30.05.2007

Ausgabe 351

Anzeige: MEDI-LEARN im Frühjahr 2007 auf Deutschlandtour. Studenten in Frankfurt - Göttingen - München - Homburg - Marburg aufgepasst!
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591681 Pflegepraktikum in Kapstadt
Nachdem Alexandra Feidt ein Pflegepraktikum in Deutschland vor dem Studium gemacht hatte, wollte sie ein anderes Gesundheitssystem kennen lernen. Die Wahl fiel auf das Victoria Hospital in Kapstadt. ....

In Kooperation mit: Georg Thieme Verlag  *  Deutsche Ärzte Finanz  * deutsche apotheker- und ärztebank

 
 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Editorial
2.Pflegepraktikum in Kapstadt
3.Der MEDI-LEARN Club: Leistung
  
4.Das SEIRIN® Akupunktur Special
5.Das Praktische Jahr im Medizinstudium: Ausbildung oder Ausbeutung?
6.Studienplatztausch: aktuelle Angebote
  
7.Cartoon der Woche: Leberhaken
8.Klinikwahrheiten: Innere Norwegen
9.Witz der Woche
  
10.Neues Krebsgen entdeckt
11.Alkohol - Verantwortung setzt die Grenze!
12.Abo, Impressum, Mitarbeit
    
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 1. Editorial
  

Hallo zusammen,

Nachdem Alexandra Feidt ein Pflegepraktikum in Deutschland vor dem Studium gemacht hatte, wollte sie ein anderes Gesundheitssystem kennen lernen. Einige PJ-ler-Berichte, die sie zuvor gelesen hatte inspirierten sie nach Afrika zu gehen. Die Wahl fiel auf das Victoria Hospital in Kapstadt. Was sie dort erlebt hat berichtet sie in unserer neuen Ausgabe der Onlinezeitung.

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In den kommenden Ausgaben der Onlinezeitung stellen wir euch das Thema Akupunktur in den folgenden Monaten in einem Themenspecial ausführlich vor. Gemeinsam mit SEIRIN®, einem führenden Anbieter im Akupunkturbereich, und 3B Scientific, dem renommierten Hersteller anatomischer Modelle, stehen uns zwei kompetente Partner auf diesem Gebiet zur Verfügung, die das Special freundlicherweise unterstützen.

Jeder Student der Humanmedizin muss im Rahmen seines Studiums ein Praktisches Jahr (PJ) ableisten. Das dauert zwölf Monate und schließt sich an den Abschluss der theoretischen und praktischen Ausbildung, die wiederum mindestens zehn Semester umfasst, an. Während des PJ arbeiten die Studenten mindestens 38,5 Stunden pro Woche. Bezahlt wird diese Tätigkeit nur in Ausnahmefällen. Die Medizinstudenten im Hartmannbund fordern eine lehrorientierte Umsetzung des Praktischen Jahres (PJ) bei gleichzeitiger Vergütung und rufen deshalb auf zum Protesttag für die PJ-Vergütung am 13. Juni 2007 in Berlin.

Forscher haben ein Gen identifiziert, dessen Mutationen zu verschiedenen Krebserkrankungen führen. Sind seine beiden Kopien defekt, besteht bereits ab dem frühen Kindesalter ein stark erhöhtes Risiko für Hirn- und Nierentumoren sowie für Leukämien. Das haben Wissenschaftler vom Biozentrum der Uni Würzburg unter der Leitung des Humangenetikers Detlev Schindler herausgefunden, und zwar gemeinsam mit Arbeitsgruppen aus Düsseldorf, Berlin, England und den USA.

Bis zur nächsten Ausgabe,
Angelika, Jens und Christian
Redaktion MEDI-LEARN

P.S.: MEDI-LEARN im Frühjahr 2007 auf Deutschlandtour
Kostenloser Vortrag MC-Techniken

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Der Blick in die Zukunft: In der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung lest ihr am 05.06.2007:
o Akupunktur in Brasilien
o Molekulare Spürhunde

  

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MEDI-LEARN im Frühjahr 2007 auf Deutschlandtour
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Düsseldorf 30.05.2007
Heidelberg 31.05.2007
Göttingen 04.06.2007
München 12.06.2007
Homburg/Saar 13.06.2007
Frankfurt/Main 14.06.2007
Marburg 20.06.2007

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 2. Pflegepraktikum in Kapstadt

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Nachdem ich ein Pflegepraktikum in Deutschland vor dem Studium gemacht hatte, wollte ich nun ein anderes Gesundheitssystem kennen lernen. Zudem wollte ich Arbeit, Lernen und Urlaub miteinander verbinden. Einige PJ-ler-Berichte, die ich zuvor gelesen hatte inspirierten mich nach Afrika zu gehen. Ich entschied mich für Kapstadt. Die Wahl viel nicht schwer, wohin es in Kapstadt gehen sollte: das Victoria Hospital befand sich ganz in der Nähe meines Onkels, der dort wohnt.

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Bewerbung
Kurzerhand besorgte ich mir die Telefonnummer des Hospitals und rief dort an. Die Krankenhausleitung meinte, dass sie bis 2009 ausgebucht seien und keine Möglichkeit für mich besteht, so etwas zu machen. Ich war überzeugt, dass sie mich nicht richtig verstanden hatten- in Kapstadt heißt das Pflegepraktikum wie ich später herausgefunden habe nicht „patient care training“ sondern „nurse aid“. Ich blieb also dran und fing an mit dem Krankenhaus per Email zu korrespondieren und zu erklären, was ich machen möchte und warum. Nach einigem hin und her wollten sie eine Bestätigung meiner Universität, dass ich dort studiere und überhaupt solch ein Pflegepraktikum machen muss. Ein Professor hat dies netterweise dann dem Krankenhaus beglaubigt und kurz darauf kam die Bestätigung, dass ich für ein Pflegepraktikum angenommen bin. Dies war sehr kurzfristig, denn eigentlich wollte ich im August hin (in Afrika ist dann Winter), aber die konnten mich auch schon Ende Februar annehmen- Anfang Februar bekam ich die Zusage…

Kapstadt:
Im Februar dieses Jahres flog ich also nach Kapstadt. Mit 19 Jahren darf ich dort leider kein Auto mieten, jedoch hatte ich das Glück, dass mein Onkel mir sein Auto zur Verfügung gestellt hatte. Ohne eigenes Auto ist es relativ gefährlich, da man keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen sollte (man wird bedroht und zum Teil ausgeraubt). Hinzu kommt, dass man ja auch noch die Umgebung erkunden möchte und dort gibt es echt ne Menge zu sehen! Ab 21 Jahren darf man ein Auto kaufen, was sich (falls man sich damit etwas auskennt) rentiert, da man es gut wieder loswird. Oder aber man mietet sich ab 21 ein Auto. Bürgt jemand für euch vor Ort und zahlt ihr noch eine Extraversicherung obendrauf, dann kann man auch mit internationalem Führerschein (besorgen im Rathaus) dort Auto fahren- unbedingt vorher mit Autovermieter etc. in Kontakt treten!

Die Arbeit im Victoria Hospital
Mit blauer Hose, weißem Shirt und schwarzen Schuhen fing mein erster Tag um 6.45h an. Ich sollte mich bei der Oberschwester des Hospitals melden und die empfing mich herzlich mit einem „Stundenplan“ für die nächsten 30 Tage. Sie zeigte mir das komplette Krankenhaus mit den einzelnen Stationen und ich musste mich jedes Mal vorstellen und sagen was ich hier mache- alle sind wirklich sehr neugierig, freundlich und interessiert. Laut Stundenplan durfte ich jede Woche in einem anderen Bereich arbeiten. Die erste Woche war ich im „Surgical Male Ward“ (Chirurgie) und ich arbeitete von 7-16h. Eine halbe Stunde Teatime und 1 Stunde Lunchtime waren inbegriffen. Die konnte man entweder draußen im wunderschönen Bedienstetengarten, wo vor 4 Monaten noch ein Schwimmbad gewesen war, in einem Raum mit anderen Schwestern oder am Computer (kostenloses Internet) verbringen. Die erste Woche war sehr spannend und lehrreich. Es gab sehr viele Wunden, Amputationen, Knochenbrüche und Dinge, die man in Deutschland nie sehen würde. Ich durfte viel mithelfen nur der Geruch störte ab und zu meine Neugier. Die Männer waren in einem großen Saal zu sechzehnt untergebracht und dann gab es noch zwei so genannte „Stubs“ die etwas kleiner waren und in die die gerade operierten Patienten kamen. Die zweite Woche ging es in den „Medical Female Ward“ (Innere), wo Herzkrankheiten, AIDS und Tuberkulose an der Tagesordnung waren-eine sehr traurige Erfahrung und 2 junge Menschen starben während dieser Zeit. Hinzu kam, dass XDR- und MDR-Fälle(extensive drug resistant und multi drug resistant Tuberkulose) dort lagen und einige Krankenschwestern keine Ahnung hatten, wie gefährlich dies ohne Schutzmaßnahmen sein kann. In der dritten Woche ging es dann ins „Theatre“ = OP. Das war fantastisch: ich durfte die ersten 2 Tage im Aufwachraum die Patienten versorgen und die Berichte schreiben .Danach ging es von morgens bis abends in den OP an sich. Von Augenoperationen über alle möglichen abdominellen Sachen bis hin zu neuen Knien, Hüften, Oberschenkelbrüchen und urologischen Sachen durfte ich mir alles anschauen und viele Fragen stellen- dort habe ich eindeutig am meisten gesehen und gelernt! Hier wurde sehr auf Sterilität und Vorschriften geachtet und die Geräte kamen lustigerweise fast alle aus Deutschland. In der vierten Woche war Casualtytime(Ambulanz). Ich durfte Spritzen geben, Hb, Blutdruck, Fieber, Puls und Blutzucker messen sowie die Atmung zählen und die Patienten befragen was sie hatten und dies dann auch aufschreiben. Es gab viel zu tun, aber es war auch gefährlich- ja nachdem welche Krankheit jemand hatte (MDR, XDR etc.). Hier durfte ich die Ärzte auch sehr viel Fragen und sie haben mich auch ab und an zu spannenden Fällen mitgenommen. Die letzten 2 Tage verbrachte ich dann in der Pädiatrie. Dort betreute ich 8 Kinder fast alleine und musste sie füttern, herumtragen, mit ihnen spielen, wickeln usw. Auf jeder Station fing der Tag gleich an: Betten machen, waschen und frühstücken um 7 Uhr, Visite um 8 Uhr. Um 10h Kaffee und um 12 Uhr Mittagessen. Über das Victoria Hospital ist noch zu sagen, dass es staatliches Lehrkrankenhaus und somit knapp bei Kasse ist. Es dürfen nur Leute von der Straße, Arbeitslose und Menschen mit einer Rente von umgerechnet 28 € pro Monat dort hin. In private Krankenhäuser gehen die anderen. Dort kann man ein Pflegepraktikum nicht machen- man wird abgelehnt. Mit einer Organisation kann man noch zusätzlich jede Woche abends in die Slums und dort den Menschen helfen. Mir persönlich war es zu gefährlich, aber eine PJlerin aus Deutschland, die zu dieser Zeit auch da war, fand es einmalig und aufregend.

Praktikumsnachweis
Schaut bitte nach, was euer jeweiliges Landesprüfungsamt für Vorlagen im Internet oder sonst wo hat- diesen Zettel einfach mitnehmen und unterschreiben lassen. Wichtig ist, dass man sich die Bescheinigung von dem/der Head of Nursing Staff unterschreiben lassen muss- einfach vor Ort nachfragen.

Impfungen, Visum und Sprachkenntnisse
Es sind keine besonderen Impfungen nötig, sofern man nicht in Gebiete mit Malaria und anderem (Krüger National Park etc.) gehen möchte. Ein Visum braucht man nicht, wenn man nicht mehr als 90 Tage dort ist. Ab und zu habe ich die Schwestern nicht verstanden- weil sie bei der Übergabe Afrikaans mit Englisch gemixt haben. Ansonsten lernt man einige Sachen auf Xhosa und Afrikaans wenn man möchte- einige Floskeln machen das Leben wirklich leichter, weil die Menschen dann eher mit einem über ihre Probleme (in der Ambulanz beispielsweise) sprechen. Mit Englisch kommt man da aber auch prima durch.

Freizeit
Ich bin sehr froh, dass das Krankenhaus mich noch so kurzfristig im südafrikanischen Sommer genommen hat- es war klasse nach der Arbeit am Strand zu liegen, Unternehmungen zu machen und einfach in einem anderen Land zu sein und dies zu entdecken. Ich bin dort für ca. 40 € einen Monat noch in ein riesengroßes Fitnesscenter mit Schwimmbad gegangen und habe dort unter anderem noch mehr Menschen kennen gelernt. Apropos Menschen kennen gelernt: Im Victoria Hospital gab es noch 2 PJler aus Deutschland und ne Menge afrikanischer Studenten. Ich habe über diese weitere spannende Menschen getroffen und eine Menge mit ihnen unternommen ( Segeln um Cape Point, Klettern auf den Tafelberg und den Lion´s Head, Weinproben, Obstplantagen, Partys von scheidenden Pjlern, das südafrikanische Nachtleben entdeckt uvm.). Man kann eine Menge machen, sehen und erleben oder einfach nur den Tag geniessen- was das Herz begehrt.

Unterkunft und Finanzielles
Über das Krankenhaus kann man relativ günstige Zimmer bei Familien in der Nähe bekommen (um die 200 € pro Monat) oder man schaut im Internet nach WGs- die sind zum Teil noch günstiger und haben ab und zu Schwimmbäder und Tennisplätze…-einfach mal reinschauen. Das Essen ist für unsere Verhältnisse günstig. Cocktails und andere Getränke ebenfalls. An den touristischen Anziehungspunkten kann es sich jedoch deutschen Preisen sehr schnell annähern- besonders irgendwelche Tickets. Tipp: holt euch einen international gültigen Studentenausweis bei der Uni und vieles wird günstiger! Ansonsten ist der Flug sehr teuer- manchmal jedoch hat man Glück und bekommt einen günstigen Flug last minute-mäßig…

Gewalt und Kriminalität
Die Gewalt und die Kriminalität nimmt in Kapstadt wirklich zu und ein Bekannter wurde auf offener Straße mit einer Pistole bedroht- er war aber auch sehr unvorsichtig mit Laptop, Fotoapparat und Geldbeutel in der Hand herumgelaufen- D.h. wenn man einige Vorsichtsmaßnahmen beachtet, mehr auf seine Sachen aufpasst und sich im Auto während der Fahrt immer einsperrt, passiert normalerweise selten etwas- gefährlicher als in Deutschland ist es nun mal. Die Polizei ist jedoch immer an der Waterfront präsent und dort scheint es fast so sicher wie zu hause zu sein.

Fazit
Ich habe eine Menge gelernt und es gab sehr viel Abwechslung, spannende Krankheiten, viel zu sehen und zu lernen. Es war gut sich den Einheimischen von einer anderen Perspektive aus zu nähern als von der eines Touristen. Die Arbeitszeiten waren nicht absolut streng, sodass man wenn man was vorhatte auch früher gehen konnte. Besonders gefallen hat mir, dass es jede Woche in einen anderen Bereich ging. Toll war auch, dass mich die Menschen dort so herzlich aufgenommen haben. Ich durfte bei einer armen Familie zu Abend essen und viele Probleme Südafrikas wurden mir bewusst. Es war klasse zudem noch so viele Leute aus verschiedenen Ländern kennen zu lernen und mit ihnen was zu unternehmen. Der Aufenthalt war wirklich wunderschön und sehr reich an Erfahrungen. Ich kann es jedem empfehlen, der keine allzu große Angst vor einigen gefährlichen Krankheiten hat und der eine Menge zu Beginn des Studiums lernen und dies mit Urlaub sowie einem faszinierenden Land verbinden möchte!

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Autor(in): Alexandra Feidt ([email protected])
  
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 3. Der MEDI-LEARN Club stellt sich vor:
Gratis-Skript, Studienversicherung und Haftpflicht

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Der MEDI-LEARN Club ist ein neuartiger Service für junge Mediziner, Studenten und Ärzte. Zahlreiche, exklusive Leistungen zusätzlich zu den weiterhin freizugänglichen Diensten von MEDI-LEARN warten dort schon dich: Ob der Examensservice Deluxe, die regelmäßigen Clubgeschenke, die Semesterausfall-Versicherung oder eine der vielen anderen Leistungen für Mitglieder - der MEDI-LEARN Club begleitet dich Semester für Semester durch deine gesamte Ausbildung. In einer Artikelserie stellen wir euch alle Clubleistungen vor.

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Auf Nummer sicher: Semester-Ausfall-Versicherung
Für alle Clubmitglieder stellt die Semesterausfall-Versicherung ein besonderes Highlight dar. Sie ist in dieser Form absolut einmalig! Wenn sich dein Studium unverschuldet auf Grund einer ernsthaften Erkrankung um ein ganzes Semester verlängert, so bietet dir dieser Versicherungsschutz einen finanziellen Ausgleich - denn du kannst dir im Versicherungsfall den Betrag von 500 € auszahlen lassen und damit z.B. die Studiengebühren für ein weiteres Semester begleichen. Egal, ob du wegen der schweren Krankheit nicht an den Vorlesungen teilnehmen konntest oder in den letzten Wochen vor der Prüfung ernsthaft erkrankt bist - mit dieser Versicherung gehst du auf Nummer sicher.

Gratis-Skript vor Ort: Ein Besuch, der doppelt lohnt
Zweimal im Jahr touren die Initiatoren der MEDI-LEARN Repetitorien durch Deutschland und halten an durchschnittlich 12 Standorten ein Seminar zur „Effektiven Examensvorbereitung“. Neben Tipps zur Prüfungsvorbereitung gibt es eine Einführung in MC-Techniken und wichtige Hinweise zur mündlichen Prüfung. Das rund dreistündige Seminar begeistert seit Jahren einige tausende Studenten. Für dich als Clubmitglied gibt es am Ende der Veranstaltung als kostenlose Zugabe das Begleitskript „Lernstrategien, MC-Techniken und Prüfungsrhetorik“ oder wahlweise das informative Skript „Hammerexamen“.

Automatisch beruflich und privat auf Nummer sicher
Im Falle eines Haftpflicht-Falles bist du als Clubmitglied automatisch gleich doppelt abgesichert: denn mit der Berufs- und Privathaftpflichtversicherung kannst du dich in jeder Lebenslage sicher fühlen. Ob im Studium, auf Station oder im Privatleben - gegen Haftpflichtansprüche bist du auf jeden Fall ausreichend versichert. An zahlreichen Fakultäten ist übrigens die Berufshaftpflicht für Studenten schon vorgeschrieben - wie gut, dass du dir als Clubmitglied auch darum keine Gedanken machen musst, denn eine Berufs- und Privathaftpflichtversicherung ist automatisch im Rahmen deiner Clubmitgliedschaft enthalten.

Beispiel-Leistungen aus dem MEDI-LEARN Club
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 4. Das SEIRIN® Akupunktur Special

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In den kommenden Ausgaben der Onlinezeitung stellen wir euch das Thema Akupunktur in den folgenden Monaten in einem Themenspecial ausführlich vor. Gemeinsam mit SEIRIN®, einem führenden Anbieter im Akupunkturbereich, und 3B Scientific, dem renommierten Hersteller anatomischer Modelle, stehen uns zwei kompetente Partner auf diesem Gebiet zur Verfügung, die das Special freundlicherweise unterstützen.

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Akupunktur-Infos
Mit zahlreichen Artikeln und Hintergrundberichten werfen wir zunächst einen Blick zurück auf die Geschichte der Akupunktur und stellen die grundlegenden Wirkungsmechanismen und Prinzipien vor und bieten euch damit einen profunden Einstieg in die Thematik. In den Artikeln der Folgezeit werden wir dann immer weiter ins Detail gehen: von rechtlichen Aspekten über aktuelle, wissenschaftliche Studien bis hin zu Weiterbildungsmöglichkeiten und Kursen reicht die Palette der Themen. Abgerundet wird das SEIRIN®-Akupunkturspecial durch Erfahrungsberichte von Studenten, die einen Bezug zur Akupunktur haben und den Blick über die Schulter von Kommilitonen erlauben.

Akupunktur-Interviews
Natürlich möchten wir im SEIRIN®-Akupunkturspecial neben redaktionellen Artikeln auch diejenigen einmal ausführlicher zu Wort kommen lassen, die sich intensiv mit Akupunktur beschäftigt haben. Freut euch also schon jetzt auf Interviews mit Studenten und jungen Ärzten, die von ihren Erfahrungen berichten und Tipps zur Weiterbildung auf diesem Gebiet oder zur Integration in die Arbeit der täglichen Praxis geben. Schließlich werden wir euch in der vor-Ort Reportage „Wo heilsame Nadeln geboren werden“ einmal den Werdegang einer Akupunkturnadel illustriert vorstellen.

Akupunktur-Quiz mit Stipendiengewinn
Das SEIRIN®-Akupunkturspecial soll natürlich neben der Wissensvermittlung auch Spaß machen. Ihr dürft euch schon an dieser Stelle auf das SEIRIN®-Akupunkturquiz freuen, bei dem es u.a. Akupunktur-Stipendien zu gewinnen gibt.

Online geht es weiter
Wie ihr seht, haben wir rund um den Bereich der Akupunktur einiges für euch vorbereitet. Damit ihr auch online den Anschluss halten könnt, werden wir die Artikel, Interviews und Reportagen in den kommenden Monaten im Rahmen des SEIRIN®-Akupunkturspecial als feste Rubrik in unsere wöchentlich erscheinende Online-Zeitung integrieren.


   
Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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 5. Das Praktische Jahr im Medizinstudium:
Ausbildung oder Ausbeutung?

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Jeder Student der Humanmedizin muss im Rahmen seines Studiums ein Praktisches Jahr (PJ) ableisten. Das dauert zwölf Monate und schließt sich an den Abschluss der theoretischen und praktischen Ausbildung, die wiederum mindestens zehn Semester umfasst, an. Besagtes PJ ist unterteilt in drei Abschnitte à vier Monate (Tertiale). Die Medizinstudenten werden in den Disziplinen Innere Medizin, Chirurgie und in einem Wahlfach ausgebildet. Das geschieht entweder in den Universitätskliniken oder in den Lehrkrankenhäusern der jeweiligen Universitäten. Ziel des PJ ist die Festigung der im klinischen Abschnitt vermittelten theoretischen und praktischen Fähigkeiten sowie die Erweiterung des Wissens und Erlangung arztspezifischer Fertigkeiten. Darum ist es letztlich Kern der medizinischen Ausbildung. Im Anschluss daran folgt das Staatsexamen, in dem der Stoff der gesamten klinischen Ausbildung abgefragt wird.

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Während des PJ arbeiten die Studenten mindestens 38,5 Stunden pro Woche. Bezahlt wird diese Tätigkeit nur in Ausnahmefällen.
So weit klingt alles einleuchtend. Die Sache hat aber einen Haken: Anstatt das PJ zur weiteren Wissensaneignung nutzen zu können, werden die Studenten oft zur Verrichtung quasiärztlicher Tätigkeiten herangezogen. Kliniken setzen „PJler“ als „Mädchen für alles“ ein: Im Operationssaal verkommt der Student zum „biologischen Hakenhalter“, auf Station ist er für die Blutentnahmen und Patientenaufnahmen verantwortlich. Der Lernaspekt kommt dabei zu kurz. Ein geregelter Stationsalltag ohne diesen Einsatz der Medizinstudenten ist vielerorts nicht mehr zu garantieren. Von PJlern wird in Klinikkreisen teilweise abschätzig von „Sklaven“ gesprochen.

Blutentnahmen, Patientenaufnahmen, intravenöse Verabreichungen von Medikamenten, Verbandwechsel, Assistenzen bei Operationen, Verfassen von Arztbriefen, Dokumentationsaufgaben etc.: Das sind die oft mit Überstunden verbundenen Aufgaben, die PJler tagtäglich leisten und die Stationsärzte erheblich entlasten. Ohne Zweifel sind diese Aufgaben in entsprechendem Umfang für die Ausübung des Arztberufs relevant. Den Grundgedanken des PJs erfüllen sie jedoch nicht.
Der Vergleich stellt keinesfalls zufrieden: Rechtsreferendare bzw. Lehrreferendare erhalten für ihre praktische Ausbildung ein Entgelt (bis zu 1000 Euro). Das gilt für PJler mit wenigen Ausnahmen bislang nicht. Der Medizinstudent darf sich das Krankenhaus, in dem er das PJ absolviert, nicht einmal aussuchen. Die Zuweisung der Universität erfolgt per Zufallsprinzip. Hinzu kommt, dass der Student seine Arbeitskleidung – wenn überhaupt – häufig nur leihweise vom Krankenhaus bekommt. Selbst das Mittagessen muss er oft selber bezahlen. Die Folge: Viele PJler leben in dieser Ausbildungsphase am Existenzminimum. Sie müssen einen Kredit aufnehmen oder am Wochenende und an freien Tagen arbeiten gehen. Ein Anspruch auf Vergütung und Urlaub besteht nicht, da es sich per Definition um „verrichtete Tätigkeiten“ und nicht um „Arbeit“ handelt.
Diese Umstände führen vermehrt dazu, dass Medizinstudenten Teile ihres PJs im Ausland ableisten. Dort sind die Lernbedingungen meist deutlich besser. Zudem wird die Ausbildung dort mit rund 500 Euro pro Monat vergütet.

Zur großen Zufriedenheit der Medizinstudenten macht ein Klinikkonzern seit Anfang des Jahres vor, dass es auch anders geht und zahlt seinen PJlern 400 Euro pro Monat. Das soll bald für alle gelten. Um die PJler stärker für ihre Arbeit zu motivieren und die Gefahr der weiteren Abwanderung junger Ärzte ins Ausland zu stoppen, haben die Medizinstudenten im Hartmannbund die Aktion „PJ-Vergütung“ ins Leben gerufen. Sie fordern die allgemeine Einführung einer PJ-Vergütung von mindestens 400 Euro. Zur Erlangung dieses Ziels rufen sie zum bundesweiten Protesttag am 13. Juni 2007 auf. Zwischen 11 und 14 Uhr sollen sich Studenten und engagierte Ärzte an allen medizinischen Fakultäten Deutschlands versammeln und genau diese Forderung verlautbaren.

8 gute Gründe für eine Vergütung des PJ

  1. Ein Student im PJ verbringt mindestens 40 Stunden pro Woche auf Station.

  2. Nebenjobs zu halten ist bei diesem Pensum unmöglich, zusätzlich steht am Ende des PJs das Hammerexamen an.

  3. PJler sind zu den neuen AiPlern geworden: Sie machen ohne Murren Arbeiten, für die sich keiner freiwillig findet.

  4. PJler sind Arbeitskräfte, die bezahlt werden müssen

  5. Keine Zeit für Lehre.

  6. Juristen im Referendariat bekommen bis zu 908,79 € (brutto, ohne Zuschläge) Unterhaltsbeihilfe im Monat, Lehrer bis zu 1052,06 € (brutto, ohne Zuschläge).

  7. Das Erststudium wird durch die Einführung von Studiengebühren schon teuer genug.

  8. Die Lehrkrankenhäuser erhalten von der Universität bis zu 10.000 €/Student/Jahr und stellen hierfür nur Arbeitskleidung und miserable Arbeitsbedingungen.

Und zudem noch das:

  • Mit Einführung des Hammerexamens wurde die Wertigkeit des PJs drastisch verringert.

  • Der Konflikt zwischen gewissenhafter Nutzung des PJs und frühem Dienstschluss, um für das Hammerexamen zu lernen, scheint unausweichlich.

  • Das Studium könnte unnötig verzögert werden.

  • Um den eigenen Unterhalt zu sichern müssen Nebenjobs getätigt werden.

  • Kredite müssen aufgenommen werden.

  • Das PJ als Lernbasis kann nicht mehr genutzt werden, praktische Fertigkeiten werden nicht vermittelt.

  • Außerdem müssen noch die Semesterbeiträge pro Semester abgeführt werden.

  • Ein Student bekommt nicht mal ein Mittagessen für seine Arbeit.

Deshalb fordern wir als Medizinstudenten im Hartmannbund ein stärker lehrorientiertes und vergütetes PJ!

Die Medizinstudenten im Hartmannbund fordern eine lehrorientierte Umsetzung des Praktischen Jahres (PJ) bei gleichzeitiger Vergütung und rufen deshalb auf zum

Protesttag für die PJ-Vergütung am 13. Juni 2007 in Berlin
(vor dem Bettenhochhaus der Charité)

Wann: von 11 bis 14 Uhr vor dem Bettenhochhaus der Charité-Campus Mitte, Robert-Koch- Platz
Wer: Wir Medizinstudenten (PJler, Kliniker, Vorkliniker) sollten gemeinsam für eine sinnvolle Umsetzung des PJs mit gleichzeitiger Vergütung protestieren. Zur Teilnahme sind aber auch Ärzte und Freunde aufgerufen.

Zusammen sind wir eine Macht! Die Zeiten der Ausnutzung von PJlern als „biologische Hakenhalter“ oder „Blutzapfmaschinen“ müssen endgültig vorbei sein!



Alle Informationen unter www.jungemediziner.de


   
Autor(in): Fabian Spies ([email protected])
  
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 7. Cartoon der Woche: Leberhaken

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Das folgende Cartoon wurde uns von unserer Partnerseite www.rippenspreizer.com zur Verfügung gestellt.

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 8. Haukeland - Innere Medizin - Bergen/ Norwegen

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Ob Famulatur, Krankenpflegepraktikum, PJ-Tertial oder Ausbildung zum Facharzt - immer wieder steht man als junger Mediziner vor der Frage Bin ich dort eigentlich gut aufgehoben? Wer vorab Informationen zur Tätigkeitsstelle herausbekommt, kennt meist jemanden, der dort schon einmal gearbeitet hat. Für alle anderen gibt es ab sofort die Klinikwahrheiten von MEDI-LEARN - eine interaktive Datenbank mit Bewertungen von Kliniken, aus der wir euch an dieser Stelle die Klinikwahrheit der Woche vorstellen wollen:

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Klinikwahrheit: Haukeland - Innere Medizin - Bergen/ Norwegen

Nr. der Bewertung:9051-155
Autornickname:grep (Private Nachricht senden)
Klinik:Haukeland
Stadt:5009Bergen/ Norwegen
Fachrichtung:Innere Medizin
Tätigkeit:PJ-Tertial
Zeitpunkt:2002
Chefarzt:Lars Birger Nesje
Bundesland:anderes Bundesland
Note Arbeitsklima:1 - sehr gut
Kommentar Arbeitsklima:Viel Verantwortung, gute Betreuung. Nettes und sehr hilfsbereites Team. FAntastische zusammenarbeit mit den Schwestern.
Note Weiterbildungsangebot:1 - sehr gut
Kommentar Weiterbildungsangebot:Interne Fortbildungen. Sehr Strukturiert. Eimal in der Woche Assistentenfortbildung. Viel fakultative sachen am Nachmittag.
Kommentar Forschung:Habe keine Forschung gemacht.
Note Zeit:1 - sehr gut
Kommentar Zeit:Kam jeden tag puenktlich nach hause. Wurde sogar von den Schwestern nach Hause geschickt wenn ich aml laenger bleiben wollte. Gute verfuegbarkeit der Freizeit, sher lang im Voraus planbar da der Dienstplan lange im vorraus feststeht.
Kommentar Bezahlung:Gehalt. Unterkunft und Verpflegung musste ich selber tragen. Mit dem Gehalt allerdings sehr gut Møglich. (18.000 Norwegische Kronen)
Note Karriere:5 - mangelhaft
Kommentar Karriere:Schwierig jetzt eine Stelle zu bekommen. Aerzteuberschuss stellt sich ein.
Note Ausbildung:1 - sehr gut
Kommentar Ausbildung:Persoenlicher Betreuer. Einmal in der Woche Gespraech ueber das was ich noch lernen will oder was besser gemacht werden koennte. Das ganze Team sah sich in der Verantwortung mich auszubilden.
Note Betreuung:1 - sehr gut
Gesamtnote:1 - sehr gut
Abschließender Kommentar:War das beste was mir passieren konnte. Allerdings ist es mittlerweile sehr schwierig geworden in Norwegen als PJ eine Stelle zu bekommen. Einerseits da Norweger die im Ausland studieren die auch wollen, und da sich langsam ein Aerzteueberschuss einstellt.

Redaktioneller Tipp
Wie werde ich eigentlich Facharzt für Innere Medizin?

Wie werde ich eigentlich Facharzt für Innere Medizin?Auf dem Weg zum Facharzt für Innere Medizin stellen sich viele Fragen im Hinblick auf die Anforderungen, die sich aus der Weiterbildungsordnung ergeben. Welche Pflichtfächer muss ich belegen? Wie lange dauert die Weiterbildung?

Im Interaktiven Weiterbildungsplaner der Deutschen Ärzte-Versicherung finden sich die Anforderungen auf dem Weg zum Facharzt für Innere Medizin in übersichtlicher Form dargestellt, so dass ihr den Weiterbildungsweg gut durchdacht und mit hinreichender Übersicht bis hin zum großen Ziel der Facharztprüfung durchlaufen könnt.

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Klinikwahrheiten mit Gewinnspiel
  
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 9. Lachen ist gesund - Witz der Woche

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Der Anästhesist sitzt im Op als ihm plötzlich eine Fee erscheint! Die Fee sagt: "Lieber Dr. sie haben nun drei Wünsche frei" "Puhh," sagt der Anästehesist" als erstes wünsche ich mir meine eigene Insel" *ZACK* Er sitzt mitten in der Südsee, am weißen Sandstrand" "Wow, dann wünsch ich mir jetzt die tollsten Frauen" *ZACK* Lauter süße Dinger hüpfen um ihn rum! " Mensch jetzt hab ich ja eigentlich alles was ich will, mein letzter Wunsch ist nie mehr zu arbeiten" *Zack" Sitzt er wieder im Op!!

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 10. Neues Krebsgen entdeckt

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Forscher haben ein Gen identifiziert, dessen Mutationen zu verschiedenen Krebserkrankungen führen. Sind seine beiden Kopien defekt, besteht bereits ab dem frühen Kindesalter ein stark erhöhtes Risiko für Hirn- und Nierentumoren sowie für Leukämien. Das haben Wissenschaftler vom Biozentrum der Uni Würzburg unter der Leitung des Humangenetikers Detlev Schindler herausgefunden, und zwar gemeinsam mit Arbeitsgruppen aus Düsseldorf, Berlin, England und den USA.

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Fündig wurden die Forscher bei sieben Kindern, zwischen sieben Monate und vier Jahre alt, die an bösartigen Tumoren litten. Im Erbgut der kleinen Patienten suchte die Würzburger Diplom-Biologin Kornelia Neveling gemeinsam mit ihrem Doktoranden-Kollegen Reinhard Kalb nach einer möglichen genetischen Ursache für die Krebserkrankungen. Dabei stießen die Forscher auf das PALB2-Gen, das mit dem bereits bekannten Brustkrebsgen BRCA2 sehr eng bei der Korrektur von DNA-Schäden zusammenarbeitet. Solche Schäden (Mutationen) können dazu führen, dass Krebs entsteht.

Gene liegen im Organismus des Menschen in der Regel doppelt vor. Das Team wies nach, dass bei manchen der krebskranken Kinder beide Kopien des PALB2-Gens durch Mutationen verändert waren. Außerdem fand es heraus, dass es sich bei PALB2 um eines der zwölf Fanconi-Anämie-Gene handelt, deren Defekte auch für Knochenmarkversagen und angeborene Fehlbildungen verantwortlich sind. Darum erhielt das Gen inzwischen die neue Bezeichnung "FANCN".

Sind beide Kopien beschädigt, kann dieses Gen seine Aufgaben bei der Reparatur von Fehlern im Erbgut nicht mehr ausreichend wahrnehmen. Bei den Betroffenen kommt es daher sehr rasch zur Anhäufung unreparierter Genfehler, die entscheidend zur Umwandlung von normalen Zellen in Krebszellen beitragen.

Englische Arbeitsgruppen haben inzwischen gezeigt, dass FANCN nicht nur zur Entstehung von Krebserkrankungen bei Kindern, sondern auch zur Entstehung von Brustkrebs bei Erwachsenen beiträgt. "Anders als bei den Kindern ist das Brustkrebsrisiko aber schon dann erhöht, wenn nur eine Kopie des FANCN-Gens defekt ist", erklärt Professor Schindler. Die betroffenen Frauen zeigen ansonsten keine weiteren genetischen Auffälligkeiten. Es gibt zudem Hinweise darauf, dass Männer mit einer defekten Kopie des FANCN-Gens ein höheres Risiko für Prostatakrebs haben.

Das Brustkrebsrisiko ist allerdings viel weniger stark erhöht als bei den bekannten Brustkrebsgenen BRCA1 und BRCA2. "Dennoch wird man vor allem in Familien, in denen sowohl Krebserkrankungen bei kleinen Kindern als auch Brustkrebs vor dem 50. Lebensjahr aufgetreten sind, die Untersuchung des FANCN-Gens in Betracht ziehen müssen, sofern sich keine Erbgutveränderungen in den häufigeren BRCA1- und BRCA2-Brustkrebsgenen nachweisen lassen", meint Professor Holger Höhn, Leiter des Instituts für Humangenetik. Angehörige solcher Familien können sich an das Zentrum für familiären Brustkrebs an der Uni Würzburg wenden, eine gemeinsame Einrichtung der Abteilung für Medizinische Genetik im Biozentrum und der Würzburger Universitätsfrauenklinik.

Für ihre Beteiligung an der Entdeckung des neuen Krebsgens wurde Kornelia Neveling auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Humangenetik, die vom 7. bis 10. März in Bonn stattfand, mit dem Vortragspreis für die beste wissenschaftliche Präsentation ausgezeichnet. Sie ist zusammen mit Reinhard Kalb und Detlev Schindler Mit-Autorin der entsprechenden Veröffentlichung in der Zeitschrift "Nature Genetics" (Vol. 39, Seiten 162 bis 164, Februar 2007).

Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft


   
Autor(in): Robert Emmerich ([email protected])
  
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 11. Alkohol - Verantwortung setzt die Grenze!

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"Ein Bierchen nach dem Sport gehört dazu.“ "Um abschalten zu können, trinke ich abends immer ein Glas Wein.“ "Nur Mineralwasser trinken ist langweilig.“ Mit solchen und ähnlichen Sätzen rechtfertigen viele Menschen ihren Alkoholkonsum. Keine Frage: Ein Rotwein zum Essen oder ein Pils an einem lauen Sommerabend bedeuten auch ein Stück Lebensqualität. Doch bei vielen Menschen haben sich Trinkgewohnheiten eingeschlichen, die riskant sind - sowohl für andere als auch für sie selbst: Sie greifen zum Glas Wein, wenn sie sich ärgern oder gestresst sind. Sie trinken ein oder mehrere "Bierchen“, obwohl sie noch Autofahren müssen, obwohl sie schwanger sind, obwohl sie am Arbeitsplatz sitzen. Manch einer kommt vielleicht keinen Tag mehr ohne Alkohol aus.

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Ein kritisches Bewusstsein für den eigenen Alkoholkonsum zu schärfen, das ist das Ziel der bundesweiten Aktionswoche unter dem Motto "Alkohol - Verantwortung setzt die Grenze“ vom 14. bis zum 18. Juni 2007. Veranstalter sind die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) e.V., die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und viele weitere Partner.

Die Schirmherrschaft für die Aktionswoche hat die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing. "Über 10 Millionen Menschen in Deutschland betreiben einen riskanten Alkoholkonsum, 1,7 Millionen Menschen gelten als alkoholabhängig. Diese Zahlen machen deutlich, dass in Deutschland noch zu viel und zu regelmäßig Alkohol getrunken wird. Wir brauchen mehr Aufmerksamkeit gegenüber problematischem Trinkverhalten und vor allem ein von Verantwortung geprägtes Leitbild für den Umgang mit Alkohol. Das muss insbesondere Kindern und Jugendlichen vorgelebt werden", so Sabine Bätzing.

Die Veranstalter wünschen sich einen gesellschaftlichen Konsens darüber, wo der maßvolle Alkoholkonsum aufhört und problematisches Trinkverhalten beginnt. Das Nichttrinken in bestimmten Situationen wie im Straßenverkehr, während der Schwangerschaft oder auf der Arbeitsstelle muss selbstverständlich werden. Attraktiver Aufhänger der Aktionswoche ist ein Selbsttest über die eigenen Konsumgewohnheiten. Dieser lässt einen Rückschluss darüber zu, ob der eigene Alkoholkonsum noch im verantwortungsvollen Bereich liegt.

"Mit unserer breit angelegten Aktion wollen wir so viele Menschen wie möglich auffordern, das eigene Trinkverhalten zu reflektieren und sich etwaiger Gefährdungen bewusst zu werden“, sagt Rolf Hüllinghorst, Geschäftsführer der DHS. Fachleute werden während der Aktionswoche aus ihren Beratungsstellen und Fachkliniken herausgehen und kompetente Beratung anbieten - in Arztpraxen und Apotheken, in Kirchen und Schulen, in Kaufhäusern, Geschäften und Baumärkten sowie in Betrieben. Es ist eine "Lange Nacht der alkoholfreien Getränke“ in Restaurants, Gaststätten und Kneipen geplant sowie ein alkoholfreies Wochenende in Sportvereinen.

"Viele Sportvereine haben erkannt, welche Verantwortung und Vorbildfunktion die Verantwortlichen und Mitglieder im Verein haben. Deshalb setzen sie sich für einen kritischen Umgang mit Alkohol ein“, betont Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. "Mit der diesjährigen Aktionswoche wollen wir möglichst viele Vereine motivieren, sich mit konkreten Aktionen zu beteiligen. In Kooperation mit dem Deutschen Olympischen Sportbund werden wir die Sportvereine bei der Planung und Durchführung ihrer Aktionen unterstützen.“

Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft


   
Autor(in): Marita Voelker ([email protected])
  
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 12. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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