04.10.2004

Ausgabe 238/04

Anzeige: :-) Das ganze Jahr lang Lachen bis die Rippen krachen :-)
Der Rippenspreizer-Cartoon Kalender 2005
Jetzt vorbestellen und eine Großpackung Humor für 2005 sichern!
Mehr Info und Vorschau - klick hier!


Medi -Learn

Die Onlinezeitung von Medi-Learn.net
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Hätten wir das Wort, hätten wir die Sprache, wir bräuchten die Waffen nicht.
(Ingeborg Bachmann - österr. Lyrikerin)


238_04_001_1624_99x

 Editorial
  

Hallo,
nur noch wenige Tage, dann hat der Stress des Semesters Euch wieder. Damit zwischendurch bei all der verdienten Erholung keine Langeweile aufkommt, erhaltet Ihr wieder eine prall gefüllte Onlinezeitung. In der letzten Woche hatten wir Euch das preisgekrönte eLearning-System PathoBasiliensis vorgestellt und in dieser Woche könnt Ihr in einem Interview mit der Preisträgerin Dr. Glatz-Krieger erfahren, welcher Mensch hinter dieser sehr empfehlenswerten virtuellen Lernumgebung steht.

Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden! Nachladen? Bitte F5 druecken!


Was wäre das Studium ohne Geld, Doktorarbeit und studentische Kongresse? Lest in dieser Ausgabe über Stipendien, effektive Recherche-Strategien und die European Students´ Conference in Berlin, die im Oktober vor der Türe steht, und zu der uns Angelika Mannsfeld aus dem Orga-Team Rede und Antwort stand. Weiterhin bieten wir Euch das Inhaltsverzeichnis der aktuellen Via medici und einen lesenswerten Archiv-Beitrag aus einer der vergangenen Ausgaben der Onlinezeitung.

Doch damit nicht genug: Alicja Zybowski erzählt uns, wie im Reformstudiengang heicumed in Heidelberg die Chirurgie gelehrt wird. Apropos Reform: Die ersten Absolventen der Charite haben einen kompletten Reformstudiengang durchlaufen.

Bis zur nächsten Woche,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion Medi-Learn.net

PS: Deine mündliche Prüfung ist gut gelaufen? Herzlichen Glückwunsch :-))
Jetzt Protokoll einreichen und am Prüfungsprotokoll-Gewinnspiel teilnehmen! - mehr Infos hier

  

238_04_002_1625_99x

 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Up-to-date: Examenszeugnis und Bewegungsapparat-Testat
2.Interview mit Dr. Katharina Glatz-Krieger - MEDIDA-Prix Sieger 2004
3.Die neue Via medici ist da
  
4.Heicumed - Chirurgie in Heidelberg (1)
5.European Students Conference Oktober 2004 in Berlin
6.Praktische Tipps zur Doktorarbeit: Moderne Recherchestrategien
  
7.Artikelserie zum Studienbeginn - Studienfinanzierung (3): Stipendien
8.Gestöbert im Archiv der Onlinezeitung: Wie überbringe ich schlechte Nachrichten
9.Geschickt geklickt: 4 neue Linktipps
  
10.Reformstudiengang Medizin Charite Berlin
11.Impressum, Abofunktion, Mitarbeit
    
PDF

Die Onlinezeitung gibt es nun auch als Druckversion im PDF Format. Zum Öffnen der Datei benötigt ihr die kostenlose Software Acrobat Reader.

Onlineversion - klick hier!

Für den Fall, dass die Onlinezeitung in eurer Email nicht richtig angezeigt wird, findet ihr noch einmal komplett Online unter
http://www.medi-learn.de/seiten/onlinezeitung/1/238/index.shtml

  

238_04_003_1626_99x

 - Werbung -


Humor + Medizin + Jahresplanung
=
Rippenspreizer Cartoon-Kalender 2005

Rippenspreizer tritt den Beweis an, dass Humor,
und Medizin sich nicht ausschliessen müssen.

Überzeug Dich jetzt unverbindlich und
sicher Dir bei Interesse Dein Vorzugsexemplar!

- Alle weiteren Infos - klick hier -

Alle Jahre wieder...

  

238_04_003_2101_99x

 1. Up-to-date

- zurück zum Inhalt -

  
Die Umfrage: Wieviel Zeit für Bewegungsapparat-Testat ?
http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=15789
  
Das Thema: Examenszeugnis
Direktlink zum Thema im Forum
  

238_04_01_1627_99x

 2. Interview mit Dr. Katharina Glatz-Krieger
MEDIDA-Prix Sieger 2004: Lernumgebung PathoBasiliensis

- zurück zum Inhalt -

  

Frau Dr. med. Katharina Glatz-Krieger von der Universität Basel ist für das gemeinsam mit ihrem Mann Dieter Glatz entwickelte Lernprojekt PathoBasiliensis mit dem diesjährigen mediendidaktischen Hochschulpreis (MEDIDA-Prix) ausgezeichnet worden. Die virtuelle Lernumgebung, deren Besuch wir Euch sehr empfehlen möchten, bietet eine Fülle von Lern- und Bildmaterial für das Fach Pathologie. Frau Dr. Glatz-Krieger war freundlicherweise bereit, sich für ein Interview zum Thema Medizinstudium, eLearning und Pathobasiliensis zur Verfügung zu stellen.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!


Warum und mit welcher Motivation, wann und wo haben Sie studiert? Können Sie sich an die absoluten Höhepunkte und auch Tiefpunkte des Studiums erinnern?
Das Medizinstudium habe ich an der Universität Basel absolviert. Schon während des Medizinstudiums habe ich mich vor allem für die Pathologie und das Mikroskopieren interessiert. Aber auch eher medizinfremde Gebiete wie Biologie, Biochemie und Physiologie fand ich spannend. Eigentlich fand ich mit Ausnahme der Orthopädie fast alles interessant.

Wie sind Sie in ihr derzeitiges Berufsfeld gelangt: War es ein eigener Entschluss, den Sie zielstrebig verfolgten oder spielte der Faktor Zufall eine Rolle? Woran arbeiten oder forschen Sie und was zählt zu Ihren Aufgabengebieten?
Ich habe zunächst nur ein Jahr Medizin studiert und dann am Anatomischen Institut die Ausbildung zur akademisch technischen Assistentin absolviert. Da mir die Entwicklungsmöglichkeiten auf diesem Beruf sehr begrenzt schienen, habe ich das Medizinstudium fortgesetzt und wusste schon bald, dass die Pathologie für mich das ideale Fachgebiet darstellt, da dieser Beruf äusserst vielseitig ist. Eine Karriere in einem klinischen Fachgebiet hat mich nie gereizt. Meine Haupttätigkeit ist die mikroskopische Diagnostik. Die Tätigkeit im Autopsiesaal nimmt etwa 3-4 Wochen pro Jahr in Anspruch. Momentan sind mehrere Forschungsprojekte in Arbeit zum Thema melanozytäre Tumoren (mein Spezialgebiet) und weitere Projekte in Zusammenarbeit mit unserem Zytologen. Zunehmend halte ich auch Vorlesungen und Praktika.

Wann kam Ihnen oder Ihrem Team die Idee, das System PathoBasiliensis, wie es heute als eLearning-Suite vorliegt, zu entwickeln?
Unser Team besteht lediglich aus meinem Ehemann, der als Physiker im Universitätsrechenzentrum arbeitet und mir. Der Anstoß zur Entwicklung von Autopsiefalldatenbank und Bilddatenbank kam von ihm. Die weiteren Ideen und Projekte haben wir gemeinsam entwickelt. D.h. ich schilderte ihm ein didaktisches Problem. Anschließend haben wir gemeinsam nach einer optimalen Lösung für das Internet gesucht.

Worin liegt für Sie der Reiz und die Motivation, ihre Energie in die Entwicklung einer virtuellen Lernumgebung wie PathoBasiliensis zu stecken?
Wir haben beide dank unserer Projekte unheimlich viel gelernt. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit führt zu einer Erweiterung des Horizontes. Die Dankbarkeit der Nutzer, die wir aus Umfragen und spontanen Zuschriften spüren, motiviert uns immer wieder von Neuem.

Was waren im Laufe der Entwicklung von PathoBasiliensis die absoluten Höhe- wie auch Tiefpunkte?
Höhepunkte waren natürlich der Gewinn des MedidaPrix 2004 und des Innovationspreises der Universität Basel 2003. Jede Zuschrift von begeisterten Nutzern stellt außerdem einen kleinen Höhepunkt dar. Ein Tiefpunkt ist die Tatsache, dass das Engagement für die Lehre nur einen sehr geringen Stellenwert hat und gleichwertige Leistungen in der Forschung viel höher eingestuft werden. Ich hoffe, dass der Gewinn des MedidaPrix in dieser Beziehung Besserung bringt.

Welche Vorteile bietet das Lehrsystem PathoBasiliensis gegenüber einem herkömmlichen Lehrbuch?
Interaktive Pfeile in den sehr zahlreich vorhandenen Bildern, Lernspiele, vielseitige Linkmöglichkeiten und Darstellung eines pathologischen Befundes im Gesamtzusammenhang, nicht nur aus der Sicht des Pathologen. Das virtuelle Mikroskop erlaubt den Studierenden über das Internet Präparate zu mikroskopieren und wird von einigen Studierenden als einfacher empfunden als mit einem traditionellen Mikroskop.

Was halten Sie von der These: 'Mit eLearning lässt sich das Lernen der Medizinstudenten revolutionieren'? Oder anders gefragt: Wie beurteilen Sie die Möglichkeiten des eLearnings im Methodenmix des Lernens?
Revolutionen im Bereich der Lehre wird es kaum geben. Lernen ist und bleibt bis zu einem gewissen Grad anstrengend. Es wird aber dank eLearning vielseitiger und effizienter.

Was werden Sie mit dem Preisgeld aus dem Medida-Prix machen?
Das Preisgeld ist projektgebunden. Wir werden es also in die Weiterentwicklung von Projekten stecken.

Wo finden Sie von der Medizin, den konzeptionellen Arbeiten und Programmieren im Beruf den nötigen Abstand und Entspannung?
Beim Wandern auf möglichst wenig frequentierten Wanderwegen.

Welche Tipps würden Sie Studenten der Medizin für das Medizinstudium aus eigener Erfahrung mit auf den Weg geben wollen?
Sich nicht von Anfang weg auf ein bestimmtes Fachgebiet fixieren und für Neues immer offen sein. Den Lernstoff aus möglichst vielen unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten. Plötzlich ergeben sich dadurch neue Erkenntnisse oder Sichtweisen einer Erkrankung. Geniessen Sie das Medizinstudium, bevor Sie in das Berufsleben eintreten!

Herzlichen Dank für dieses Interview!
Jens Plasger (Medi-Learn.de)
 

In der virtuellen Lernumgebung PathoBasiliensis findet ihr zahlreiche eLearning-Module zur Pathologie: PathoPic + Trainer, Autopsie-Datenbank + Trainer, HiPaKu (Histopathologiekurs), ZyPaKu (Zytopathologiekurs), vMic (Das Virtuelle Mikroskop).
© PathoBasiliensis - Institut für Pathologie Basel und Universitätsrechenzentrum
Dr. med. Katharina Glatz-Krieger, Dr. Dieter Glatz


Klick hier zur Lernumgebung PathoBasiliensis

Klick hier zu MEDIDA-Prix

   
Autor(in): Dr. med. Katharina Glatz-Krieger ([email protected])
  
Links zum Artikel:

·   

PathoBasiliensis - die virtuelle Lernumgebung für Pathologie

·   

Artikel zum Medida-Prix über Pathobasiliensis

·   

MEDIDA-Prix
  
Diskussionen im Internet:
  

·   

Foren zum Medizinstudium

Dein Artikel hier!? Kein Problem - mitmachen lohnt sich (Buchpräsente & Co) - Mehr Info - klick hier

  

238_04_02_1633_99x

 - Werbung -


  

238_04_02_2080_99x

 3. Die neue Via medici ist da!

- zurück zum Inhalt -

  

Schon seitdem es die Onlinezeitung von Medi-Learn.net gibt, veröffentlichen wir den Inhalt der neuen Via medici.

Hier nun das Inhaltsverzeichnis des aktuellen Heftes Via medici 04/2004 mit einem breiten Spektrum an Artikeln und Hintergrundinformationen rund um das Medizinstudium.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!


  • Via Perspektiven
  • Ars Medici
  • Studium, PJ und Famulatur in Spanien:
    Hasta la vista, Doc!

  • Kommunikation mit ausländischen Patienten:
    Aufklärung mit Händen und Füßen

  • Heilpflanzen, Schamanen und Biopatente:
    Verborgene Schätze

  • Manager im Gesundheitssystem:
    Zahlenjongleure und Präventionsartisten

  • Die besondere Famulatur:
    Tauchmedizin in Sharm el Sheikh

  • Ein Jahr neue AO:
    Konjunktur für Pioniere

  • Einsatz im Flüchtlingslager:
    Die Vergessenen von Belutschistan

  • OP-Techniken: Mamma-Ca
    Dem Wächter auf der Spur

  • Kasuistik: Gedeihstörungen
    Wachsende Besorgnis

  • Notfall: Intoxikation mit Biodrogen
    Horrortrip – voll biologisch

  • Anatomische Kasuistik  Karpaltunnelsyndrom
    Nerv im Schwitzkasten

  • Rätsel-Kasuistik
    Souvenir aus dem Busch?

  • Praxisanleitung: Venenverweilkanüle
    Der Weg in die Vene

  • Campo Medici
  • Tipps & Trends

  • Via Campus

  • Rätsel

  • Ausblick

  • Via Multimedia
Die neue Via medici gibt es in jeder medizinischen Fachbuchhandlung (5,50 Euro/Heft) oder im Abo (19,95 Euro/Jahr).
  • Lehrbücher im Test
    Biochemie

  • Buchtipps
    Neuerscheinungen


   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected])
  
Links zum Artikel:

·   

Viamedici 04/04
  
Diskussionen im Internet:
  

·   

Foren zum Medizinstudium

Dein Artikel hier!? Kein Problem - mitmachen lohnt sich (Buchpräsente & Co) - Mehr Info - klick hier

  

238_04_03_1629_99x

 - Werbung -


Schnäppchenjäger aufgepasst:
Steuerbefreiung für Lebensversicherungen

Nur noch in 2004 - jetzt handeln!


Mit der Verabschiedung des Alterseinkünftegesetzes am 11.06.04 wird die Besteuerung von Lebensversicherungen (LV) ab 2005 neu geregelt.

Nur noch Verträge, die in 2004 abgeschlossen werden, können vom Steuerprivileg in der jetzigen Form uneingeschränkt profitieren.

Ein unverbindlicher und kostenloser Info- und Beratungsservice zu diesem Thema vom Heilberufespezialisten, der Deutschen Ärzte-Versicherung,
kann hier angefordert werden.

Mehr Informationen zum Thema: Interview mit Versicherungsexperten
[ klick hier ]

Steuerbefreiung für Lebensversicherungen im Sponsored Room:
[ klick hier ]

  

238_04_03_2097_99x

 4. Chirurgie in Heidelberg (heicumed)

- zurück zum Inhalt -

  

In Heidelberg genießen die Medizinstudenten seit einiger Zeit den Reformstudiengang des sogenannten 'Heidelberger Curriculum Medicinale' (kurz: heicumed). Alicja Zybowski hat ihre Eindrücke und Erlebnisse im Chirurgie-Block in sehr lesenswerter Form zu Papier gebracht. Heute gibt es den ersten Teil des Erfahrungsberichtes.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!


Chirurgieblock heicumed: Es ging sofort und unvermittelt los
Letztes Jahr belegte ich den Block Chirurgie in Heidelberg, einer der insgesamt vier klinischen Blöcke, die im Rahmen von „heicumed“ umgestaltet wurden und nun auf einer interaktiven und praktischeren Zielsetzung basieren. Für die ungefähr 180 Studenten gab es eine Einführungswoche, die meiner Meinung nach eigentlich keine wirkliche Einführung war, sondern einfach der Beginn der Kurse. Denn schon vom ersten Tag an, wurden wir mit Aufgaben betraut, für die man sicherlich ein besser ausgebildetes Vorwissen hätte mitbringen sollen; z.B. sollten wir Thoraxdrainagen in Plastikpuppen legen, Schweinehäute nähen, etc. Außerdem wurden an einem Tag so viele verschiedene Fächer durchgenommen, dass man eher verwirrt war; und natürlich haben viele Dozenten wieder betont, was sie alles in der Prüfung abfragen wollen. Ich denke nur, dass dieses Mittel um sich Aufmerksamkeit zu verschaffen, nicht wirklich angebracht und irgendwann ausgereizt ist. Die nächsten 10 Wochen wurde morgens jeweils eine Stunde eine Leitsymptom - Vorlesung gehalten, die anwesenheitspflichtig war, wie auch alle anderen Veranstaltungen. Jede Woche wechselte hier das Fach, welches nicht immer dasselbe des Nachmittags war.

Und Chirurgie kann doch interessant sein
In den ersten zwei Wochen stand auf meinem Stundenplan zusammen mit der Gruppe A mit ungefähr 40 Studenten die Visceralchirurgie. Die Gruppen B bis E besuchten jeweils zur gleichen Zeit andere Fächer der Chirurgie. Obwohl ich mit einer gewissen vorgeprägten, nicht unbedingt positiven Einstellung in diesen Kurs ging, war ich nach den zwei Wochen mehr als positiv überrascht, wie interessant ein Fachgebiet sein kann, ohne dass man es jemals wirklich für sich als Zukunftswunsch in Erwägung gezogen hätte. Was ich damit sagen möchte ist, dass die unterrichtenden Ärzte so viel Mühe und Engagement gezeigt haben für ihr Fach und für ihre Studenten, und auch den Erklärungen und Gesprächen nie müde wurden. Ich habe sehr viel gelernt und das vor allem mit Freude, da man gesehen hat, dass es den Dozenten ebenfalls Freude bereitet zu unterrichten. Dreimal in der Woche hatten wir auch Kontakt zu Patienten mit Unterricht direkt am Krankenbett in sehr kleinen Gruppen. Nähte und Knoten wurden in den Seminaren nochmals geübt, so lange bis jeder sie konnte. POL Gruppen waren im Vergleich zu den anderen Chirurgischen Fächern sehr sinnvoll und vervollständigten das Verständnis. Es war ein sehr gut organisierter Kurs.

Anästhesisten lieben den Frontalunterricht
Darauf folgte einwöchig die Anästhesie. Dieser Kurs war meiner Meinung nach zu frontal unterrichtet, die Dozenten schienen nicht wirklich große Lust zu haben. Den folgenden Satz hörten wir sehr oft: „Ich mache das für Euch, ich kann es ja schon, mir ist es egal, was Ihr daraus macht“. Natürlich ist es sehr schwierig, Dosierungen, Wirkungen, Nebenwirkungen, etc. über Medikamente zu vermitteln, ohne einen Frontalunterricht zu halten, aber ich glaube, es hängt sehr stark von den Dozenten ab, die jede Woche wechselten. So könnte es natürlich sein, dass ein Student, der diesen Kurs vier Wochen später besucht, absolut begeistert ist. Nur kann man dann schlecht einen Vergleich ziehen, da der Dozent ein anderer war.

Der Notfallkurs hat mich begeistert
Der einwöchige Notfallkurs war der praktischste Teil des ganzen Semesters: Wir sollten anhand einer Puppe, die sogar Puls, EKG, Atem- und Brechgeräusche und sogar Venen zum punktieren besaß, die unterschiedlichsten Notfälle in möglichst realer Situation lösen. Das Wiederbeleben mit Herzmassage, Defibrillieren, Beatmen und Intubieren wurde sehr gut eingeübt. Und ein Computer überprüfte genau, „wie gut wir an der Puppe Hand anlegten“. Alle Studenten wurden hier, ebenfalls in mittlere Gruppenstärken zu je 9 Studenten aufgeteilt, gleichermaßen gefordert. Es hat sehr viel Spaß gemacht.Ich war absolut begeistert von diesem Kurs, zumal ich mich jetzt in der Lage fühle, bei einem tatsächlichen Notfall wirklich (mit-)helfen zu können.

Nachdenkliches aus der Urologie
Die Urologie, ein sehr überschaubares Fachgebiet, stimmte mich zunächst skeptisch, weil ich eine gewisse Einseitigkeit befürchtete und, dass die Prostata und ihre Krankheiten uns ausschließlich beschäftigen würden. Für einen niedergelassenen Arzt wäre dies wohl auch der Fall, aber eine Uniklinik hat natürlich immer eine größere Vielfalt und auch sehr außergewöhnliche Krankheiten zu bieten. Besonders die Nierentransplantation hat mich sehr interessiert. Die Seminare beinhalteten auch Notfälle jeglicher Art und ein großes Diagnostisches Quiz zum Schluss der Woche. Es wurde nie langweilig zuzuhören, die Theorie und Praxis war sehr ausgewogen und die Organisation sehr gut.
Natürlich war die Krebskrankheit, wie in jedem anderen chirurgischen Fach auch, ein sehr großes Thema. Nach zehn Wochen hat man fast den Eindruck, dass Krebs irgendwann jeden Menschen irgendwo befallen wird; es war sehr traurig, diese Patienten zu sehen und gleichzeitig zu wissen, dass es eigentlich gar keine ursächliche Heilung gibt, zumindest noch nicht. Wenn durch die Forschung eines Tages auf diesem Gebiet eine ursächliche Heilung erzielt werden kann, wird so unglaublich vielen Menschen geholfen. Die Dozenten waren gleichfalls gute Lehrer und sehr einfühlende Ärzte, es war bewundernswert zu sehen, wie fürsorglich sie im Klinikalltag mit den Patienten umgingen.

Gefäßchirurgie: Lernfreude und Lernfrust im Wechsel
Die Gefäßchirurgie behandelte natürlich die Arteriosklerose und ihren Folgen, die in der westlichen Gesellschaft, die Todesfolge Nummer eins darstellt. An Aktualität konnte dieser Kurs also mit Sicherheit nicht überboten werden. Es wurden wirklich die Krankheiten besprochen, die uns tatsächlich erwarten werden in unserer späteren Laufbahn, egal in welchem Fachgebiet man sich später spezialisieren wird. Die Dozenten waren so unterschiedlich, dass man nach einem Tag völlig begeistert nach Hause ging und am nächsten Tag völlig ohne Motivation den Seminarraum verließ. In einer Pol-Veranstaltung hörten wir einen 45-minütigen Dialog und darauf wurde das gleich nochmals im Bedside-Teaching wiederholt. Vielleicht hatte ich einfach nur Pech mit der Auswahl des Dozenten, aber eigentlich finde ich es sehr schade, auf sein Glück hoffen zu müssen. Es ist immer wieder erstaunlich, welche unterschiedlichen didaktischen Fähigkeiten Ärzte aufweisen können.

Die Fortsetzung folgt in der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung!

   
Autor(in): Alicja Zybowski ([email protected])
  
Links zum Artikel:

·   

Offizielle Heicumed-Internetseite
  
Diskussionen im Internet:
  

·   

Foren zum Medizinstudium

Dein Artikel hier!? Kein Problem - mitmachen lohnt sich (Buchpräsente & Co) - Mehr Info - klick hier

  

238_04_04_1631_99x

 - Werbung -



Neuroanatomiewissen zum Top-Preis!

Valerius / Duncker: Fotoatlas Neuroanatomie

Mit DVD (ca. 180 min.) der Demonstrationen
ddd

  • Der ideale Begleiter fürs Studium

  • Demonstrationen zur makroskopischen Anatomie des Zentralen Nervensystems in ca. 180 Minuten auf DVD

  • Detaillierte Präparationen in Ton und Bild

2004, Lehmanns Media-LOB.de, 350 S., durchgehend farbige Fotos, Broschur,
mit DVD, ISBN 3-936427-57-7,

ddd
nur EUR 24,95
Lieferbar innerhalb weniger Tage, versandkostenfreie Bestellung
[ Mehr Infos zum Fotoatlas Neuroanatomie - klick hier ]

Die ideale Ergänzung dazu:

Valerius: Lehmanns PowerPockets Fotoatlas Anatomie
Mit DVD (über 240 min.) zum Präparierkurs
552 Seiten, ebenfalls nur EUR 24,95

[ Mehr Infos zu diesem Titel - klick hier ]

  

238_04_04_2094_99x

 5. ESC European Students’ Conference in Berlin

- zurück zum Inhalt -

  

Die 15th European Students’ Conference (ESC) steht in den Startlöchern und wird vom 19. bis 23. Oktober 2004 an der Charité in Berlin stattfinden. Wir möchten Euch zum einen über den Hintergrund dieser internationalen studentischen Konferenz informieren, zum anderen hat sich Angelika Mannsfeld aus dem Organisationsteam der ESC freundlicherweise zu einem kurzen Interview bereit erklärt.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!


Die European Students´ Conference (ESC)
Die ESC ist eine der größten und erfolgreichsten studentisch organisierten biomedizinischen Konferenzen. Entstanden vor dem Hintergrund der deutschen Wiedervereinigung, sollte die Konferenz dem wissenschaftlichen Nachwuchs aus Ost und West einen Rahmen des inhaltlichen Austausches bieten. Mittlerweile können Studenten aus aller Welt, nach entsprechender Qualifikation, ihre wissenschaftlichen Forschungsarbeiten vorstellen und zu einer internationalen Vernetzung von Medizinern und Naturwissenschaftlern beitragen. Unterstützt wird die ESC von der Charité, Unternehmen aus der freien Wirtschaft sowie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung.




Schwerpunkthemen HIV, Public Health und Neurosciences
Unser Interesse liegt, neben dem wissenschaftlichen Wettbewerb, im Dialog zwischen Natur- und Kulturwissenschaften. Neueste Erkenntnisse der biomedizinischen Forschung werden den sich hieraus ergebenden sozioökonomischen Fragen gegenübergestellt. Aufgrund ihres hohen interdisziplinären Potentials haben wir daher folgende Schwerpunkte gewählt:

  • Infektiologie und HIV/ AIDS
  • Globale Gesundheitsaspekte/ Public Health
  • Neurosciences.

HIV, Public Health und TBC
So erwarten wir u.a. Dermot Maher (WHO), der Strategien der globalen Tuberkuloseeindämmung aufzeigt und im Zuge dessen Prof. Helmut Hahn die TBC-Ausbreitung v.a. im osteuropäischen Raum thematisieren wird. Bei unserem Schwerpunktthema HIV/ AIDS wollen wir einerseits eine Annäherung an die molekularbiologischen Aspekte des Virus finden, so wird Prof. Robert Gallo, einen Einblick von der Entdeckung bis zur Gegenwart geben. Desweiteren werden Ansätze von Vakzinierungsmodellen vorgestellt. Weiterhin möchten wir auch psychosoziale Gesichtspunkte, die mit einer HIV-Infektion einhergehen, thematisieren. So werden wir mit der Berliner Aidshilfe einen Workshop veranstalten, der die Teilnehmer für die Situation HIV Positiver sensibilisieren soll. Da wir auch in diesem Jahr wieder viele Teilnehmer aus Osteuropa erwarten, und vor allem auch aufgrund der dortigen hohen Neuinfektionsrate, ist es uns ein besonderes Anliegen HIV in osteuropäischen Raum zu thematisieren. Ein Vertreter der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit wird hierzu einen Einblick vermitteln.

Neurosciences und Lernforschung
In den Neurosciences freuen wir uns auf den Lernforscher Prof. Henning Scheich, sowie Dr. Patrick Haggard, vom Institute of Cognitive Neurosciences, London, der sich dem diskussionsreichen Thema des freien Willens widmen wird. Zusätzlich können die einzelnen Themen im Rahmen von Seminaren vertieft werden.

Workshops und Sessions runden das Programm ab
Zahlreiche Workshops bieten zudem die Möglichkeit praktische Methoden zu erlernen, wie beispielsweise die Anwendung bildgebender Verfahren. Die Konferenz eröffnet Prof. Siegenthaler aus Zürich, der mittlerweile zu den langjährigen Unterstützern der ESC zählt. Parallel zu den Programm werden in Sessions der jeweiligen Fachgebiete vorab qualifizierte Studenten und Postdocs ihre Forschungsarbeiten einer Jury und interessierten Zuhörern präsentieren.

Weitere Infos und Anmeldung
Bisher haben sich 300 aktive (diejenigen die eine Arbeit präsentieren), sowie 250 passive Teilnehmer aus über 30 Ländern angemeldet.
Die Teilnehmergebühr beträgt € 45. Passive Teilnahme für Studenten und Interessierte möglich. Berliner Studenten können kostenlos teilnehmen. Anmeldungen sind immer noch möglich unter www.esc-berlin.com

Klick hier zur ECS - European Students´ Conference (ESC)


Interview mit Angelika Mannsfeld (Orga-Team der ESC)
Soweit zum offiziellen Teil dieses studentischen Kongresses. Wir waren ein wenig neugierig, was so hinter den Kulissen passiert und wer eigentlich hinter der Organisation der Veranstaltung steckt. Angelika Mannsfeld ist Mitglied im studentischen Organisationsteam und hat sich dankenswerterweise für ein Interview zur Verfügung gestellt.

* Wie lange bist Du schon im Organisations-Team und aus welcher Motivation bist Du Mitglied des Orga-Teams geworden?
Ich bin seit Anfang Januar im Orga- Team, denn zu Beginn des Jahres wird ein neues Team gebildet. Eine Freundin von mir hat letztes Jahr die ESC organisiert und mich so auf die Konferenz aufmerksam gemacht. Ich war letztes Jahr auch Helfer auf der Konferenz .Dadurch hatte ich Lust bekommen, nicht nur auf der Tagungswoche zu helfen, sondern auch selber mit zu organisieren.

* Was macht Dir an der Arbeit besonders Spass (das, was keinen Spass macht, wäre auch mal interessant)?
Also die Arbeit an sich macht schon Spaß. Vor allem, wenn man Plakate entwirft und andere Konferenzen bereist, oder mit den Zeitungen zusammen arbeitet. Weniger Spaß macht es, wenn Sachen schief gehen, oder man einer Sache immer wieder hinterherlaufen muß, bis sie endlich mal passiert: z.B. wenn man an eine Firma eine Anfrage stellt und diese erst nach meinem vierten Anschreiben antworten. Das gehört aber alles dazu.

* Was macht so ein Orga-Team eigentlich: klar - es organisiert, aber mit welchen Aufgaben und Tätigkeiten seid ihr so beschäftigt?
Unser Team besteht aus 7 Mitgliedern. Diese kümmern sich um die verschiedenen bereiche wie, Fundraising und Sponsoren, Logistik, Programm, Administration. Ich bin für die PR und die Applicants zuständig: d.h., dass ich mich um jede Anfrage kümmere und hilfreich zur Seite stehe. Ich kümmere mich um die Einladungen, Visa und finanzielle Unterstützung. Ich verteile z.B. Travel Grants (Fördergelder). Zu Beginn des Jahres ging es aber eher um die PR. Hier wurden Konferenzen besucht und für uns geworben. Weiter wurden Fakultäten, Zeitungen und Journale angeschrieben. Plakate, Flyer und Einladungen gedruckt. Ich bin allein für 2 große Gebiete eingesetzt, so dass ich manchmal ganz schön ins Straucheln kam, wo mir meine Mitstreiter sehr viel geholfen haben.

* Wird die Orga-Mannschaft jedes Jahr neu zusammengesetzt? Wenn ich in Berlin studiere, und Interesse habe, bei Euch mal vorbeizuschauen, an wen kann ich mich wenden?
Das Orga-Team wird jedes Jahr neu zusammengesetzt. Dies geschieht willkürlich. Alle, die Interesse haben, versammeln sich zu einem angesagten Termin und die alten Orga's erzählen über die ESC. Dann findet sich ein Team von ganz allein. Richtige Bewerbungen werden nicht geschrieben und die Unileitung hat hier Ihre Hände auch nicht im Spiel. Falls uns jemand sucht, unser Sitz ist im Fachschaftshaus der Charite, 3.Etage.

* Wieviel Zeit setzt Du für die Arbeit im Orga Team ein und was waren die größten Pannen und auch die größten Erfolgserlebnisse?
Also die ESC nimmt viel Zeit ein: ich schätze so 20-25 h Pro Woche. Das hängt auch davon ab, wieviel das jeweilige Referat zu tun hat.
Größtes Erfolgserlebnis: Prof. Dr. Gallo kommt zu unserer Konferenz. Größte Panne: Ein Kollege und ich haben eine Konferenz in Italien besucht, die uns überhaupt nichts genützt hat, da es eine E-Learning Konferenz war. Weitere Panne: der Fehldruck unserer Poster.

* Bietet ihr auch ein "studentisches Rahmenprogramm" neben dem Kongress?
Dieses Jahr sind wieder Stadtrundfahrten und Sport geplant. Es gibt auch 2 Parties und ein großes "Welcome Dinner". Ansonsten werden diverse Workshops angeboten, welche jedoch mit Medizin zu tun haben.

* Was machst Du im "wahren Leben"?
Im "wahrem Leben" studiere ich Medizin im 5.Semester. Neben der ESC mache ich noch viel Sport und den Führerschein. Und natürlich verbringe ich auch viel Zeit mit meinen Freunden.

* Gibt es ein Highlight auf der ESC, die man als Besucher auf keinen Fall verpassen sollte, falls man gerade in Berlin ist?
Absolutes Highlight ist die Lecture des amerikanischen Virologen und AIDS-Forschers Prof. Dr. Gallo. Er ist Direktor des Instituts für Humanvirologie der Universität von Maryland in Baltimore und wurde als Mitentdecker des AIDS-Erregers HIV-1 weltweit bekannt.

Vielen Dank für dieses Interview!
Jens Plasger (Medi-Learn.de)


Klick hier zur ECS - European Students´ Conference (ESC)

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected])
  
Links zum Artikel:

·   

ESC-Berlin: Infos + Anmeldung
  
Diskussionen im Internet:
  

·   

Foren zum Medizinstudium

Dein Artikel hier!? Kein Problem - mitmachen lohnt sich (Buchpräsente & Co) - Mehr Info - klick hier

  

238_04_05_2104_99x

 6. Doktorarbeit: Moderne Recherche-Techniken

- zurück zum Inhalt -

  

Medline
MEDLINE ist die bibliographische Datenbank der „National Library of Medicine" und entspricht dem Index Medicus. Diese Datenbank enthält etwa 6,5 Mio. dokumentierte Zitate seit 1966, jährlich kommen ca. 350.000 Zitate aus 3.400 Zeitschriften dazu. MEDLINE wird monatlich aktualisiert.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!


Neben Angaben zu Autoren, Titel und Schlagwörtern ist in ca. 80% der seit 1976 erfassten Publikationen auch ein Abstract gespeichert. Dadurch sind eine sofortige Relevanzprüfung und eine Freitextsuche möglich. Die Verwendung mehrerer Suchbegriffe erlaubt auch eine Kombinationssuche.

Suchstrategie
In aller Regel wird man eine Suche relativ weit gefasst beginnen, um keine relevanten Zitate zu übersehen. Der Anteil der gefundenen unter allen relevanten Ergebnissen heißt „recall" und ist das Maß für die Trefferquote; ein „recall" von 0,85 heißt beispielsweise, dass 85% aller wirklich relevanten Zitate gefunden wurden. Die Präzision ist der Anteil der relevanten Zitate unter allen gefundenen, eine Präzision von 0,6 heißt also, dass 60% der gefundenen Information relevant sind, 40% sind nicht verwertbar. Diese Werte hängen einmal von der benutzten Such-Software ab, zum anderen von der eigenen Suchstrategie. Anfänglich wird man also mit einem hohen „recall" bei niedriger Präzision arbeiten, man nimmt also viele irrelevante Zitate in Kauf, um keine relevanten zu übersehen.
Zeigt sich, dass die Zahl der gefundenen Zitate zu gering ist, werden die Suchbegriffe überprüft und evtl. weiter gefasst. Ist die Zahl der gefundenen Zitate hoch, sollten sie auf Kosten der irrelevanten Zitate eingeschränkt, also die Präzision erhöht werden. Hierzu kann man versuchsweise konkretere Suchbegriffe eingeben, läuft dabei aber Gefahr, auch relevante Artikel zu verlieren. Diese Auslese lässt sich natürlich auch „von Hand" durchführen, indem man alle gefundenen Abstracts durchliest und die relevanten markiert.

Online-Recherchen
Die älteste der „modernen" Recherchetechniken ist eine Online-Recherche über das „Deutsche Institut für medizinische Dokumentation und Information", kurz DIMDI, in Köln. Online bedeutet, dass eine direkte Verbindung zum Computer von DIMDI hergestellt wird. Für eine Online-Recherche braucht man eine Zugangsberechtigung, die sich für den Einzelnen aber kaum lohnen dürfte. Viele Universitäten bieten die Online-Recherche als Serviceleistung ihrer Bibliotheken an. Dort sind auch die Formulare für den Suchauftrag erhältlich. Eine Online-Recherche hat einige Vorteile: Der Hauptvorteil ist die enorme Datenmenge, auf die man über DIMDI Zugriff hat. Über 100 Datenbanken mit Publikationen aus den Bereichen Medizin und Biowissenschaften samt Randgebieten sind verfügbar. Die wichtigste Datenbank für den Mediziner ist MEDLINE. Andere wichtige Datenbanken sind beispielsweise „cancerlit" über die gesamte Onkologie oder „PsycINFO" mit Zitaten aus der gesamten Psychologie.

Suchauftrag
Im Suchauftrag wird außer nach der genauen Themenbeschreibung nach zwei bis drei relevanten Arbeiten zu diesem Thema gefragt. Diese Arbeiten dienen als Basisinformation und Kontrollmöglichkeit für den Recherchierenden. Weiterhin kann man diese Suche einmalig oder auch monatlich über einen gewissen Zeitraum durchführen lassen. Andere Wahlmöglichkeiten betreffen die Anzahl der Fundstellen, Spracheinschränkung (z.B. kein Japanisch) etc.

DIMDI-Recherche
Früher wurde sie von einem Bibliothekar durchgeführt, der sich in der Bedienung des Systems auskannte. Er führt die Recherche nach dem ausgefüllten Suchauftrag durch. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte der Doktorand dabei sein, um auftretende Fragen gleich klären zu können. Sollte er nicht teilnehmen können, ist es wichtig den Suchauftrag sehr genau und unmissverständlich zu formulieren, da die Bibliothekare meist keine Mediziner sind. Vor der eigentlichen Recherche empfiehlt es sich, im MeSH-Katalog die eigenen englischen Schlagwörter auf Richtigkeit zu prüfen, um später nicht Online-Zeit zu verschenken. Einer der großen Nachteile des Systems ist nämlich der Preis. Zwar räumt DIMDI den Unis besondere Konditionen ein, aber dennoch kostet die Recherche ca. DM 100,-. Durch einen Landeszuschuss, der auf einem gesonderten Formular beantragt werden muss, lassen sich diese Kosten nochmals halbieren. Dieser Zuschuss wird in einigen Bundesländern für wissenschaftliches Personal und Doktoranden gewährt. Ein weiterer Nachteil dieser Art zu recherchieren, besteht in der Schwierigkeit, die Relevanz der gefundenen Zitate schnell zu prüfen. Man kann zwar einige Abstracts herunterladen, also auf den Bibliotheksrechner übertragen und so die Suchstrategie überprüfen, aber das kostet eben wiederum Zeit und Geld. Das DIMDI bietet auch Privatleuten die Nutzung über T-Online oder Internet an: http://www.dimdi.de . Für einen Jahresbeitrag und eine von Suchdauer und heruntergeladener Datenmenge abhängige zusätzliche Gebühr können Privatleute in den DIMDI-Datenbanken recherchieren.

Die Inhalte dieser Artikelserie stammen aus dem folgenden Buch:


Literatur
Titel: Praktische Tipps für die Medizinische Doktorarbeit
Autor: Eva-Maria Baur, Martin Greschner, Ludwig Schaaf
ISBN: 3540650261
Verlag: Springer Verlag
Preis: 14,95 Euro

Bestellen


Neben den hier veröffentlichten Kapiteln 1,2,8,9 und 14 stehen in dem Buch sehr viele weitere Informationen zur Verfügung. Um Euch einen Überblick über die weiteren Inhalten zu verschaffen, schaut Euch doch einfach einmal das Inhaltsverzeichnis an.

[Zum Inhaltsverzeichnis des Buches]

   
Autor(in): Eva-Maria Baur, Martin Greschner, Ludwig Schaaf (Email Redaktion bekannt) ([email protected])
  
Links zum Artikel:

·   

zum Doktorarbeitsbereich

·   

Buch versandkostenfrei bei LOB bestellen

·   

Forum Doktorarbeit bei Medi-Learn
  
Diskussionen im Internet:
  

·   

Foren zum Medizinstudium

Dein Artikel hier!? Kein Problem - mitmachen lohnt sich (Buchpräsente & Co) - Mehr Info - klick hier

  

238_04_06_1628_99x

 - Werbung -


Kopf frei fürs Examen - Studienendfinanzierung

Große Sprünge können sich Studierende meistens nicht leisten. BAföG, Praktikums-Vergütung, Stipendien oder der Eltern-Zuschuss decken gerade einmal die nötigsten Ausgaben für Wohnung, Mensa und Freizeit. Besonders wichtig wird finanzielle Rückendeckung dann während der Examensvorbereitung. Gerade Examenskandidatinnen und –kandidaten sollten Kopf und Rücken frei haben und nicht auf Zeit raubende Jobs angewiesen sein.

Deshalb bietet ihnen die APO-Bank die Studienendfinanzierung, d.h. während des „Endspurts“ einen monatlichen Beitrag zu ihrem Lebensunterhalt, an.

Die Vorzüge

  • keine Bearbeitungsgebühren

  • 100-prozentige Auszahlung des Kredits

  • freie Verfügbarkeit

  • niedriger Zinsaufwand

  • außerplanmäßige Tilgungen, z.B. bei unerwartetem Geldzufluss

Und noch ein Plus: Die von der Bank geleisteten Darlehensbeträge haben keinen Einfluss auf die BAföG-Berechnungen!

Weitere Informationen gibt’s unter:
[ http://www.apobank.de ]

  

238_04_06_2082_99x

 7. Studienfinanzierung III: Stipendien

- zurück zum Inhalt -

  

Einige Studenten haben das Glück, ein Stipendium für das Medizinstudium zu erhalten. Im folgenden Artikel stellen wir die Studienstiftung des Deutschen Volkes aus der Sicht einer Studentin und einige weitere Vergabestellen für Stipendien vor.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

Stipendien
Eine ganze Reihe von Institutionen gewährt besonders befähigten oder besonders engagierten Studenten Stipendien, also Zuwendungen in materieller und immaterieller Form. Ein Stipendium zu bekommen und die konkrete Ausgestaltung dessen, was man als Stipendiat beachten muss und welche Vorzüge man in Anspruch nehmen kann,ist sicherlich so unterschiedlich wie die verschiedenen Organisationen, die Stipendien vergeben. Daher möchten wir Euch an dieser Stelle die Studienstiftung des Deutschen Volkes sowie einige weitere Informationsseiten für Stipendien vorstellen.

Studienstiftung des Deutschen Volkes (keine eigene Bewerbung möglich, man wird vorgeschlagen)
Erfahrungsbericht Ricarda M. – Aufnahmewochenende der Studienstiftung und wie es weiterlief
Ricarda M. ist eine Studentin aus Heidelberg, die ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes erhält. Die Studienstiftung ist eine politisch und weltanschaulich unabhängige Stelle zur Vergabe von Stipendien, für die man vorgeschlagen werden muss (eine Selbstbewerbung ist nicht möglich). Ricarda erinnert sich rückblickend an das Aufnahmewochenende und die ersten Semester der Förderung, die sie bislang erhalten hat:

Es begann alles nach der mündlichen Abiturprüfung. Unser Schulleiter hat mich dann nach Bekanntgabe der mündlichen Abiturnoten zu einem persönlichen Gespräch gebeten, in dem er mir mitteilte, dass er mich für ein Stipendium der Studienstiftung vorschlagen möchte. Nachdem ich nachhakte, "womit ich mir das verdient habe", lobte er mein Engagement in den verschiedenen AG´s an unserer Schule (Bibliothek-AG, Schulgarten-AG, Ökologie-AG). Kurz nach Semesterstart und Beginn des Medizinstudiums erhielt ich einen Brief der Studienstiftung, in der die näheren Formalitäten des Wochenendes mit den Auswahlgesprächen erläutert wurden.

Ich fuhr mit gemischten Gefühlen dorthin. Nach der ersten Kennenlernrunde am Freitag ging dann das offizielle Programm für den Samstag/Sonntag los: Jeder hatte in einer Gruppe zu 6 Personen ein ausführlicheres Referat vorzutragen, das dann anschließend im Gruppenkreis diskutiert wurde. Zudem gab es zwei Einzelgespräche mit Mitgliedern der Auswahlkommission über rund 45 Minuten, in denen über den Lebenslauf, die persönlichen Ziele und Motivation für das Studium geredet wurde. Es lief sehr locker ab und ich habe mich dann so gegeben, wie ich immer bin und nicht versucht, mich zu verstellen oder besonders „klug“ oder so zu wirken.

In den nächsten Wochen sollten wir das Ergebnis per Post erhalten und einen kleinen Jubelsprung habe ich dann auch gemacht, als ich die Nachricht las, dass ich als Stipendiat in die Studienstiftung aufgenommen bin.

Ich erhalte nun ein Büchergeld und einen Stipendienbetrag und muss für jedes Semester einen kleinen Bericht über meine Erfahrungen beim sogenannten Vertrauensdozenten (ein Hochschullehrer, der die Studienstiftler an der Uni betreut und bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite steht) abgeben. Zudem treffen wir uns meist einmal pro Semester zu einem Grillabend, Theaterbesuch, Museumsgang zum gegenseitigen Kennenlernen und Austausch untereinander. Die Studienstiftung bietet zudem u.a. sogenannte Sommerakademien, Sprachkurse und Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung von Auslandsaufenthalten.“


Soweit Ricarda M. im Gespräch mit der Redaktion. An dieser Stelle vielleicht noch folgender Hinweis der Redaktion: Es ist auch möglich, noch im Laufe des Studiums für ein Stipendium durch einen Hochschullehrer vorgeschlagen zu werden oder aber z.B. im Rahmen der Doktorarbeit Stipendien der Studienstiftung zu erhalten. Nähere Infos zur Studienstiftung des Deutschen Volkes findet Ihr unter: http://www.studienstiftung.de

Weitere Vergabestellen von Stipendien, die auch eine Bewerbung zulassen
Kann man sich bei der Studienstiftung nicht selber für ein Stipendium vorschlagen, so bieten einige weitere Institutionen die Möglichkeit, sich für ein Stipendium zu bewerben. Diese v.a. kirchlichen Institutionen und partei- bzw. industrienahen Stiftungen vergeben Stipendien, deren konkrete Anforderungen hier im einzelnen aufzuführen den Rahmen sprengen würde, sodass wir hier einen weiterführenden Link zu den wichtigsten Organisationen zur Vergabe von Stipendien anführen und Euch bei Interesse zur Lektüre und Informationssuche empfehlen möchten.

Klick hier - Stipendien und Co. - http://www.begabte.de

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected])
  
Links zum Artikel:

·   

Begabte.de mit Infos über Stipendien

·   

Studienstiftung

·   

vor dem Studium / Studienbeginn
  
Diskussionen im Internet:
  

·   

Foren zum Medizinstudium

Dein Artikel hier!? Kein Problem - mitmachen lohnt sich (Buchpräsente & Co) - Mehr Info - klick hier

  

238_04_07_1630_99x

 - Werbung -


DocCheck/Shop schenkt euch 5 EURO-Gutschein *)

Wintersemester-Super-Sparschnäppchen im DocCheck/Shop
- http://www.doccheckshop.de -

Und damit Sie richtig lossparen können, schenken wir Ihnen 5 Euro Sparguthaben!
Zu jedem PJ/U-Kurs Set "DocCheck Advance II" gibt es die DocCheck Study Bag im Wert von EUR 14,95 GRATIS dazu.

------------- G-U-T-S-C-H-E-I-N --------------
Ihre Gutschein-Nr. lautet: 342865193801
Gutscheinwert: EUR 5,-
Mindestbestellwert: EUR 35,00
Gültig bis: 01.11.2004

Einfach Gutschein-Nummer bei Ihrer Bestellung
unter http://www.doccheckshop.de angeben.
---------------------------------------------------
*
): Erläuterung: Gutschein ist bis zum 01.11.2004 gültig. Pro Bestellung kann nur ein Gutschein eingelöst werden. Der Gutschein ist nur bei Online-Kauf unter http://www.doccheckshop.de gültig. Barauszahlung und/oder Anrechnung auf Versandkosten oder Serviceleistungen nicht möglich. Beträge verstehen sich inkl. MwSt.

  

238_04_07_2100_99x

 8. Gestöbert

- zurück zum Inhalt -

  

Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonennten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: 'Das Überbringen schlechter Nachrichten - von Dr. med. Wolfgang Oertel'

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

[zu den Medi-Foren]

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected])
  
Links zum Artikel:

·   

Das Archiv der Onlinezeitung
  
Diskussionen im Internet:
  

·   

Foren zum Medizinstudium

Dein Artikel hier!? Kein Problem - mitmachen lohnt sich (Buchpräsente & Co) - Mehr Info - klick hier

  

238_04_08_1632_99x

 - Werbung -


  

238_04_08_2079_99x

 9. Geschickt geklickt: 4 neue Linktipps

- zurück zum Inhalt -

  

In dieser Rubrik stellen wir Euch einen Ausschnitt aus dem Linkverzeichnis von Medi-Learn vor, das Ihr komplett [klick hier] findet. Falls Ihr auch eine oder mehrere interessante Webseiten für Medizinstudenten kennt, tragt sie doch bitte in unsere Linktipps ein.
Wir wünschen Euch viel Spaß beim Surfen.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!

Diese Woche stellen wir euch aus den Linktipps vor:

Surftipp 1 FreeBooks4Doctors Klicks: 568
Auflistung verschiedenster Online-Literatur aus allen medizinischen Fachbereich, vom Atlas bis zum Wörterbuch, in mehreren Sprachen

Link: http://www.medi-learn.de/medizinstudium/linktipps/highlights/1783.php


Surftipp 2 Histologie Klicks: 562
Der Online-Histologie-Kurs bietet dem Studenten theoretische Grundlagen anhand der Vorlesungsmitschrift. Schließend kann man eine wirkliche Fülle von histologischen Präparaten nach verschiedenen Kriterien (System (z.B. Bronchialsystem), alphabetisch oder Präparatenummer) anklicken, auf Mausklick erhält man dann nähere Informationen zu den verschiedenen Strukturen, die studentenentsprechend angepaßt ist, d.h. es wird nicht jede Zelle bezeichnet, aber jede für den Studenten wichtige Struktur.

Link: http://www.medi-learn.de/medizinstudium/linktipps/highlights/664.php


Surftipp 3 Herz-Auskultation und mehr Klicks: 558
Praktische Untersuchung des Herzens von Hans-Heinrich Jörgensen

Link: http://www.medi-learn.de/medizinstudium/linktipps/highlights/875.php


Surftipp 4 Auskultationstrainer Klicks: 557
Hier könnt Ihr Euer Gehör zum Thema Herzgeäusche trainieren. Ob Systolisch, Diastolisch oder Rhytmusstörungen alles vorhanden. In englischer Sprache.

Link: http://www.medi-learn.de/medizinstudium/linktipps/highlights/729.php

   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected])
  
Links zum Artikel:

·   

zur Linktipp-Sammlung
  
Diskussionen im Internet:
  

·   

Foren zum Medizinstudium

Dein Artikel hier!? Kein Problem - mitmachen lohnt sich (Buchpräsente & Co) - Mehr Info - klick hier

  

238_04_09_1634_99x

 10. Reformstudiengang an der Charite: erste Absolventen

- zurück zum Inhalt -

  

Berlin (idw) - Die ersten Absolventen des "Reformstudiengangs Medizin" an der Charité werden im Oktober fertig. Im Oktober diesen Jahres werden die ersten Absolventen des Reformstudienganges Medizin ihr Studium abschließen, das sie im Wintersemester 1999/2000 aufgenommen hatten.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung gelanden!


Völlig neues Curriculum orientiert an internationalen Masstäben
Der Reformstudiengang wurde an der Charité parallel zum Regelstudiengang durchgeführt, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und anderen Mittelgebern unterstützt und als Modellprojekt wissenschaftlich begleitet und jährlich evaluiert und ggf. verbessert. Im Reformstudiengang wurde und wird ein für Deutschland vollkommen neues Curriculum erprobt, das sich an international erfolgreichen Studiengängen orientiert. Seine Hauptcharakteristika sind das fachübergreifende, vom Problem (Symptom) ausgehende Lehren und Lernen in Kleingruppen sowie Patientenkontakte vom ersten Tag des Studiums an. Ein wichtiges Ziel ist auch die Vermittlung einer ganzheitlichen Sicht auf den Patienten, d.h. die Verbindung der naturwissenschaftlichen Aspekte der Medizin mit dem psycho-sozialen Bezug.

Genaue Lernziele, Trainingszentrum für ärztliche Tätigkeiten
Außerdem wurden genaue Lernziele der einzelnen Studienabschnitte definiert und diese einem generellen Ausbildungsziel zugeordnet: Dieses Vorgehen zielt auf einen Arzt, der Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten erworben hat, die ihn befähigen, in der hausärztlichen Versorgung tätig zu werden. Dazu gehört die Fähigkeit, wissenschaftlich zu denken und zu handeln, dabei ethische, ökologische und ökonomische Aspekte der eigenen Tätigkeit zu erfassen und in ärztlichen Entscheidungen zu berücksichtigen sowie die Bereitschaft und Fähigkeit, eigene Kompetenzen einzuschätzen und sich eigenverantwortlich lebenslang fortzubilden .
Dem Regelstudiengang stehen mit dem sog. "TÄF", dem "Trainingszentrum für ärztliche Fertigkeiten", eigene Räume am Campus Mitte der Charité zur Verfügung. Der Studiengang verlangt von den Dozenten andere Vorgehensweisen, als sie es aus dem Regelstudiengang mit Frontalvorlesungen und Beschränkung auf ein einzelnes Fach kennen.

In den sechs Jahren seit Beginn des Reformstudienganges haben zahlreiche deutsche Universitäten in ihrem Regelstudium Teilreformen, meist nach dem Vorbild der Ausbildung in Harvard/USA, eingeführt. Und seit dem 3. Juli 2002 wurde eine neue Approbationsordnung für Ärzte in Kraft gesetzt, die den Fakultäten gewisse Freiräume zu eigener Ausgestaltung des Medizinstudiums erlauben.

Der Reformstudiengang (RSM)
Der Reformstudiengang (RSM) unterscheidet sich indessen von allen in vielerlei Hinsicht:

  • Er war und ist eine Reform von unten, ausgegangen von streikenden Medizinstudenten, die an der Freien Universität Berlin in den Jahren 1988/9 die Ausbildung kritisierten und eigene Vorstellungen entwickelten. Reformierungen an anderen Fakultäten sind dagegen von oben verordnet worden und für alle verbindlich, während der RSM wählbar ist.
  • Der RFM ist der erste Studiengang an einer staatlichen Fakultät, der das gesamte Curriculum vollkommen neu konzipiert hat, während an anderen Universitäten nur partielle Veränderungen vorgenommen wurden, die die durch die Approbationsordnung vorgegebene Struktur nicht antasten.
  • Der RSM wird wissenschaftlich begleitet und legt am Ende nicht nur Mutmaßungen über sein Pro und Contra vor, sondern Fakten.
  • Der RSM ist, nachdem es in Deutschland - ganz anders als in anderen Ländern - keine Ausbildungsforschung gibt (außer im Zusammenhang mit dem Numerus clausus), das einzige Beispiel einer solchen.
  • Die Drop out Rate beträgt im RFM mit 2% nur ein Zehntel der von Regelstudiengängen.
  • Die zeitliche Beanspruchung der Studierenden ist hoch. Der RSM wird nach Jahrgängen, nicht Semestern geführt und ermöglicht so einen engen Zusammenhalt sowohl der Studierenden untereinander als auch zwischen Studierenden und Fakultät.
Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft
 
Klick hier für weitere Infos über den Reformstudiengang

   
Autor(in): Dr. med. Silvia Schattenfroh (Charité-Universitätsmedizin Berlin) ([email protected])
  
Links zum Artikel:

·   

Reformstudiengang Charité
  
Diskussionen im Internet:
  

·   

Foren zum Medizinstudium

Dein Artikel hier!? Kein Problem - mitmachen lohnt sich (Buchpräsente & Co) - Mehr Info - klick hier

  

238_04_10_2103_99x

 11. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

- zurück zum Inhalt -

  

Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der Onlinezeitung:
Ilka Markmann, Redakteurin, Marlies Lehmkuhl, Redakteurin, Daniel Luedeling, Redakteur, Peter Artz, Redakteur, Franziska Böhm, Redakteurin, Susanne Kirscht, Redakteurin, Andreas Bussmeyer, Redakteur, Jascha Hellberg, Redakteur, Christian Weier, Redakteur, Jens Plasger, Redakteur, Stan, Reporter für Extremeinsätze, Arne Beckendorf, Buchrezensionen und Lokal Hannover, Andrea Clemens, Lokalbereich Uni Köln, Astrid Stumpf, Lokalbereich Uni Münster, Benedikt Bader, Lokalbereich Uni München, Bettina Kiep, Lokalbereich Uni Mainz, Cordula Sachse, Lokalbereich Uni Greifswald, Daniela Prause, Lokalbereich Uni Göttingen, Eike Beyer, Lokalbereich Uni Essen, Eva Skalsky ,Lokalbereich Uni Zürich, Franziska Thieme, Lokalbereich Uni Innsbruck, Katharina Ruether, Lokalbereich Uni Regensburg, Kristina Krüger, Lokalbereich Uni Hannover, Pia Paul, Lokalbereich Uni Witten, Stefanie Schmölke, Lokalbereich Uni Frankfurt, Tobias Schmeinck, Lokalbereich Uni Münster

  
Anzahl der Abonnenten: 29.247
  

Mitarbeit:
Wenn Du Interesse an der Mitarbeit im Medi-Learn.net Team hast, schreib einfach eine Email an Ilka - von ihr erfährst Du alles weitere: [email protected] 

  

Abofunktion:
Wenn ihr euch abmelden wollt, sucht bitte die folgende Webseite auf:
http://www.medi-learn.de/tec/newsletter
Bei Problemen stehen wir euch gerne auch unter [email protected] zur Verfügung!

238_04_11_1636_99x

© by 2000-2001 Medi-Learn.net, alle Rechte vorbehalten
Medi-Learn.net Redaktion, Bahnhofstr. 26b, 35037 Marburg, [email protected],
http://www.medi-learn.net · Kurshotline: 06421-681668 Tel: 06421-681669 · Fax: 06421-961910