20.05.2008

Ausgabe 400

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591681 Rund um den Globus
Bist du während des Studiums schon einmal im Ausland gewesen? Hast du eine Famulatur, einen Teil des PJ oder gar ein Auslandssemester in anderen Ländern zugebracht? Dann bist du der ideale Kandidat für uns. ....

In Kooperation mit: Georg Thieme Verlag  *  Deutsche Ärzte Finanz  * deutsche apotheker- und ärztebank

 
 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Editorial
2.Der KaLEARNder von MEDI-LEARN
3.Das Interview - esanum stellt sich vor
  
4.Witz der Woche: Im Fahrstuhl
5.DMW - Aktuelles kurz notiert: Lungenembolie
6.Rund um den Globus: Mitmachen beim Auslandsinterview
  
7.Einsteigen und Losfahren: Die Userrallye
8.MEDI-LEARN Jobbörse: Stellenangebote satt
9.Gene für Colitis ulcerosa aufgespürt
  
10.Famulieren auf Malta: Tägliches Feuerwerk inklusive
11.Antikörper im Kopf
12.In den Foren gelauscht: ZVS, AdH, Hohes Semester, Anatomie-Schein
  
13.Impressum
    
MEDI-LEARN RSS

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Zum Lesen benötigt ihr einen kostenlosen RSS-Reader.
Ihr findet die RSS-Feeds unter http://www.medi-learn.de/rss.

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http://www.medi-learn.de/medizinstudium/onlinezeitung/archiv/400/index.shtml

  

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 1. Editorial
  

Hallo,
die heutige Ausgabe der Onlinezeitung ist wieder randvoll gepackt mit Artikeln, News und Kolumnen aus der Welt der Medizin. U.a. gibt es ein Gewinnspiel namens Userrallye, die aktuelle Jobbörse, einen Artikel mit "brandheißen" Forenthemen sowie ein Interview mit der Webseite esanum. Des Weiteren suchen wir Kandidaten für Fragebogen-Aktionen und verraten dir, wo du den KaLEARNder von MEDI-LEARN vor Ort in deiner Buchhandlung erhältst.

Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung geladen! Nachladen? Bitte F5 druecken!



Der Studentenbericht über eine Famulatur auf Malta, ein Artikel über die "unglaubliche Vielfalt" von Antikörpern in unserem Körper in ihrem spannenden Kampf gegen Krankheitserreger, die Meldung von Kieler Forschern über die Identifizierung erster Gene, die für Colitis ulcerosa (Entzündung des Dickdarms) verantwortlich sind, machen neugierig und laden zum Lesen ein.

Viel Spaß bei der Lektüre wünschen dir
Jens, Thomas und Christian
Redaktion MEDI-LEARN

Der Blick in die Zukunft: In der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung lest ihr am 27.05.2008:
o Mehr Menschlichkeit - die etwas andere Famulatur
o Klinikwahrheiten: Chirurgie in Pforzheim

  

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FAKTEN. Arzneimittel 2008 von Thieme geschenkt!

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 2. Der KaLEARNder von MEDI-LEARN

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Mittlerweile ist der KaLEARNder von Medi-Learn eine Art "Institution" geworden. In DIN A3 Größe bietet der "KaLEARNder" die Monatsübersichten über das Sommersemester 2008 und Wintersemester 2008/09. Der Wandkalender eignet sich ideal zur Erstellung des eigenen Lernplans für die Examenszeit. Im Innenheft des KaLEARNders findest du einen Lernplan und Wissenswertes zu Notenberechnung und Bestehensgrenzen.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung geladen!


Die Beispiel- Lernpläne stehen nun auch Online kostenlos zum Download zur Verfügung. Die Wandkalender gibt es kostenlos in fast allen medizinischen Fachbuchhandlungen - frag einfach einmal in deiner Unistadt nach. Da die Anzahl der "KaLEARNder" begrenzt ist, solltest du dir möglichst bald dein Exemplar sichern. Hier findest du eine Auswahl von PDF-Dokumenten zum Downloaden oder Ausdrucken, für den Fall, dass deine Buchhandlung vor Ort kein Exemplar mehr vorrätig haben sollte:

KaLEARNder zum Ausdruck
- zum Download: klick hier

Innenheft mit Lernplaner
- zum Download: klick hier


Bezugsstellen KaLEARNder

Nahezu alle medizinischen Fachbuchhändler führen den KaLEARNder von Medi-Learn, der dort kostenlos abholbar ist. Sollte der KaLEARNder nicht mehr verfügbar sein, frag einfach deinen Buchhändler, ob er noch welche bei Medi-Learn nachbestellen kann. Das klappt in der Regel. Da der KaLEARNder halbjährig neu aufgelegt wird, musst du ggf. warten, bis die Neuauflage erscheint.

Folgende Buchhändler stellen den KaLEARNder zur Verfügung:
  • Aachen, Mayersche Buchhandlung Abt. Medizin, Pontstraße 131, 52062 Aachen
  • Aachen, Mayersche Buchhandlung Abt. Medizin, Buchkremerstr. 1-7, 52062 Aachen
  • Aachen, Lehmanns Fachbuchhandlung, Pauwelsstr. 19, 52074 Aachen
  • Berlin, Lehmanns Fachbuchhandlung, Friedrichstr. 128, 10117 Berlin
  • Berlin, Antiquariat im Hufelandhaus vorm. Lange & Springer, Hegelplatz 1, 10117 Berlin
  • Berlin, Schleichers Buchhandlung Dahlem-Dorf, Königin-Luise-Str. 41 + 44, 14195 Berlin
  • Berlin, unibuch-mitte GmbH, Spandauer Str. 2, 10178 Berlin
  • Berlin, Lehmanns Fachbuchhandlung, Charitéplatz 1, 10117 Berlin
  • Berlin, Lehmanns Fachbuchhandlung, Hardenbergstr. 5, 10623 Berlin
  • Bochum, Mayersche Buchhandlung Abt. Medizin, Kortumstr. 69-71, 44787 Bochum
  • Bochum, Universitätsbuchhandlung Schaten , Universitätsstr. 150, 44801 Bochum
  • Bochum, Medizin Sefzik (Campus Center), Universitätsstr. 150, 44801 Bochum
  • Bonn, Thalia Universitätsbuchhandlung Bouvier, Am Hof 28, 53113 Bonn
  • Bonn, Fach- & Universitätsbuchhandlungen Witsch & Behrendt, Am Hof 5a, 53113 Bonn
  • Bonn, Bücher James Fachbuchhandlung James Helmut Zowe, Königsstr. 86, 53115 Bonn
  • Dresden, Lehmanns Fachbuchhandlung, Blasewitzer Str. 78, 01307 Dresden
  • Düsseldorf, Universitätsbuchhandlung Stern-Verlag Janssen & Co., Universitätsstr. 1 , 40225 Düsseldorf
  • Düsseldorf, Lehmanns Fachbuchhandlung, Himmelgeister Str. 131, 40225 Düsseldorf
  • Erlangen, Mencke-Blaesing Theodor Krische Thalia Universitätsbuchhandlung GmbH, Universitätsstr. 16, 91054 Erlangen
  • Erlangen, Lehmanns Fachbuchhandlung, Universitätsstr. 6, 91054 Erlangen
  • Essen, Mayersche Buchhandlung Abt. Medizin, Markt 5-6, 45127 Essen
  • Essen, Wirmsberger Fachbuchhandlung für Medizin, Hufelandstr. 13, 45147 Essen
  • Essen, Lehmanns Fachbuchhandlung, Robert-Koch-Str. 12, 45147 Essen
  • Frankfurt, Fachbuch-Center GmbH, Gartenstr. 179, 60596 Frankfurt
  • Frankfurt/M., Johannes Alt Medizinische Fachbuchhandlung, Galerie am Rosengarten, Theodor-Stern-Kai 7 / Uniklinik, 60596 Frankfurt/M.
  • Freiburg, Buchhandlung Rombach, Bertoldstr. 10, 79098 Freiburg
  • Freiburg, Medizinische Buchhandlung Dr. med. G. u. T. Hasselblatt, Tennenbacherstr. 5, 79106 Freiburg
  • Freiburg, Lehmanns Fachbuchhandlung, Friedrichring 25, 79098 Freiburg
  • Gießen, Medizinische Buchhandlung Schwa-Medico GmbH, Frankfurter Str. 23, 35392 Gießen
  • Gießen, Bücher Thalia Gießen, Seltersweg 54, 35390 Gießen
  • Gießen, Lehmanns Fachbuchhandlung, Frankfurter Str. 42, 35392 Gießen
  • Göttingen, Deuerlich Bücher und Medien, Weender Landstraße 6, 37073 Göttingen
  • Göttingen, Akademische Buchhandlung Calvör, Weender Str. 58, 37073 Göttingen
  • Göttingen, Lehmanns Fachbuchhandlung, Weender Str. 87, 37073 Göttingen
  • Greifswald, Rats- und Universitäts-Buchhandlung, Lange Str. 77, 17489 Greifswald
  • Greifswald, Universitätsbuchhandlung Gustav Weiland Nachf. GmbH & CO., Markt 20/21, 17489 Greifswald
  • Halle, Lehmanns Fachbuchhandlung, Universitätsring 7, 06108 Halle
  • Hamburg, Lehmanns Fachbuchhandlung, Kurze Mühren 6, 20095 Hamburg
  • Hamburg, Heymann Buchzentrum, Eppendorfer Baum 27, 20249 Hamburg
  • Hamburg, Lehmanns Fachbuchhandlung, Martinistr. 52, 20251 Hamburg
  • Hannover, Buchhandlung Schmorl & v. Seefeld, Bahnhofstr. 14, 30159 Hannover
  • Hannover, Erich W. Hartmann Buchhandlung, Hildesheimer Str. 21, 30169 Hannover
  • Hannover, Buchhandlung Weiland Hannover GmbH, Georgstr. 10, 30159 Hannover
  • Hannover, Lehmanns Fachbuchhandlung, Carl-Neuberg-Str. 1, 30625 Hannover
  • Heidelberg, Buchhandlung Schmitt Libresso - Fachbuch, Brückenstr. 4, 69120 Heidelberg
  • Heidelberg, Thalia Universitätsbuchhandlung , Hauptstr. 86, 69117 Heidelberg
  • Heidelberg, Lehmanns Fachbuchhandlung, Im Neuenheimer Feld 370, 69120 Heidelberg
  • Homburg, Winfried Lohel GmbH Fachbuchhandlung für Medizin, Ringstr. 80, 66424 Homburg
  • Jena, Jenaer Universitätsbuchhandlung Thalia Neue Mitte Jena, Leutragraben 1, 07743 Jena
  • "Kiel, Brunswiker Universitätsbuchhandlung Medizin, Brunswiker Str. 23-25, 24103 Kiel
  • Kiel, Universitätsbuchhandlung Weiland, Holtenauerstr. 116, 24105 Kiel
  • Kiel, Weiland Mensa-Shop, Westring 385, 24118 Kiel
  • Köln, Mayersche Buchhandlung Abt. Medizin, Neumarkt 2, 50667 Köln
  • Köln, Thalia Buchhandlung Köln GmbH, Neumarkt 18a, 50667 Köln
  • Köln, Lehmanns Fachbuchhandlung, Kerpener Str. 75, 50937 Köln
  • Leipzig, Universitätsbuchhandlung Leipzig & Schweitzer oHG, Universitätsstr. 16, 04109 Leipzig
  • Leipzig, Lehmanns Fachbuchhandlung, Grimmaische Str. 10, 04109 Leipzig
  • Leipzig, Lehmanns Fachbuchhandlung, Brüderstr. 53, 04103 Leipzig
  • Lübeck, Buchhandlung Weiland, Königstr. 67 a, 23552 Lübeck
  • Lübeck, Buchhandlung Weiland an der Uni, Ratzeburger Allee 111-125, 23562 Lübeck
  • Magdeburg, Thalia-Buchhandlung Allee-Center Magdeburg, Ernst-Reuter-Allee 11, 39104 Magdeburg
  • Magdeburg, Universitätsbuchhandlung Otto von Guericke, Ulrichplatz 2, 39104 Magdeburg
  • Mainz, Gutenberg Buchhandlung Dr. Kohl an der Uni, Saarstr. 21 , 55116 Mainz
  • Mainz, Lehmanns Fachbuchhandlung, Binger Str. 14-16, 55122 Mainz
  • Mannheim, Lehmanns Fachbuchhandlung, Im Klinikum Haus 8/Ebene 2 , Theodor-Kutzer-Ufer 1-3, 68167 Mannheim
  • Mannheim, Buch Kober/Löffler Fachbuch, Windeckstr. 79/81a, 68159 Mannheim
  • Marburg, Universitätsbuchhandlung Elwert, Klinikum Lahnberge, 35037 Marburg
  • Marburg, Universitätsbuchhandlung Elwert, Reitgasse 7-9, 35037 Marburg
  • Marburg, Lehmanns Fachbuchhandlung, Steinweg 35a, 35037 Marburg
  • München, Rothacker Gmbh, Sauerbruchstr. 10, 81377 München
  • München, Buchhandlung Otto Spatz, Schillerstr. 51, 80336 München
  • München, Lehmanns Fachbuchhandlung, Sauerbruchstr. 2, 81377 München
  • München, Lehmanns Fachbuchhandlung, Pettenkoferstr. 18, 80336 München
  • Münster, Universitätsbuchhandlung Krüper GmbH Filiale Medizin, Hüfferstr. 75 (am Klinikum), 48149 Münster
  • Münster, Poertgen-Herder Haus der Bücher Abt. Medizin, Salzstr. 56, 48143 Münster
  • Münster, Lehmanns Fachbuchhandlung, Hüfferstr. 69, 48149 Münster
  • Regensburg, Bücher Pustet Regensburg, Universität/Audimax, 93053 Regensburg
  • Regensburg, Lehmanns Fachbuchhandlung, Universitätsstr. 31, 93053 Regensburg
  • Rostock, Thalia Universitätsbuchhandlung, Breite Straße 15-17, 18055 Rostock
  • Rostock, Unibuchhandlung Weiland, Kröpelinerstr. 80, 18055 Rostock
  • Tübingen, Osiandersche Buchhandlung , Auf der Morgenstelle, 72076 Tübingen
  • Tübingen, Osiandersche Buchhandlung , Wilhelmstraße 12, 72074 Tübingen
  • Ulm, Lehmanns Fachbuchhandlung, Wengengasse 27, 89073 Ulm
  • Ulm, Lehmanns Fachbuchhandlung, Albert-Einstein-Allee 15, 89081 Ulm
  • Würzburg, Schöningh - Medizinische Fachbuchhandlung am Klinikum, Petrinistr. 49, 97080 Würzburg
  • Würzburg, Akademische Buchhandlung Knodt, Textorstr. 4, 97070 Würzburg

Die Beispiel- Lernpläne liegen im PDF Format vor und können am Bildschirm gelesen oder ausgedruckt werden. Zum Öffnen ist das Programm Acrobat Reader von Adobe notwendig, das kostenlos auf der Seite des Herstellers verfügbar ist [Adobe aufrufen].


   
Autor(in): MEDI-LEARN ([email protected])
  
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MEDI-LEARN im Frühjahr 2008 auf Deutschlandtour
MC-Techniken



Ulm 28.05.2008
München 29.05.2008
Achtung Terminänderung auf Studentenwunsch:
München
16.06.2008
Münster 03.06.2008
Essen 04.06.2008
Marburg 11.06.2008

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 3. Das Interview: esanum stellt sich vor

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Im folgenden Interview möchten wir dir die kostenlose Plattform esanum.de gerne ausführlicher vorstellen. Es handelt sich dabei um eine Internetseite, die sich auch an PJ´ler und junge Assistenzärzte richtet. Max Renneberg von esanum.de war freundlicher Weise bereit, unseren Fragenkatalog zu beantworten.

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1. Könnten Sie kurz den historischen Werdegang von www.esanum.de skizzieren? Wo wurde die Idee geboren und wie verlief die Entwicklung?
Max Renneberg (esanum):  Die Idee zu esanum stammt von Dr. Bodo Müller und wurde von mir mitentwickelt. Wir wollten eine Kommunikationsplattform für Ärzte schaffen, auf der sich Mediziner via Internet schnell und unkompliziert austauschen und fortbilden können. Nachdem wir uns eingehend darüber Gedanken gemacht haben, wie so ein Online-Angebot für Ärzte idealerweise aussehen könnte, wurde esanum im Juni 2007 gegründet. Die Entwicklung der ersten Version von esanum war ein voller Erfolg, bedeutete für uns alle aber auch viel Arbeit und Engagement. Die Zahl der Nutzer stieg schnell, so dass wir uns Anfang 2008 dazu entschlossen haben, esanum Version 2.0 zu entwickeln.

2. Welche konkreten Angebote kann der Nutzer bei esanum erwarten?
Max Renneberg (esanum): Auf esanum kann sich der Arzt oder PJ’ler mit medizinischen Fragen gezielt an Kollegen aller Fachrichtungen wenden, um so Rat zu erhalten. Über diesen interdisziplinären Austausch hinaus kann sich jeder Arzt oder PJ’ler auf esanum ein Profil mit relevanten Informationen über sich selbst erstellen und so von anderen gefunden werden, auch selbst nach Kollegen suchen, diese kontaktieren und Empfehlungen aussprechen. Auf diese Weise kann man einfach mit Kollegen kommunizieren, ein Vertrauensverhältnis aufbauen und sein eigenes Ärzte-Netzwerk in Deutschland, Österreich und der Schweiz errichten.

3. Welche Grundsätze verfolgt die Webseite esanum in der Gestaltung der Angebote?
Max Renneberg (esanum): Was sich vielleicht viele fragen werden: kostet mich das was? Nein, esanum ist natürlich kostenfrei. Ein weiterer wichtiger Grundsatz ist unsere Unabhängigkeit von der Pharmaindustrie. Außerdem muss sich jeder Arzt durch seine Approbation ausweisen, bevor er auf esanum Beiträge verfassen kann. Für PJ’ler gilt eine PJ-Bescheinigung bzw. eine Tertialübersicht als Nachweis.

4. Welchen Service und welche Möglichkeiten bietet esanum für Medizinstudenten in höheren Semestern, z.B. PJ-Studenten? Was habe ich davon, schon als PJ´ler hier mitzuwirken?
Max Renneberg (esanum): esanum bietet gerade PJ’lern die Möglichkeit, zu medizinischen Problemen schnell den Rat einer großen Ärztegemeinschaft einzuholen. Einfacher als im klinischen Alltag kann man auf esanum auch anonym eine medizinische Frage an die zukünftigen Kollegen richten. Gerade bei den praktischen Fällen im Hammerexamen kann dies eine zusätzliche Hilfe sein. Darüber hinaus ermöglicht esanum PJ’lern und Medizinstudenten es, wichtige Kontakte für den weiteren Berufsweg zu knüpfen und zu vertiefen. Nirgendwo sonst kann man so direkt Ärzte im deutschsprachigen Raum erreichen.

5. Warum hat esanum seine Pforten nun auch für PJ-Studenten geöffnet?
Max Renneberg (esanum): Zum einen sind PJ’ler junge Mediziner, die im Klinikalltag angekommen sind und sich dort tagtäglich realen medizinischen Fragen ausgesetzt sehen, zum anderen nutzen PJ’ler das Internet viel selbstverständlicher als manch älterer Kollege. Eine Internetcommunity ist für sie ein ideales Kommunikationsinstrument. Deshalb macht es natürlich Sinn, die „Ärzte von morgen“ mit einzubeziehen. Wir haben übrigens die Ärzte auf esanum befragt, ob PJ’ler Zugang zu esanum erhalten sollen. Fast 90% empfanden es als wichtig und notwendig, dass gerade PJ-Studenten eine Plattform wie esanum nutzen und so vom Wissen der ärztlichen Gemeinschaft profitieren können.

6. Können Sie einige Highlights oder Neuerungen herausstellen, auf die Sie besonders stolz sind und die ein Webseitenbesucher sich unbedingt anschauen sollte?
Max Renneberg (esanum): Besonders stolz sind wir auf die neue Community-Funktion. So können die User neue, interessante Kontakte knüpfen, privat Nachrichten austauschen und bei Bedarf auch Interessengruppen und -gemeinschaften bilden. So wird esanum gleichzeitig zu einer Kontaktdatenbank, über die man ständig alle wichtigen Daten seiner privaten Kontakte griffbereit hat. Außerdem besteht jetzt die Möglichkeit, eigene Beiträge mit Röntgenbildern oder Grafiken in verschiedensten Formaten zu veranschaulichen.

7. Welches Team steckt hinter den Webseiten von esanum und den Service-Angeboten?
Max Renneberg (esanum): esanum besteht aus einem jungen Team, das sich aus Ärzten, Akademikern und Studenten zusammensetzt. Wir haben vor einigen Wochen neue Büroräume in Berlin-Friedrichshain bezogen, nachdem unsere erste Geschäftsstelle, eine Privatwohnung in Berlin-Mitte, zu klein wurde. Im Moment ist das ganze Unternehmen in ständiger Bewegung – und das ist ein gutes Zeichen.

8. Welche weiteren Ziele hat sich esanum in den kommenden Jahren gestellt? Worauf dürfen die Besucher schon jetzt gespannt sein?
Max Renneberg (esanum): Unsere nächste Neuerung ist meiner Meinung nach gerade für PJ’ler sehr interessant. Wir werden in einigen Wochen einen Stellenmarkt auf esanum einführen. Hier können Kliniken und Praxen sich selbst darstellen und ihre Stellengesuche öffentlich machen. Eine weitere Neuerung werden Gruppenfunktionen sein. Hier wird man seine eigenen Gruppen gründen und verwalten können, um im geschlossenen Kreis spezielle Themen zu vertiefen oder Praxisgemeinschaften und Netzwerke zu vereinen. Neben dem Erfahrungsaustausch gehören für uns Literatur und Verzeichnisse ebenfalls zu einer guten Recherche dazu. Aus diesem Grund sind wir in Zusammenarbeit mit verschiedenen medizinischen Fachverbänden dabei, neue Informationsquellen und Verzeichnisse zu erschließen und unseren Usern bereit zu stellen. Des Weiteren sind wir derzeit mit der Berliner Ärztekammer dabei, ein Pilotprojekt an den Start zu bringen, dass Ärzten die Möglichkeit bieten wird, für ihre Aktivitäten auf esanum anteilig CME-Punkte zu erhalten. Es bleibt also spannend!

9. Wie setzt sich die Besucherschaft zusammen und welches Publikum darf ein Interessent bei esanum erwarten?
Max Renneberg (esanum): Grundsätzlich sind die esanum-Mitglieder approbierte Mediziner. Dabei beinhaltet unser Besucherspektrum sowohl Klinikärzte als auch niedergelassene Kollegen aller Fachrichtungen. So bekommt man als PJ’ler die Chance, auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz zurückgreifen zu können.

10. Welche Tipps möchte esanum einem PJ-Studenten für das Studium oder auch jungem Assistenzarzt für den Berufsalltag mit auf den Weg geben?
Max Renneberg (esanum): Ganz einfach: Trau dich und frage nach! Genau dafür ist esanum da.

Vielen Dank für das informative Interview!
Die Fragen stellte Jens Plasger (Redaktion MEDI-LEARN)


[Klick hier zu www.esanum.de]


   
Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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 4. Lachen ist gesund - Witz der Woche

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Ein Chirurg, ein Anästhesist und ein Internist stehen im Fahrstuhl und warten auf einen Kollegen. Dabei geht die Fahrstuhltür immer wieder zu, und jedesmal steckt der Chirurg seinen Kopf in den Türspalt, um sie offenzuhalten. Die anderen beiden schauen sich das einige Male an, dann fragen sie: "Sag mal, warum nimmst du dazu eigentlich nicht deine Hände?" "Die brauche ich dann noch zum Arbeiten..."

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Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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Medi-Lachparade in den Foren
  
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 5. DMW - Aktuelles kurz notiert

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Seit über 130 Jahren steht die Deutsche Medizinische Wochenschrift (DMW) für profunde Informationen. Als medizinische Fachzeitschrift ist sie auch für Jungmediziner (Studenten, Assistenzärzte) empfehlenswert. Wir stellen dir zukünftig im DMW-Special Auszüge in Form von Artikeln, Podcasts u.v.a.m. vor.

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Mit unserem neuen Angebot möchten wir dir unterhaltsame Fortbildung, Neuigkeiten und interessante Zusatzinformationen in DMW Qualität bieten – wann und wo du möchtest! Für heute haben wir die Rubrik "Aktuelles - kurz notiert" ausgewählt mit folgendem Artikel:

Pneumologie: Nach Lungenembolie nicht zu früh entlassen
Die Balance zwischen medizinisch sinnvoller stationärer Versorgung und ökonomisch gewünschten kurzen Liegezeiten ist schwierig. Nach einer Lungenembolie scheint eine zu frühe Entlassung mit einer höheren Mortalität einherzugehen, wie D. Aujesky et al. festgestellt haben...

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Autor(in): MEDI-LEARN ([email protected])
  
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 6. Rund um den Globus - wie war´s?
Mach mit beim Auslandsinterview!

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Bist du während des Studiums schon einmal im Ausland gewesen? Hast du eine Famulatur, einen Teil des PJ oder gar ein Auslandssemester in anderen Ländern zugebracht? Dann bist du der ideale Kandidat, um uns in unserer neuen Interview-Serie "Rund um den Globus" deine Tipps zu verraten und deine Erfahrungen weiterzugeben, die du im Ausland gesammelt hast. Zu zahlreichen Ländern sind wir neugierig auf die Erfahrungen der Experten, wie du für diesen Fall vielleicht einer bist.

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Warst du während eines Auslandsaufenthaltes (oder auch Urlaubs ;-)) schon in einem der folgenden Länder? Dann klicke einfach auf die Links und gib an uns und die Kommilitonen kommender Jahrgänge dein Wissen weiter. Erinnere dich daran, wie du VOR deinem Aufenthalt damals dankbar für jeden noch so kleinen Tipp warst, der dir die ersten Schritte und den Aufenthalt im Ausland erleichterte. Nun kannst du mithelfen, diese Schritte anderen Kommilitonen weiter zu reichen, denn wir werden die Angaben für den redaktionellen Auslandsbereich nutzen.

Du warst in einem der folgenden Länder? Dann klick auf den Link und fülle das Interview aus (dauert rund 10 bis 15 Minuten):

Alle, die ihre Erfahrungen in fernen Ländern in unserer Interview-Serie weitergeben und deren Interview wir veröffentlichen, erhalten als Dankeschön für ihre Mühen ein medizinisches Geschenk (Skript deiner Wahl, Biochemieposter oder kultige Rippenspreizer-Kaffetasse "Bleiben Sie ruhig - ich werde Ärztin/Arzt).


Wir danken dir für deine Teilnahme!
Redaktion MEDI-LEARN


   
Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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Zum Interview mit Gewinn
  
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 7. Einsteigen und Losfahren:
Die Userrallye von MEDI-LEARN

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Formel 1 muss nicht nur im Fernsehen stattfinden: Steig ein, fahre ein paar Trainingsrunden und übernimm dann die Pole Position in unserer neuen User-Rallye für junge Mediziner, bei der es u.a. eine Reise nach Stockholm zu gewinnen gibt.

   Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung geladen!


Was musst du bei der Userrallye tun?
Du kannst Freunden vorschlagen, die beiden gratis bei MEDI-LEARN erhältlichen Newsletter (Onlinezeitung bzw. Gewinnspielnewsletter) ebenfalls so wie du kostenlos zu abonnieren. Wenn du meinst, dass auch deine Freunde, Bekannten und Kommilitonen vom Erhalt profitieren können, nimm einfach an der Rallye teil und trage die Namen und E-Mail-Adressen deiner Bekannten ein. Diese bekommen dann eine unverbindliche Informationsmail und können sich die beiden Newsletter in Ruhe anschauen und sich bei Gefallen kostenlos eintragen (und natürlich bei Nicht-Gefallen auch ohne Probleme wieder austragen).

Warum nennt sich das ganze Rallye?
Wir möchten diese Aktion gerne mit einem Wettbewerb verbinden, bei der diejenigen, die den meisten Leuten die Newsletter von MEDI-LEARN weiterempfehlen, die Chance auf wertvolle Sachpreise (s.u.) haben. Wirb bis zu fünf Freunde pro Runde der Rallye für die kostenlose Onlinezeitung (OZ mit redaktionellen Infos für junge Mediziner) oder den kostenlosen Gewinnspielnewsletter (GWN mit speziellen Infos zu medizinischen Gewinnspielen) von MEDI-LEARN. Du kannst natürlich mehrere Runden fahren und so deinen Punktestand (und damit die Chance auf einen der lukrativen Gewinne) erhöhen.

Was gibt es zu gewinnen?
Die nachfolgende Grafik zeigt die wertvollen Gewinne, die für die glücklichen Gewinner bereit stehen:

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 8. MEDI-LEARN Jobbörse: Der Jobticker

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Assistenzarztstelle - alle Einträge sind weiterhin kostenlos!

Nutzt auch die Gelegenheit, ein Stellengesuch zu platzieren.
Wie immer an dieser Stelle hier nun die neuesten Stellenanzeigen aus unserer Jobbörse, in der sich insgesamt über 1.500 Angebote wie Gesuche befinden!

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Das 3B Scientific-Anatomiespecial
Gemeinsam mit 3B Scientific, dem renommierten Hersteller anatomischer Modelle, steht uns ein kompetenter Partner zur Verfügung, der das Spezial freundlicherweise unterstützt. Auf den Seiten findet ihr in den kommenden Monaten Beiträge rund um das Thema Anatomie.

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 9. Die ersten Gene für Colitis ulcerosa aufgespürt

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(idw) - Erstmals haben Kieler Forscher Gene identifiziert, die verantwortlich sind für die Entstehung der chronisch entzündlichen Darmkrankheit Colitis ulcerosa. Die Studie der Arbeitsgruppe um das Institut für Klinische Molekularbiologie an der Universität Kiel ist in der jüngsten Ausgabe von Nature Genetics veröffentlicht. Auf der Suche nach Morbus Crohn-Genen fanden die Wissenschaftler drei Gene, die nur für ein Colitis-Risiko stehen können. Das Team um Professor Stefan Schreiber hatte bereits vor sechs Jahren die ersten Risiko-Gene der Colitis-Schwesterkrankheit Morbus Crohn erkannt.

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Die Kieler untersuchten im Anschluss an die jüngsten Morbus Crohn-Studien des Nationalen Genomforschungsnetzes NGFN Stichproben von Personen mit Morbus Crohn (1.850), mit Colitis ulcerosa (1.103) und gesunden Personen (1.817). Dabei stellten sie Veränderungen in den Genen PTPN2, HERC2 und STAT3 nur bei Colitis ulcerosa fest.

Colitis ulcerosa ist eine geschwürige, chronische Entzündung des Dickdarms, die am Darmausgang beginnt und sich unterschiedlich weit im Dickdarm ausbreiten kann. Colitis ulcerosa ist derzeit nicht heilbar und kann in jedem Alter auftreten, meistens beginnt die Krankheit aber im Alter zwischen 20 und 40. Über 300.000 Menschen in Deutschland haben Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn.

Wie diese und andere Entzündungskrankheiten entstehen, wie man sie behandeln und verhindern kann, erforscht der Exzellenzcluster "Entzündung an Grenzflächen". Hier arbeiten 70 Wissenschaftlergruppen der Universitäten Kiel, Lübeck und vom Forschungszentrum für Medizin und Biowissenschaften der Leibniz-Gemeinschaft in Borstel zusammen. Sprecher ist der Kieler Magen-Darm-Spezialist Professor Stefan Schreiber. Die Forschungsergebnisse finden erste Anwendungen in der Spezialsprechstunde für Morbus Crohn und Colitis ulcerosa in der Klinik für Allgemeine Innere Medizin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel. Hier war bereits vor kurzem eine neue Therapie gegen den Entzündungsbotenstoff "TNF" entwickelt worden, die jetzt in den USA zugelassen wurde.

Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft
Bild zum Artikel: Colitis ulcerosa, eine Entzündung der Darmschleimhaut, breitet sich kontinuierlich vom Mastdarm aus unterschiedlich weit im Dickdarm aus. Copyright: Kompetenznetz Darmerkrankungen


   
Autor(in): idw-Autoren ([email protected])
  
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Vollständiger Artikel in Nature Genetics

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Kompetenznetz Darmerkrankungen
  
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 10. Famulieren auf Malta

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Erst relativ kurzfristig vor Beginn der Reise hatte ich mich über das Internet informiert, wie man Famulaturen auf Malta für Medizinstudenten arrangieren kann. Nach ein wenig Internetrecherche auf der Website der Uni Malta konnte es mit der Bewerbung losgehen. Verschiedene Unterlagen, Passfoto und eine Bearbeitungsgebühr waren ebenso notwendig wie ein „Letter of Recommendation“.

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Von wegen „Residenz“
Am Flughafen Malta angekommen, sollte ich mich zunächst einmal wie ein Urlauber fühlen: So wurde ich, wie viele der Touristen, mit Namensschild begrüßt und von einem Taxi abgeholt (kostenlos!), das mich in die Unterkunft brachte. Die Sommerhitze erschlug mich geradezu. Auch das eine typische Urlaubserfahrung: Der Name meines Hotels, der „University Residence“ in Lija, klang prachtvoller als es die „Residenz“ dann schließlich sein sollte: Zentral um ein hygienisch zweifelhaftes Schwimmbad herum gebaut, baute sich der Komplex auf vier Seiten auf. Es gab einen klimatisierten Fernsehraum, einen Computerraum, Telefon auf den Zimmern und einen Kühlschrank pro Appartement (vier Betten in je zwei Zimmern im selben Appartement plus Küche und Bad) und einen Ventilator pro Bett. Die Nachbarn waren neben Medizinstudenten auch viele Sprachschüler, ausländische Studenten und einige wenige Touristen. Das Personal achtete ganz offensichtlich darauf, die Mediziner möglichst zusammen unterzubringen – wohl aus Lärmgründen, denn die Touristen und Sprachschüler feierten ausgiebig. Allerdings feiert man ab dem zweiten Tag selbst mit!

Im OP geht es heiß her
Im St. Lukes Hospital wurde mir das Fach Augenheilkunde zuteilt, und ein sehr gestresster Dozent empfing mich recht lustlos. Besonders genervt wurde er, als ich auf Laserbrillen bestand, derer es aber nicht genügend gab. Da ich vorher nie Augen-OPs gesehen hatte, stellte ich mich erst einmal recht unauffällig dazu. Ein netter Augenarzt nahm sich meiner an und erklärte mir die einzelnen Schritte. Die Bedingungen sind nicht mit Deutschland vergleichbar: Der OP ist nicht hermetisch abgeriegelt, es stehen Ventilatoren in der Gegend und wenn es dem Operateur zu heiß wird, kommen noch ein paar neue dazu. Zudem schien gerade die Klimaanlage ausgefallen zu sein. Das Gastspiel in der Ophthalmologie war nur kurz, weil mein Dozent schon drei Tage später in Urlaub ging. Ich kam dann in die Innere Medizin. Der Dozent hier war viel lockerer drauf. Da er den Zwergstaat Malta außenpolitisch als medizinischer Berater vertrat, konnte er auch ein wenig Deutsch sprechen.

Krawattenzwang bei 45 Grad
In punkto Arbeit galt: Man durfte an allem mitarbeiten, sofern man mochte. Die Therapiegespräche waren für mich wegen der eigenartigen maltesischen Sprache, einem Mix aus Arabisch, Italienisch und den Einflüssen der britischen Verwaltung, kaum nachvollziehbar, es sei denn, es wurde gedolmetscht. Trotzdem war ich bei den Visiten, den „ward rounds“, oft dabei, meistens bei den ambulanten Patienten. Die Kleiderordnung ist übrigens – das scheint ebenfalls britisches Erbe zu sein – sehr ordentlich, immer Hemd und Krawatte, auch bei 45 Grad im Schatten. Das Gesundheitssystem ist staatlich. Das heißt: Niemand zahlt etwas ein, was sich dann auch auf die Leistung auswirkt. Ein Beispiel: Auf ein CCT (bei einer Tumor-Patientin) musste die Patientin sechs Monate warten. Ob sie die Zeit bis dahin überhaupt überstanden hat, weiß ich nicht. Sie hat mir sehr leid getan. Ein anderes Beispiel: Einmal wurde ich mitten in der Nacht in der Residenz notfallmäßig herbeigerufen.

Ohne Versicherungsgebühr keine Notaufnahme
Ein Sprachstudent hatte sich im Liegestuhl, der scherenartig zusammengeklappt war, den Finger teils gequetscht, teils angerissen. Meine damaligen notfallmedizinischen Kenntnisse beschränkten sich auf Verbinden, Kühlen, gut zureden und Schmerztropfen, ich hatte zum Glück etwas Novalgin dabei. Der Sicherheitsdienst der Residenz fuhr den Studenten, die Sprachleiterin und mich ins Krankenhaus. Und siehe da: Da keiner von uns umgerechnet 50 Euro Versicherungsgebühr parat hatte, wurden wir abgewiesen. Nach langem Hin und Her fiel dem Mitarbeiter des Hotels noch eine andere Notaufnahme ein, zu der der Sprachschüler dann mit ihm gefahren ist.

Ein bisschen Urlaub
Natürlich habe ich auch die Urlaubsseite der Insel nicht ganz ausgelassen. Auf Malta gibt es praktisch jeden Tag etwas zu feiern, und die Malteser feiern immer mit Feuerwerk! Auf dem Hinflug musste die Maschine Malta sogar erst einmal umkurven, weil gerade in der Nähe des Flughafens mit Raketen gefeiert wurde. Wenn man nicht gerade feiert, kann man kulturell sehr viel erleben, Malta hat eine sehr lange, abwechslungsreiche Geschichte – davon zeugt schon die Sprache. Und wenn man nicht gerade feiert oder die Kultur erforscht, gibt es die vielen Badestrände, einige aus Sand und viele Steinstrände. Das Wasser ist so klar, wie an wenigen Stellen des Mittelmeeres, und angenehm warm! Mein Fazit: Ich würde eine solche Famulatur gerne wieder machen und kann sie empfehlen. Für ein PJ ist der praktische Lerneffekt zwar gering, allerdings hätte man wegen der moderaten Arbeitszeiten sehr viel freie Zeit, um für das „Hammerexamen“ zu lernen. Wenn man sich nicht zu sehr ablenken lässt…

Tipp: Mehr Infos zu Malta und das Studieren bzw. Famulieren gibt es unter www.mmsa.org.mt


   
Autor(in): Kai Kötter ([email protected])
  
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 11. Antikörper im Kopf
Neue Nachweisverfahren

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(idw) - Eine unglaubliche Vielfalt an Antikörpern ermöglicht es uns, im täglichen Kampf mit Krankheitserregern zu bestehen. Bei Autoimmunerkankungen attackieren Antikörper jedoch irrtümlicherweise Zellen des eigenen Körpers - im Fall der Multiplen Sklerose sind es beispielsweise Nervenzellen. Doch woher stammen diese Antikörper? Wissenschaftler der Max-Planck-Institute für Neurobiologie und Biochemie und des Klinikums der Universität München (LMU) haben ein neues Nachweisverfahren entwickelt, mit dem Antikörper ihren Ursprungszellen zugeordnet werden können. Die Methode, die auch bei anderen Autoimmun- und Entzündungskrankheiten angewandt werden kann, bereitet den Weg, um auch die Ziele zu identifizieren, die von den Antikörpern angegriffen werden.

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Unser Körper wird ständig von einem ganzen Heer von Krankheitserregern angegriffen. Je nach Art des Erregers kann ein erfolgreicher Angriff schlimme Konsequenzen haben: Grippe, Aids und Malaria, die jährlich über sechs Millionen Menschen das Leben kosten, sind nur einige Beispiele. Dass wir jedoch nur ganz wenige dieser täglichen Angriffe überhaupt wahrnehmen, verdanken wir vor allem unserem anpassungsfähigen Immunsystem.

Mit Vielfalt gegen Krankheitserreger
Weltweit gibt es viele tausend Erreger, die zum Teil ihre äußere Form nahezu kontinuierlich verändern, um dem Immunsystem zu entgehen. Dagegen wehrt sich der Körper mit mehreren Waffen: neben relativ unspezifischen Abwehrmechanismen, bekämpfen auch Erreger-spezifische T- und B-Zellen die Eindringlinge. Letztere produzieren die ungeheure Menge von mehreren Milliarden verschiedener Antikörper, von denen jeder eine andere Zielstruktur erkennt. Die Bindung von Antikörper/Zielstruktur-Komplexen führt dazu, dass andere Teile des Immunsystems den so markierten Krankheitserreger angreifen und vernichten.
Da der Körper nicht im Voraus weiß, mit welchen Erregern er zukünftig in Kontakt kommen wird, werden die Antikörper-produzierenden Zellen zuerst nach dem Zufallsprinzip hergestellt. Die große Vielfalt dieser sogenannten B-Zellen entsteht durch die Kombination verschiedener Gene und spontanen Veränderungen im Erbgut. Erkennt eine B-Zelle einen Krankheitserreger, beginnt sie zu "lernen". Sie teilt sich sehr schnell und verändert ihren Antikörper durch Mutationen so, dass er seine Zielstruktur noch besser erkennen kann.

Fehlgeleitetes Immunsystem: die Multiple Sklerose
Wie jedes komplexe System ist auch das Immunsystem nicht unfehlbar. Da B-Zellen nach dem Zufallsprinzip entstehen, erkennen manche von ihnen auch körpereigene Strukturen. Normalerweise werden diese Zellen abgefangen, bevor sie Schaden anrichten. Die Kontrolle versagt jedoch bei den sogenannten Autoimmunkrankheiten wie zum Beispiel der Multiplen Sklerose - hier attackiert das Immunsystem irrtümlicherweise Zellen im Gehirn und Rückenmark. Schon lange ist bekannt, dass die Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit (der Liquor) bei Multiple Sklerose-Patienten eine große Menge Antikörper enthält. Der Nachweis dieser Antikörper ist ein Kriterium für die Diagnose der Krankheit.
Doch woher kommen diese Antikörper? Werden sie von den relativ wenigen B-Zellen im Liquor gebildet, oder passieren sie die Blut-Hirnschranke und stammen aus dem Blut oder lymphatischen Organen wie Milz, Lymphknoten und Knochenmark, wo sich der Großteil der Antikörper-produzierenden B-Zellen befindet? Obwohl diese Fragen bedeutend zum Verständnis der Multiplen Sklerose beitragen können, blieben sie bislang unbeantwortet. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie, die bisher vorwiegend die Rolle der T-Zellen bei der Pathogenese der Multiplen Sklerose untersucht haben, haben jetzt in Zusammenarbeit mit ihren Münchner Kollegen ein neues Verfahren entwickelt, mit dem Antikörper und B-Zellen einander zugeordnet werden können.
Hierbei machten sie sich die enorme Vielfalt der B-Zellen und ihrer Antikörper zu Nutze: Zum einen analysierten sie den für die Antikörper zuständigen genetischen Code der B-Zellen, die sie aus dem Liquor isoliert hatten. Mit diesen Daten konnten die Wissenschaftler am Computer errechnen, wie groß bzw. schwer bestimmte Fragmente des von der B-Zelle gebildeten Antikörpers wären. Zum anderen reinigten sie die Antikörper direkt aus dem Liquor und bestimmten ebenfalls die Gewichte ihrer Fragmente. Der Vergleich dieser beiden Datensätze war eindeutig: Die Antikörper im Liquor werden von den dort ebenfalls vorhandenen B-Zellen produziert. Mehr noch, die große genetische Vielfalt bestimmter Bereiche des Erbguts zeigte, dass die vorhandenen B-Zellen ihre Zielstruktur im Nervensystem bereits gefunden und kontaktiert hatten.

Ein Schritt in viele Richtungen
"Der nächste Schritt ist nun, die Fragmente der Antikörper zu ganzen Antikörpern zusammenzusetzen, um so die attackierten Zielstrukturen im Nervensystem zu identifizieren", erklärt Klaus Dornmair, der Leiter der Studie. Denn woran die Antikörper genau binden, ist in den meisten Fällen nach wie vor unbekannt. Langfristig könnte die Klärung dieser Frage zum Beispiel ermöglichen, die schädlichsten B-Zellen aus dem Liquor zu entfernen und so den Verlauf der Multiplen Sklerose abzuschwächen. "Besonders spannend an unserem neuen Verfahren ist auch, dass es sich nicht auf den Einsatz bei der Multiplen Sklerose beschränkt", so Dornmair. Das relativ leichte und schnelle Verfahren sollte auch die Zuordnung von Antikörpern und B-Zellen in anderen Entzündungs- und Autoimmunkrankheiten ermöglichen.

Originalveröffentlichung:
Birgit Obermeier, Reinhard Mentele, Joachim Malotka, Josef Kellermann, Tania Kümpfel, Hartmut Wekerle, Friedrich Lottspeich, Reinhard Hohlfeld, Klaus Dornmair
Matching of oligoclonal Ig transcriptomes and proteomes of cerebrospinal fluid in multiple sclerosis
Nature Medicine, 18. Mai 2008 (Die Studie ist Teil des SFB 571: Autoimmune reactions: from manifestations and mechanisms to therapy)
Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft


   
Autor(in): idw-Autoren ([email protected])
  
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Max-Planck-Institut für Neurobiologie

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Abteilung Neuroimmunologie

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 12. In den Foren gelauscht

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Mit mehr als 500 Beiträgen in der Woche findest du in den Diskussionsforen von MEDI-LEARN zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In unserer Rubrik "Gelauscht" wollen wir Dich in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten:

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Wie stehen die Chancen?
Für Studienbewerber ist es eine der wichtigsten Fragen diejenige nach den persönlichen Chancen im Bewerbungsverfahren bei ZVS oder Hochschule. Seit Jahren sind Spekulationen um NC und Wartesemester DAS Thema, von dem viele Studienbewerber ein Lied mit vielen, vielen Strophen zu singen wissen. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass der entsprechende Beitrag in den Foren nunmehr über 400 Seiten an Antworten erzeugt hat, die du nachlesen kannst unter: www.medi-learn.de/MF36121

Direkter Draht zur ZVS
Die ZVS hat sich dankenswerter Weise bereit erklärt, auf interessante, ausgewählte Fragen junger Studienbewerber im Rahmen einer Kolumne unserer wöchentlich erscheinenden Online-Zeitung im sprichwörtlichen Sinne direkt „Rede und Antwort“ zu stehen. Ihr habt also die Möglichkeit, Fragen an die Redaktion zu schicken, die dann von der ZVS beantwortet und bei uns auf der Webseite veröffentlicht werden. Alles weitere unter: www.medi-learn.de/MF42919

Strategie für AdH?
Mit 60 % wird ein Großteil der Studienplätze durch die Unis vergeben, von denen einige auch Auswahlgespräche führen. Jährlich werden hier von Uni zu Uni unter Umständen auch im Verfahren wichtigen Angaben und Voraussetzungen mitunter geändert. Glücklicherweise findet sich in den Foren unter dem Titel „Strategie für AdH“ ein Beitrag mit ausführlichen Angaben von Kommilitonen, nachzulesen unter: www.medi-learn.de/MF38265

Platz im hohen Semester
Nicht alles muss immer direkt zum Erfolg führen, auch der indirekte Weg kann weiter helfen – so auch beim Thema Direktbewerbung. Was tun z.B. wenn man das Studium einmal angefangen hatte, aus wichtigen Gründen unterbrechen musste und sich nunmehr wieder fit fühlt, weiter zu studieren? Antworten auf diese gar nicht mal so seltene Frage findest du unter: www.medi-learn.de/MF43227

Anatomie-Schein
In den vorklinischen Semestern ist es das Fach der Fächer: Anatomie! Aktuell bieten wir euch übrigens zusammen mit 3B Scientific ein großes Anatomie-Special online unter: www.medi-learn.de/3B-Anatomie Erfahrungsgemäß heiß begehrt ist auch der Erwerb des Anatomie-Scheines, den in Händen zu halten ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg durch die Vorklinik darstellt. Doch wie lange läuft eigentlich der Kurs an den einzelnen Universitäten und welche lokalen Besonderheiten gibt es? Wenn du neugierig bist, lies mit unter: www.medi-learn.de/MF43396


   
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Gemeinsam mit 3B Scientific, dem renommierten Hersteller anatomischer Modelle und Exklusivimporteur für SEIRIN® Akupunkturnadeln, stehen uns zwei kompetente Partner zur Verfügung, die das Spezial freundlicherweise unterstützen. Auf den Seiten findet ihr Beiträge rund um das Thema Akupunktur.

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 13. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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