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Die Onlinezeitung von MEDI-LEARN
Medi-Zeitung
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(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung) |
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Wer alles anfasst, muss vieles fallen lassen. (unbekannt) |
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Editorial |
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Hallo,
während es in Deutschland im Moment sehr winterlich zu geht und uns die Schneeflocken und Grippe-Viren fest im Griff zu haben scheinen, dreht es sich im vierten Teil des Sri-Lanka-Berichtes um Schönheiten von tausend Inseln in sommerlich-tropischen Gebieten. Aber auch in der Heimat gibt es mal wieder berichtenswertes: Zum Beispiel einen neuen Aufbaustudiengang der Uni Heidelberg, der mit dem Master of Medical Education allen Lehrinteressierten neue Perspektiven bietet und seinen Platz in unserer heutigen Ausgabe findet.
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Aus unseren MedNews möchten wir u.a. die Kurzmeldung zur Malaria empfehlen, während in den Foren der Beitrag zu Studienplatzklagen sicherlich den ein oder anderen interessieren dürfte. Mit unserem heutigen Famulaturbericht in Kooperation mit dem dfa entführen wir Euch nach Santiago in Spanien und Ihr könnt an den dortigen Erlebnissen von Eva teilhaben. Schließlich stellen wir in einem weiteren Artikel einen Patienten vor, der alles verzeiht. Last, but not least für denjenigen, der seine Bücherregale leeren und sein Portemonnaie füllen möchte, ein Besuch im Auktionshaus führt ihn an den dazu passenden Ort.
Bis zur nächsten Woche,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion MEDI-LEARN
PS: Aktuelles rund um das Medizinstudium im Weblog: - z.B. der Hinweis: 'Mit einer Leiche leben' -
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Inhalt (jetzt auch anklickbar) |
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1. Sri Lanka (September 04 bis Januar 05) Ein Reise-, Praktikums- und Katastrophenbericht von Marius Scholz
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Eine Nachricht hielt lange Zeit die Welt in Atem und erschütterte weltweit durch seine Unbegreiflichkeit: das Seebeben in Asien brachte unendliches Leid über ganz Landstriche. Marius Scholz ist Medizinstudent und hielt sich in den Monaten vor der Katastrophe und zur Zeit des Tsunami in der Krisenregion auf. In einer mehrteiligen Artikelserie berichtet er uns über seine Erlebnisse in Sri Lanka: zunächst geht es um touristische Erkundigungen in neuen Gefilden, später um klinische Erfahrungen und schliesslich um die Erlebnisse während der Katastrophe.
Wir danken Marius an dieser Stelle herzlich für dieses eindrücklichen Artikel, von dem wir Euch heute den vierten Teil zur Lektüre weiterreichen möchten. Den ersten Teil findet ihr hier.
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Schon an dieser Stelle möchten wir auf die Homepage von Marius unter
www.marius-scholz.de sowie die durch ihn ins Leben gerufene Spendenaktion "Ein EKG für Sri Lanka" hinweisen.
Sri Lanka: ein Reise-,
Praktikums- und Katastrophenbericht
Teil 4
20. September 2004 bis 2. Januar 2005
von Marius Scholz ( www.marius-scholz.de )
Eine Schönheit aus 1000 Inselchen
Außer Michael und mir waren noch zwei weitere deutsche Medizinstudenten im
Guesthouse "Beach Haven" untergebracht. Christian und Henriette, die wir kurz
Hetty nannten, waren sehr sympathische Zeitgenossen. Einmal lud uns Lalith alle
zusammen zu einem Ausflug zum Kogalla-Lake ein. Wir frühstückten für einen
Sonntag außergewöhnlich zeitig und brachen gegen neun Uhr zu siebt mit Laliths
Kleinbus auf. Zuerst deckten wir uns in einem Spirituosengeschäft mit reichlich
Brandy und Arrack (Palmenblütenschnaps) ein. Gegen halb elf saßen wir auf der
Veranda eines Clienten von Lalith in der Nähe des Sees und gossen die ersten
Gläser ein. Dazu wurden wir unentgeltlich mit leckerem Fisch und Gemüse
bewirtet. Offensichtlich hatte Lalith bei seinem Clienten noch etwas gut. Nach
einer Stunde und etlichen Arrack-Cola bestiegen wir angeheitert ein Boot mit
Außenbordmotor, jeder sein Glas fest im Griff. Ein schweigsamer Singhalese
steuerte das Boot auf den See hinaus. Dort offenbarte sich uns dessen gesamte
Schönheit aus über 1000 Inselchen bestehend, dicht mit Mangrovenbäumen
bewachsen, die Wurzeln über das Ufer hinaus ins Wasser ragen lassend. Die Sonne
brannte und man konnte viele Vögel beobachten. Reichlich beschwippst stiegen wir
an einer Anlegestelle aus dem Boot und wanderten etwas durch den Busch. Wir
ärgerten Mimosen, staunten über einen tiefen Ziehbrunnen und einen domestizierte
Affen einer einheimischen Familie, pflückten reifen Pfeffer und kauten die
Grünen, sehr scharfen Kerne. Dazu tranken wir viel Arrack-Cola und kauten frisch
abgeschälte Zimtrinden.
Neongrüne Schlangen, Affen und riesige Tausendfüßer
Zurück auf dem Boot stimmten wir unter dem Einfluss von
noch mehr Alkohol einige lustige Lieder an und fuhren (nach einem kleinen
Abstecher zu einem Gewürzgarten) zurück. Bei Laliths Clienten wartete nun schon
ein prächtiges, über offenem Feuer zubereitetes Essen und eine weitere Flasche
Arrack auf uns. Ein schöner Tag! Nachdem uns Lalith wohlbehalten wieder ins
Guesthouse zurückgebracht hatte, fuhren wir mit zwei three-wheelern nach
Unawatuna, unserem nächstgelegenen Traumstrand und gönnten uns abschließend ein
etwas ausnüchterndes Bad im warmen, kristallklaren Ozean.
Das Wochenende darauf unternahmen wir einen Ausflug in den Singaraja-Rainforest,
einem Nationalpark im Norden von Galle. Wir wanderten auf engen Pfaden durch das
dichte Grün des tropischen Regenwaldes und sahen viele wilde Tiere, unter
anderem Affen, neongrüne Schlangen, bunte Vögel und riesige Tausendfüßer. Das
Klima war drückend schwül und der Schweiß lief mir in strömen über das Gesicht.
An den zahlreichen Wasserfällen ließ es sich herrlich pausieren und wir staunten
stundenlang über die unberührte wilde Natur.
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On the beach und im
Regenwald
Fotos von Marius Scholz |
Wie im Paradies
Nach über 10 Wochen fühlte ich mich in Sri Lanka immer noch wie im Paradies. In
meiner Freizeit hatte ich Gelegenheit verschiedene Strände der Südküste zu
besuchen, mir für weniger als 3 Euro pro Tag Surfbretter zu leihen und das
Wellenreiten zu lernen.
Dies war im Vergleich zum Snowboarden ziemlich anstrengend. Ständig musste man
wieder auf das Meer hinauspaddeln und dabei durch die brechenden Wellen
durchtauchen. Muskelkater war dabei garantiert. Erwischte ich dann überglücklich
eine Welle, ritt ich darauf etwa 20 Meter Richtung Strand, bevor ich entweder
vom Brett stürzte oder die Welle zu schwach wurde, um mich zu tragen. Dann hieß
es erneut paddeln. Ich freute mich bereits auf mein Tertial in Bozen - jedes
Wochenende auf die Piste... Anstelle 20-Meter-weiten kilometerlanges Gleiten,
anstelle mühsamen Hinauspaddelns relaxte Gondelfahrten und anstelle von
Salzwasser Glühwein schlucken... Klasse! Auf dem Weg zum Surfspot habe ich mal
ein nettes Bild von einem Palmenhain geschossen, auf dem Rückweg einige vom
Sonnenuntergang... Auch traf ich auf einige traditionelle
Stelzenfischer an der Südküste Sri Lankas.
Leichte Weihnachtsstimmung bei 30 Grad im Schatten
Abends saßen wir meist auf unserer Veranda, beobachteten die Geckos, hörten
Musik, spielten Brettspiele oder unterhielten uns mit anderen Reisenden. Viele
sahen wir kommen und gehen, die Hauptsaison begann um die Weihnachtszeit
allmählich, worüber sich unsere Guesthouse-People natürlich am meisten freuten.
Zwei nette junge Damen aus England und Kanada luden uns sogar für eine Woche
nach Dubai ein, wo sie arbeiteten. Da wir planmäßig ohnehin einen Zwischenstopp
dort haben sollten, entschieden wir uns, das Angebot anzunehmen und unsere
Flugtickets einfach ändern zu lassen: An einem Freitag brachen Michael und ich
erneut nach Colombo auf. Hier kümmerten wir uns zunächst bei unserer Airline um
unsere Rückflugtickets und ließen uns dann mit dem Threewheeler-Taxi zum World
Trade Center fahren. Auch besichtigten wir das Hilton-Hotel, das mit kräftiger
Klimaanlage und reichlicher Weihnachtsdekoration tatsächlich ein wenig
Weihnachtsstimmung in mir verursachte. Diese verflog allerdings außerhalb des
Hauses bei 30 Grad im Schatten sofort wieder. Gemächlich wanderten wir um einen
großen Stadtsee, auf dem einige Pelikane und andere Vögel zu beobachten waren.
Im See befand sich ein Tempel mit Buddhastatue und Elfenbein, den ich mir
natürlich anschauen musste sowie eine Kunstausstellung singhalesischer Künstler.
Während ich mir die Bilder der Ausstellung anschaute, wollte Michael ein wenig
auf einer Bank mit Blick auf den See verschnaufen. Zu seinem Leidwesen entdeckte
ihn jedoch eine Schar Kinder, umzingelte und nervte ihn.
Jazzrhythmen, Rum und Garnelengebäck
Abends fuhren wir mit dem Bus aus dem Zentrum Colombos hinaus, um uns mit Franzi
und Zara, zwei deutschen freiwillig sozial arbeitenden, die wir in Hikkaduwa bei
einer Beachparty kennen gelernt hatten, zu treffen. Gemeinsam besuchten wir
einen noblen Club namens Clancys. Die Mädels riefen einen ihrer singalesischen
Freunde an, der uns 10 Minuten später mit seiner Membercard unentgeltlich in den
Club einschleuste. Drinnen war es angenehm kühl, aber eine europäische Jazzband
heizte den Leuten kräftig ein. Zu der rocklastigen Jazzmusik ließ es sich prima
tanzen, später legte auch ein DJ ganz nette Musik auf. Der Club war gut gefüllt,
hauptsächlich westlich orientierte Upperclass Business-Singhalesen, die ihren
hübschen Frauen erlaubten sich sexy zu kleiden. Für Michael und mich war das
wegen der sonst so konservativen Moralvorstellung eine echte Attraktion! Unser
Gönner bestellte eine Flasche weißen Rum und ließ ständig frische Cola und
Eiswürfel bringen. Er hatte einen recht hohen Posten in der Tabakbranche und
ließ es sich nicht nehmen uns alle einzuladen. Ich habe diesen Abend sehr
genossen und habe zudem keine Rupie ausgegeben müssen.
Am nächsten Morgen fuhren wir erneut mit dem Zug weiter Richtung Kandy. Der Zug
war schon ziemlich voll, als wir ihn betraten, und so blieb uns nur der Platz an
der Tür. Wir setzten uns auf unsere Rucksäcke und erfreuten uns an der vor der
offenen Tür vorbeiziehenden Landschaft. Je weiter wir in die Berge fuhren, desto
schöner wurden die Ausblicke!
Während der Fahrt liefen oftmals Händler mit verschiedenen Snacks durch die
Gänge und wir frühstückten gut und billig. Am besten fand ich ein
Garnelengebäck. Lecker! Diese Snacks wurden in selbst gebastelten Papiertüten
verkauft. Das Papier stammte offensichtlich aus alten Schulheften, manchmal
konnte ich noch Mathehausaufgaben darauf nachrechnen.
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Sunset - Ein Gecko
Wasserfall - Spice Shop
Fotos von Marius Scholz |
Blutegel fühlen sich bei
Regenwetter pudelwohl
In Kandy hatten wir diese Mal leider etwas Pech mit dem Wetter: Es regnete zwei
Tage lang. Trotzdem unternahmen wir einen Ausflug zu den Hunas-Falls. Eine
Wanderung zu diesen Wasserfällen ist in meinem Reiseführer als das schönste
Naturerlebnis ganz Sri Lankas angepriesen - zu Recht. Noch nie sah ich eine so
bezaubernde Landschaft! Sanfte Hügel, Teesträucher, Felsen, Palmen, Bäche, viele
kleine Wasserfälle... seht selbst! Unser Tuk-Tuk-Fahrer kannte sich nicht so gut aus und wusste nicht so recht, wo
er auf uns warten sollte. Da wir ihm seinen Lohn noch schuldig waren, ließ er
uns nicht aus den Augen und folgte uns lautlos in einigen Metern Entfernung. Da
der Weg nur bergab ging, brauchte er seinen Threewheeler nur rollen lassen. Das
war schon ein komisches Bild: Zwei Touristen mit Regenschirmen werden beim
Wandern von einem lautlosen roten Tuk-Tuk verfolgt. Als uns schließlich die
Blutegel, die sich bei Regenwetter pudelwohl fühlten zu lästig wurden, fuhren
wir wieder in die City zurück.
Wir schlenderten über den Markt mit seinen bunten Geschäften, besuchten einen
Pub und trafen einen lustigen Hochstapler, den wir "Interpol-David" tauften, und
seinen Begleiter. "Interpol-David" erzählte uns haarsträubende Geschichten über
seinen gefährlichen Job und log auch sonst das blaue vom Himmel, aber
unterhaltsam war er. Abends spielten wir in einem noblen Hotel hoch in den
Bergen über der verregneten Stadt zusammen ein paar Runden Billard und
entschieden uns, die große Bergwanderung zum Adams Peak zu verschieben. So
fuhren wir tags darauf wieder nach Galle zurück, auf besseres Wetter hoffend.
Heiligabend bei den Singhalesen
Der Heiligabend in Sri Lanka war außergewöhnlich! Der Sand, der mir während der
Beachpartys zwischen den Zehen kitzelte, fühlte sich am Heiligen Abend noch
exotischer an, und die Wärme wirkte eigenartig unweihnachtlich. Eine
ausgezeichnete Trommelgruppe in einer Openairdisco namens 'Vibration' sorgte für
tranceähnliche Stimmung. Sieben perfekt aufeinander abgestimmte Trommler,
unterlegt von groovenden Synthesizer-Bass-Rhythmen rockten das Haus bis vier Uhr
morgens. Nach 20 Minuten schweißtreibenden Beats wechselte die Musik zu
herkömmlicher Disco-Musik, mit allen Verfehlungen wie Britney Spears und Co. Um
diesen zu entkommen und ein wenig zu trocknen, lief ich öfter zum Strand, wo
entspannte Reggae-Partys stattfanden. Ausgeruht ging ich zu jeder vollen Stunde
wieder ins 'Vibration' zurück, um wieder 20 Minuten Live-Musik zu genießen.
Die Singhalesen organisierten die Weihnachtspartys genau wie die
Silvesterpartys. Halb 12 wurde an alle Gäste Wunderkerzen verteilt, die beim
Countdown um Mitternacht gezündet wurden. Hunderte (200?) Touristen und
Singhalesen wünschten sich gegenseitig 'Merry Christmas' und begannen zur
einsetzend Trommelmusik zu tanzen, dabei die Wunderkerzen lustig schwenkend.
Den ersten Weihnachtsfeiertag verbrachte ich komplett am Strand von Unawatuna.
Ich erholte mich von der Party am Vorabend, ging schwimmen und schnorcheln.
Dabei sah ich eine große Meeresschildkröte, die friedlich am Meeresboden graste.
Später bestellte ich am Sunsetpoint auf dem Felsen am Ende der Bucht einen
erstklassigen mixed fruit juice, der so fruchtig war, dass der Strohhalm darin
stand. Ich saß entspannt im Liegestuhl und beobachtete den Sonnenuntergang.
Später am Abend des 25ten fand direkt am Strand eine Trance-Goa-Party statt. Die
Saison war mittlerweile auf ihrem Höhepunkt angelangt, alle Zimmer waren
ausgebucht und die Partys gut besucht.
Dies war der vierte Teil der Artikelserie "Sri Lanka - ein Reise-,
Praktikums- und Katastrophenbericht (20.09.2004 bis 2. Januar 2005)" von Marius
Scholz, die Fortsetzung folgt in der nächsten Onlinezeitung und wer den Anfang
nachlesen möchte, findet
hier den ersten Teil des Artikels.
Hilfsaktion "Ein EKG für Sri Lanka"
Wenige Tage nach seiner Rückkehr aus der Krisenregion gab Marius Scholz in der
Zeitzer Lokalzeitung ein
Interview und rief zu Spenden für das Karapitya-Hospital auf. Als er und
Kommilitonen sich nämlich von dort verabschiedeten, fragten sie die Ärzte, was
am dringendsten benötigt würde: sie wünschten sich einen Defibrillator mit
EKG-Monitor sowie einen Pulsoxymeter. Dafür eröffnete Marius Scholz ein
Spendenkonto und sammelt nun treuhänderisch für dieses Vorhaben Spenden:
Marius Scholz
Stichwort: „EKG für Sri Lanka“
Konto: 4000011800
BLZ: 800 530 00
Artikel über Marius Scholz
[ klick
hier ]
Homepage von Marius Scholz
http://www.marius-scholz.de |
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| Autor(in): Marius Scholz ([email protected]) |
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Medi-Jobbörse bietet Stellensuchenden wie Stellenanbietern im medizinischen Bereich einfache und unkomplizierte Wege bei der Jobsuche und Stellenbesetzung.
Ob Doktorarbeit, Nebenjob oder Assistenzarztstelle - alle Einträge sind weiterhin kostenlos!
Nutzt auch die Gelegenheit, ein Stellengesuch zu platzieren. Wie immer an dieser Stelle hier nun die neuesten Stellenanzeigen aus unserer Jobbörse, in der sich insgesamt über 500 Angebote wie Gesuche befinden!
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| Autor(in): Redaktion Medi-Jobbörse ([email protected]) |
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Topaktuelle Jobanzeigen
(02/2005) |
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1. Assistenzärztin/Assistenzarzt
Psychosomatische Klinik der Rhön-Klinikum AG Bad Neustadt/Saale |
[mehr
Informationen] |
2. Assistenzärztin/-arzt
Kardiologie
Herz- und Gefäß-Klinik GmbH, Bad Neustadt/Saale |
[mehr
Informationen] |
3. Assistenzärztin/Assistenzarzt
Frankenklinik Bad Neustadt/Saale |
[mehr
Informationen] |
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Weitere Informationen
erhalten Sie unter dem angegebenen Link oder auf der Webseite der
Rhön-Klinikum AG oder per Email unter
[email protected]. |
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Die medizinische Ausbildung in Deutschland befindet sich im Umbruch. Die vor zwei Jahren eingeführte neue ärztliche Approbationsordnung (ÄAppO) hat in den medizinischen Fakultäten zu einer Neuorientierung in der ärztlichen Ausbildung geführt. Ausgehend von der zumeist umfassenden wissenschaftlichen Ausbildung muss das Studium vor allem mehr Praxisnähe beinhalten.
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"Master of Medical Education" in Deutschland
eingeführt
Zweijähriger berufsbegleitender Studiengang bildet
Führungspersonen für medizinische Lehre aus / Initiative von Medizinischem
Fakultätentag und sieben Fakultäten:
von Dr. Annette Tuffs (Universität Heidelberg)
Als Kernpunkte der Reformen ist die Einführung neuer Lehr- und Lernformen
vorgesehen, die auf einer stärkeren Problemorientierung und auf
Kleingruppenunterricht aufbauen. Damit die Studienreform Erfolg haben kann, ist
allerdings eine vermehrte pädagogisch-didaktische Professionalisierung der
Dozenten dringend erforderlich, wie dies in vielen internationalen Hochschulen
schon lange erfolgreich der Fall ist.
Der Medizinische Fakultätentag (MFT) hat diese Herausforderung aufgegriffen und
als fakultätsübergreifende Institution eine Akademie für Ausbildung in der
Hochschulmedizin (AHM) gegründet. Zusammen mit sieben besonders engagierten
Fakultäten wurde nun ein zweijähriger berufsbegleitender Aufbaustudiengang
"Master of Medical Education (MME)" ins Leben gerufen. Der Studiengang soll
Führungspersonen ausbilden, die ihre erworbene Expertise im Vermittlungsprozess
als Multiplikatoren für die Weiterentwicklung der medizinischen Ausbildung an
den medizinischen Fakultäten aktiv werden sollen. Er ist organisatorisch an der
Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg etabliert, die
dankenswerterweise die Federführung übernommen hat.
Der Mastertitel wird von der Universität Heidelberg gemeinsam mit den
Universitäten Berlin, Dresden, Essen, Heidelberg, Köln, München (LMU) und
Tübingen verliehen werden, deren Vertreter bei der Ausrichtung des Studienganges
kooperieren. Als Dozenten wirken Ausbildungsexperten von nationalen und
internationalen Universitäten mit. Die bundesweite Vernetzung wird ohne Zweifel
den Austausch in Fragen des Medizinstudiums fördern und zur Einführung von
Qualitätsstandards in der medizinischen Ausbildung beitragen.
Der Medizinische Fakultätentag und die beteiligten Universitäten sind in
besonderer Weise dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der
Heinz-Nixdorf-Stiftung dankbar, die den Studiengang in großzügiger Weise über
einen Zeitraum von 4 Jahren unterstützen. Die Teilnahmegebühren kommen zur
Hälfte von den entsendenden Fakultäten, zur anderen Hälfte als Förderung durch
die Heinz-Nixdorf-Stiftung und den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
aus Mitteln des gemeinsamen Programms "Neue Wege in der Medizinerausbildung".
Der erste Jahrgang mit 24 Teilnehmern aus 19 deutschen Fakultäten hat das
Studium im Wintersemester 04/05 aufgenommen.
Die Bewerbungsfrist für die nächste Teilnehmergruppe endet am 15. Juli
2005.
Kontakt:
- Prof. Dr. Franz Resch, Studiendekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg
- Prof. Dr. Dr. h.c. Gebhard von Jagow, Präsident des Deutschen Medizinischen
Fakultätentages
- Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Putz, Akademie für Medizinische Ausbildung des
Deutschen Medizinischen Fakultätentages
Sekretariat MME:
Tel.: 06221 / 56 45 92 (Frau Ásgeirsson)
E-Mail:
[email protected]
Quelle: Pressemitteilung der Universität Heidelberg
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| Autor(in): Dr. Annette Tuffs (Universität Heidelberg) ([email protected]) |
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In unserer Rubrik "MedNews" stellt Euch die Redaktion der StudMed aus dem Springer Verlag wöchentlich drei Nachrichten aus der Medizin zur Verfügung. Zum kompletten Artikel gelangt Ihr, wenn Ihr am Ende der Einleitungen auf "Mehr..." klickt. Die ausführlichen Artikel sind dann im Sponsored Room "StudMed" bei Medi-Learn zu finden.
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| >> Malaria-Impfung bei Mäusen gelungen (17-Feb-2005) |
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Mithilfe von entschärften Malaria-Erregern ist es Heidelberger Forschern erstmals gelungen, Mäuse erfolgreich gegen die Tropenkrankheit zu impfen. Die Wissenschaftler konnten die Angreifer lahm legen, weil sie ein entscheidendes Entwicklungsprotein des Malaria-Parasiten entdeckt hatten. Mehr...
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| >> Traum vom nachwachsenden Herzen rückt näher (17-Feb-2005) |
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Stammzellen helfen bei der Reparatur Infarkt-geschädigter Bereiche des Herzmuskels. Das ist das Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie an der Universität Rostock. Diese Therapieerfolge bedeuten Hoffnung für Patienten mit Herzinfarkten sowie einen weiteren wichtigen Schritt für die Regenerative Medizin. Mehr...
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| >> Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern vertreiben Ärzte (17-Feb-2005) |
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Deutschland gehen die Ärzte aus. Derzeit sind gut 4800 Arztstellen in Deutschland vakant und auch ausländische Kliniken, insbesondere aus Skandinavien, England und Holland, werben intensiv mit Hinweis auf familienfreundliche Arbeitszeiten und finanzielle Attraktivität um deutsche Ärzte. Mehr...
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| Autor(in): Redaktion StudMed ([email protected]) |
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Bevor ich nach Santiago gefahren bin, war ich bereits sechs Monate in Spanien. Ich habe von September 2002 bis Ende Februar 2003 im Rahmen des EU-Austauschprogrammes „Erasmus“ an der medizinischen Fakultät von Granada/ Andalusien studiert. Mit meiner Famulatur in Santiago hatte ich das Glück nach meiner superschönen Zeit im rassigen Süden noch eine andere Ecke und Mentalität Spaniens kennenzulernen. Außerdem hat mich nach zwei Jahren als LEO interessiert, wie die Arbeit in einem anderen Land so gestaltet wird.
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dfa-Famulaturbericht Pädiatrie in Spanien
von Eva
Vorbereitungen:
Meine Zusage aus dem Bonner Büro des dfa über einen Famulaturplatz in Spanien
habe ich bereits im November 2002 erhalten, meine Card of Acceptance aus
Santiago allerdings erst im Januar. Für mich war das nicht weiter schlimm, da
ich die über 1000 Km von Granada nach Santiago im Bus gefahren bin. Wenn man
einen Flug buchen muss, ist das natürlich recht spät, aber so ist das halt in
Spanien. Iberia und Lufthansa fliegen mit einer Zwischenlandung in Madrid oder
Barcelona nach Santiago. Billiger ist es mit z.B. German Wings nach Madrid zu
fliegen und dann mit dem Bus nach Santiago zu fahren. Die Fahrt dauert ca. sechs
Stunden und kostet hin und zurück weniger als sechzig Euro (mit der Firma Alsa,
übers Internet oder vor Ort in Madrid reservieren). Einen Buchtipp kann ich an
dieser Stelle nicht abgeben, da ich mir in Granada nur einen kleinen Reiseführer
über Santiago gekauft hatte.
Die Gruppe des IFMSA Spain in Santiago ist gut organisiert und besteht aus über
30 Leuten!!!! Sie haben sogar einen eigenen Namen: MEIGA ( Medicina Intercambios
Galicia, meiga heißt auf gallego Hexe). Jeder Famulant hat seine eigene
Kontaktperson, die einem mailt und die man mit Fragen löchern kann. Meine
Kontaktperson hat mich vom Busbahnhof abgeholt und mich zum
Studentenwohnheim gebracht. Wir haben uns danach regelmäßig getroffen. Man kann
sich dafür eine spanische prepaid- Handykarte zulegen (ist nicht so teuer), denn
wenn man in Spanien soziale Kontakte pflegen will, braucht man ein Handy. Ein
Festnetzanschluss ist ziemlich teuer und viele Studenten können sich keinen
leisten. Immer von einer Telefonzelle die Handynummern anzurufen, geht ins
Geld. Ansonsten habe ich mich nicht weiter vorbereitet, aber ich war ja auch
nach sechs Monaten in Andalusien schon eine halbe Spanierin als ich nach
Santiago gekommen bin. Aber keine Sorge, die kulturellen Unterschiede sind in
Nordspanien nicht so spürbar wie im Süden.
Unterkunft, Verpflegung und Lebenshaltungskosten:
Die drei anderen deutschen Famulanten und ich waren in einem sehr modernen
Studentenwohnheim untergebracht. Komplett eingerichtetes Zimmer mit eigenem Bad
und kleinem Kühlschrank. In den Fluren gibt es Gemeinschaftsküchen, Fernseh- und
Videoräume, Waschküchen, Fitnessraum, Internetzugang. Man kann sich auch
Fahrräder ausleihen, was wir für unsere „Pilgertour“ auf dem Camino de Santiago
auch getan haben. In die Innenstadt sind es ca. 10-15 min. zu Fuß. Das
Krankenhaus liegt leider genau am anderen Ende der Stadt, sodass man auf den Bus
angewiesen ist. Er fährt aber sehr regelmäßig direkt vom Wohnheim bis vor den
Haupteingang der Klinik.
In der Klinikkantine konnten wir mittags gratis essen. Besonders Fischliebhaber
kommen hier auf ihre Kosten. Woran man sich allerdings gewöhnen muss, sind die
Essenszeiten. Im Gegensatz zu deutscher Sitte macht die Kantine erst um 13.30
auf, sodass wir öfters mal warten mussten, wenn es auf Station nichts mehr zu
tun gab. Ansonsten sind die Lebenshaltungskosten in Spanien geringer als in
Deutschland. Besonders alle Ausgaben rund ums Ausgehen sind wesentlich geringer.
Einen café con leche bekommt man schon für einen Euro und der Eintritt für Kino,
Konzerte und Discos ist erschwinglich. Das einzige, was recht teuer war, waren
die Mietwagen. Da haben wir einmal für einen Tag 90 Euro bezahlt, haben aber
auch nur einen Tag vorher vor Ort reserviert. Ein anderes Wochenende haben wir
ein Angebot übers Internet gebucht, das war dann billiger. Es fahren auch
Linienbusse sehr preiswert in alle größeren Städte und an die Küste. Um die
Küste richtig zu erkunden, lohnt sich ein Mietwagen aber auf alle Fälle, weil
man an die meisten schönen, abgelegenen Flecken nur mit dem Auto hinkommt.
Tätigkeitsbeschreibung, fachliche Eindrücke:
Da ich, wie schon erwähnt, bereits sechs Monate in Granada studiert hatte,
wusste ich bereits vor meiner Famulatur, wie es in spanischen Krankenhäusern so
abläuft. Generell ist das spanische Studiensystem noch verschulter als unseres.
Daraus habe ich sogar ein positives Fazit ziehen können. Ich habe durch meine
sechs Monate Studium in Spanien feststellen können, dass unser Studium in
Deutschland im Vergleich zu Spanien wirklich besser ist und ich dadurch jetzt
ein Stück weit zufriedener bin mit meinem Studium hier in der Heimat. Aber das
soll jetzt niemanden abschrecken. Generell gilt für eine Famulatur in Spanien:
Eigeninitiative. Da die spanischen Studenten grundsätzlich nur in einer Ecke
stehen und zuschauen und so etwas wie Famulaturen und PJ für sie nicht
existiert, muss man immer viel fragen, fragen, fragen. Vor allem auch fragen, ob
man auch einmal eine Untersuchung durchführen darf etc., da die Ärzte es nicht
gewohnt sind, dass ein Student Hand an einem Patienten anlegt, um es einmal
etwas krass zu formulieren. Man wird auch nicht gebeten, Blut abzunehmen oder
Braunülen zu legen, das ist Aufgabe der Schwestern.
Das größte Problem an der Sache ist die Sprachbarriere. Wenn man eine Sprache
nicht so gut beherrscht, stellt man ja meistens eh schon die eine oder andere
Frage weniger als in seiner Muttersprache. Daher ist es meiner Meinung nach
sehr wichtig zumindestens Grundkenntnisse in Spanisch mitzubringen. Die meisten
Spanier sprechen außerdem gar nicht oder nur sehr schlechtes Englisch. Auch im
Krankenhaus ist es sehr schwer einen Arzt zu finden, der bereitwillig ins
Englische übersetzt.
Nun zu meiner Famulatur im Speziellem: Ich war die ersten zwei Wochen in der
Neonatologie und dann noch zwei Wochen in der Kinderchirurgie. In der
Neonatologie fing der Tag morgens um ca. neun mit der Visite an. Oft haben sich
die Ärzte schon gegen elf zum Briefe diktieren verabschiedet, sodass ich mir
andersweitig Beschäftigung suchen musste. Ich bin dann einige Male mit in den
Kreissaal und auf die Wöchnerinnenstation mitgegangen, um U1, U2 oder
U3-Untersuchungen mitzumachen. Ein paar Male habe ich auch beim Sono zugeschaut
(Hüftdysplasie).
In der Kinderchirurgie bin ich natürlich viel im OP gewesen, war aber nur
zweimal gewaschen mit am Tisch. Das war aber nicht weiter schlimm, weil ich
viele interessante OPs auch vom Platz der Anästhesisten gut beobachten
konnte. Ansonsten war ich bei Visite und in der Sprechstunde zur Op-Vorbereitung
dabei.
In beiden Abteilungen waren die Ärzte sehr nett und haben auf meine Fragen
bereitwillig geantwortet. Besonders der Kinderchirurg Dr. Bautista war sehr
engagiert und hat mich sogar einige Male Kinder untersuchen lassen.
Freizeit:
Mein Tag im Krankenhaus war nach dem Mittagessen gegen drei Uhr zu Ende. Den
Nachmittag habe ich dann öfters in einem Café oder auf einem Platz in der zona
vieja (Altstadt) verbracht. Die Stadt hat ein einmaliges Ambiente und es macht
Spaß manchmal einfach nur so durch die kleinen Gässchen zu schlendern. Man kann
generell in Spanien sehr gut Klamotten einkaufen, da die Spanier sehr
modebewusst sind und viele Sachen auch ein bisschen billiger sind als in
Deutschland.
Abends haben wir uns oft noch mit spanischen Medizinstudenten auf ein paar Tapas
getroffen oder haben uns im Wohnheim ein Video angeschaut. Man kann sie dort
kostenlos ausleihen und in speziellen Viedeoräumen anschauen. ´Hauptausgehtag´
in Santiago ist der Donnerstag. Da Santiago eine Studentenstadt ist, hat das
Nachtleben viel zu bieten. Es ist kein Problem bis morgens um acht
durchzutanzen.
An zwei Wochenenden haben wir uns ein Mietwagen genommen und Galizien erkundet.
Besonders die Küste ist sehr sehenswert. Ein anderes Wochenende sind wir mit
Fahrrädern auf Pilgertour gegangen. Wir sind die letzten 100 Km des Camino de
Santiago entlang gefahren. Das war sehr beeindruckend, weil man teilweise durch
sehr abgelegen Winkel Galiziens fährt. Außerdem haben wir auf dem Weg viele
interessante Menschen aus der ganzen Welt getroffen. Es gibt in Santiago ein
´Pilgerbüro`, in dem man sich wichtige Informationen und Unterlagen besorgen kann.
Die Fahrräder haben wir im Wohnheim geliehen, ebenfalls kostenlos.
Fazit:
Rückblickend kann ich sagen, dass mir die Famulatur sehr gut gefallen hat.
Fachlich habe ich nicht viel gelernt, aber das wusste ich vorher schon. Die
Studenten von MEIGA haben sich sehr viel Mühe gegeben. Generell sind die Spanier
sehr aufgeschlossen, hilfsbereit und immer für eine Plauderei zu haben. Galizien
ist eine wunderschöne Ecke Spaniens und ebenso sehenswert wie der rassige Süden.
Daher kann ich jedem eine Famulatur in Spaniens empfehlen, vorausgesetzt man
beherrscht die Sprache mindestens ein wenig.
Adresse des Krankenhauses
Hospital Clinico Universitario
Travesia Choupana
15706 Santiago (Espana)
Diesen Famulaturbericht präsentieren wir Euch in Kooperation mit dem dfa (Deutscher Famulantenaustausch).
Auf den Webseiten des dfa findet Ihr nicht nur diesen und weitere Erfahrungsberichte rund um den Globus, sondern auch vielfältige Hilfen bei der Vorbereitung eines Auslandsaufenthaltes.
zur Webseite des dfa
(Deutscher Famulantenaustausch)
hier klicken
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| Autor(in): Eva S. (E-Mailkontakt über Redaktion ([email protected])) |
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| Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected]) |
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bisherigen Statistiken, Notizen und Sammelkörbe (ab Version
8/2001)
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zugeordneten Lösungsbuchstaben
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Piloten trainieren ungewöhnliche und gefährliche Situationen in Simulatoren, die sie eine nahezu perfekte Flugrealität erleben lassen. Anästhesisten, Intensiv- und Notfallmediziner lassen sich zu diesem Zweck "künstliche Menschen" bauen. Diese Simulatoren reagieren auf dem Op-Tisch, der Intensivstation oder der Notfallaufnahme ebenso wie echte Patienten.
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Einer der ersten Simulatoren in Nordrhein-Westfalen steht im
Simulationszentrum des Universitätsklinikums Düsseldorf. Der Düsseldorfer
Anästhesie, Notfall- und Intensivmedizin-Simulator (DANIS) steht für die Aus-
und Weiterbildung von Ärzten aus ganz Nordrhein-Westfalen sowie für
Medizinstudenten in höheren Semestern zur Verfügung.
Das Trainingsspektrum reicht vom Üben einzelner Techniken bis hin zu seltenen
Narkosezwischenfällen, die manch ein erfahrener Anästhesist in der Realität noch
nie erlebt hat. Die Anästhesie hat einen derart hohen Sicherheitsstandard
erreicht, dass echte Narkosezwischenfälle nur noch sehr selten vorkommen.
Anästhesisten trainieren deshalb an Dummies mit Haut und Adern aus Plastik,
einem Skelett, Muskeln, Herz, Kreislauf, Lunge, Harnblase und einem
elektronischen Gehirn. Die so genannten Full Scale Simulatoren reagieren direkt
auf die Arbeit der Mediziner. Sie bewegen den Arm oder Puls und Blutdruck
steigen, wenn die Narkose nicht tief genug ist. Auch die Pupillen reagieren,
wenn Medikamente in das künstliche Kreislaufsystem gespritzt werden. Art und
Dosierung der injizierten Medikamente werden elektronisch erkannt. Die
Simulatoren bilden auch den Gasaustausch in der Lunge ab, sie bemerken z. B.
einen Sauerstoffmangel bei unzureichender Atmung oder während künstlicher
Beatmung.
Darüber hinaus lässt sich eine Vielzahl von Vorkommnissen wie Blutverluste,
Herzrhythmusstörungen im EKG oder ein Herzinfarkt simulieren. Ebenso werden
nahezu alle denkbaren Komplikationen, die auf einer Intensivstation vorkommen
können, äußerst realitätsnah dargestellt: Fieber, Blutdruckabfall oder
Nierenversagen bei einer Blutvergiftung (Sepsis).
Der Düsseldorfer Anästhesie, Notfall- und Intensivmedizin-Simulator (DANIS) ist
in einem vollständig ausgestatteten Op innerhalb einer ehemaligen
Intensivstation untergebracht. Wer am Simulator trainiert, kann sich wie in
einem echten Op vorkommen. Anästhesist, Operateur und Pflegekräfte tragen
Op-Kleidung und Gesichtsmaske. Sie müssen wie im klinischen Alltag miteinander
kommunizieren und die simulierte Krisensituation bewältigen. In dem äußerst
realitätsnahen Szenario kommt so mancher Arzt ins Schwitzen: Er muss die Ursache
der Störung rasch finden und zügig eine Reihe von Behandlungsmaßnahmen
einleiten, auch wenn er nie zuvor eine solche Situation erlebt hat. Zum
geruhsamen Nachdenken oder gar Nachschlagen im Lehrbuch bleibt keine Zeit. Das
gesamte Geschehen wird mit Videokameras aufgezeichnet. Das erlaubt eine spätere
Analyse der Ereignisse und die Bewertung aller getroffenen Maßnahmen mit dem
beteiligten Team.
Der Simulator wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mitfinanziert.
Geplant ist ein weiterer Ausbau des Düsseldorfer Simulationszentrums. Auch
andere Fachdisziplinen sollen spezielle Fertigkeiten (z. B.
Herzkatheter-Untersuchungen, Darmspiegelungen) einschließlich der Beherrschung
von Komplikationen trainieren können. Der Simulator stellt außerdem ein sehr
nützliches Instrument für verschiedene Forschungsvorhaben, beispielsweise in der
Stress-Forschung, dar.
Kontakt:
Priv.-Doz. Dr. med. Olaf Picker
Oberarzt, Klinik für Anästhesiologie
Tel.: 0211-81-18669
E-Mail: [email protected]
Susanne Dopheide
Pressereferentin des Universitätsklinikums Düsseldorf
Tel.: 0211 81 04173
E-Mail:
[email protected]
Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft
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| Autor(in): Susanne Dopheide (Uni Düsseldorf) ([email protected]) |
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Mit mehr als 1.000 Beiträgen in der Woche findet man in den Medi-Foren zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In der neuen Rubrik "Gelauscht" wollen wir Euch in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findet Ihr das ein oder andere Thema, das Euch auch interessiert - ein Klick und Ihr seid mit dabei:
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[zu den Foren]
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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