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1. Editorial |
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Hallo, Studienplatztausch, Gedächtnis, Arztfamilien, Ungarn, Mikrobiologie, Witten-Herdecke und Malaria - so lauten
in Kurzform die Themen des heutigen Newsletters. Doch eines nach dem anderen: die Süddeutsche Zeitung sucht für eine Reportage Mitglieder von Arztfamilien, in denen seit Generationen das Berufsbild des Mediziners den Familienalltag prägt. Im übertragenen Sinne des Wortes geprägt werden auch Synapsen, wenn wir lernen - heute erfahrt ihr zum Thema
Gedächtnis etwas über Mnemotechniken und das Potential, das in ihnen liegt.
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Nicht vergessen wird Juliane Barth ihre chirurgische Famulatur in Ungarn, von der sie unter anderem zu berichten weiss, dass dort die Ärzte während der OP mit dem Handy telefonieren. Ganz andere Aufgabengebiete nimmt der
Mikrobiologe wahr, dessen Berufsbild wir euch im heutigen Weiterbildungsplaner zum Facharzt näherbringen.
Aktuelle Anzeigen aus unserer Tauschbörse für Studienplätze runden das Themenspektrum des heutigen Newsletters
ebenso ab wie ein Bericht über neue Entwicklungen in der Malaria-Therapie. Ebenfalls eine Meldung wert war uns die Tatsache, dass 92 % der Medizinstudenten der Privathochschule
Witten-Herdecke mit ihren Ausbildungsbedingungen sehr zufrieden sind.
Bis zur nächsten Ausgabe,
Jens und Christian
Redaktion MEDI-LEARNP.S.: Skelette, Lehrbücher,
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In einer mehrteiligen Artikelserie stellen wir euch das neu erschienene Skript "Lernstrategien" von MEDI-LEARN vor, Thema an dieser Stelle ist eine weitere Folge aus dem Themenspektrum des gedächtnisgerechten Lernens. Der erste Band 'Lernstrategien: MC-Techniken und Prüfungsrhetorik' ist erschienen und die Bestellung kann beginnen. Im Skript erhaltet ihr zahlreiche wertvolle Hinweise zu den Themen Lerntechnik, Gedächtnis, MC-Fragen und Rhetorik in der Prüfung. Das Skript umfasst rund 40 Seiten und ist als Buch (versandkostenfreie Lieferung zum Preis von 7,99 €) erhältlich.
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Gedächtnisgerechtes Lernen (4) Alternative Potentiale nutzen: Memotechniken aus: "Lernstrategien: MC-Techniken und Prüfungsrhetorik", MEDI-LEARN Skriptenreihe
Kehren wir noch einmal zu unserem Modell zurück. Bislang haben wir unser Gedächtnis mit einem Lagerhaus verglichen, in dem Informationen aufbewahrt (gespeichert) werden. Fakt ist jedoch, dass es nicht nur ein, sondern eine ganze Reihe solcher Lagerhäuser gibt. Man unterscheidet dabei das semantische, motorische, episodische, visuelle und akustische Gedächtnis. Allein diese Aufzahlung lässt die unendlichen Weiten unseres Erinnerungsvermögens ahnen, doch in der Regel bleibt der größte Teil dieser Speicherkapazitäten ungenutzt. Die meisten Menschen (so auch die Gattung Student) bemühen nämlich nahezu ausschliesslich das semantische Gedächtnis (Gedächtnis für Fakten). Dabei ist der Zugang zu diesem Lager einer der schwersten, denn der naturträge Lagerverwalter kann erst nach mehreren Anlaufen (Wiederholungen) zur Aufnahme der angebotenen Lieferung überredet werden. Warum also nicht den Absatz erhöhen und die - möglicherweise dynamischeren - Verwalter der anderen Lagerhäuser umgarnen?
Visuelles Gedächtnis Der Verwalter dieses imposanten Informationslagers sieht die Welt in Bildern. Entsprechend empfänglich ist er für optische Eindrucke, die ihm als Lagerware angeboten werden. Lernstrategisch kann man sich diese Tatsache zunutze machen, z.B. beim Lernen anatomischer Strukturen. Man wird den Verlauf des N. medianus vermutlich nie wieder vergessen, wenn man ihn sich . unter Anleitung eines Fachbuchtextes nebst Bildmaterial versteht sich . auf den eigenen Unterarm gemalt hat. Gleiches gilt für die Projektion innerer Organe auf die Körperoberfläche (z.B. Herzgrenze und .klappen) oder die Innervationsgebiete der Gesichtsnerven Trigeminus I, II und III.
Aber auch in anderen Fächern können Lerninhalte visualisiert werden. Geht es beispielsweise um die Anzahl der Erythrozyten, Thrombozyten und Leukozyten, so konnte man sich selbst die Aufgabe stellen, diese graphisch darzustellen. Allein schon die Überlegung, wie man die Skala auf dem Blatt einteilen muss, um auch alle Zahlen als Balken darzustellen, fordert das Behalten.
Ü b r i g e n s. . . Der größte Lern- und Behaltenseffekt wird erreicht, wenn sich der Lernende selbst überlegt, wie er etwas graphisch darstellt. Das Betrachten fertiger Darstellungen bringt dagegen vergleichsweise wenig. Es gäbe eine Unzahl weiterer Beispiele für die kreative Nutzung des visuellen Gedächtnisses. Wir mochten uns an dieser Stelle jedoch aus Respekt vor eurer eigenen kreativen Energie weiterer Ausführungen enthalten. Auch die assoziative Funktionsweise des Gedächtnisses kann man nutzen: Lernt man in der Biochemie die Vitamine anhand der Auflistung auf der Ruckseite einer Multivitaminsaftflasche, fallt einem der Lernstoff in der Prüfung beim Betrachten der Flasche mit Sicherheit wieder ein.
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| Autor(in): MEDI-LEARN ([email protected]) |
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| 3. Süddeutsche Zeitung sucht Arztfamilie über mehrere Generationen
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Tobias Haberl ist Redakteur des Magazins der Süddeutschen Zeitung und sucht für eine
Geschichte eine klassische Arztfamilie, in der die Mitglieder über bereits
über zwei oder drei Generationen Mediziner sind. Vielleicht finden sich auch
im weiteren Umfeld der näheren Verwandtschaft (Onkel, Bruder, Cousins und Cousinen)
Ärzte, die über ihre Erfahrungen berichten mögen. Angesprochen sind übrigens
Ärztefamilien "aller Richtungen" - eine gute Mischung aus niedergelassenen Ärzten und Klinikärzten, alt und jung, so dass
die einzelnen Gesprächspartner über unterschiedliche Erfahrungen berichten
können und das Themenspektrum des geplanten Artikels abwechslungsreich halten.
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Süddeutsche Zeitung sucht
klassische Arztfamilie
Ziel der Recherche ist das Porträt einer Arztfamilie, eine kleine Kulturgeschichte des Medizinerberufes vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen im Gesundheitssystem.
Der Mythos "Arzt" soll sozusagen näher beleuchtet werden:
- Wie wurde früher gelebt und gearbeitet und wie heute?
- Was sind die Bedingungen, unter denen gearbeitet wird?
- Gab es vielleicht einen Imagewandel im Berufsbild des Arztes?
Letztendlich könnte eine super interessante Geschichte rauskommen, die im SZ-Magazin ja auch einen angemessenen Platz finden würde.
Du stammst aus einer Arztfamilie und hast Lust, Zeit und Interesse?
Wenn du aus einer entsprechenden Arztfamilie stammst und dich angesprochen
fühlst und bereit bist, aus deinem Alltag und über deine Familie zu berichten
und zu aktuellen Entwicklungen
des Gesundheitssystems Stellung zu beziehen - dann
solltest du Kontakt mit Herrn Haberl von der Süddeutschen Zeitung aufnehmen.
Ansprechpartner:
Tobias Haberl
Redaktion
Süddeutsche Zeitung Magazin
Rindermarkt 5
80331 München
E-Mail: [email protected]
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| Autor(in): Tobias Haberl (Süddeutsche Zeitung) ([email protected]) |
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Im August des Jahres 2005 habe ich in der ungarischen Stadt Pécs in der Chirurgie des Universitätsklinikums eine Famulatur gemacht, von der ich euch meine Eindrücke schildern möchte. Da die Ungarn als ein sehr deutschfreundliches und geselliges Volk gelten und ich noch nie in Ungarn war, wollte ich diese Famulatur nutzen, um das reizvolle Land einmal intensiver kennenzulernen.
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Chirurgiefamulatur in Ungarn
Vorbereitung Beim „dfa“ (www.dfa-germany.de) habe ich mich für diese Famulatur beworben, was relativ unkompliziert funktionierte, da der „dfa“ sehr gut organisiert ist. Ich musste mich dafür im Dezember des Vorjahres bewerben, die Zusage kam dann im April. Da mir gesagt wurde, dass ungarisch eine sehr schwierige Sprache ist, habe ich vor der Famulatur einen Ungarischkurs belegt. Leider konnte ich diesen nur für vier Stunden besuchen, aber die wichtigsten Worte (Hallo, Danke, guten Tag, Ich heiße...) waren mir nicht mehr fremd. Bei meiner Hinreise bin ich mit dem Nachtzug über Wien nach Budapest und von dort nach Pécs weiter gefahren. Das Ticket hat zusammen mit einem Euro-Domino-Ticket (dieses kann man an vier Tagen in Ungarn innerhalb eines Monats nutzen) etwa 100 € gekostet. Eigentlich hätte ich mir das Domino-Ticket aber sparen können, weil die Zugtickets in Ungarn viel günstiger sind als hier in Deutschland. Da die Zugfahrt von Leipzig nach Pécs doch etwas lange gedauert hat (etwa 22h), bin ich nach dem Monat in Ungarn mit dem Flugzeug zurückgeflogen. Bei Easy-Jet hat dieser Flug 92€ mit Gebühren gekostet. Das klingt zwar viel, ich hatte den Flug aber auch erst zwei Tage vor Abreise gebucht. Wenn man aber zeitig genug bucht, kommt man mit dem Fliegen relativ günstig hin.
Sprache Wie gesagt, ungarisch ist wirklich eine sehr schwere Sprache, welche für mich so gut wie nicht nachvollziehbar war. Doch die meisten Leute, mit denen wir etwas zu tun hatten (u. a. mit den Ärzten im Krankenhaus, den Kontaktpersonen), konnten entweder sehr gut englisch oder deutsch, was dann kein Problem mit der Verständigung war. Oft war es sogar so, dass die Ungarn einen besser verstanden haben, wenn man deutsch sprach und kein englisch. Wenn man sich in öffentlichen Einrichtungen, z. B. beim Einkaufen, mit einem „Köszönöm“ bedankte, merkte man meist, dass die Ungarn darüber sehr erfreut sind, wenn man als Ausländer versucht, ihre Sprache zu sprechen.
Arbeit im Krankenhaus Am ersten Tag unserer Famulatur wurden wir Austauschfamulanten von unseren Kontaktpersonen in die jeweiligen Kliniken und Stationen gebracht und sie haben dann für uns auch alles Wichtige geregelt (z. B. Klinikbekleidungs-Ausleihe). Wie vier andere ausländische Famulanten hatte ich mir Chirurgie als Fach ausgesucht. Jeden Morgen 7.45 Uhr begann der Tag auf der Chirurgie mit einer Morgenbesprechung mit allen Ärzten der Chirurgie. Eigentlich war diese Besprechung nicht sehr sinnvoll für uns, weil wir nichts von dem Ungarisch verstanden haben (außer hin und wieder mal einen medizinischen Fachbegriff). Nach dieser Besprechung begannen die OPs. Es gab drei OP-Säle, und wir konnten uns aussuchen, bei welcher OP wir zusehen wollten. Das Programm der OPs war sehr vielfältig (Operationen von z. B. Darm, Galle, Lunge, Schilddrüse, Magen, Hernien...), so dass wir ziemlich viele unterschiedliche Eingriffe beobachten konnten.
Leider war es nur für drei von uns fünf Famulanten möglich, während der ganzen Zeit nur einmal Haken zu halten. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass neben uns noch einige ungarische Studenten mit da waren oder ob es zu schwierig war, sich unsere Namen zu merken und diese mit auf den Plan zu schreiben. Jedenfalls war unsere einzige Aufgabe bei den OPs zuzuschauen. Das ist sehr interessant, wenn man einen guten Blickwinkel hat. Es bringt aber nichts, wenn man die ganze Zeit nur den Rücken des Operateurs sieht. Denn wir mussten ja trotzdem noch einen gewissen Sicherheitsabstand wegen der Sterilität bewahren, sonst hat man schon mal einen bösen Blick von der OP-Schwester gefangen, auch wenn man nichts berührt hat.
Anmerkung der Redaktion:
Dies war der erste Teil des Famulaturberichtes Chirurgie in Ungarn, den wir
in der nächsten Onlinezeitung fortsetzen.
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| Autor(in): Juliane Barth ([email protected]) |
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Nicht nur in Zeiten der potentiellen Bedrohung durch die Vogelgrippe rückt das Fachwissen um Infektionskrankheiten immer wieder in den Mittelpunkt des Interesses. Und nicht erst seit Robert Koch haben die kleinen Erreger Generationen von angehenden Ärzten zum
Berufswunsch des Mikrobiologen bewogen. Doch - wie werde ich eigentlich Fachartz auf diesem Gebiet?
Eine Artikelserie mit dem Schwerpunkt Weiterbildung stellt die wesentlichen Inhalte für die verschiedenen Richtungen auf dem Weg zum Facharzt vor. Der Weg zum Spezialisten ist lang und die Wahl der Weiterbildungsrichtung eine Entscheidung, die man wohlüberlegt treffen sollte. Schliesslich hängen der Berufsweg und die Karriere davon ab. Für alle 32 Fächer der Musterweiterbildungsordnung bietet der Weiterbildungsplaner der Deutschen Ärzte-Versicherung die nötigen Informationen.
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Weiterbildungszeit: 60 Monate (davon maximal bei niedergelassenen Ärzten: 24 Monate) | | Pflichtfächer | Mindest-Pflichtzeit in Monaten | | In Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung | 12 | | | | | dddd | | | Mögliche Anrechnungsfächer | Anrechnungszeit in Monaten | | Hygiene und Umweltmedizin | 12 | | | | | Laboratoriumsmedizin | 12 | | | | | | | Bitte beachten Sie, dass Sie unbedingt noch die Weiterbildungsordnung Ihrer Ärztekammer zu Ihrer Planung hinzuziehen müssen! | | | | Ausführliche weitere Informationen für die weiteren über 30 Fachrichtungen finden sich im Interaktiven Weiterbildungsplaner der Deutschen Ärzte-Versicherung. [zum Weiterbildungsplaner für alle 32 Fächer - klick hier] | |
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| Autor(in): Peter Dahlhausen (Deutsche Ärzte-Versicherung) ([email protected]) |
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(idw) Eine Studie der Universität Frankfurt bescheinigt der Privaten Universität Witten/Herdecke außerordentlich hohe Werte an Studienzufriedenheit: Die empirische Untersuchung zur Qualität an der privaten Hochschule Witten/Herdecke erbringt 92 Prozent Zufriedenheit.
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Eine empirische Untersuchung der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main bescheinigt Studierenden der Universität Witten/Herdecke außerordentlich hohe Zufriedenheitswerte. An der Untersuchung nahmen 1.014 Studierende teil. Die Universität Witten/Herdecke ist die erste private Hochschule in Deutschland, die sich einer solchen Untersuchung stellt. Danach geben 92 Prozent der Studierenden an Deutschlands erster privater Universität an, mit den Studienbedingungen in ihrem Hauptfach "(sehr) zufrieden" zu sein.
Als erste deutsche Universität hatte sich zuvor die Westfälische Wilhelms-Universität Münster, einer solchen Untersuchung durch die HIS (Hochschul-Informations-System) gestellt, die auch die regelmäßigen Sozialerhebungen des Deutschen Studentenwerks (DSW) durchführt. Dort gaben 42 Prozent der Studierenden an, mit den Studienbedingungen in ihrem Hauptfach "(sehr) zufrieden" zu sein.
Besonders gut schneidet in der Untersuchung, die im Rahmen der Dissertation von Dipl.-Pol. Patrick Maas am Institut für Grundlagen der Gesellschaftswissenschaften bei dem Frankfurter Soziologen Prof. Dr. Dieter Mans durchgeführt wurde, die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Witten/Herdecke ab. Dort sind 95 Prozent der Studierenden "(sehr) zufrieden", 92 Prozent der Medizinstudenten/innen vergeben für ihre Fakultät das gleiche Prädikat.
Auf die Frage, ob sie an der Universität Witten/Herdecke - vor die Wahl gestellt - wieder ein Studium aufnehmen würden, antworten 88 Prozent mit "ja". Das gleiche Studienfach würden immerhin noch 85 Prozent aller Studierenden wieder wählen (85 Prozent der Wirtschaftsfakultät, 89 Prozent Medizin). Zum Vergleich: An der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster gaben 70 Prozent der Medizinstudenten/innen und 75 Prozent der Wirtschaftswissenschaftler/innen an, bei einer erneuten Studienentscheidung wieder die gleiche Fächerkombination wählen zu wollen.
Laut Maas wird "die Zufriedenheit mit den Studienbedingungen künftig für die Wahl des Hochschulstandorts ein entscheidender Faktor sein, vielleicht sogar der entscheidende." Nach Einschätzung des Sozialforschers werde sich die Evaluierung von Studienbedingungen künftig zu einem wirksamen Instrument entwickeln, das Studierenden bzw. Studienberechtigten eine wichtige Informationshilfe bei der Auswahl des Hochschulorts an die Hand gibt. Hochschulen eröffne es die Möglichkeit, auf der Grundlage der Ergebnisse empirischer Sozialforschung um die Gunst der Studierenden zu werben.
Tage der offenen Tür an der Privaten Universität Witten/Herdecke:
o Am
Freitag, 21. April 2006 (10-18 Uhr) ist die Universität Witten/Herdecke mit allen ihren Fakultäten Schauplatz der bundesweiten Ausschreibung "Land der Ideen" mit einem "Markt der Möglichkeiten" und vielen Veranstaltungen und Führungen.
o Am
Samstag, 22. April 2006 (9-16 Uhr), öffnet die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften für Interessierte ihre Türen (Kontakt, Anmeldung, kostenlose studentische Übernachtungsmöglichkeiten: Ute Schroeter-Bongaerts, Tel.: 02302/926-522, E-Mail: [email protected], www.uni-wh.de/wiwi -> Vorfreude.
o Am
Samstag, 6. Mai 2006 (9-16 Uhr), besteht Gelegenheit, die Fakultät für Medizin kennen zu lernen (Kontakt, Anmeldung: Petra Stammnitz, E-Mail: [email protected]).
www.uni-wh.de
www.uni-wh.de/wiwibewerber
Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft
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| Autor(in): Dr. Olaf Kaltenborn ([email protected]) |
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(idw) Frankfurter Klinikärzte appellieren beim bundesweiten Darmkrebsmonat für mehr Aufmerksamkeit gegenüber Risiken des Dickdarmkrebs und effektive Vorsorgemöglichkeiten. Jedes Jahr erkranken 60.000 Bundesbürger am kolorektalen Karzinom (Dickdarmkrebs). Alarmierend neben dieser Zahl der Neuerkrankungen ist die Sterberate mit jährlich ca. 30.000 Todesfällen. Unverständlich reagieren deshalb besonders Gastroenterologen auf diese erschreckenden Zahlen. Denn effektive diagnostische Methoden und Therapieverfahren zur Vorbeugung einer Darmkrebserkrankung gibt es, bei rechtzeitiger Diagnose liegt die Heilungschance sogar bei fast 100 Prozent.
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Die Bevölkerung auf die fatalen Folgen einer Darmkrebserkrankung hinzuweisen und für die hervorragenden Früherkennungseffekte einer Routineuntersuchung mittels Darmspiegelung oder Okkulttest für den Nachweis von verstecktem Blut im Stuhl zu sensibilisieren, war Ziel des 1. Frankfurter Pressefrühstücks im Rahmen des bundesweiten Darmkrebsmonats März 2006, das Professor Dr. W. F. Caspary und Professor Dr. Dr. J. Stein vom Fachbereich Gastroenterologie der Medizinischen Klinik I am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, veranstalteten. Unter dem Motto "Dickdarmkrebs früh erkennen - Dickdarmkrebs ganz verhindern" trafen sich mit den Veranstaltern Professor Caspary und Professor Stein weitere Gastroenterologen des Universitätsklinikums Frankfurt, des St. Marienkrankenhauses und der Direktor der Klinik für Allgemein- und Gefäßchirurgie, Professor Dr. W. O. Bechstein. Es standen außerdem auf dem Podium der Gastroenterologe Professor Dr. A. Dignaß und Professor Dr. K.-H. Fuchs, Gefäß- und Thoraxchirurg (Markus-Krankenhaus Frankfurt), sowie Vertreter der Netzwerkprojekte zur Darmkrebsbekämpfung, der Stiftung LebensBlicke e.V. und des Hessischen Qualitätsnetzes Gastroenterologie. In der Bibliothek der Medizinischen Klinik I klärten die Experten interdisziplinär über Ursachen und Folgen des Dickdarmkrebs auf, stellten bewährte Früherkennungsmethoden vor und informierten über Stand und Ausblick der Darmkrebsforschung.
Risikogruppen können frühzeitig erkannt werden Darmkrebs entsteht meist aus zunächst gutartigen Schleimhautwucherungen (Polypen), die sehr langsam wachsen. Grundsätzlich können sie bei jedem Menschen, auch bei gesunder Lebensführung, auftreten. Aus solchen Wucherungen der Darmschleimhaut entsteht ohne Behandlung innerhalb von etwa zehn Jahren Darmkrebs. Da gutartige Polypen zum Bluten neigen, können sie mittels eines Stuhlbluttests, der auch okkultes (nicht sichtbares) Blut im Stuhl erkennt, leicht festgestellt werden. Besteht nach positivem Stuhlbluttest ein Verdacht auf Darmkrebs, muss eine Darmspiegelung auch vor dem 55. Lebensjahr durchgeführt werden. Die Darmspiegelung ist eine sichere Untersuchung, die den Patienten nicht oder nur gering belastet. Sie ermöglicht die Entfernung von einzelnen Polypen. Je nach Stadium können kolorektale Polypen in vielen Fällen restlos entfernt werden. Neue endoskopische Verfahren wie die Chromo- und Zoomendoskopie helfen dem Gastroenterologen den Darmkrebs noch früher und effizienter zu erkennen. Die Doppelballon-Enteroskopie - d. h. die komplette Endoskopie des Dünndarms - ist nach Meinung des Gastroenterologen Dr. J. Trojan vom Universitätsklinikum Frankfurt, Spezialist für Dickdarmkarzinome und Anlaufstelle für Patienten mit erblichem Darmkrebs, für die Darmkrebsfrüherkennung nicht geeignet, da im Dünndarm weniger als 5 Prozent der gastrointestinalen Tumorerkrankungen entstehen. Auch er betont, dass die Zahl der Neuerkrankungen sich aber um ein deutliches Maß verringern ließe, würden sich besonders auch Menschen mit erblicher Vorbelastung in der Familie einer gezielten Vorsorgeuntersuchung unterziehen. "Diese Risikogruppe hat ein um bis zu 20-fach erhöhtes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken", erklärte Dr. Trojan beim Pressegespräch.
Eklatant niedrige Akzeptanz von Vorsorgeuntersuchungen Würden sich mehr Menschen - vor allem die Risikogruppe der über 50-Jährigen - konsequent einer Dickdarmkrebsvorsorgeuntersuchung unterziehen, ließe sich diese Krankheit nachweislich um 70 bis 90 Prozent verhindern. "Keine Krebsart, außer dem Hautkrebs, kann so effektiv durch Vorsorgeuntersuchungen verhindert werden wie der Dickdarmkrebs", erklärte Professor Dr. J. Stein während des Pressegesprächs. Nur wenige Frauen und Männer nutzen die Früherkennungsangebote der Gesetzlichen Krankenkassen. Gesetzlich Krankenversicherte ab 55 Jahren können an zwei Darmspiegelungen (Koloskopie) im Abstand von zehn Jahren teilnehmen. Nur 3 Prozent der 55-Jährigen nutzen diese unkomplizierte Früherkennungsmethode. Die Wiederholungsuntersuchung nach 10 Jahren tragen die Krankenkassen. Zudem wird seit 1976 die Vorsorgeuntersuchung auf verstecktes Blut im Stuhl erstattet. Diese nehmen aber nur 16 Prozent der Männer und von 32 Prozent der Frauen wahr. "Es ist den Behörden nicht gelungen, die Bevölkerung für die Nutzung der Früherkennung wachzurütteln", konstatierte Gastroenterologe Professor Dr. W. F. Caspary. Umso wichtiger, so das Credo der Podiumsteilnehmer, sei eine intensive Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit von Seiten der Kliniken und Förderinstitutionen, um Patienten und niedergelassene Ärzte auf die umfangreichen und ständig weiterentwickelten Versorgungsmöglichkeiten der Kliniken in der Diagnose und Behandlung von Darmkrebserkrankungen aufmerksam zu machen. Denn die Rhein-Main-Region verfügt mit national und international anerkannten Gastroenterologen in den Frankfurter Kliniken über ein exzellentes, die Fachbereiche effektiv zusammenführendes Versorgungsnetz in Diagnose, Operation, Therapie sämtlicher Darmkrebserkrankungen und Immunerkrankungen des Magen-Darm-Traktes. Das, so Professor Dr. Dr. J. Stein, nicht zuletzt durch die Gründung eines bundesweit einmaligen "Kompetenznetzes-Darm" zwischen 14 gastroenterologischen Praxen und ausgewählten Kliniken des Rhein-Main-Gebietes ein weiteres Qualitätsmerkmal erhält.
Mittlerweile verwenden die Kliniken schonende Operationsmethoden wie die minimal-invasive laparoskopische Methode beim Dickdarmkrebs, mit deren Hilfe ein offener Eingriff vermieden werden kann. "Beim tief sitzenden Mastdarmkrebs kann heute zunehmend so operiert werden, dass sogar ein permanenter künstlicher Darmausgang vermieden werden kann - insbesondere nach Vorbehandlung mit Strahlen- und Chemotherapie", so der Chirurg Professor Dr. W. O. Bechstein vom Universitätsklinikum Frankfurt auf dem Podium. Netzwerkprojekte und Foren wie der Förderverein LebensBlicke e.V. und das Hessische Qualitätsnetz Gastroenterologie sind wichtige Stützen in der breiten Aufklärung über den Darmkrebs, die wirksam über Prävention und Gesundheitsvorsorge speziell bei Darmerkrankungen aufklären. Die Stiftung LebensBlicke e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Zahl der Darmkrebstoten in Deutschland bis zum Jahr 2010 zu halbieren und so ca. 15.000 Menschenleben pro Jahr zu retten.
Weitere Informationen: http://www.kgu.de
Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft
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| Autor(in): Ricarda Wessinghage ([email protected]) |
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(idw) Die gefährlichste Variante des Malaria-Erregers, Plasmodum falciparum, infiziert jährlich 300 bis 600 Millionen Menschen. Die Suche nach neuen, wirksameren Therapien ist daher ein drängendes Forschungsgebiet. Ein internationales Team um François Diederich hat nun einen neuen Ansatzpunkt gefunden. Mit einer neuartigen Hemmstoffklasse wollen die Wissenschaftler bestimmte Enzyme der Plasmodien blockieren, die so genannten Plasmepsine, und die Malaria-Erreger auf diese Weise regelrecht "aushungern".
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Die gefährlichste Variante des Malaria-Erregers, Plasmodum falciparum, infiziert jährlich 300 bis 600 Millionen Menschen. Die Suche nach neuen, wirksameren Therapien ist daher ein drängendes Forschungsgebiet. Ein internationales Team um François Diederich hat nun einen neuen Ansatzpunkt gefunden. Mit einer neuartigen Hemmstoffklasse wollen die Wissenschaftler bestimmte Enzyme der Plasmodien blockieren, die so genannten Plasmepsine, und die Malaria-Erreger auf diese Weise regelrecht "aushungern".
Plasmepsine gehören zur Enzymfamilie der Aspartylproteasen. Sie bauen menschliches Hämoglobin ab, um die Plasmodien mit den für ihr Wachstum benötigten Aminosäuren zu beliefern. Wichtig bei der Entwicklung eines passenden Hemmstoffs ist, dass dieser alle Plasmodien-Plasmepsine blockiert, sich gegenüber menschlichen Aspartylproteasen aber inaktiv verhält.
Das Team aus Wissenschaftlern von der ETH Zürich, der University of Victoria (Kanada), der Washington University (USA) sowie von Actelion Pharmaceuticals in Allschwil (Schweiz) ging von der bereits bekannten räumlichen Struktur eines der Plamepsine, Plasmepsin II, aus. Bei diesem Enzym entsteht durch Öffnen einer Peptidschleife eine Art Tasche, die als geeigneter Angriffspunkt für einen Hemmstoff erschien. Ausgehend von Computersimulationen gelang es den Forschern, eine Molekülklasse zu entwerfen, die gut in diese Schleifentasche hinein passt. Zentrales Bauelement ist ein bicyclisches Diamingerüst: Ein Kohlenstoff-Sechsring, bei dem zwei gegenüberliegende Kohlenstoffatome zusätzlich verbrückt sind über das Stickstoffatom einer Aminogruppe. Eine weitere Aminogruppe ist an ein benachbartes Kohlenstoffatom gebunden. Wie eine Klammer nimmt das Diamingerüst die "katalytische Diade" (die beiden katalytisch wirksamen Aspartatgruppen) des Plasmepsins in die Zange. Eine zusätzliche Seitengruppe passt sich in eine weitere, benachbarte Tasche (S1/S3-Tasche) des Enzyms ein.
Enzymtests wiesen den Weg zu den wirksamsten Molekülvarianten. Wie sich zeigte, blockieren diese nicht nur das Plamepsin II, für dessen Struktur sie maßgeschneidert worden waren: Die beiden Plasmodien-Plasmepsine I und IV werden sogar noch stärker gehemmt. Offenbar sind diese Enzyme sehr ähnlich gebaut. Menschliche Aspartylproteasen scheinen dagegen eine andere räumliche Struktur zu haben, denn sie werden nicht beeinträchtigt. In Zellkulturen plasmodieninfizierter roter Blutkörperchen konnten die neuen Hemmstoffe das Wachstum der Parasiten hemmen. "Derzeit versuchen wir, die Aktivität der Hemmstoffe weiter zu verbessern," sagt Diederich, "mit dem Ziel, eine neue Klasse von Antimalaria-Wirkstoffen zu entwickeln."
Autor: François Diederich, ETH Zürich (Switzerland), http://www.diederich.chem.ethz.ch/
Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft, Angewandte Chemie: Presseinfo 11/2006
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| Autor(in): Dr. Renate Hoer ([email protected]) |
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