Kleider machen Leute, aber noch keinen guten Menschen.
Kittel machen Mediziner, aber noch keinen guten Arzt. (unbekannt)
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Editorial
Hallo,
warum sind der ärztliche Beruf bzw. die medizinische Ausbildung für viele derart unattraktiv, dass sie z.B. das Studium abbrechen oder in nicht-kurative Berufsfelder abwanderen? Das BMGS möchte es wissen und führt gemeinsam mit Rambøll Management eine Fragebogenaktion durch, die wir Euch in der heutigen Ausgabe vorstellen. Ihr habt also die Möglichkeit, an einer Fragebogenaktion des Bundesministeriums für Gesundheit zu Studium und Arztberuf teilzunehmen - nutzt diese Chance.
Weiterhin heute dabei: Anne Hillenbrand berichtet von ihrer Unterassistentenzeit im schweizerischen Herisau und in den Profi-Tipps zur MC-Prüfung erfahrt Ihr etwas über Timing und Antwortenverteilung. Die praktischen Tipps zur Doktorarbeit widmen sich der Fragestellung, ob man seine Promotion auch zu zweit durchführen kann. Last but not least, wurde ein renommiertes Standardwerk, der Sobotta-Anatomieatlas, einhundert Jahre alt und dieser Geburtstag wird mit einer bilderrreichen Ausstellung in Berlin gefeiert. Wie immer mit im Bunde der Onlinezeitung: Stellenanzeigen, ein Cartoon, aktuelle Forenbeiträge und die MedNews aus der StudMed-Redaktion.
Bis zur nächsten Woche,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion Medi-Learn.net
In Deutschland wird derzeit diskutiert, ob und in welchem Ausmaß ein Ärztemangel bevorsteht. In einigen Regionen wird für einige Fachrichtungen bereits jetzt ein Mangel konstatiert. Als Gründe dafür werden sowohl der fehlende Einstieg von Absolventen des Studiums der Humanmedizin in die kurative ärztliche Tätigkeit, als auch der Ausstieg praktizierender Ärzte aus der kurativen Tätigkeit in Deutschland benannt.
Warum aber ist die kurative Tätigkeit in Deutschland nicht
mehr attraktiv, und was sind die Probleme der medizinischen Ausbildung?
In einer Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale
Sicherung sucht die Hamburger Beratungsgesellschaft Rambøll Management Antworten
auf diese Fragen. Die Ärztekammern unterstützen diese
Studie. Sie hat zum Ziel, Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität der
medizinischen Ausbildung und der kurativen Berufstätigkeit in Deutschland zu
finden.
Wir bitten deshalb insbesondere
Studierende und ehemalige Studierende der Humanmedizin (Studienabbrecher und
Studienfachwechsler)
AIP im Ausland sowie
Ärztinnen und Ärzte, die den AIP abgebrochen oder unterbrochen haben,
sich an dieser Studie zu beteiligen. Aber auch alle deutschen Ärztinnen und
Ärzte im In- und Ausland können teilnehmen – unabhängig davon, ob sie kurativ
tätig sind, einen anderen Beruf ausüben oder gar nicht berufstätig sind.
Um an der Befragung teilzunehmen rufen Sie bitte bis zum 15. August im Internet
den Fragebogen unter
Jede Meinung ist wichtig. Bitte weisen Sie daher Freunde oder Bekannte, die
zu diesen Gruppen gehören, auf die Studie hin.
Die Teilnahme ist selbstverständlich anonym, und die Eingaben werden nur für den
Zweck der Studie weiterverarbeitet.
Für (technische) Fragen stehen Ihnen unter +49 (0) 40 548 091 27 Mitarbeiter von
Rambøll Management zur Verfügung.
Autor(in): Patrick Erb, Rambøll Management im Auftrag des BMGS ([email protected])
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Die
neuesten Einträge
2 Unterassistentenstellen in der dt.sprachigen Schweiz gesucht
Im folgenden Artikel möchte ich von meinen Eindrücken und Erfahrungen berichten, die ich während meiner Unterassistentenzeit - so heißt in der Schweiz das Praktische Jahr bzw. die Zeit als PJ´ler - im Kantonales Spital Herisau gesammelt habe.
Betreuung und Organisation
Es ist alles gut organisiert. Man bekommt sein eigenes Telefon und einen festen Assistenzarzt, zu meiner Zeit fast alles Deutsche! Am ersten Tag gibt es eine Hausführung.
Bei voller Besetzung muss man ca. acht Dienste im Monat machen, das heißt, von Dienstschluss 17 Uhr bis zum nächsten Tag 8 Uhr Bereitschaft mit Piepser. Zu dieser Zeit kann man umsonst im Spital essen!
Man hat jeder Zeit einen Ansprechpartner, auch die Ärzte der Inneren Medizin geben gerne Auskunft, z.B. wird ein EKG erklärt oder die medikamentöse Therapie besprochen. Der Chefarzt erklärt bereitwillig, beim leitenden OA passt man besser den richtigen Zeitpunkt ab. Die OÄ sind alles in allem ganz umgänglich, jeder hat so seine Macken. Wenn man die kennt, sollte man um Ärger weitestgehend herumkommen.
Der Umgang im Team war sehr freundlich, die UAs helfen sich meistens aus, wenn der eine länger im OP ist, macht derjenige die Aufnahmen, der gerade Zeit hat.
Tagesablauf
7.20: Morgenrapport, anschließend Röntgendemonstration. Je nach OP-Plan muss man um 8 Uhr in den OP oder geht erst mal noch schnell Kaffee trinken im
eigenen kleinen Personalcafe mit kostenlos Kaffee und frischem Brot. Bis 10 Uhr morgens kann man sich auch in der allgemeinen Cafeteria ein freies Getränk
holen! Die Stationsarbeit für den UHU besteht aus Patientenaufnahmen, dem sog. „Starten“. Einbestellte Patienten kommen gegen 9.30 Uhr, man macht eine
komplette körperliche Untersuchung und schreibt Medikamente auf. Am Vortag hat man den Eintritt schon vorbereitet, schreibt Röntgenanordnungen und EKGs,
je nach Operation ist man auch für die Bestellung von EKs und Zusatzuntersuchungen verantwortlich.
Im Wochenplan ist an 2 Tagen eine Patientenvorstellung vorgesehen mit allen Ärzten, ansonsten stellt man den Patient beim Nachmittagsrapport um 16 Uhr vor.
Auffällig ist die viele Bürokratie. Alles wird dokumentiert und 3-fach (!!) verschlüsselt. Auch das ist z. T.
UA-Arbeit! Wichtiges Zeremoniell ist die OA- und die CA-Visite, bei der sogar die Sozialarbeiter mitgehen, z.T.
drängten wir uns zu zehnt im Zimmer! Wenn der Stationsarzt nicht da ist, ist der UA Ansprechpartner für Schwestern und Leitende. Blutabnehmen und Nadellegen
entfällt, das macht das Pflegepersonal. Ansonsten telefoniert man mit Hausärzten oder Angehörigen, macht Aufklärungsgespräche, schreibt Austrittsberichte oder
steht – natürlich – im OP.
Im OP
Leitende OP-Schwester ist wiederum eine Deutsche. Der Ton dort ist nett, es wird einem alles erklärt. Wenn eine OP losgeht, wird man von der Anästhesie oder dem OP-Personal angerufen. Hin und wieder wird man zu knapp gerufen, sodass der Operateur schon begonnen hat. Man sollte jedoch darauf achten, immer vor diesem umgezogen im OP zu stehen! Bis man mal eine Hautnaht machen darf, vergeht viel Zeit. Häufiges Nachfragen kann sich lohnen! Ansonsten ist es am allerbesten, still zu sein und mitzudenken, außer man hat eine gute Frage parat. Selbst etwas gefragt wird man selten, aber immer freundlich, ohne "Prüfungsfeeling" aufkommen zu lassen.
Zweimal in der Woche müssen alle vormittags in die Notfallambulanz. Man macht eine kurze Anamnese bei den Leuten, stellt sie dem OA
vor und schreibt fleißig auf, was der nun an Prozedere angibt. Dann kommt der nächste Patient, wie am Fließband. Kann anstrengend sein, hat mir aber viel Spaß
gemacht. Ebenfalls zweimal in der Woche ist Fortbildung, bei der auswärtige Referenten angeblich ganz gute Vorträge zu den unterschiedlichsten Themen halten.
Das Gute: Anschließend gibt es kostenlose Croissants und Kaffee! Mir war es sehr selten vergönnt dabei zu sein, hängt vom Op-Einsatz ab.
Positiv - was mir gefallen hat
Insgesamt sehr freundliches Klima, wie überall in der Schweiz. Es bieten einem sogar manche Patienten und Oberärzte das „Du“ an, wobei mir das schwer fiel. Die UAs helfen sich gegenseitig aus, allerdings braucht man klare Absprachen.
Die Assistenzärzte waren kompetent und freundlich, haben sich immer für geleistete
Arbeit bedankt. Von den OPs her, muss ich sagen, hat es sich für mich am meisten gelohnt. So ein breites Spektrum hatte ich nicht erwartet! Hier wird alles operiert,
vom Herzschrittmacher über die Handchirurgie, Orthopädie, Unfallchirurgie und die interessanten gynäkologischen und urologischen Eingriffe, überall wird man
eingesetzt! Die Patientenklientel fällt auffällig häufig von irgendwelchen Heuschobern oder fräst sich die halbe Hand ab, man ist halt schon aufm Land! Bei
Diensteinsätzen hat man sehr oft die Chance erstes Assistenz bei den OPs zu sein.
Auffällig ist die deutlich aufgewertete Position des Pflegepersonals. Es kann passieren, dass bei Visite der OA nur mit der zuständigen Schwester spricht. Je mehr man über einen Patient weiß, desto eher kann man mal der Schwester
zuvorkommen! Die Leute im gesamten Haus sind immer nett und hilfsbereit, der Hang zur Gemütlichkeit und die Wichtigkeit des „Znüni“ (Frühstück) sind
allgegenwärtig.
Negativ - was ich nicht so schön fand
Speziell in der Chirurgie war durch die schlechte Personalführung eine große Kündigungswelle im Gange. Die Assistenzärzte durften nur selten selber operieren, selbst Kleinigkeiten wurden von den Oberen durchgeführt, was verständlicherweise für Unmut sorgte. Vielleicht ist es inzwischen besser geworden.
Die Assistenzärzte dürfen auch erstaunlich wenig selber entscheiden. Sogar die Wahl des Antibiotikums wurde mit OA abgesprochen. Als ich einmal selbsttätig ein Labor mit Herzenzymen anordnete, sorgte das für Überraschung beim Internisten.
Mit CA und v. a. leitendem OA war es ab und zu schwierig zurechtzukommen. Wenn jemand als PJler hofft, im OP selber Hand anlegen zu dürfen, wird enttäuscht sein. Hautnähte sind das Höchste der Gefühle.
Arbeitspensum und Freizeit
Man kann es sich gemütlich machen, aber durch vollen Einsatz wird man deutlich ernster genommen, auch gerade beim Pflegepersonal. Bei ruhigen Tagen kommt man um 17 Uhr raus, öfter war ich aber bis ca. 18 Uhr beschäftigt.
Herisau gehört nicht gerade zu den wärmsten Flecken in der Schweiz! Die Landschaft ist wunderschön, das Toggenburger Skigebiet ist ein echter Geheimtipp, auch super für Skitouren noch im April und zum Wandern. Herisau hat ein großes Sportangebot mit großzügigen Sportanlagen. Geschäfte schließen um 18.30, selten dass man zum Einkaufen kommt!
Ausflüge in die Umgebung: St. Gallen ist immer drin, schöne Stadt, nett zum Bummeln. Aber auch Konstanz oder die anderen Bodenseestädte sind unter einer Stunde Fahrt gut zu erreichen.
Skigebiete sind der Arlberg oder das Montafon, ca. zwei Stunden Fahrt. Abends trifft man sich ansonsten spontan im Wohnheim zum Essen oder Fernsehschauen.
Unterbringung
Spitalwohnheim mit kleinen Zimmern oder Wohnungen, fließend Wasser im Zimmer, Bad und Toilette auf dem Gang, Gemeinschaftsküchen und – fernseher. Freibad, Sauna, Grillplatz, Keller, Waschmaschine. Bettwäsche wird kostenlos gestellt.
Schon älterer Bau, aber annehmbar. Typische Wohnheimatmosphäre, für ein Tertial zu ertragen, wer länger vorhat zu bleiben, sollte sich nach anderen Möglichkeiten umsehen. Eigenes Geschirr ist sinnvoll! Zimmer 180.-/Monat!! Parkplatz
20.-/Monat!
Adressen und weitere Informationen: http://www.herisau.ch
Kantonales Spital Herisau
Spitalstrasse
9100 Herisau
Tel: 071 35 32 111
Chefarzt Chirurgie Dr. M. Schibli,
Sekretariat Frau M. Zweifel (sehr nett!)
UA - Gehalt: 1 200 Franken. Lage: 20 Minuten von St. Gallen entfernt. Chirurgische Stationen: zwei allgemeine, eine private und die Tagesklinik
Pro Abteilung gibt es einen Assistenzarzt und einen UA.
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In der Prüfung stehen Ihnen zur Bearbeitung einer Aufgabe im Schnitt 1,5 Minuten zur Verfügung. Auch bei Ihrer Prüfungssimulation mit diesem Heft sollten Sie diese Zeit nicht überschreiten. In Ihrer Prüfung sollten Sie mindestens 45 Aufgaben pro Stunde schaffen, um dann nach jeder Stunde 5 Minuten Pause zu machen.
Markierungen
Das Examen besteht aus "binären Aussagen", die entweder richtig oder falsch sind. Die Lösung ergibt sich dann je nach Aufgabentyp aus der richtigen oder falschen Aussage bzw. aus der Kombination mehrerer richtiger Aussagen.
Zur Vermeidung von Flüchtigkeitsfehlern empfehlen wir Ihnen, in einem ersten Schritt jede Aussage zu markieren, ob Sie diese für richtig oder falsch erachten. Entscheiden Sie sich erst dann je nach Aufgabentyp aus dem Muster der richtigen bzw. falschen Aussagen für die Lösung und schreiben Sie diese direkt neben die Frage.
Beispiel:
1.Schritt
2. Schritt
Welche Aussage trifft nicht zu?
Aussage richtig ?
Lösung ?
(A) ein Hund ist keine Pflanze
(sicher richtig)
D
(B) eine Tomate ist kein Obst
?
(weiß ich nicht)
(C) eine Tomate ist ein Nachtschattengewächs
?
(eher richtig)
(D) ein Walfisch ist kein Säugetier
ff
(sicher falsch)
(E) ein Papagei ist ein Vogel
(sicher richtig)
Sprachliche Hinweise nutzen
Beachten Sie, daß in der Medizin selten absolute Wahrheiten bestehen. Daher sind absolute Formulierungen auch eher kennzeichnend für falsche Aussagen, hingegen finden sich relativierende Formulierungen häufiger in richtigen Aussagen.
MEDI-LEARN hat insgesamt 9697 Alt-Fragen analysiert:
Formulierung
in richtigen Aussagen
in falschen Aussagen
können
82 %
18 %
kann
78 %
22 %
selten
71 %
29 %
unbedingt
48 %
52 %
muß
44 %
56 %
genau
40 %
60 %
Die relative Häufigkeit der Lösungsbuchstaben ergab folgende Verteilung:
Fragentyp
absolut
A
B
C
D
E
Trifft nicht zu
2713
13%
19%
21%
23%
24%
Trifft zu
2994
16%
23%
23%
22%
16%
Liste
562
18%
23%
24%
19%
17%
Weil
884
34%
10%
19%
23%
14%
Kombination
2544
12%
16%
21%
23%
28%
gesamt
9697
16%
19%
22%
22%
21%
Anmerkung: Die war der letzte Teil der Artikelserie. Den ersten Teil der Artikelserie 'Profi-Tipps zur MC-Prüfung' findet Ihr
hier.
In unserer Rubrik "MedNews" stellt Euch die Redaktion der StudMed aus dem Springer Verlag wöchentlich drei Nachrichten aus der Medizin zur Verfügung. Zum kompletten Artikel gelangt Ihr, wenn Ihr am Ende der Einleitungen auf "Mehr..." klickt. Die ausführlichen Artikel sind dann im Sponsored Room "StudMed" bei Medi-Learn zu finden.
>> Stimulator des Immunsystems - Original besser als Fälschung (22-Jul-2004)
Kleiner Unterschied, große Wirkung: New Yorker Chemiker machten
einen Meeresschwamm-Wirkstoff im Labor nach, der dafür bekannt ist, das
Immunsystem zu stimulieren und so bei mehreren Krankheiten zu helfen.
Bei ihrem Imitat ersetzten die Forscher ganz bewusst ein spezielles Atom. Diese kleine, aber feine Änderung des Molekülaufbaus hatte es in sich - so entstand ein wesentlich stärker wirksames Immunstimulanz. Mehr...
>> Studierende liefern Insiderinformationen zur HIV-Prävention in Asien (22-Jul-2004)
„Tina, wat kosten die Kondome?“ Dieser Fernsehspot zur Aids-Aufklärung hat in Deutschland gut funktioniert. In China und Südostasien, das
sich anschickt, zu einem neuen Brennpunkt der Epidemie zu werden, muss derselbe Spot die Menschen jedoch noch lange nicht ansprechen. Studierende der Universitäten Bonn und Köln erarbeiten daher momentan in
Kooperation mit dem Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit
und Entwicklung (BMZ) Strategien und Projekte für den dortigen Kampf gegen das
HI-Virus. Mehr...
>> Schlüsselfigur in Selbstmord-Maschinerie entdeckt (22-Jul-2004)
Bei dem programmierten Zelltod von Zellen spielen zahlreiche verschiedene Proteine eine Rolle. Max-Planck-Wissenschaftler haben nun die Funktion eines Schlüsselprotein in der Zelltod-Signalkette aufgeklärt. Das Besondere: Das Protein ist an der Markierung von abzubauenden Proteinen beteiligt, wirkt aber gleichzeitig als Inhibitor des Zelltods. Mehr...
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Kopf frei fürs Examen - Studienendfinanzierung
Große Sprünge können sich Studierende meistens nicht leisten. BAföG, Praktikums-Vergütung, Stipendien oder der Eltern-Zuschuss decken gerade einmal die nötigsten Ausgaben für Wohnung, Mensa und Freizeit. Besonders wichtig wird finanzielle Rückendeckung dann während der Examensvorbereitung. Gerade Examenskandidatinnen und –kandidaten sollten Kopf und Rücken frei haben und nicht auf Zeit raubende Jobs angewiesen sein.
Deshalb bietet ihnen die APO-Bank die Studienendfinanzierung, d.h. während des „Endspurts“ einen monatlichen Beitrag zu ihrem Lebensunterhalt, an.
Die Vorzüge
keine Bearbeitungsgebühren
100-prozentige Auszahlung des Kredits
freie Verfügbarkeit
niedriger Zinsaufwand
außerplanmäßige Tilgungen, z.B. bei unerwartetem Geldzufluss
Und noch ein Plus: Die von der Bank geleisteten Darlehensbeträge haben keinen Einfluss auf die BAföG-Berechnungen!
Vor 100 Jahren erschien die erste Auflage des „Atlas der deskriptiven Anatomie des Menschen" von Johannes Sobotta. Aus diesem Anlass präsentiert die Elsevier GmbH in Kooperation mit dem Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité eine Ausstellung zur Geschichte des Sobotta Atlasses. Bis heute gilt der Sobotta-Atlas, der die gesamte makroskopische Anatomie des Menschen erklärt, als Standardwerk der Medizin.
Der aufgeklappte Mensch
Das Wissen vom Aufbau und den Funktionen des menschlichen Körpers ist Basis für
ärztliches Denken und Handeln.
Die moderne wissenschaftliche Anatomie im heutigen Sinne wurde im 16.
Jahrhundert durch den Paduaner Medizinprofessor Andreas Vesal (1514 – 1564)
begründet. Vesal legte die Schriften der antiken Anatomen beiseite. Er griff
selbst zum Messer und zeichnete, was er sah. 1543 veröffentlichte er seine vor
allem am menschlichen Körper gewonnenen Sektionsbefunde in seinem Epoche
machenden illustrierten Anatomiebuch „De Humani corporis fabrica“ (Über den Bau
des menschlichen Körpers).
Die erste Auflage erschien bereits zwischen 1904 und 1907
Bis heute ermöglichen Anatomie-Atlanten angehenden und praktizierenden Ärzten
Orientierung in den komplexen Strukturen des Menschen. Eine ideale Mischung aus
realistischem und erklärendem Atlas bot seit Anfang des 20. Jahrhunderts das
Werk des Anatomen Johannes Sobotta (1869 – 1945). Die erste Auflage erschien in
drei Teilen zwischen 1904 und 1907 im J. F. Lehmanns Verlag, ebenso die
folgenden elf Auflagen bis 1944. Nach dem Zweiten Weltkrieg erwarb der Verlag
Urban & Schwarzenberg die Rechte an dem Anatomie-Atlas. Sobotta selbst arbeitete
bis zu seinem Lebensende 1945 an der fortlaufenden Verbesserung seines Werks.
Nach seinem Tod erschienen zwei Auflagen weitgehend unverändert. Im Jahr 1956
übernahm Hellmut Becher, Anatom in Münster, die Weiterentwicklung des
Anatomie-Atlasses. Unter seiner Ägide publizierte der Verlag die 14. bis 17.
Auflage.
Ständige Verbesserung des Standardwerkes bis in die Gegenwart
Unter den Herausgebern Helmut Ferner, Anatom in Heidelberg und Wien, und Jochen
Staubesand, Anatom in Freiburg i. Br., erfuhr die 18. Auflage des Atlasses 1982
eine völlige Umarbeitung und Neugliederung in zwei Bände. Gut 10 Jahre später,
im Jahr 1993, übernahmen Reinhard Putz, Anatom an der
Ludwig-Maximilians-Universität München, und Reinhard Pabst, Anatom an der
Medizinischen Hochschule Hannover, die Herausgabe und Weiterentwicklung des
Atlasses. Ihnen sind vor allem die Abbildungen zur Anatomie am Lebenden sowie
die aufwendige didaktische Aufbereitung und Modernisierung des Werkes zu
verdanken. Die qualitativ und künstlerisch hochwertige Gestaltung des
Sobotta-Atlasses findet auch über Medizinerkreise hinaus Beachtung: Im Jahr 2000
wurde die aktuelle 21. Auflage von der Stiftung Buchkunst im Rahmen der
Frankfurter Buchmesse mit der Auszeichnung „eines der schönsten Bücher“
prämiert.
Bilder unter die Haut
Medizin ist ein Anschauungsfach. Zu allen Zeiten sind medizinische Werke reich
illustriert worden. In Zusammenarbeit mit Anatomen und Chirurgen fertigen
Illustratoren bis heute medizinische Abbildungen von toten und lebenden
Menschen. Mit Stift und Pinsel bzw. heutzutage auch mit modernster
Computertechnik geben sie den Blick unter die Haut frei und machen sichtbar,
welche Vorgänge im menschlichen Körper ablaufen. Die Zeichnung hat einen
entscheidenden Vorteil gegenüber der Arbeit am Seziertisch: die Möglichkeit,
sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, Unkenntliches zu überhöhen und somit
Übersichtlichkeit zu schaffen.
Das Bild steht im Mittelpunkt des Sobotta und der Ausstellung
Die medizinischen Illustrationen des Sobotta-Atlasses sind Dokumente der
Medizin, Kulturgeschichte und Kunst gleichermaßen. Das macht den besonderen Reiz
des Atlasses aus und prägt den Charakter: Knappe Texte erleichtern den Zugang zu
den Bildern und ermöglichen das Verständnis für die am Präparat gefundenen
Strukturen und Körperverhältnisse. Die Hauptaussage im Atlas vermittelt jedoch
immer das Bild.
Aus diesem Grund stehen über 70 qualitativ hochwertige anatomische Zeichnungen,
deren Entstehung in den Zeitraum zwischen 1904 bis 2004 fällt, im Mittelpunkt
der Ausstellung. Erstmals rücken medizinische Illustrationen aus den Archiven
ins Licht der Öffentlichkeit und werden so einem breiten Publikum zugänglich
gemacht.
Künstlerisch wertvolle Illustrationen
Johannes Sobotta konnte für seinen Atlas hervorragende Zeichner wie Karl Hajek
und Erich Lepier gewinnen. Die Tatsache, dass die Aquarelle noch heute anteilig
im Sobotta-Atlas vertreten sind, zeigt deren Aktualität und Zeitlosigkeit. Aus
dem Wiener Familiennachlass des namhaften Illustrators Lepier sind erstmals
Fotografien und Studien zu sehen. Eine Fotodokumentation mit der
Sobotta-Zeichnerin Ulrike Brugger und dem Herausgeber Professor Putz sowie
Zeichnungen in verschiedenen Entwicklungsstadien veranschaulichen den
Entstehungsprozess einer Sobotta-Illustration. Anatomische Präparate aus dem
Anatomischen Institut der Charité vervollständigen die Ausstellung. Unter den
Präparaten befinden sich einzigartige Präparationen von Adolf und Otto Seifert
sowie herausragende Korrosionspräparate und Serien plastinierter Gehirne aus den
letzten Jahren.
Durch die fortlaufende Arbeit an dem Anatomie-Atlas im Verlauf der letzten 100
Jahre entstand ein wissenschaftliches Werk, das sich durch Detailtreue in den
Abbildungen, Verlässlichkeit und hohe didaktische Qualität, verbunden mit
künstlerisch wertvollen Illustrationen, auszeichnet und von zahlreichen
Medizinern weltweit geschätzt wird.
Die Ausstellung in Berlin
An drei Terminals kann das interaktive Sobotta-Lernprogramm ausprobiert werden.
Über 1300 Abbildungen aus dem aktuellen Sobotta-Atlas, 3-D-Animationen von
Knochen, Gelenken und Muskeln, Gehirn und inneren Organen sowie histologische,
klinische und radiologische Abbildungen laden zu einem Ausflug in die virtuelle
Anatomie ein.
Der Mensch im Bild: 100 Jahre
Sobotta Anatomie-Atlas
11.06 - 19.09.2004
Eine Ausstellung des Verlags Elsevier in Zusammenarbeit mit dem Berliner
Medizinhistorischen Museum (BMM) an der Charité (www.bmm.charite.de)
Veranstaltungsort
Berliner Medizinhistorisches
Museum (BMM) der Charité
Campus Charité Mitte
Schumannstr. 20/21, D-10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30 450-536122,
Fax: +49 (0)30 450-536905 [email protected], www.bmm.charite.de
Öffnungszeiten
Di, Do, Fr 10-17 Uhr,
Mi 10-19 Uhr,
Sa und So 10-17 Uhr
Montags und an Feiertagen geschlossen
Eintritt: 4,00 Euro
Konzeption: Anita Schmidt-Stegmaier
Wer kann promovieren?
Normalerweise ist die Promotion an ein in Deutschland abgeschlossenes Hochschulstudium gebunden, also an ein erfolgreiches Ablegen der letzten ärztlichen, zahn- oder tierärztlichen Prüfung. Manche Universitäten verlangen zusätzlich, dass der Promovend dort immatrikuliert ist oder war. Von dieser Vorschrift kann man auf Antrag befreit werden.
Studienabschluß im Ausland, Doktorarbeit in Deutschland? Wer sein Studium im Ausland abgeschlossen hat, kann an einer deutschen Universität promovieren, sofern sein Studiengang und -abschluss den deutschen Anforderungen genügt. Über den entsprechenden Antrag entscheidet der Fakultätsrat bzw. der Promotionsausschuss der auserwählten Universität.
Doktorarbeit zu zweit?
In der Regel bearbeitet ein Doktorand allein das von ihm gewählte Thema. Bisweilen gibt es jedoch auch die Möglichkeit, dass zwei oder drei Doktoranden an einem Thema bzw. an zwei eng verknüpften Themen arbeiten. Bei so einer Arbeit verlangt der Promotionsausschuss jedoch, dass die Arbeitsleistung jedes Einzelnen klar ersichtlich und unmissverständlich zuzuordnen ist.
Jeder Doktorand muss selbständig wissenschaftlich gearbeitet haben. Wer vor hat eine gemeinsame Doktorarbeit in Angriff zu nehmen, muss sich unbedingt vorher beim Dekanat erkundigen, ob dies an der betreffenden Fakultät überhaupt möglich ist. Grundvoraussetzung für eine gemeinsame Doktorarbeit ist, dass die beteiligten Studenten optimal harmonieren. Emotionale Bindungen sind hier eher hinderlich, da oft noch eine gewisse Fluktuation besteht. Stabiler können hier „Studienfreundschaften" sein, die sich schon über längere Zeit bewährt haben.
Letztlich wird es sehr von der speziellen Arbeit abhängen, ob eine „Doppel- bzw. Dreifachkonstruktion" sinnvoll ist. Muss man sich z.B. um Probandenrekrutierung kümmern oder ist eine häufige Anwesenheit im Operationssaal zur Gewinnung von Gewebe- oder Blutproben Grundvoraussetzung einer Arbeit, so ist es sicher der Arbeit zuträglich, wenn man sich die Präsenz teilen kann. Andererseits gibt es genügend Reibungsflächen, die besonders in Stresssituationen zum Vorschein kommen können.
Die Entscheidung
für oder gegen eine Doktorarbeit zu zweit sollte sehr gut überdacht werden, da die
Chancen für ein Gelingen eher klein sind.
Die Überlegungen sind ähnlich wie bei einer Praxisgemeinschaft/Gemeinschaftspraxis. Allerdings ist die Doktorarbeit normalerweise zeitlich begrenzt und endet mit der Promotion oder dem Abbruch der Arbeit.
Die
Inhalte dieser Artikelserie stammen aus dem folgenden Buch:
Titel:
Praktische Tipps für
die Medizinische Doktorarbeit
Autor:
Eva-Maria Baur,
Martin Greschner, Ludwig Schaaf
ISBN:
3540650261
Verlag:
Springer Verlag
Preis:
14,95
Euro
Neben den hier
veröffentlichten Kapiteln 1,2,8,9 und 14 stehen in dem Buch sehr viele weitere
Informationen zur Verfügung. Um Euch einen Überblick über die weiteren Inhalten zu
verschaffen, schaut Euch doch einfach einmal das Inhaltsverzeichnis an.
Mit mehr als 1.000 Beiträgen in der Woche findet man in den Medi-Foren zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In der neuen Rubrik "Gelauscht" wollen wir Euch in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findet Ihr das ein oder andere Thema, das Euch auch interessiert - ein Klick und Ihr seid mit dabei:
Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der
Onlinezeitung:
Ilka Markmann, Redakteurin, Marlies Lehmkuhl, Redakteurin, Daniel Luedeling, Redakteur, Peter Artz, Redakteur, Franziska Böhm, Redakteurin, Susanne Kirscht, Redakteurin, Andreas Bussmeyer, Redakteur, Jascha Hellberg, Redakteur, Christian Weier, Redakteur, Jens Plasger, Redakteur, Stan, Reporter für Extremeinsätze, Arne Beckendorf, Buchrezensionen und Lokal Hannover, Andrea Clemens, Lokalbereich Uni Köln, Astrid Stumpf, Lokalbereich Uni Münster, Benedikt Bader, Lokalbereich Uni München, Bettina Kiep, Lokalbereich Uni Mainz, Cordula Sachse, Lokalbereich Uni Greifswald, Daniela Prause, Lokalbereich Uni Göttingen, Eike Beyer, Lokalbereich Uni Essen, Eva Skalsky ,Lokalbereich Uni Zürich, Franziska Thieme, Lokalbereich Uni Innsbruck, Katharina Ruether, Lokalbereich Uni Regensburg, Kristina Krüger, Lokalbereich Uni Hannover, Pia Paul, Lokalbereich Uni Witten, Stefanie Schmölke, Lokalbereich Uni Frankfurt, Tobias Schmeinck, Lokalbereich Uni Münster
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