23.02.2005

Ausgabe 257/05

Anzeige: IMPP-Wissen examensorientiert lernen:
Physikumsfakten von MEDI-LEARN
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Medi -Learn

Die Onlinezeitung von MEDI-LEARN
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Wer alles anfasst, muss vieles fallen lassen.
(unbekannt)


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 Editorial
  

Hallo,
während es in Deutschland im Moment sehr winterlich zu geht und uns die Schneeflocken und Grippe-Viren fest im Griff zu haben scheinen, dreht es sich im vierten Teil des Sri-Lanka-Berichtes um Schönheiten von tausend Inseln in sommerlich-tropischen Gebieten. Aber auch in der Heimat gibt es mal wieder berichtenswertes: Zum Beispiel einen neuen Aufbaustudiengang der Uni Heidelberg, der mit dem Master of Medical Education allen Lehrinteressierten neue Perspektiven bietet und seinen Platz in unserer heutigen Ausgabe findet.

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Aus unseren MedNews möchten wir u.a. die Kurzmeldung zur Malaria empfehlen, während in den Foren der Beitrag zu Studienplatzklagen sicherlich den ein oder anderen interessieren dürfte. Mit unserem heutigen Famulaturbericht in Kooperation mit dem dfa entführen wir Euch nach Santiago in Spanien und Ihr könnt an den dortigen Erlebnissen von Eva teilhaben. Schließlich stellen wir in einem weiteren Artikel einen Patienten vor, der alles verzeiht. Last, but not least für denjenigen, der seine Bücherregale leeren und sein Portemonnaie füllen möchte, ein Besuch im Auktionshaus führt ihn an den dazu passenden Ort.

Bis zur nächsten Woche,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion MEDI-LEARN

PS: Aktuelles rund um das Medizinstudium im Weblog:
- z.B. der Hinweis: 'Mit einer Leiche leben' -

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Teil IV des Sri Lanka-Berichtes von Marius Scholz
2.Assistenzarztstelle Gynäkologie im Jobticker zu vergeben
3.Bieten, Feilschen und Schnäppchen machen im Auktionshaus
  
4.Master of Medical Education in Deutschland eingeführt
5.Malaria-Impfung an Mäusen gelungen aus den MedNews
6.dfa-Famulaturbericht: Pädiatrie in Santiago (Spanien)
  
7.Cartoon der Woche: Lachgas
8.Ärzte trainieren am Patienten, der alles verzeiht
9.Geniale Seite zum Üben und Klagediskussion in den Foren
  
10.Impressum, Abofunktion, Mitarbeit
    
PDF

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 1. Sri Lanka (September 04 bis Januar 05)
Ein Reise-, Praktikums- und Katastrophenbericht
von Marius Scholz

- zurück zum Inhalt -

  

Eine Nachricht hielt lange Zeit die Welt in Atem und erschütterte weltweit durch seine Unbegreiflichkeit: das Seebeben in Asien brachte unendliches Leid über ganz Landstriche. Marius Scholz ist Medizinstudent und hielt sich in den Monaten vor der Katastrophe und zur Zeit des Tsunami in der Krisenregion auf. In einer mehrteiligen Artikelserie berichtet er uns über seine Erlebnisse in Sri Lanka: zunächst geht es um touristische Erkundigungen in neuen Gefilden, später um klinische Erfahrungen und schliesslich um die Erlebnisse während der Katastrophe. Wir danken Marius an dieser Stelle herzlich für dieses eindrücklichen Artikel, von dem wir Euch heute den vierten Teil zur Lektüre weiterreichen möchten. Den ersten Teil findet ihr hier.

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Schon an dieser Stelle möchten wir auf die Homepage von Marius unter www.marius-scholz.de sowie die durch ihn ins Leben gerufene Spendenaktion "Ein EKG für Sri Lanka" hinweisen.

Sri Lanka: ein Reise-, Praktikums- und Katastrophenbericht
Teil 4

20. September 2004 bis 2. Januar 2005
von Marius Scholz ( www.marius-scholz.de )

Eine Schönheit aus 1000 Inselchen
Außer Michael und mir waren noch zwei weitere deutsche Medizinstudenten im Guesthouse "Beach Haven" untergebracht. Christian und Henriette, die wir kurz Hetty nannten, waren sehr sympathische Zeitgenossen. Einmal lud uns Lalith alle zusammen zu einem Ausflug zum Kogalla-Lake ein. Wir frühstückten für einen Sonntag außergewöhnlich zeitig und brachen gegen neun Uhr zu siebt mit Laliths Kleinbus auf. Zuerst deckten wir uns in einem Spirituosengeschäft mit reichlich Brandy und Arrack (Palmenblütenschnaps) ein. Gegen halb elf saßen wir auf der Veranda eines Clienten von Lalith in der Nähe des Sees und gossen die ersten Gläser ein. Dazu wurden wir unentgeltlich mit leckerem Fisch und Gemüse bewirtet. Offensichtlich hatte Lalith bei seinem Clienten noch etwas gut. Nach einer Stunde und etlichen Arrack-Cola bestiegen wir angeheitert ein Boot mit Außenbordmotor, jeder sein Glas fest im Griff. Ein schweigsamer Singhalese steuerte das Boot auf den See hinaus. Dort offenbarte sich uns dessen gesamte Schönheit aus über 1000 Inselchen bestehend, dicht mit Mangrovenbäumen bewachsen, die Wurzeln über das Ufer hinaus ins Wasser ragen lassend. Die Sonne brannte und man konnte viele Vögel beobachten. Reichlich beschwippst stiegen wir an einer Anlegestelle aus dem Boot und wanderten etwas durch den Busch. Wir ärgerten Mimosen, staunten über einen tiefen Ziehbrunnen und einen domestizierte Affen einer einheimischen Familie, pflückten reifen Pfeffer und kauten die Grünen, sehr scharfen Kerne. Dazu tranken wir viel Arrack-Cola und kauten frisch abgeschälte Zimtrinden.

Neongrüne Schlangen, Affen und riesige Tausendfüßer
Zurück auf dem Boot stimmten wir unter dem Einfluss von noch mehr Alkohol einige lustige Lieder an und fuhren (nach einem kleinen Abstecher zu einem Gewürzgarten) zurück. Bei Laliths Clienten wartete nun schon ein prächtiges, über offenem Feuer zubereitetes Essen und eine weitere Flasche Arrack auf uns. Ein schöner Tag! Nachdem uns Lalith wohlbehalten wieder ins Guesthouse zurückgebracht hatte, fuhren wir mit zwei three-wheelern nach Unawatuna, unserem nächstgelegenen Traumstrand und gönnten uns abschließend ein etwas ausnüchterndes Bad im warmen, kristallklaren Ozean. Das Wochenende darauf unternahmen wir einen Ausflug in den Singaraja-Rainforest, einem Nationalpark im Norden von Galle. Wir wanderten auf engen Pfaden durch das dichte Grün des tropischen Regenwaldes und sahen viele wilde Tiere, unter anderem Affen, neongrüne Schlangen, bunte Vögel und riesige Tausendfüßer. Das Klima war drückend schwül und der Schweiß lief mir in strömen über das Gesicht. An den zahlreichen Wasserfällen ließ es sich herrlich pausieren und wir staunten stundenlang über die unberührte wilde Natur.

gggg gggg
On the beach und im Regenwald
Fotos von Marius Scholz

Wie im Paradies
Nach über 10 Wochen fühlte ich mich in Sri Lanka immer noch wie im Paradies. In meiner Freizeit hatte ich Gelegenheit verschiedene Strände der Südküste zu besuchen, mir für weniger als 3 Euro pro Tag Surfbretter zu leihen und das Wellenreiten zu lernen. Dies war im Vergleich zum Snowboarden ziemlich anstrengend. Ständig musste man wieder auf das Meer hinauspaddeln und dabei durch die brechenden Wellen durchtauchen. Muskelkater war dabei garantiert. Erwischte ich dann überglücklich eine Welle, ritt ich darauf etwa 20 Meter Richtung Strand, bevor ich entweder vom Brett stürzte oder die Welle zu schwach wurde, um mich zu tragen. Dann hieß es erneut paddeln. Ich freute mich bereits auf mein Tertial in Bozen - jedes Wochenende auf die Piste... Anstelle 20-Meter-weiten kilometerlanges Gleiten, anstelle mühsamen Hinauspaddelns relaxte Gondelfahrten und anstelle von Salzwasser Glühwein schlucken... Klasse! Auf dem Weg zum Surfspot habe ich mal ein nettes Bild von einem Palmenhain geschossen, auf dem Rückweg einige vom Sonnenuntergang... Auch traf ich auf einige traditionelle Stelzenfischer an der Südküste Sri Lankas.

Leichte Weihnachtsstimmung bei 30 Grad im Schatten
Abends saßen wir meist auf unserer Veranda, beobachteten die Geckos, hörten Musik, spielten Brettspiele oder unterhielten uns mit anderen Reisenden. Viele sahen wir kommen und gehen, die Hauptsaison begann um die Weihnachtszeit allmählich, worüber sich unsere Guesthouse-People natürlich am meisten freuten. Zwei nette junge Damen aus England und Kanada luden uns sogar für eine Woche nach Dubai ein, wo sie arbeiteten. Da wir planmäßig ohnehin einen Zwischenstopp dort haben sollten, entschieden wir uns, das Angebot anzunehmen und unsere Flugtickets einfach ändern zu lassen: An einem Freitag brachen Michael und ich erneut nach Colombo auf. Hier kümmerten wir uns zunächst bei unserer Airline um unsere Rückflugtickets und ließen uns dann mit dem Threewheeler-Taxi zum World Trade Center fahren. Auch besichtigten wir das Hilton-Hotel, das mit kräftiger Klimaanlage und reichlicher Weihnachtsdekoration tatsächlich ein wenig Weihnachtsstimmung in mir verursachte. Diese verflog allerdings außerhalb des Hauses bei 30 Grad im Schatten sofort wieder. Gemächlich wanderten wir um einen großen Stadtsee, auf dem einige Pelikane und andere Vögel zu beobachten waren. Im See befand sich ein Tempel mit Buddhastatue und Elfenbein, den ich mir natürlich anschauen musste sowie eine Kunstausstellung singhalesischer Künstler. Während ich mir die Bilder der Ausstellung anschaute, wollte Michael ein wenig auf einer Bank mit Blick auf den See verschnaufen. Zu seinem Leidwesen entdeckte ihn jedoch eine Schar Kinder, umzingelte und nervte ihn.

Jazzrhythmen, Rum und Garnelengebäck
Abends fuhren wir mit dem Bus aus dem Zentrum Colombos hinaus, um uns mit Franzi und Zara, zwei deutschen freiwillig sozial arbeitenden, die wir in Hikkaduwa bei einer Beachparty kennen gelernt hatten, zu treffen. Gemeinsam besuchten wir einen noblen Club namens Clancys. Die Mädels riefen einen ihrer singalesischen Freunde an, der uns 10 Minuten später mit seiner Membercard unentgeltlich in den Club einschleuste. Drinnen war es angenehm kühl, aber eine europäische Jazzband heizte den Leuten kräftig ein. Zu der rocklastigen Jazzmusik ließ es sich prima tanzen, später legte auch ein DJ ganz nette Musik auf. Der Club war gut gefüllt, hauptsächlich westlich orientierte Upperclass Business-Singhalesen, die ihren hübschen Frauen erlaubten sich sexy zu kleiden. Für Michael und mich war das wegen der sonst so konservativen Moralvorstellung eine echte Attraktion! Unser Gönner bestellte eine Flasche weißen Rum und ließ ständig frische Cola und Eiswürfel bringen. Er hatte einen recht hohen Posten in der Tabakbranche und ließ es sich nicht nehmen uns alle einzuladen. Ich habe diesen Abend sehr genossen und habe zudem keine Rupie ausgegeben müssen. Am nächsten Morgen fuhren wir erneut mit dem Zug weiter Richtung Kandy. Der Zug war schon ziemlich voll, als wir ihn betraten, und so blieb uns nur der Platz an der Tür. Wir setzten uns auf unsere Rucksäcke und erfreuten uns an der vor der offenen Tür vorbeiziehenden Landschaft. Je weiter wir in die Berge fuhren, desto schöner wurden die Ausblicke! Während der Fahrt liefen oftmals Händler mit verschiedenen Snacks durch die Gänge und wir frühstückten gut und billig. Am besten fand ich ein Garnelengebäck. Lecker! Diese Snacks wurden in selbst gebastelten Papiertüten verkauft. Das Papier stammte offensichtlich aus alten Schulheften, manchmal konnte ich noch Mathehausaufgaben darauf nachrechnen.

gggg gggg
Sunset - Ein Gecko
Wasserfall - Spice Shop
Fotos von Marius Scholz

Blutegel fühlen sich bei Regenwetter pudelwohl
In Kandy hatten wir diese Mal leider etwas Pech mit dem Wetter: Es regnete zwei Tage lang. Trotzdem unternahmen wir einen Ausflug zu den Hunas-Falls. Eine Wanderung zu diesen Wasserfällen ist in meinem Reiseführer als das schönste Naturerlebnis ganz Sri Lankas angepriesen - zu Recht. Noch nie sah ich eine so bezaubernde Landschaft! Sanfte Hügel, Teesträucher, Felsen, Palmen, Bäche, viele kleine Wasserfälle... seht selbst! Unser Tuk-Tuk-Fahrer kannte sich nicht so gut aus und wusste nicht so recht, wo er auf uns warten sollte. Da wir ihm seinen Lohn noch schuldig waren, ließ er uns nicht aus den Augen und folgte uns lautlos in einigen Metern Entfernung. Da der Weg nur bergab ging, brauchte er seinen Threewheeler nur rollen lassen. Das war schon ein komisches Bild: Zwei Touristen mit Regenschirmen werden beim Wandern von einem lautlosen roten Tuk-Tuk verfolgt. Als uns schließlich die Blutegel, die sich bei Regenwetter pudelwohl fühlten zu lästig wurden, fuhren wir wieder in die City zurück. Wir schlenderten über den Markt mit seinen bunten Geschäften, besuchten einen Pub und trafen einen lustigen Hochstapler, den wir "Interpol-David" tauften, und seinen Begleiter. "Interpol-David" erzählte uns haarsträubende Geschichten über seinen gefährlichen Job und log auch sonst das blaue vom Himmel, aber unterhaltsam war er. Abends spielten wir in einem noblen Hotel hoch in den Bergen über der verregneten Stadt zusammen ein paar Runden Billard und entschieden uns, die große Bergwanderung zum Adams Peak zu verschieben. So fuhren wir tags darauf wieder nach Galle zurück, auf besseres Wetter hoffend.

Heiligabend bei den Singhalesen
Der Heiligabend in Sri Lanka war außergewöhnlich! Der Sand, der mir während der Beachpartys zwischen den Zehen kitzelte, fühlte sich am Heiligen Abend noch exotischer an, und die Wärme wirkte eigenartig unweihnachtlich. Eine ausgezeichnete Trommelgruppe in einer Openairdisco namens 'Vibration' sorgte für tranceähnliche Stimmung. Sieben perfekt aufeinander abgestimmte Trommler, unterlegt von groovenden Synthesizer-Bass-Rhythmen rockten das Haus bis vier Uhr morgens. Nach 20 Minuten schweißtreibenden Beats wechselte die Musik zu herkömmlicher Disco-Musik, mit allen Verfehlungen wie Britney Spears und Co. Um diesen zu entkommen und ein wenig zu trocknen, lief ich öfter zum Strand, wo entspannte Reggae-Partys stattfanden. Ausgeruht ging ich zu jeder vollen Stunde wieder ins 'Vibration' zurück, um wieder 20 Minuten Live-Musik zu genießen. Die Singhalesen organisierten die Weihnachtspartys genau wie die Silvesterpartys. Halb 12 wurde an alle Gäste Wunderkerzen verteilt, die beim Countdown um Mitternacht gezündet wurden. Hunderte (200?) Touristen und Singhalesen wünschten sich gegenseitig 'Merry Christmas' und begannen zur einsetzend Trommelmusik zu tanzen, dabei die Wunderkerzen lustig schwenkend. Den ersten Weihnachtsfeiertag verbrachte ich komplett am Strand von Unawatuna. Ich erholte mich von der Party am Vorabend, ging schwimmen und schnorcheln. Dabei sah ich eine große Meeresschildkröte, die friedlich am Meeresboden graste. Später bestellte ich am Sunsetpoint auf dem Felsen am Ende der Bucht einen erstklassigen mixed fruit juice, der so fruchtig war, dass der Strohhalm darin stand. Ich saß entspannt im Liegestuhl und beobachtete den Sonnenuntergang. Später am Abend des 25ten fand direkt am Strand eine Trance-Goa-Party statt. Die Saison war mittlerweile auf ihrem Höhepunkt angelangt, alle Zimmer waren ausgebucht und die Partys gut besucht.


Dies war der vierte Teil der Artikelserie "Sri Lanka - ein Reise-, Praktikums- und Katastrophenbericht (20.09.2004 bis 2. Januar 2005)" von Marius Scholz, die Fortsetzung folgt in der nächsten Onlinezeitung und wer den Anfang nachlesen möchte, findet hier den ersten Teil des Artikels.


Hilfsaktion "Ein EKG für Sri Lanka"

Wenige Tage nach seiner Rückkehr aus der Krisenregion gab Marius Scholz in der Zeitzer Lokalzeitung ein Interview und rief zu Spenden für das Karapitya-Hospital auf. Als er und Kommilitonen sich nämlich von dort verabschiedeten, fragten sie die Ärzte, was am dringendsten benötigt würde: sie wünschten sich einen Defibrillator mit EKG-Monitor sowie einen Pulsoxymeter. Dafür eröffnete Marius Scholz ein Spendenkonto und sammelt nun treuhänderisch für dieses Vorhaben Spenden:

Marius Scholz
Stichwort: „EKG für Sri Lanka“
Konto: 4000011800
BLZ: 800 530 00

Artikel über Marius Scholz
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Homepage von Marius Scholz
http://www.marius-scholz.de

   
Autor(in): Marius Scholz ([email protected])
  
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Artikel über Marius Scholz

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Teil 1 der Artikelserie
  
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 2. Medi-Jobbörse: Der Jobticker

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Medi-Jobbörse bietet Stellensuchenden wie Stellenanbietern im medizinischen Bereich einfache und unkomplizierte Wege bei der Jobsuche und Stellenbesetzung.

Ob Doktorarbeit, Nebenjob oder Assistenzarztstelle - alle Einträge sind weiterhin kostenlos!

Nutzt auch die Gelegenheit, ein Stellengesuch zu platzieren.
Wie immer an dieser Stelle hier nun die neuesten Stellenanzeigen aus unserer Jobbörse, in der sich insgesamt über 500 Angebote wie Gesuche befinden!

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 Unterassistentenstelle Chirurgie, Horgen/Zürich (CH) Anzeige aufrufen
Stellenangebote/PJ-Stellen
 Anästhesie UA-Stelle Februar-Mai ´05 gesucht Anzeige aufrufen
Stellengesuche/PJ-Stellen
 PJ Chirurgie Schweiz ab 1.6.2004 Anzeige aufrufen
Stellenangebote/PJ-Stellen
 Suche eine UA-Stelle in der Anästhesie/Chirurgie Februar-Mai ´05 Anzeige aufrufen
Stellengesuche/PJ-Stellen
 UHU-Stelle in der Schweiz gesucht Anzeige aufrufen
Stellengesuche/PJ-Stellen
 PJ-Stelle in der Schweiz gesucht Anzeige aufrufen
Stellengesuche/PJ-Stellen
 Ärzte/innen aller Fachrichtungen in GB und Deutschland Anzeige aufrufen
Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen
 Unterassistentenstelle/PJ Chirurgie in der Schweiz ab 02/2005 Anzeige aufrufen
Stellengesuche/PJ-Stellen
 Facharzt/Assistenzarzt -> Gynäkologie und Geburtshilfe Anzeige aufrufen
Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen
 PJ-Stelle in der Schweiz gesucht Anzeige aufrufen
Stellengesuche/PJ-Stellen
 Suche PJ in der Schweiz (Chiriurgie) Anzeige aufrufen
Stellengesuche/PJ-Stellen

   
Autor(in): Redaktion Medi-Jobbörse ([email protected])
  
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Topaktuelle Jobanzeigen
(02/2005)

1. Assistenzärztin/Assistenzarzt
Psychosomatische Klinik der Rhön-Klinikum AG Bad Neustadt/Saale

[mehr Informationen]

2. Assistenzärztin/-arzt Kardiologie
Herz- und Gefäß-Klinik GmbH, Bad Neustadt/Saale

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3. Assistenzärztin/Assistenzarzt
Frankenklinik Bad Neustadt/Saale

[mehr Informationen]

Weitere Informationen erhalten Sie unter dem angegebenen Link oder auf der Webseite der Rhön-Klinikum AG oder per Email unter [email protected].

  

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 3. Master of Medical Education in Deutschland eingeführt

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Die medizinische Ausbildung in Deutschland befindet sich im Umbruch. Die vor zwei Jahren eingeführte neue ärztliche Approbationsordnung (ÄAppO) hat in den medizinischen Fakultäten zu einer Neuorientierung in der ärztlichen Ausbildung geführt. Ausgehend von der zumeist umfassenden wissenschaftlichen Ausbildung muss das Studium vor allem mehr Praxisnähe beinhalten.

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"Master of Medical Education" in Deutschland eingeführt
Zweijähriger berufsbegleitender Studiengang bildet Führungspersonen für medizinische Lehre aus / Initiative von Medizinischem Fakultätentag und sieben Fakultäten:

von Dr. Annette Tuffs (Universität Heidelberg)

Als Kernpunkte der Reformen ist die Einführung neuer Lehr- und Lernformen vorgesehen, die auf einer stärkeren Problemorientierung und auf Kleingruppenunterricht aufbauen. Damit die Studienreform Erfolg haben kann, ist allerdings eine vermehrte pädagogisch-didaktische Professionalisierung der Dozenten dringend erforderlich, wie dies in vielen internationalen Hochschulen schon lange erfolgreich der Fall ist.

Der Medizinische Fakultätentag (MFT) hat diese Herausforderung aufgegriffen und als fakultätsübergreifende Institution eine Akademie für Ausbildung in der Hochschulmedizin (AHM) gegründet. Zusammen mit sieben besonders engagierten Fakultäten wurde nun ein zweijähriger berufsbegleitender Aufbaustudiengang "Master of Medical Education (MME)" ins Leben gerufen. Der Studiengang soll Führungspersonen ausbilden, die ihre erworbene Expertise im Vermittlungsprozess als Multiplikatoren für die Weiterentwicklung der medizinischen Ausbildung an den medizinischen Fakultäten aktiv werden sollen. Er ist organisatorisch an der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg etabliert, die dankenswerterweise die Federführung übernommen hat.

Der Mastertitel wird von der Universität Heidelberg gemeinsam mit den Universitäten Berlin, Dresden, Essen, Heidelberg, Köln, München (LMU) und Tübingen verliehen werden, deren Vertreter bei der Ausrichtung des Studienganges kooperieren. Als Dozenten wirken Ausbildungsexperten von nationalen und internationalen Universitäten mit. Die bundesweite Vernetzung wird ohne Zweifel den Austausch in Fragen des Medizinstudiums fördern und zur Einführung von Qualitätsstandards in der medizinischen Ausbildung beitragen.

Der Medizinische Fakultätentag und die beteiligten Universitäten sind in besonderer Weise dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der Heinz-Nixdorf-Stiftung dankbar, die den Studiengang in großzügiger Weise über einen Zeitraum von 4 Jahren unterstützen. Die Teilnahmegebühren kommen zur Hälfte von den entsendenden Fakultäten, zur anderen Hälfte als Förderung durch die Heinz-Nixdorf-Stiftung und den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft aus Mitteln des gemeinsamen Programms "Neue Wege in der Medizinerausbildung". Der erste Jahrgang mit 24 Teilnehmern aus 19 deutschen Fakultäten hat das Studium im Wintersemester 04/05 aufgenommen.

Die Bewerbungsfrist für die nächste Teilnehmergruppe endet am 15. Juli 2005.

Kontakt:
- Prof. Dr. Franz Resch, Studiendekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg
- Prof. Dr. Dr. h.c. Gebhard von Jagow, Präsident des Deutschen Medizinischen Fakultätentages
- Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Putz, Akademie für Medizinische Ausbildung des Deutschen Medizinischen Fakultätentages

Sekretariat MME:
Tel.: 06221 / 56 45 92 (Frau Ásgeirsson)
E-Mail: [email protected]

Quelle: Pressemitteilung der Universität Heidelberg

   
Autor(in): Dr. Annette Tuffs (Universität Heidelberg) ([email protected])
  
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 5. MedNews (StudMed) aus dem Springer Verlag

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In unserer Rubrik "MedNews" stellt Euch die Redaktion der StudMed aus dem Springer Verlag wöchentlich drei Nachrichten aus der Medizin zur Verfügung. Zum kompletten Artikel gelangt Ihr, wenn Ihr am Ende der Einleitungen auf "Mehr..." klickt. Die ausführlichen Artikel sind dann im Sponsored Room "StudMed" bei Medi-Learn zu finden.

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 >> Malaria-Impfung bei Mäusen gelungen (17-Feb-2005)
 

Mithilfe von entschärften Malaria-Erregern ist es Heidelberger Forschern erstmals gelungen, Mäuse erfolgreich gegen die Tropenkrankheit zu impfen. Die Wissenschaftler konnten die Angreifer lahm legen, weil sie ein entscheidendes Entwicklungsprotein des Malaria-Parasiten entdeckt hatten. Mehr...

 
 >> Traum vom nachwachsenden Herzen rückt näher (17-Feb-2005)
 

Stammzellen helfen bei der Reparatur Infarkt-geschädigter Bereiche des Herzmuskels. Das ist das Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie an der Universität Rostock. Diese Therapieerfolge bedeuten Hoffnung für Patienten mit Herzinfarkten sowie einen weiteren wichtigen Schritt für die Regenerative Medizin. Mehr...

 
 >> Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern vertreiben Ärzte (17-Feb-2005)
 

Deutschland gehen die Ärzte aus. Derzeit sind gut 4800 Arztstellen in Deutschland vakant und auch ausländische Kliniken, insbesondere aus Skandinavien, England und Holland, werben intensiv mit Hinweis auf familienfreundliche Arbeitszeiten und finanzielle Attraktivität um deutsche Ärzte. Mehr...

 
 

   
Autor(in): Redaktion StudMed ([email protected])
  
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 6. dfa-Famulaturbericht: Pädiatrie in Santiago (Spanien)

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Bevor ich nach Santiago gefahren bin, war ich bereits sechs Monate in Spanien. Ich habe von September 2002 bis Ende Februar 2003 im Rahmen des EU-Austauschprogrammes „Erasmus“ an der medizinischen Fakultät von Granada/ Andalusien studiert. Mit meiner Famulatur in Santiago hatte ich das Glück nach meiner superschönen Zeit im rassigen Süden noch eine andere Ecke und Mentalität Spaniens kennenzulernen. Außerdem hat mich nach zwei Jahren als LEO interessiert, wie die Arbeit in einem anderen Land so gestaltet wird.

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dfa-Famulaturbericht Pädiatrie in Spanien
von Eva

Vorbereitungen:
Meine Zusage aus dem Bonner Büro des dfa über einen Famulaturplatz in Spanien habe ich bereits im November 2002 erhalten, meine Card of Acceptance aus Santiago allerdings erst im Januar. Für mich war das nicht weiter schlimm, da ich die über 1000 Km von Granada nach Santiago im Bus gefahren bin. Wenn man einen Flug buchen muss, ist das natürlich recht spät, aber so ist das halt in Spanien. Iberia und Lufthansa fliegen mit einer Zwischenlandung in Madrid oder Barcelona nach Santiago. Billiger ist es mit z.B. German Wings nach Madrid zu fliegen und dann mit dem Bus nach Santiago zu fahren. Die Fahrt dauert ca. sechs Stunden und kostet hin und zurück weniger als sechzig Euro (mit der Firma Alsa, übers Internet oder vor Ort in Madrid reservieren). Einen Buchtipp kann ich an dieser Stelle nicht abgeben, da ich mir in Granada nur einen kleinen Reiseführer über Santiago gekauft hatte.

Die Gruppe des IFMSA Spain in Santiago ist gut organisiert und besteht aus über 30 Leuten!!!! Sie haben sogar einen eigenen Namen: MEIGA ( Medicina Intercambios Galicia, meiga heißt auf gallego Hexe). Jeder Famulant hat seine eigene Kontaktperson, die einem mailt und die man mit Fragen löchern kann. Meine Kontaktperson hat mich vom Busbahnhof abgeholt und mich zum Studentenwohnheim gebracht. Wir haben uns danach regelmäßig getroffen. Man kann sich dafür eine spanische prepaid- Handykarte zulegen (ist nicht so teuer), denn wenn man in Spanien soziale Kontakte pflegen will, braucht man ein Handy. Ein Festnetzanschluss ist ziemlich teuer und viele Studenten können sich keinen leisten. Immer von einer Telefonzelle die Handynummern anzurufen, geht ins Geld. Ansonsten habe ich mich nicht weiter vorbereitet, aber ich war ja auch nach sechs Monaten in Andalusien schon eine halbe Spanierin als ich nach Santiago gekommen bin. Aber keine Sorge, die kulturellen Unterschiede sind in Nordspanien nicht so spürbar wie im Süden.

Unterkunft, Verpflegung und Lebenshaltungskosten:
Die drei anderen deutschen Famulanten und ich waren in einem sehr modernen Studentenwohnheim untergebracht. Komplett eingerichtetes Zimmer mit eigenem Bad und kleinem Kühlschrank. In den Fluren gibt es Gemeinschaftsküchen, Fernseh- und Videoräume, Waschküchen, Fitnessraum, Internetzugang. Man kann sich auch Fahrräder ausleihen, was wir für unsere „Pilgertour“ auf dem Camino de Santiago auch getan haben. In die Innenstadt sind es ca. 10-15 min. zu Fuß. Das Krankenhaus liegt leider genau am anderen Ende der Stadt, sodass man auf den Bus angewiesen ist. Er fährt aber sehr regelmäßig direkt vom Wohnheim bis vor den Haupteingang der Klinik.
In der Klinikkantine konnten wir mittags gratis essen. Besonders Fischliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. Woran man sich allerdings gewöhnen muss, sind die Essenszeiten. Im Gegensatz zu deutscher Sitte macht die Kantine erst um 13.30 auf, sodass wir öfters mal warten mussten, wenn es auf Station nichts mehr zu tun gab. Ansonsten sind die Lebenshaltungskosten in Spanien geringer als in Deutschland. Besonders alle Ausgaben rund ums Ausgehen sind wesentlich geringer. Einen café con leche bekommt man schon für einen Euro und der Eintritt für Kino, Konzerte und Discos ist erschwinglich. Das einzige, was recht teuer war, waren die Mietwagen. Da haben wir einmal für einen Tag 90 Euro bezahlt, haben aber auch nur einen Tag vorher vor Ort reserviert. Ein anderes Wochenende haben wir ein Angebot übers Internet gebucht, das war dann billiger. Es fahren auch Linienbusse sehr preiswert in alle größeren Städte und an die Küste. Um die Küste richtig zu erkunden, lohnt sich ein Mietwagen aber auf alle Fälle, weil man an die meisten schönen, abgelegenen Flecken nur mit dem Auto hinkommt.

Tätigkeitsbeschreibung, fachliche Eindrücke:
Da ich, wie schon erwähnt, bereits sechs Monate in Granada studiert hatte, wusste ich bereits vor meiner Famulatur, wie es in spanischen Krankenhäusern so abläuft. Generell ist das spanische Studiensystem noch verschulter als unseres. Daraus habe ich sogar ein positives Fazit ziehen können. Ich habe durch meine sechs Monate Studium in Spanien feststellen können, dass unser Studium in Deutschland im Vergleich zu Spanien wirklich besser ist und ich dadurch jetzt ein Stück weit zufriedener bin mit meinem Studium hier in der Heimat. Aber das soll jetzt niemanden abschrecken. Generell gilt für eine Famulatur in Spanien: Eigeninitiative. Da die spanischen Studenten grundsätzlich nur in einer Ecke stehen und zuschauen und so etwas wie Famulaturen und PJ für sie nicht existiert, muss man immer viel fragen, fragen, fragen. Vor allem auch fragen, ob man auch einmal eine Untersuchung durchführen darf etc., da die Ärzte es nicht gewohnt sind, dass ein Student Hand an einem Patienten anlegt, um es einmal etwas krass zu formulieren. Man wird auch nicht gebeten, Blut abzunehmen oder Braunülen zu legen, das ist Aufgabe der Schwestern.

Das größte Problem an der Sache ist die Sprachbarriere. Wenn man eine Sprache nicht so gut beherrscht, stellt man ja meistens eh schon die eine oder andere Frage weniger als in seiner Muttersprache. Daher ist es meiner Meinung nach sehr wichtig zumindestens Grundkenntnisse in Spanisch mitzubringen. Die meisten Spanier sprechen außerdem gar nicht oder nur sehr schlechtes Englisch. Auch im Krankenhaus ist es sehr schwer einen Arzt zu finden, der bereitwillig ins Englische übersetzt.

Nun zu meiner Famulatur im Speziellem: Ich war die ersten zwei Wochen in der Neonatologie und dann noch zwei Wochen in der Kinderchirurgie. In der Neonatologie fing der Tag morgens um ca. neun mit der Visite an. Oft haben sich die Ärzte schon gegen elf zum Briefe diktieren verabschiedet, sodass ich mir andersweitig Beschäftigung suchen musste. Ich bin dann einige Male mit in den Kreissaal und auf die Wöchnerinnenstation mitgegangen, um U1, U2 oder U3-Untersuchungen mitzumachen. Ein paar Male habe ich auch beim Sono zugeschaut (Hüftdysplasie).

In der Kinderchirurgie bin ich natürlich viel im OP gewesen, war aber nur zweimal gewaschen mit am Tisch. Das war aber nicht weiter schlimm, weil ich viele interessante OPs auch vom Platz der Anästhesisten gut beobachten konnte. Ansonsten war ich bei Visite und in der Sprechstunde zur Op-Vorbereitung dabei.
In beiden Abteilungen waren die Ärzte sehr nett und haben auf meine Fragen bereitwillig geantwortet. Besonders der Kinderchirurg Dr. Bautista war sehr engagiert und hat mich sogar einige Male Kinder untersuchen lassen.

Freizeit:
Mein Tag im Krankenhaus war nach dem Mittagessen gegen drei Uhr zu Ende. Den Nachmittag habe ich dann öfters in einem Café oder auf einem Platz in der zona vieja (Altstadt) verbracht. Die Stadt hat ein einmaliges Ambiente und es macht Spaß manchmal einfach nur so durch die kleinen Gässchen zu schlendern. Man kann generell in Spanien sehr gut Klamotten einkaufen, da die Spanier sehr modebewusst sind und viele Sachen auch ein bisschen billiger sind als in Deutschland.
Abends haben wir uns oft noch mit spanischen Medizinstudenten auf ein paar Tapas getroffen oder haben uns im Wohnheim ein Video angeschaut. Man kann sie dort kostenlos ausleihen und in speziellen Viedeoräumen anschauen. ´Hauptausgehtag´ in Santiago ist der Donnerstag. Da Santiago eine Studentenstadt ist, hat das Nachtleben viel zu bieten. Es ist kein Problem bis morgens um acht durchzutanzen.
An zwei Wochenenden haben wir uns ein Mietwagen genommen und Galizien erkundet. Besonders die Küste ist sehr sehenswert. Ein anderes Wochenende sind wir mit Fahrrädern auf Pilgertour gegangen. Wir sind die letzten 100 Km des Camino de Santiago entlang gefahren. Das war sehr beeindruckend, weil man teilweise durch sehr abgelegen Winkel Galiziens fährt. Außerdem haben wir auf dem Weg viele interessante Menschen aus der ganzen Welt getroffen. Es gibt in Santiago ein ´Pilgerbüro`, in dem man sich wichtige Informationen und Unterlagen besorgen kann. Die Fahrräder haben wir im Wohnheim geliehen, ebenfalls kostenlos.

Fazit:
Rückblickend kann ich sagen, dass mir die Famulatur sehr gut gefallen hat. Fachlich habe ich nicht viel gelernt, aber das wusste ich vorher schon. Die Studenten von MEIGA haben sich sehr viel Mühe gegeben. Generell sind die Spanier sehr aufgeschlossen, hilfsbereit und immer für eine Plauderei zu haben. Galizien ist eine wunderschöne Ecke Spaniens und ebenso sehenswert wie der rassige Süden. Daher kann ich jedem eine Famulatur in Spaniens empfehlen, vorausgesetzt man beherrscht die Sprache mindestens ein wenig.

Adresse des Krankenhauses
Hospital Clinico Universitario
Travesia Choupana
15706 Santiago (Espana)


Diesen Famulaturbericht präsentieren wir Euch in Kooperation mit dem dfa (Deutscher Famulantenaustausch).
Auf den Webseiten des dfa findet Ihr nicht nur diesen und weitere Erfahrungsberichte rund um den Globus, sondern auch vielfältige Hilfen bei der Vorbereitung eines Auslandsaufenthaltes.

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Autor(in): Eva S. (E-Mailkontakt über Redaktion ([email protected]))
  
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 7. Cartoon der Woche: Lachgas

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 8. Ärzte trainieren am "Patienten, der alles verzeiht"

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Piloten trainieren ungewöhnliche und gefährliche Situationen in Simulatoren, die sie eine nahezu perfekte Flugrealität erleben lassen. Anästhesisten, Intensiv- und Notfallmediziner lassen sich zu diesem Zweck "künstliche Menschen" bauen. Diese Simulatoren reagieren auf dem Op-Tisch, der Intensivstation oder der Notfallaufnahme ebenso wie echte Patienten.

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Einer der ersten Simulatoren in Nordrhein-Westfalen steht im Simulationszentrum des Universitätsklinikums Düsseldorf. Der Düsseldorfer Anästhesie, Notfall- und Intensivmedizin-Simulator (DANIS) steht für die Aus- und Weiterbildung von Ärzten aus ganz Nordrhein-Westfalen sowie für Medizinstudenten in höheren Semestern zur Verfügung.

Das Trainingsspektrum reicht vom Üben einzelner Techniken bis hin zu seltenen Narkosezwischenfällen, die manch ein erfahrener Anästhesist in der Realität noch nie erlebt hat. Die Anästhesie hat einen derart hohen Sicherheitsstandard erreicht, dass echte Narkosezwischenfälle nur noch sehr selten vorkommen. Anästhesisten trainieren deshalb an Dummies mit Haut und Adern aus Plastik, einem Skelett, Muskeln, Herz, Kreislauf, Lunge, Harnblase und einem elektronischen Gehirn. Die so genannten Full Scale Simulatoren reagieren direkt auf die Arbeit der Mediziner. Sie bewegen den Arm oder Puls und Blutdruck steigen, wenn die Narkose nicht tief genug ist. Auch die Pupillen reagieren, wenn Medikamente in das künstliche Kreislaufsystem gespritzt werden. Art und Dosierung der injizierten Medikamente werden elektronisch erkannt. Die Simulatoren bilden auch den Gasaustausch in der Lunge ab, sie bemerken z. B. einen Sauerstoffmangel bei unzureichender Atmung oder während künstlicher Beatmung.

Darüber hinaus lässt sich eine Vielzahl von Vorkommnissen wie Blutverluste, Herzrhythmusstörungen im EKG oder ein Herzinfarkt simulieren. Ebenso werden nahezu alle denkbaren Komplikationen, die auf einer Intensivstation vorkommen können, äußerst realitätsnah dargestellt: Fieber, Blutdruckabfall oder Nierenversagen bei einer Blutvergiftung (Sepsis).

Der Düsseldorfer Anästhesie, Notfall- und Intensivmedizin-Simulator (DANIS) ist in einem vollständig ausgestatteten Op innerhalb einer ehemaligen Intensivstation untergebracht. Wer am Simulator trainiert, kann sich wie in einem echten Op vorkommen. Anästhesist, Operateur und Pflegekräfte tragen Op-Kleidung und Gesichtsmaske. Sie müssen wie im klinischen Alltag miteinander kommunizieren und die simulierte Krisensituation bewältigen. In dem äußerst realitätsnahen Szenario kommt so mancher Arzt ins Schwitzen: Er muss die Ursache der Störung rasch finden und zügig eine Reihe von Behandlungsmaßnahmen einleiten, auch wenn er nie zuvor eine solche Situation erlebt hat. Zum geruhsamen Nachdenken oder gar Nachschlagen im Lehrbuch bleibt keine Zeit. Das gesamte Geschehen wird mit Videokameras aufgezeichnet. Das erlaubt eine spätere Analyse der Ereignisse und die Bewertung aller getroffenen Maßnahmen mit dem beteiligten Team.

Der Simulator wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mitfinanziert. Geplant ist ein weiterer Ausbau des Düsseldorfer Simulationszentrums. Auch andere Fachdisziplinen sollen spezielle Fertigkeiten (z. B. Herzkatheter-Untersuchungen, Darmspiegelungen) einschließlich der Beherrschung von Komplikationen trainieren können. Der Simulator stellt außerdem ein sehr nützliches Instrument für verschiedene Forschungsvorhaben, beispielsweise in der Stress-Forschung, dar.

Kontakt:
Priv.-Doz. Dr. med. Olaf Picker
Oberarzt, Klinik für Anästhesiologie
Tel.: 0211-81-18669
E-Mail: [email protected]

Susanne Dopheide
Pressereferentin des Universitätsklinikums Düsseldorf
Tel.: 0211 81 04173
E-Mail: [email protected]

Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft

   
Autor(in): Susanne Dopheide (Uni Düsseldorf) ([email protected])
  
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 9. Gelauscht: Was ist los im Forum?

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Mit mehr als 1.000 Beiträgen in der Woche findet man in den Medi-Foren zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In der neuen Rubrik "Gelauscht" wollen wir Euch in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findet Ihr das ein oder andere Thema, das Euch auch interessiert - ein Klick und Ihr seid mit dabei:

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 10. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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