyndrom entwickelt. Bei diesem Muskellogensyndrom kommt es zu einer interstitiellen Druckerhöhung im Gewebe. Dadurch werden Nerven und Gefäße komprimiert. Wenn das Syndrom nicht rechtzeitig erkannt wird, kann es zur O2-Unterversorung und darauffolgenden Muskelnekrosen führen. Deshalb achtet Dr. Noll jeden Tag auf die „6 P“ des Kompartmentsyndroms: „pressure, pain, paresis, paresthesia, pulses present, pink color“. Zusätzlich verordnet sie Stefan ab dem zweiten postoperativen Tag eine physiotherapeutische Behandlung. Je früher sie den Patienten mobilisiert, desto geringer ist für ihn das Thromboserisiko und die Gefahr einer Muskelatrophie. Da die Drainagen eine durchschnittliche Menge an Wundsekret fördern, zieht Dr. Noll sie routinemäßig 48 Stunden nach der Operation. Um das Nahtmaterial muss sich die Unfallchirurgin nicht mehr kümmern, denn sie hat intrakutan mit resorbierbarem Faden genäht.

Fortsetzung folgt in der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung.

   
Autor(in): Agnieszka Wolf (wolfag@gmx.de)
  
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 4. Lachen ist gesund - Witz der Woche

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Ein Düsseldorfer steht vor Gericht, weil er 2 Kölner überfahren hat. Richter: "Angeklagter, sagen Sie die Wahrheit!" Düsseldorfer: "Die Straße war vereist, mein Wagen ist ins Schleudern gekommen" Richter: "Es ist August! Sie sollen die Wahrheit sagen!" Düsseldorfer: "Es hat geregnet und Laub war auf der Straße." Richter: "Seit Tagen scheint die Sonne, zum letzten Mal, die Wahrheit!"

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Düsseldorfer: "Also gut: Die Sonne schien, schon von weiten habe ich die Köln-Spacken gesehen, hasserfüllt habe ich auf sie draufgehalten. Der eine ist durch die Frontscheibe, der andere in einen Hauseingang geflogen. Ich bereue nichts!" Richter: "Na, warum denn nicht gleich so? Den einen verklagen wir wegen Sachbeschädigung, den anderen wegen Hausfriedensbruch!"

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 6. Gestöbert

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Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonennten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: 'Welches Stethoskop ist das Richtige?'

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 7. Zwischen den Zeilen "Histopatho - der Klassiker"

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Titel: Histopathologie. Lehrbuch und Atlas zur allgemeinen und speziellen Pathologie
Autor(en): Carlos Thomas
Verlag: Schattauer Verlag
ISBN: 379452120X
Preis: 40.95 Euro
Medizinlehrbuch

Das Buch "Histopathologie" ist in einen Teil zur allgemeinen und einen Teil zur speziellen Histopathologie aufgeteilt, wobei letzterer noch in mehrere Unterthemen (z.B. Nervensystem, Atmungsorgane) unterteilt ist. Der Abschnitt zur allgemeinen Histopathologie besteht vorwiegend aus Lerntexten, die sehr gut die einzelnen Details aufzeigen, dazu kommen übersichtliche Grafiken und Tabellen. Dieser Teil folgt im Aufbau ungefähr dem GK, wobei es aber keine Wiederholung, sondern eher eine Ergänzung darstellt.

Die speziellen Histopathologie wird immer durch eine Wiederholung der allgemeinen Histologie eingeleitet, so dass ein optimaler Einstieg erfolgen kann. Die mikroskopischen Bilder werden durch Untertexte erläutert, allerdings hätte man vielleicht die zu findenden Strukturen in jedem Bild kennzeichnen sollen. Zusätzlich gibt es wieder viele Grafiken und Tabellen. Es werden sowohl die Grundlagen als auch die "Exoten" unter den Krankheiten beschrieben, so dass man das Buch als "Pflichtlektüre", aber auch als interessantes Nachschlagewerk nutzen kann.

Für den Preis von 40.95 Euro bekommt man also auch etwas solides, mit dem man etwas anfangen kann. Insgesamt kann ich das Buch jedem empfehlen, der im Histopatho-Kurs den Durchblick bekommen will.

   
Autor(in): Eike Beyer (eike@medizinstudent2000.de)
  
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 8. Geschickt geklickt: 5 neue Linktipps

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In dieser Rubrik stellen wir Euch einen Ausschnitt aus dem Linkverzeichnis von Medi-Learn vor, das Ihr komplett unter der Adresse www.Medi-Seek.de findet. Falls Ihr auch eine oder mehrere interessante Webseiten für Medizinstudenten kennt, tragt sie doch bitte unter www.Medi-Seek.de ein.
Wir wünschen Euch viel Spaß bei Surfen.

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Diese Woche stellen wir euch aus Medi-Seek.de vor:

Surftipp 1 Adressen Klicks: 453
Webseite mit Schweizer Krankenhaus Adressen

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/487.shtml


Surftipp 2 Visible human Klicks: 453
Ein nicht alltäglicher Trip durch den menschlichen Körper- durch den Körper eines Hingerichteten, der sich dazu bereit erklärte, zu Sudienzwecken in Scheiben geschnitten zu werden. Relativ komplizierte Anwendung,dennoch faszinierende Bilder (auf Englisch oder Französisch).

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/493.shtml


Surftipp 3 Arzneimittelkompendium Klicks: 451
Ähnlich der Roten Liste" ein Nachschlagewerk zum Thema Pharmakologie, jedoch viel ausführlicher, mit Zitaten von Studien über Wirkungen und Nebenwirkungen, einziger Nachteil: Manchmal sind die Handelsnamen nicht identisch mit den deutschen Namen. Man kann aber über beides, INN und Handelsnamen suchen."

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/971.shtml


Surftipp 4 Akupunktur + TCM Kurs in Peking Klicks: 108
Deutsche Vertretung des WHO Collaborating Centre for Traditional Medicin und der China Beijing International Acupuncture Training Centre, Veranstalter der Studentischen Sondermaßnahmen und der TCM Kurse in Peking 

Link:

http://www.medi-seek.de/Detailed/1013.shtml

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net (redaktion@medi-learn.net)
  
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 9. Die neue Via medici ist da

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Schon seitdem es die Onlinezeitung von Medi-Learn.net gibt, veröffentlichen wir vorab den Inhalt der neuen Via medici - so auch dieses Mal. Die Ausgabe 01/04 ist soeben erschienen. In der nächsten Onlinezeitung werden wir den Artikel "Chaos neue Approbationsordnung - Gute Lehre in Sicht?" in Auszügen abdrucken. Hier nun der Inhalt der aktuellen Ausgabe:

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  • Via Perspektiven
       
    • Chaos neue  Approbationsordnung
      Gute Lehre in Sicht?
    •  
    • Famulatur, PJ und Arbeiten in England
      Mit Schlips, Charme und Methode
    •  
    • Fachgebietsreportage Sportmedizin
      Zwischen Spielfeld und OP
    •  
    • Gesundheitsreform – das Fazit
      Finanzspritze mit Substanz
    •  
    • Lepra – Kampf gegen das Stigma
      Die Krankheit im Kopf der Gesunden
    •  
    • Die besondere Famulatur
      Blaulicht, Flieger und Infarkte
    •  
    • Kommunikation mit Patienten
      „Wird schon wieder ...“
    •  
     
Die neue Via medici gibt es in jeder medizinischen Fachbuchhandlung zum Preis von 4,50 Euro.

     
  • Ars Medici
       
    • Praxisanleitung: zentraler Venenkatheter
      Gut palpiert ist halb punktiert
    •  
    • Notfall: Status asthmaticus
      Atemnot und Todesangst
    •  
    • Fallorientiertes Lernen: genitale Blutung
      Ausnahmen der Regel
    •  
    • Kasuistik: Borderline-Störung
      Seele außer Kontrolle
    •  
    • Kasuistik: Arzt mit Hepatitis B
      Ein verhängnisvoller Stich
    •  
     


 
     
  • Via Multimedia
       
    • Lehrbücher im Test
      Chirurgie für Studis
    •  
    • Buchtipps
      Romane

     
  •  

   
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 10. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der Onlinezeitung:
Ilka Markmann, Redakteurin, Marlies Lehmkuhl, Redakteurin, Daniel Luedeling, Redakteur, Peter Artz, Redakteur, Franziska Böhm, Redakteurin, Susanne Kirscht, Redakteurin, Andreas Bussmeyer, Redakteur, Jascha Hellberg, Redakteur, Christian Weier, Redakteur, Jens Plasger, Redakteur, Stan, Reporter für Extremeinsätze, Arne Beckendorf, Buchrezensionen und Lokal Hannover, Andrea Clemens, Lokalbereich Uni Köln, Astrid Stumpf, Lokalbereich Uni Münster, Benedikt Bader, Lokalbereich Uni München, Bettina Kiep, Lokalbereich Uni Mainz, Cordula Sachse, Lokalbereich Uni Greifswald, Daniela Prause, Lokalbereich Uni Göttingen, Eike Beyer, Lokalbereich Uni Essen, Eva Skalsky ,Lokalbereich Uni Zürich, Franziska Thieme, Lokalbereich Uni Innsbruck, Katharina Ruether, Lokalbereich Uni Regensburg, Kristina Krüger, Lokalbereich Uni Hannover, Pia Paul, Lokalbereich Uni Witten, Stefanie Schmölke, Lokalbereich Uni Frankfurt, Tobias Schmeinck, Lokalbereich Uni Münster

  
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