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1. Editorial |
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Hallo,
eine weitere Ausgabe der MEDI-LEARN Zeitung im Printformat (kurz: MLZ), die als Beilage der Zeitschrift Via medici aus dem Thieme-Verlag zugegeben wird, ist erschienen - Grund genug für uns, euch die Artikel der Ausgabe 02 des Jahres 2007 vorzustellen.
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In diesem Newsletter findet ihr die Beiträge der MLZ 02/2007 in kurz angerissener Form. Wer mehr lesen und die Artikel in voller Länge genießen möchte, findet alle Artikel der MLZ in einem PDF-Dokument, das bereits zum kostenlosen Download bereitsteht und auf euch wartet.
Viel Spaß bei der Lektüre wünschen euch,
Jens, Angelika und Christian
Redaktion MEDI-LEARN
P.S.: Das Maskottchen im MEDI-LEARN Club sucht noch einen Namen!
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Der Blick in die Zukunft: In der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung lest
ihr am 01.05.2007:
o Externo in Ecuador
o Pflegepraktikum in Namibia
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2. Information statt Medikation Ein Public-Health-Einsatz im Regenwald von Amazonien
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Der Flieger zum Urwaldeinsatz geht nur bis Manaus, der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates von Amazonien. Im Amazonasgebiet, das größer ist als der indische Subkontinent und in dessen namensgebenden Fluss mehr als ein Fünftel des Süßwassers auf unserem Planeten drainieren, ist Wasser der Haupttransportweg.
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Die Entfernungen im Urwald sind weit, Strassen sind mühsam anzulegen und stören das ökologische Gleichgewicht. Nicht von ungefähr werden jene kleinen Boote, die den Fluss Amazonas entlang fahren, als „Gaiola“ bezeichnet, dem portugiesischen Begriff für Vogelkäfig. Eng an eng, wie auf einer Hühnerstange, werden die Hängematten aufgespannt, in denen man nun die nächsten Tage bis zur Ankunft verbringt. Die Fahrt ist ebenso lang wie der Name meiner Nachbarin Ahuakuoufeng: drei Tage Fahrt auf engstem Raum geben Zeit und reichlich Muße für ihre Lebens- und – als sie mitbekommt, dass der Hängemattennachbar Mediziner ist – ihre Krankengeschichte. Ziel ist ein kleines Krankenhaus in der Provinzhauptstadt Santarém, einem der wenigen größeren Orte am Amazonas.
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| Autor(in): Dr. Carsten Lunze ([email protected]) |
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Brandneu: MEDI-LEARN Club für junge Mediziner mit
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3. Der MEDI-LEARN Club ist da! Leichter Lernen, Leben und Studieren als junger Mediziner
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Der MEDI-LEARN Club ist da: zahlreiche, exklusive Leistungen zusätzlich zu den weiterhin frei zugänglichen Diensten von MEDI-LEARN warten auf dich: Ob der Examensservice Deluxe, die regelmäßigen Clubgeschenke, die Semesterausfall-Versicherung oder eine der vielen anderen Leistungen für Mitglieder - der MEDI-LEARN Club begleitet dich Semester für Semester durch deine gesamte Ausbildung. Von der Studienplatzbewerbung über das Studium bis hin zur Facharztprüfung - für alle zukünftigen Mediziner ist etwas dabei. Wir möchten dir dieses neue Angebot samt seiner Leistungen nun ausführlich vorstellen und die Funktionen erläutern.
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Schon geht‘s los: Dein Willkommensgeschenk
Das freudige Auspacken geht schon kurz nach deinem Eintritt in den Club los. Du erhältst bereits in den ersten Wochen deiner Club-Mitgliedschaft ein ansehnliches Geschenk zur Begrüßung vom Paketboten direkt zu dir nach Hause geliefert. Und da die Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, hast du die freie Wahl - such dir aus drei Geschenkmöglichkeiten das Präsent deiner Wahl aus: Wer es eher rockig mag, dem empfehlen wir die Musik-CD der Medizinerband Base Excess, gespickt – und zwar randvoll mit Lerntipps – ist der Band „Lernstrategien: MC-Techniken und Prüfungsrhetorik“, den wir ebenso zur Auswahl anbieten wie ein kultiges Skat-Kartenspiel mit Cartoon-Motiven von Rippenspreizer.
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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| Das Maskottchen
des MEDI-LEARN Club ist leider bislang noch ohne Namen, aber nicht mehr
lange - denn: wir möchten die Besucher und Mitglieder des Clubs bitten,
uns tatkräftig Namensvorschläge einzureichen, aus denen eine Jury dann
eine Vorauswahl zur Abstimmung treffen wird. Als Dankeschön für eure
Mühen winken wertvolle Preise. Also mitmachen!
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4. Auf den Spuren der Königin PJ in der größten Orthopädie Nordeuropas
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Dänemark? Århus? Diese Fragen habe ich nicht nur oft von meinen Kommilitonen gehört, sondern auch – von den Dänen! Mit Dänemark assoziieren wahrscheinlich viele: Norden, Kälte, Regen, Sommerurlaub für Hartgesottene, Kopenhagen und die kleine Meerjungfrau. Aber ein PJ und dann auch noch Århus? Meine Antwort: Ich wollte gerne ins Ausland, Århus hat eine der größten orthopädischen Abteilungen Skandinaviens, mein Freund wohnt in Norddeutschland und Århus hat einen bilateralen Erasmus-Vertrag mit der Uni Bochum. Ganz einfach, die Antwort.
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Bewerbung
Die Bewerbung lief über das Auslandsbüro der Uni Bochum. Das Ausfüllen eines Erasmus-Antrags, ein schriftliches Bewerbungsanschreiben, Lebenslauf und der „Letter of motivation“ waren schnell gemacht. Der Kommentar: „Århus – Oh, da war seit vielen Jahren niemand mehr“ hat mich kurz zweifeln lassen, aber immerhin war schon einmal jemand dort.
Die dänische Universität hat mich dann zuerst per E-Mail kontaktiert und mir dann eine schriftliche Zusage geschickt. Alle weiteren Schritte wurden mir von der Sekretärin der Medizinischen Fakultät dort erklärt. Ich konnte mich für einen Wohnheimplatz bewerben, mich für den Sprachkurs anmelden und sogar schon einen Rotationsplan für mein Tertial in der Orthopädie dort erstellen.
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| Autor(in): Heike Braunsfurth ([email protected]) |
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5. Vom Spital in den Pool Tertial Kinderheilkunde in Winterthur
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Der Entschluss, ein PJ-Tertial in der Schweiz zu absolvieren, ist schnell gefasst. Man hört fast ausschließlich von positiven Erfahrungen anderer Studenten, die dort waren. Und so war es dann auch in meinem Fall. Dennoch ist es gerade auf Grund der damit einhergehenden Beliebtheit der Schweiz zunehmend schwerer, auch die gewünschte Stelle zu bekommen. Schon deswegen empfiehlt sich eine frühzeitige Planung.
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Auch wenn es fast unmöglich ist, bereits anderthalb bis zwei Jahre im Voraus feste Termine zu machen, sollte man sich – zumindest, wenn man konkrete Pläne bezüglich des gewünschten Tertials hat – bereits zu diesem frühen Zeitpunkt über freie Unterassistentenstellen informieren. Für Kurzentschlossene gibt es immer noch die Möglichkeit, wenige Wochen vor Beginn des einzelnen Tertials eine telefonische Anfrage zu starten. Denn meist gibt es, vor allem in Fächern wie Chirurgie und Innere, noch kurzfristig freie Stellen, weil andere Studenten abgesprungen sind. Im Grunde also wie beim Buchen einer Reise: Frühbucher ergattern am ehesten freie Plätze, Last Minute kann man noch ein Schnäppchen abgreifen
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| Autor(in): Antje Hundt ([email protected]) |
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Juli-Ausgabe insgesamt 91 Angebote für eine
Berufsunfähigkeitsversicherung in Kombination mit einer Lebensversicherung (BUZ)
getestet und unter dem Titel "Retter in Not" veröffentlicht.

Die Deutsche
Ärzteversicherung bekam die Bestnote "Sehr gut". |
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6. Assistenzarzt im fünften Semester Humanitärer Einsatz in Eritrea
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Anfang Juni 2005 bekam ich einen überraschenden Anruf von einem guten Freund. Er erzählte mir, dass einer unserer Professoren noch einen Assistenten für seinen Herbsteinsatz in Eritrea suche. Ich wusste sofort, was er dort ansprach: Er hatte zu diesem Zeitpunkt unserem Prof. bereits drei Mal in Eritrea assistiert, hatte ein Tertial seines Praktischen Jahres ebenfalls im angrenzenden Äthiopien absolviert und verfügte dementsprechend über sehr viel Erfahrung mit dieser Region. Erst 1993 wurde Eritrea unabhängig, zuvor stand es unter äthiopischer Herrschaft und erst 2002 (nachdem es 1998 zu erneuten Kampfhandlungen kam) wurde der endgültige Grenzverlauf des Landes von einer unabhängigen internationalen Gruppe festgelegt.
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Seitdem wird der Grenzverlauf durch UN-Truppen gesichert. Als er mir damals von seinen Erlebnissen aus Eritrea berichtete, war ich fasziniert. Ich war zu diesem Zeitpunkt noch am Anfang meines Medizinstudiums im vorklinischen Abschnitt. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich aber noch nicht daran, später selber einmal dorthin zu gehen. Umso überraschender dann sein Anruf. Ich befand mich zu diesem Zeitpunkt noch relativ am Anfang des klinischen Abschnitts (5. Semester) und hatte gerade erst etwas Krankenhausluft geschnuppert. Ich fragte mich zwar, ob es mit meinem jetzigen medizinischen Kenntnisstand überhaupt schon möglich sei, an solch einem Einsatz teilzunehmen, aber er bestärkte mich darin und schlug mir vor, mich zu bewerben. Getreu dem Motto „wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ setzte ich mich sofort an den Computer, schrieb eine Bewerbung und schickte sie ab.
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| Autor(in): David Simons ([email protected]) |
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Nach dem Abi war für mich klar, dass ich aufbrechen will auf meine eigene Erkundungsreise. Und zwar auf den Kontinent, über den in allen Medien ein Bild des Hungers und des Elends gezeichnet wird. Ich wollte mir selbst einen Eindruck verschaffen. Vorweg sei gesagt, dass dies die bisher schönste, intensivste und lehrreichste Zeit in meinem Leben war, eine Zeit, die ich keinesfalls missen möchte. Auch, wenn nicht immer alles einfach war.
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Erst Grundschullehrerin…
Da ich erst 19 Jahre alt war und meine medizinischen oder pflegerischen Kenntnisse sich auf ein dreiwöchiges Praktikum und eine DLRG-Sanitäterausbildung beschränkten, teilte mir die Organisation, die mir eine Tätigkeit vermittelte mit, dass ich nicht in einem Krankenhaus untergebracht werden konnte. So arbeitete ich zunächst in einer Grundschule und gab zwei Monate mein Bestes, 40 bis 50 Kindern (je nach Ernte- und Tageszeit) aus der 2. und 3. Klasse Mathe, Religion, Sachkunde und Englisch beizubringen.
Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich Ghana als sehr unkompliziertes Land kennen gelernt. Schließlich konnte ich hier direkt nach dem Abi als Lehrer arbeiten! Und wo auch immer ich hinreisen wollte, welche Probleme sich mir auch gezeigt haben – sobald ich um Hilfe bat, war sehr bald alles für die Obrunni (Wort für alle Weißen, weit Gereisten) organisiert.
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| Autor(in): Sara Loetz ([email protected]) |
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Drei auf
einen Streich
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8. AIDS/HIV – eine Krankheit ohne Gesicht Aufklärungsarbeit in Namibia
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Wieso ausgerechnet Afrika?“ Diese Frage stellten mir die meisten Leute nach meiner Rückkehr, als ich ihnen von meiner Arbeit im namibischen AIDS-Projekt ELCAP berichtete. Um ehrlich zu sein, 13 Jahre Schulbank drücken war mehr als genug, ich wollte die Welt endlich kennen lernen und Afrika war schon immer ein Traum gewesen. ELCAP steht für Evangelical Lutheran Church AIDS Program. Kurz gesagt: AIDS-Projekt der Lutherischen Kirche in Namibia.
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Ich war einer von zehn Freiwilligen, die sich für den Dienst im Ausland bei einer nordrhein-westfälischen Missionsgemeinschaft beworben hatten, um ein Jahr in einem fremden Land in einer Partnergemeinde zu leben und zu arbeiten.Während ich ins südliche Afrika nach Namibia entsandt wurde, verschlug es die neun anderen in den Kongo, nach Ruanda, Tansania und auf die Philippinen. Einige arbeiteten in Organisationen für Menschenrechte, andere übernahmen die Aufgaben eines Englischlehrers, wieder andere arbeiteten in Straßenprojekten oder Waisenhäusern. Ich versprach mir von meiner Stelle in Namibia Einblicke in die sozialmedizinischen Aspekte von HIV und AIDS..
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| Autor(in): Simon Breidert ([email protected]) |
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Nach positiven Famulaturerlebnissen im Ausland war für mich klar, dass ich auch einen Teil des PJ im englischsprachigen Ausland verbringen wollte. Außerdem kann ich mir sehr gut vorstellen, nach Abschluss meiner ärztlichen Ausbildung außerhalb Deutschlands zu arbeiten. Die Wahl fiel dann aufgrund eines ähnlichen medizinischen Standards und dem Reiz des Landes auf Australien. Ich versprach mir von der Zeit am anderen Ende der Welt ein klares didaktisches System und eine kollegiale Atmosphäre.
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Im Hinterkopf bestand außerdem die Hoffnung, der doch oft rigiden hierarchischen Arbeitssituation an deutschen Krankenhäusern für eine gewisse Zeit zu entkommen. Eine andere Kultur kennen zu lernen und auch sprachliche Fortschritte zu erzielen, waren weitere Anreize. Die Bewerbung gestaltete sich relativ unkompliziert.
Über die Homepage der University of Sydney suchte ich mir ein Krankenhaus heraus und habe mit dem Studentensekretariat per E-Mail circa ein Jahr vor dem Aufenthaltsbeginn Kontakt aufgenommen. Für die sprachliche Vorbereitung bietet sich auf jeden Fall ein Wörterbuch an. Ich bin mit dem Werk „Medizinisches Englisch pocket“ sehr gut zurechtgekommen. Um diverse Abkürzungen zu entschlüsseln und den Aufbau der Anamnese kennen zu lernen, ist auch das „Medical English“ aus dem Thieme-Verlag eine gute Wahl.
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| Autor(in): Alicja Zybowski ([email protected]) |
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Für alle, die ebenfalls daran denken, einen Teil des PJ in Irland zu absolvieren, schildere ich hier meine Erfahrungen und Eindrücke, die ich bei meinem 18-wöchigen Aufenthalt in Galway gewonnen habe.
Zu Beginn nenne ich einige Dinge, über die man sich bereits im Vorfeld klar sein sollte: Irland ist teuer. Ich habe in dem Zeitraum gut 4.000 Euro ausgegeben.
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Zugegebenermaßen bin ich viel gereist, habe viel auswärts übernachtet, aber selbst wenn man sehr sparsam ist, bleiben Lebensmittel- und andere Lebenshaltungskosten deutlich höher als in Deutschland. Dafür ist das Telefonieren sehr preiswert. Irland ist nass. Es gibt zwei Jahreszeiten: Im Sommer ist es „mild and wet“, im Winter ist es „mild and wet“. Ohne Gore-Tex und Überhosen ist eine Anreise nicht zu empfehlen. Iren reden schnell und undeutlich. Wenn man einigermaßen des Englischen mächtig ist, hat man sich aber nach spätestens zwei Monaten daran gewöhnt! Irland ist theoretisch. Zumindest die Arbeitswelt der Medizinstudenten.
Wer viel praktisch und eigenverantwortlich im PJ arbeiten möchte, der sollte woanders hingehen. Mehr als Zugänge legen, Anamnese und Untersuchungen ist nicht drin, selbst im OP ist Rumstehen angesagt, kein Nähen, noch nicht mal das berühmte deutsche Hakenhalten. Das änderte sich für mich erst in der Notaufnahme. Wer jetzt meint, das lohne sich ja gar nicht, dem sei gesagt: Iren sind freundlich. Die Menschen, vor allem auch die Studenten, sind sehr freundlich und sehr aufgeschlossen.
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| Autor(in): Christian Renckhoff ([email protected]) |
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Eigentlich wollte ich meine letzte Krankenhaus-Famulatur in einem deutschen Krankenhaus verbringen. Dann bekam mein Freund einen Praktikumsplatz am Europäischen Parlament in Brüssel und schlug vor, dass wir doch zusammen nach Brüssel gehen könnten. Dennoch war ich recht skeptisch, da meine Französischkenntnisse äußerst gering waren, nach fünf Jahren Schulfranzösisch hatte ich es nie wieder gesprochen. Also beschloss ich, noch zusätzlich einen Französischkurs für Mediziner an der Uni zu belegen. Leider scheiterte dieses Vorhaben, da der Kurs sich mit einer Vorlesung überschnitt. Ungefähr ein halbes Jahr vor Famulaturbeginn suchte ich mir Adressen von Brüsseler Kliniken im Internet heraus und schrieb Bewerbungen.
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Bis auf wenige Ausnahmen erhielt ich nur Zusagen! Der weitere Kontakt erfolgte per E-Mail und war äußerst unproblematisch. Letztlich entschied ich mich für die Klinik, die am nächsten an unserer Bleibe gelegen war – das Hôpital Ixelles.
Tausend Wege führen nach Brüssel
Brüssel als Europas „Hauptstadt“ ist natürlich mit allen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Billige Flüge gibt es bei www.virginexpress.com ab Berlin oder München oder bei www.fly.de.
Da ich mit meinem Freund fuhr und wir gemeinsam jede Menge Gepäck hatten, entschieden wir uns, mit dem Auto zu fahren. In der Innenstadt ist es natürlich sehr kompliziert, Stellplätze für den Wagen zu finden. In unserer Wohngegend gab es aber genügend kostenlose Parkplätze. Dennoch hatten wir auch nach einigen Wochen ein paar Kratzer und Beulen mehr an meinem Auto. Ohne Hinweis auf den Verursacher.
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| Autor(in): Anne Seyffarth ([email protected]) |
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12. Selbstsicher, aber bitte nicht arrogant Auswahlgespräch: Kein Verhör, aber auch kein Kaffeekränzchen
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Früher brauchte man für einen Platz im Medizinstudium vor allem eines: ein gutes, sehr gutes Abitur. Ein ordentlicher Notenschnitt schadet freilich auch nach der Neuregelung der Studienplatzvergabe im Jahre 2005 nicht. Allerdings werden nur noch 20 % der Studienplätze nach Abiturnote, weitere 20 % nach Wartezeit vergeben. Der Löwenanteil von 60 % der Studienplätze wird über das so genannte Auswahlverfahren der Hochschule (AdH) verteilt.
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Verteiler bleibt die ZVS
Wichtig ist zunächst, dass die ZVS insgesamt das zentrale Verteilungsorgan bleibt – sowohl für die Plätze als auch für diejenigen, die am Auswahlverfahren der Hochschulen teilnehmen dürfen. Die Auswahl der AdH-Teilnehmer, meist dreimal so viele, wie letztlich zugelassen werden, an einigen Unis aber sogar sechsmal so viele, erfolgt nach der Durchschnittsnote. Eine Vorauswahl findet nicht statt. Die Bewerbung muss also weiterhin direkt bei der ZVS erfolgen, Unterlagen an die Hochschule zu schicken, bringt nichts ein. Damit ist ebenfalls klar: Ein gutes und sehr gutes Abitur bleibt auch für das AdH weiterhin vorteilhaft. Mit welchen Dingen gepunktet wird und was man sonst noch beachten sollte, haben drei Teilnehmer im Interview preisgegeben.
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| Autor(in): Jan-Peter Wulf ([email protected]) |
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Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der
Onlinezeitung:
Redaktionsleitung: Jens Plasger & Christian Weier, Daniel Luedeling, Cartoonist und Redakteur, Angelika Lehle, Redakteurin und Grafikerin, Simone Arnold, Redakteurin, Thorben Kühl, Redakteur und Grafiker, Martina Fröhlich, Programmierung, Kjell Wierig, Grafiker, Peter Wollny, Redakteur, Ilka Markmann, Redakteurin, Marlies Lehmkuhl, Redakteurin, Trojan Urban, Redakteur, Franziska Böhm, Redakteurin, Susanne Kirscht, Redakteurin, Andreas Bussmeyer, Redakteur, Jascha Hellberg, Redakteur, Stan, Reporter für Extremeinsätze, Arne Beckendorf, Buchrezensionen und Lokal Hannover, Andrea Clemens, Lokalbereich Uni Köln, Astrid Stumpf, Lokalbereich Uni Münster, Benedikt Bader, Lokalbereich Uni München, Bettina Kiep, Lokalbereich Uni Mainz, Cordula Sachse, Lokalbereich Uni Greifswald, Daniela Prause, Lokalbereich Uni Göttingen, Eike Beyer, Lokalbereich Uni Essen, Eva Skalsky ,Lokalbereich Uni Zürich, Franziska Thieme, Lokalbereich Uni Innsbruck, Katharina Ruether, Lokalbereich Uni Regensburg, Kristina Krüger, Lokalbereich Uni Hannover, Pia Paul, Lokalbereich Uni Witten, Stefanie Schmölke, Lokalbereich Uni Frankfurt, Tobias Schmeinck, Lokalbereich Uni Münster |
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