17.06.2008

Ausgabe 404

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591681 Auf nach Sachsen!
Das von Sachsen neu aufgelegte finanzielle Förderprogramm für spätere Hausärzte unter den Medizinstudenten richtet sich an alle Studierenden der Medizin, die das Physikum abgeschlossen haben und später als Hausarzt in Sachsen tätig sein möchten. ....

In Kooperation mit: Georg Thieme Verlag  *  Deutsche Ärzte Finanz  * deutsche apotheker- und ärztebank

 
 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Editorial
2.Interview mit Ministerin Orosz
3.Memoiren Prof. Dr. Dr. Steinhausen - Teil 3
  
4.Witz der Woche: Blinddarmoperation
5.Autoreninterview: Rieke Bommas-Ebert
6.Forschung zum Schutz des Gesichtsmuskelnervs
  
7.Cartoon der Woche: Rechtsschenkelblock
8.Unser Doktorvater hat Recht behalten
9.Medizin im TV - Dr. House: Böses Spiel
  
10.DMW - Neues aus der Medizin
11.Aktuelle Gewinnspiele
12.Impressum
    
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 1. Editorial
  

Hallo,

herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der Onlinezeitung. Auch heute haben wir wieder ein spannendes Paket an Pressemeldungen, Berichten und Kolumnen aus der Medizin für dich bereit gestellt. Mit dabei ist ein neuer Rippenspreizer-Cartoon, eine neue Folge Medizin im TV und die DMW-Kolumne diesmal mit dem Thema: Der Klimawandel bringt neue Infektionen nach Deutschland.

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Was erwartet dich noch? Die Autorin der Anatomie Bände 1 und 6 bei uns im Interview, die dritte Folge der Memoiren von Prof. Steinhausen, in der er seine ersten Erfahrungen mit dem Präpkurs schildert, ein Interview mit Staatsministerin Helma Orosz über das finanzielle Förderprogramm des Landes Sachsen für Medizinstudenten, die später als Hausarzt tätig sein möchten und schließlich ein Bericht einer Studentin über ihre Doktorarbeit zum Thema Hepatitis C.

Viel Spaß bei der Lektüre wünschen dir
Jens, Thomas und Christian
Redaktion MEDI-LEARN

Der Blick in die Zukunft: In der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung liest du am 24.06.2008:
o MEDI-LEARN Skriptenreihe: Interview mit Sebastian Huss, Autor der Biologie Bände 1+2
o Neue Folge der Klinikwahrheiten: Kliniken der Universität zu Köln

  

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 2. Interview mit Ministerin Orosz zum Förderprogramm Hausarzttätigkeit in Sachsen

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Auf nach Sachsen! Das von Sachsen neu aufgelegte finanzielle Förderprogramm für spätere Hausärzte unter den Medizinstudenten richtet sich an alle Studierenden des Studienganges Medizin, die an einer deutschen Hochschule eingeschrieben sind und das Physikum erfolgreich hinter sich gebracht haben und später als Hausarzt in Sachsen tätig sein möchten. Frau Staatsministerin Helma Orosz erläutert in Interviewform diese und weitere Fördermöglichkeiten für junge Mediziner: gleich ob Student oder Assistenzarzt - diese Programme sind mehr als nur einen flüchtigen Blick wert.

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1.Wie ist es um die hausärztliche Grundversorgung in Sachsen augenblicklich bestellt und welche Entwicklungen sind hier in den kommenden 5, 10 bzw. 15 Jahren zu erwarten im Hinblick auf die ärztliche Versorgung?
Derzeit sind 2.614 Hausärzte in Sachsen niedergelassen. Nach der Bedarfsplanung gibt es 78 freie Praxissitze. In einigen Regionen Sachsens haben wir bereits eine drohende Unterversorgung, für die der Landesausschuss Ärzte/Krankenkassen Sicherstellungsmaßnahmen beschlossen hat. Entwicklungstendenzen können zahlenmäßig nicht konkret angegeben werden; sie hängen u. a. vom Alter der Ärzte sowie vom Zeitpunkt ab, zu dem jeder einzelne Arzt in den Ruhestand geht, vom Nachbesetzungsgrad und vom Patientenstrom. Zirka 28 % der Hausärzte sind über 60 Jahre. Diese Ärzte werden in den nächsten Jahren ihre Praxistätigkeit beenden und daher Praxisnachfolger suchen.

2. Wer hatte die ursprüngliche Idee zu dem Förderprogramm von Medizinstudierenden mit anschließender Hausarztverpflichtung? Wie lange dauerte es von den ersten Grundkonzepten bis zum fertigen Förderprogramm?
Die ursprüngliche Idee einer solchen Förderung ist im Sächsischen Staatsministerium für Soziales (SMS) entwickelt worden. Das SMS hat diese Idee dann mit Vertretern der Krankenkassen, der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KVS) und der Sächsischen Landesärztekammer (SLÄK) in den regelmäßig von Frau Staatsministerin Orosz geführten gesundheitspolitischen Gesprächen diskutiert. Dort wurde die Gründung einer Arbeitsgruppe unter Federführung des SMS und unter Beteiligung des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz, den Kassen, der KVS, der SLÄK sowie des sächsischen Hausärzteverbandes am 4.10.2007 beschlossen. Die Arbeitsgruppe tagte am 12. November 2007 zum ersten Mal. Sie hatte die Aufgabe, ein tragfähiges Konzept zur Förderung von Medizinstudenten zu erarbeiten. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe wurden am 22.5.2008 auf einer Pressekonferenz durch Frau Staatsministerin Orosz bekannt gegeben.

3. Wo gab es bei Entwicklung des Förderprogramms die bis dato größten Schwierigkeiten? Wie konnten diese gelöst werden?
Größere Schwierigkeiten bei der Entwicklung des Konzeptes gab es nicht. Natürlich mussten die einschlägigen rechtlichen Grundlagen geprüft und die Finanzierung gesichert werden. Die Finanzierung des Projektes erfolgt gemeinschaftlich durch die gesetzlichen Krankenkassen (AOK PLUS, Ersatzkassen, IKK Sachsen, Knappschaft, BKK MEDICUS), die KVS und das SMS.

4. Wie viel Geld kann ein Student für welche Zeit erhalten? Wovon ist die Höhe des monatlichen Förderbeitrages abhängig?
Die Studierenden sollen im ersten und zweiten Jahr der Förderung jeweils zum Monatsersten einen Betrag von monatlich 300 Euro erhalten. Dieser Betrag erhöht sich im dritten Jahr der Förderung auf monatlich 400 Euro und im vierten Förderjahr auf monatlich 600 Euro. Die Förderungshöchstdauer beträgt 48 Monate.

5. Kommen nur Studierende an sächsischen Medizinfakultäten für das Programm in Frage oder können sich auch Medizinstudenten aus anderen Bundesländern bewerben?
Die Förderung soll sich an alle Studierenden des Studienganges Medizin richten, die an einer deutschen Hochschule eingeschrieben sind.

6. Falls ich als Student Interesse habe: wie genau läuft das Bewerbungsverfahren ab? Wo erhalte ich die entsprechenden Anträge und welche Fristen gilt es zu beachten? Muss ich als Bewerber besondere Voraussetzungen (ausser der 4-Jahres-Verpflichung der hausärztlichen Tätigkeit) erfüllen?
Das Förderprogramm wird durch die KVS vollzogen. Die einzelnen Bewerbungsmodalitäten müssen noch von der oben genannten Arbeitsgruppe entwickelt werden. Die Studierenden müssen aber auf jeden Fall den ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung nach der Approbationsordnung für Ärzte bestanden haben. Die Förderung ist demnach frühestens ab dem dritten Studienjahr möglich. Des Weiteren muss sich der Studierende verpflichten, während der Dauer der Förderung eine Patenschaft mit einem/einer Arzt/Ärztin mit der Weiterbildungsbefugnis zum/zur Facharzt/Fachärztin für Allgemeinmedizin und/oder Innere Medizin zur hausärztlichen Versorgung, der/die zugleich Mitglied der KVS ist, einzugehen, welche die fachspezifische Begleitung während des Studiums an in der Regel einem Tag pro Monat zum Inhalt hat. Darüber hinaus muss der Studierende sich verpflichten, unmittelbar nach erfolgreichem Abschluss des Medizinstudiums eine Weiterbildung zum Facharzt/zur Fachärztin für Allgemeinmedizin erfolgreich zu absolvieren. Gibt es mehrere Bewerber als Fördermöglichkeiten vorhanden sind, entscheidet der Zeitpunkt der Antragstellung. Es ist geplant, das insgesamt 150 Studenten die Förderung erhalten können. In den Jahren 2009 bis 2011 sollen jeweils 50 Studierende über einen Zeitraum von maximal 48 Monaten die unter Frage 4 dargelegten Beträge erhalten.

7. Uns würde die Gestaltung der Hausarzt-Tätigkeit nach dem Studium interessieren: Einmal angenommen, ich bin Student und habe mich zur Teilnahme entschlossen und es ist positiv über meinen Antrag entschieden worden. Nun genieße ich die Förderung während des Studiums und schließe dann das Studium erfolgreich ab. Wenn wir richtig verstanden haben, bin ich erst als Facharzt dazu verpflichtet, in Sachsen als Hausarzt tätig zu werden. D.h. im Umkehrschluss: ich kann die Zeit als Weiterbildungsassistenz andernorts verbringen? Ist das richtig?
Die sich an das Studium anschließende Weiterbildung zum/zur Facharzt/Fachärztin für Allgemeinmedizin kann auch in einem anderen Bundesland absolviert werden.

8. Welche zusätzlichen Förderprogramme sind auch für junge Assistenzärzte, die am Beginn ihrer Weiterbildungszeit stehen, interessant? Könnten Sie diese Programme in Kurzform stichwortartig für die Besucher unserer Webseiten erläutern?
Für die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin gibt es eine gesetzlich vorgeschriebene Förderung in Höhe von 2.040 Euro monatlich, die von den Krankenkassen und der KVS je zur Hälfte getragen wird. Außerdem haben sich in Sachsen die Krankenkassen und die KVS auf eine finanzielle Förderung von Weiterbildungsassistenten für Allgemeinmedizin geeinigt, die 600 Euro im Monat über dem gesetzlich vorgeschriebenen Rahmen liegt. Voraussetzung hierbei ist, dass die Weiterbildung in einem unterversorgten oder von Unterversorgung bedrohten Gebiet in Sachsen durchgeführt wird und binnen sechs Monaten nach Abschluss der Weiterbildung die vertragsärztliche Tätigkeit in dem Planungsbereich, in dem die Weiterbildung absolviert wurde bzw. in einem unterversorgten oder von Unterversorgung bedrohten Planungsbereich aufgenommen wird. Daneben hat der Landesausschuss in Sachsen eine Förderung von Medizinstudenten der Uniklinik Leipzig zur Durchführung eines Praktikums in Hausarztpraxen im Planungsgebiet Torgau-Oschatz beschlossen.

9. Welche weiteren Maßnahmen haben Sie zur Förderung der Sicherstellung der ärztlichen Grundversorgung in Mangelgebieten in Angriff genommen?
Die Krankenkassen und die KVS zahlen Sicherstellungszuschläge für Gebiete oder Teile von Gebieten für die drohende Unterversorgung festgestellt wurde. Ärzte, die in einem solchen Gebiet eine Praxis übernehmen, erhalten eine Investitionszulage von maximal 60.000,00 Euro, Praxisneugründungen werden mit maximal 30.000,00 Euro Investitionspauschale gefördert. Auch die Errichtung von Zweigpraxen wird mit maximal 7.000,00 Euro gefördert.
Es gibt ein zusätzliches Honorar für „Altärzte“, die in unterversorgten Gebieten tätig sind. Das geschieht in Form eines zusätzlichen Bonus in Abhängigkeit der Behandlungsfälle. Wie schon erwähnt, werden Weiterbildungsassistenten in der Allgemeinmedizin zusätzlich sowie Praktikanten gefördert. Wir führen das Modellprojekt „Gemeindeschwester“ durch. Es gibt jährlich Informationsveranstaltungen für Medizin Studierende in Dresden und Leipzig. Es wurde eine Internetseite von der KVS als Informationsplattform für Interessierte gestaltet. Eine weitere Maßnahme ist das Abkommen mit der österreichischen Landesärztekammer zur Anwerbung von Ärzten aus Österreich. Ferner gibt es ein Programm zur Gründungs- und Wachstumsfinanzierung, wonach Ärzte, die sich in offenen Planungsgebieten niederlassen wollen, für die Übernahme oder Neugründung einer Praxis zinsverbilligte Darlehen erhalten. Schließlich fördert das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit die Investitionskosten kleinerer und mittlerer Unternehmen. In diese Förderung sind auch Hausärzte, Kinderärzte und Nervenärzte in unterversorgten oder von Unterversorgung bedrohten Planungsgebieten einbezogen. Sie können Zuschüsse für die Einrichtung von Arbeitsplätzen bis zu 200.000 € erhalten.

10. Welche Tipps möchten Sie - unabhängig von aller Politik - jungen Medizinern mit auf ihren beruflichen Lebensweg geben?
Ärztinnen und Ärzte, die in ihrem Beruf tätig sind, bestätigen uns immer wieder, dass sie trotz aller Probleme und Belastungen ihren Beruf lieben und große Erfüllung darin finden. Eine Tätigkeit in Sachsen ist lohnenswert. Neben den guten Standortfaktoren kann Sachsen auf ein breites Maßnahmenbündel zur Bekämpfung des Ärztemangels verweisen. In Sachsen finden junge Mediziner eine Politik, die sich mit allen Akteuren im Gesundheitswesen engagiert, um den Arztberuf attraktiv zu gestalten und Lösungen für Probleme zu finden. Junge Mediziner, die in Sachsen bleiben wollen, finden bei der KVS , der Sächsischen Landesärztekammer, der Sächsischen Krankenhausgesellschaft und den Krankenkassen kompetente Ansprechpartner, die ihnen Perspektiven aufzeigen können.

Frau Staatsministerin Orosz, herzlichen Dank für die ausführlichen und informativen Antworten auf unsere Fragen!

Jens Plasger (MEDI-LEARN)


   
Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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Kassenärztliche Vereinigung Sachsen

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Sächsischen Staatsministerium für Soziales (SMS)

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Sächsischen Landesärztekammer (SLÄK)
  
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 3. Memoiren Prof. Dr. Dr. Steinhausen - Medizinstudium 1952-58:
3. Die Anatomie

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Wie gestaltete sich das Medizinstudium eigentlich vor einigen Jahrzehnten? Mit welchen Problemen kämpfte ein Student während der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts? An dieser Stelle stellen wir euch in den kommenden 15 Wochen die lesenswerten Memoiren des pensionierten Physiologie-Professors Dr. med. Dr. h.c. Steinhausen vor. Er ist Lehrbuchautor, Dozent und Leiter des Heidelberger Ärzte-Orchesters. Prof. Steinhausen berichtet in den einzelnen Abschnitten seinen Memoiren über seine ereignisreiche Zeit während des Medizinstudiums während der 50er-Jahre in Berlin.

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Prof. Dr. Dr. Michael Steinhausen:
Studium und Lehre im Wandel der Zeiten

Die fünfziger Jahre: Medizinstudent 1952-1958

Folge 3: Die Anatomie


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Für die Anatomie waren 2 Präparierkurse vorgesehen: 1. Semester: Muskel, Knochen Bänder, 2. Semester: Gefäße und Nerven, Gehirn. So begannen wir das Präparieren bereits im ersten Semester, in dem einzigen bis dahin für die Freie Universität neu gebauten großen Präpariersaal: Einem lang gestreckten Saal , bei welchem rechts und links ca. 20 Tische aufgestellt waren, an welchen jeweils 8 Studenten eine Leiche präparieren mussten. Präparierbesteck mussten wir selbst mitbringen. Noch heute besitze ich den ärmlichen Pappkasten, in dem ich meine irgendwie geschnurrten Bestecke hütete. Nach wenigen Wochen war der erste Schauder vor so viel nebeneinander aufgereihten Leichen überwunden und zunehmend war ich von der Aufgabe des Präparierens und Identifizierens der anatomischen Strukturen erfüllt.

Soweit der Beginn dieser Folge. Lust auf mehr? Kein Problem: Du kannst die komplette dritte Folge wie auch alle anderen Folgen als PDF-Dokument kostenlos herunterladen und so die spannenden Memoiren von Prof. Dr. Dr. Steinhausen verfolgen, in denen er seinen ereignisreichen Weg durch das Medizinstudium der 50er-Jahre nachzeichnet:

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Autor(in): Prof. Dr. Dr. Michael Steinhausen ([email protected])
  
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Interview-Serie in 3 Teilen mit Prof. Dr. Dr. Steinhausen

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 4. Lachen ist gesund - Witz der Woche

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Ein Arzt zum Patient: "Warum rennen Sie aus dem OP-Saal hinaus?" Patient: "Die Schwester hat mir gesagt: Regen Sie sich nicht so auf, das ist nur eine einfache Blinddarmoperation. Sie werden es schon schaffen!" Arzt: "Und was ist daran schlimm?" Patient: "Sie hat es nicht zu mir gesagt, sondern zu dem Chirurgen..."

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Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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Medi-Lachparade in den Foren
  
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 5. Autoren der MEDI-LEARN Skriptenreihe im Gespräch
Interview mit Rieke Bommas-Ebert, Autorin der Anatomie Bände 1 und 6

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In 30 Tagen zum Physikum - nach diesem Prinzip ist die Skriptenreihe von MEDI-LEARN aufgebaut, in denen die examensrelevanten "facts and figures" in Form eines Repetitoriums präsentiert werden. Doch wie entstanden die Skripten eigentlich und wie haben die Autoren gearbeitet? Heute präsentieren wir dir den zweiten Teil unserer neuen Artikelserie "Autoren der MEDI-LEARN Skriptenreihe im Gespräch". Es folgt das Interview mit Rieke Bommas-Ebert, der Verfasserin der Anatomie Bände 1 und 6.

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1. Wo und von wann bis wann hast du Medizin studiert? Was waren während des Studiums die besonderen Höhepunkte wie auch Tiefpunkte, an die du dich noch heute erinnerst?
Ich habe in Marburg von 1993-2000 Medizin studiert. Besonders gerne erinnere ich mich an die Vorlesungen der Professoren Kern, Röhm & Koolman; diese 3 haben es verstanden, den Stoff spannend, lustig und einprägsam zu vermitteln. Sehr schöne Erinnerungen habe ich auch an meine Lerngruppe; wir haben uns im 1. Semester in der OE kennen gelernt und sind heute noch sehr gute Freunde. Das Studium war durch diese Freundschaft immer zu bewältigen - alleine hätte es sicher deutlich weniger Spaß gemacht und ich weiß auch nicht, ob es alle geschafft hätten. Die Tätigkeit für MEDI-LEARN, die ich direkt nach dem Physikum begonnen habe, hat mir auch für mein Studium viel gebracht (nicht nur Geld, sondern, insbesondere durch den Austausch mit Kollegen und Unterrichtsbesuche, auch eine Menge zusätzliches Wissen, das ich sonst nicht hätte)- und, da ich nun seit fast 12 Jahren dort arbeite, ist anzunehmen, dass mir der Job immer noch einen Riesenspaß macht. Ein unschönes Erlebnis war mein Verkehrsunfall im 2. Semester - ich wollte unbedingt pünktlich zur Vorlesung kommen, habe mit dem Fahrrad eine Abkürzung über einen Parkplatz genommen und bin frontal mit einem Auto zusammen gestoßen - eine Gehirnerschütterung und eine HWS-Verletzung waren die Folge - ehrlich gesagt, ist das keine Vorlesung wert. Unangenehme Erinnerungen habe ich auch an die Physikumsvorbereitung und die Innere Vorlesung (der didaktische Supergau). Ich erinnere mich an eine Unmenge schlechter Vorlesungen und Kurse mit unmotivierten Dozenten und dem Versuch, Didaktik durch Technik zu ersetzen - schade!!

2. Warum hast du damals den Entschluss gefasst, Medizin zu studieren?
Unser Nachbar zu Hause war unser Hausarzt, und so mit 16 Jahren habe ich beim Bereitschaftsdienst in der Praxis geholfen. Er hat mir viel gezeigt und mich auch viel machen lassen, und so ist der Entschluss so langsam gereift - eigentlich wollte ich mal Lehrer werden (zumindest auf die Arbeitszeit bezogen, eine gute Wahl).

3. Welche hilfreichen Tipps möchtest du an junge Studenten weitergeben, die das Physikum noch vor sich haben?
Arzt ist ein wunderbarer Beruf! Und ich glaube, eine der Hauptaufgaben der Examina ist nicht, unnötiges Detailwissen anzuhäufen, sondern zu lernen, wie man Wichtiges von Unwichtigem unterscheidet, effektiv arbeitet und sich gut strukturiert - alles meiner Meinung nach wichtige Voraussetzungen, um ein guter Arzt zu werden. Ich halte es für ausgesprochen wichtig, die richtige Balance zwischen Lernen und Freizeitspaß zu finden; wer nur lernt oder nur Party macht, wird auf Dauer nicht glücklich.

4. Kanntest du als Student Prüfungsangst und wie bist du damit umgegangen?
Ehrlich gesagt habe ich mein Wissen immer ganz realistisch eingeschätzt und hatte dadurch auch nur „normale“ Prüfungsnervosität, vor allem mündliche Prüfungen fand ich ok, da man die Prüfung als Prüfling ganz gut beeinflussen kann. Menschen mit Prüfungsangst habe ich in meinem Umfeld kennengelernt, und ich kann jedem nur raten, dringend etwas dagegen zu unternehmen, ggf. auch professionelle Hilfe anzunehmen, da sie sonst eher schlimmer und das Studium zur Hölle wird.

5. Wo bist du heute tätig und warum hast du dich für diesen Bereich entschieden?
Neben der Tätigkeit als Autorin und Dozentin arbeite ich im Bereich Chirurgie/ Orthopädie. Mir gefällt, dass ich den Menschen direkt helfen kann und den Erfolg fast unmittelbar sehe - im Gegensatz beispielsweise zur Inneren, wo die Prophylaxe ja eine große Rolle spielt. Außerdem macht mir die Tätigkeit im OP sehr viel Spaß!

6. Welche Person aus dem medizinischen Kreis (Arzt, Forscher) hat dich ganz tief und besonders beeindruckt? Warum?
Es sind viele kleine Dinge von einzelnen Menschen, die ich kennen lernen durfte, die mich beeindruckt haben: Im PJ Ellen, die Hämatoonkologin, die immer für alles Wichtige Zeit, ein offenes Ohr und ein freundliches Wort hatte, egal, zu welcher Tages- und Nachtzeit, mein ehemalige Chef, der wie ein Vater der Abteilung war (so gänzlich ohne „Chefallüren“), mein jetziger Chef, der, obwohl er Chirurg ist, ganz ruhig und sachlich ist und nie laut wird, mein Oberarzt Christoph, der sich für nichts zu schade ist und tut, was zu tun ist, egal ob es sich um das Organisieren eines Frauenhausplatzes oder das Holen eines Schiebers handelt, meine Kollegin Sylvia, die Sachen einfach so sagt, wie sie sind, auch wenn es unangenehm ist. Ich glaube, es sind eher die vielen kleinen Dinge, die einen prägen als ein „Albert Schweizer“.

7. Du hast im Rahmen der MEDI-LEARN Skriptenreihe zum Physikum Fachband/Fachbände geschrieben. Was fasziniert dich an deinem Fachgebiet ?
Die Anatomie ist ein sehr anschauliches Fach, besondere Freude macht es mir, wenn ich die Embryologie anschaulich erklären kann, so dass das Fach seinen Schrecken für die Prüflinge verliert. Generell mag ich aber die Herausforderung, komplizierte Sachverhalte möglichst einfach und anschaulich zu erklären und das unabhängig vom Fachgebiet.

8. Wie darf man sich den Alltag als Buchautor vorstellen, wie du ihn seinerzeit bei Erstellung des Manuskriptes "erlebt hast"? Wann hast du geschrieben?
Naja, mit einer vollen Stelle in der Chirurgie, anderer Autorentätigkeit und dem Unterricht bei MEDI-LEARN habe ich immer dann geschrieben, wenn ich Zeit hatte und „in Stimmung“ war - das konnte durchaus auch mal mitten in der Nacht im Bereitschaftsdienst sein. Allerdings schreibe ich sowieso lieber nachmittags und abends bzw. nachts, da habe ich mehr Ruhe als am Tag.

9. Was hat dir als Autor beim Schreiben des Buches besonderen Spaß bereitet? Warum?
Wenn ich gut vorwärts gekommen, bin und das Gefühl hatte, man kann durch das Lesen eines Abschnitts gleich mehrere IMPP-Fragen richtig beantworten, dann war ich zufrieden. Und die größte Freude ist es immer, wenn man dann das gedruckte Exemplar in den Händen hält und alles fertig und gut geworden ist.

10. Und gleich die Gegenfrage: Was hat dir beim Schreiben des Buches persönlich eher Schwierigkeiten oder auch Unmut bereitet? Warum?
Ich kann nicht tippen - ich habe in der Schule auf einen Schreibmaschinenkurs verzichtet, weil ich keinen langweiligen Bürojob am Computer wollte - tja, manchmal kommt`s anders, als man denkt. Und es nervt mich kolossal, wenn ich nicht mal halb so schnell tippe, wie ich denke, ich habe dann das Gefühl, es geht überhaupt nicht voran und ich befürchte immer, dass dabei gute Ideen verloren gehen.

11. Welche Vorzüge weisen die Bände der MEDI-LEARN Skriptenreihe zum Physikum deiner Ansicht nach auf, die sie von anderen Werken im Buchregal unterscheidet?
Klein und handlich - knapper und IMPP-relevanter geht es nicht. Auch zur Vorbereitung auf die Testate ist die Reihe super - vor allem, weil man nur das jeweilige Thema als dünnes Heft in der Hand hat (1000 Seiten Standardwerk wirken eher einschüchternd) und es auch überall mit hinnehmen kann.

12. Welche Tipps möchtest du jungen, angehenden Ärzten mit auf den Weg geben?
Prioritäten setzen, den Überblick behalten, Effektivität anstreben, die Balance zwischen lernen/ arbeiten und Entspannung finden, Ratschläge annehmen, egal ob sie vom Chef, den Kollegen, dem Pflegepersonal oder anderen Mitarbeitern kommen, gutes Arbeitsklima anstreben (und natürlich auch etwas dazu beitragen), menschlich bleiben und den Patienten als Mensch und nicht als Ware sehen und mindestens ein Mal jede Stunde lachen - und Eure Kollegen und Patienten werden Euch lieben ;-)

13. Gibt es etwas, das wir zu fragen vergessen haben und du an die Leserschaft ebenfalls noch weiterreichen möchtest? Falls ja - hier ist der ideale Platz für eine Antwort deinerseits. Denkt an das Phänomen der „sich selbst erfüllenden Prophezeiung“ in der Psychologie - Optimismus und Fröhlichkeit zahlen sich aus und machen Studium und Leben angenehmer.

Rieke, vielen Dank für das Interview und deine Mitarbeit an der Skriptenreihe!

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Autor(in): Rieke Bommas-Ebert ([email protected])
  
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 6. Forschung zum Schutz des Gesichtsmuskelnervs

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Bei chirurgischen Eingriffen an den Ohrspeicheldrüsen oder bei ausgedehnten Ohr-Operationen (seitliche Schädelbasis) stehen die beteiligten Mediziner regelmäßig vor einer potenziellen Gefahrenquelle: In diesem Bereich liegt der Gesichtsmuskelnerv, der nicht verletzt werden darf. "Eine Verletzung dieses Nervs würde erhebliche funktionelle und kosmetische Defizite nach sich ziehen", erläutert Mathias Hofer von der Hals-, Nasen-, Ohrenklinik des Universitätsklinikums Leipzig.

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Nach einer klinikinternen Studie unter PD Dr. med. habil. Gero Strauß werden etwa 30 Prozent der Operationszeit darauf verwendet, den Nerv sicher darzustellen. In dieser Zeit ist das Streßniveau für den Operateur deutlich erhöht. Gleichzeitig unterliegt der Patient der Narkosebelastung. Zur Darstellung und Identifikation können bildgebende Verfahren oder auch ein so genanntes EMG verwendet werden - nun wollen die Mediziner beide Systeme erfolgreich zusammenführen.

Beim EMG wird über eine Sonde Strom abgegeben, der den Gesichtsmuskelnerv (Nervus facialis) stimuliert. An der unwillkürlichen Reaktion der Muskulatur etwa des Augenlids kann der Arzt erkennen, dass er den Nerv gefunden hat und wie dessen Verlauf ist. "Auch über bildgebende Verfahren wie die Computertomographie kann der Facialis dargestellt werden", so Hofer. Allerdings kann ein Operateur während eines Eingriffs nicht ständig die Bilder des CT im Blick haben. Hier soll in Zukunft ein Zusammenspiel von EMG und Bilddaten einsetzen.

Die Idee besteht darin, die Stimulationssonde zu navigieren, also ihre Position im Raum zu erfassen. Die Methode wurde gemeinsam mit Partnern vom Lehrstuhl für Mikro- und Medizingerätetechnik der Technischen Universität München unter Leitung von Prof. Tim Lüth entwickelt. Dafür wurde ein so genanntes Phantom des Gesichtsmuskelnervs gebaut und mit zwölf Messpunkten versehen. An Phantom und Sonde sind Tracker-Sterne angebracht, dadurch werden diese für eine Navigationskamera sichtbar. Die Positionen der Sonde und des Patientenmodells im Raum können so von einem chirurgischen Navigationsgerät erfasst werden.

Durch die mit der Sonde ermittelten Daten wird der Nerv im CT nachgezeichnet, und festgestellt, ob eine Korrelation der Position des Nervs mit den Bilddaten gegeben ist. Ziel ist also die Zusammenführung der EMG-Ergebnisse mit den Bilddaten. Zugleich wird dadurch Redundanz erzielt: Zwei Systeme bestätigen unabhängig voneinander die Lage des Nervs.

Eingesetzt werden könnte die Technik laut Hofer in weiteren Bereichen, wo Nerven geschützt werden müssen. Der Einsatz könnte nach einer klinischen Studie - innerhalb eines Jahres erfolgen. Für den Patienten würde das Risiko einer Nervenverletzung reduziert, zusätzlich wäre eine wesentlich verkürzte Narkosezeit absehbar. Der Operateur würde bei der Suche nach dem gefährdeten Nerv viel Zeit sparen bei gleichzeitig reduziertem Stressniveau. Ihre Ergebnisse stellten die Wissenschaftler bei der wissenschaftlichen Tagung "5th International Conference on Computer Assisted Surgery around the Head" vor und wurden dort mit einer Urkunde belohnt.

Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft


   
Autor(in): Tobias D. Höhn ([email protected])
  
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 7. Cartoon der Woche: Rechtsschenkelblock

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Das folgende Cartoon wurde uns von unserer Partnerseite www.rippenspreizer.com zur Verfügung gestellt.

Rechtsschenkelblock

Auf der Webseite www.rippenspreizer.com findet Ihr 400 weitere Cartoons inklusive E-Cardfunktion und vielen anderen Gimmicks.


   
Autor(in): Daniel Lüdeling ([email protected])
  
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 8. Unser Doktorvater hat Recht behalten
Promovieren über Hepatitis C

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Die wichtigste Information gleich zu aller erst: Versucht die Doktorarbeit - egal wo und über was ihr sie macht - unbedingt vor Beginn des Praktischen Jahres fertig zu bekommen! Ich bin gerade im ersten Tertial Chirurgie und kann nur aus eigener Erfahrung sprechen, dass ich sehr froh bin, mich nach einem 8-stündigen OP-Tag nicht auch noch um meine Doktorarbeit kümmern zu müssen.

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Angefangen hab ich mit meiner Doktorarbeit relativ spät, zumindest hatten die meisten am Anfang des 8. Semesters schon längst ein Thema gefunden oder manche gar schon die erste wieder abgebrochen. Wenn man - so wie ich - eine rein statistische Doktorarbeit machen möchte, dann langt es alle mal aus, im 8. Semester anzufangen, schließlich liegt es einzig an einem selbst, wie gewissenhaft und konsequent man die Arbeit letztendlich auch durchzieht. Ich habe zusammen mit meiner Freundin Doktorarbeit gemacht, was den Vorteil hatte, dass wir das gleiche Patientenkollektiv hatten und somit sämtliche Daten gemeinsam erheben konnten. So kann selbst Statistik, die Erstellung von diversen Grafiken oder das stupide Ausfüllen von Excel-Tabellen richtig Spaß machen. Außerdem hat man immer jemanden, der einen motiviert, weiterzumachen und nicht alles hinzuschmeißen, wenn man mal der Verzweiflung nahe ist.

Unser Thema war eine bundesweite Studie an Patienten mit chronischer Hepatitis C zur Fibrosierungshemmung der Leber, wobei letztlich bei der Ausarbeitung der eine Schwerpunkt auf der Histologie der Leber und der andere auf der Berechnung von Fibrosescores lag. Die Betreuung war wirklich sehr gut. Unser Doktorvater hat uns selbst mit betreut und war immer für uns da, wenn irgendwelche Unklarheiten bestanden, was nicht gerade selbstverständlich ist. Daher hört euch um, was andere über ihre Betreuung berichten, aber verlasst euch letztlich lieber auf euer Gefühl, macht euch euer eigenes Bild von eurem Doktorvater und lernt ihn persönlich kennen. Von vielen haben wir komische Blicke geerntet, als wir berichteten, bei wem wir Doktorarbeit machen. Aber ich kann persönlich nichts von den Gerüchten bestätigen. Wir haben uns sehr gut verstanden und ich glaube auch, dass wir unsere Arbeit zu seiner Zufriedenheit erledigt haben. Wir haben während der Zeit der Datenerhebung immer wieder neue Grafiken/Powerpointfolien für Kongresse und Vorträge erstellen und aktualisieren müssen, haben im Archiv – soweit es möglich war – fehlende Daten von Patienten aus unserer Klinik vervollstän-digt und ausgewertet. Die Berechnung der Fibrosescores erwies sich als etwas komplizierter. Um die exakten Formeln zu bekommen, haben wir die Autoren teilweise sogar per E-Mail direkt angeschrieben und um Hilfe gebeten. Überraschenderweise haben wir nur positives Feedback erhalten und konnten auf diesen Weg sogar Kontakte mit Ärzten aus Australien knüpfen.

Also scheut euch nicht, bei Schwierigkeiten einfach mal den Autor der Artikel anzuschreiben, dessen E-Mailadresse meist gleich unter der Zusammenfassung im Kleingedruckten mit angegeben ist, bevor ihr in der Bibliothek verzweifelt und nicht weiterkommt. Zudem haben wir für die Berechnung bestimmte Laborparameter benötigt, die nur in einem Speziallabor berechnet werden. Hiefür haben wir sämtliche tiefgefrorene Serumproben unserer Patienten aufgetaut, umpipettiert, verschlüsselt, auf Trockeneis gepackt und persönlich nach Heidelberg gefahren. Die meiste Zeit hat die Auswertung der Histologien in Anspruch genommen, nach deren Abschluss erst die eigentlichen Berechnungen und Statistiken erfolgen konnten. Etwa einen Monat hat die Literaturrecherche in Anspruch genommen. Als Tipp kann ich nur jedem empfehlen, sich sämtliche Abstracts als PDF von der elektronischen Zeitschriftendatenbank der Universitätsbibliothek auf seinen Memorystick zu ziehen, sie am PC zu lesen oder bei Bedarf auszudrucken. Von der Klinik oder dem jeweiligen Institut aus müsstet ihr eigentlich über das Uninetz Zugriff haben, teilweise sind Artikel auch frei zugänglich und zu Hause runterladbar. Das spart wirklich unheimlich Zeit und ich hätte mir einige sinnlose Stunden in der Bibliothek und am Kopierer sparen können.

Zwei Monate vor Beginn des PJ haben wir von unserem Doktorvater erfahren, dass er die erste Version unserer Arbeit in 4 Wochen auf dem Schreibtisch haben möchte. Nachdem sich der erste Schock gelegt hatte, hab ich mich schließlich an die Arbeit gemacht und die Arbeit niedergeschrieben. Obwohl ich vorher noch keinen Abstract gelesen hatte und mich erstmal einlesen musste, hab ich es in der gesetzten Frist geschafft, da ich zu dem Zeitpunkt bereits scheinfrei war und mich wirklich jeden Tag von früh bis spät der Doktorarbeit widmen konnte.

Es waren vier sehr intensive Wochen voller Arbeit, aber es hat sich gelohnt. Nach einer kleinen Korrektur habe ich meine Arbeit wieder zurückbekommen und kann sie dann in einem Jahr mit bestandenem Staatsexamen beim Promotionsbüro einreichen. Aus unserem Freundeskreis waren wir die letzten, die mit der Doktorarbeit begonnen haben und sind die ersten, die nun fertig sind! Unser Doktorvater hat Recht behalten: Wir sind ihm sehr dankbar, dass er sich so für unsere Doktorarbeit eingesetzt hat und sie noch vor unserem PJ-Beginn abgeschlossen haben wollte!


   
Autor(in): Daniela Stöcklein ([email protected])
  
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 9. Medizin im TV - Dr. House: Böses Spiel

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Jeden Dienstag neue Folgen von Dr. House auf RTL.

Die heutige Folge:
Ein junger Mann namens Bob wird mit Atem- und Sprachstörungen in die Klinik eingeliefert. Cameron, Chase, Foreman und House sind sich bei der Diagnosefindung...

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Name der Sendung: Dr. House

Titel der Folge: Böses Spiel

House, M.D. Ein junger Mann namens Bob wird mit Atem- und Sprachstörungen in die Klinik eingeliefert. Cameron, Chase, Foreman und House sind sich bei der Diagnosefindung uneinig. House ist aufgrund der teils bizarren Schilderungen, die Bob von seinem Ehe- und Sexualleben gibt, schließlich fest davon überzeugt, dass Bobs Ehefrau auf subtile Weise versucht, ihren Mann zu töten. Doch zunächst fehlen ihm die Beweise für diese gewagte Theorie. Schließlich findet House eine Diagnose, die sich sowohl mit seinen Vermutungen bezüglich der Ehefrau als auch mit den Symptomen Bobs in Einklang bringen lässt...

17.06.2008 - 21:15 Uhr bis 22:15 Uhr auf RTL


   
Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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RTL Seite zur Serie
  
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 10. DMW - Neues aus der Medizin

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Seit über 130 Jahren steht die Deutsche Medizinische Wochenschrift (DMW) für profunde Informationen. Als medizinische Fachzeitschrift ist sie auch für Jungmediziner (Studenten, Assistenzärzte) empfehlenswert. Wir stellen dir zukünftig im DMW-Special Auszüge in Form von Artikeln, Podcasts u.v.a.m. vor.

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Mit unserem neuen Angebot möchten wir dir unterhaltsame Fortbildung, Neuigkeiten und interessante Zusatzinformationen in DMW Qualität bieten – wann und wo du möchtest! Für heute haben wir die Rubrik "Neues aus der Medizin" ausgewählt mit folgendem Artikel:

Experte: Klimawandel bringt neue Infektionen nach Deutschland
fzm - Die Erderwärmung fördert die Verbreitung von tropischen Infektionskrankheiten, die durch Mücken übertragen werden. Ein Experte hält es in der Fachzeitschrift "DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift" (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2007) für möglich, dass Gelbfieber oder andere Tropenkrankheiten sich in Zukunft bis nach Deutschland ausbreiten. Einige einheimische Erreger könnten durch den Klimawandel aber auch zurückgedrängt werden.

Viele Stechmücken, die Tropenkrankheiten übertragen, sind seit langem in Deutschland heimisch, erläutert Professor Emil Reisinger, Leiter des Tropeninstituts an der Uni Rostock. So gebe es hierzulande sechs Anopheles-Mücken. Sie sind Überträger der Malaria, die gar keine reine Tropenerkrankung ist. Bis 1955 hat es laut Professor Reisinger an Nord- und Ostsee und am Niederrhein immer wieder einheimische Malariafälle gegeben. Stark verbreitet war die Malaria auch in England während der "Kleinen Eiszeit" im späten 16. Jahrhundert. Besiegt wurde sie in Europa durch die Verbesserung der Wohnverhältnisse und die Trockenlegung von Feuchtgebieten, weshalb Professor Reisinger eine Rückkehr der Malaria für unwahrscheinlich hält...

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Autor(in): MEDI-LEARN ([email protected])
  
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 11. Aktuelle Gewinnspiele

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Ohne Quiz wäre Fernsehen langweilig. Warum? Nun, meist weil es dort etwas zu gewinnen gibt. Auch bei uns soll die Glücksfee etwas zu tun bekommen und so haben wir dir in der Rubrik "Aktuelle Gewinnspiele" eine Landkarte aktuell laufender Gewinnspiele bei Medi-Learn zusammengestellt, bei denen du u.a. Sachbücher, Premium-Mitgliedschaften und von Zeit zu Zeit auch Reisen an lohnenswerte Orten gewinnen kannst.

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Titel: MEDI-LEARN Biochemie Poster
Gewinne:
  • Sofortgewinn: 1 Biochemie Poster für jeden Teilnehmer
  • 5 x Skriptenreihen-Paket Biochemie
  • 3 x Kurzlehrbuch Biochemie von Thieme
URL: http://www.medi-learn.de/cms/jump/jump.cgi?ID=1752

Titel: Stress-Duell
Gewinne:
  • 3 traumhafte Luxus-Wochenenden in den schönsten Regionen Deutschlands inklusive Anreise & Wellness-Behandlung
  • Die drei besten Spieler erhalten außerdem exklusiv eine
    außergewöhnliche Fitnessuhr von Polar
  • viele weitere Preise
URL: http://www.medi-learn.de/cms/jump/jump.cgi?ID=1747

Titel: Probekapitel-Quiz Lehrbuch Neuroanatomie
Gewinne:
  • 5 x Kurzlehrbuch Neuroanatomie
URL: http://www.medi-learn.de/neuroanatomie

Titel: ReMEDI Rx Gewinnspiel
Gewinne:
  • Ein lebensgroßes Skelett
  • Drei Exemplare "Clinical Anatomy:
    Applied Anatomy for Students and Junior Doctors",
URL: http://www.medi-learn.de/remedirx

Titel: Gewinnspiel Sanitätsdienst
Gewinne:
  • 1 x lebensgroßes Skelett von 3B Scientific
  • 2 x Stethoskope Advance II von DocCheck
  • 3 x hochwertige Boso-Blutdruckmessgeräte
  • 1 x Fallbuch Pädiatrie
  • 1x Fallbuch Innere Medizin vom Thieme Verlag
URL: http://www.medi-learn.de/bundeswehr


[Zum MEDI-LEARN Gewinnspielkompass - klick hier]


   
Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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Der MEDI-LEARN Gewinnspielkompass
  
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 12. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der Onlinezeitung:
Redaktionsleitung: Jens Plasger & Christian Weier, Redaktion: Thomas Trippenfeld (Redakteur), Daniel Luedeling (Arzt und Cartoonist), Rolf Bößmann (Redaktion), Simone Arnold (Redakteurin), Stefan Ritt (Programmierung), Kjell Wierig (Mediengestalter), Marlies Weier (Ärztin und Redakteurin), Jan-Peter Wulf (Redakteur), Dominika Sobecki (Redakteurin), Kristina Junghans (Mediengestaltung), Trojan Urban (Arzt und Redakteur), Stan, Reporter für Extremeinsätze,

  
Anzahl der Abonnenten: 36.578
  

Mitarbeit:
Wenn du Interesse an der Mitarbeit im Medi-Learn.net Team hast, schreib einfach eine Email an Jens - von ihm erfährst du alles weitere: [email protected] 

  

Abofunktion:
Wenn ihr euch abmelden wollt, sucht bitte die folgende Webseite auf:
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Bei Problemen stehen wir euch gerne auch unter [email protected] zur Verfügung!

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