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Deutsche Ärzte Finanz
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Inhalt (jetzt auch
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1. Editorial |
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Hallo,
auch in dieser brandneuen Ausgabe der Onlinezeitung, die wir in der Redaktion Kiel zusammengestellt haben, findet ihr interessante News aus Universität und Forschung.
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Die Deutsche Medizinische Wochenschrift erläutert eine Studie, in der die Wirksamkeit eines neuen Impfstoffs gegen Vogelgrippe untersucht wurde.
Im Examensinterview kommen Medizinstudenten zu Wort und berichten über ihre Erfahrungen während der Prüfungsvorbereitung.
Der Hartmannbund möchte Forschungstätigkeit als Weiterbildungszeit anrechnen lassen:
"Notwendig macht dies vor allem der Mangel an ärztlichem Nachwuchs und die von allen Seiten
angemahnte Förderung von Wissenschaft und Forschung in Deutschland“.
Kaulquappen helfen bei der Entdeckung von Chemikalien, die das Hormonsystem stören. Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin haben Tests entwickelt.
Die Medizinisch-Wissenschaftliche Bibliothek der Fakultät für Klinische Medizin
am Universitätsklinikum Mannheim belegt im deutschlandweiten Bibliotheksranking Platz Eins.
Dies und mehr....
Viel Spaß bei der Lektüre,
Angelika, Jens und Christian
Redaktion MEDI-LEARN
P.S: Gerade neu erschienen:
Hammerfragen: Original IMPP-Fälle mit Kommentaren von MEDI-LEARN
[Mehr
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2. Vogelgrippe Konventionelle Herstellung von Impfstoffen möglich?
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Um eine möglichst problemlose Zulassung eines neuen Impfstoffs
gegen die Vogelgrippe zu ermöglichen, wäre es sinnvoll, bei dessen
Herstellung auf bewährte Produktionsverfahren zurückzugreifen.
Etabliert ist zum Beispiel die Anzüchtung von inaktivierten Viren
auf Hühnereiern. In einer Studie wurde nun die Wirksamkeit eines
neuen Impfstoffs untersucht.
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J. J. Treanor et al. prüften in ihrer doppelblinden
Multizenterstudie einen neuen
Impfstoff gegen das H5N1-Virus. Es handelt
sich um inaktivierte Segmente der in
Vietnam aufgetretenen Variante. Der Impfstoff
wurde bei 451 Teilnehmern im Alter
von 18–64 Jahren getestet. Dabei wurden
verhältnismäßig hohe Impfstoffdosen von
7,5, 15, 45 oder 90 μg pro Einzeldosis eingesetzt.
Da bei dieser Grippeform nicht mit
einer Vorimmunisierung in der Bevölkerung
zu rechnen ist, impften die Autoren 2-
mal im Zeitabstand von 28 Tagen. Dabei
wurden auch verschiedene Dosiskombinationen
getestet. Der Impferfolg wurde über
den induzierten Antikörperspiegel am 28.
Tag nach verabreichen der zweiten Impfdosis
bestimmt. Hierbei wurde ein Grenzwert
von 1:40 als protektiv definiert.
Erst bei relativ hohen Dosen von 2-mal 45–
90 μg wurde ein brauchbarer Impfschutz erreicht.
Mit der höchsten Dosis von 2-mal
90 μg überschritten 54% der Teilnehmer die
Titerhürde von 1:40. 43% wurden mit 2-mal
45 μg und 22% mit 2-mal 15 μg immunisiert.
Mit der geringsten Dosis (2-mal 7,5 μg)
wurden nur 9% der Teilnehmer immunisiert.
Ein wichtiger Befund, denn die normale
Dosis bei der Grippeschutzimpfung legt
in diesem Bereich. Schwerwiegende Nebenwirkungen
wurden nicht beobachtet. In einigen
Fällen trat allerdings Fieber auf und
bei einem Patienten zeigte sich ein ausgeprägter,
allergischer Hautausschlag.
Fazit
Bei der Mehrzahl der Teilnehmer kam es
durch einen konventionell hergestellten
Impfstoff, im hohen Dosisbereich, zur
Ausbildung eines Impfschutzes gegen
die Vogelgrippe. Die Vakzine zeigte eine
gute Verträglichkeit, so die Autoren.
Kommentar zur Studie
In seinem Editorial bewertet G. A. Poland
die Studie kritisch. Die Kapazitäten zur
Impfstoffherstellung sind stark dosisabhängig.
Die von den Studienautoren
empfohlenen Dosierungen betragen das
10fache der zur Zeit üblichen Dosen.
Wenn weltweit auf dieses empfohlene
Verfahren umgestellt wird, würde die
Zahl der verfügbaren Einzeldosen auf
weniger als ein Zehntel reduziert. Dies
müsste zu einer Verknappung des Impfstoffs
führen. Deshalb empfiehlt er, dringend
den Nutzen von Impfadjuvantien
zu klären. Ihr Boostereffekt könnte die
notwendigen Impfdosen wieder normalisieren.
Auch die Titerschwelle von 1:40,
die als schützend definiert wurde, bleibt
problematisch. Sie bezieht sich auf Erfahrungen
mit der gewöhnlichen Saisongrippe.
Ob dies auch bei der Vogelgrippe
zutrifft, ist unklar.
Gastbeitrag aus der DMW Dieser Beitrag stammt aus der Deutschen Medizinische Wochenschrift (DMW)- diese Zeitschrift könnt ihr volle 3 Monate in 12 Ausgaben kostenlos probelesen. [mehr Infos - klick hier]
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| Autor(in): Dr. med. Horst Gross () |
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