21.07.2005

Ausgabe 269/05

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Medi -Learn

Die Onlinezeitung von MEDI-LEARN
Medi-Zeitung

Medi -Learn

(in Kooperation mit dem Georg Thieme Verlag und der Deutschen Ärzte Finanz)


In den meisten Fällen ist Glück kein Geschenk, sondern ein Darlehen.
(Albrecht Goes, ev. Pfarrer u. Schriftsteller)


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 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Editorial
2.Jobticker mit aktuellen Stellenanzeigen
3.Top-Thema der aktuellen Via medici: Weiterbildung Chirurgie
  
4.Von freezes, sunspots und ringworms (4)
5.Checkliste Gynäkologie mit Kreuzworträtsel: 49 Checklisten zu gewinnen
6.Artikelserie 'nach dem Studium': Die Stellensuche
  
7.Klartext im Versicherungsdschungel (7): Die Krankenversicherung
8.MHH Aufbaustudium Molekulare Medizin
9.Universität Bonn unterrichtet künftig Harvard-Studenten
  
10.Impressum, Abofunktion, Mitarbeit
    
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 1. Editorial
  

Hallo,
was haben das tapfere Schneiderlein und die heutige Ausgabe der Onlinezeitung gemeinsam? Nun - in beiden spielt der Satz "Sieben auf einen Streich" eine Rolle: während es im Märchen um 7 Fliegen ging, dreht es sich in der heutigen Onlinezeitung um die 7 neuen Checklisten aus dem Hause Thieme. Es gibt im Rahmen einer Rezensionserie, die wir mit der Checkliste Gynäkologie beginnen, zu den neu aufgelegten und überarbeiteten Titeln im Checklisten-Kreuzworträtsel von jedem der sieben neuen Titel jeweils sieben Exemplare zu gewinnen: insgesamt warten also 49 Checklisten auf glückliche Gewinner.

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Noch immer stellt die Chirurgie eine der Hauptdisziplinen der Medizin dar und somit sind wertvolle Infos zum Thema Weiterbildung auf dem Weg zum Facharzt immer gern gesehen: Dr. Felicitas Witte aus der Redaktion Via medici beleuchtet im Top-Thema den Werdegang der Spezialisten in Grün.

Doch bevor der junge Arzt mit der Weiterbildung anfängt, gilt es eine Stelle zu finden. Trojan Urban liefert euch in der Artikelserie zum Bereich 'nach dem Studium' heute Hinweise für Eure Stellensuche.

Zeitlich noch weiter zurück in der Biographie des Durchschnittsstudenten steht das Thema Krankenversicherung auf der Liste derjenigen Themen, über die man als Student informiert sein sollte: Peter Dahlhausen (Deutsche Ärzte-Versicherung) klärt im Rahmen der Artikelserie 'Klartext im Versicherungsdschungel' heute wichtige Fragen zum Thema Krankenversicherung.

Und schliesslich waren uns das Aufbaustudium Molekulare Medizin an der MH Hannover wie auch das Austauschprogramm zwischen der Uni Bonn und Harvard jeweils einen Beitrag in unserem heutigen Newsletter wert.

Bis zur nächsten Ausgabe,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion MEDI-LEARN

PS: Der IMPP Pretest: Artikel, Forum und Gewinnspiel

  

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 2. Medi-Jobbörse: Der Jobticker

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Medi-Jobbörse bietet Stellensuchenden wie Stellenanbietern im medizinischen Bereich einfache und unkomplizierte Wege bei der Jobsuche und Stellenbesetzung.

Ob Assistenzarzt, Doktorarbeit, Nebenjob oder Assistenzarztstelle - alle Einträge sind weiterhin kostenlos!

Nutzt auch die Gelegenheit, ein Stellengesuch zu platzieren.
Wie immer an dieser Stelle hier nun die neuesten Stellenanzeigen aus unserer Jobbörse, in der sich insgesamt über 300 Angebote wie Gesuche befinden!

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 Suche PJ-Platz in der deutsch-sprachigen Schweiz ab 2006 Anzeige aufrufen
Stellenangebote/PJ-Stellen
 Rettungssanitäterin sucht Job Anzeige aufrufen
Stellengesuche/Jobs_in_alternativen_Berufsfeldern
 UA-Stelle Chirurgie, HNO deutschsprachige Schweiz 2006 Anzeige aufrufen
Stellengesuche/PJ-Stellen
 UA für die Schweiz dringend gesucht Anzeige aufrufen
Stellenangebote/PJ-Stellen
 Kurzfristig PJ-Stelle in der Schweiz gesucht Anzeige aufrufen
Stellengesuche/PJ-Stellen
 Kantonsspital Aarau AG, Neurologie, CH-Aarau Anzeige aufrufen
Stellenangebote/PJ-Stellen
 Suche UA-Stelle Medizin Schweiz ab 08.2005 Anzeige aufrufen
Stellengesuche/PJ-Stellen
 Suche PJ- Stelle in der dt.oder frz.Schweiz Anzeige aufrufen
Stellengesuche/PJ-Stellen
 2 Unterassistenzstellen Chirurgie zu vergeben Anzeige aufrufen
Stellenangebote/PJ-Stellen
 2 UA-Stellen Innere Medizin gesucht Anzeige aufrufen
Stellengesuche/PJ-Stellen
 UA-Stelle in der Schweiz frei Anzeige aufrufen
Stellenangebote/PJ-Stellen


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Autor(in): Redaktion Medi-Jobbörse ([email protected])
  
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 3. Top-Thema der aktuellen Via medici:
Weiterbildung Chirurgie

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Wer heute den Facharzt für Chirurgie anstrebt, muss sich früh entscheiden, welcher Schwerpunkt für ihn in Frage kommt.

Die neue Weiterbildungsordnung sieht eine zweijährige Basisausbildung vor mit anschließender vierjähriger Spezialisierung.

Damit die Wahl für Sie nicht zur Qual wird, geben wir Ihnen Einblicke in den Berufsalltag verschiedener Chirurgen.

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Weiterbildung Chirurgie - Spezialisten in Grün
von Dr. med. Felicitas Witte (Via medici)

Wer heute den Facharzt für Chirurgie anstrebt, muss sich früh entscheiden, welcher Schwerpunkt für ihn in Frage kommt. Die neue Weiterbildungsordnung sieht eine zweijährige Basisausbildung vor mit anschließender vierjähriger Spezialisierung. Damit die Wahl für Sie nicht zur Qual wird, geben wir Ihnen Einblicke in den Berufsalltag verschiedener Chirurgen.

Ruhig und konzentriert sticht der Chirurg die gebogene Nadel durch die Haut. Die Wunde schließt sich perfekt. Später wird nur eine feine Narbe an den Eingriff erinnern. Dr. Hanns-Peter Knaebel klebt ein Pflaster auf die Wunde am Unterbauch und entfernt die OP-Tücher. "Seit Beginn des Studiums hat mich an der Chirurgie fasziniert, wie schnell man meist einen Therapieerfolg sieht", erzählt der 36-jährige Viszeralchirurg. "Diese junge Patientin kam heute Morgen mit fürchterlich starken Bauchschmerzen. Wir diagnostizierten eine akute Appendizitis. Gerade habe ich sie von dem hoch entzündeten Wurmfortsatz befreit. Spätestens morgen wird sie aufstehen und normal essen können." Auch Cholezystektomien, Narbenbrüche und unkomplizierte Knochenbrüche können schnell und erfolgreich behandelt werden.

Unfallchirurgen: an vorderster Front
"Wenn eine Patientin wegen eines Sportunfalls mit einem luxierten, völlig verdrehten, schmerzenden Finger kommt, setze ich eine Lokalanästhesie, renke den Finger ein und alles ist wieder in Ordnung", erzählt Dr. Guido Volk, der im Herbst seine Facharztprüfung in der Unfallchirurgie machen möchte. Eingriffe wie Kreuzbandplastiken, Knie- oder Hüftprothesen, Schulter- oder Kniearthroskopien prägen seinen Alltag. "Häufig bringen Notfälle das OP-Programm durcheinander", erzählt der 41-Jährige. "Patienten mit Sprunggelenks-, Schenkelhals-, Femur-, Radiusfrakturen oder mit Bänderrissen müssen natürlich sofort versorgt werden." Besonders reizvoll findet er rekonstruierende Eingriffe, etwa eine gerissene Achillessehne anatomisch korrekt zu vernähen. Vier- bis fünfmal im Monat hat Dr. Volk Dienst. "In der Nacht ändert sich häufig die Klientel", berichtet er. "Dann beschäftigen einen Patienten nach Schlägereien mit Kopfplatzwunden, Gehirnerschütterungen, Schädelfrakturen, intrakraniellen Blutungen oder Mittelhandfrakturen. Mitunter gehen die Kampfhähne noch in der Ambulanz aufeinander los!"
Nach einer anstrengenden Nacht hilft eine kalte Dusche, um wach zu werden, dann geht es weiter mit Frühbesprechung, Visite und Entlassbriefen. Oft kann Dr. Volk erst am Nachmittag nach Hause. "Der Gesetzgeber bezeichnet unsere Dienste als Bereitschaftszeit", beschwert er sich. "Von Bereitschaft kann aber keine Rede sein - wir sind fast die ganze Nacht auf den Beinen!" Oft nimmt sich Dr. Volk nach dem Dienst noch Zeit für seine Patienten. Aber damit noch nicht genug: Er ist leidenschaftlicher Sportler und betreut in seiner Freizeit ein Eishockeyteam als Mannschaftsarzt.

Viszeralchirurgen: Experten mit Weitblick
"Die Viszeralchirurgie ist für mich der vielseitigste Schwerpunkt in der Chirurgie", schwärmt Oberarzt Dr. Hans-Peter Knaebel. Das Spektrum reicht von Leistenhernien, Cholezystektomien und Appendektomien bis zu großen Darmeingriffen, Abdominaltraumata oder Transplantationen. Auch er genießt jedes Mal das Gefühl, das eine erfolgreiche OP mit sich bringt. Leider gibt es auch frustrierende Momente, beispielsweise wenn er einen Patienten mit einem Pankreaskarzinom operiert und der Patient nach einigen Wochen verstirbt. Damit muss man als Chirurg umgehen können - auch im stressigen und körperlich anstrengenden Stationsalltag.
Neben seiner chirurgischen Tätigkeit leitet Dr. Knaebel das Studienzentrum der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Dort plant er klinische Studien, wertet die Daten aus und präsentiert die Ergebnisse. Insgesamt verbringt der Viszeralchirurg 60-80 Stunden pro Woche in der Klinik. Vier- bis fünfmal im Monat hat er Oberarztdienst und zudem Rufdienste für die Transplantationen.

Nicht mehr zeitgemäß: die strenge Hierarchie
Chirurgie ist alles andere als ein "Nine-to-five"-Job. Wer Chirurg werden möchte, muss sich darauf einstellen, viele Nächte und Wochenenden in der Klinik zu verbringen. Hinzu kommt die oft sehr strenge Hierarchie in chirurgischen Abteilungen. Das Arbeitsklima hat sich zwar in einigen Abteilungen gebessert, oft herrscht aber nach wie vor ein extrem rauer Ton. Ob es daran liegt, dass immer weniger junge Mediziner in die Chirurgie gehen wollen? "Deutschland gehen die Chirurgen aus", erklärte Professor Matthias Rothmund, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie vor kurzem auf einer Pressekonferenz. "Jedes dritte Krankenhaus, vor allem in Ostdeutschland, kann Stellen in der Chirurgie nicht mehr besetzen." Als Ursache hierfür sieht Professor Rothmund die langen Arbeitszeiten, die hohe physische und psychische Belastung, die unzureichende finanzielle Vergütung und den hohen Anteil arztfremder Tätigkeiten. Auch die Aussichten auf eine gute Position seien nicht mehr so rosig wie noch vor einigen Jahren. Seit einigen Jahren geht der Anteil junger Ärzte in der Chirurgie kontinuierlich zurück. Viele Studierende sind bereits als PJler von dem Fach so abgeschreckt, dass sie keinesfalls später Chirurg oder Chirurgin werden möchten (siehe auch Via medici PJ-Umfrage 2004 und Via medici 2/05).

Mehr in der aktuellen Via medici 3/05.

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Autor(in): Dr. med. Felicitas Witte (Via medici) ([email protected])
  
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aktuelles Heft der Via medici

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 4. Von freezes, sunspots und ringworms:
Dermatologie-Famulatur in Brisbane, Australien (3)

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„Can´t show myself  in front of the Ladies!“
Schon gleich beim Eintritt in Raum sieben erahne ich sein Problem: Das Gesicht ist feuerrot, insbesondere Stirn und Nase scheinen zu glühen. Beim Herantreten erkennt man die verkrusteten Sprenkel. „Ah, it has done a good job!“ höre ich Greg humorvoll sagen. „Oh my goodness, I didn´t know it would be this bad. I can´t show myself in front of the Ladies!” scherzt Mr. Elvers.

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Next ist Mr. Elvers
Es ist nicht seine erste Behandlung. Er gehört zu der Patientengruppe, deren sonnengeschädigte Haut, insbesondere aktinische oder solare Keratosen, mit der „Effudix“-Creme behandelt werden. Ihr Wirkstoff 5-Fluorouracil ist fantastisch: Er greift nämlich nur die geschädigten Areale an und löst eine lokale Entzündungsreaktion aus. Diese verursacht die extreme Rötung und das unangenehme Brennen. Nach der Therapie, die oftmals über einige Wochen geht, glättet sich jedoch die Haut wieder, die rauen Keratosen und die Rötungen verschwinden. Besonders gut für die Effudix-Therapie eignen sich die Gesichtspartien. In den Wintermonaten mit nicht so unangenehm hohen Temperaturen und weniger intensiver Sonneneinstrahlung ist dies eine häufiger eingesetzte Methode. Mr. Elvers hat es bald geschafft: Einmal noch für drei Wochen werden die unteren beiden Wangenpartien eingecremt. Dann verspricht der Arzt: „You will meet more Ladies than ever!“
Bevor es nach zwei weiteren Patienten in die Mittagspause geht, steht heute, wie jeden Montag, die kinderdermatologische Sprechstunde im „Royal Brisbane´s Children´s Hospital“ an. Wir nehmen die Abkürzung über das Klinikgelände. Das RBH ist ein beeindruckend großer Gebäudekomplex mit vielen neuen Anbauten und Übergängen. Weitere sollen folgen, wie man an den Bauarbeiten sieht. Ich folge den Ärzten den steilen Anstieg zum Mental Health-Building hinauf. Besonders in seinen Vororten ist Brisbane zum Teil sehr hügelig. Die Sonne scheint. Große Palmen erinnern mich wieder daran, dass ich ja „down under“ bin. Angela deutet auf einen großen Baum, der in wunderschönem Lila blüht. Es ist ein Jacaranda, ursprünglich aus Südafrika eingeführt. Der Frühling naht sichtlich, und immer dann auch, wie Angela sagt, die Endexamens-Prüfungen der „Year Four Students“, die damit ihre Ausbildung in der Medical School beenden und ihr „internship“ als Resident anfangen.

Dreieinhalb Kilo Creme auf Rezept
In der mit Drachen, Schafen und Gänsen bunt bemalten Eingangshalle des Royal Brisbane’s Children’s Hospital warten die kleinen Patienten mit ihren Eltern. Roland, dem ich mich nun anschließe, schaut die Akten des Tages durch: schwere Neurodermitis bei einem sechs Monate alten Säugling, Neurodermitis-Nachkontrolle bei einem sechsjährigen Mädchen, eine Warze am linken kleinen Finger eines Neunjährigen und schwerer Neurodermitisschub bei einem 14jährigen Jungen. Viele, die zur Sprechstunde kommen, wohnen mehrere hundert Kilometer weit entfernt, in „Oz“ ist das völlig normal. Deswegen ist die Therapie so ausgerichtet, dass jährliche Kontrollen ausreichen.
Die Erkrankung des Neugeborenen kann man schon von weitem erahnen. Die Mutter hat aus Schlauchverbänden behelfsmäßig Arm- und Beinschutz gebastelt, um die Haut vor dem durch den Juckreiz ausgelösten häufigen Kratzen zu schützen. Roland untersucht das Baby und empfiehlt ein „Cotton Seed Oil“-Bad, rät von Pflege mit Parfümstoffen und Zusätzen ab und verschreibt zum Abklingen des akuten Ekzems eine kortisonhaltige Salbe. Zur Basispflege schreibt er Sobeline auf, eine vaselinehaltige Creme. Um den langen Anfahrtsweg für weitere Rezepte zu ersparen, gleich in siebenfacher Dosis, was dreieinhalb Kilo (!) Creme entspricht. Nicht nur Kortison, auch ausreichender Austrocknungsschutz der Haut sind essentiell in der Neurodermitis-Therapie, erklärt mir Roland und überreicht der Mutter eine Therapieempfehlung für den lokal betreuenden Kinderarzt.
Nachdem auch der letzte Patient gegangen ist, gehen wir zurück in Dr. Caseys Behandlungszimmer. Er winkt mich freundlich zu sich. Auch zwei australische Studenten sind anwesend. Ihm gegenüber sitzt Jenny, ein elfjähriges, mediterran aussehendes Mädchen mit ihrem Vater. Dr. Casey weist auf ihren Kopf, auf dem eine sichtbare große kahle Stelle zu sehen ist. Die Fläche ist stark gerötet, geschwollen und wirkt auch eitrig entzündet. Sie habe seit zwei Monaten Probleme damit und sei erfolglos auf eine Follikulitis von dem GP der Familie – das entspricht dem Allgemeinarzt – behandelt worden.

Ein Hase namens „Mucki“
„Did you ever hear about ringworms?”, richtet Dr. Casey die Diagnose-Frage an mich. Meinen verdutzten Gesichtsausdruck versteht er richtig als Verneinung, so dass er bereitwillig näher ausführt. „Ringworm“ ist die umgangssprachliche Bezeichnung von Tinea, einem Hautpilz aus der Familie der Dermatophyten. Das wiederum sagt mir etwas: Ich erinnere mich an ein Mädchen in einer Mykologie-Vorlesung in Deutschland, das auch eine derartige Erscheinung auf dem Kopf hatte. Es hatte auch ihre Mutter und ihre Schwester mitgebracht, die ähnliche Entzündungen im Gesicht und im Haar hatten, sowie den Auslöser, wie wir später in jener Vorlesung erfahren sollten: Ein Hase namens „Mucki“. Tiere sind nämlich die Hauptüberträger des Pilzes. Als ich von meiner deutschen Vorlesung berichte, hellt sich Dr. Caseys Blick auf. Er fragt Jenny für uns Studenten noch einmal, ob sie denn auch Haustiere habe. Hat sie: Zwei „guinea pigs“, Meerschweinchen, die sie von ihrer Tante zum Geburtstag geschenkt bekommen hat. Der Fall ist gelöst. Zur Absicherung soll Helen noch einmal eine Kultur abnehmen. Eine antimykotische Therapie soll Abhilfe schaffen. Nur die armen Meerschweinchen müssen sich nun wohl oder übel ein neues Zuhause suchen.
Da sich mein Magen nun meldet, schnappe ich mir meine Tasche und mache mich auf zum gegenüberliegenden Park, um meine Pause zu genießen. Ich suche mir eine schöne Bank im Halbschatten aus und freue mich auf mein Wochenende. Das nämlich werde ich auf Fraser Island verbringen, der größten Sandinsel der Welt! Und Sonnenmilch mit Lichtschutzfaktor 30, eine Sonnenbrille und einen Sonnenhut einzupacken, werde ich ganz bestimmt nicht vergessen!

Dies war der dritte und letzte Teil des Famulaturberichtes 'Dermatologie in Australien' von Yvonne Bernsdorf. Wer den ersten Teil noch einmal nachlesen möchte, findet [hier den Beginn der Artikelserie].

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Unser Partner Thieme bietet zum Thema Dermatologie z.B. "Levenes Farbatlas der Dermatologie" von G. White an.
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Autor(in): Yvonne Bernsdorf ([email protected])
  
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 5. Zwischen den Zeilen "Checkliste Gynäkologie und Geburtshilfe"

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Titel: Checkliste Gynäkologie und Geburtshilfe
Autor(en): Kirschbaum, Münstedt (Hrsg.)
Verlag: Georg Thieme Verlag
ISBN:3131262923
Preis: 39,95
Medizinlehrbuch


Die Checklisten aus dem Hause Thieme sind seit Jahren ein Garant für Wissen, das auf den Punkt gebracht jederzeit griffbereit und kompetent zur Verfügung steht. Druckfrisch wurden bewährte Checklisten neu aufgelegt und sind ab sofort im Buchhandel erhältlich. Die Checklisten präsentieren sich ab nun in einem neuen, modernen Design. Auch inhaltlich wurden sie überarbeitet und aktualisiert. Heute starten wir einen Rezensionszyklus mit Gewinnspiel: wir rezensieren alle neuen Checklisten in der Onlinezeitung und starten ab heute das Checklisten-Kreuzworträtsel - ein Gewinnspiel, bei dem von jedem der sieben neuen Titel jeweils 7 Exemplare,  insgesamt also 49 druckfrische Checklisten aus dem Thieme-Verlag verlost werden.

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Thiemes Checklisten


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Checkliste Gynäkologie und Geburtshilfe
Die zweite Auflage der Checkliste Gynäkologie wurde strukturell komplett überarbeitet, neue medizinische Entwicklungen und Anpassungen an den klinischen Alltag wurden zusätzlich integriert. Damit ist es den Autoren gelungen, die erfolgreiche erste Auflage noch einmal zu übertreffen. Auf rund 700 Seiten werden die wichtigsten Fakten der Gynäkologie und Geburtshilfe dargestellt und mit zahlreichen Bildern untermalt.

Ähnlich wie in anderen Checklisten behandelt der erste so genannte graue Teil die Grundlagen, der grüne und zweite Teil die Leitsymptome, bevor der blaue Teil auf die Systematik der Gynäkologie und Geburtshilfe eingeht. Im roten und letzten Teil vor dem Anhang werden Operationen und Notfälle in diesem Fachbereich beschrieben.

Der umfassende Index erlaubt schnellen Zugriff auf die wichtigen Themen. Darüber hinaus rundet eine Laborparametertabelle auf den Innenseiten des Einbandes die Checkliste ab.

Die Checkliste kostet 39,95 EUR und eignet sich nicht zuletzt durch ihre konkreten Handlungsanweisungen und Praxistipps optimal für den Klinikalltag in der Gynäkologie und Geburtshilfe.


Erfrischend neu:
Thiemes Checklisten


Das Checklisten-Kreuzworträtsel

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Autor(in): Christian Weier (MEDI-LEARN) ([email protected])
  
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Das Forum "Bücherplausch" steht für Diskussionen rund um die Lehrbücher zur Verfügung.
  
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 6. Artikelserie 'Nach dem Studium':
Die Stellensuche

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Das Examen ist geschafft, man ist mit sich überein gekommen, welches Fachgebiet eingeschlagen werden soll- nun steht die Stellensuche an. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, in Lohn und Brot zu kommen; eine Hilfestellung soll dieser Artikel aus unserem neuen redaktionellen Bereich 'nach dem Studium' geben.

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Die Stellensuche für einen Assistenzarzt-Job
von Trojan Urban (MEDI-LEARN)

Die Jobbörse von MEDI-LEARN
Die MEDI-LEARN-Jobbörse hat die Aufgabe, als Vermittlungsstelle zwischen arbeitsuchenden Ärzten auf der einen Seite und Jobanbietern/Kliniken auf der anderen Seite zu fungieren. Die Möglichkeiten sind vielfältig: Der Bewerber kann hier online ein Stellengesuch aufgeben oder sich über die neuesten Angebote informieren. Die MEDI-LEARN-Jobbörse wird täglich aktualisiert und ist somit immer auf dem neuesten Stand. Selbstverständlich sind die Stellenangebote kostenlos zugänglich, auch das Aufgeben eines Stellengesuches ist gratis. Kosten für eine erfolgreiche Vermittlung fallen ebenfalls nicht an. Die zehn aktuellsten Anzeigen werden in der wöchentlich erscheinenden Onlinezeitung von MEDI-LEARN veröffentlicht und somit einem noch größeren Kreis möglicher Interessenten zugängig gemacht. Im Archiv der Jobbörse kann sich der Bewerber die Stellenanzeigen und –gesuche der letzten Wochen und Monate anschauen und so ein aktuelles Bild vom Arbeitsmarkt gewinnen. So wird über die Stellensuche hinaus eine Abschätzung möglich, welches Fachgebiet in welcher Region besonders gesucht wird und wo eine Bewerbung die besten Chancen hätte.  Tägliches Reinschauen loht sich in jedem Fall: http://www.medi-learn.de/jobboerse .

Weitere Jobbörsen im Netz
Auch die Online-Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes hält eine elektronische Jobbörse bereit: Unter http://www.aerzteblatt.de/v4/stellen/maske.asp gelangt man direkt auf eine Suchoberfläche, die dem Bewerber das individuelle Auffinden einer Tätigkeit an einem bestimmten Ort (nach PLZ) ermöglicht. Die Anzeigen können nach Datum oder Zeitabschnitt herausgefiltert werden. Der Vorteil besteht hier darin, dass man ständig die neuesten Angebote einsehen kann, die oftmals noch nicht in der Print-Ausgabe der Ärztezeitung (s.U.) veröffentlicht worden sind. Auch hier lohnt es sich, öfter einmal auf den oben genannten Link zu klicken.  Ebenfalls ein breit gefächertes Angebot an offenen Stellen im gesamten Bundesgebiet „www.kliniken.de“. Hier kann man je nach Zeit- und Ortspräferenz interessante Angebote finden. Ein genereller Tipp zu den Online-Jobbörsen: Es empfiehlt sich, diese im „Favoriten“ -Fenster des Internetprogramms zu plazieren, da man so schnellen Zugriff direkt auf die Suchmaske oder Startseite hat.

Ärzte- Blatt
Jeder approbierte Arzt ist Pflichtmitglied der Ärztekammer. Diese bietet nicht nur Beratung an oder stellt den begehrten Arztausweis aus, sondern bringt auch eine Printzeitung heraus, die jeder Arzt alle zwei Wochen erhält: Das „Deutsche Ärzteblatt“. In dieser Zeitung finden sich im letzten Drittel Unmengen an Stellenanzeigen von den verschiedensten deutschen und ausländischen Kliniken und Institutionen. Die Menge und Vielfalt der angebotenen Stellen ist unübertroffen, sodaaa in beinahe jeder Ausgabe für jeden etwas dabei ist. Es lohnt sich wirklich, den Stellenmarkt des Deutschen Ärzteblattes in jeder Ausgabe genau zu studieren, da er sicherlich das „Standart-Suchorgan“ der Kliniken unter den Printmedien ist.

Arbeitsamt
Die Bundesagentur für Arbeit ist sicherlich eine weitere Standard-Anlaufstelle für arbeitsuchende Ärzte. In persönlicher Beratung werden die auf die eigenen Bedürfnisse passenden Angebote von geschulten Mitarbeitern herausgesucht. Wenn man arbeitslos gemeldet ist, erhält man oftmals die Bewerbungskosten erstattet. Auch die Bundesagentur für Arbeit unterhält eine Online-Jobbörse: unter www.arbeitsagentur.de gelangt man genau wie in der Online-Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes zu einer Suchmaske, die dem Bewerber die für ihn passenden Stellen kostenlos heraussucht. Die Trefferquote scheint jedoch selbst bei der exakten Angabe der Parameter nicht ganz so gut zu sein wie bei anderen Online- Jobbörsen. Einen Versuch ist es jedoch in jedem Fall wert.

Personalagenturen
Personalagenturen arbeiten im Prinzip wie die Bundesagentur für Arbeit, befinden sich jedoch in privater Trägerschaft. Die Erfahrungen mit Vermittlungserfolgen für ärztliche Berufe sind hier noch relativ gering, da das Metier dieser Agenturen eher in anderen Bereichen liegt. Ausnahme: Die Vermittlung deutscher Ärzte ins Ausland, besonders in die Schweiz und Großbritannien. Hier haben Personalagenturen einen nicht unerheblichen Einfluss.

Initiativbewerbung: Gern gesehen oder nicht?
Im Grunde gibt es zwei Möglichkeiten, eine Bewerbung zu betreiben: Die eine ist die direkte Bewerbung auf eine Anzeige in einer Zeitung oder Online-Jobbörse, die andere die sogenannte „ Initiativ- Bewerbung“. Bei diesem Verfahren schickt der Arbeitssuchende eine Bewerbung an eine Klinik, die keine Stelle ausgeschrieben hat. Ob man vorher telefonisch nach einer Stelle fragt oder die Bewerbung „ auf blauen Dunst“ abschickt, bleibt jedem selbst überlassen- viele Chefärzte und Personalchefs  bewerten Eigeninitiative hoch. Bevor man jedoch eine Initiativbewerbung abschickt, sollte man sich genaue Gedanken darüber machen, warum man genau an dieser Klinik arbeiten möchte, und diese im Anschreiben ausformulieren. Nach Auskunft einer Personalchefin sind Initiativbewerbungen immer gerne gesehen, wenn sie die allgemeinen Grundsätze einer richtigen und vollständigen Bewerbung erfüllen (siehe „Die Bewerbung“). Sollte jedoch gerade eine Stellenknappheit in dem ausgewählten Fachgebiet herrschen, ist es sinnvoller, vor dem Abschicken einer Initiativbewerbung in der Klinik telefonisch nachzufragen, ob die eigene Bewerbung nicht schon die 200ste in diesem Monat ist... Wenn das der Fall ist, sollte von einer Initiativbewerbung zu diesem Zeitpunkt an dieser Klinik Abstand genommen werden.

In der nächsten Onlinezeitung geben wir Euch Hinweise zu den Formalitäten, die es beim Berufsstart zu erledigen gilt.


[klick hier zum redaktionellen Bereich 'nach dem Studium']

   
Autor(in): Trojan Urban (MEDI-LEARN) ([email protected])
  
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Veranstaltungsreihe
Der Arbeitsplatz Krankenhaus im Wandel

Tarifreform im Öffentlichen Dienst, Privatisierungen, Klinikfusionen: es tut sich etwas in der Krankenhauslandschaft!

Informieren Sie sich in den Veranstaltungen
"Der Arbeitsplatz Krankenhaus im Wandel"
über die Auswirkungen dieser und weiterer wichtiger gesetzlicher Rahmenbedingungen auf Ihre Karriere als Ärztin oder Arzt.

Termine und Veranstaltungsorte finden Sie in unserem Veranstaltungskalender unter der Rubrik "Klinik und Karriere":

[mehr Info zu den Veranstaltungen - klick hier]

  

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 7. Klartext im Versicherungsdschungel (7):
Die Krankenversicherung

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Versicherungen gehören zum studentischen Alltag. Zumeist wird jedoch bei diesem Thema nur die Preisfrage diskutiert, was bei den üblicherweise schmalen Budgets nicht verwunderlich ist. MEDI-LEARN geht jedoch mit der Artikelserie "Klartext im Versicherungsdschungel" einer ganz anderen Fragestellung nach: Was sind denn die wichtigsten Versicherungen für Medizinstudenten und angehende Ärzte? Und worauf muss ich bei Abschluss einer Versicherung achten? Wo steckt der Teufel im Detail der Versicherungsbedingungen? Auf welche Leistungen kann man getrost verzichten, welche sind unabdingbar?

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung geladen!


Artikelserie "Klartext im Versicherungsdschungel"
Zur Beantwortung dieser Fragen haben wir mit Peter Dahlhausen von unserem Kooperationspartner Deutsche Ärzte-Versicherung einen sachkundigen Autor gewinnen können, der in 9 Kapiteln für Klartext im Versicherungsdschungel sorgt.

Die Themen im Überblick:
1. Ein absolutes Muss: Die Haftpflichtversicherung [zum Artikel - klick hier]
2. Recht haben und Recht bekommen: Die Rechtsschutzversicherung [zum Artikel - klick hier]
3. Per Gesetz verordnet: Die KFZ-Versicherung [zum Artikel - klick hier]
4. Versicherungen für "Hab und Gut": Hausrat, Laptop und Fahrrad [zum Artikel - klick hier]
5. Versicherungsschutz auf Auslandsreisen [zum Artikel - klick hier]
6. Berufsunfähigkeitsversicherung: Auf die Bedingungen kommt es an! [zum Artikel - klick hier]
7. Krankenversicherung: Pflicht und Kür
8. Unfallversicherung: Gefahren lauern nicht nur in der Uni
9. "Muss - Soll - Kann" - Der Versicherungs-Check-Up für junge Mediziner

Folge 7 - Krankenversicherung: Pflicht und Kür
von Peter Dahlhausen (Deutsche Ärzte-Versicherung)

Im Regelfall sind Studenten Pflichtmitglied bei der gesetzlichen Krankenversicherung. Eine Befreiung ist nur bei Aufnahme des Studiums oder bei Wegfall der Familienversicherung möglich. Der Befreiungsantrag ist innerhalb von 3 Monaten nach Eintritt der Versicherungspflicht zu stellen. Sie gilt nur für die Dauer des Studiums. Die Befreiung wird rückwirkend zu dem Zeitpunkt ausgesprochen, zu dem die Versicherungspflicht eingetreten ist, sofern noch keine Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung in Anspruch genommen wurden. Der Befreiungsantrag ist bei der gesetzlichen Krankenkasse zu stellen, bei der zuletzt eine Mitgliedschaft bestanden hat.

Was zahlt der Student?

Der Beitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung beläuft sich für versicherungspflichtige Studenten z.Z. auf 44,20 Euro + 7,91 Euro für die Pflegeversicherung. Die studentische Krankenversicherung endet einen Monat nach dem letzten Studiensemester, spätestens nach Ablauf des 14. Semesters oder 30. Lebensjahres. Danach haben die Studenten die Wahl, ob sie sich privat oder freiwillig gesetzlich versichern. Nicht versicherungspflichtige Studenten zahlen einen freiwilligen Beitrag. Dieser beträgt je nach Kasse rund 100 Euro sowie 13 Euro für die Pflegeversicherung.

Studentenjob
Immer versicherungsfrei sind Studenten, die eine Beschäftigung ausschließlich während der Semesterferien ausüben. Dabei kommt es weder auf die Höhe des Arbeitsentgelts noch auf die Dauer der Beschäftigung oder die Zahl der wöchentlichen Arbeitsstunden an. In der Regel sind Beschäftigungen des Studenten während des Semesters unabhängig von der Höhe des Arbeitsentgelts ebenfalls nicht versicherungspflichtig, wenn die wöchentliche Arbeitszeit dabei nicht mehr als 20 Stunden beträgt. Arbeitet der Student mehr als 20 Stunden pro Woche, so ist er dann versicherungsfrei, wenn die Beschäftigung vorwiegend in den Abend- oder Nachtstunden oder am Wochenende ausgeübt wird und die Arbeitskraft des Studenten überwiegend durch das Studium in Anspruch genommen wird.

Lohnt sich eine private Zusatzversicherung?
Die meisten Studenten sind wie geschildert gesetzlich krankenversichert. Wer bessere Leistungen und / oder mehr Komfort wünscht, der kann seinen Versicherungsschutz durch private Zusatzversicherungen ergänzen. Da gibt es zunächst die unterschiedlichsten Angebote für die stationäre Behandlung, z.B. die Unterbringung im Ein-/Zwei-/Mehrbettzimmer mit oder ohne privat-ärztliche Behandlung, oder die Ergänzungstarife zur ambulanten Heilbehandlung. Wesensmerkmal dieser Angebote ist jeweils, dass die Kosten übernommen werden, für die die Gesetzliche nicht oder nur anteilig aufkommt. Art und Umfang des gewünschten Versicherungsschutzes kann man individuell nach Bedarf und Geldbeutel zusammenstellen.

Immer jedoch sind bei Antragstellung Gesundheitsfragen zu beantworten, von deren Prüfung der Versicherer letztendlich den zu zahlenden Beitrag abhängig macht. Denn anders als die gesetzlichen Kassen, die Jeden ohne Unterschied von Alter, Geschlecht oder Gesundheitszustand versichern (Solidarprinzip), ermitteln die privaten Krankenversicherungen für ihre Kunden einen individuellen Beitrag. Der ist von drei Faktoren abhängig:

- Eintrittsalter: Je jünger, desto günstiger der Beitrag
- Geschlecht: Frauen zahlen etwas höhere Beiträge
- Gesundheitszustand: Vorerkrankungen können zu einem Angebot mit Beitragszuschlägen, vielleicht sogar Leistungseinschränkungen oder zu einer Ablehnung des Antrages führen.

Erschwernisangebote genau prüfen
Kommt es tatsächlich - was bei jungen Versicherten selten der Fall ist - zu einer Annahme mit erhöhtem Beitrag oder Leistungseinschränkung, sollte man gut überlegen, ein solches "Erschwernisangebot" auf Grund der Risikoprüfung abzulehnen. Denn lehnt man ab, kommt der Versicherungsvertrag nicht zustande. Möglicher Nachteil neben dem fehlenden Versicherungsschutz: Bei einer Antragstellung zu einem späteren Zeitpunkt, z.B. als Assistenzarzt, ist anzugeben, dass bereits einmal ein Antrag abgelehnt oder nicht zustande gekommen ist. Außerdem kann sich die Erkrankung bis dahin verschlimmert haben.

Da jedoch Mediziner zu einer Berufsgruppe gehören, die auf Grund ihres Einkommens die Möglichkeit haben, sich von der gesetzlichen zu Gunsten der privaten Krankenversicherung befreien zu lassen, ist grundsätzlich anzuraten, möglichst frühzeitig (solange man fit und gesund ist) in die private Krankenversicherung einzusteigen. Gibt es ein Erschwernisangebot, sollte man mit dem Versicherer in Verhandlungen treten, ob z.B. zusätzliche Untersuchungen möglich sind, die die Schwere der Erkrankung abklären könnten, und/oder ob eine erneute Überprüfung des Beitragszuschlags nach zwei oder drei Jahren möglich ist.

Sinnvoll: Option auf spätere Versicherung
Wer sich eine private Zusatzversicherung während des Studiums nicht leisten kann oder will, der kann für einen überschaubaren Monatsbeitrag eine Option auf eine spätere private Krankenversicherung abschließen. Diese Option kann dann z.B. beim Berufsstart ohne erneute Gesundheitsprüfung ausgeübt werden. Zwischenzeitlich aufgetretene Erkrankungen oder eine generelle Verschlechterung des Gesundheitszustands bleiben dann unberücksichtigt!

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Autor(in): Peter Dahlhausen (Deutsche Ärzte-Versicherung) ([email protected])
  
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 8. MHH Aufbaustudium Molekulare Medizin

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(idw) - Deutscher Akademischer Austausch Dienst und Mummert Consulting AG bewerten MHH-Aufbaustudium als überdurchschnittlich gut: Das MD/PhD-Programm "Molekulare Medizin" der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist vorbildlich und nachahmenswert - und wurde deshalb als "Best practice" ausgezeichnet. Diese positive Nachricht vermeldet Professor Dr. Reinhold E. Schmidt, Sprecher des MHH-Aufbaustudiengangs. Die Unternehmensberatung Mummert Consulting AG, Hamburg, hatte Anfang des Jahres im Auftrag des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD) die vom DAAD geförderten Promotionsprogramme evaluiert.

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Aufbaustudium Molekulare Medizin in Hannover
In einem ersten Schritt wurden die Programmdirektoren und -koordinatoren sowie Studierende aller Jahrgänge mit einem Fragebogen um ihr Urteil gebeten. Zusätzlich fand Mitte April eine Vorort-Begutachtung in Hannover statt. "Unser Programm hat in einer Reihe von Themenfeldern überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt. Es gilt somit als beispielhaft für andere Promotionsprogramme in Deutschland", freut sich Professor Schmidt. Insbesondere der Lehrplan, die interne Evaluation und Qualitätssicherung wurden gelobt - der Aufbaustudiengang ist seit April 2004 akkreditiert. "Weil das Programm in die Hannover Biomedical Research School eingebettet ist, sahen die Gutachter es als besonders nachhaltig an", sagt Professor Schmidt.

Der Aufbaustudiengang "Molekulare Medizin" wendet sich an promovierte Mediziner und diplomierte Naturwissenschaftler und bereitet projektorientiert den Schritt zum Wissenschaftler in der klinischen Forschung vor. Das englischsprachige interdisziplinäre Programm läuft über drei Jahre. Neben der Forschungsarbeit stehen auch "soft skills" auf dem Lehrplan wie Forschungs- und Medizinethik, wissenschaftliches Schreiben und Präsentation. Ein zusätzlicher Pluspunkt: ein intensives Kulturprogramm und Exkursionen zu Biotechnologie- und Pharmaunternehmen. Die Studierenden schließen ihre Ausbildung mit dem Grad eines PhD (Doctor of Philosophy) oder Dr. rer. nat. ab.

Weitere Informationen geben Ihnen gerne Professor Dr. Reinhold E. Schmidt, Direktor der MHH-Abteilung Klinische Immunologie und Sprecher des Studiengangs, Telefon: (0511) 532-6656, E-Mail: [email protected], und Dr. Susanne Kruse, Präsidialamt der MHH, Telefon: (0511) 532-9844, E-Mail: [email protected].

Weitere Informationen:
http://www.mh-hannover.de/studium/phd

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)

   
Autor(in): Dr. Arnd Schweitzer (MH Hannover) ([email protected])
  
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 9. Universität Bonn unterrichtet künftig Harvard-Studenten

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(idw) - Amerikanische Elitestudenten der Harvard-Universität sammeln künftig an der Universität Bonn internationale Erfahrung. Bis zu 15 besonders qualifizierte Studierende aus Cambridge werden ab 2006 nach Bonn kommen, um hier in einem zweimonatigen Studienprogramm mit dem Titel "Life Sciences & Culture Bonn" den deutschen Kulturraum und die moderne Forschung in den Lebenswissenschaften am Zentrum LIMES ("Life and Medical Science") der Bonner Universität kennen zu lernen. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat seine finanzielle Unterstützung für das neue Programm zugesagt. Es ist das erste Programm dieser Art an einer deutschen Universität.

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Uni Bonn und Harvard kooperieren
"Dass wir zu den wenigen Universitäten in der Welt gehören, denen die Harvard-Universität ihre Studierenden anvertraut, ist eine erfreuliche Bestätigung für das Renommee, das Bonn weltweit als Forschungsuniversität genießt", sagt Rektor Professor Dr. Matthias Winiger. Internationale Kooperationen sind ein wesentlicher Bestandteil der Strategie der Bonner Hochschule, die in ihrem Leitbild auf Internationalität und Kooperation in Forschung und Lehre setzt.

Kern des Bonner Angebots für Studenten aus Harvard ist die Kombination des international renommierten Bonner Wissenschaftsbereichs LIMES ("Life and Medical Sciences") unter der Federführung von Professor Dr. Michael Hoch mit dem klassischen "Junior Year". Die amerikanischen Gäste werden in den Bonner Forschungslabors aktuelle Forschungsprojekte in den LIMES-Schwerpunktbereichen Membran-Biochemie, RNA-Technologien, Immunregulation und Zellarchitektur kennen lernen und daran mitarbeiten.

"Unsere Partner in Harvard sind offenbar sehr überzeugt von der Qualität der LIMES-Arbeitsgruppen. Sie beabsichtigen, der Bonner Uni eine angemessene Gebühr für dieses Angebot zu zahlen. Wir sind die erste deutsche Universität, die in den Lebenswissenschaften eine solche Kooperation mit einer amerikanischen Elite-Universität eingeht!" erläutert Professor Hoch. Er ist auch der Initiator des gefragten Exzellenz-Studiengangs Molekulare Biomedizin, um dessen 30 Studienplätze sich jedes Jahr Hunderte von Bewerbern bemühen.

Im Rahmen des Junior Year lädt die Universität Bonn schon seit vielen Jahren junge Studierende von führenden Hochschulen aus Übersee zu Intensivkursen ein, in denen Fachvorlesungen und Seminare mit speziellen Angeboten in deutscher Sprache und Landeskunde kombiniert werden. Das Programm genießt in den USA hohes Ansehen. "Vor einiger Zeit hat die Harvard University ihre eher zurückhaltende Politik zum Studierendenaustausch aufgegeben, da die Vermittlung von internationaler Erfahrung schon im Grundstudium auch in den USA immer wichtiger wird", erklärt die Uni-Dezernentin für Internationale Angelegenheiten, Liselotte Krickau-Richter. "In Bonn hat Harvard einen guten Partner gesehen."

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat der Partnerschaft Bonn-Harvard mit seiner Förderzusage im Rahmen des neuen Programms "Study Abroad in Germany" den offiziellen Segen erteilt. Als weiteren Partner für das Programm hat die Bonner Universität die University of Wisconsin gewonnen, mit der sie bereits seit Jahrzehnten in der Forschung, im gegenseitigen Studierendenaustausch und im Junior Year kooperiert.

Quellen: idw, Uni Bonn

   
Autor(in): Dr. Andreas Archut (Uni Bonn) ([email protected])
  
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