01.03.2005

Ausgabe 258/05

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Physikumsfakten von MEDI-LEARN
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Medi -Learn

Die Onlinezeitung von MEDI-LEARN
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Springer Verlag und der Deutschen Ärzte-Versicherung)


Wo ein Anfang ist, muss auch ein Ende sein.
(unbekannt)


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 Editorial
  

Hallo,

„Marius, Marius! Flood is coming!!!” - so wurde Marius Scholz am Morgen des Tsunami geweckt. In der heutigen Ausgabe der Onlinezeitung schildert er Euch neben seinen touristischen und klinischen Impressionen sein ganz persönliches Erleben der Flutkatastrophe. Führt man sich mit den eindrücklichen Bildern noch einmal dieses schreckliche Ereingis vor Augen, so bleibt es auch mit einem gewissen zeitlichen Abstand noch immer unbegreiflich.

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Im Auktionshaus gibt es wieder einige Schnäppchen zu schlagen, von denen wir Euch auszugsweise einige interessante Angebote präsentieren möchten. Da die Auktionen zeitlich begrenzt sind, heißt es für Interessierte schnell zuschlagen sein. Gar nicht so schnell - schaut man sich den Umfang an Vorbereitung an - kommt man zu einem PJ-Platz in den USA. Durch den Erfahrungsbericht von Michael, dessen ersten Teil wir heute präsentieren, wollen wir Euch wertvolle Tipps für ein Tertial in New York weitergeben.

Durch´s Schlüsselloch wurde schon so manches gesehen und im Zeitalter der Endoskopie auch operiert. In der heutigen Onlinezeitung lest Ihr, wie das Team um den Chirurgen Dr. Kohl von der Universität Bonn OPs im Mutterleib durchführt. Und damit noch nicht genug, schließlich haben wir in dieser Ausgabe noch eine Rezension zur Dualen Reihe Anamnese und 4 neue Linktipps.

Bis zur nächsten Woche,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion MEDI-LEARN

PS: Effektiver Lernplan für Deine Examensvorbereitung - zum neuen Lernplaner

  

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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Up-to-date: Sternzeichen und Rätsel
2.Aktuelles aus dem Auktionshaus
3.Die Flutkatastrophe während des Tsunami von Marius Scholz
  
4.Lachen ist gesund - Witze der Woche: Wahrsager und Schlangen
5.PJ-Tertial in New York (1)
6.Gestöbert im Archiv der Onlinezeitung: MedPen - ein Schmökerband
  
7.Zwischen den Zeilen: Duale Reihe Anamnese und klinische Untersuchung
8.Geschickt geklickt: Auskultationstrainer
9.Schlüsselloch-Operationen im Mutterleib
  
10.Impressum, Abofunktion, Mitarbeit
    
PDF

Die Onlinezeitung gibt es nun auch als Druckversion im PDF Format. Zum Öffnen der Datei benötigt ihr die kostenlose Software Acrobat Reader.

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Für den Fall, dass die Onlinezeitung in eurer Email nicht richtig angezeigt wird, findet ihr noch einmal komplett Online unter
http://www.medi-learn.de/seiten/onlinezeitung/1/258/index.shtml

  

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 1. Up-to-date

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Die Umfrage: Hat das Sternzeichnen einen Einfluss auf die Persönlichkeit?
http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=18131
  
Das Thema: Rätsel für schlaue Mediziner
Direktlink zum Thema im Forum
  

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 2. Das Auktionshaus

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Seit etwa einem Jahr könnt Ihr zu studentenfreundlichen Preisen im Auktionshaus von MEDI-LEARN auf Schnäppchenjagd gehen: Unser virtueller Flohmarkt für Bücher und Klinikbedarf hat an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr geöffnet und wartet auf Euren Besuch. Ihr möchtet die nicht mehr benötigten Bücher des letzten Semesters aus den Regalen räumen oder seid auf der Suche nach preiswerter Literatur für das neue Semester? - Nicht nur für diese Fälle empfehlen wir Euch einen Besuch im Auktionshaus, aus dem wir hier aktuelle Auktionen präsentieren:

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Neueste Auktionen
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[zum virtuellen Auktionshaus für Medizinstudenten]
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Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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 3. Sri Lanka (September 04 bis Januar 05)
Ein Reise-, Praktikums- und Katastrophenbericht
von Marius Scholz

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Eine Nachricht hielt lange Zeit die Welt in Atem und erschütterte weltweit durch seine Unbegreiflichkeit: Das Seebeben in Asien brachte unendliches Leid über ganz Landstriche. Marius Scholz ist Medizinstudent und hielt sich in den Monaten vor der Katastrophe und zur Zeit des Tsunami in der Krisenregion auf. In einer mehrteiligen Artikelserie berichtet er uns über seine Erlebnisse in Sri Lanka: zunächst geht es um touristische Erkundigungen in neuen Gefilden, später um klinische Erfahrungen und schließlich um die Erlebnisse während der Katastrophe. Wir danken Marius an dieser Stelle herzlich für diesen eindrücklichen Artikel, von dem wir Euch heute den fünften Teil zur Lektüre weiterreichen möchten. Den ersten Teil findet Ihr hier.

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Schon an dieser Stelle möchten wir auf die Homepage von Marius unter www.marius-scholz.de sowie die durch ihn ins Leben gerufene Spendenaktion "Ein EKG für Sri Lanka" hinweisen.

Die Flutkatastrophe in Sri Lanka
20. September 2004 bis 2. Januar 2005
von Marius Scholz ( www.marius-scholz.de )

In 50 m Entfernung zur Flutkatastrophe
Kurz zu den Fakten: Am 26.12.04 kam es zu einem Seebeben der Stärke 9.5 auf der nach oben offenen Richterskala in der Nähe der indonesischen Sumatrainsel. Die dadurch verursachte Flutwelle, Tsunami genannt, bezeichnete der deutsche Bundeskanzler als die schlimmste Naturkatastrophe seit Menschengedenken. Nach Indonesien ist Sri Lanka am zweitstärksten betroffen. Was für ein Glück, dass Michael und ich zum Zeitpunkt der Flut in unserem Guesthouse im Fort von Galle waren. Auch wenn wir nur 50 Meter vom Ozean entfernt wohnten, waren wir nie ernsthaft in Lebensgefahr. Die etwa 6 Meter hohen Befestigungsmauern hielten der gewaltigen Wucht der Wellen stand und es drang nur wenig Wasser in das Fort ein.

„Marius, Marius! Flood is coming!!!”
Es war kurz vor neun Uhr am Morgen des 26. Dezember 2004, als ich durch lautes heftiges Klopfen an meiner Zimmertür geweckt wurde. „Marius, Marius! Flood is coming!!!” ‘Flut?’ dachte ich verwundert und ging auf den Balkon hinaus. Dort sah ich wie sich die kleine Straße vor unserem Guesthouse langsam mit Wasser füllte. Hastig packte ich meinen Pass und meine Wertsachen zusammen und lief auf die Straße. Das Wasser füllte langsam aber stetig weiter die Straße. Lalith steckte seine Familie in seinen Kleinbus und versuchte das Fort zu verlassen. Das war jedoch zu dem Zeitpunkt nicht möglich, da alles außerhalb der Fortmauern unter Wasser stand. Also liefen wir zur Mauer und schauten auf das Meer. Die Welle war gerade auf dem Rückzug und wir sahen etwa hundert Meter weit den Meeresboden. Verwundert begannen wir über Seebeben und Tsunamis als Ursache zu spekulieren.

Wir erahnten das Ausmaß der Katastrophe
Wir liefen weiter zur Stadtseite der Mauer. Auf dieser Seite ist sie besonders hoch und massiv. Wir blickten herab und erahnten allmählich das Ausmaß der Katastrophe. Ganz Galle außerhalb der Fortmauer war überschwemmt und soweit das Auge blickte, herrschte Chaos, Verwüstung und Panik. Ich sah das Cricketstadion vor dem Fort, das nun einem See glich. Auf diesem See trieb ein Bus umher. Ich sah den Hafen von Galle, aus dem ein großes Schiff führerlos vom Sog des Wassers aufs Meer hinausgezogen wurde und mit der nächsten Welle wieder in den Hafen hineingedrückt wurde. Dabei drehte es sich und schlug gegen kleinere Schiffe, die daraufhin versanken. Außerdem sah ich in der Ferne eine Menschenmenge von rechts nach links rennen. Wahrscheinlich rief jemand, „Das Wasser kommt zurück!“ und rannte los und alle anderen liefen panisch hinterher. Wenig später sah ich eine ähnlich große Gruppe in die entgegen gesetzte Richtung laufen. Ich war sehr froh, sicher auf dieser hohen Mauer zu stehen und die Übersicht zu haben. Tatsächlich folgte der ersten Flutwelle einige Minuten später noch eine weitere. Mit mir standen hunderte Singhalesen und Touristen auf der Mauer und blickten fassungslos herab. Das Entsetzen war groß.

Die ersten Leichen wurden geborgen
Wir zogen uns zu dem erst kurz zuvor neu eröffneten Aman-Hotel zurück. Es ist auf dem höchsten Punkt im ganzen Fort gelegen und Touristen wie Einheimische flüchteten dorthin. Der Strom war ausgefallen und alle verfolgten gebannt die Radionachrichten aus den Transistorradios. Dort war von Nachbeben und weiteren Wellen die Rede. Außerhalb des Forts war die Hölle los. Polizisten und Militärs schossen auf Plünderer und auf eilig frei gelassene Häftlinge, die angeblich provozierten. Die ersten Leichen wurden geborgen und am Straßenrand abgelegt. Wir entschieden uns, das Fort vorläufig nicht zu verlassen und abzuwarten. Das Telefonnetz war zusammengebrochen oder überlastet. Zum Glück konnte Michael einmal mit seinem Mobiltelefon seine Eltern erreichen und ihnen mitteilen, dass wir die Welle überlebt haben. Seine Eltern gaben dann die Nachricht an meine weiter. Die beiden folgenden Tage hatten wir weder Strom noch zuverlässige Telefonverbindungen. Wasser stand aus den beiden 500-Litertanks auf dem Dach zum Glück noch ausreichend zur Verfügung.

The day after: Tod und Zerstörung überall
Am Montagmorgen, einen Tag nach der Flut, fuhren wir mit unseren Motorrädern zum Karapitya-Hospital. Auf dem Weg durch die Stadt sahen wir überall Tod und Zerstörung. Autos hingen auf Mauern, Boote wurden weit in die Stadt hinein geschwemmt, hunderte Häuser waren eingestürzt. Das Militär hatte Straßensperren errichtet, um weiteren Plünderern den Zugang zu verwehren. Im Krankenhaus angekommen erfuhren wir, dass über zehn Ärzte noch als vermisst galten.

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Fotos von Marius Scholz zum Tsunami in Sri Lanka

Im Krankenhaus: Patienten auf, neben und unter den Betten
Die chirurgische Station war brechend voll. Patienten lagen zu zweit in den ohnehin recht schmalen Betten. Betten wurden zusammengeschoben, um vier Patienten quer über zwei Betten zu legen. Andere lagen zwischen den Betten auf dem Boden, wieder andere lagen unter den Betten. Michael und ich suchten die Station nach Touristen ab und boten uns als Dolmetscher an. Ich traf ein sächsisches Paar, dem die Flut alles genommen hatte. Ihre Strandbekleidung war alles, was sie noch besaßen. Sie lagen auf einer Matratze auf dem Boden. Die Frau war schwer geschockt und hatte ihr Bein gebrochen. Ihr Mann war mit einigen Schnitt- und Schürfwunden davongekommen.

Wir mussten operieren
Später gingen wir in den OP-Saal. Ein völlig übermüdeter Chirurg erklärte uns kurz und knapp, was zu tun war: Patient aus dem überfüllten Wartesaal aussuchen, Wunde reinigen und desinfizieren, Anästhesie verabreichen, nekrotisches Gewebe ausschneiden, Wundränder begradigen, erneut desinfizieren und verbinden. So operierten wir angestrengt den ganzen Tag und gaben unser bestes. Viele Operationen kannten wir bis Dato nur vom Assistieren, nun mussten wir sie komplett selbstständig durchführen. Ein lehrreiches und einprägsames Erlebnis!

Abends im Fort
Abends saßen wir wieder auf unserer Veranda. Außer dem Fort war schließlich auch alles an der Küste verwüstet. Hin und wieder lief ich auf der Fortmauer entlang, um das Meer zu beobachten. Immer wieder sah ich Leichen im Wasser umher treiben. Zuletzt saß ich nur noch auf der Veranda vor meinem Zimmer. Es hatte sich sehr schnell herumgesprochen, dass Medizinstudenten im Fort wohnten. Öfters wurden wir abends zu verletzten Touristen im Aman-Hotel gerufen, die medizinische Hilfe brauchten und wir versorgten sie so gut es ohne medizinische Ausrüstung möglich war. Auch eine private Hilfsgüterlieferung ins benachbarte und stark zerstörte Unawatuna begleitete ich als medizinischer Beistand.

Die letzten Gäste
Nach einer Woche waren wir Medizinstudenten die einzig verbliebenen Gäste in unserem Guesthouse. Die anderen sind von verschiedenen Botschafterjeeps zum Flughafen gebracht worden. Auch die deutsche Botschaft empfahl allen Deutschen die Insel zu verlassen. Wir fuhren dennoch erneut ins Krankenhaus. Dort hatte sich die Situation einigermaßen beruhigt. Es kamen kaum noch neue Patienten. Die Bevölkerung hatte Angst vor Seuchen, die sich im Krankenhaus angeblich ausbreiteten. Mittlerweile trugen viele permanent einen Mundschutz, was die Unruhe und Gerüchte weiter schürte.

Weisse Flaggen verkünden Staatstrauer

Am 31.12.04 verließen wir ebenfalls Galle. Wir fuhren mit einem privat gemieteten Fahrzeug über das Landesinnere nach Colombo. Im Hinterland der Insel wirkte alles total friedlich und idyllisch. Nur die weißen Flaggen an den Häusern kündeten von der Staatstrauer. Den Silvesterabend verbrachten wir sehr ruhig und besinnlich zusammen mit Freunden im Hof einer Privatpension. Wir tranken und schwatzten, stießen auf das Neue und hoffentlich viel bessere Jahr 2005 an und lagen kurz nach dem Jahreswechsel schon im Bett.

Am Neujahrstag in Dubai
Am Mittag des Neujahrstages bestiegen wir unseren Flieger. Ich hatte 16 Stunden Aufenthalt in Dubai. Bextar, eine der jungen Damen, die wir in Sri Lanka kennen gelernt hatten, holte uns vom Flughafen ab und begrüßte uns überschwänglich. In ihrem Jeep machten wir erstmal eine kleine Stadtrundfahrt durch die Stadt des unbegrenzten Kapitalismus. Überall sahen wir schrill schillernde Leuchtreklamen, zu beiden Seiten der vierspurigen Stadtautobahn schossen die Wolkenkratzer in die Höhe. Wir verbrachten einen schönen Abend, besuchten einen Jazzclub und versuchten die schrecklichen Bilder aus Sri Lanka zu verdrängen.

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Neujahr in Dubai
Fotos von Marius Scholz

Home, sweet home
Am folgenden Morgen flog ich weiter von Dubai nach Frankfurt und fuhr weiter mit dem ICE nach Leipzig. Home, sweet home; meine Eltern waren überglücklich, mich wohlbehalten wieder in der Heimat zu wissen. Wenige Tage später gab ich unser Zeitzer Lokalzeitung ein Interview und rief zu Spenden für das Karapitya-Hospital auf. Als wir uns von dort verabschiedeten, fragten wir nämlich die Ärzte, was am dringendsten benötigt wurde. Sie wünschten sich einen Defibrillator mit EKG-Monitor sowie einen Pulsoxymeter. Dafür eröffnete ich ein Spendenkonto und sammle nun Spenden.

Dies war der fünfte Teil der Artikelserie "Sri Lanka - ein Reise-, Praktikums- und Katastrophenbericht (20.09.2004 bis 2. Januar 2005)" von Marius Scholz, für den sich die Redaktion MEDI-LEARN an dieser Stelle nochmals herzlich bedanken möchte. Wer von Euch den Anfang nachlesen möchte, findet hier den ersten Teil des Artikels.

Hilfsaktion "Ein EKG für Sri Lanka"

Wenige Tage nach seiner Rückkehr aus der Krisenregion gab Marius Scholz in der Zeitzer Lokalzeitung ein Interview und rief zu Spenden für das Karapitya-Hospital auf. Als er und Kommilitonen sich nämlich von dort verabschiedeten, fragten sie die Ärzte, was am dringendsten benötigt würde: sie wünschten sich einen Defibrillator mit EKG-Monitor sowie einen Pulsoxymeter. Dafür eröffnete Marius Scholz ein Spendenkonto und sammelt nun treuhänderisch für dieses Vorhaben Spenden:

Marius Scholz
Stichwort: „EKG für Sri Lanka“
Konto: 4000011800
BLZ: 800 530 00

Artikel über Marius Scholz
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Homepage von Marius Scholz
http://www.marius-scholz.de

   
Autor(in): Marius Scholz ([email protected])
  
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Artikel über Marius Scholz

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Teil 1 der Artikelserie
  
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 4. Lachen ist gesund - Witz der Woche

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Ein Mann kommt zur Wahrsagerin und setzt sich vor die Kristallkugel. "Wie ich sehe, sind Sie Vater von zwei Kindern", sagt sie.
"Meinen Sie", erwidert er, "ich bin Vater von drei Kindern..."
Die Wahrsagerin lächelt: "Meinen Sie..."
*

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Meint eine Schlange zur anderen: "Weißt du zufällig, ob wir giftig sind?" Darauf erwidert die andere: "Wieso fragst du?" Schlange 1 daraufhin: "Ich habe mir gerade auf die Lippe gebissen..."

   
Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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Medi-Lachparade in den Foren
  
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1. Assistenzärztin/Assistenzarzt
Psychosomatische Klinik der Rhön-Klinikum AG Bad Neustadt/Saale

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2. Assistenzärztin/-arzt Kardiologie
Herz- und Gefäß-Klinik GmbH, Bad Neustadt/Saale

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3. Assistenzärztin/Assistenzarzt
Frankenklinik Bad Neustadt/Saale

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Weitere Informationen erhalten Sie unter dem angegebenen Link oder auf der Webseite der Rhön-Klinikum AG oder per Email unter [email protected].

  

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 5. PJ-Tertial in New York (1)

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Nachdem ich schon viel von der guten Ausbildung in Krankenhäusern in den USA gehört hatte, stand für mich fest, dass ich auf jeden Fall ein ganzes PJ-Tertial in den USA verbringen wollte, um das System dort einmal persönlich kennen zu lernen und v.a. um eine mögliche Facharztausbildung in den USA vorzubereiten. Ich dachte mir, dass ich v.a. in der Inneren Medizin sehr von der Ausbildung in den USA profitieren könnte, da man sich jeden Monat eine andere Subspezialisierung anschauen kann und somit eine sehr breite Ausbildung bekommt.

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Klinik in Übersee: Mein Innere-PJ
Mount Sinai Hospital in New York und im Duke University Hospital, Durham USA
von Michael O.(LMU-München, 12.Semester)

Gesplittetes PJ
Da nur wenige Unis in den USA ausländische Studenten für 4 Monate zulassen, musste ich mein Tertial splitten und zwei Monate in New York und zwei Monate in Durham, NC verbringen. Dabei reizte mich New York als Stadt besonders. Zudem ist Mount Sinai ein sehr großes Krankenhaus mit einem Durchlauf von ca. 47000 stationären Patienten pro Jahr und hat in vielen Fachgebieten einen sehr guten Ruf (Crohn selbst hat ja schon dort gelehrt !!). Die Duke University in Durham ist eine der besten Adressen in den USA (gleich nach Harvard und Yale), besonders was die Ausbildung und die Forschung angeht (der Research Triangle Park ist der größte zusammenhängende medizinisch-naturwissenschaftliche Forschungspark der Welt).

Bewerbung
Falls man nicht schon ein bestimmtes Krankenhaus kennt (sei es durch Famulaturen, sonstige persönliche Kontakte oder die Doktorarbeit), ist es mit nicht ganz unerheblichem Aufwand verbunden (fand ich zumindest), überhaupt erst einmal eine Medical School zu finden, die ausländische Studenten zulässt (fast 50% nehmen ohne Vitamin B keine deutschen Studenten), die dabei nicht zu hohe – oder möglichst keine – Studiengebühren fordert und die letztendlich vom LPA anerkannt wird. Deshalb hier ein paar Quellen, die mir dabei sehr geholfen haben: die Adressenliste der Via Medici Info-Pakete , und die Yahoo-Seite , auf der neben sämtlichen Homepages amerikanischer Medical Schools auch ein paar anderer Länder zu finden sind. Eine weitere gute Quelle ist die Homepage der Association of American Medical Colleges, auf der man seine Medical School der Wahl nach Staat, Studiengebühr...etc. auswählen kann und dann auch Kontakt-informationen bekommt.

Prompte Antwort per E-Mail aus den Staaten
Was bei der ganzen Sucherei wirklich gut geklappt hat, war die Kontaktaufnahme mit den Studiensekretariaten: Auf sämtliche Anfragen via E-Mail kam meist prompt eine Antwort mit Verweisen / Hinweisen auf die bestehenden Möglichkeiten der jeweiligen Universität. Allerdings hat sich das nach Versenden der Anmeldung schlagartig geändert, auf viele E-mails bekam ich gar keine Antwort, hier half nur ein kurzer Anruf (vor dem man sich nicht fürchten braucht), durch den man meist alles klären und evtl. auch schon eine Zusage bekommen kann.

Wichtige Unterlagen, die man auf jeden Fall braucht und um die man sich frühzeitig kümmern sollte, sind folgende:

  • (1) für die Bewerbung um den PJ-Platz: Gesundheitszeugnis mit Nachweis über sämtliche Impfungen bzw. durchgemachte Infektionskrankheiten, Letters of Recommendation vom Dekan und möglichst noch von ein oder zwei anderen Professoren / Oberärzten (z.B. Doktorvater, über Famulaturen,...) und oft eine Aufstellung aller bisher gemachten Praktika. Weiterhin oft eine Anmeldungsgebühr in Form eines ausländischen Verrechungsscheck (25-100$). Meistens geben die Krankenhäuser dann auch genau an, was sie brauchen, nur ist es nützlich, sich um ein paar der Unterlagen schon mal früher zu kümmern.

  • (2) für die Zeit in den Staaten: Haftpflichtversicherung und Auslandskrankenversicherung, Kreditkarte oder Traveller Cheques

  • (3) natürlich ein Visum: Letzteres war bei mir wohl die größte Hürde, zum einen kamen meine Zusagen relativ spät, sodass es schwierig war, einen Termin im Konsulat in Frankfurt zu bekommen, zum anderen hatten die beiden Unis mir unterschiedliche Visa ausgestellt, sodass ich sogar nach den zwei Monaten New York wieder ausreisen musste und dann mit dem 2. Visum wieder einreisen musste. Deshalb mein Tipp: Bei einem Aufenthalt kürzer als 3 Monate sollte man sich nicht die Mühe mache, ein J- oder F-Visum zu beantragen, sondern einfach mit einem Urlaubsvisum einreisen (geht problemlos). Im gesamten Staat von New York darf man sowieso nur 3 Monate Praktikum machen. Ansonsten bekommt man die nötigen Unterlagen von der Medical School und muss dann einen Termin in Frankfurt ausmachen (http://www.usembassy.de), was Zeit und natürlich Geld kostet

Vorbereitungseminare
An Seminaren oder sonstigen Veranstaltungen habe ich aus Zeitgründen nicht vorher teilgenommen. Nützlich ist es bestimmt, sich schon einmal vor Beginn des USA-Aufenthaltes mit den wichtigsten der für alles gebrauchten amerikanischen Abkürzungen vertraut zu machen, z.B. mit dem Buch Medical English von Thieme.

Wichtige Adressen der Studentensekretariate
In New York muss man sich über das Studiensekretariat, d.h. speziell über Mrs. Kyle Kanter (Visiting Student Coordinator) bewerben, die man per E-Mail erreicht ( [email protected] ) oder auch auf dem Postweg:
Mount Sinai School of Medicine
Mrs. Kyle Kanter, Visiting Student Coordinator
Annenberg 5-16
One Gustave L. Levy Place
New York, NY 10029
USA

An der Duke University läuft die Anmeldung über Mr. Steven Wilson (Visiting Student Coordinator):
Duke University School of Medicine Steven Wilson, Visiting Student Coordinator
P.O. Box 3878 – DUMC [email protected]
0119 Duke Clinic Building (919) 684-8042 / FAX (919) 684-2593
Basement, Purple Zone http://registrar.mc.duke.edu
Durham, NC 27710

Bewerbungsunterlagen und Studiengebühren
Auf Anfrage bekommt man die nötigen Bewerbungsunterlagen zugeschickt. Informationen und Bewerbungsunterlagen zum Downloaden kann man auch direkt über das Internet beziehen, über die Mount Sinai Homepage bzw. über die Duke University Homepage . Die einzelnen electives dauern meistens je einen Monat, wobei man für jeden Monat eine Rangliste an gewünschten electives angeben kann und sollte, damit die Möglichkeit, eines davon zu bekommen, größer wird, denn bei der Verteilung werden zunächst die eigenen Studenten berücksichtigt. Insgesamt kann man maximal drei Monate im Mount Sinai absolvieren. Pro Monat wird eine Studiengebühr von 300$ erhoben. An der Duke University kann man nur 2 Monate absolvieren (Ausnahme: Uni Heidelberg und Erlangen...), es werden keine Studiengebühren erhoben.

Der Letter of Eligibility
Als ich die Zusagen bekommen hatte, musste ich noch für den Aufenthalt in New York beim „State Education Department“ einen „Letter of Eligibility“ beantragen, der noch einmal $25 kostet, um das Praktikum beginnen zu können (steht alles auf dem Bewerbungsbogen) und natürlich ein Zimmer finden. In New York war das relativ einfach aber dafür umso teuerer: Meist bekommt man ein Zimmer im Studentenwohnheim Aaron Hall gleich gegenüber (in 6er oder 4er WG), Preis: 800$ pro Monat, zahlbar in der ersten Woche. Dort ist leider gar nichts vorhanden, sprich man muss sich entweder in New York Bettzeug, Geschirr.... kaufen oder selbst mitbringen (ich hab einen Schlafsack und zwei Bettüberzüge mitgenommen). Insgesamt ist das Wohnheim relativ heruntergekommen, es gibt Waschmaschinen und einen Kraftraum, jede WG hat 2 Bäder und 1 gemeinsame Küche. Vorteil: Man lernt viele (meist allerdings ausländische oder deutsche) Studenten kennen.

Campusnah wohnen - Öffentlicher Nahverkehr meist Fehlanzeige
Von der Duke University bekommt man eine ganze Liste mit Adressen von Leuten, die Zimmer an Studenten untervermieten. Man sollte allerdings darauf achten, dass die Bleibe entweder sehr nahe am Krankenhaus ist, sodass man zu Fuß oder mit dem Rad hinfahren kann, oder man mietet/kauft sich zusätzlich gleich mal ein Auto, denn öffentlichen Nahverkehr gibt es in Durham so gut wie nicht !! Ich bin bei einer 75jährigen „Omi“ untergekommen, hatte ein eigenes großes Zimmer mit eigenem Bad und Küchenmitbenutzung (für 350$ pro Monat) mitten in einem schönen Waldviertel, allerdings 10km entfernt vom Krankenhaus (hatte Glück und bekam ein Auto von Ihrem Neffen !).

Die Finanzierung
Man braucht sich keine Illusionen machen: Ein USA-Aufenthalt ist teuer, das fängt beim Flug an und hört bei der Unterkunft auf. Allerdings spielt es natürlich auch eine Rolle, ob man in z.B. New York oder eben in Durham wohnt. Man sollte in New York insgesamt mit mindestens 1500-2000 $ pro Monat rechnen, in Durham etwa mit 800-1200 $ pro Monat. Es gibt natürlich die Anlaufstellen für Stipendien, etwa den DFA (www.dfa-germany.de). Insgesamt ist ein USA-Aufenthalt aber um einiges teuerer als z.B. ein Aufenthalt in England oder Frankreich.

Dies war der erste Teil des PJ-Berichtes New York. Die Fortsetzung mit den Erlebnissen während der klinischen electives folgt in der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung.

Diesen PJ-Bericht präsentieren wir Euch in Kooperation mit dem dfa (Deutscher Famulantenaustausch).
Auf den Webseiten des dfa findet Ihr nicht nur diesen und weitere Erfahrungsberichte rund um den Globus, sondern auch vielfältige Hilfen bei der Vorbereitung eines Auslandsaufenthaltes.

zur Webseite des dfa
(Deutscher Famulantenaustausch)
hier klicken

   
Autor(in): Michael O. (Email der Redaktion bekannt ([email protected]))
  
Links zum Artikel:

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DFA (Deutscher Famulantenaustausch)

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 6. Gestöbert

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Seit mehr als 2 Jahren wird die Onlinezeitung an eine wachsende Zahl von Abonennten verschickt, die über diese lange Zeit auch viele interessante Artikel beigesteuert haben. Wir haben uns in das Archiv begeben und stellen Euch in der neuen Rubrik 'Gestöbert' pro Woche jeweils einen interessanten Artikel vor. Diese Woche: 'MedPen - ein Schmökerband'

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Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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 7. Zwischen den Zeilen "Duale Reihe Anamnese und klinische Untersuchung"

- zurück zum Inhalt -

  
Titel: Duale Reihe Anamnese und klinische Untersuchung
Autor(en): Hermann S. Füeßl, Martin Middeke
Verlag: Thieme
ISBN:3131268824
Preis: 44,95
Medizinlehrbuch

Immer wieder wird beklagt, dass das Medizinstudium zu theoretisch sei. Die jungen Ärzte beherrschten kaum die wichtigsten Handgriffe, wenn sie aus dem Studium kommen, heißt es. Das mag an vielen Stellen richtig sein, im einem Bereich muss man dieser Aussage jedoch widersprechen: Das Fach Anamnese und klinische Untersuchung ist schon seit vielen Jahren Teil der klinischen Ausbildung. Gerade in letzter Zeit wird auf diesen Teil der Ausbildung verstärkt Wert gelegt. Nicht zuletzt deswegen darf das Fach in der Dualen Reihe nicht fehlen.

Die Duale Reihe besteht aus zwei Einheiten, wie der Name bereits vermuten lässt: dem Lehrbuch und dem Repetitorium. Das Lehrbuch stellt das Kernstück des Buches dar und bietet eine ausführliche Darstellung des Stoffes. Das Repetitorium fasst die Inhalte kurz und knapp, jedoch in ganzen Sätzen zusammen. Das Lehrbuch ist in der Dualen Reihe auf die Vermittlung von detailliertem Verständnis ausgelegt. Die fundierten Erläuterungen der Sachverhalte werden durch zahlreiche Bilder, Tabellen, Definitionskästen und Merksätze untermalt. Für den nötigen Praxisbezug sorgen die eingestreuten Fallbeispiele, die an der ein oder anderen Stelle jedoch sehr kurz gefasst sind.

Das Repetitorium findet sich jeweils auf dem äußeren Drittel der Buchseiten und ist parallel zum entsprechenden Text des Lehrbuches angeordnet, sodass Passagen schnell nachzulesen sind, wenn einmal der Zusammenhang fehlen sollte. Ein umfangreiches Sachverzeichnis ermöglicht den schnellen Zugriff auf die jeweiligen Inhalte.

Die 44,95 EUR sind für das im Softcover gebundene Buch mit rund 580 Seiten gut angelegt. Die beigelegte CD-ROM komplettiert das Werk, ist aber magerer ausgestattet als erwartet. Immerhin finden sich auf ihr acht Herztöne, neun Herzgeräusche und acht Auskultationsbefunde der Lunge. So kann der Nutzer sich die wichtigsten mit dem Stethoskop zu erfassenden Diagnosen aneignen.

Ob das Lernen mit einer Dualen Reihe zum eigenen Lernstil passt, muss jeder selbst herausfinden. Wer sich aber einmal an das System gewöhnt hat, wird von der gesamten Reihe profitieren.

Die Duale Reihe Anamnese und klinische Untersuchung ist vor allem Studenten zu empfehlen, die das Buch bereits studienbegleitend benutzen und danach das Wissen zur Klausur oder zum Examen repetieren möchten. Die Nutzung des Repetitoriums ohne vorherige Lektüre des Lehrbuchbereiches ist nicht empfehlenswert. Wer lernt, dual zu lernen und konsequent am Ball bleibt, wird mit der Dualen Reihe einen guten Begleiter durch die klinische Ausbildung finden.

   
Autor(in): Christian Weier ([email protected])
  
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 8. Geschickt geklickt: 5 neue Linktipps

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In dieser Rubrik stellen wir Euch einen Ausschnitt aus dem Linkverzeichnis von MEDI-LEARN vor, das Ihr komplett mit mehr als 2.000 Links hier findet. Falls Ihr auch eine oder mehrere interessante Webseiten für Medizinstudenten kennt, tragt sie doch bitte in unser Linkverzeichnis ein.
Wir wünschen Euch viel Spaß beim Surfen.

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Diese Woche stellen wir Euch aus den Linktipps vor:

Surftipp 1 FreeBooks4Doctors Klicks: 568
Auflistung verschiedenster Online-Literatur aus allen medizinischen Fachbereichen, vom Atlas bis zum Wörterbuch, in mehreren Sprachen

Link: http://www.medi-learn.de/medizinstudium/linktipps/highlights/1783.php


Surftipp 2 Histologie Klicks: 562
Der Online-Histologie-Kurs bietet dem Studenten theoretische Grundlagen anhand einer Vorlesungsmitschrift. Abschließend kann man eine wirkliche Fülle von histologischen Präparaten nach verschiedenen Kriterien (nach Systemen (z.B. Bronchialsystem), alphabetisch oder Präparatenummer) anklicken, auf Mausklick erhält man dann nähere Informationen zu den verschiedenen Strukturen, die studentenentsprechend angepasst ist, d.h. es wird nicht jede Zelle bezeichnet, aber jede für den Studenten wichtige Struktur.

Link: http://www.medi-learn.de/medizinstudium/linktipps/highlights/664.php


Surftipp 3 Herz-Auskultation und mehr Klicks: 558
Praktische Untersuchung des Herzens von Hans-Heinrich Jörgensen

Link: http://www.medi-learn.de/medizinstudium/linktipps/highlights/875.php


Surftipp 4 Auskultationstrainer Klicks: 557
Hier könnt Ihr Euer Gehör zum Thema Herzgeäusche trainieren. Ob Systolisch, Diastolisch oder Rhytmusstörungen: Alles ist vorhanden. In englischer Sprache.

Link: http://www.medi-learn.de/medizinstudium/linktipps/highlights/729.php

   
Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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 9. Schlüsselloch-Operationen im Mutterleib

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(idw - Uni Bonn) Eines von etwa 2500 Babys hat ein Loch im Zwerchfell - oft ein Todesurteil. Magen, Leber, Milz und Darm dringen in die Brusthöhle ein und drücken die Lunge zusammen. So ist sie bei der Geburt viel zu klein - manchmal sogar nur kirschkerngroß -, und das Baby kann nicht atmen.

An den Universitätskliniken Bonn und Mannheim kooperieren hochspezialisierte Ärzte und Kinder-Pflegeteams, um Ungeborenen mit einer lebensbedrohlichen Zwerchfellhernie durch einen Eingriff schon im Mutterleib das Leben zu retten.

Denn nach der Geburt ist es meist für jede Hilfe zu spät.

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Eine Überlebenschance für Ungeborene
Schlüsselloch-Operationen im Mutterleib
von PD Dr. Thomas Kohl und Dr. Inka Väth
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn


Es war eine Schwangerschaft ohne Probleme. Doch bei einer zufälligen Untersuchung in der 28. Woche kam der Schock für Ute W. (Name geändert): "Mein Baby hatte ein großes Loch im Zwergfell und eine viel zu kleine Lunge. Damit war seine Chance zu überleben nach Meinung des Kinderarztes Dr. Schaible äußerst gering." Dr. Thomas Schaible und sein Team an der Mannheimer Univsersitäts-Kinderklinik behandeln jedes Jahr zahlreiche Kinder gerade mit dieser Krankheit. Um die Ungeborenen, denen nach Einschätzung der Mannheimer nicht auf herkömmlichen Weg geholfen werden kann, kümmert sich der Bonner Privatdozent Dr. Thomas Kohl, Leiter des Deutschen Zentrums für Fetalchirurgie und minimal-invasive Therapie (DZFT) am Universitätsklinikum Bonn. Er bot der verzweifelten Mutter eine vorgeburtliche Operation an, um die Überlebenschance ihres Kindes zu verbessern. Noch ist ein solcher fetalchirurgischer Eingriff ein Experiment mit ungewissem Ausgang. "Bei der heutigen minimal-invasiven Technik ist jedoch die Gefahr für die Mutter sowie einer Fehl- oder Frühgeburt relativ gering", erklärt Professor Dr. Ulrich Gembruch, Direktor der Klinik für Geburtshilfe und Pränatale Medizin.

Bisher hat Kohl etwa acht Ungeborenen mit einer lebensbedrohlichen Zwerchfellhernie in der 30. bis 35. Schwangerschaftswoche im Mutterleib behandelt. Bei jedem Kind stimmte die Ethik-Kommission dem vorgeburtlichen Eingriff zu. "Für meinen Mann und mich war klar, wenn wir uns für das Kind entscheiden, dann machen wir alles. Dabei waren wir uns über die Risiken - gerade auch für mich - voll bewusst", sagt Ute W.

Zugang durch ein Schlüsselloch
Bei dem Eingriff führt Fetalchirurg Kohl über eine kleine Öffnung im Bauch der Mutter das Operationsgerät - so dick wie ein Kugelschreibermine - in die Fruchthöhle ein. Das so genannte Fetoskop entwickelte er zusammen mit zwei Feinmechanikern und der Karl Storz GmbH, Tuttlingen, speziell für diesen Eingriff. Vorsichtig tastet sich der Arzt mit diesem - unterstützt durch Kamera und Ultraschall - über die Mundöffnung bis zur Luftröhre des Ungeborenen vor. Dort bläst er einen Mini-Ballon auf, der den Atemkanal verschließt. "Die vorgeburtliche Lunge produziert ständig Wasser, das jetzt über die blockierten Atemwege nicht mehr abfließen kann. Der so aufgebaute Flüssigkeitsdruck regt die Lunge an zu wachsen. So ringen wir um jeden Milliliter Lunge", sagt Kohl. Zwei bis drei Wochen bleibt der Ballon in der Lunge. Das Kind wird über die Nabelschnur mit Sauerstoff versorgt. Bei einem zweiten Eingriff kurz vor der Geburt wird der Ballon wieder entfernt, denn die Atemwege müssen dann wieder frei sein. Während der ganzen Zeit kümmern sich hier in Bonn Gynäkologen, Hebammen und Psychologen intensiv um Mutter und Kind. Das Licht der Welt erblicken die Babys dann am Universitätsklinikum Mannheim. "Nur in Kooperation mit den Mannheimer Spezialisten haben die Kinder die beste Chance zu überleben", sagt Kohl.

Foto 1: Fetalchirurg Kohl und Team bei einem Zerchfellhernien-Eingriff
(c) Kurt Dederichs vom Foto & Medienzentrum Uni Bonn
Foto 2: Baby Felix lacht seine Mutter Ute W. an.
(c) privat

Ziel ist eine etablierte Therapie
Kohl möchte seinen Eingriff betroffenen Schwangeren aus ganz Deutschland anbieten: "Zur Zeit ist die Zwerchfellhernien-Operation, wie auch die meisten anderen fetalchirurgischen Eingriffe, wegen ihrer Seltenheit ein experimenteller - wenn auch potentiell lebensrettender - Behandlungsversuch. Wenn allerdings das Angebot die meisten betroffenen Schwangeren erreicht, wären pro Jahr bis zu einhundert Eingriffe denkbar. Und nur Studien mit einer solch großen Zahl an Patienten helfen uns bei der Beurteilung, welche und wie viele der Ungeborenen wirklich gerettet werden können. Nur so kann aus dem Experiment ein etabliertes Therapieverfahren werden."

Ute W. machte das geglückte Bonner Experiment ein großes Geschenk - ihr Kind lebt. Der fünf Monate alte Felix (Name geändert) entwickelt sich prächtig. "Jeder Tag, seitdem wir ihn zu Hause haben, ist eine Freude." Felix hat sich gut eingelebt und ist putzmunter. Zur Zeit bekommt er noch Sauerstoff und eine Magensonde hilft ihm, die Nahrung aufzunehmen. Doch auch das wird bald Vergangenheit sein. Zwar würde Felix mit seiner kleinen Lunge niemals Hochleistungssport betreiben können, so Kohl, doch könne er ein normales Leben führen. Und eins fühlt Ute W. tief in ihrem Herzen: "Wir würden uns wieder so entscheiden."

Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft, Pressemitteilung der Universität Bonn vom 24.02.2005

   
Autor(in): Dr. Inka Väth (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) (mailto:[email protected])
  
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