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Das Buch des Lebens muss man manchmal von hinten nach vorn lesen, um seinen Sinn zu verstehen. (unbekannt) |
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1. Editorial |
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Hallo, der Herbst hält langsam Einzug in Deutschland, und kühle Temperaturen und früher Einbruch der Dunkelheit machen auf den Wechsel der Jahreszeiten aufmerksam. Gewechselt und didaktisch ausgepfeilt und überarbeitet wurde auch das Kurskonzept der MEDI-LEARN Repetitorien in Marburg, die nun erstmalig in Deutschland Examensvorbereitungskurse zum Hammerexamen anbieten. In dieser Ausgabe erfahrt Ihr, wie diese Kurse aufgebaut sind und ablaufen und wo Ihr weitere Informationen erhalten könnt.
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Kosten killen und Zeit sparen - diese Schlagworte sind derzeit in vieler Munde: Martin Warnke umschreibt damit den Inhalt seines Erfahrungsberichtes zum Vergleich des britischen mit dem deutschen Gesundheitswesen, den wir Euch zur Lektüre empfehlen.
Nach dem Studium stellt sich die Frage der geschickten Planung der Weiterbildung im Wunschfach. Trojan Urban liefert uns in seinem Artikel die nötigen Hintergrundinfos, um einen profunden Einstieg in dieses zukunftsträchtige Thema zu finden. Zukunftsträchtig ist auch die Medizinische Informatik, zu der wir Euch ein neues Weiterbildungsangebot an der Technischen Fachhochschule Berlin vorstellen, für das Ihr Euch noch bis Anfang Oktober anmelden könnt.
Desweiteren heute dabei die aktuellen Jobanzeigen, lohnenswerte Versteigerungen aus dem Auktionshaus und der Witz der Woche zum Thema 'Mitternacht in der Kleinstadt', außerdem ein interessanter Artikel, der einen Vergleich anstellt zwischen Schulmedizin und Tradtitioneller Chinesischer Medizin.
Bis zur nächsten Ausgabe,
Jens, Lilian und Christian
Redaktion MEDI-LEARN
PS: Von Kiel bis München: Wie sehen die Examina der Zukunft aus? MEDI-LEARN informiert im Herbst 2005 wieder vor Ort - klick hier zur Anmeldung
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| 2. Kosten killen und Zeit sparen: Das britische Gesundheitswesen
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In Großbritannien beherrschen ständiger Kostendruck und extreme Zeitlimits in der Patientenbehandlung das Gesundheitssystem.
Das sind bekanntlich auch hierzulande Reizthemen. Doch der Umgang mit diesen Problemen ist auf der Insel oftmals pragmatischer. Und manchmal sogar ziemlich pfiffig.
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Kosten killen und Zeit sparen im britischen Gesundheitswesen
Das englische System unterscheidet sich stark vom deutschen: Jeder Einwohner ist
im Gesundheitssystem registriert und hat daher Anspruch auf alle
Standardleistungen, die vom Staat bezahlt werden. Diese umfassen alle
lebensnotwendigen Behandlungen und Operationen, ungeachtet des Patientenalters.
Nicht eingeschlossen sind die zahnärztliche Behandlung im Erwachsenenalter,
kosmetische Operationen und nicht durch eindeutige Studien nachgewiesene
Behandlungsmethoden wie Akupunktur und Homöopathie.
Jeder Patient hat zwar die Möglichkeit der freien Arztwahl, muss sich jedoch in
einer selbst ausgesuchten Praxis registrieren lassen. Es ist nicht ohne weiteres
möglich, bei Wunsch in eine zweite Praxis zu gehen und sich dort eine
Zweitmeinung einzuholen. Allerdings werden die Praxen meist von vier bis sechs
Ärzten betrieben, so dass der Patient innerhalb der Praxis mit einem anderen
Arzt sprechen kann. Ohne Überweisung von seinem GP (General Practitioner) hat
kein Patient Zugang zu Fachärzten, Krankenhäusern oder apparativen
Untersuchungsmethoden.
Wartezeiten entfallen praktisch
Eine Praxis mit sechs Partnern versorgt in der Regel zirca 12.000 Patienten und
hat rund 30 halb- und ganztägig Angestellte. Einige Praxen verfügen über ein
EKG-Gerät. Sonographiegeräte und andere technische Hilfsmittel kommen in der
Allgemeinarztpraxis hingegen nicht zum Einsatz. Patienten ohne Termin werden nur
in Notfallsituationen vom Duty Doctor (jeweils einer der Partner im
Rotationsprinzip) gesehen, alle anderen bekommen in der Regel für den gleichen
Tag einen Termin, der immer auf zehn Minuten angesetzt ist und nicht für einen
anderen Tag im Voraus gebucht werden kann. Für Pendler bestehen Ausnahmen. Das
System verlangt von allen Beteiligten äußerste Disziplin: Die aufnehmenden
Telefonistinnen müssen die Dringlichkeit der Anfragen unterscheiden können, der
Arzt muss ständig die Uhr im Blick haben und nach spätestens acht Minuten das
Gespräch zu einem Ende bringen. Der Patient seinerseits darf nicht erwarten,
dass alle Probleme in nur einer Sitzung behandelt werden, sondern muss bei
Bedarf einen weiteren Termin ausmachen.
Untersuchungen kommen nur in Einzelfällen zum Einsatz
Der Vorteil des Systems liegt klar auf der Hand: Wartezeiten entfallen
praktisch, da jeder Patient termingerecht ins Wartezimmer gebeten wird.
Gleichzeitig gibt es nahezu keinen Patienten, der einen Termin nicht wahrnimmt,
den er am selben Tag beantragt hat. Dadurch fallen keine Leerzeiten für den Arzt
und die Schwestern an. Der Nachteil besteht natürlich darin, dass sich
nicht alle Probleme in dermaßen knapp angesetzter Zeit lösen lassen. Die
Anmeldung nimmt der Patient am digitalen „Check-In Counter“ vor. Per
Touch-Screen gibt der Patient seine persönlichen Daten ein und wird vom System
als anwesend registriert. Durch dieses Verfahren können wöchentlich mehrere
Stunden Arbeitsaufwand am Empfang reduziert werden. Der Arzt sieht nun auf
seinem PC im Sprechzimmer seine aktuelle Warteliste und ruft den nächsten
Patienten auf. Körperliche Untersuchungen werden zunächst kaum vorgenommen, es
wird mehr Wert auf die Anamneseerhebung und die Evaluation des sozialen
Hintergrunds des Patienten gelegt. Nur in Einzelfällen kommen basale
Untersuchungen zum Einsatz, ansonsten verschreibt der Arzt die nötige
Medikation/Folgemedikation oder überweist den Patienten zum Spezialisten ins
Krankenhaus. Patienten mit unkomplizierten Erkrankungen werden von der
Krankenschwester behandelt, die auch die Impfungen durchführt. Es gibt spezielle
Diabetikersprechstunden, die von einer „Diabetes-Nurse“ gehalten werden. Die
Betreuung während der gesamten Schwangerschaft übernehmen Hebammen, lediglich
zwei Ultraschall-Untersuchungen werden vom Gynäkologen durchgeführt.
90% der Notdienstanfragen werden per Telefon geklärt
Der kassenärztliche Notdienst wird von mehreren Praxen zusammen organisiert und
in einer zentralen Praxis ausgerichtet. Jeweils ein Arzt hat am Abend Dienst.
Die Patienten melden sich bei einer festen Rufnummer. Hier werden sie mit einer
Krankenschwester verbunden, die kleinere Probleme bereits am Telefon zu lösen
versucht. Andernfalls schickt sie per E-Mail eine Anfrage an den diensthabenden
Arzt. Auf dessen Bildschirm erscheinen die Daten des Patienten und sein Problem.
Der Arzt ruft den Patienten zurück und versucht ebenfalls, das Problem
telefonisch zu lösen, was in rund 90% der Anfragen gelingt. Alle weiteren
Patienten werden entweder einbestellt oder werden zu Hause besucht. Bei
Notfällen wird direkt der Paramedic verständigt.
Oft geht es ja nur darum, dass der Patient die Nacht gut übersteht
Dieses System erfordert vom Arzt freilich ein hohes Maß an Erfahrung, um
wichtige von eher unwichtigen Erkrankungen unterscheiden zu können. Hausbesuche
muss er möglichst umgehen, da er während dieser Zeit nicht erreichbar ist und es
zu einer Fülle von unbearbeiteten Fällen kommen kann. Andererseits kann durch
moderne Technik und diese unkonventionell anmutenden Lösungen den Patienten
zeitnah und ausreichend weitergeholfen werden. Denn oft geht es ja nur darum,
dass der Patient die Nacht gut übersteht und am nächsten Morgen seinen
Allgemeinarzt aufsucht. Ein Beispiel: Ein 55 Jahre alter Patient klagt spät
abends über Husten, Heiserkeit und Abgeschlagenheit und weißen, jetzt gelblich
gewordenen Auswurf. Seine Temperatur beträgt 38,5° C. Der Arzt entschließt sich,
ein Antibiotikum zu verschreiben und faxt das Rezept an die dem Patienten
nächstgelegene Apotheke. Der Patient fährt direkt dorthin und kann, nachdem er
sich ausgewiesen hat, das Medikament entgegennehmen. Zur Fiebersenkung und
Schmerzlinderung erhält er noch Paracetamol 500 sowie einen Husten- und
Schleimlöser. Am nächsten Morgen wird er sich dann bei seinem Allgemeinarzt
vorstellen. In diesem Fall ist dem Patienten sehr schnell und hinreichend
weitergeholfen worden, ohne dass der Arzt sein Büro verlassen musste. Da der
Patient am nächsten Morgen bei seinem GP vorstellig wird, ist eine
Sicherheitskontrolle gewährleistet. Das etwaige Übersehen einer Lungenentzündung
wird also auch ausgeschlossen. Hätte der Arzt etwas anderes getan, wenn er den
Patienten persönlich aufgesucht hätte?
Belohnung statt Bestrafung
Die Anreizmechanismen in England sind besser als bei uns: Will die Regierung
eine Änderung des Systems herbeiführen, dann stellt sie jedem sich beteiligenden
Arzt finanzielle Mittel zur Verfügung. Der GP erhält beispielsweise bei
Einhaltung des neu angesetzten Budgets eine Belohnung und wird nicht, wie
hierzulande üblich, zur Kasse gebeten, wenn er es überzogen hat. Am Ende des
Allgemeinarztblockes denke ich, dass das englische System an einigen Stellen
sehr effizient organisiert ist. Dadurch, dass Labormedizin nicht extra bezahlt
wird, werden kaum entsprechende Untersuchungen angewendet. Da die apparative
Diagnostik den Klinikern vorbehalten ist, werden auch weitaus weniger
Röntgenaufnahmen gemacht und Sonographieuntersuchungen oder Magenspiegelungen
durchgeführt. Die Ressourcenknappheit ist allgegenwärtig. Jeder Arzt überlegt
sich daher sehr genau, für welchen Patienten er welche Diagnostikmethode
einsetzt. Letztlich bekommt jeder Patient die notwendige Untersuchung, auch wenn
er lange Wartezeiten in Kauf nehmen muss: Für eine Ultraschalluntersuchung ist
gegenwärtig ein Vorlauf von 13 Wochen einzuplanen. Wer dies nicht in Kauf nehmen
will, kann eine private Zusatzversicherung abschließen und erhält in jeder
Privatklinik einen sofortigen Untersuchungs- oder Operationstermin.
Wir „erziehen“ unsere Patienten zu oft unnötigen Standarduntersuchungen
Ansonsten denke ich, dass der Patient am Ende hier genauso zufrieden ist wie bei
uns – wenn nicht gar noch etwas zufriedener. Statt ihm neue Möglichkeiten
aufzuzeigen, was er noch alles an sich testen lassen kann, wird der Patient dort
eher beruhigt. Statt vieler apparativer Untersuchungen werden vermehrt
persönliche Gespräche geführt, was unter dem Strich auch Ressourcen schont.
Natürlich unterstelle ich keinem Arzt, dass er nur aus reinen Profitgedanken
seine Ausstattung einsetzt. Aber ich denke, dass unser System sehr viel zu
unseren heutigen Problemen beigetragen hat. Wir sollten uns fragen, ob wir
unsere Patienten möglicherweise zu oft unnötigen Standarduntersuchungen
„erziehen“ und damit ein erhöhtes Anspruchsdenken verursachen, das nirgendwo zur
Zufriedenheit führt.
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| Autor(in): Martin Warnke ([email protected]) |
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3. Intensivkurs 2. Stex und Hammerexamen Neues MEDI-LEARN Kurskonzept
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Mit der neuen Approbationsordnung soll die Medizinerausbildung in Deutschland nun endlich praxisorientierter werden.
Neben radikalen formalen Änderungen im Prüfungsmodus (Kürzung der Staatsprüfungen auf nur noch 2 Examina) wandeln sich auch die Fragetendenzen im neuen Abschlussexamen in Richtung klinisch-praktische Relevanz.
Ab Frühjahr 2007 wird das sog. Hammerexamen zum allgemein verbindlichen Studienabschluss. Bis dahin existieren das alte 2. Staatsexamen und der neue „Zweite Abschnitt“ als Prüfungsformen nebeneinander.
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Optimiertes Kursangebot für Stex2
Seit 1994 sind die Vorbereitungskurse auf das 2. Staatsexamen fester Bestandteil unseres Kursangebotes. Die Qualität unserer Arbeit in diesem Bereich dokumentiert sich durch die Erfolgsquoten unserer Absolventen ebenso eindrucksvoll wie durch die Tatsache, dass in der Regel mehr Kursplätze angefragt werden als verfügbar sind.
Um die gewohnte Effizienz der Kurse zu halten, haben wir durch gezielte Variationen unser Konzept an die aktuellen Prüfungsanforderungen angepasst.
Die Diskussion um die neue AO und die zunehmende Praxisorientierung der Medizinerausbildung geht auch an den bevorstehenden 2. Staatsprüfungen nach alter AO nicht spurlos vorüber.
Unter dem Eindruck der neu formulierten Leistungsanforderungen werden die Prüfer mit hoher Wahrscheinlichkeit auch im (alten) 2. Staatsexamen verstärkt klinisch-relevante Inhalte und Krankheitsbilder thematisieren.
Aber auch im schriftlichen Prüfungsteil wird die Anzahl fallbezogener und fachübergreifender Fragen zunehmen.
Vor diesem Hintergrund haben wir den zum Frühjahr 2006 angebotenen Intensivkurs durch die Integration aktueller Fragetendenzen und Themenschwerpunkte nochmals optimiert.
Ein aktualisierter Fächerkanon und die stärkere Akzentuierung klinischer Bezüge garantieren neben den bewährten Programmpunkten eine optimale Vorbereitung auf das 2. Staatsexamen.
Starthilfe für PJ und Hammerexamen
Nach dem „Ersten Abschnitt der ärztlichen Prüfung“ und anschließenden 6 Semestern Klinik erfolgt für Studierende der neuen AO ein nahtloser Übergang ins PJ. Zwei Monate nach Beendigung dieses Ausbildungsabschnitts soll dann (im Idealfall) das Studium mit dem „Hammerexamen“ abgeschlossen werden.
Die enorme Anzahl der im klinischen Abschnitt zu erbringenden Leistungsnachweise wirft jedoch für die Hammerexamenskandidaten in spe eine Reihe von Problemen auf:
1. Es bleibt kaum Zeit, sich fachlich auf das PJ vorzubereiten. Dadurch sinkt der Lerneffekt im PJ, der nur dann optimal wäre, wenn das theoretisch Erlernte in der Praxis wiederholt würde.
2. Durch die fehlende Vorbereitung vor dem PJ reduziert sich die Vorbereitungszeit auf das Hammerexamen auf knapp 8 Wochen zwischen PJ-Ende und Prüfungstermin.
Wer dem so vorprogrammierten Lernfrust aus dem Weg gehen möchte, findet in unserem zum Frühjahr 2006 optimierten Intensivkurs 2. Staatsexamen eine attraktive Alternative:
Eine Kursteilnahme vor Eintritt in das PJ vermittelt das für die Klinik erforderliche Basiswissen und ermöglicht eine Vertiefung der erworbenen Kenntnisse in der Praxis.
Durch die so geleistete Vorarbeit werden Examensvorbereitung und –erfolg gleichermaßen machbar...
Die Kursübersicht
| Fächer
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Tage |
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| Eingangstestat |
1 |
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| Innere Medizin |
8 |
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| EKG |
1 |
neu!* |
| Chirurgie |
4 |
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| Neurologie |
4 |
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| Pädiatrie |
3 |
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| Pathologie |
3 |
neu! |
| Infektionskrankheiten |
2 |
neu! |
| Pharmakologie |
3 |
neu! |
| Dermatologie |
2 |
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| Radiologie |
2 |
neu! |
| Gynäkologie |
2 |
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| Orthopädie |
2 |
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| Psychiatrie |
2 |
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| Anästhesie |
1 |
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| Ophthalmologie |
1 |
|
| Urologie |
1 |
|
| Anamnese |
1 |
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| Studientage |
2 |
neu! |
| Prüfungstage |
2 |
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| Kursdauer gesamt |
47 |
neu! |
Der Tagesablauf
| 08:30 – 13:00: |
Unterricht |
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| 13:00 – 14:30: |
Mittagspause |
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| 14:30 – 15:00: |
Tagesklausur |
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| 15:00 – 15:30: |
Klausurkommentar |
neu ! |
| 15:30 – 17:00: |
Lehrprüfung mit Fallbesprechungen |
neu ! |
| 17:00 – 18:30: |
Angst/ Rhetorik |
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individuelles Lernprogramm: |
| 18:30 – 20:30: |
Abendklausur/ Kreuzplan |
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| 20:30 – 21:30: |
Skriptlektüre (punktuell) |
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Quartierinfo / Anmeldung
Die aktuellen Interessentenzahlen deuten darauf hin, dass wir möglicherweise nicht allen Teilnehmern unseres Staatsexamenskurses ein Zimmer aus unserem eigenen Quartierkontingent vermitteln können.
In einer typischen Universitätsstadt wie Marburg stellt die Quartiersuche jedoch kein allzu großes Problem dar, da viele private Vermieter, Wohnheime und Hotel/Pensionen auf Studenten eingestellt sind, deren Aufenthalt in Marburg zeitlich begrenzt ist.
Hinzu kommt, dass unser zentral gelegenes Schulungszentrum Bahnhofstraße mit sämtlichen Buslinien erreichbar ist und somit der gesamte Stadtbereich Marburgs für eine Unterkunft in Frage kommt.
PDF-Infomaterial
In dem folgenden PDF sind noch einmal alle Informationen zum neuen 2. Stex/Hammerexamenskurs inklusive hilfreichen Adresse für die Quartiersuche zu finden:
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| Autor(in): MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Seit beinahe einem Jahr könnt Ihr im Auktionshaus von
MEDI-LEARN auf Schnäppchenjagd gehen: Unser
virtueller Flohmarkt für Bücher und Klinikbedarf hat an 365 Tagen im Jahr rund
um die Uhr geöffnet und wartet auf Euren Besuch. Ihr möchtet die nicht mehr
benötigten Bücher des letzten Semesters aus den Regalen räumen oder seid auf der
Suche nach preiswerter Literatur für das neue Semester? Nicht nur für diesen
Fall empfehlen wir Euch einen Besuch im Auktionshaus, aus dem wir hier die
aktuellen Auktionen präsentieren:
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| | Lehrbuch Innere Medizin Duale Reihe | 30,00 € | 17.09.2005 10:45:07 | | | Bon-Med "Alles in einem Buch" | 5,00 € | 17.09.2005 10:50:12 | | | Exaplan Kompendium der klin. Medizin | 10,00 € | 17.09.2005 10:55:18 | | | Pädiatrie in Frage und Antwort | 8,00 € | 17.09.2005 10:59:17 | | | Schwarze Reihe Med. Mikrobiologie | 2,00 € | 17.09.2005 11:06:22 | | Neueste Auktionen |
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| | Pädiatrie in Frage und Antwort | 8,00 € | 17.09.2005 10:59:17 | | | Exaplan Kompendium der klin. Medizin | 10,00 € | 17.09.2005 10:55:18 | | | Bon-Med "Alles in einem Buch" | 5,00 € | 17.09.2005 10:50:12 | | | Lehrbuch Innere Medizin Duale Reihe | 30,00 € | 17.09.2005 10:45:07 |  | GK2-Set | 68,00 € | 09.10.2005 14:55:12 |
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Früher konnte sich der frisch approbierte Arzt sofort niederlassen und sich „Praktischer Arzt“ nennen. Diese Zeiten sind vorbei, heute heißt es: Weiterbildung für alle.
Laut Weiterbildungsordnung ist es nunmehr obligat, nach abgeschlossenem Studium eine Facharztweiterbildung zu absolvieren, egal ob man später in der Klinik bleiben möchte oder plant, sich niederzulassen. Und nicht nur das: Es besteht auch die Pflicht, sein Wissen kontinuierlich zu erweitern, egal ob Ober- oder Assistenzarzt an der Klinik oder niedergelassener Praktiker.
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Die Weiterbildungsordnung
Die Weiterbildungsordnung legt fest, was der angehende Facharzt für die
Anerkennung geleistet und getan haben muss; sie gibt den Zeitrahmen vor und
bestimmt die Formalitäten von Bescheinigung und Anrechnung. In Klinik und / oder
Praxis arbeitet der Assistenzarzt auf seine Facharztanerkennung hin. Dabei ist
es oft nicht notwendig, die gesamte Weiterbildungszeit auch in dem gewählten
Fachgebiet zu verbringen; so ist es beispielsweise möglich, sich für den
Facharzt für Innere Medizin eine bestimmte Zeit in der Psychiatrie oder
Pathologie anrechnen zu lassen. Es gibt natürlich auch Ausnahmen: Trägt man sich
beispielsweise mit dem Gedanken, Augenarzt zu werden, so sollte man wissen, dass
außer der Ophthalmologie nichts für dieses Fachgebiet anrechenbar ist. Die
Weiterbildungsordnungen der einzelnen Länder werden von der Landesärztekammer
herausgegeben und unterscheiden sich nur unwesentlich. Seit 2003 gibt es eine
neue Musterweiterbildungsordnung, die in die Weiterbildungsordnungen der
einzelnen Landesärztekammern integriert wird. Große Hilfe bietet hier der
interaktive Weiterbildungsplaner der Deutschen Ärzte-Finanz, der im
Sponsored Room von MEDI-LEARN abrufbar ist. Hier wird zu jedem möglichen
Weiterbildungsfach präzise Stellung genommen und ein fundierter Überblick
gegeben, was für den jeweiligen Facharzt zu erfüllen ist; anklicken lohnt sich!
Zertifizierte Weiter- und Fortbildungen
Weiterbildung ist die „Ausbildung zum Facharzt“, Fortbildung ist das Bestreben
eines Facharztes, sein Wissen zu erhalten und auszubauen. Beides ist heutzutage
für alle Ärzte obligat. „Continuing Medical Education“ – das Zauberwort der
Weiter- und Fortbildung. Im Grunde ist CME ein „Punktekonto“, mit dem der Arzt
in der Weiterbildung nachweisen kann, dass er an einer zertifizierten
Weiterbildungsveranstaltung mit Erfolg teilgenommen hat. In Zeiten der
Fortbildungspflicht für alle bietet die CME ein nachvollziehbares System zur
Dokumentation absolvierter Fort- und Weiterbildungen.
Wenn man beginnt, sich mit Weiterbildung und CME zu beschäftigen, wird man von
seiner Studentenzeit wieder eingeholt: Ein CME-Weiterbildungspunkt ist nämlich
eine Zeitangabe, genauer gesagt eine „ akademische Lehrstunde“, sprich 45
Minuten. Für 45 Minuten Fortbildung, in welcher Form auch immer, erhält der
Teilnehmer einen CME-Punkt. Als Fortbildung und Weiterbildung können viele
Aktivitäten angerechnet und so mit CME-Punkten belohnt werden: Besuchte
Vorträge, Teilnahme an Kongressen, spezielle Kurse (z.B. Fachkunde
Strahlenschutz etc.) und sogar das Selbststudium einschlägiger Fachliteratur.
Eine Besonderheit ist die Online-Fort- und Weiterbildung: Hier können auf
verschiedenen Webseiten nach Anmeldung und Login kleine Tests beantwortet
werden, bei deren erfogreichem Bestehen dem Nutzer Fortbildungspunkte
gutgeschrieben werden.
Einen guten Leitfaden für alle Weiter- und Fortbildungswilligen ist die Website
www.fortbildungspunkte-online.de . Hier erhält man gegen Entrichtung einer
geringen Gebühr einen Leitfaden, der Internetadressen für
Online-Fortbildungsmaßnahmen enthält und auf Fortbildungsmöglichkeiten auf
CD-ROM oder in gedruckter Form hinweist.
Fachkunde
Ein wichtiger Bestandteil der ärztlichen Weiterbildung ist der Nachweis
sogenannter Fachkunden. Oft ist es notwendig, den Fachkundenachweis „
Strahlenschutz“ zu besitzen, um Röntgenanforderungsscheine ausfüllen zu dürfen.
Die Bedingungen zum Erwerb der Fachkunde Röntgen/Strahlenschutz sind mitunter
recht kompliziert und werden von den einzelnen Landesärztekammern
unterschiedlich gehandhabt. Dennoch wird ein großer Teil der klinisch tätigen
Ärzte diesen Nachweis benötigen. Der Fachkundenachweis „Rettungsdienst“ ist
notwendig, um als Notarzt eigenverantworlich tätig werden zu dürfen. Meist ist
eine mindestens einjährige klinische Tätigkeit notwendig, bevor man den Kurs
besuchen darf, der ca. 80 Stunden umfasst. In dieser Zeit muss man unter anderem
auch bei zwei Geburten anwesend gewesen sein und an einer bestimmten Anzahl von
Einsätzen teilgenommen haben; diese Einsätze müssen unter Anleitung eines Arztes
gefahren worden sein, der den Fachkundenachweis schon besitzt.
[zum
interaktiven Weiterbildungsplaner der Deutschen Ärzte Finanz]
[zum redaktionellen Bereich "nach dem
Studium"]
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|
| Autor(in): Trojan Urban ([email protected]) |
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Mitternacht in der Kleinstadt. Lautes Klopfen an der Haustür weckt den Landarzt. Schlaftrunken fragt er: "Was gibt`s?" "Was verlangen Sie für einen Krankenbesuch auf einem Bauernhof, ungefähr sieben Kilometer von hier?" "20 Euro." "Okay, dann kommen Sie schnell."
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Der Arzt zieht sich an, greift seine Tasche, holt das Auto aus der Garage und lässt sich von seinem nächtlichen Besucher zu dem abgelegenen Hof lotsen. "Hier sind die 20 Euro." - "Und wo ist der Kranke?" "Es gibt gar keinen. Aber ich konnte beim besten Willen um diese Zeit kein Taxi auftreiben." |
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| Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected]) |
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Veranstaltungsreihe
Der Arbeitsplatz Krankenhaus im Wandel
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Tarifreform im Öffentlichen Dienst, Privatisierungen,
Klinikfusionen: es tut sich etwas in der Krankenhauslandschaft!
Informieren Sie sich in den Veranstaltungen
"Der Arbeitsplatz Krankenhaus im Wandel"
über die
Auswirkungen dieser und weiterer wichtiger gesetzlicher
Rahmenbedingungen auf Ihre Karriere als Ärztin oder Arzt.
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Termine und
Veranstaltungsorte finden Sie in unserem Veranstaltungskalender unter der
Rubrik "Klinik und Karriere": |
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[mehr Info zu den Veranstaltungen - klick hier] |
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Medizinische Informatik heißt das neue Weiterbildungsangebot für Mediziner, mit dem die Technische Fachhochschule Berlin zum Wintersemester 2005/06 startet und damit der zunehmenden medizintechnischen Vernetzung Rechnung trägt. Da dieses Angebot mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert wird, fällt für die ersten 20 Teilnehmer/innen der Einführungsphase nur eine Gebühr von 300 Euro pro Semester an. Teilnahmeberechtigt sind Mediziner mit einem Nachweis der Approbation in Deutschland und einem Wohnort in Berlin.
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Die Durchführung ist erstmalig als Blended Learning-Angebot (Präsenzstudium mit Online-Anteilen) konzipiert. Die Unterrichtszeiten an der TFH reduzieren sich auf zwei Abende pro Woche, hinzukommen Präsenzwochenenden (Freitagnachmittag bis Samstagabend) - die Termine werden zu Beginn des Semesters bekannt gegeben.
Das Weiterbildungs-/Studienangebot erstreckt sich über vier Semester (2 Jahre). Bereits nach erfolgreichem Abschluss der ersten beiden Semester können die Teilnehmer/innen bei der Ärztekammer Berlin die Führung der Zusatzbezeichnung "Medizinische Informatik" auf Antrag erhalten.
Die erfolgreiche Absolvierung des 3. und 4. Semesters des Weiterbildungs-angebots soll dann zur Erlangung des international anerkannten Titels "Master of Medical Informatics" führen.
Die Mindestteilnehmerzahl ist 20, Anmeldeschluss ist am 4. Oktober 2005.
Weitere Informationen und Anmeldungen im Fernstudieninstitut der TFH, Tel. (030) 4504-2231 oder im Internet unter http://www.tfh-berlin./~fsi
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)
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| Autor(in): Monika Jansen (TFH Berlin) ([email protected]) |
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Fernstudium
Gesundheitsökonomie für Mediziner |
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Ökonomische Kenntnisse sind für Mediziner
aus dem beruflichen Alltag nicht mehr wegzudenken.
Das berufs- bzw. studiumsbegleitende Fernstudium 'Gesundheitsökonomie
für Mediziner' der FFH Riedlingen und des Hartmannbundes vermittelt Ihnen
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Vorteile des berufsbegleitenden Angebotes:
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Medi-Jobbörse bietet Stellensuchenden wie Stellenanbietern im medizinischen Bereich einfache und unkomplizierte Wege bei der Jobsuche und Stellenbesetzung.
Ob Assistenzarzt, Doktorarbeit, Nebenjob oder Assistenzarztstelle - alle Einträge sind weiterhin kostenlos!
Nutzt auch die Gelegenheit, ein Stellengesuch zu platzieren. Wie immer an dieser Stelle hier nun die neuesten Stellenanzeigen aus unserer Jobbörse, in der sich insgesamt über 500 Angebote wie Gesuche befinden!
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| Autor(in): Redaktion Medi-Jobbörse ([email protected]) |
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9. Traditionelle Chinesische Medizin und Schulmedizin Das Beste aus zwei Schulen
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Fast zwei von drei Deutschen würden sich im Krankheitsfall am liebsten durch eine Kombination von Schulmedizin und Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) behandeln lassen. Das ist das zentrale Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie in Allensbach, nach der sich aktuell 61 v. H. aller Bundesbürger für eine solche Kombinationsbehandlung entscheiden würden. Dagegen, so ein weiteres Ergebnis der Anfang September veröffentlichten Erhebung, bevorzugen lediglich 18 Prozent eine rein schulmedizinische Behandlung.
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Die Allensbach-Studie liefert auch Hinweise darauf, dass der Trend zu TCM mehr als eine Mode ist, denn die Zahl der Befürworter der so genannten Integrativen Medizin liegt bei TCM-erfahrenen Patienten mit 89 Prozent noch mal deutlich höher. Professor Dr. Gustav Dobos, am Universitätsklinikum Essen der einzige Inhaber eines Lehrstuhls für Naturheilkunde in Deutschland mit dem Schwerpunkt für Traditionelle Chinesische Medizin: "Das Ergebnis spricht dafür, dass offensichtlich die überwiegende Mehrzahl der mit TCM behandelten Personen mit der Wirkung der Therapie zufrieden sind.
Die Tatsache, dass die übergroße Mehrheit parallel auf schulmedizinische Methoden setzt, ist ein Beleg für den bedarfs- und patientenorientierten Ansatz der Integrativen Medizin, die den Kranken aus beiden "Schulen" das nachweislich Beste zugänglich macht." Das lasse sich auch an den steigenden Patientenzahlen ablesen, die die Ambulanz für chinesische Medizin am Lehrstuhl für Naturheilkunde in Essen aufsuchen.
Mit der Frage, ob und wie sich Integrative Medizin vor diesem Hintergrund in das deutsche Gesundheitssystem und in die westliche Schulmedizin einbauen lässt, beschäftigte sich Professor Dobos, dessen Lehrstuhl von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung gefördert wird, in einem Vortrag anlässlich des 20. Jahrestag der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft für Medizin (DCGM) im Universitätsklinikum Essen am Freitag, 9. September. Schwerpunktthemen der Tagung waren Lebertransplantation, virale Hepatitis und Traditionelle Chinesische Medizin. Als Referenten waren 18 Professoren aus den chinesischen Städten Peking, Wuhan und Schanghai sowie 15 Professoren aus Deutschland zu Gast.
Der erste Teil der diesjährigen Tagung beleuchtet die verschiedenen Aspekte der Leberlebendspende. In China ist die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus sehr verbreitet - etwa acht bis zehn Prozent der Bevölkerung sind Virusträger -, wodurch Leberzirrhosen und -karzinome sehr häufige Erkrankungen sind. Für viele der Patienten ist eine Lebertransplantation - ein gut etabliertes Fachgebiet am Universitätsklinikum Essen - die einzige therapeutische Maßnahme. Da auch in China die Spenderorgane sehr begrenzt sind, ist vor allem die Teilleberspende eine Option. Auch dieses Gebiet ist in Essen mit einer DFG-Forschergruppe zur "Leberlebendspende" ein wissenschaftlicher Schwerpunkt.
Der zweite Tagungsteil steht im Zeichen der Neuentwicklungen von alternativen Therapien der chronischen Hepatitis B, zum Beispiel durch therapeutische Schutzimpfung. Diese alternativen Therapien ermöglichen vielleicht in der Zukunft die chronische Infektion so frühzeitig zu stoppen, dass die Zirrhose-Entwicklung gebremst wird und weniger Transplantationen notwendig sind.
Der dritte Tagungsteil trägt einem deutschen Trend Rechnung. Die Traditionelle Chinesische Medizin hat in Deutschland bei einer breiten Bevölkerung großen Anklang gefunden. Deshalb sollen auf der Tagung die Therapiemöglichkeiten dieser Behandlungsmethode näher erläutert werden. Es ist vor allem auch ein Anliegen, die Therapien nach Traditioneller Chinesischer Medizin auf ihre Wirksamkeit durch naturwissenschaftliche Methoden zu überprüfen und so wirkliche Therapieerfolge von eventuellen Placeboeffekten zu differenzieren.
Neben dem wissenschaftlichen Austausch ist es außerdem ein Ziel der Tagung, gemeinsame Forschungsprojekte zu definieren und einen Austausch von jungen Forschern zu vereinbaren. Gerade in Essen besteht eine lange Tradition des Forscheraustausches: Über 400 Ärzte, Wissenschaftler und medizinisches Fachpersonal waren bisher zu Studienaufenthalten in Essen, 90 haben hier promoviert. Zurzeit sind etwa 40 Ärzte und Naturwissenschaftler am Universitätsklinikum in verschiedenen Kliniken und Forschungseinrichtungen tätig. Die Kooperation mit verschiedenen Instituten an Universitäten in China ist inzwischen so weit gediehen, dass echte Kooperationen entstanden sind, bei denen beide Partner für bestimmte Projekte ihren Beitrag geleistet haben. Von der Universität Duisburg-Essen nehmen jedes Jahr vier bis acht Studierende die Gelegenheit wahr, Famulaturen (Praktika im Krankenhaus während des Medizinstudiums) oder Teile des Praktischen Jahres in China durchzuführen.
Durch die rasante wirtschaftliche Entwicklung der letzten 20 Jahre in China konnte auch die medizinische Forschung und die Versorgung der Patienten verbessert werden. So sind auch in China neue diagnostische und therapeutische Behandlungsmethoden weit verbreitet, wodurch auch der wissenschaftliche Austausch ein hohes Niveau erreicht hat.
Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft |
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| Autor(in): Beate Kostka M.A. (Uni Duisburg-Essen) ([email protected]) |
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