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1. Editorial |
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Hallo, bei angenehmen, spätsommerlichen Temperaturen haben wir euch heute wieder einen bunten Newsletter zusammengestellt.
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Das CHE (Centrum für Hochschulentwicklung) analysiert und vergleicht Studiengebühren-Gesetze von sieben Bundesländern.
Der studentische Artikel befasst sich mit dem Thema: "Motivation zum Medizinstudium", die Universität Heidelberg wählt Medizinstudenten erstmals nach neuen Kriterien aus, die besonders für Bewerber mit FSJ oder medizinnaher Berufsausbildung interessant sein dürften.
Weiter haben wir Infos zur privaten Universität Witten/Herdecke,
ein Gastartikel des Hartmannbundes über die Privatisierung einer Uniklinik, die Buchrezension der Checkliste Orthopädie, sowie die regelmäßigen, bewährten Rubriken: Klinikwahrheiten, Weiterbildungsplaner, Jobticker und natürlich wie immer etwas zu lachen von Rippenspreizer.
Viel Spaß beim Lesen
Jens, Angelika und Christian
Redaktion MEDI-LEARN
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Ein Vergleich der vorliegenden Gesetze zur Einführung von Studiengebühren zeigt ein insgesamt positives Bild. Das CHE-Gutachten legt den Länderregierungen jedoch an einigen Stellen Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen nahe. Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Saarland haben Gebühren-Gesetze verabschiedet. Für Hessen wurde der vorliegende Gesetzesentwurf berücksichtigt, der am 12. Juli in den Landtag eingebracht wurde.
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In allen Bundesländern ist es möglich, die Gebühren über Darlehen vorzufinanzieren, und die Höhe der Rückzahlungsrate später einkommensabhängig zu bestimmen. Damit ist eine wesentliche Bedingung für eine sozialverträgliche Ausgestaltung gesichert. Keines der vorliegenden Gebühren-Gesetze schreibt jedoch die Mitverantwortung der Hochschulen für zusätzliche hochschulspezifische Maßnahmen, die sozial schwächeren Studierenden den Zugang zur Hochschule erleichtern können, explizit fest. In Baden-Württemberg und Hamburg wird zumindest verbindlich ein System installiert, das die sozialen Auswirkungen der Gebühreneinführung beobachtet.
Alle Bundesländer haben Regelungen gefunden, um einen möglichst großen finanziellen Nettoeffekt aus der Studiengebühreneinnahme sicherzustellen. Die Studie kritisiert allerdings, dass in allen Ländern die – sozialpolitisch und gesamtgesellschaftlich motivierte – Deckelung der Darlehensschuld für BAföG-Empfänger entweder aus dem Studienbeitragsaufkommen oder aus dem normalen Hochschulhaushalt finanziert wird. „Diese sozialpolitische Maßnahme sollte der Staat finanzieren. So geht jede Befreiung letztlich zu Lasten einer Verbesserung des Studiums, die Deckelung ist eine Umverteilung auf Kosten der zahlenden Studierenden“, kommentiert Ulrich Müller, verantwortlicher Projektleiter im CHE.
Die Studie zeigt Möglichkeiten auf, wie die Handlungsmöglichkeiten der Hochschulen ausgeweitet werden sollten. Hier zeigen sich auch die deutlichsten Defizite der bisherigen Gesetze. Allein in Nordrhein-Westfalen können die Hochschulen selbst über die Einführung von Gebühren entscheiden. „Die Hochschulen haben insgesamt zu wenig Spielraum. Sie sollten z.B. über die Einführung und die Höhe der Gebühren autonom entscheiden können und eigenverantwortlich Befreiungen festlegen können. Hier sollte den Hochschulen die Verantwortung überlassen werden – schließlich müssen sie für Erfolg und Misserfolg geradestehen und die Einführung über Gegenleistungen rechtfertigen“, sagt Ulrich Müller.
Hinsichtlich der Frage, ob die Gesetze eine an den Interessen und Bedürfnissen der Studierenden ausgerichtete Verwendung der Gebühreneinnahmen garantieren, schneiden Bayern, Hessen und Saarland am besten ab. Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen treffen z.B. keine verbindliche Aussage, dass die Studierenden an der Entscheidung über die Verwendung der Mittel beteiligt werden müssen. Ulrich Müller hält fest: „Hier sind die Hochschulen gefordert. Sie haben meist die Möglichkeit, eigenständig bessere Umsetzungen zu gestalten. So kann z.B. auch eine Hochschule klar studierendenorientierte Lösung umsetzen, auch wenn das Land die Beteiligung der Studierenden recht zurückhaltend vorgeschrieben hat.“
Für die Studie hat das CHE auf Basis eines „idealen“ Gebührengesetzes ein Bewertungsraster entwickelt. Insgesamt wurden 25 Kriterien betrachtet und mit den Ländergesetzen abgeglichen. Als Quellen wurden Gesetzestexte und Kommentare zu Gesetzen sowie bereits erlassene und verfügbare Rechtsverordnungen berücksichtigt.
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| Autor(in): Detlef Müller-Böling () |
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Der Wecker klingelt. Ich schaue auf die Uhrzeit. Es ist tatsächlich 7 Uhr. In der sicheren Gewissheit, dass der Tag nichts Spannendes bringen wird und vom Prinzip her genau so ablaufen wird wie die Tage der letzten zwei Monate auch, quäle ich mich aus dem Bett.
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Es ist noch ein Monat bis zum 1. Staatsexamen und mindestens zwei Monate intensiven Lernens liegen bereits hinter mir. Ich habe keine Lust mehr!
Mindestens zum fünften Mal versuch ich Ansatz, Ursprung und Innervation der Unterarmmuskulatur in meinen Kopf reinzuprügeln, wohl wissend, dass ich es binnen zwei Wochen sicher wieder vergessen habe. Der Spaß am Lernen hält sich in Grenzen. Meine Freunde sind in den SKI-Urlaub gefahren, warum ich denn nicht mitkommen würde? – Tja, dumm gelaufen…
Der Tag besteht also einmal mehr aus Lernen. Hin und wieder telefoniere ich mit einer Kommilitonin oder einem Kommilitonen, es geht ihnen ähnlich, ein schwacher Trost. Die Zeit vor großen Prüfungen sei nie schön, hab ich mir sagen lassen. Stimmt. Und einmal mehr stell ich mir die Frage, warum ich mir das eigentlich antue? Woraus kann ich eigentlich noch Motivation für dieses Studium schöpfen? Andere Studienfächer sind doch auch ganz nett und vielleicht nicht ganz so stressig.
In den Nachrichten berichtet die Nachrichtensprecherin von Demonstrationen des Marburger Bundes für bessere Arbeitsbedingungen. 24 Stunden Schichten seien nicht hinnehmbar, unbezahlte Überstunden auch nicht. Ich frag mich einmal mehr, ob sich dieses stressige Studium für einen Job zu solchen Arbeitsbedingungen später lohnt. Ich sollte vielleicht nicht so viel nachdenken, sondern lieber lernen…
Unweigerlich ist sie wieder da, diese Frage: Warum studier ich Medizin? Und genau diese Frage kursiert auch umso häufiger innerhalb des Semesters, je näher das 1. Staatsexamen rückt. Dabei ist mir aufgefallen, dass die meisten meiner Kommilitoninnen und Kommilitonen, genau wie ich, von sehr starkem Idealismus geprägt zu sein scheinen. Denn eines ist sicher: Weder wegen des Geldes, noch wegen der geregelten Arbeitszeiten sollte man Medizin studieren.
Ich erinnere mich an eine Einführungsvorlesung von einem Professor, der die Medizin als das „Schönste Fach der Welt“ bezeichnete. Ich atme tief durch. Vielleicht hat er Recht?
Es ist immer wieder motivierend Ärzte zu erleben, die trotz der harten Arbeitsbedingungen mit ihrem Job zufrieden sind. Ich bin getragen von der Idealvorstellung, dass die Arbeit mit Patienten und die Chance, ihnen helfen zu können, eine sehr große Bereicherung sein kann. Die Arbeit mit Patienten hat mir schon im Pflegepraktikum großen Spaß gemacht. Das ist es, was mich für dieses Studium motiviert. Manchmal habe ich diese Motivation beim Lernen auf das 1. Staatsexamen leider vergessen – vielleicht auch, weil ich zu oft das Gefühl hatte, nicht relevante Dinge lernen zu müssen.
Oder aber auch, weil ich leider nicht zu denjenigen gehöre, die Medizin wegen ihres Interesses für die Naturwissenschaften studieren. Und trotzdem bin ich davon überzeugt, dass zwar die Naturwissenschaften und theoretischen Grundlagen sehr wichtig sind, mindestens genau so wichtig aber auch das Zwischenmenschliche ist. Etwas, was meiner Ansicht nach weder geprüft, noch wirklich gelehrt werden kann. Genau das ist auch das, was für mich die Faszination der Medizin ausmacht: Die Verknüpfung von fachlichem Wissen und menschlichen Einfühlungsvermögen. Nur wer es später einmal schafft, beides zu besitzen, ist aus meiner Sicht ein optimaler Arzt.
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| Autor(in): MEDI-LEARN (E-Mail ist der Redaktion bekannt ([email protected])) |
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| 4. Zwischen den Zeilen
"Die komplette Orthopädie in der Kitteltasche"
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| Titel: |
Checkliste Orthopädie |
| Autor(en): |
Imhoff, Baumgartner, Linke |
| Verlag: |
Georg Thieme Verlag |
| ISBN: | 3131422815 |
| Preis: |
44,95 |
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Die rund 600 Seiten Checkliste Orthopädie kommen einem auf den ersten Blick im bewährten Taschenbuchformat sehr überschaubar vor. Das kleine Büchlein enthält jedoch alle wichtigen Informationen, die man für den Alltag auf einer orthopädischen Station oder im OP benötigt. Dank der hohen Qualität des Papiers, des bewährten Covers hat man als Leser auch nach vielen anstrengenden Diensten noch etwas von dem Taschenbuch.
Wie alle Checkliste ist das Buch in vier farblich, gekennzeichnete Abschnitte aufgeteilt: Der erste, graue Bereich beschreibt die Grundlagen und Arbeitstechniken, der zweite grüne Teil die Leitsymptome und ihre Differenzialdiagnose. Im blauen Teil, der einen Großteil des Buches einnimmt, wird auf die Orthopädische Krankheitsbilder und deren Therapie eingegangen. Im letzten roten Teil dreht sich alles um die operative Therapie und die mögliche Notfälle. Das Buch ist mit vielen radiologische Bilder und Schemata-Abbildungen zur Erkrankungen und Therapie versehen, die zweifarbig dargestellt sind.
Auf der Rückseite des Rückseite werden die wichtigen Laborparameter mit Normbereichen dargestellt. Auf der Rückseite der Titelblattes findet man ein Schema zur kardiopulmonalen Reanimation, auch wenn man als Orthopädie in der Klinik wahrscheinlich hofft, dieses nie anwenden zu müssen.
Unterm Strich ist die Checkliste Orthopädie, wie alle Bücher aus dieser Reihe, ein guter Begleiter für den klinischen Alltag. Besonders dieses Buch glänzt durch die umfangreiche Abdeckung der relevanten Themen ohne dass man gezwungen ist einen riesen Wälzer in der Kitteltasche mitzuschleppen.
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| Autor(in):
Christian Weier ([email protected]) |
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5. Gastartikel Hartmannbund Hessen: Eine Uniklinik wird privatisiert
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Erstmals in der in der Bundesrepublik Deutschland wird in Hessen ein Uniklinikum privatisiert. Rückwirkend zum 01. Januar 2006 hat die Rhön- Klinikum AG für 112 Millionen Euro 95 Prozent des neuen „Uniklinikums Gießen und Marburg“ übernommen - es soll Flagschiff und Sitz des Klinikkonzerns werden. Das die im Bieterverfahren unterlegenen Bieter auch diese Prestigefunktion der Spitzenmedizin fokussieren, wird auch bei den angestrebten europarechtlichen Schritten des Konkurrenten Asklepios deutlich
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Ob deren Einwände gegen das Vergabeverfahren Hand und Fuß haben, oder ob ein schlechter Verlierer eine letzte Chance wittert, wird gegebenenfalls noch nachträglich entschieden. Weiterhin bestehen bleiben auch die Bedenken von Sachverständigen. Sie reichen von verfassungsrechtlichen Einwänden bis hin zu Befürchtungen um die Altersvorsorge der Klinik-Beschäftigten oder Befürchtungen, dass die Patientenversorgung infolge von Rationalisierungen schlechter werden könnte. Fünf Prozent der Anteile des aus den Uniklinika Gießen und Marburg entstandenen Mega-Klinikums mit 10.000 Beschäftigten und über einer Milliarde Euro Gesamtumsatz verbleiben als Mitbestimmungssicherheit beim Land. Aus dem Verkaufserlös fließen 100 Millionen in eine Stiftung zur Förderung von Lehre und Forschung. Die Fachbereiche an den Standorten Gießen und Marburg bleiben weiterhin eigenständig erhalten. Sie müssen nun unabhängig vom Klinikum wirtschaften, um die Ausbildung der insgesamt 6000 Studenten zu sichern. Stetig reift die Erkenntnis, dass dies für die Universitäten teurer wird als bisher. So wurden zuvor Mittel des Klinikums für Forschung und Lehre verwandt. Nadel und Faden, die der Oberarzt kurzerhand aus dem Materiallager der Klinik für seinen Nahtkurs mitnimmt, müssen fortan extra bestellt werden. Das die Reinigungskräfte die Flure auch für die Studenten putzen, ging zuweilen unter, doch in einem Wirtschaftsunternehmen werden Fremdkosten denjenigen in Rechnung gestellt, die sie verursachen. An und für sich streng logisch, doch diese Faktoren werden nun erstmals ermittelt. Ob die jährlichen circa vier Millionen Euro Zinsen aus der Stiftung dies decken werden, wird sich zeigen. Da kommt es dem Etat zu Gute, dass Rhön weitere zwei Millionen Euro für Forschung und Lehre investieren muss. Vertraglich haben sie sich zu Investitionen in Höhe von 367 Millionen Euro verpflichtet. In Gießen wir daraus ein weitgehender Neubau des Klinikums finanziert. Das Personal muss also in Zukunft kostendeckender arbeiten als zuvor, damit sich das Vorhaben lohnt. Für die ärztliche Ausbildung ist fortan fraglich, wie viel Zeit der Stationsarzt noch für den Kleingruppenunterricht oder die PJ´ler haben wird, wenn er gleichzeitig für den Cash-Flow sorgen soll. Der Aktienkurs der Röhn-Klinikum AG gewann am Handelstag nach dem Zuschlag 1,2 Prozentpunkte. Mittelhessen ist ein Gewinn für Röhn – ob Röhn dies auch für den Standort Mittelhessen ist, wird sich ab diesem Jahr beweisen. Boris Bodelle Vorsitzender des Ausschusses Medizinstudenten im Hartmannbund.
Anmerkung der MEDI-LEARN Redaktion:Wir danken dem Hartmannbund für die freundlich erteilte Genehmigung, diesen Artikel bei MEDI-LEARN verwenden zu dürfen.
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| Autor(in): Boris Bodelle ([email protected]) |
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Die Fakultät für Medizin der Privaten Universität Witten/Herdecke kann weiter Studierende einschreiben. Den im Sommer 2005 ausgesprochenen Akkreditierungsvorbehalt für die medizinische Fakultät hat der Wissenschaftsrat (WR) heute (7.7.2006) bei seiner Sommersitzung in Mainz aufgehoben. Damit ist und bleibt die Universität Witten/Herdecke (UWH) die einzige private Hochschule in Deutschland mit einem humanmedizinischen Studiengang und ist nunmehr vollständig akkreditiert.
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Humanmedizinische Lehre soll stabilisiert werden Wörtlich heißt es in der vorliegenden Stellungnahme des Wissenschaftsrats zur Neukonzeption des Studienganges: "Der Wissenschaftsrat kommt insgesamt zu dem Ergebnis, dass der Bericht der UWH zur Fortentwicklung ihrer Humanmedizin vom Juni 2006 einen konzeptionell wie strukturell zweckdienlichen Rahmen bildet. In diesem kann die humanmedizinische Lehre stabilisiert werden und die Forschung sich sowohl im Bereich von grundlagenorientierten als auch klinischen Fächern mit einer zukunftsfähigen Perspektive entwickeln."
Die Universität kann nun die in der Neukonzeption festgelegten Punkte umsetzen. In vielen Bereichen haben die Arbeiten dafür schon begonnen - beachtliche und vom Wissenschaftsrat anerkannte Fortschritte wurden bereits erzielt. Uni-Präsident Prof. Dr. Wolfgang Glatthaar zeigte sich über das Ergebnis zufrieden: "Die Fakultät für Medizin und insbesondere der Dekan, Prof. Dr. Matthias Schrappe, haben herausragende Arbeit geleistet." Glatthaar dankte auch dem Land Nordrhein-Westfalen für die konstruktive Zusammenarbeit in dieser schwierigen Entwicklungsphase der Universität. "Die Landesregierung hat den ganzen Prozess außerordentlich konstruktiv begleitet."
Nach der positiven Entscheidung des Wissenschaftsrats werde die Universität das neue Konzept nun zügig weiter umsetzen, versprach Glatthaar: "Wir werden beweisen, dass die Universität das in sie gesetzte Vertrauen rechtfertigt." Das neue Konzept stelle eine konsequente Weiterentwicklung des bisher schon anerkannten Wittener Ansatzes in der Medizinerausbildung dar, der sich laut Wissenschaftsrat "durch innovative Ansätze in der medizinischen Lehre, den frühen intensiven Patientenkontakt der Studierenden, das Problemorientierte Lernen sowie die Verknüpfung zwischen vorklinischen und klinischen Studieninhalten" auszeichnet.
bvmd begrüßt die Entscheidung Kernpunkte der jetzt vom Wissenschaftsrat anerkannten Neukonzeption sind neben dem Schwerpunkt Versorgungsforschung eine deutliche Ausweitung der grundlagenorientierten Forschung und Lehre sowie eine wirksame Vernetzung der Fakultäten für Biowissenschaften und Medizin. Die klinische Forschung wird ebenfalls konzentriert und deutlich gestärkt. Die strategische Weiterentwicklung der Fakultät ist mit einer deutlichen personellen Aufstockung um neun interne Professuren und 21 wissenschaftliche Mitarbeiter - vor allem in dem neu entstehenden grundlagenwissenschaftlichen Bereich "Molekulare Mechanismen der akuten und chronischen Inflammation" - verbunden.
Auch die Bundesvertretung der Medizinstudierenden Deutschland (bvmd) nahm Stellung zu der Entscheidung: Die bvmd begrüßt die Entscheidung des Wissenschaftsrates die Universität Witten/Herdecke auch in Zukunft zu akkreditieren.
Jonas Johannink, Bundeskoordinator für Medizinische Ausbildung der bvmd, erklärt hierzu: „Die Universität Witten/Herdecke war in der Vergangenheit schon einmal Pionier in Fragen der Medizinischen Ausbildung. Ich freue mich sehr, dass die Universität die Chance erhält mit Ihrem neuen Konzept erneut Akzente zu setzen.“
Thorsten Hornung Präsident der bvmd: „Ich freue mich sehr über die Entscheidung des Wissenschaftsrates. Die aktuelle Diskussion zur Gesundheitsreform zeigt deutlich, dass wir in Deutschland neben einer exzellenten Grundlagenforschung auch eine starke Versorgungsforschung brauchen. Das neue Konzept der Universität Witten Herdecke ist hier ein wichtiger Baustein um eine große Lücke zu schließen“
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| Autor(in): Christian Weier ([email protected]) |
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Ob Famulatur, Krankenpflegepraktikum, PJ-Tertial oder Ausbildung zum Facharzt - immer wieder steht man als junger Mediziner vor der Frage Bin ich dort eigentlich gut aufgehoben? Wer vorab Informationen zur Tätigkeitsstelle herausbekommt, kennt meist jemanden, der dort schon einmal gearbeitet hat. Für alle anderen gibt es ab sofort die Klinikwahrheiten von MEDI-LEARN - eine interaktive Datenbank mit Bewertungen von Kliniken, aus der wir euch an dieser Stelle die Klinikwahrheit der Woche vorstellen wollen:
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Klinikwahrheit: Klinikum Meiningen - Urologie - Meiningen
| Nr. der Bewertung: | 9051-76 |
| Autornickname: | 84Sina (Private Nachricht senden) |
| Klinik: | Klinikum Meiningen |
| Stadt: | 98617Meiningen |
| Fachrichtung: | Urologie |
| Tätigkeit: | Pflegepraktikum |
| Zeitpunkt: | 2003 |
| Chefarzt: | Dr. Iwig |
| Bundesland: | D-Thüringen |
| Kommentar Arbeitsklima: | Sehr gutes Arbeitsklima.
Unkomplizierter Umgang mit Pflegepersonal und Ärzten untereinander und zum Praktikanten.
Man bekommt viele Möglichkeiten etwas zu lernen. |
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| Note Zeit: | 1 - sehr gut |
| Kommentar Zeit: | Praktikantenvertrag mit 40 Stunden/Wochen. Es wird aber nicht genau auf die Uhr geschaut, so dass man hier etwas flexibel ist. Gerne bleibt man aber auch freiwillig etwas länger, weil es einfach Spass macht. |
| Kommentar Bezahlung: | Essen wird nur Famulanten gestellt, man bekommt es aber günstiger ~1,80 €.
Unterkunft kann nicht bereit gestellt werden.
Arbeitskleidung wird gestellt. |
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| Note Ausbildung: | 1 - sehr gut |
| Kommentar Ausbildung: | In erster Linie war es ja ein Pflegepraktikum, in dem sich das Pflegepersonal um den Praktikanten kümmert. Nicht selten kommen aber auch Angebote von ärztlicher Seite bei Eingriffen den 2. Assistenten zu stellen, oder bei Untersuchungen zuzuschauen.
Man wurde sehr gut angeleitet, und musste es nicht gleich beim ersten Mal alles perfekt können. |
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| Note Betreuung: | 1 - sehr gut |
| Kommentar Betreuung: | In erster Linie die Stationsschwester. Im Prinzip konnte man aber wirklich jeden fragen. Das ganze Personal war sozusagen eine kleine Familie. |
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| Gesamtnote: | 1 - sehr gut |
| Abschließender Kommentar: | Man kann viel lernen, erst recht, wenn man seine Fragen nicht versteckt. --> Sehr empfehlenswert.
Kontaktadressen gibts über die Homepage der Klinik.
Der Chefarzt heißt inzwischen Dr. Steiner.
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Redaktioneller Tipp Wie werde ich eigentlich Facharzt für Urologie?
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| Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected]) |
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10. Interaktiver Weiterbildungsplaner Innere Medizin Allgemeinmedizin (Hausarzt)
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Mit der heutigen Folge der Artikelserie zum Interaktiven Weiterbildungsplaner widmen wir uns der interessanten Fachrichtung Innere Medizin, Allgemeinmedizin. In einer Artikelserie stellen wir euch die wesentlichen Inhalte für die verschiedenen Richtungen auf dem Weg zum Facharzt vor. Die Wahl der Weiterbildungsrichtung ist eine Entscheidung, die man wohlüberlegt treffen sollte. Schliesslich hängen der Berufsweg und die Karriere davon ab.
Für alle 32 Fächer der Musterweiterbildungsordnung haben bietet der Weiterbildungsplaner der Deutschen Ärzte-Versicherung die nötigen Informationen.
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Allgemeinmedizin (Hausarzt)
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Weiterbildung verschaffen? Wir bieten Ihnen einen kompakten und
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Pflichtfächer durch Anrechnungsfächer ersetzen
können und wie viel Zeit Sie für diese
Fächer aufbringen müssen.
Weiterbildungszeit:
60 Monate
(davon maximal bei niedergelassenen Ärzten: 24 Monate)
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| Pflichtfächer |
Mindest-Pflichtzeit
in Monaten |
| Stationäre
internistische Patientenversorgung |
36 |
| Ambulante
hausärztliche Versorgung |
24 |
| Weiterbildung in der
Psychosomatischen Grundversorgung |
80 Std. Ku |
| Mögliche
Anrechnungsfächer |
Anrechnungszeit
in Monaten |
| Auf die
stationäre internistische Patientenversorgung: In Gebieten
unmittelbarer Patientenversorgung |
12 |
| Auf die
ambulante hausärztliche Versorgung: Chirurgie |
6 |
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| Bitte
beachten Sie, dass Sie unbedingt noch die Weiterbildungsordnung Ihrer
Ärztekammer zu Ihrer Planung hinzuziehen müssen! |
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Ausführliche
weitere Informationen für die weiteren über
30 Fachrichtungen finden sich im Interaktiven
Weiterbildungsplaner der Deutschen Ärzte-Versicherung.
[zum Weiterbildungsplaner für alle
32 Fächer - klick hier]
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| Autor(in): Peter Dahlhausen (Deutsche Ärzte-Versicherung) (Peter.Dahlhausen @aerzteversicherung.de) |
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Heidelberger Medizinstudenten werden im Wintersemester 2006/2007 nach neuen Kriterien ausgewählt / Bewerbung bis 15. Juli 2006 möglich. Auf die Abiturnote alleine kommt es nicht an, wenn man in Heidelberg Medizin studieren will. Wer sich dort für das kommende Wintersemester um einen Studienplatz bewirbt, hat bessere Chancen, wenn er zusätzlich eine medizinnahe Berufsausbildung, Erfolg bei Wettbewerben auf Bundesebene wie "Jugend forscht" oder ein Freiwilliges Soziales Jahr nachweisen kann.
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Damit erweitert die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg die Kriterien für ihr hochschuleigenes Auswahlverfahren, erklärt Professor Dr. Franz Resch, Studiendekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg.
Mehr als 6.000 Bewerber im vergangenen Wintersemester
Heidelberg ist einer der attraktivsten Studienorte für Mediziner. Dafür sorgt - neben der Schönheit der Stadt und dem exzellenten wissenschaftlichen Umfeld - der hervorragende Ruf des praxisnahen Reformstudiengangs HeiCuMed (Heidelberger Curriculum Medicinale), das vor nahezu fünf Jahren implementiert wurde. Für 288 Studienplätze der Humanmedizin verzeichnete die Universität im vergangenen Wintersemester 6.828 Bewerber. Nach dem seit Herbst 2005 gültigen Hochschulzulassungsgesetz vergibt die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) in Dortmund - nach Abzug von Vorabquoten - nur noch 40 Prozent aller Studienplätze für Human- und Zahnmedizin zentral. Die Kriterien sind dabei Notendurchschnitt und Wartezeit. 60 Prozent ihrer Erstsemester dürfen die medizinischen Fakultäten selbst auswählen, wobei sie die Kriterien, auf der Basis der ZVS-Vergabeverordnungen der einzelnen Bundesländer, ihrem Profil entsprechend ausgestalten dürfen.
Pluspunkte durch Eigeninitiative, Berufserfahrung und Auszeichnungen in Schülerwettbewerben
Die Medizinische Fakultät Heidelberg wird eine mindestens fünfköpfige Auswahlkommission einsetzen, die über die eingehenden Bewerbungen entscheidet. Für das Wintersemester 2006/2007 werden erstmals nur diejenigen Bewerber berücksichtigt, die den Studienort Heidelberg als erste oder zweite Wahl angegeben haben.Für das breit angelegte, naturwissenschaftlich fundierte und vom ersten Semester an praxisbezogene Medizinstudium in Heidelberg (HeiCuMed) möchte die Fakultät Bewerber anziehen, die neben sehr guten schulischen Leistungen Eigeninitiative, Ausdauer und ein hohes Maß an Motivation mitbringen. Für deren Auswahl spielt nach der ZVS-Vergabeverordnung der Notendurchschnitt nach wie vor die maßgebliche Rolle. Über ihn können deshalb bis zu 60 von 72 Punkten im Auswahlverfahren errungen werden. Diesen Durchschnitt können die Studienbewerber für Heidelberg aber um maximal zwölf Punkte - das entspricht einer Note - verbessern, wenn sie mehrere der oben genannten Kriterien erfüllen.
Auswahlkriterien werden in Langzeitstudie überprüft
Einschlägige Berufsausbildungen, die Aussicht auf Zulassung zum Medizinstudium in Heidelberg erhöhen, sind zum Beispiel Krankenpflege, Geburtshilfe, Ergotherapie, bestimmte technische Assistenzberufe, zertifizierte Ausbildungen im Rettungsdienst. Zu den bildungsbezogenen Wettbewerben, um deren Preisträger die Universität Heidelberg wirbt, zählen neben "Jugend forscht" die Bundeswettbewerbe in Mathematik und Informatik, sowie die Auswahlwettbewerbe zu den Internationalen Olympiaden in den Naturwissenschaften. Auch ein Freiwilliges Soziales Jahr bringt Pluspunkte. Die Entscheidung darüber, welche Ausbildungen und Leistungen im Einzelnen anerkannt werden, liegt bei der Auswahlkommission. "Unsere Auswahlkriterien sind eindeutig und objektivierbar, werden aber dynamisch angepasst an unsere Erfahrungen und Daten aus der wissenschaftlichen Begleitung der Studierendenauswahl und werden sich deshalb im Laufe der Jahre weiterentwickeln", betont Dr. Martina Kadmon, die Beauftragte des Studiendekanates für die Studierendenauswahl und Oberärztin an der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg. Denn welche Kriterien den höchsten Vorhersagewert für den Studienerfolg haben, untersucht die Arbeitsgruppe um Frau Dr. Kadmon in intensiven Befragungen mit den Studierenden. Eine Langzeitstudie hat mit der Einführung der hochschuleigenen Auswahl im vergangenen Jahr begonnen. "Solch eine wissenschaftliche Begleitung der hochschuleigenen Auswahl der Studierenden im Fach Medizin", sagt Martina Kadmon, "ist essentiell für die Überprüfung und Weiterentwicklung der Auswahlkriterien".
Nähere Informationen zur Zulassungssatzung für Medizin und Zahnmedizin unter: www.zuv.uni-heidelberg.de/studsekr/rechtsgrundlagen/auswahlsatzungen
Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft
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| Autor(in): Dr. Annette Tuffs ([email protected]) |
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