Elemente der Anthroposophischen Medizin sind für viele Menschen eine Alternative zu anderen natürlichen Heilverfahren. Die Therapie ist individuell angelegt und stellt den Patient und seine Gesundheit in den Mittelpunkt. Der neue Ratgeber "Anthroposophische Medizin besser verstehen" (Haug Sachbuch, Stuttgart. 2007) vermittelt Grundlagen, erläutert kreative Therapien, Anwendungen und Arzneimittel. Außerdem stellt er vor, wie diese Heilkunst die Schulmedizin ergänzt und was sich für Patient und Arzt verändert.
Malen und Tanzen, um gesund zu werden? "Nicht nur, aber als Ergänzung zur Schulmedizin, sprechen Anthroposophische Therapien Lebensbereiche an, die sonst vernachlässigt werden", erklären Iris Hammelmann und Petra Heinze. Der große Vorteil der Anthroposophie ist, so die Autorinnen weiter, dass der gesamte Mensch berücksichtigt wird, sein Körper, seine Seele, seine Vergangenheit und sein aktuelles Lebensumfeld. Alles, was ihn ausmacht, kommt zum Einsatz, um Beschwerden auf den Grund zu gehen. Künstlerische Therapien beispielsweise können als Ventil für versteckte Gefühle und Stimmungen dienen, die gemeinsam mit dem Therapeuten aufgedeckt und ergründet werden.
Das Anthroposophische Heilsystem bietet vor allem aber eins: Hilfe zur Selbsthilfe. Das Immunsystem des Patienten wird gestärkt, Körper und Seele werden angeregt, ihren Beitrag zu leisten, um die Gesundheit zurückzuerlangen. Ein wohltuendes Bad beispielsweise, ein Wickel bei einer Verstauchung oder eine Massage bei Verspannungen. Aber auch die Anthroposophischen Arzneimittel unterstützen die Selbstheilungskräfte: Mineralien für das Selbstbewusstsein, Pflanzen für die Seele und auch Arzneien aus dem Reich der Tiere und Metalle gehören dazu.
Autor: MEDI-LEARN
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