20.07.2007

Ausgabe 354

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591681 Panische Angst
Juliane Nielsen bekam Panik, wenn sie an die bevorstehenden Klausuren dachte. Habe ich genug gelernt? Kann ich zu jedem Thema etwas sagen? Reicht es? Wie sie das Physikum dennoch geschafft hat, erzählt sie ihrem Bericht. ....

In Kooperation mit: Georg Thieme Verlag  *  Deutsche Ärzte Finanz  * deutsche apotheker- und ärztebank

 
 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Editorial
2.Panische Angst vor dem Physikum - und wie ich es trotzdem geschafft habe
3.Interview mit ausländischen Studenten
  
4.Lachen ist gesund - Witz der Woche
5.Akupunktur bei Kniearthrose besser als Standardtherapie
6.Medi-Jobbörse: Der Jobticker
  
7.Cartoon der Woche: Luftnot
8.Klinikwahrheiten: Innere Medizin Basel
9.Demenzen – ein schillerndes Spektrum von Symptomen
  
10.In den Foren gelauscht
11.Emergency Room - Die Notaufnahme
12.Abo, Impressum, Mitarbeit
    
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 1. Editorial
  

Hallo zusammen,
Viele hören auf, bleiben einfach weg und melden sich zum nächsten Semester nicht zurück“, antwortete eine Mitarbeiterin des Studiendekanats dem Vater von Juliane Nielsen auf seine Frage hin, welche Erfahrungen das Dekanat mit Prüfungsängsten der Studierenden hat, „aber ich kann ihnen gerne ein paar Anlaufstellen für ihre Tochter nennen, wenn Sie sich eventuell Hilfe holen möchten.“ Dramatische Momente. Wie Juliane Nielsen mit ihren Ängsten umging, beschreibt sie in der neuesten Ausgabe der Onlinezeitung.

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Im Rahmen des SEIRIN-Akupunkturspecials stellen wir euch heute die gerac-Gonarthrosestudie vor: eine Akupunkturbehandlung linderte Schmerzen und Funktionseinschränkung bei Kniearthrose signifikant besser als die Standardtherapie mit Medikamenten und Krankengymnastik. Dabei war allerdings eine "Schein"-Akupunktur mit oberflächlicher Nadelung an Punkten, die nicht als Akupunkturpunkte definiert sind, ebenso wirksam wie die Akupunktur nach den Regeln der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

Störungen des Gedächtnisses sind nicht ohne weiteres mit Demenz gleichzusetzen, wie es häufig im alltäglichen Sprachgebrauch geschieht. Vielmehr müssen Störungen des Denkvermögens, wie Urteilsfähigkeit oder Störung des Ideenflusses, und andere Störungen, beispielsweise der emotionalen Kontrolle, hinzutreten, und diese Symptome müssen sich im Alltag störend bemerkbar machen.

Mit mehr als 500 Beiträgen in der Woche findet man in den Diskussionsforen von MEDI-LEARN zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In unserer Rubrik "Gelauscht" wollen wir Euch in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten.

Bis zur nächsten Ausgabe,
Angelika, Jens und Christian
Redaktion MEDI-LEARN



Der Blick in die Zukunft: In der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung lest ihr am 26.06.2007:
o Krankenpflege in Linz
o Memory und Rosenduft

  

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 2. Panische Angst vor dem Physikum - und wie ich es trotzdem geschafft habe

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Viele hören auf, bleiben einfach weg und melden sich zum nächsten Semester nicht zurück“, antwortete eine Mitarbeiterin des Studiendekanats meinem Vater auf seine Frage hin, welche Erfahrungen das Dekanat mit Prüfungsängsten der Studierenden hat, „aber ich kann ihnen gerne ein paar Anlaufstellen für ihre Tochter nennen, wenn Sie sich eventuell Hilfe holen möchten.“ Dramatische Momente. Dabei hatte ich mich nach der Schule erst einmal sehr auf das Studium gefreut. Eine eigene Wohnung, neue Leute und weg von den Eltern. Doch an der Uni wehte ein anderer Wind: Die Professoren machten Druck, es wurden viele Testate und Prüfungen geschrieben und die Stimmung unter den Studenten war sehr wenig Mut machend. Ständig wurde man gefragt, wie weit man denn mit dem Lernen sei und ich bekam Angst, wenn andere erzählten, dass sie schon viel weiter seien als ich.

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Es kam mir vor, als seien viele um mich herum viel schlauer und schneller im Lernen. Ich bekam Panik, wenn ich an die bevorstehenden Klausuren dachte. Habe ich genug gelernt? Kann ich zu jedem Thema etwas sagen? Reicht es?

Ich hatte Angst. Jeden Tag, jede Minute

Doch das alles ging nicht nur mir, sondern allen so. Allein: Keiner von uns gab seine Sorgen zu. Ich hoffte, dass meine Versagensängste nach dem Semester aufhören würden. Dem war nicht so. In den ersten Semesterferien ging es erst so richtig los. Ich hatte Angst. Jeden Tag, jede Minute. Ich lenkte mich mit Fernsehen etc. ab, doch auch das half bald nicht mehr. Ich konnte nicht mehr alleine sein und fuhr sogar mit meiner Mutter ins Büro. In dieser Zeit nahmen meine Eltern die Sache in die Hand. Sie telefonierten mit dem Dekanat, begleiteten mich in die Verhaltensambulanz einer Psychiatrie. Wir waren kurz davor zu entscheiden, dass ich das Studium abbreche. Mein Vater war damals eigentlich der einzig Objektive. Er meinte, ich solle weiter machen, nur so könne ich meine Angst bewältigen. Das war die einzig richtige Entscheidung! Ich ließ mich auf die Warteliste von Verhaltenspsychologen stellen und ging in der Zwischenzeit zur Beratung zum Studentenwerk.

Psychologische Betreuung
Das Studentenwerk war eine große Hilfe. Man kümmerte sich sofort um mich. Da ich mittlerweile eine Verhaltensstörung entwickelt hatte, begann ich eine Therapie. Ich hatte mir Angst antrainiert und musste sie nun wieder entlernen. Ich musste mir immer wieder sagen und sagen lassen, dass meine Ängste von den tatsächlichen Herausforderungen losgelöst seien und nicht real sind. Denn: Eine gute Studentin war ich weiterhin. Zeitweise bekam ich auch Antidepressiva als Unterstützung. Mit Hilfe der Psychologin und vor allem meiner Eltern erlernte ich Mechanismen, die ich in Angstsituation anwandte und probierte verschiedene Strategien aus. Mir ging es besser mit der Zeit, weil mir klar wurde, dass ein Weglaufen, zum Beispiel nicht zu einer Prüfung zu erscheinen, kontraproduktiv war. Ich musste mich immer wieder zwingen, die Flucht nach Vorne anzutreten.

Per Telefon Konzept entwickelt

Unmittelbar vorm Physikum wurden die Ängste wieder schlimmer: „5 Wochen noch. Wie soll man das schaffen? Geht doch gar nicht!“ Und es ging doch! Nachdem bei uns in Rostock schon mal 60% der Studenten unseres Jahrganges ausgesiebt wurden, standen wir Übriggebliebenen vor einem riesigen Berg an zu lernendem Stoff. Ich machte mir einen Zeitplan, den ich schon am ersten Tag nicht einhalten konnte. Ich hatte mir einfach viel zu viel vorgenommen. Diese Situation jagte mir eine riesige Angst ein. Ich bekam Panik, dass ich nicht alles perfekt schaffen könnte und war kurz vorm Aufgeben.

Ich wurde zum Apotheken-Dauerbesucher

Mit meinen Eltern entwickelte ich am Telefon ein Konzept. Ich zwang mich, jeden Tag zum Lernen in die Bibliothek zu fahren, weil ich dort nicht alleine war. Abends rief meine Mutter an, das war das Signal, die Bücher aus der Hand zu legen. Optimal wäre wahrscheinlich eine Lerngruppe gewesen, um zu merken, dass es den anderen ähnlich erging. Doch leider war kaum einer meiner Freunde zugelassen worden und ich stand somit ziemlich alleine da! Vor lauter Angst bekam ich Schlafstörungen und wurde somit zum Apotheken-Dauerbesucher. Baldrian für den Tag und Schlafmittel für die Nacht, „ganz normal bei Prüfungen,“ wie mir die Apothekerin sagte! Doch trotz Ängsten und schlafloser Nächte zwang ich mich jeden Tag, früh aufzustehen. Hätte ich ausgeschlafen, wären die Ängste nur größer geworden, weil ich dann in Verzug gewesen wäre. So entwickelte ich meine Strategien. Zu den Prüfungen kam jeweils meine Mutter immer zu Besuch und wir machten uns vor den Prüfungen einen netten Abend mit DVD und Pizza.

Flucht nach vorne antreten!
Im Endeffekt verlief das Physikum super. Die Prüfungen waren machbar und auch meine „unfairen, gemeinen und strengen“ Prüfer entpuppten sich als nette Menschen, die uns ängstlichen Studenten, so kurz vorm Ziel, auch keine Steine mehr in den Weg legen wollten! Die mündliche Prüfung war sogar die leichteste Prüfung meines bisherigen Studiums. Ich kann denjenigen, die auch sehr mit Ängsten zu kämpfen haben, nur raten: Tretet die Flucht nach vorne an und scheut nicht davor, euch helfen zu lassen. Auch ärztlichen oder psychologischen Beistand zu erfragen, ist vollkommen legitim. Die Physikumszeit ist nun mal eine Ausnahmesituation, für die alle vollstes Verständnis haben. Man muss sich einfach damit abfinden, dass man nicht alles perfekt schaffen kann. Und: Nicht einmal für eine Eins muss man alles beantworten können. Ich wünsche euch für eure Prüfungen viel Glück. Kopf hoch, der Spruch „es ist alles halb so schlimm“ – er stimmt in diesem Fall!


   
Autor(in): Juliane Nielsen ([email protected])
  
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 3. Interview mit ausländischen Studenten - Ich träume in Deutsch

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1. Welche Nationalität hast du? Wo und in welchem Semester studierst du?
Syrisch. Ich bin im 6. Semester

2. Wie lange lebst du schon in Deutschland?
Ich bin schon seit vier Jahren hier

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3. Aus welchen Gründen hast du dich für Deutschland entschieden und nicht in deiner Heimat das Medizinstudium aufgenommen?
Deutschland ist ein berühmtes europäisches Land. Es ist natürlich von Vorteil wenn man sein Abschluss in so einem Land macht. Man möchte doch etwas Ausland sehen bevor man alt wird.

4. Wie hast du deinen Aufenthalt hier vorbereitet?
Durch einen Bekannten. Er ist ein Arzt, er hat eine Familie und lebt hier. Ich durfte die ersten zwei Monaten bei ihm übernachten, Er und seine deutsche Frau haben mir alles gezeigt was man alles für den Aufenthalt brauchen kann.

5. Wie kommst du mit der deutschen Sprache zurecht?
wunderbar. Die deutsche Sprache ist eine schwere Sprache, aber nach einiger Zeit gewöhnt man sich daran. Ich habe keine Schwierigkeiten, ich träume mittlerweile sogar auf Deutsch...

6. Gibt es Hilfestellungen oder Angebote von der Uni?
Extra für ausländische Studenten, nein gar keine. Man muss sich durchkämpfen.

7. Hast du das Gefühl integriert zu sein? Wie ist das Verhältnis zu deutschen Kommilitonen?
Langsam schon. Ich fühle mich nicht etwa benachteiligt oder so. Mein Verhältnis zu meinen deutschen Kommilitonen ist gut. Man hat natürlich diejenigen Leuten mit denen man was unternimmt oder lernt.
Den anderen, die dich nicht kennen, bist du eben fremd.

8. Hast du manchmal das Gefühl benachteiligt zu sein (Uni, Privatleben)?
Naja, wenn man die Sprache nicht gut kann, hat man immer schlechte Karten überall. Das kann ich vollkommen verstehen

9. Was schätzt du besonders an Deutschland? Was gefällt dir im Vergleich zu deiner Heimat eher weniger? Wie gehst du mit den kulturellen Unterschieden um?
Die Sauberkeit und Ordnung ist hier einzigartig. In meiner Heimat vermisse ich die billigeren Preise der Lebensmittel, mir fällt es immer schwer 20x Mal so teure Tomaten oder Paprika im Markt zu kaufen..
Jede Kultur ist anders, man muss es respektieren und nicht eigene Regeln stellen. Ich habe eine offene Persönlichkeit, und kann vieles tolerieren.

10. Würdest du noch einmal hier studieren wollen? Möchtest du später in Deutschland bleiben?
Nein ich würde wo anders studieren wollen. Ich möchte gerne hier bleiben, ich bin an alles gewöhnt, das möchte ich nicht ändern.
Es geht aber nicht, wenn ich hier bleiben will, werde ich später in der 5 Jährigen Ausbildung nach dem Abschluss nicht bezahlt, das würde mit ein teurer Spaß sein

11. Welche Tipps zu diesem Thema möchtest du an nachfolgende Kommilitonen weitergeben?
Lernt die Sprache sehr gut, und versucht die Kultur zu verstehen und zu respektieren.


   
Autor(in): Medi-Learn ([email protected])
  
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 4. Lachen ist gesund - Witz der Woche

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Ein Arzt stellt mitten in der Nacht fest, daß sein Keller unter Wasser steht. Sofort ruft er einen Klempner an. Dieser weigert sich allerdings, zu dieser späten Stunde noch zu kommen. Daraufhin wird der Arzt aufgebracht und erklärt, daß er auch mitten in der Nacht kommen muß, wenn er zu einem Notfall gerufen wird.Eine viertel Stunde später ist der Klempner da. Gemeinsam mit dem Arzt betritt er die Kellertreppe, die bereits zur Hälfte unter Wasser steht. Der Klempner öffnet seine Tasche, holt zwei Dichtungsringe heraus, wirft diese ins Wasser und sagt: "Wenn es bis morgen nicht besser ist, rufen Sie wieder an."

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Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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 5. Akupunktur bei Kniearthrose besser als Standardtherapie, aber es muss nicht TCM sein

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In der publizierten gerac-Gonarthrosestudie* - eine von vier kontrollierten Studien des gerac-Modellprojekts** - linderte eine Akupunkturbehandlung Schmerzen und Funktionseinschränkung bei Kniearthrose signifikant besser als die Standardtherapie mit Medikamenten und Krankengymnastik. Dabei war allerdings eine "Schein"-Akupunktur mit oberflächlicher Nadelung an Punkten, die nicht als Akupunkturpunkte definiert sind, ebenso wirksam wie die Akupunktur nach den Regeln der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), betont Prof. Norbert Victor vom Institut für Medizinische Biometrie und Informatik (IMBI) der Universität Heidelberg.

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Die dreiarmige Studie an über 1000 Patienten wurde von Wissenschaftlern der Universität Heidelberg geplant, durchgeführt und ausgewertet. Alle Patienten erhielten die Standardversorgung mit Medikamenten nach Bedarf und Krankengymnastik. In allen drei Behandlungsgruppen gab es zehn Arztbesuche. In den beiden Akupunkturgruppen erhielten die Patienten zusätzlich entweder 10 Behandlungen mit einer TCM-Akupunktur nach Lehrmeinungen der Deutschen Akupunkturgesellschaften bei Knieschmerzen, oder eine "Schein"-Akupunktur. Hierbei wurden insgesamt zehn Nadeln oberflächlich und ohne Stimulation an ausgewählten Punkten gestochen, die nicht definierten Akupunkturpunkten entsprachen und nicht unmittelbar am Knie, sondern im Bereich des Knöchels, der Oberschenkel und am Arm lagen.

Als Erfolg definierte man eine mindestens 36%ige Verbesserung auf einer international anerkannten Bewertungsskala (WOMAC-Score), die sowohl Schmerz, Funktionalität als auch Gelenksteifigkeit erfasst. Die Messung erfolgte nach 26 Wochen. Die Erfolgsraten betrugen 29% für die Standardtherapie, 53% für die TCM-Akupunktur und 51% für die Sham-Akupunktur. Beide Akupunkturtechniken waren deutlich wirksamer als die Standardtherapie, ein merklicher Unterschied zwischen den beiden Akupunkturbehandlungen zeigte sich nicht. Neben der langfristigen Verbesserung des Befindens der Patienten war auch der wesentlich geringere Verbrauch an Schmerzmedikamenten in den beiden Akupunkturgruppen gegenüber der Standardtherapiegruppe bemerkenswert.

Die beobachtete gleiche Wirksamkeit beider Akupunkturschemata zeigt, dass für eine erfolgreiche Behandlung die Punktauswahl nicht zwingend nach den Kriterien der TCM erfolgen muss und außerdem ein oberflächliches Stechen ausreicht. Da diese Aussage streng genommen nur für die in der Studie gewählten Therapieschemata zutrifft, kann daraus nicht gefolgert werden, dass es gleich ist, wie und wohin man sticht, betont Prof. Victor. Somit kann die gerac-Studie keinen Beweis für oder gegen eine spezifische Wirksamkeit einer TCM-basierten Akupunktur bieten. Vermutlich tragen drei Komponenten zur Wirkung bei:
- Das Stechen "an sich",
- die intensivere Zuwendung der behandelnden Ärzte, und
- die Erwartungshaltung der (von etablierten Therapien enttäuschten) Patienten.

Auf der Basis der Ergebnisse dieser Studie hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am 18.04.2006 empfohlen, dass (neben Rückenschmerzen) Akupunktur - als Teil einer multimodalen Behandlung - bei chronischen Knieschmerzen zukünftig Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen wird. Grundlage des Beschlusses der GBA war die in den gerac-Studien festgestellte Überlegenheit der Akupunktur über die Standardtherapie in den Indikationen Knieschmerz und Rückenschmerz. Dies war bei Migräne und Spannungskopfschmerz nicht der Fall, weshalb die Akupunktur für diese beiden Indikationen nicht als Kassenleistung anerkannt wurde.

Fazit:
* Die derzeitige Standardversorgung von Patienten mit chronischen gonarthrosebedingten Schmerzen ist unzureichend, daher ist weitere Forschung im Bereich Patientenversorgung dringend notwendig.
* Durch Einbeziehung einer Akupunkturbehandlung in ein multimodales Behandlungskonzept kann das Befinden der Patienten und die Wirksamkeit deutlich verbessert werden.
* Gleichzeitig kann der Bedarf an Schmerzmitteln (und das damit verbundene Risiko unerwünschter Nebenwirkungen) reduziert werden.
* Wesentliche Unterschiede in der Wirkung einer TCM-Akupunktur und einer "Schein"-Akupunktur mit oberflächlichem Stechen an Nicht-TCM-Punkten existieren nicht; die Notwendigkeit eines Stechens tiefer als 0.5 cm ist daher zu hinterfragen. Offenbar wurde auch die Bedeutung der Punktspezifität der Akupunktur bislang überschätzt.
* Bei dem für die Studie definierten "Schein"-Akupunkturschema handelt es sich wahrscheinlich um eine "echte" Akupunktur im Sinne einer Minimalakupunktur und nicht um eine Placebo-Akupunktur, bei der - für die Patienten nicht ersichtlich - gar nicht gestochen wird.
* Die Kritiker der Akupunktur werden durch die Ergebnisse aufgefordert, ihre ablehnende Haltung zu dieser Therapieform kritisch zu überdenken.
* Die Vertreter der Akupunktur nach Regeln der TCM sind durch die Ergebnisse aufgefordert, ihre Akupunkturschemata zur Behandlung chronischer Knieschmerzen im Sinne eines wirksamen minimal-invasiven Vorgehens zu optimieren.
* Patienten mit chronischen Knieschmerzen können in Zukunft (wahrscheinlich ab dem 1.Oktober 2006) Akupunkturtherapie auf Kassenkosten beanspruchen, allerdings nur einmal pro Jahr und nur bei qualifizierten Ärzten (dies wären momentan lediglich 1.400 im gesamten Bundesgebiet!). An einer Akupunkturbehandlung interessierte Patienten sollten sich deshalb umgehend bei ihrer Kasse über in Frage kommende Ärzte und Behandlungsmethoden informieren.

* Hanns-Peter Scharf, Ulrich Mansmann, Konrad Streitberger, Steffen Witte, Jürgen Krämer, Christoph Maier, Hans-Joachim Trampisch and Norbert Victor: Acupunture and Knee Osteoarthritis. A three-armed randomized trial; Ann Intern Med 2006; 145: 12-20.

**gerac = German Acupuncture Trials

Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft

Das SEIRIN®-Akupunktur-Special
Dieser Artikel ist Teil des Themenspecials rund um den Bereich Akupunktur, den wir euch in Kooperation mit 3B Scientific und SEIRIN in den kommenden Monaten ausführlich vorstellen.

[Weitere Artikel zum Thema Akupunktur - klick hier]


   
Autor(in): Dr. Annette Tuffs ([email protected])
  
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 6. Medi-Jobbörse: Der Jobticker

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Assistenzarztstelle - alle Einträge sind weiterhin kostenlos!

Nutzt auch die Gelegenheit, ein Stellengesuch zu platzieren.
Wie immer an dieser Stelle hier nun die neuesten Stellenanzeigen aus unserer Jobbörse, in der sich insgesamt über 600 Angebote wie Gesuche befinden!

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 Assistenzarzt (m/w) Strahlentherapie im Nördlichen Brandenburg Anzeige aufrufen
Stellenangebote/PJ-Stellen
 Facharzt (m/w) Allgemeinchirurgie im Großraum Rhein/Ruhr Anzeige aufrufen
Stellenangebote/Oberarzt_Chefarzt
 Oberarzt (m/w) Orthopädie und Unfallchirurgie im Großraum Rhein/Ruhr Anzeige aufrufen
Stellenangebote/Oberarzt_Chefarzt
 Assistenzarzt (m/w) Innere Medizin in Nordrhein-Westfalen Anzeige aufrufen
Stellenangebote/PJ-Stellen
 Facharzt (m/w) Anästhesiologie in Sachsen-Thüringen-Anhalt Anzeige aufrufen
Stellenangebote/Oberarzt_Chefarzt
 Assistenzarzt (m/w) Chirurgie in Schleswig-Holstein Anzeige aufrufen
Stellenangebote/PJ-Stellen
 Oberarzt (m/w) Innere Medizin in Sachsen-Thüringen-Anhalt Anzeige aufrufen
Stellenangebote/Oberarzt_Chefarzt
 Facharzt (m/w) Innere Medizin im Östlichen Brandenburg Anzeige aufrufen
Stellenangebote/Oberarzt_Chefarzt
 Assistenzarzt (m/w) Neurologie im Großraum Hannover Anzeige aufrufen
Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen
 Assistenzarzt (m/w) Gynäkologie und Geburtshilfe im Westlichen Niedersachsen Anzeige aufrufen
Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen
 Assistenzarzt (m/w) Anästhesiologie in Sachsen-Thüringen-Anhalt Anzeige aufrufen
Stellenangebote/Assistenzarzt-Stellen


   
Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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 7. Cartoon der Woche: Luftnot

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Das folgende Cartoon wurde uns von unserer Partnerseite www.rippenspreizer.com zur Verfügung gestellt.

Auf der Webseite www.rippenspreizer.com findet Ihr 400 weitere Cartoons inklusive E-Cardfunktion und vielen anderen Gimmicks.


   
Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected])
  
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 8. Universitätsspital - Innere Medizin - Basel

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Ob Famulatur, Krankenpflegepraktikum, PJ-Tertial oder Ausbildung zum Facharzt - immer wieder steht man als junger Mediziner vor der Frage Bin ich dort eigentlich gut aufgehoben? Wer vorab Informationen zur Tätigkeitsstelle herausbekommt, kennt meist jemanden, der dort schon einmal gearbeitet hat. Für alle anderen gibt es ab sofort die Klinikwahrheiten von MEDI-LEARN - eine interaktive Datenbank mit Bewertungen von Kliniken, aus der wir euch an dieser Stelle die Klinikwahrheit der Woche vorstellen wollen:

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Klinikwahrheit: Universitätsspital - Innere Medizin - Basel

Nr. der Bewertung:9051-210
Autornickname:teletubs (Private Nachricht senden)
Klinik:Universitätsspital
Stadt:4051Basel
Fachrichtung:Innere Medizin
Tätigkeit:PJ-Tertial
Zeitpunkt:2005
Chefarzt:Prof. Schifferli
Bundesland:CH-Basel-Stadt
Note Arbeitsklima:1 - sehr gut
Kommentar Arbeitsklima:Ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt und wurde ins Team integriert.
Note Weiterbildungsangebot:1 - sehr gut
Kommentar Weiterbildungsangebot:Tägliche Fortbildungen für die Ärzte...zweimal wöchentliche PJ-Seminare...Möglichkeiten Kongresse zu besuchen
Note Forschung:2 - gut
Note Zeit:2 - gut
Kommentar Zeit:Angefangen haben wir um acht Uhr. Je nach Arbeit Schluss zwischen drei und sieben Uhr.
Kommentar Bezahlung:Wir haben so um die 800CHF ausgezahlt bekommen
Note Karriere:1 - sehr gut
Kommentar Karriere:Dort arbeiten viele deutsche Ärzte und sie nehmen immer wieder gerne Leute. Die Aufstiegschancen sind meines Erachtens auch nicht schlecht!
Note Ausbildung:1 - sehr gut
Kommentar Ausbildung:Fast tägliches Teaching bei Visiten und Patientenvorstellung...sowohl der Assi-als auch der Oberarzt haben sich bemüht mir ein fundiertes Wissen zu vermitteln...
Note Betreuung:1 - sehr gut
Kommentar Betreuung:Bei Fragen konnte ich mich eigentlich an jeden wenden...hpts. an meinen Assi-und Oberarzt...aber auch wir UHUs huntereinander haben uns mit Rat und Tat beiseite gestanden!
Gesamtnote:1 - sehr gut
Abschließender Kommentar:Es waren tolle vier Monate und ich bin echt mit Tränen heimgekommen. Ich kann jedem nur empfehlen nach Basel oder auch in die restliche Schweiz zu gehen. Die Leute, das Land...einfach alles ist eine Erfahrung wert...und ich hoffe früher oder später \

Redaktioneller Tipp
Wie werde ich eigentlich Facharzt für Innere Medizin?

Wie werde ich eigentlich Facharzt für Innere Medizin?Auf dem Weg zum Facharzt für Innere Medizin stellen sich viele Fragen im Hinblick auf die Anforderungen, die sich aus der Weiterbildungsordnung ergeben. Welche Pflichtfächer muss ich belegen? Wie lange dauert die Weiterbildung?

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Autor(in): Redaktion Medi-Learn.net ([email protected])
  
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 9. Demenzen – ein schillerndes Spektrum von Symptomen

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Störungen des Gedächtnisses sind nicht ohne weiteres mit Demenz gleichzusetzen, wie es häufig im alltäglichen Sprachgebrauch geschieht. Vielmehr müssen Störungen des Denkvermögens, wie Urteilsfähigkeit oder Störung des Ideenflusses, und andere Störungen, beispielsweise der emotionalen Kontrolle, hinzutreten, und diese Symptome müssen sich im Alltag störend bemerkbar machen

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Ein Beitrag in der neuen Fort- und Weiterbildungszeitschrift "Psychiatrie und Psychotherapie up2date" (Georg Thieme Verlag, Stuttgart) gibt einen Leitfaden an die Hand, wie zur Sicherung der Diagnose, von der weltweit 24 Millionen betroffenen sind, weiter vorzugehen ist. Nach einer ausführlichen Anamnese, bei der auch die Angehörigen zu befragen sind, folgen zunächst sehr einfache und schnell durchzuführende neuropsychologische Testverfahren, und nur bei positivem Ausgang muss dann eine umfangreichere Testserie folgen. Wichtig ist ein Test zur Erfassung einer möglichen depressiven Symptomatik. Computer- und Kernspintomographie sowie weitere spezielle bildgebende Verfahren können das Bild abrunden. Die häufigste Differenzialdiagnose zur Alzheimerschen Erkrankung ist eine auf Störung der Hirndurchblutung beruhende Demenzform (vaskuläre Form), die einen plötzlichen Beginn, einen fluktuierenden Verlauf und schrittweise Verschlechterung zeigt. Die heute bekannte medikamentöse Behandlung des "Alzheimer" hat nur aufschiebenden Charakter und kann die Einweisung in ein Pflegeheim hinauszögern.
Es gibt aber auch eine Vielzahl behandelbarer, potenziell reversibler Demenzsyndrome bei primär nicht-demenziellen Erkrankungen. Abgesehen von den bereits erwähnten Depressionen, die als Pseudodemenz zu klassifizieren sind, kann es sich dabei um Alkoholmissbrauch, chronische Schlafstörungen (Schlafapnoe), Tumor- und Herz-Kreislauferkrankungen und anderes handeln. Schließlich können auch Medikamente kognitive Störungen auslösen. In den letzten Jahren galt das wissenschaftliche Interesse zunehmend der leichten kognitiven Störung, bei der subjektive und leichte, neuropsychologisch objektivierbare Störungen des Gedächtnisses oder des Denkvermögens vorliegen, die aber noch nicht zu alltagsrelevanten Einschränkungen führen. Ungefähr die Hälfte dieser Patienten zeigt kein Fortschreiten der Gedächtnisstörung, 15 bis 20 Prozent entwickeln aber eine Alzheimerdemenz.

Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft


   
Autor(in): Dr. med. Jana Svitek ([email protected])
  
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 10. In den Foren gelauscht

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Mit mehr als 500 Beiträgen in der Woche findet man in den Diskussionsforen von MEDI-LEARN zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In unserer Rubrik "Gelauscht" wollen wir Euch in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findet Ihr das ein oder andere Thema, das Euch auch interessiert - ein Klick und Ihr seid mit dabei:

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 11. Emergency Room - Die Notaufnahme

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"ER" zählt zu den erfolgreichsten Serien aller Zeiten. Die Drama-Serie wurde in zwölf Jahren für beinahe jeden Fernsehpreis in den USA nominiert, allein 90 Mal für den Emmy und 24 Mal für den Golden Globe. Eine 14. Staffel ist bereits in Planung. Nächste Folge am 20.06.2007 um 21.15 Uhr auf Pro7

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Vertrauensbruch
Ein Mitglied aus Pratts Gemeinde, der dort bereits mit Renuvium versorgt wurde, stirbt in der Notaufnahme. Nach diesem Unglück muss Pratt gestehen, dass er es war, der unerlaubt Medikamente ausgegeben hat - er wird vor den Untersuchungsausschuss gestellt. Kovac steht vor der schweren Aufgabe, Weaver aufgrund von Etatkürzungen zu kündigen. Als er sie nach einer brillanten OP bittet, doch zu bleiben, teilt sie den Kollegen mit, dass sie die Notaufnahme für immer verlassen wird.


   
Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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 12. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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Redaktionsleitung: Jens Plasger & Christian Weier, Daniel Luedeling, Cartoonist und Redakteur, Angelika Lehle, Redakteurin und Grafikerin, Simone Arnold, Redakteurin, Thorben Kühl, Redakteur und Grafiker, Martina Fröhlich, Programmierung, Kjell Wierig, Grafiker, Peter Wollny, Redakteur, Ilka Markmann, Redakteurin, Marlies Lehmkuhl, Redakteurin, Trojan Urban, Redakteur, Franziska Böhm, Redakteurin, Susanne Kirscht, Redakteurin, Andreas Bussmeyer, Redakteur, Jascha Hellberg, Redakteur, Stan, Reporter für Extremeinsätze, Arne Beckendorf, Buchrezensionen und Lokal Hannover, Andrea Clemens, Lokalbereich Uni Köln, Astrid Stumpf, Lokalbereich Uni Münster, Benedikt Bader, Lokalbereich Uni München, Bettina Kiep, Lokalbereich Uni Mainz, Cordula Sachse, Lokalbereich Uni Greifswald, Daniela Prause, Lokalbereich Uni Göttingen, Eike Beyer, Lokalbereich Uni Essen, Eva Skalsky ,Lokalbereich Uni Zürich, Franziska Thieme, Lokalbereich Uni Innsbruck, Katharina Ruether, Lokalbereich Uni Regensburg, Kristina Krüger, Lokalbereich Uni Hannover, Pia Paul, Lokalbereich Uni Witten, Stefanie Schmölke, Lokalbereich Uni Frankfurt, Tobias Schmeinck, Lokalbereich Uni Münster

  
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