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Hätten wir das Wort, hätten wir die Sprache, wir bräuchten die Waffen nicht. (Ingeborg Bachmann - österr. Lyrikerin)
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Editorial
Hallo,
nur noch wenige Tage, dann hat der Stress des Semesters Euch wieder. Damit zwischendurch bei all der verdienten Erholung keine Langeweile aufkommt, erhaltet Ihr wieder eine prall gefüllte Onlinezeitung.
In der letzten Woche hatten wir Euch das preisgekrönte eLearning-System PathoBasiliensis vorgestellt und in dieser Woche könnt Ihr in einem Interview mit der Preisträgerin Dr. Glatz-Krieger erfahren, welcher Mensch hinter dieser sehr empfehlenswerten virtuellen Lernumgebung steht.
Was wäre das Studium ohne Geld, Doktorarbeit und studentische Kongresse? Lest in dieser Ausgabe über Stipendien, effektive Recherche-Strategien und die European Students´ Conference in Berlin, die im Oktober vor der Türe steht, und zu der uns Angelika Mannsfeld aus dem Orga-Team Rede und Antwort stand.
Weiterhin bieten wir Euch das Inhaltsverzeichnis der aktuellen Via medici und einen lesenswerten Archiv-Beitrag aus einer der vergangenen Ausgaben der Onlinezeitung.
Doch damit nicht genug: Alicja Zybowski erzählt uns, wie im Reformstudiengang heicumed in Heidelberg die Chirurgie gelehrt wird. Apropos Reform: Die ersten Absolventen der Charite haben einen kompletten Reformstudiengang durchlaufen.
Bis zur nächsten Woche,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion Medi-Learn.net
PS: Deine mündliche Prüfung ist gut gelaufen? Herzlichen Glückwunsch :-))
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Frau Dr. med. Katharina Glatz-Krieger von der Universität Basel ist für das gemeinsam
mit ihrem Mann Dieter Glatz entwickelte Lernprojekt
PathoBasiliensis mit
dem diesjährigen mediendidaktischen Hochschulpreis (MEDIDA-Prix)
ausgezeichnet worden. Die virtuelle Lernumgebung, deren Besuch wir Euch sehr empfehlen möchten, bietet eine Fülle von Lern- und Bildmaterial für das
Fach Pathologie. Frau Dr. Glatz-Krieger war freundlicherweise bereit, sich für
ein Interview zum Thema Medizinstudium, eLearning und Pathobasiliensis zur Verfügung zu stellen.
Warum und mit welcher Motivation, wann und wo haben Sie studiert? Können Sie sich an die absoluten Höhepunkte und auch Tiefpunkte des
Studiums erinnern?
Das Medizinstudium habe ich an der Universität Basel absolviert.
Schon während des Medizinstudiums habe ich mich vor allem für die
Pathologie und das Mikroskopieren interessiert. Aber auch eher
medizinfremde Gebiete wie Biologie, Biochemie und Physiologie fand
ich spannend. Eigentlich fand ich mit Ausnahme der Orthopädie fast
alles interessant.
Wie sind Sie in ihr derzeitiges Berufsfeld gelangt: War es ein eigener
Entschluss, den Sie zielstrebig verfolgten oder spielte der Faktor
Zufall eine Rolle? Woran arbeiten oder forschen Sie und was zählt zu Ihren Aufgabengebieten?
Ich habe zunächst nur ein Jahr Medizin studiert und dann am Anatomischen
Institut die Ausbildung zur akademisch technischen Assistentin absolviert.
Da mir die Entwicklungsmöglichkeiten auf diesem Beruf sehr begrenzt
schienen, habe ich das Medizinstudium fortgesetzt und wusste schon bald,
dass die Pathologie für mich das ideale Fachgebiet darstellt, da dieser
Beruf äusserst vielseitig ist. Eine Karriere in einem klinischen Fachgebiet
hat mich nie gereizt.
Meine Haupttätigkeit ist die mikroskopische Diagnostik. Die Tätigkeit
im Autopsiesaal nimmt etwa 3-4 Wochen pro Jahr in Anspruch. Momentan sind
mehrere Forschungsprojekte in Arbeit zum Thema melanozytäre Tumoren
(mein Spezialgebiet) und weitere Projekte in Zusammenarbeit mit unserem
Zytologen.
Zunehmend halte ich auch Vorlesungen und Praktika.
Wann kam Ihnen oder Ihrem Team die Idee, das System PathoBasiliensis, wie es heute als eLearning-Suite vorliegt, zu entwickeln?
Unser Team besteht lediglich aus meinem Ehemann, der als Physiker im Universitätsrechenzentrum arbeitet und mir. Der Anstoß zur Entwicklung
von Autopsiefalldatenbank und Bilddatenbank kam von ihm. Die weiteren
Ideen und Projekte haben wir gemeinsam entwickelt. D.h. ich schilderte
ihm ein didaktisches Problem. Anschließend haben wir gemeinsam nach
einer optimalen Lösung für das Internet gesucht.
Worin liegt für Sie der Reiz und die Motivation, ihre Energie in die
Entwicklung einer virtuellen Lernumgebung wie PathoBasiliensis zu stecken?
Wir haben beide dank unserer Projekte unheimlich viel gelernt. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit führt zu einer Erweiterung des
Horizontes. Die Dankbarkeit der Nutzer, die wir aus Umfragen und
spontanen Zuschriften spüren, motiviert uns immer wieder von Neuem.
Was waren im Laufe der Entwicklung von PathoBasiliensis die absoluten Höhe-
wie auch Tiefpunkte?
Höhepunkte waren natürlich der Gewinn des MedidaPrix 2004 und des
Innovationspreises der Universität Basel 2003. Jede Zuschrift von
begeisterten Nutzern stellt außerdem einen kleinen Höhepunkt dar.
Ein Tiefpunkt ist die Tatsache, dass das Engagement für die Lehre nur
einen sehr geringen Stellenwert hat und gleichwertige Leistungen in der
Forschung viel höher eingestuft werden. Ich hoffe, dass der Gewinn des
MedidaPrix in dieser Beziehung Besserung bringt.
Welche Vorteile bietet das Lehrsystem PathoBasiliensis gegenüber einem
herkömmlichen Lehrbuch?
Interaktive Pfeile in den sehr zahlreich vorhandenen Bildern, Lernspiele,
vielseitige Linkmöglichkeiten
und Darstellung eines pathologischen Befundes im Gesamtzusammenhang, nicht
nur aus der Sicht des Pathologen. Das virtuelle Mikroskop erlaubt den
Studierenden über das Internet Präparate zu mikroskopieren und wird von
einigen Studierenden als einfacher empfunden als mit einem traditionellen
Mikroskop.
Was halten Sie von der These: 'Mit eLearning lässt sich das Lernen der
Medizinstudenten revolutionieren'? Oder anders
gefragt: Wie beurteilen Sie die Möglichkeiten des eLearnings im Methodenmix des Lernens?
Revolutionen im Bereich der Lehre wird es kaum geben. Lernen ist und bleibt
bis zu einem gewissen Grad anstrengend. Es wird aber dank eLearning
vielseitiger und effizienter.
Was werden Sie mit dem Preisgeld aus dem Medida-Prix machen?
Das Preisgeld ist projektgebunden. Wir werden es also in die Weiterentwicklung
von Projekten stecken.
Wo finden Sie von der Medizin, den konzeptionellen Arbeiten und Programmieren im Beruf den nötigen Abstand und
Entspannung?
Beim Wandern auf möglichst wenig frequentierten Wanderwegen.
Welche Tipps würden Sie Studenten der Medizin für das Medizinstudium aus eigener Erfahrung mit auf den Weg geben
wollen?
Sich nicht von Anfang weg auf ein bestimmtes Fachgebiet fixieren und für Neues immer offen sein. Den Lernstoff aus möglichst vielen
unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten. Plötzlich ergeben sich
dadurch neue Erkenntnisse oder Sichtweisen einer Erkrankung.
Geniessen Sie das Medizinstudium, bevor Sie in das Berufsleben eintreten!
Herzlichen Dank für dieses Interview! Jens Plasger (Medi-Learn.de)
In der virtuellen Lernumgebung PathoBasiliensis
findet ihr zahlreiche eLearning-Module zur Pathologie: PathoPic +
Trainer, Autopsie-Datenbank + Trainer, HiPaKu (Histopathologiekurs),
ZyPaKu (Zytopathologiekurs), vMic (Das Virtuelle Mikroskop).
Schon seitdem es die Onlinezeitung von Medi-Learn.net gibt, veröffentlichen wir den Inhalt der neuen Via medici.
Hier nun das Inhaltsverzeichnis des aktuellen Heftes Via medici 04/2004 mit einem breiten Spektrum an Artikeln und Hintergrundinformationen rund um das Medizinstudium.
Via Perspektiven
Ars Medici
Studium, PJ und Famulatur in Spanien: Hasta la vista, Doc!
Kommunikation mit ausländischen
Patienten: Aufklärung mit Händen und Füßen
Heilpflanzen, Schamanen und Biopatente: Verborgene Schätze
Manager im Gesundheitssystem: Zahlenjongleure und Präventionsartisten
Die besondere Famulatur: Tauchmedizin in Sharm el Sheikh
Ein Jahr neue AO: Konjunktur für Pioniere
Einsatz im Flüchtlingslager: Die Vergessenen von Belutschistan
OP-Techniken: Mamma-Ca Dem Wächter auf der Spur
Kasuistik: Gedeihstörungen Wachsende Besorgnis
Notfall: Intoxikation mit Biodrogen Horrortrip – voll biologisch
Anatomische Kasuistik
Karpaltunnelsyndrom Nerv im Schwitzkasten
Rätsel-Kasuistik Souvenir aus dem Busch?
Praxisanleitung: Venenverweilkanüle Der Weg in die Vene
Campo Medici
Tipps & Trends
Via Campus
Rätsel
Ausblick
Via Multimedia
Die neue Via medici gibt es in jeder
medizinischen Fachbuchhandlung (5,50 Euro/Heft) oder im Abo (19,95
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In Heidelberg genießen die Medizinstudenten seit einiger Zeit den Reformstudiengang des sogenannten 'Heidelberger Curriculum Medicinale' (kurz: heicumed). Alicja Zybowski hat ihre Eindrücke und Erlebnisse im Chirurgie-Block in sehr lesenswerter Form zu Papier gebracht. Heute gibt es den ersten Teil des Erfahrungsberichtes.
Chirurgieblock heicumed: Es ging sofort und unvermittelt los
Letztes Jahr belegte ich den Block Chirurgie in Heidelberg, einer der insgesamt vier klinischen Blöcke, die im Rahmen von „heicumed“ umgestaltet wurden und nun auf einer interaktiven und praktischeren Zielsetzung basieren. Für die ungefähr 180 Studenten gab es eine Einführungswoche, die meiner Meinung nach eigentlich keine wirkliche Einführung war, sondern einfach der Beginn der Kurse. Denn schon vom ersten Tag an, wurden wir mit Aufgaben betraut, für die man
sicherlich ein besser ausgebildetes Vorwissen hätte mitbringen sollen; z.B.
sollten wir Thoraxdrainagen in Plastikpuppen legen, Schweinehäute nähen, etc.
Außerdem wurden an einem Tag so viele verschiedene Fächer durchgenommen, dass
man eher verwirrt war; und natürlich haben viele Dozenten wieder betont, was
sie alles in der Prüfung abfragen wollen. Ich denke nur, dass dieses Mittel um
sich Aufmerksamkeit zu verschaffen, nicht wirklich angebracht und irgendwann
ausgereizt ist. Die nächsten 10 Wochen wurde morgens jeweils eine Stunde eine
Leitsymptom - Vorlesung gehalten, die anwesenheitspflichtig war, wie auch alle
anderen Veranstaltungen. Jede Woche wechselte hier das Fach, welches nicht immer
dasselbe des Nachmittags war.
Und Chirurgie kann doch interessant sein
In den ersten zwei Wochen stand auf meinem Stundenplan zusammen mit der Gruppe A
mit ungefähr 40 Studenten die Visceralchirurgie. Die Gruppen B bis E besuchten
jeweils zur gleichen Zeit andere Fächer der Chirurgie. Obwohl ich mit einer
gewissen vorgeprägten, nicht unbedingt positiven Einstellung in diesen Kurs
ging, war ich nach den zwei Wochen mehr als positiv überrascht, wie interessant
ein Fachgebiet sein kann, ohne dass man es jemals wirklich für sich als
Zukunftswunsch in Erwägung gezogen hätte. Was ich damit sagen möchte ist, dass
die unterrichtenden Ärzte so viel Mühe und Engagement gezeigt haben für ihr Fach
und für ihre Studenten, und auch den Erklärungen und Gesprächen nie müde wurden.
Ich habe sehr viel gelernt und das vor allem mit Freude, da man gesehen hat,
dass es den Dozenten ebenfalls Freude bereitet zu unterrichten.
Dreimal in der Woche hatten wir auch Kontakt zu Patienten mit Unterricht direkt
am Krankenbett in sehr kleinen Gruppen. Nähte und Knoten wurden in den Seminaren
nochmals geübt, so lange bis jeder sie konnte. POL Gruppen waren im Vergleich zu
den anderen Chirurgischen Fächern sehr sinnvoll und vervollständigten das
Verständnis. Es war ein sehr gut organisierter Kurs.
Anästhesisten lieben den Frontalunterricht
Darauf folgte einwöchig die Anästhesie. Dieser Kurs war meiner Meinung nach zu
frontal unterrichtet, die Dozenten schienen nicht wirklich große Lust zu haben.
Den folgenden Satz hörten wir sehr oft: „Ich mache das für Euch, ich kann es ja
schon, mir ist es egal, was Ihr daraus macht“. Natürlich ist es sehr schwierig,
Dosierungen, Wirkungen, Nebenwirkungen, etc. über Medikamente zu vermitteln, ohne
einen Frontalunterricht zu halten, aber ich glaube, es hängt sehr stark von den
Dozenten ab, die jede Woche wechselten. So könnte es natürlich sein, dass ein
Student, der diesen Kurs vier Wochen später besucht, absolut begeistert ist. Nur
kann man dann schlecht einen Vergleich ziehen, da der Dozent ein anderer war.
Der Notfallkurs hat mich begeistert
Der einwöchige Notfallkurs war der praktischste Teil des ganzen Semesters: Wir
sollten anhand einer Puppe, die sogar Puls, EKG, Atem- und Brechgeräusche und
sogar Venen zum punktieren besaß, die unterschiedlichsten Notfälle in möglichst
realer Situation lösen. Das Wiederbeleben mit Herzmassage, Defibrillieren,
Beatmen und Intubieren wurde sehr gut eingeübt. Und ein Computer überprüfte
genau, „wie gut wir an der Puppe Hand anlegten“. Alle Studenten wurden hier,
ebenfalls in mittlere Gruppenstärken zu je 9 Studenten aufgeteilt, gleichermaßen
gefordert. Es hat sehr viel Spaß gemacht.Ich war absolut begeistert von diesem
Kurs, zumal ich mich jetzt in der Lage fühle, bei einem tatsächlichen Notfall
wirklich (mit-)helfen zu können.
Nachdenkliches aus der Urologie Die Urologie, ein sehr überschaubares Fachgebiet, stimmte mich zunächst
skeptisch, weil ich eine gewisse Einseitigkeit befürchtete und, dass die
Prostata und ihre Krankheiten uns ausschließlich beschäftigen würden. Für einen
niedergelassenen Arzt wäre dies wohl auch der Fall, aber eine Uniklinik hat
natürlich immer eine größere Vielfalt und auch sehr außergewöhnliche Krankheiten
zu bieten. Besonders die Nierentransplantation hat mich sehr interessiert. Die
Seminare beinhalteten auch Notfälle jeglicher Art und ein großes Diagnostisches
Quiz zum Schluss der Woche. Es wurde nie langweilig zuzuhören, die Theorie und
Praxis war sehr ausgewogen und die Organisation sehr gut.
Natürlich war die Krebskrankheit, wie in jedem anderen chirurgischen Fach auch,
ein sehr großes Thema. Nach zehn Wochen hat man fast den Eindruck, dass Krebs
irgendwann jeden Menschen irgendwo befallen wird; es war sehr traurig, diese
Patienten zu sehen und gleichzeitig zu wissen, dass es eigentlich gar keine
ursächliche Heilung gibt, zumindest noch nicht. Wenn durch die Forschung eines
Tages auf diesem Gebiet eine ursächliche Heilung erzielt werden kann, wird so
unglaublich vielen Menschen geholfen. Die Dozenten waren gleichfalls gute Lehrer
und sehr einfühlende Ärzte, es war bewundernswert zu sehen, wie fürsorglich sie
im Klinikalltag mit den Patienten umgingen.
Gefäßchirurgie: Lernfreude und Lernfrust im Wechsel
Die Gefäßchirurgie behandelte natürlich die Arteriosklerose und ihren Folgen, die
in der westlichen Gesellschaft, die Todesfolge Nummer eins darstellt. An
Aktualität konnte dieser Kurs also mit Sicherheit nicht überboten werden. Es
wurden wirklich die Krankheiten besprochen, die uns tatsächlich erwarten werden
in unserer späteren Laufbahn, egal in welchem Fachgebiet man sich später
spezialisieren wird. Die Dozenten waren so unterschiedlich, dass man nach einem
Tag völlig begeistert nach Hause ging und am nächsten Tag völlig ohne Motivation
den Seminarraum verließ. In einer Pol-Veranstaltung hörten wir einen
45-minütigen Dialog und darauf wurde das gleich nochmals im Bedside-Teaching
wiederholt. Vielleicht hatte ich einfach nur Pech mit der Auswahl des Dozenten,
aber eigentlich finde ich es sehr schade, auf sein Glück hoffen zu müssen. Es
ist immer wieder erstaunlich, welche unterschiedlichen didaktischen Fähigkeiten
Ärzte aufweisen können.
Die Fortsetzung folgt in der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung!
Die ideale Ergänzung dazu: Valerius: Lehmanns PowerPockets Fotoatlas Anatomie
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Die 15th European Students’ Conference (ESC) steht in den Startlöchern und wird vom 19. bis 23. Oktober 2004 an der Charité in Berlin stattfinden. Wir möchten Euch zum einen über den Hintergrund dieser internationalen studentischen Konferenz informieren, zum anderen hat sich Angelika Mannsfeld aus dem Organisationsteam der ESC freundlicherweise zu einem kurzen Interview bereit erklärt.
Die European Students´ Conference (ESC)
Die ESC ist eine der größten und erfolgreichsten studentisch organisierten
biomedizinischen Konferenzen. Entstanden vor dem Hintergrund der deutschen
Wiedervereinigung, sollte die Konferenz dem wissenschaftlichen Nachwuchs aus Ost
und West einen Rahmen des inhaltlichen Austausches bieten. Mittlerweile können
Studenten aus aller Welt, nach entsprechender Qualifikation, ihre
wissenschaftlichen Forschungsarbeiten vorstellen und zu einer internationalen
Vernetzung von Medizinern und Naturwissenschaftlern beitragen. Unterstützt wird
die ESC von der Charité, Unternehmen aus der freien Wirtschaft sowie dem
Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Schwerpunkthemen HIV, Public Health und Neurosciences
Unser Interesse liegt, neben dem wissenschaftlichen Wettbewerb, im Dialog
zwischen Natur- und Kulturwissenschaften. Neueste Erkenntnisse der
biomedizinischen Forschung werden den sich hieraus ergebenden sozioökonomischen
Fragen gegenübergestellt. Aufgrund ihres hohen interdisziplinären Potentials
haben wir daher folgende Schwerpunkte gewählt:
Infektiologie und HIV/ AIDS
Globale Gesundheitsaspekte/ Public Health
Neurosciences.
HIV, Public Health und TBC
So erwarten wir u.a. Dermot Maher (WHO), der Strategien der globalen
Tuberkuloseeindämmung aufzeigt und im Zuge dessen Prof. Helmut Hahn die
TBC-Ausbreitung v.a. im osteuropäischen Raum thematisieren wird. Bei unserem
Schwerpunktthema HIV/ AIDS wollen wir einerseits eine Annäherung an die
molekularbiologischen Aspekte des Virus finden, so wird Prof. Robert Gallo,
einen Einblick von der Entdeckung bis zur Gegenwart geben. Desweiteren werden
Ansätze von Vakzinierungsmodellen vorgestellt. Weiterhin möchten wir auch
psychosoziale Gesichtspunkte, die mit einer HIV-Infektion einhergehen,
thematisieren. So werden wir mit der Berliner Aidshilfe einen Workshop
veranstalten, der die Teilnehmer für die Situation HIV Positiver sensibilisieren
soll. Da wir auch in diesem Jahr wieder viele Teilnehmer aus Osteuropa erwarten,
und vor allem auch aufgrund der dortigen hohen Neuinfektionsrate, ist es uns ein
besonderes Anliegen HIV in osteuropäischen Raum zu thematisieren. Ein Vertreter
der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit wird hierzu einen Einblick
vermitteln.
Neurosciences und Lernforschung
In den Neurosciences freuen wir uns auf den Lernforscher Prof. Henning Scheich,
sowie Dr. Patrick Haggard, vom Institute of Cognitive Neurosciences, London, der
sich dem diskussionsreichen Thema des freien Willens widmen wird. Zusätzlich
können die einzelnen Themen im Rahmen von Seminaren vertieft werden.
Workshops und Sessions runden das Programm ab
Zahlreiche Workshops bieten zudem die Möglichkeit praktische Methoden zu
erlernen, wie beispielsweise die Anwendung bildgebender Verfahren. Die Konferenz
eröffnet Prof. Siegenthaler aus Zürich, der mittlerweile zu den langjährigen
Unterstützern der ESC zählt. Parallel zu den Programm werden in Sessions der
jeweiligen Fachgebiete vorab qualifizierte Studenten und Postdocs ihre
Forschungsarbeiten einer Jury und interessierten Zuhörern präsentieren.
Weitere Infos und Anmeldung
Bisher haben sich 300 aktive (diejenigen die eine Arbeit präsentieren), sowie
250 passive Teilnehmer aus über 30 Ländern angemeldet.
Die Teilnehmergebühr beträgt € 45. Passive Teilnahme für Studenten und
Interessierte möglich.
Berliner Studenten können kostenlos teilnehmen.
Anmeldungen sind immer noch möglich unter
www.esc-berlin.com
Interview mit Angelika Mannsfeld (Orga-Team der ESC)
Soweit zum offiziellen Teil dieses studentischen Kongresses. Wir waren ein wenig
neugierig, was so hinter den Kulissen passiert und wer eigentlich hinter der
Organisation der Veranstaltung steckt.
Angelika Mannsfeld ist Mitglied im studentischen Organisationsteam und hat
sich dankenswerterweise für ein Interview zur Verfügung gestellt.
* Wie lange bist Du schon im Organisations-Team und aus welcher
Motivation bist Du Mitglied des Orga-Teams geworden?
Ich bin seit Anfang Januar im Orga- Team, denn zu Beginn des Jahres wird ein
neues Team gebildet. Eine Freundin von mir hat letztes Jahr die ESC organisiert
und mich so auf die Konferenz aufmerksam gemacht. Ich war letztes Jahr auch
Helfer auf der Konferenz .Dadurch hatte ich Lust bekommen, nicht nur auf der
Tagungswoche zu helfen, sondern auch selber mit zu organisieren.
* Was macht Dir an der Arbeit besonders Spass (das, was keinen Spass
macht, wäre auch mal interessant)?
Also die Arbeit an sich macht schon Spaß. Vor allem, wenn man Plakate entwirft
und andere Konferenzen bereist, oder mit den Zeitungen zusammen arbeitet.
Weniger Spaß macht es, wenn Sachen schief gehen, oder man einer Sache immer
wieder hinterherlaufen muß, bis sie endlich mal passiert: z.B. wenn man an eine
Firma eine Anfrage stellt und diese erst nach meinem vierten Anschreiben
antworten. Das gehört aber alles dazu.
* Was macht so ein Orga-Team eigentlich: klar - es organisiert, aber mit
welchen Aufgaben und Tätigkeiten seid ihr so beschäftigt?
Unser Team besteht aus 7 Mitgliedern. Diese kümmern sich um die verschiedenen
bereiche wie, Fundraising und Sponsoren, Logistik, Programm, Administration. Ich
bin für die PR und die Applicants zuständig: d.h., dass ich mich um jede Anfrage
kümmere und hilfreich zur Seite stehe. Ich kümmere mich um die Einladungen, Visa
und finanzielle Unterstützung. Ich verteile z.B. Travel Grants (Fördergelder).
Zu Beginn des Jahres ging es aber eher um die PR. Hier wurden Konferenzen
besucht und für uns geworben. Weiter wurden Fakultäten, Zeitungen und Journale
angeschrieben. Plakate, Flyer und Einladungen gedruckt. Ich bin allein für 2
große Gebiete eingesetzt, so dass ich manchmal ganz schön ins Straucheln kam, wo
mir meine Mitstreiter sehr viel geholfen haben.
* Wird die Orga-Mannschaft jedes Jahr neu zusammengesetzt? Wenn ich in
Berlin studiere, und Interesse habe, bei Euch mal vorbeizuschauen, an wen kann
ich mich wenden?
Das Orga-Team wird jedes Jahr neu zusammengesetzt. Dies geschieht willkürlich.
Alle, die Interesse haben, versammeln sich zu einem angesagten Termin und die
alten Orga's erzählen über die ESC. Dann findet sich ein Team von ganz allein.
Richtige Bewerbungen werden nicht geschrieben und die Unileitung hat hier Ihre
Hände auch nicht im Spiel. Falls uns jemand sucht, unser Sitz ist im
Fachschaftshaus der Charite, 3.Etage.
* Wieviel Zeit setzt Du für die Arbeit im Orga Team ein und was waren die
größten Pannen und auch die größten Erfolgserlebnisse?
Also die ESC nimmt viel Zeit ein: ich schätze so 20-25 h Pro Woche. Das hängt
auch davon ab, wieviel das jeweilige Referat zu tun hat.
Größtes Erfolgserlebnis: Prof. Dr. Gallo kommt zu unserer Konferenz. Größte
Panne: Ein Kollege und ich haben eine Konferenz in Italien besucht, die uns
überhaupt nichts genützt hat, da es eine E-Learning Konferenz war. Weitere
Panne: der Fehldruck unserer Poster.
* Bietet ihr auch ein "studentisches Rahmenprogramm" neben dem Kongress?
Dieses Jahr sind wieder Stadtrundfahrten und Sport geplant. Es gibt auch 2
Parties und ein großes "Welcome Dinner". Ansonsten werden diverse Workshops
angeboten, welche jedoch mit Medizin zu tun haben.
* Was machst Du im "wahren Leben"?
Im "wahrem Leben" studiere ich Medizin im 5.Semester. Neben der ESC mache ich
noch viel Sport und den Führerschein. Und natürlich verbringe ich auch viel Zeit
mit meinen Freunden.
* Gibt es ein Highlight auf der ESC, die man als Besucher auf keinen Fall
verpassen sollte, falls man gerade in Berlin ist?
Absolutes Highlight ist die Lecture des amerikanischen Virologen und
AIDS-Forschers Prof. Dr. Gallo. Er ist Direktor des Instituts für Humanvirologie
der Universität von Maryland in Baltimore und wurde als Mitentdecker des
AIDS-Erregers HIV-1 weltweit bekannt.
Vielen Dank für dieses Interview!
Jens Plasger (Medi-Learn.de)
Medline
MEDLINE ist die bibliographische Datenbank der „National Library of Medicine" und entspricht dem Index Medicus. Diese Datenbank enthält etwa 6,5 Mio. dokumentierte Zitate seit 1966, jährlich kommen ca. 350.000 Zitate aus 3.400 Zeitschriften dazu. MEDLINE wird monatlich aktualisiert.
Neben Angaben zu Autoren, Titel und Schlagwörtern ist in ca. 80% der seit 1976 erfassten Publikationen auch ein Abstract gespeichert. Dadurch sind eine sofortige Relevanzprüfung und eine Freitextsuche möglich. Die Verwendung mehrerer Suchbegriffe erlaubt auch eine Kombinationssuche.
Suchstrategie In aller Regel wird man eine Suche relativ weit gefasst beginnen, um keine relevanten Zitate zu übersehen. Der Anteil der gefundenen unter allen relevanten Ergebnissen heißt „recall" und ist das Maß für die Trefferquote; ein „recall" von 0,85 heißt beispielsweise, dass 85% aller wirklich relevanten Zitate gefunden wurden. Die Präzision ist der Anteil der relevanten Zitate unter allen gefundenen, eine Präzision von 0,6 heißt also, dass 60% der gefundenen Information relevant sind, 40% sind nicht verwertbar. Diese Werte hängen einmal von der benutzten Such-Software ab, zum anderen von der eigenen Suchstrategie. Anfänglich wird man also mit einem hohen „recall" bei niedriger Präzision arbeiten, man nimmt also viele irrelevante Zitate in Kauf, um keine relevanten zu übersehen.
Zeigt sich, dass die Zahl der gefundenen Zitate zu gering ist, werden die Suchbegriffe überprüft und evtl. weiter gefasst. Ist die Zahl der gefundenen Zitate hoch, sollten sie auf Kosten der irrelevanten Zitate eingeschränkt, also die Präzision erhöht werden. Hierzu kann man versuchsweise konkretere Suchbegriffe eingeben, läuft dabei aber Gefahr, auch relevante Artikel zu verlieren. Diese Auslese lässt sich natürlich auch „von Hand" durchführen, indem man alle gefundenen Abstracts durchliest und die relevanten markiert.
Online-Recherchen
Die älteste der „modernen" Recherchetechniken ist eine Online-Recherche über das „Deutsche Institut für medizinische Dokumentation und Information", kurz DIMDI, in Köln. Online bedeutet, dass eine direkte Verbindung zum Computer von DIMDI hergestellt wird. Für eine Online-Recherche braucht man eine Zugangsberechtigung, die sich für den Einzelnen aber kaum lohnen dürfte. Viele Universitäten bieten die Online-Recherche als Serviceleistung ihrer Bibliotheken an. Dort sind auch die Formulare für den Suchauftrag erhältlich. Eine Online-Recherche hat einige Vorteile: Der Hauptvorteil ist die enorme Datenmenge, auf die man über DIMDI Zugriff hat. Über 100 Datenbanken mit Publikationen aus den Bereichen Medizin und Biowissenschaften samt Randgebieten sind verfügbar. Die wichtigste Datenbank für den Mediziner ist MEDLINE. Andere wichtige Datenbanken sind beispielsweise „cancerlit" über die gesamte Onkologie oder „PsycINFO" mit Zitaten aus der gesamten Psychologie.
Suchauftrag Im Suchauftrag wird außer nach der genauen Themenbeschreibung nach zwei bis drei relevanten Arbeiten zu diesem Thema gefragt. Diese Arbeiten dienen als Basisinformation und Kontrollmöglichkeit für den Recherchierenden. Weiterhin kann man diese Suche einmalig oder auch monatlich über einen gewissen Zeitraum durchführen lassen. Andere Wahlmöglichkeiten betreffen die Anzahl der Fundstellen, Spracheinschränkung (z.B. kein Japanisch) etc.
DIMDI-Recherche Früher wurde sie von einem Bibliothekar durchgeführt, der sich in der Bedienung des Systems auskannte. Er führt die Recherche nach dem ausgefüllten Suchauftrag durch. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte der Doktorand dabei sein, um auftretende Fragen gleich klären zu können. Sollte er nicht teilnehmen können, ist es wichtig den Suchauftrag sehr genau und unmissverständlich zu formulieren, da die Bibliothekare meist keine Mediziner sind. Vor der eigentlichen Recherche empfiehlt es sich, im MeSH-Katalog die eigenen englischen Schlagwörter auf Richtigkeit zu prüfen, um später nicht Online-Zeit zu verschenken. Einer der großen Nachteile des Systems ist nämlich der Preis. Zwar räumt DIMDI den Unis besondere Konditionen ein, aber dennoch kostet die Recherche ca. DM 100,-. Durch einen Landeszuschuss, der auf einem gesonderten Formular beantragt werden muss, lassen sich diese Kosten nochmals halbieren. Dieser Zuschuss wird in einigen Bundesländern für wissenschaftliches Personal und Doktoranden gewährt. Ein weiterer Nachteil dieser Art zu recherchieren, besteht in der Schwierigkeit, die Relevanz der gefundenen Zitate schnell zu prüfen. Man kann zwar einige Abstracts herunterladen, also auf den Bibliotheksrechner übertragen und so die Suchstrategie überprüfen, aber das kostet eben wiederum Zeit und Geld. Das DIMDI bietet auch Privatleuten die Nutzung über T-Online oder Internet an: http://www.dimdi.de . Für
einen Jahresbeitrag und eine von Suchdauer und heruntergeladener Datenmenge abhängige zusätzliche Gebühr können Privatleute in den DIMDI-Datenbanken recherchieren.
Die
Inhalte dieser Artikelserie stammen aus dem folgenden Buch:
Titel:
Praktische Tipps für
die Medizinische Doktorarbeit
Autor:
Eva-Maria Baur,
Martin Greschner, Ludwig Schaaf
ISBN:
3540650261
Verlag:
Springer Verlag
Preis:
14,95
Euro
Neben den hier
veröffentlichten Kapiteln 1,2,8,9 und 14 stehen in dem Buch sehr viele weitere
Informationen zur Verfügung. Um Euch einen Überblick über die weiteren Inhalten zu
verschaffen, schaut Euch doch einfach einmal das Inhaltsverzeichnis an.
Dein Artikel hier!? Kein Problem
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Kopf frei fürs Examen - Studienendfinanzierung
Große Sprünge können sich Studierende meistens nicht leisten. BAföG, Praktikums-Vergütung, Stipendien oder der Eltern-Zuschuss decken gerade einmal die nötigsten Ausgaben für Wohnung, Mensa und Freizeit. Besonders wichtig wird finanzielle Rückendeckung dann während der Examensvorbereitung. Gerade Examenskandidatinnen und –kandidaten sollten Kopf und Rücken frei haben und nicht auf Zeit raubende Jobs angewiesen sein.
Deshalb bietet ihnen die APO-Bank die Studienendfinanzierung, d.h. während des „Endspurts“ einen monatlichen Beitrag zu ihrem Lebensunterhalt, an.
Die Vorzüge
keine Bearbeitungsgebühren
100-prozentige Auszahlung des Kredits
freie Verfügbarkeit
niedriger Zinsaufwand
außerplanmäßige Tilgungen, z.B. bei unerwartetem Geldzufluss
Und noch ein Plus: Die von der Bank geleisteten Darlehensbeträge haben keinen Einfluss auf die BAföG-Berechnungen!
Einige Studenten haben das Glück, ein Stipendium für das Medizinstudium zu erhalten. Im folgenden Artikel stellen wir die Studienstiftung des Deutschen Volkes aus der Sicht einer Studentin und einige weitere Vergabestellen für Stipendien vor.
Stipendien Eine ganze Reihe von Institutionen gewährt besonders befähigten oder besonders engagierten Studenten Stipendien, also Zuwendungen in materieller und immaterieller Form. Ein Stipendium zu bekommen und die konkrete Ausgestaltung dessen, was man als Stipendiat beachten muss und welche Vorzüge man in Anspruch nehmen kann,ist sicherlich so unterschiedlich wie die verschiedenen Organisationen, die Stipendien vergeben. Daher möchten wir Euch an dieser Stelle die Studienstiftung des Deutschen Volkes sowie einige weitere Informationsseiten für Stipendien vorstellen.
Studienstiftung des Deutschen Volkes (keine eigene Bewerbung möglich, man wird vorgeschlagen) Erfahrungsbericht Ricarda M. – Aufnahmewochenende der Studienstiftung und wie es weiterlief Ricarda M. ist eine Studentin aus Heidelberg, die ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes erhält. Die Studienstiftung ist eine politisch und weltanschaulich unabhängige Stelle zur Vergabe von Stipendien, für die man vorgeschlagen werden muss (eine Selbstbewerbung ist nicht möglich). Ricarda erinnert sich rückblickend an das Aufnahmewochenende und die ersten Semester der Förderung, die sie bislang erhalten hat:
„Es begann alles nach der mündlichen Abiturprüfung. Unser Schulleiter hat mich dann nach Bekanntgabe der mündlichen Abiturnoten zu einem persönlichen Gespräch gebeten, in dem er mir mitteilte, dass er mich für ein Stipendium der Studienstiftung vorschlagen möchte. Nachdem ich nachhakte, "womit ich mir das verdient habe", lobte er mein Engagement in den verschiedenen AG´s an unserer Schule (Bibliothek-AG, Schulgarten-AG, Ökologie-AG). Kurz nach Semesterstart und Beginn des Medizinstudiums erhielt ich einen Brief der Studienstiftung, in der die näheren Formalitäten des Wochenendes mit den Auswahlgesprächen erläutert wurden.
Ich fuhr mit gemischten Gefühlen dorthin. Nach der ersten Kennenlernrunde am Freitag ging dann das offizielle Programm für den Samstag/Sonntag los: Jeder hatte in einer Gruppe zu 6 Personen ein ausführlicheres Referat vorzutragen, das dann anschließend im Gruppenkreis diskutiert wurde. Zudem gab es zwei Einzelgespräche mit Mitgliedern der Auswahlkommission über rund 45 Minuten, in denen über den Lebenslauf, die persönlichen Ziele und Motivation für das Studium geredet wurde. Es lief sehr locker ab und ich habe mich dann so gegeben, wie ich immer bin und nicht versucht, mich zu verstellen oder besonders „klug“ oder so zu wirken.
In den nächsten Wochen sollten wir das Ergebnis per Post erhalten und einen kleinen Jubelsprung habe ich dann auch gemacht, als ich die Nachricht las, dass ich als Stipendiat in die Studienstiftung aufgenommen bin.
Ich erhalte nun ein Büchergeld und einen Stipendienbetrag und muss für jedes Semester einen kleinen Bericht über meine Erfahrungen beim sogenannten Vertrauensdozenten (ein Hochschullehrer, der die Studienstiftler an der Uni betreut und bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite steht) abgeben. Zudem treffen wir uns meist einmal pro Semester zu einem Grillabend, Theaterbesuch, Museumsgang zum gegenseitigen Kennenlernen und Austausch untereinander. Die Studienstiftung bietet zudem u.a. sogenannte Sommerakademien, Sprachkurse und Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung von Auslandsaufenthalten.“
Soweit Ricarda M. im Gespräch mit der Redaktion. An dieser Stelle vielleicht noch folgender Hinweis der Redaktion: Es ist auch möglich, noch im Laufe des Studiums für ein Stipendium durch einen Hochschullehrer vorgeschlagen zu werden oder aber z.B. im Rahmen der Doktorarbeit Stipendien der Studienstiftung zu erhalten. Nähere Infos zur Studienstiftung des Deutschen Volkes findet Ihr unter:
http://www.studienstiftung.de
Weitere Vergabestellen von Stipendien, die auch eine Bewerbung zulassen Kann man sich bei der Studienstiftung nicht selber für ein Stipendium vorschlagen, so bieten einige weitere Institutionen die Möglichkeit, sich für ein Stipendium zu bewerben. Diese v.a. kirchlichen Institutionen und partei- bzw. industrienahen Stiftungen vergeben Stipendien, deren konkrete Anforderungen hier im einzelnen aufzuführen den Rahmen sprengen würde, sodass wir hier einen weiterführenden Link zu den wichtigsten Organisationen zur Vergabe von Stipendien anführen und Euch bei Interesse zur Lektüre und Informationssuche empfehlen möchten.
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Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonennten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: 'Das Überbringen schlechter Nachrichten - von Dr. med. Wolfgang Oertel'
In dieser Rubrik stellen wir Euch einen Ausschnitt aus dem Linkverzeichnis von Medi-Learn vor, das Ihr komplett [klick hier] findet. Falls Ihr auch eine oder mehrere interessante Webseiten für Medizinstudenten kennt, tragt sie doch bitte in unsere Linktipps ein. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Surfen.
Diese Woche stellen wir euch aus den Linktipps vor:
Surftipp 1
FreeBooks4Doctors
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Auflistung verschiedenster Online-Literatur aus allen medizinischen Fachbereich, vom Atlas bis zum Wörterbuch, in mehreren Sprachen
Der Online-Histologie-Kurs bietet dem Studenten theoretische Grundlagen anhand der Vorlesungsmitschrift. Schließend kann man eine wirkliche Fülle von histologischen Präparaten nach verschiedenen Kriterien (System (z.B. Bronchialsystem), alphabetisch oder Präparatenummer) anklicken, auf Mausklick erhält man dann nähere Informationen zu den verschiedenen Strukturen, die studentenentsprechend angepaßt ist, d.h. es wird nicht jede Zelle bezeichnet, aber jede für den Studenten wichtige Struktur.
Berlin (idw) - Die ersten Absolventen des "Reformstudiengangs Medizin" an der Charité werden im Oktober fertig. Im Oktober diesen Jahres werden die ersten Absolventen des Reformstudienganges Medizin ihr Studium abschließen, das sie im Wintersemester 1999/2000 aufgenommen hatten.
Völlig neues Curriculum orientiert an internationalen Masstäben
Der Reformstudiengang wurde an der Charité parallel zum Regelstudiengang
durchgeführt, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und anderen
Mittelgebern unterstützt und als Modellprojekt wissenschaftlich begleitet und
jährlich evaluiert und ggf. verbessert.
Im Reformstudiengang wurde und wird ein für Deutschland vollkommen neues
Curriculum erprobt, das sich an international erfolgreichen Studiengängen
orientiert. Seine Hauptcharakteristika sind das fachübergreifende, vom Problem
(Symptom) ausgehende Lehren und Lernen in Kleingruppen sowie Patientenkontakte
vom ersten Tag des Studiums an. Ein wichtiges Ziel ist auch die Vermittlung
einer ganzheitlichen Sicht auf den Patienten, d.h. die Verbindung der
naturwissenschaftlichen Aspekte der Medizin mit dem psycho-sozialen Bezug.
Genaue Lernziele, Trainingszentrum für ärztliche Tätigkeiten
Außerdem wurden genaue Lernziele der einzelnen Studienabschnitte definiert und
diese einem generellen Ausbildungsziel zugeordnet: Dieses Vorgehen zielt auf
einen Arzt, der Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten erworben hat, die ihn
befähigen, in der hausärztlichen Versorgung tätig zu werden. Dazu gehört die
Fähigkeit, wissenschaftlich zu denken und zu handeln, dabei ethische,
ökologische und ökonomische Aspekte der eigenen Tätigkeit zu erfassen und in
ärztlichen Entscheidungen zu berücksichtigen sowie die Bereitschaft und
Fähigkeit, eigene Kompetenzen einzuschätzen und sich eigenverantwortlich
lebenslang fortzubilden .
Dem Regelstudiengang stehen mit dem sog. "TÄF", dem "Trainingszentrum für
ärztliche Fertigkeiten", eigene Räume am Campus Mitte der Charité zur Verfügung.
Der Studiengang verlangt von den Dozenten andere Vorgehensweisen, als sie es aus
dem Regelstudiengang mit Frontalvorlesungen und Beschränkung auf ein einzelnes
Fach kennen.
In den sechs Jahren seit Beginn des Reformstudienganges haben zahlreiche
deutsche Universitäten in ihrem Regelstudium Teilreformen, meist nach dem
Vorbild der Ausbildung in Harvard/USA, eingeführt. Und seit dem 3. Juli 2002
wurde eine neue Approbationsordnung für Ärzte in Kraft gesetzt, die den
Fakultäten gewisse Freiräume zu eigener Ausgestaltung des Medizinstudiums
erlauben.
Der Reformstudiengang (RSM)
Der Reformstudiengang (RSM) unterscheidet sich indessen von allen in vielerlei
Hinsicht:
Er war und ist eine Reform von unten, ausgegangen von streikenden
Medizinstudenten, die an der Freien Universität Berlin in den Jahren 1988/9 die
Ausbildung kritisierten und eigene Vorstellungen entwickelten. Reformierungen an
anderen Fakultäten sind dagegen von oben verordnet worden und für alle
verbindlich, während der RSM wählbar ist.
Der RFM ist der erste Studiengang an einer staatlichen Fakultät, der das
gesamte Curriculum vollkommen neu konzipiert hat, während an anderen
Universitäten nur partielle Veränderungen vorgenommen wurden, die die durch die
Approbationsordnung vorgegebene Struktur nicht antasten.
Der RSM wird wissenschaftlich begleitet und legt am Ende nicht nur Mutmaßungen
über sein Pro und Contra vor, sondern Fakten.
Der RSM ist, nachdem es in Deutschland - ganz anders als in anderen Ländern -
keine Ausbildungsforschung gibt (außer im Zusammenhang mit dem Numerus clausus),
das einzige Beispiel einer solchen.
Die Drop out Rate beträgt im RFM mit 2% nur ein Zehntel der von
Regelstudiengängen.
Die zeitliche Beanspruchung der Studierenden ist hoch. Der RSM wird nach
Jahrgängen, nicht Semestern geführt und ermöglicht so einen engen Zusammenhalt
sowohl der Studierenden untereinander als auch zwischen Studierenden und
Fakultät.
Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der
Onlinezeitung:
Ilka Markmann, Redakteurin, Marlies Lehmkuhl, Redakteurin, Daniel Luedeling, Redakteur, Peter Artz, Redakteur, Franziska Böhm, Redakteurin, Susanne Kirscht, Redakteurin, Andreas Bussmeyer, Redakteur, Jascha Hellberg, Redakteur, Christian Weier, Redakteur, Jens Plasger, Redakteur, Stan, Reporter für Extremeinsätze, Arne Beckendorf, Buchrezensionen und Lokal Hannover, Andrea Clemens, Lokalbereich Uni Köln, Astrid Stumpf, Lokalbereich Uni Münster, Benedikt Bader, Lokalbereich Uni München, Bettina Kiep, Lokalbereich Uni Mainz, Cordula Sachse, Lokalbereich Uni Greifswald, Daniela Prause, Lokalbereich Uni Göttingen, Eike Beyer, Lokalbereich Uni Essen, Eva Skalsky ,Lokalbereich Uni Zürich, Franziska Thieme, Lokalbereich Uni Innsbruck, Katharina Ruether, Lokalbereich Uni Regensburg, Kristina Krüger, Lokalbereich Uni Hannover, Pia Paul, Lokalbereich Uni Witten, Stefanie Schmölke, Lokalbereich Uni Frankfurt, Tobias Schmeinck, Lokalbereich Uni Münster
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