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Editorial |
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Hallo,
Eine weitere Ausgabe der MEDI-LEARN Zeitung im Printformat (kurz: MLZ), die als Beilage der Zeitschrift Via medici aus dem Thieme-Verlag zugegeben wird, ist erschienen - Grund genug für uns, euch die Artikel der Ausgabe 05 des Jahres 2007 vorzustellen.
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Holger Priebe berichtet über das Leben in Israel, Verena Engelstädter leistete ihre Famulatur in Japan ab und Melanie Schuster gewährt uns spannende Einblicke in die Welt der Rechtsmedizin.
In diesem Newsletter findet ihr die Beiträge der MLZ 05/2007 in kurz angerissener Form. Wer mehr lesen und die Artikel in voller Länge genießen möchte, findet alle Artikel der MLZ in einem PDF-Dokument, das bereits zum kostenlosen Download bereitsteht und auf euch wartet.
Viel Spaß bei der Lektüre wünschen euch,
Angelika, Jens und Christian
Redaktion MEDI-LEARN
Der Blick in die Zukunft: In der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung lest
ihr am 04.12.2007:
o 4 Wochen im Emergency-Camp Sewa Ashram, Delhi
o Dem Zelltod auf der Spur
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Auf dem Weg zur Ruhr-Uni Bochum erzählte mir ein palästinensischer Kommilitone vor den Semesterferien von seinen Plänen, seine Familie zu besuchen. Er sprach mit einer solchen Leidenschaft von seiner Heimat, dass ich ihn mehr scherzhaft fragte, ob ich ihn nicht begleiten könne. Er willigte sofort ein. Also kam ich mit. Es sollte ein wahres Abenteuer werden!
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Versorgung der palästinensischen Einwohner
Da war ich nun. Mit zwölf Stunden Verspätung am Ben Gurion Airport in Tel Aviv gelandet. Nach massiven Flughafenkontrollen war ich umgeben von zahlreichen orthodoxen Juden mit ihren religiösen Bärten, Kippas und der schwarzen Kleidung, die wild durcheinander liefen. Doch schnell fand ich darunter den Bruder des Kommilitonen, bei dem ich wohnen durfte. Ich hatte verspätungsbedingt ganze drei Stunden übrig, um pünktlich um acht Uhr im St. Josephs Hospital in East Jerusalem vorstellig zu werden, wo ich famulieren sollte.
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| Autor(in): Holger Priebe ([email protected]) |
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Wie Medikamente wirken und ob sie Nebenwirkungen haben, wird in der frühen Entwicklungsphase in Tierversuchen getestet. Fraunhofer-Forschern ist es gelungen, ein dreidimensionales Lebermodell mit einem funktionierenden Blutkreislauf zu entwickeln. Dies ermöglicht erstmals aussagekräftige Untersuchungen neuer Wirkstoffe an menschlichem Lebergewebe. Das Lebermodell wurde auf der Biotechnica im Oktober den Besuchern vorgestellt.
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Pharmaunternehmen investieren viel Geld in die Entwicklung neuer Medikamente. Um zu untersuchen, wie die neuen Substanzen wirken, setzen die Forscher meist auf Tierversuche. Doch der Körper einer Maus oder eines Schweins reagiert anders als der menschliche Körper. Auch Tests an künstlichen oder unsterblichen (immortalisierten) Zellkulturen aus menschlichen Zellen liefern nur bedingt aussagekräftige Ergebnisse. Wissenschaftlern des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB ist es gelungen, unterschiedliches menschliches Gewebe wie Haut, Leber und Darm herzustellen. Für Medikamententests ist das Lebermodell besonders interessant. Die Besonderheit des Systems: Das „künstliche“ Gewebe besitzt ein funktionelles Netzwerk von Blutgefäßen. Fachleute bezeichnen das als 3-D vaskularisiertes Lebermodell.
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| Autor(in): Dr. Janine Drexler ([email protected]) |
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4. Arzt der Zukunft Medizinstudenten führen Bundeskongress durch
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Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd) richtet vom 30. November bis 2. Dezember 2007 einen Bundeskongress zum Thema „Zukunft des Arztberufs – Entscheidungsträger und junge Mediziner im Dialog“ in Hamburg aus. Neben zahlreichen Workshops und Seminaren ist eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik, Ärzteschaft und Arbeitgebern im Gesundheitswesen geplant. Es werden rund 300 Medizinstudenten aus ganz Deutschland erwartet.
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Im Rahmen der Veranstaltung soll eine Podiumsdiskussion stattfinden, bei der Vertreter aus Politik, Ärzteschaft und Arbeitgebern im Gesundheitswesen mit den anwesenden Medizinstudenten über die Zukunft des Arztberufs diskutieren. „Die aktuellen Entwicklungen im Gesundheitswesen zeigen, dass der Arztberuf sich zunehmend von traditionellen Vorstellungen entfernt. Aber wohin entwickelt er sich? Und welche Wege peilen Politik, Ärzte und Kliniken an? Gerade für Medizinstudenten als zukünftige Ärzte, ist eine solche Debatte unheimlich spannend,“ begründet Patrick Weinmann, Organisator des Kongresses, die getroffene Themenwahl.
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| Autor(in): Martin Feindor ([email protected]) |
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5. Kurzfristig nach Japan Famulatur an der Medical School Kashihara
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Im März 2007 leistete ich zwei Famulaturen am Universitätskrankenhaus der Nara Medical School in Japan ab: zwei Wochen im Department für Gynäkologie und Geburtshilfe und zwei Wochen im Department für gastrointestinale Chirurgie. Mein Interesse für Japan entwickelte ich, nachdem ich einmal im Urlaub Bekanntschaft mit einer japanischen Familie gemacht hatte. Ihre Berichte über die japanische Kultur interessierten mich sehr.
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Vor knapp vier Jahren hatte ich einen Japanisch-Intensivkurs belegt, der mich schließlich dazu motivierte, irgendwann einmal nach Japan zu reisen. Diese Reise habe ich also nun angetreten, verknüpft mit einer Famulatur.
Kurzfristige Zusage
Meine Zusage für die Famulatur vom Krankenhaus erhielt ich erst sechs Wochen vor Famulaturbeginn. Das war zwar recht kurzfristig, aber ich hatte bereits in anderen Erfahrungsberichten gelesen, dass die Zusage manchmal recht spät kommt, daher war ich vorbereitet. Bei British Airways habe ich auch noch einen relativ günstigen Flug bekommen. Als Visum habe ich ein Touristenvisum beantragt, was völlig problemlos war. Es empfiehlt sich aber sicherlich, die aktuellen Bestimmungen zu prüfen. An Impfungen habe ich keine speziellen Vorbereitungen getroffen. Das Auswärtige Amt hat zurzeit keine speziellen Empfehlungen ausgegeben. Gegen Hepatitis A und B sollte sowieso jeder Medizinstudent geimpft sein.
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| Autor(in): Verena Engelstädter ([email protected]) |
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6. Nüchterne Analyse statt cooler Kommissare Unschlagbar spannende Einblicke in die Rechtsmedizin
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Plötzlich ist es wieder da: Das Gefühl, das man im Präpkurs beim erstmaligen Anheben der Plastikdecken hatte. Nach etlichen Semestern mit Kursen der Pathologie, Chirurgie und Inneren dachte ich eigentlich, dass ich abgehärtet sei. Falsch gedacht! In dem dunklen Siebziger-Jahre-Bau komme ich mir auf einmal um Semester zurückversetzt vor. Doch mit einer (wahrscheinlich notwenigen) schonungslosen Rücksichtslosigkeit wird die Bahre in den Hörsaal geschoben. Und auf einmal ist man mittendrin in der Materie der Rechtsmedizin.
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As seen on TV?
Durch diverse Fernsehserien und Tatort-Abende, in denen findige Rechtmediziner in kühlen, chromblitzenden, gekachelten Räumen Verbrechen anhand von präparierten Pistolenkugeln oder gebrochenen Schädelkalotten nachweisen, hat man ja eine gewisse Vorstellung, was einen wahrscheinlich erwartet.
Der Stundenplan lässt
jeden Kriminalroman wie ein Kinderbuch aussehen
Ob sich diese Vorstellung in der Realität halten lässt, werde ich in den nächsten zwei Wochen erfahren. Der Blick auf den Stundenplan lässt jeden Kriminalroman wie ein Kinderbuch aussehen: Tod im Wasser, Tod durch Hitze und Kälte, Sexualdelikte, Kindesmisshandlung, Tod durch Sturz aus großer Höhe. Er weckt gleichzeitig eine morbide Faszination: Er ist unschlagbar spannend im Vergleich zu anderen Kursen wie Gesundheitsökonomie oder Arbeitsmedizin. Schon nach kurzer Zeit gewöhnt man sich an den Anblick des Todes, an den Geruch kann man sich jedoch äußerst schwer gewöhnen. Es drängt sich mir die Frage auf, wie man wohl jeden Tag hier arbeiten kann. Dass die Arbeit eines Rechtsmediziners jedoch nicht mit der Arbeit im Obduktionssaal getan ist, berichten uns unsere Dozenten in diversen Seminaren. Sowohl die Blutabnahme bei Verkehrsdelikten als auch fachliche Gutachtertätigkeiten vor Gericht gehören zum beruflichen Spektrum.
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| Autor(in): Melanie Schuster ([email protected]) |
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7. Abenteuer Medizinstudium Auszug aus dem bald erscheinenden MEDI-LEARN Studienführer
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Nur noch kurze Zeit, dann erscheint der MEDI-LEARN Studienführer mit dem Titel "Abenteuer Medizinstudium". Im folgenden veröffentlichen wir einen Ausschnitt aus dem Kapitel "Warum Medizin studieren?" Am Ende des Artikels findet ihr weiterführende Links zu Probekapiteln und zur Vorbestellung. Als besonderes Bonbon bieten wir euch eine Hörprobe aus dem gleichnamigen Hörbuch.
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Ist Medizin überhaupt das Richtige für mich?
Einblicke in Studium und Arbeitsalltag
„Medizin ist die Wissenschaft vom gesunden und kranken Menschen, von den Ursachen, Wirkungen und der Vorbeugung und Heilung der Krankheiten.“
So lautet die prägnante Definition des Pschyrembel - das ist eines jener Bücher, welches dem Medizinstudenten der Zukunft immer wieder begegnen wird. Bei der Entscheidungsfindung jedoch, ob Medizin überhaupt das richtige Studienfach und Arzt später der richtige Beruf ist, helfen Wörterbücher und Lexika jedoch kaum weiter.
Ist Medizin das Richtige für mich? Das ist sicherlich eine der ersten Fragen, die du dir stellen wirst. Gleich eine Gegenfrage: Wie bist du auf Medizin gekommen? Weil du schon immer Arzt werden wolltest? Du kommst aus einer Medizinerfamilie und hast das Fach sozusagen in die Wiege gelegt bekommen? Vielleicht hast du aber auch schon mal in den Krankenhausbetrieb reingeschnuppert, ein Praktikum oder den Zivildienst dort gemacht? Oder der Hochschulinformationstag hat deine Neugier an der Medizin geweckt? Wenn du eine oder mehrere dieser Fragen mit Ja beantwortest, dann bist du sicherlich auf dem richtigen Weg.
Ein Medizinstudium wird oft mit einem guten Abitur in Zusammenhang gebracht. Natürlich kann man Medizin mit einer guten Abiturnote studieren und es ist auch richtig, dass man in der Regel eine gute Abiturnote braucht, um einen Platz zu bekommen. Nur sollte diese nicht der ausschlaggebende Faktor für die Wahl des Studienfaches Humanmedizin sein. Die Entscheidung, ob Medizin das Richtige für dich ist, solltest du weitgehend unabhängig von der Note treffen.
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| Autor(in): MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Von September 2006 bis Februar 2007 verbrachte ich das sechste klinische Semester an der Universität Claude Bernard I in Lyon. Der späte Zeitpunkt, nämlich im letzten Semester vor dem PJ ins Ausland zu gehen, stand für mich schon länger fest. In diesem Semester hat man die wichtigsten theoretischen Scheine zusammen und nur noch wenige Praktika zu absolvieren.
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Es gibt mehrere Möglichkeiten um nach Lyon zu kommen. Einer der günstigsten ist wohl die Anfahrt mit dem Bus. Die Busgesellschaft Euroliners bietet eine preiswerte Option. Für knapp 50 Euro habt ihr die Möglichkeit mit viel Gepäck aus vielen Städten Deutschlands ans Ziel zu kommen. Wenn ihr mit etwas weniger Gepäck unterwegs seid, gibt es bei Lufthansa sehr oft Angebote für 99 Euro Hin- und Rückflug für die Strecke Lyon-Frankfurt. Es ist ratsam, schon bis zu zwei Monate vorher zu buchen.
Mit dem Vollmond heim
Eine WG von Deutschland aus zu finden, gestaltet sich ziemlich schwer. Ich habe daher ein Zimmer im Studentenwohnheim Mermoz gemietet. Das Wohnheim liegt im achten Arrondissement, nicht gerade zentral. Die Anbindung ist aber relativ gut, mit der Métro ist man in einer Viertelstunde in der Stadt. Sie fährt bis kurz nach Mitternacht, danach bringt einen die Buslinie „pleine lune“ (Vollmond) sicher direkt vor die Wohnheimtore von Mermoz.
Zieht man das Wohngeld ab, bezahlt man 98 Euro. Angesichts dieses Mietpreises, liegt es auf der Hand, dass man manchmal beide Augen zudrücken muss. Mit neun Quadratmetern kann man sich für einen überschaubaren Zeitraum noch anfreunden, weniger mit der Küche, einem spartanisch eingerichteten Raum mit zwei Herdplatten und zwei Mikrowellen für 60 Leute! Ein weiteres Manko ist der fehlende Kühlschrank! Es gibt aber oft die Möglichkeit einen second hand Kühlschrank vom ausziehenden Nachbarn günstig zu ergattern. Wer auf die Dauer von den eher campingähnlichen Wohnverhältnissen in Mermoz Abstand gewinnen möchte, dem empfehle ich die Seite www.colocation.fr.
Auf diesem Wege kann man mit etwas Glück nette WGs finden, die dank des Wohngeldes auch bezahlbar sind.
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| Autor(in): Beata Hajduk ([email protected]) |
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9. E-Learning – Ausbildung der Zukunft? Online-Lernangebote für die Medizin
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Mit Einführung der neuen Approbationsordnung für Ärzte erfährt die Lehre eine sowohl quantitative als auch qualitative deutliche Ausweitung. Das neue Curriculum sieht einen hohen Anteil an Patientenkontakten für die Studenten in kleinen Gruppen vor, wobei die systematische Erlernung von Problemlösungsstrategien anhand von Fallanalysen erfolgen soll.
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Es stellt sich nun die Frage, ob in Abstimmung mit diesen etablierten Präsenzveranstaltungen zusätzlich online abrufbare Lehr- und Lernangebote präsentiert werden sollen oder ob derartige E-Learning-Angebote gar einen Teil der Präsenzveranstaltungen ersetzen können oder sollen.
Eigene Erfahrungen
An der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie der Universität des Saarlandes wird zurzeit ein E-Learning-Angebot realisiert. Das didaktische Konzept orientiert sich am so genannten „blended learning“ (verzahntes Lernen auf unterschiedlicher didaktischer Basis).
E-Learning ergänzt die Präsenzveranstaltungen, es ersetzt sie jedoch nicht. Das Online-Angebot orientiert sich an bereits etablierten Präsenzveranstaltungen, wobei das unfallchirurgische Wissen nicht ausschließlich elektronisch vermittelt wird. Vielmehr erfolgt eine Vertiefung der in den Präsenzveranstaltungen vermittelten Themen. Auf diese Weise wird eine Verknüpfung der Präsenzveranstaltung und dem Selbststudium erzielt.
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| Autor(in): Reinhilde Ziegler ([email protected]) |
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Mikrobiologie ist eher ein Randfach im Medizinstudium und wird sehr selten als Wahlfach im PJ ausgesucht. Die meisten wissen auch gar nicht, dass Mikrobiologie wählbar ist, denn nur an manchen Unis wie Hannover wird es angeboten. Eine andere Möglichkeit ist, ins Ausland zu gehen, wie in meinem Falle in die Schweiz nach Aarau, um dort Mikrobiologie zu machen.
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Selbst in der
Schweiz problemlos
Die Schweiz ist sehr beliebt bei deutschen Medizinstudenten für das PJ, da Mikrobiologie aber auch hier selten gewählt wird, braucht man sich wegen viel Konkurrenz um die Plätze kaum Sorgen zu machen. Ich habe mir im Internet verschiedene Kliniken mit mikrobiologischen Instituten rausgesucht und einfach eine formlose Mail geschickt. Eine der ersten Antworten bekam ich vom mikrobiologischen Institut des Kantonsspitals Aarau. Im weiteren Verlauf verlief eigentlich alles ganz stressfrei für mich. Um Arbeitserlaubnis, Unterkunft etc. kümmerte sich die Personalverwaltung. Laut Arbeitsvertrag, welcher in der Schweiz üblicherweise für das PJ abgeschlossen wird, ist eine 45 bis 50-Stunden-Woche vorgesehen, bei einem Gehalt von 1.500 Franken. Damit war auch die Monatsmiete zu verkraften, die ich zu entrichten hatte: 320 Franken.
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| Autor(in): Sandra Krauß ([email protected]) |
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11. Ein Schmunzeln kann nicht schaden Arbeiten in einer Schweizer Psychiatrie
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Ein Freund erzählte mir beim Grillen von seiner Famulatur in der Schweiz, bei der er 800 Franken pro Monat verdiene und auch immer erst um acht Uhr anfangen müsse. Als ich von diesen geradezu paradiesischen Zuständen erfuhr, war mir sofort klar, dass ich dies nach dem 4. Studienjahr auch machen wollte. Im Dezember bewarb ich mich schließlich schriftlich um eine Stelle in St. Urban, ohne wirklich daran zu glauben, dass daraus noch was werden könnte, da ich die Stelle bereits Mitte Juli des nächsten Jahres anzutreten hätte.
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Nach allem, was ich bis dahin gehört hatte, hatte ich mir zuviel Zeit mit meiner Bewerbung gelassen und rechnete also mit einer Absage. Andere Spitäler hatte ich auch nicht angeschrieben. Aber Glück gehabt: Nach ein paar E-Mails mit der netten Chefsekretärin bekam ich meinen Arbeitsvertrag und auszufüllende Formulare zugesandt. Später bekam ich meine Zusicherung zur Aufenthaltsbewilligung für die Schweiz. Es hatte also funktioniert!
Im alten Zisterzienserkloster
Ich bezog ein sehr geräumiges Zimmer in dem ehemaligen Kloster, in dessen Räumen 1873 eine Psychiatrie eröffnet wurde. Das Zisterzienserkloster aus dem 18. Jahrhundert ist wirklich ein luxuriöser Ort zum Arbeiten. In der Kirche gibt es ein sehr bekanntes, uraltes Chorgestühl und überall findet man viele ruhige Orte.
Ich bekam einen Büroplatz in der riesigen Bibliothek zugewiesen, ein Diktiergerät und ein mobiles Diensttelefon. Am Haupteingang fiel mir auf, dass alle neuen Mitarbeiter per Aushang begrüßt wurden, auch mein Name war ausgewiesen mit der Zusatzbezeichnung „Unterassistent“. Dazu ein paar nette Worte zum Arbeitsbeginn: „Ja, die Schwiez, die ist heimelich!“
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| Autor(in): Daniel Kloppert ([email protected]) |
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Redaktionsleitung: Jens Plasger & Christian Weier, Redaktion: Angelika Lehle (Redakteurin und Mediengestalterin), Daniel Luedeling (Arzt und Cartoonist), Simone Arnold (Redakteurin), Thorben Kühl (Redakteur und Mediengestalter), Martina Fröhlich (Programmierung), Kjell Wierig (Mediengestalter), Marlies Lehmkuhl (Ärztin und Redakteurin), Trojan Urban (Arzt und Redakteur), Stan, Reporter für Extremeinsätze,
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