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1. Editorial |
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Hallo,
auf in die heiligen Hallen der Anatomie, denn in unseren Interviews möchten wir alle an den illustren Erlebnissen teilhaben lassen, die Kommilitonen im Präpkurs erleben durften: heute verrät Nadja u.a., warum Muskeln für sie die Hölle waren.
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Als sprichwörtliche Hölle kann sich auch so manche Doktorarbeit entpuppen. Warum dies bei Prof. Steinhausen nicht der Fall war und wie er den ersten, etwas zu kauzigen potentiellen Doktorvater umging, liest du in einer weiteren Folge seiner Memoiren.
Dass Akupunktur bei vielen Erkrankungen, in denen die Schulmedizin oftmals ratlos ist, weiterhelfen kann, hat sich bereits herum gesprochen. Auch in Jena geht man den Weg der Nadelstiche, wenn es um die Behandlung von Tinnitus und Heuschnupfen geht. Aus der Forschungslandschaft weiterhin als Artikel im Newsletter dabei: ein Beitrag zur schonenden Lungenbeatmung, Hinweise zu neuen Masterstudiengängen in Magdeburg und frisch erworbene, aktualisierte Erkenntnisse in Sachen Weinkonsum und Herz-Kreislauf-Krankheiten sowie ein Kerncurriculum für die Schmerztherapie.
Viel Spaß bei der Lektüre wünschen dir
Thomas, Jens und Christian
Redaktion MEDI-LEARN
Der Blick in die Zukunft: In der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung liest du am 09.09.2008:
o Heirat und Staatsexamen
o Cartoon der Woche: Schmerzambulanz
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Der Präpkurs ist sicherlich DAS Highlight der vorklinischen Ausbildung: denn hier lernt der angehende Mediziner den Aufbau des menschlichen Körpers bis in das letzte Detail kennen. Wir waren neugierig, wie Studenten hierzulande den Präpkurs erlebt haben. Lies unsere Interviews, die dir einen Einblick in die Erfahrungswelt junger Mediziner liefern.
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1. Kannst du dich noch an den Augenblick und die Szene erinnern, als du den Präp-Saal zum ersten Mal betreten hast? Wie sah das aus und was ging dabei in dir vor? Der Präp-Saal war kein richtiger Saal, sondern eher eine Sezier-Box, wie
wir sie in Budapest auch nennen, auf den Tischen lag noch nichts, aber man
konnte bereits erahnen, was sich in den Truhen und Schränken entlang der Wände
befand. Ich war sehr neugierig, was mich erwartet und habe ich mich darauf
gefreut, endlich präppen zu können. Andererseits war ich aber auch etwas
angespannt, wie es mir gehen würde, wenn die Leiche dann wirklich vor mir liegt.
Ehrlich gesagt hat die Vorfreude aber überwiegt.
2. Hast du auch im Vorfeld vor dem ersten Termin des Präp-Kurses schon
vermehrt an das „Erste Mal Präppen“ gedacht?
Habt ihr in der Vorlesung dieses Thema ausführlicher behandelt?
Ja, ich habe bereits vor meinem Studienbeginn daran gedacht und es schon
erwartet. Wie bereits erwähnt, studiere ich in Budapest, hier beginnt der
Präp-Kurs quasi mit der ersten Woche des Studiums, insofern gab es keinerlei
Vorbereitung. Die ersten 5 Wochen haben wir allerdings nur Knochen zu sehen
bekommen und dann ging es mit Leichenteilen los. Dass wir nicht wirklich darauf
vorbereitet wurden, mag hart klingen, man hat uns auch in gewissermaßen ins
kalte Wasser geschmissen, aber ich denke, dass das gar nicht so schlecht war,
denn man gewöhnt sich so sehr schnell an die Sache und macht sich vielleicht
auch weniger Gedanken, bzw. man kann sehr schnell damit umgehen, so habe
zumindest ich es empfunden.
3. Mit welchen Erwartungen bist du in den Präpkurs gegangen?
Wurden Sie erfüllt oder eher enttäuscht?
Ich habe mich einfach darauf gefreut zu präparieren, d.h. auf die handwerkliche
Tätigkeit aber auch darauf, den Körper von innen studieren zu können, die
Anatomie zu erleben. Ich denke meine Erwartungen wurden erfüllt, in Ungarn hat
man sehr viel Anatomie-Unterricht und auch viel Gelegenheit zum Präppen.
4. Was war in deinen Augen das absolute Highlight des Präp-Kurses, an das du
dich noch heute erinnerst?
Das ist schwer zu sagen, vielleicht war das Highlight, dass ich ein Herz
präparieren durfte oder auch eine frische unfixierte Leiche begutachten durfte.
5. Welches Themengebiet fandest du am schwierigsten zu lernen?
Ich denke die Muskeln, dort gab es so viele Ursprünge und Ansätze, dass einem
schwindelig wurde.
6. Was hat dir beim Präppen am meisten Spaß gemacht?
Die Sache an sich, das Handwerkliche. Gefäße frei legen ist eine tolle Sache!
7. Und im Gegenzug: was fandest du beim Präp-Kurs am unangenehmsten?
Der Geruch des Formalins. Das brennt so sehr in den Augen, ich muss jedes mal
fast heulen.
8. Wie häufig und wie lang fand der Präpkurs statt?
Das ganze Semester lang zwei mal pro Woche für 1,5 Stunden.
9. Konnten am Präp-Nachmittag alle gleichzeitig und im Team präparieren oder
ging das abwechselnd?
Das war unterschiedlich. Also einen Präp-Nachmittag gibt es ja gar nicht, wir
präparieren im Unterricht. Meistens haben wir im Team präpariert und
abwechselnd, aber ich denke nicht, dass je jemand zu kurz gekommen ist.
10. In welcher Form und Häufigkeit mussten Testate und Prüfungen absolviert
werden?
Mündliche Befragungen gab es bei meiner Professorin eigentlich jede Stunde. Das
war aber mehr zur Übung. Richtige Tests nennt man in Budapest Demo und davon gab
es 3 pro Semester. Am Ende des Semesters dann eine mündliche Endprüfung,
allerdings müssen wir in der noch nicht präppen, sondern nur Strukturen an
Präparaten erkennen.
11. Der Umgang mit Leichen ist sicher für einen Anfänger nicht leicht.
Hattest du hier auch im weiteren Verlauf noch Probleme oder hast du dich einfach
dran gewöhnt?
Ich denke, ich habe mich ziemlich schnell gewöhnt. Und die Neugier überwiegt
gegenüber jeglichen Problemen.
12. Wurde über die Herkunft der Personen und den nötigen Ablauf, sich der
Lehre und Wissenschaft z.B. für den Anatomie-Kurs zur Verfügung zu stellen,
gesprochen?
Wenn ich ehrlich bin: nicht wirklich.
13. Gab es nach dem Ende des Präp-Kurses eine Art Trauerfeier, an der auch
die Präp-Kurs-Studenten teilnehmen konnten? Falls ja: was ging dabei in dir vor,
woran hast du gedacht und welche Bilder stiegen in deinem Innern auf?
Ja die gibt es einmal jährlich, allerdings immer zu Beginn des Semesters, da ich
erst ein Jahr hinter mir habe, war die Trauerfeier also quasi bevor ich
angefangen habe zu präparieren. Das nächste mal möchte ich gerne hingehen.
14. Würdest du gerne den Präp-Kurs noch einmal absolvieren (weil es so großen
Spaß machte und interessant war) oder bist du der Ansicht "Einmal genügt".
Wie gesagt, in Budapest wird 2 Jahre lang durch präpariert, was ich sehr
begrüße, ein Jahr liegt noch vor mir.
15. Welche Tipps würdest du Studenten geben, die den Präp-Kurs noch vor sich
haben?
Ich denke es kann nicht schaden, sich vorher ein paar Gedanken zu machen,
insbesondere, ob man sich das überhaupt zutraut usw. Aber zu viele Gedanken
sollten es auch nicht sein, denn ohne präparieren kann man nicht Medizin
studieren und ich wünsche allen, dass es ihnen so viel Spaß macht wie mir.
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Das 3B
Scientific-Anatomiespecial
Dieser Artikel ist Teil des
redaktionellen Specials zum Thema Anatomie, das wir dir mit freundlicher
Unterstützung von 3B Scientific, dem renommierten Hersteller
anatomischer Modelle, präsentieren können.
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[zum Anatomiespecial - klick hier] |
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Seminare für junge Mediziner |
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Berufspolitische Seminare
Friedrich-Thieding-Stiftung
Berufspolitische Ausbildung kommt im Medizinstudium zu kurz. Daher
widmet sich die Berufspolitische Seminarreihe dieser Thematik und bietet
jungen Medi-zinern eine Einführung in das deutsche Gesundheitssystem
sowie
Infos über wichtige aktuelle Entwicklungen.
Wo? Berlin
Wann? 20./21.09., 8./9.11., 6./7.12. |
Symposium
Neue wirtschaftliche
Herausforderungen für Ärzte
Mediziner von heute sehen sich neuen finanziellen und strukturellen
Heraus-forderungen gegenübergestellt, auf die das Seminar kompetente
Antworten liefert, um im Berufsalltag optimal vorbereitet zu sein und
die Doppel-Rolle als Unternehmer und Arzt zu erfüllen.
Wo? Stuttgart
Wann? 27. September 2008 |
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[Flyer downloaden - klick hier] |
[Seminarprospekt - klick hier] |
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idw - Die Grundlagen der Schmerztherapie in 14 Stunden: Dieses kompakte Kerncurriculum hat die Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS) jetzt als Vorschlag an alle Dekane und Lehrebeauftragten der Medizinischen Fakultäten Deutschlands gesandt. Das Kerncurriculum lässt sich gut in einen der etablierten Querschnittsbereiche des Medizinstudiums integrieren und soll einen gravierenden Mangel der neuen Approbationsordnung ausgleichen.
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"Da die Schmerztherapie bei der letzten Novelle komplett aus Approbationsordnung
herausgefallen ist, können junge Ärzte heute in die Kliniken gehen, ohne jemals
mit dem Thema Schmerz in Berührung gekommen zu sein", sagte Dr. Andreas Kopf von
der DGSS-Ad-hoc-Kommission Studienordnungen. "Und das obwohl Schmerzen mit
Abstand der häufigste Grund für einen Arztbesuch sind." Das Kerncurriculum ist
über die Geschäftsstelle der DGSS erhältlich ([email protected]) und auch zum
Download verfügbar:
http://www.dgss.org/index.php?id=253
Integration in Querschnittbereiche
Obwohl die DGSS schon im Vorfeld der Novelle der Approbationsordnung
vorgeschlagen hatte, "Interdisziplinäre Schmerztherapie" als Querschnittsbereich
einzuführen, sind Lehrveranstaltungen zur Schmerztherapie in der aktuellen
Approbationsordnung nicht mehr vorgesehen. "Wir appellieren daher an
verantwortungsbewusste Lehrende, dem wichtigen Feld der Schmerztherapie im
Rahmen des Medizinstudiums trotzdem einen Platz einzuräumen", so Prof. Dr.
Rolf-Detlef Treede, Präsident der DGSS. Möglich ist das nach einer Resolution
des Medizinischen Fakultätentags von 2005 in so genannten Querschnittsbereichen,
die die Universitäten selbst fortentwickeln dürfen. Bei der Integration des
Kerncurriculums Schmerztherapie sind die Mitglieder der DGSS-Kommission
Studienordnungen den Fakultäten gerne behilflich.
Schmerzen erkennen und behandeln
Philosophie des Kerncurriculums ist die Konzentration auf die Hauptsyndrome
Tumorschmerz, Akutschmerz, neuropathischer und chronifizierter Schmerz.
Kenntnisse auf diesen Feldern ermöglichen es Medizinern mit dem Ausbildungsziel
Allgemeinarzt, die Chronifizierung von Schmerzen zu erkennen und
Fehlbehandlungen zu vermeiden, Patienten mit Tumorerkrankungen selbst
schmerztherapeutisch zu behandeln, einfache Algorithmen der Schmerztherapie in
die perioperative Behandlung zu integrieren und neuropathische Schmerzen zu
erkennen und zumindest anzubehandeln. Themen des 14-stündigen Lehrprogramms sind
unter anderem Gesundheitsökonomie, Gesundheitssystem, Öffentliche
Gesundheitspflege, Medizin des Alterns und des alten Menschen, Notfallmedizin,
Klinische Pharmakologie/Pharmakotherapie, Prävention, Gesundheitsförderung,
Rehabilitation, Physikalische Medizin und Naturheilverfahren.
Weitere Informationen:
http://www.dgss.org/index.php?id=253 - Kerncurriculum zum Download
Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft
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| Autor(in): Dr. Andreas Kopf ([email protected]) |
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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5. Memoiren Prof. Dr. Dr. Steinhausen - Medizinstudium 1952-58: Folge 10: Meine Doktorarbeit
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Wie gestaltete sich das Medizinstudium eigentlich vor einigen Jahrzehnten? Mit welchen Problemen kämpfte ein Student während der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts? An dieser Stelle stellen wir euch in den kommenden Wochen die lesenswerten Memoiren des pensionierten Physiologie-Professors Dr. med. Dr. h.c. Steinhausen vor. Er ist Lehrbuchautor, Dozent und Leiter des Heidelberger Ärzte-Orchesters. Prof. Steinhausen berichtet in den einzelnen Abschnitten seiner Memoiren über seine ereignisreiche Zeit während des Medizinstudiums während der 50er-Jahre in Berlin.
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Prof. Dr. Dr. Michael Steinhausen:
Studium und Lehre im Wandel der Zeiten
Die fünfziger Jahre: Medizinstudent 1952-1958
Folge 10:
Meine Doktorarbeit
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Nach dem Physikum hätte
ich gern bei Prof. Schwarz in der Anatomie (Elektronen-mikroskopie) eine
Doktorarbeit gemacht. Ich wurde auch von Schwarz empfangen, an meine
Heldentaten aus der Embryologie schien er
sich nicht mehr zu erinnern. Insgesamt war seine Reaktion auf mein
Anliegen so zögerlich, ausweichend und hinhaltend, sodass ich daraus
schließen musste, Schwarz sei an mir als Doktorand nicht interessiert.
Später erfuhr ich, dass Schwarz grundsätzlich prospektive Doktoranden
auf “vielleicht in 6 Wochen” vertröstete. Hierbei wollte er die Geduld
und Frustrationstoleranz des Studenten testen. Es ist gewiss gut, für
wissenschaftliche Arbeit viel Geduld mitzubringen. Aber diese Form der
Prüfung scheint mir auch heute noch sehr abwegig. Es gibt halt viele
sehr kauzige Professoren. Ich wenigstens war für diese Form der
wissenschaftlichen Prüfung ungeeignet. Ich ging am nächsten Tag zu dem
Doktorvater, den ich als Alternative ins Auge gefasst hatte und der mir
dann lebenslang verbunden blieb, zum Pathologen Wilhelm Doerr, der mir
durch seine wortgewaltigen Vorlesungen aufgefallen war... |
Soweit der Beginn dieser
Folge. Lust auf mehr? Kein Problem: Du kannst die komplette zehnte Folge wie auch alle anderen
bisher erschienenen Folgen als PDF-Dokument
kostenlos herunterladen und so die spannenden Memoiren von Prof. Dr. Dr.
Steinhausen verfolgen, in denen er seinen ereignisreichen Weg durch das
Medizinstudium der 50er-Jahre nachzeichnet:
[Gratis-Download Folge 10]
[Memoiren Prof. Steinhausen - klick
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Buchanzeige:
Ein kurzes Lehrbuch, dessen wichtigstes Anliegen darin besteht, die
Physiologie des Menschen verständlich zu machen. Nur was man verstanden
hat, lässt sich auch erfolgreich für die Prüfung speichern.
Unwesentliches wurde weggelassen. Trotzdem erfährt der Leser in vielen
Fällen, wann, wie und warum man hinter die Geheimnisse der Physiologie
gelangt ist, und welche Bedeutung der Physiologie auch für die Klinik
zukommt. Seit seiner ersten Auflage 1986 ist der "Steinhausen" von
Vielen als "Geheimtip für das Physikum" sehr erfolgreich genutzt worden.
Die jetzige 5.Auflage ist im Konzept unverändert, jedoch von zahlreichen
Fachkollegen aktualisiert.
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| Autor(in): Prof. Dr. Dr. Michael Steinhausen ([email protected]) |
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Ob Famulatur, Krankenpflegepraktikum, PJ-Tertial oder Ausbildung zum Facharzt - immer wieder steht man als junger Mediziner vor der Frage Bin ich dort eigentlich gut aufgehoben? Wer vorab Informationen zur Tätigkeitsstelle herausbekommt, kennt meist jemanden, der dort schon einmal gearbeitet hat. Für alle anderen gibt es ab sofort die Klinikwahrheiten von MEDI-LEARN - eine interaktive Datenbank mit Bewertungen von Kliniken, aus der wir euch an dieser Stelle die Klinikwahrheit der Woche vorstellen wollen:
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Klinikwahrheit: Universitätsklinik Rostock - Psychiatrie - Rostock
| Nr. der Bewertung: | 9051-379 |
| Autornickname: | nabool2 (Private Nachricht senden) |
| Klinik: | Universitätsklinik Rostock |
| Stadt: | 18057Rostock |
| Fachrichtung: | Psychiatrie |
| Tätigkeit: | Famulatur |
| Zeitpunkt: | 2006 |
| Chefarzt: | |
| Bundesland: | D-Mecklenburg-Vorpommern |
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| Note Arbeitsklima: | 1 - sehr gut |
| Kommentar Arbeitsklima: | Das Arbeitsklima war sehr angenehm. Sowohl die Ärzte als auch das Pflegepersonal sind freundlich und kümmern sich um einen. Die Stimmumg unter den Kollegen war fröhlich und die Ärzte ( wahrscheinlich liegt es an der Fachrichtung ) waren immer sehr ruhig und gelassen. |
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| Note Weiterbildungsangebot: | 1 - sehr gut |
| Kommentar Weiterbildungsangebot: | Einmal die Woche muß einer der Ärzte in der Frühbesprechung eine Studie oder einen gelesenen Artikel vortragen. So bleibt man auf dem neuesten Stand. Eine klinikinterne Fortbildung fand auch einmal die Woche statt, die Pflichtveranstaltung ist. Auch überregionale Seminare und Kongresse werden regelmäßig angeboten. |
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| Note Forschung: | 3 - befriedigend |
| Kommentar Forschung: | Auf Forschungsarbeit wird großen Wert gelegt, da es sich ja um eine Universitätsklinik handelt. Im Grunde wird jeder Angestellte Arzt dazu angehalten zu forschen, woran man sich auch halten sollte.
Angebote kenne ich nicht, da ich Famulant war und mich mit der Forschung nicht beschäftigen mußte. |
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| Note Zeit: | 2 - gut |
| Kommentar Zeit: | Als Famulant hat man natürlich pünktlich nach 8h Schluß. Die Stationsärztin ist aber manchmal länger geblieben. Jedoch hielten sich die Überstunden in Grenzen, im Gegensatz zu einer chirurgischen Abteilung. |
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| Note Karriere: | 3 - befriedigend |
| Kommentar Karriere: | Ehrlich gesgat, weiß ich das nicht, deshalb habe ich eine 3 gegeben. Kann dazu leider keine Angabe machen. |
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| Note Ausbildung: | 1 - sehr gut |
| Kommentar Ausbildung: | Hatte immer eine Ärztin an meiner Seite, die sich Zeit genommen hat, mir vieles zu erklären. Auf meine Fragen wurde ausführlich eingegangen. Ich war eigentlich immer bei der Ärztin, durfte aber auch viele Tätigkeiten selbstständig durchführen ( BE, Anamnese, Einzelgespräche, Aktenführung und Dokumentation ) |
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| Note Betreuung: | 1 - sehr gut |
| Kommentar Betreuung: | Meine Betreuerin war die Stationsärztin, aber auch andere Ärzte und das Pflegepersonal hatten ein offenes Ohr für meine Fragen. Ich habe mich sehr wohl auf meiner Station und der gesamtem psychiatrischen Abteilung gefühlt. |
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| Gesamtnote: | 1 - sehr gut |
| Abschließender Kommentar: | Wer sich für Psychiatrie interessiert, ist hier sehr gut aufgehoben. Nette Kollegen und ein angenehmes Klima machen den Arbeitsalltag sehr interessant.
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Redaktioneller Tipp Wie werde ich eigentlich Facharzt für Psychiatrie?
Auf dem Weg zum Facharzt für Psychiatrie stellen sich viele Fragen im Hinblick auf die Anforderungen, die sich aus der Weiterbildungsordnung ergeben. Welche Pflichtfächer muss ich belegen? Wie lange dauert die Weiterbildung?
Im Interaktiven Weiterbildungsplaner der Deutschen Ärzte-Versicherung finden sich die Anforderungen auf dem Weg zum Facharzt für Psychiatrie in übersichtlicher Form dargestellt, so dass ihr den Weiterbildungsweg gut durchdacht und mit hinreichender Übersicht bis hin zum großen Ziel der Facharztprüfung durchlaufen könnt.
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| Autor(in): Redaktion Medi-Learn ([email protected]) |
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| 7. Gesunde und Herz-Kreislauf-Patienten profitieren von mäßigem Weinkonsum
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Wer mäßig Wein trinkt, hat ein um etwa 30 Prozent reduziertes Risiko, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu bekommen als ein Abstinenzler. Dieser statistisch signifikante Zusammenhang ließ sich bei Weinmengen von bis zu 150 Millilitern pro Tag nachweisen. Das ist das Ergebnis einer Meta-Analyse von 13 Studien mit insgesamt 209.418 untersuchten Personen, die auf dem Kongress der European Society of Cardiology (ESC) in München vorgestellt von Prof. Dr. Giovanni de Gätano (Katholische Universität Campobasso, Italien) auf einem Symposium präsentiert wurde. Eine ebenfalls erstellte Auswertung von sieben Studien mit insgesamt 136.382 Teilnehmern zum Thema Bier ergab jedoch keine signifikanten Hinweise auf die für den Herzschutz optimale Biermenge.
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Auch in Sachen Gesamtsterblichkeit habe moderater Weinkonsum eine positive Wirkung, so der italienische Forscher: Die Auswertung der Gesundheitsdaten von einer Millionen Menschen habe gezeigt, dass maßvoller Weinkonsum die Sterblichkeit ("Mortalität", das Risiko in einem bestimmten Alter zu versterben) gegenüber Alkoholverzicht um 19 Prozent senkt. Diese statistischen Ergebnisse beziehen sich auf einen Weinkonsum von vier Gläsern pro Tag bei Männern und zwei Gläsern pro Tag bei Frauen.
"Gesunde und Herz-Kreislauf-Patienten, die bereits regelmäßig leichte bis moderat Weintrinker sind, sollten zum Weitertrinken ermuntert werden", so Prof. de Gätanos abschließende Empfehlung auf der Grundlage der heute bekannten wissenschaftlichen Erkenntnisse. "Nichttrinker zum Weinkonsum zu animieren, wäre ethisch problematisch."
Irisch-französische Studie: Regelmäßig wenig ist besser als selten viel
Wer selten, aber dann sehr viel Alkohol trinkt, lebt gefährlicher als Menschen mit regelmäßigem Alkoholkonsum, zeigte die französisch-irische PRIME-Studie. Seit 1991-1993 wurden 10.416 damals gesunde und im Durchschnitt knapp 55 Jahre alte Männer medizinisch beobachtet und untersucht. Die Schlussfolgerung der Studienautoren: Während regelmäßiger moderater Alkoholkonsum mit einem niedrigen Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Krankheiten assoziiert ist, hatten Studienteilnehmer die gelegentlich, dann aber sehr viel tranken ("Binge-Drinker"), ein höheres Risiko. Die Auswirkungen des Alkoholkonsums auf die Blutgefäße hängen wohl auch mit den Mustern des Konsums zusammen.
Die Rolle von Wein in der Sekundärprävention
Auf dem ESC-Kongress wurden aber auch eine Reihe von Untersuchungen präsentiert, die Erklärungen für mögliche günstige Auswirkungen von moderatem Weinkonsum auf das Herz-Kreislauf-System von Patienten liefern könnten, die bereits eine schwere Herz-Kreislauf-Erkrankung hatten. So zeigte eine Auswertung der französischen RICO-Studie mit 920 Teilnehmern, dass Patienten, die einen Herzinfarkt überlebt hatten, bei einem Konsum von einem bis drei Gläsern Wein pro Tag höhere HDL-Cholesterin Werte aufwiesen als solche, die gar nicht oder mehr tranken. Das "gute" HDL-Cholesterin hat eine gefäßschützende Wirkung. Außerdem hatten sie geringere Konzentrationen von CRP (C-reaktives Protein) im Blut - CRP gibt Hinweise auf Entzündungsprozesse, die auch im Zusammenhang mit Arteriosklerose eine Rolle spielen.
Eine Studie aus den Niederlanden mit 282 Patienten mit Verschlusskrankheiten der Beine nach operativem Entfernen von Gefäßverstopfungen ("Endarterektomie") zeigte drei Jahre nach der Operation, dass Abstinenzler signifikant häufiger schwere Konsequenzen wie Tod, Herzinfarkt, Schlaganfall, Bypass oder Dehnung ("Angioplastie") eines Herzkranzgefäßes erlitten als moderate Alkoholtrinker. Die arteriosklerotischen Beläge der Gefäßinnenwände enthielten bei Alkohol-Konsumenten signifikant günstigere Blutfett-Zusammensetzungen als bei Nicht-Trinkern.
Quelle: idw - Inforamtionsdienst Wissenschaft
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| Autor(in): Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V. ([email protected]) |
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idw - Aktuellen Schätzungen zufolge werden in Europa jedes Jahr mehr als 100.000 Patienten mit akutem Lungenversagen intensivmedizinisch behandelt. Müssen Patienten mehrere Tage künstlich beatmet werden, sinkt die Überlebensrate auf unter 50 Prozent. Viele der überlebenden Patienten tragen schwere Lungenschäden davon und leiden ihr Leben lang unter den Folgen. Die behandelnden Ärzte stehen vor einem Dilemma: Viele Details der Lungenfunktion sind nicht bekannt. Eine genaue Steuerung der Beatmung ist daher kaum möglich.
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Wissenschaftler der TU München und der Universität Freiburg entwickeln nun ein Modell, das die Grundlagen für eine Feinabstimmung der Beatmung schafft und damit vielen Patienten das Leben retten könnte. Als Bild gebendes Verfahren nutzen sie die Neutronentomografie.
Verdopplung der Fällen akuten Lungenversagens
In Deutschland benötigen jährlich etwa 16.000 Patienten wegen akutem Lungenversagen (Acute Respiratory Distress Syndrome, ARDS) eine künstliche Beatmung. Hinzu kommen schwere Fälle der chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen (Chronic Obstructive Pulmonary Disease, COPD), typische Raucherkrankheiten. Auch Asthmatiker haben ein erhöhtes Risiko für Lungenversagen. Weitere Ursachen sind Allergien und Antibiotika-Resistenzen, die früher beherrschbare Lungenentzündungen zu lebensbedrohlichen Erkrankungen werden lassen. Die Welt-Gesundheitsbehörde WHO schätzt, dass sich die Anzahl der Fälle von akutem Lungenversagen im Zeitraum von 1990 bis 2020 verdoppeln wird.
Nur Sekunden für korrekte Ersteinstellung der Beatmung
Wir versorgen uns mit dem lebenswichtigen Sauerstoff, indem unser Zwerchfell einen leichten Unterdruck erzeugt. Schon drei bis fünf Millibar reichen, um die Luft in unsere Lunge strömen zu lassen. Versagt unsere Lunge, liegt die einzige Überlebenschance in einer sofortigen künstlichen Beatmung. Anders als die natürliche Atmung, erfolgt die künstliche Beatmung mit Überdruck. Nur wenige Sekunden hat der behandelnde Arzt, um anhand von Faustformeln die Ersteinstellung des Beatmungsgeräts fest zu legen. Aus der Anzahl der Atemzüge pro Minute, dem Volumen jedes Atemzugs und dem Minimaldruck (Positive End-Expiratory Pressure, PEEP) stellt er ein Beatmungsmuster zusammen. Referenz sind der Sauerstoff- und der Kohlendioxidgehalt im Blut. Sinkt der Gehalt an lebenswichtigem Sauerstoff ab, so dreht der Arzt weiter auf. Nicht selten wird dabei ein Spitzendruck von bis zu 50 Millibar erreicht.
Lungenprotektive Beatmung erhöht Überlebensrate
Weltweit belegen Studien, dass mit einer behutsameren Beatmungsstrategie, der so genannten lungenprotektiven Beatmung, die Überlebenswahrscheinlichkeit wesentlich verbessert werden könnte. "Schon 40 Millibar Druck ist für das Gewebe einer kranken Lunge viel zu hoch. Mit jedem Atemzug wird es überdehnt, das führt zu irreversiblen Schäden," sagt Prof. Dr. Josef Guttmann, Leiter der Arbeitsgruppe Klinische Atemphysiologie der Freiburger Universitätsklinik. Bisher jedoch gibt es keine zuverlässigen Modelle, nach denen sich der behandelnde Arzt richten könnte. Aus Angst, dass die Lunge bei einem zu geringen Druck kollabieren könnte, wählen viele Ärzte lieber einen höheren Druck und wähnen sich damit auf der sicheren Seite. "Ein Trugschluss," so Guttmann, "es lohnt sich, um jedes Millibar Entlastung zu kämpfen."
Studie zur Mikromechanik der Lunge unter Beatmung
Im Rahmen des DFG-Schwerpunkts "Protektive Beatmungskonzepte" entwickelt Guttmann nun zusammen mit Wissenschaftlern der TU München eine Modell basierte Strategie zur schonenden künstlichen Beatmung. Prof. Dr.-Ing. Wolfgang A. Wall am Lehrstuhl für numerische Mechanik arbeitet an der computergestützten Modellierung der Verhältnisse in der Lunge. Dr. Burkhard Schillinger am Instrument ANTARES der Neutronenquelle FRM II liefert die für die Modellierung nötigen Geometriedaten. Zusammen wollen sie aufklären, wie die Mikromechanik der Lunge unter Beatmung genau funktioniert. Etwa 300 Millionen Lungenbläschen mit einer inneren Oberfläche von etwa 100 Quadratmetern sorgen für den Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid zwischen Atemluft und Blut. Doch wie gelangt die Luft dort hin? Welchen Einfluss hat ein erhöhter Druck auf den Gastransport und das Gewebe?
Lungen-Forscher betreten absolutes Neuland
In den Lehrbüchern werden die Lungenbläschen oder Alveolen noch immer als Bläschen gezeichnet. Atmen wir ein, so die gängige Vorstellung, strömt die Luft durch das sich immer feiner verzweigende System der Bronchien bis in die Alveolen, in denen dann der Gasaustausch stattfindet. Erhöht man den Beatmungsdruck, müsste nach diesem Modell mehr Luft in die Lungenbläschen strömen. Doch so einfach ist die Sache nicht: Die Bronchien einer menschlichen Lunge haben bis zu 23 Verzweigungsgenerationen. Die Modellrechnungen zeigen, dass die Atemluft noch etwa bis zur 16. Generation durch Konvektion transportiert werden kann. Danach müsste der Gasaustausch über Diffusion erfolgen. Hier betreten die Forscher absolutes Neuland.
Ideal: Neutronen-Tomographie
Die feinsten Verzweigungen haben Strukturgrößen im unteren Mikrometer-Bereich. "Hier gibt es kein Bild gebendes Verfahren, das die dynamischen Abläufe bei Ein- und Ausatmung wiedergeben könnte," so Guttmann. "Ohne ein geeignetes Computermodell kommen wir hier nicht weiter." Unter dem Mikroskop können die Wissenschaftler zwar die Strukturen erkennen, doch präparierte Gewebeschnitte geben nicht die tatsächlichen Verhältnisse einer funktionierenden Lunge wieder. Auch Computer-Tomografie mit Röntgenstrahlen führt nicht zum Erfolg. "Röntgenstrahlung sieht vor allem schwere Atome," erläutert Burkhard Schillinger. "Das schwammige Lungengewebe mit seinen dünnen Wänden enthält vor allem Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoffatome. Die feinen Luftkanäle enthalten vor allem Stickstoff und Sauerstoff. Dadurch haben wir zu wenig Kontrast, um wirklich etwas zu sehen." Das ideale Bild gebende Verfahren ist die Neutronen-Tomografie. Neutronen "sehen" leichte Atome wie Wasserstoff besonders gut. Der ist im Gewebe reichlich vorhanden, nicht aber in den Bronchien.
Das einzige Gerät weltweit
Ihre dynamischen Modelle prüfen die Forscher daher nun anhand von Rattenlungen am Instrument ANTARES des FRM II. Das Instrument wurde eigens für die Neutronen-Tomografie gebaut und ist eines der leistungsfähigsten weltweit. Etwa 400 bis 800 Aufnahmen braucht Burkhard Schillinger für einen vollständigen 3D-Scan. Selbst der hohe Neutronenfluss des FRM II erfordert immer noch Belichtungszeiten von etwa 20 Sekunden pro Einzelbild. "Der FRM II ist das einzige Gerät weltweit, mit dem wir solche Forschung machen können. Bei einem niedrigeren Neutronenfluss wären die Belichtungszeiten so lang, dass das Gewebe bis zum Ende des Scans merklich abbauen würde," erklärt Schillinger. Im Gerät wird die Rattenlunge mit dem zu untersuchenden Beatmungsdruck gefüllt. Die mechanische Abstützung durch den Brustkorb simuliert ein Aluminiumröhrchen. Ändern die Forscher den Druck, ändert sich auch die feine Geometrie. Daraus können die Ingenieure die Elastizität des Lungengewebes errechnen. Und sie können sehen, wo die Grenzen der Elastizität erreicht werden und Schäden zu erwarten sind.
Eine Schweinelunge vom Metzger aus Garching
Zu Anfang der Versuche stand Burkhard Schillinger der Idee eher skeptisch gegenüber. "Angefangen haben wir mit Schweinelunge, die wir uns beim Metzger in Garching gekauft haben," erzählt Robert Metzke, der projektverantwortliche Mitarbeiter am Lehrstuhl für Numerische Mechanik. "Als wir dann die ersten Bilder sahen, wussten wir, wir sind auf dem richtigen Weg." Inzwischen können die Wissenschaftler die Verzweigungen der Bronchien bis zur 12. Generation sichtbar machen. Die Weiterentwicklung der Methode scheitert derzeit nur an der Auflösung der Detektoren. Die Neutronen-Tomografie arbeitet mit parallelen Neutronenstrahlen, daher gibt es keine Vergrößerung wie beim Kegelstrahl einer Röntgenröhre. Die Auflösung des Detektors hängt wesentlich von seiner Schichtdicke ab. Inzwischen arbeiten die Wissenschaftler mit eigens für sie angefertigten Detektoren, die eine Schichtdicke von nur 50 Mikrometern aufweisen. Damit erreichen sie eine Auflösung von etwa 40 Mikrometern. Dann ist Schluss. Während der Hersteller nun an noch dünneren Detektoren tüftelt, untersuchen die Wissenschaftler weitere Möglichkeiten zur Kontrasterhöhung.
Die Vision des selbst lernenden Beatmungsgerätes
"Die 3D-Modelle des Instruments ANTARES sind uns eine wichtige Hilfe," bestätigt Prof. Wall. "Das ist unser Abgleich mit der Realität, am lebenden Patienten können wir das ja alles nicht messen." Auch Prof. Guttmann freut sich über die gute Zusammenarbeit: "Es ist bekannt, dass krankes Lungengewebe eine erheblich geringere Elastizität besitzt als gesundes. Je mehr wir über die tatsächlichen Gegebenheiten in der Lunge wissen, desto schonender können wir beatmen." Fernziel ist die Herstellung selbst lernender Beatmungsgeräte, die aufbauend auf den Erkenntnissen der Wissenschaftler den Atemdruck individuell für jeden Patienten auf das notwendige Minimum reduzieren und damit die oft tödlichen Lungenschäden vermeiden.
Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft |
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| Autor(in): Dr. Ulrich Marsch (TU München) ([email protected]) |
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| 9. Frisch frei gegebener Cartoon der Woche: Aufklärungsgespräch
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| Autor(in): Daniel Lüdeling ([email protected]) |
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10. Deutschlandweit einzigartige Masterstudiengänge in Magedburg
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Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg bietet ab dem Wintersemester 08/09 zwei neue, deutschlandweit einzigartige internationale Masterstudiengänge an: Der Studiengang "Integrative Neurowissenschaften/Integrative Neuroscience" ist am Institut für Biologie der Fakultät für Naturwissenschaften angesiedelt, am Institut für Sportwissenschaft der Fakultät für Geistes- und Erziehungswissenschaften wird als neuer Masterstudiengang ab Oktober "Leistungsdiagnostik im Sport/Performance Analysis in Sport" angeboten.
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Beide Studiengänge ziehen zum Wintersemester zahlreiche Studierende aus ganz
Europa und Übersee an die Universität Magdeburg. Die Unterrichtssprache ist
englisch. Mit dem Studiengang "Integrative Neuroscience" startet die OVGU
als erste Universität in Deutschland den Versuch, für das vergleichsweise große
Gebiet der Neurowissenschaften ein umfassendes und systematisches
Studienprogramm anzubieten.
"Da in Deutschland in der Regel nur eine Handvoll Professoren an jeder Uni
neurowissenschaftlich forschen, kann das außerordentlich breite Spektrum der
neurowissenschaftlichen Ansätze an einem Standort kaum abgedeckt werden. Meist
wird lediglich punktuell unterrichtet und die jeweiligen Forschungsthemen der
beteiligten Professoren behandelt.", so Prof. Dr. Jochen Braun vom Institut für
Biologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Rund 30 Professoren und
deren Arbeitsgruppen, die in Magdeburg innerhalb der Universität und am
renommierten Leibniz-Institut für Neurobiologie neurowissenschaftlich forschen,
haben sich dafür zu einem "Centre for Behavioral Brain Sciences"
zusammengeschlossen. Das sind weit mehr Professoren, als in jedem vergleichbaren
Studiengang anderer deutscher Hochschulen.
Die Studierenden lernen und forschen in dem exzellent ausgestatteten, gerade
fertig gestellten Institutsneubau der Biologie auf dem Neurocampus der OVGU. In
Magdeburg stellt der Forschungsschwerpunkt Neurowissenschaften eine der
bedeutsamsten Konzentration neurowissenschaftlicher Forschung in Deutschland
dar, insbesondere bei der Erforschung der biologischen Grundlagen von Lernen und
Gedächtnis oder in der Kernspintomographie der Hirnfunktion.
Mehr Infos und Bewerbungsmodalitäten unter
http://neurosci.uni-magdeburg.de
Beim neu an der OVGU angesiedelten Masterstudiengang "Performance Analysis
of Sport" kooperieren insgesamt drei europäische Universitäten. Außer an der
Uni Magdeburg werden die Studierenden während des viersemestrigen
Masterstudiengangs an der Universität of Wales (England) und der Universität
Valencia (Spanien) ausgebildet.
Inhalt des Studienganges ist die Leistungsanalyse im Hochleistungs-, Breiten-
und Gesundheitssport. Im Leistungssport entscheiden perfekte Bewegungsabläufe um
Hundertstelsekunden, im Breiten- oder Gesundheitssport müssen
Trainingsverletzungen vermieden werden oder individuell zugeschnittene
Fitnessprogramme erarbeitet werden. Ausbilder werden dabei zunehmend von
Hightechsportgeräten und computergestützten Trainingsprogrammen unterstützt, um
die Datenflut auszuwerten und gegebenenfalls in virtuelle Bilder umzuwandeln.
Den Studierenden werden umfassende Kenntnisse auf dem Gebiet der Biomechanik,
der Neurowissenschaften, der Trainingswissenschaften vermittelt, aber auch
ingenieurtechnische und physikalische Grundlagen. Mögliche Berufsfelder sind in
der Ausbildung im Leistungs- oder Breitensport, in Rehabilitationseinrichtungen,
in Forschungsinstituten, bei Sportorganisationen oder in der
Sportgeräteindustrie. Die Ausbildung ist interdisziplinär und umfasst außer der
Sportwissenschaft die Fachbereiche Informatik, die Mathematik, Biologie,
Ingenieurtechnik oder Medizin.
Mehr Infos und Bewerbungsmodalitäten unter:
www.ispw.ovgu.de Quelle: idw - Informationsdienst
Wissenschaft |
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| Autor(in): Katharina Vorwerk, Uni Magdeburg ([email protected]) |
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idw - (Jena) Sie sind nicht lebensbedrohlich, können aber das Leben unerträglich machen: Tinnitus und Heuschnupfen sind nicht nur weit verbreitete Krankheiten, sondern auch in vielen Fällen nur schwer behandelbar. Für die Betroffenen bedeutet das oft jahrelange Leiden.Die Hals-Nasen-Ohrenklinik am Universitätsklinikum Jena (UKJ) will den Patienten nun mit einem neuen Angebot helfen.
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In der neu eingerichteten
Akupunktur-Sprechstunde wollen die HNO-Ärzte jetzt mit Nadeln gegen die
Ohrgeräusche und die Pollenallergien vorgehen. "Tinnitus und Heuschnupfen
gehören zu den Krankheiten, bei denen unsere Mittel der Medizin nicht in allen
Fällen ausreichend greifen", erklärt Prof. Dr. Orlando Guntinas-Lichius,
Direktor der Jenaer HNO-Klinik. "Mit der Akupunktur können wir die Therapie nun
mit einem anerkannten Mittel der alternativen Medizin wirksam unterstützen".
Denn die Nadelstiche helfen: "Akupunktur bewirkt bei Patienten mit einem
schweren Heuschnupfen in 80 Prozent der Fälle eine Verbesserung und bei einem
Drittel der Tinnitus-Patienten eine Linderung der Ohrgeräusche", so Kathrin
Nebelung. Die HNO-Fachärztin leitet die Akupunktur-Sprechstunde, die zuerst
einmal wöchentlich jeweils am Donnerstag von 14.00 bis 16.00 Uhr stattfinden
wird. Angeboten werden sowohl die traditionelle chinesische Ganzkörper- als auch
die Ohrakupunktur. Ein Behandlungszyklus umfasst 6 bis 10 jeweils 30-minütige
Sitzungen in dem speziellen Akupunkturzimmer. Dabei kommen beide Verfahren in
Kombination zum Einsatz.
Vor Beginn einer Akupunkturbehandlung steht allerdings
eine Voruntersuchung in der Klinik. "Wir möchten auf dieses Weise ausschließen,
dass eine andere Erkrankung die Symptome verursacht oder gesundheitliche
Probleme vorliegen, die gegen die Akupunktur sprechen würden", so Nebelung. Ihre
neue Sprechstunde steht dabei auch Patienten mit unklaren Schwindelbeschwerden
offen. "Auch hier kann mit Akupunktur oft sogar dann geholfen werden, wenn
andere Möglichkeiten ausgeschöpft sind".
Wie viele alternative Verfahren gehört das neue Angebot zu den Wahlleistungen.
Akupunktur wird bei HNO-Erkrankungen selten als Kassenleistung übernommen, es
empfiehlt sich daher vorab eine Nachfrage bei der Krankenkasse zur
Kostenübernahme.
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Das SEIRIN®-Akupunktur-Special
Dieser Artikel ist Teil des Themenspecials rund um den Bereich
Akupunktur, den wir euch in Kooperation mit 3B Scientific und SEIRIN ausführlich vorstellen. |
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| Autor(in): Helena Reinhardt, Uni Jena ([email protected]) |
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