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1. Editorial |
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Hallo,
und "Frohes neues Jahr!". In unserer heutigen Ausgabe halten wir einen interessanten studentischen Bericht über eine Neurochirurgie-Famulatur in Toronto für dich bereit, in der du neben den klinischen Abläufen auch einige Einblicke in das Leben in der kanadischen Metropole erhältst.
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Daneben erzählt Peter in seinem Weblog über den kürzlich zu bewältigenden Umzug in sein neues Domizil. Eine neuer Podcast der DMW informiert über den Nobelpreis 2008 im Bereich Medizin, mit dem auch ein deutscher Virologe ausgezeichnet wurde. Schließlich erfährst du genaueres über ein Monitoring-System für Chirurge, dass bei Eingriffen kontinuierlich die Nerven überwacht und den Arzt bei Gefahr warnt. Natürlich haben wir auch wieder den neuesten Witz und Cartoon der Woche für dich parat.
Wir wünschen allen unseren Lesern ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2009!
Thomas, Jens und Christian
Redaktion MEDI-LEARN
Der Blick in die Zukunft: In der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung liest du am 09.01.2009:
o Der PJ-Blog Folge 1: Das erste Tertial
o Cartoon der Woche: Tierarzt
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Schon lange hegte ich den Wunsch, wenigstens eine Famulatur im englischsprachigen Ausland zu machen. Mein favorisiertes Ziel waren lange die USA. Doch dann habe ich von einer jungen Ärztin einen begeisterten Bericht über ihre Famulatur in Toronto geliefert bekommen. Außerdem hatte ich mehrfach gehört, dass es einfacher und teilweise billiger sei, an einer kanadischen Klinik zu famulieren. Also Kanada. Zunächst aber musste ich feststellen, dass längst nicht alle kanadischen Provinzen deutsche Studenten akzeptieren. Somit war die Auswahl schon etwas geringer, schließlich fiel die Wahl auf Toronto, wo ich eine Zusage für die Neurochirurgie erhielt. Um als Famulant in Kanada einreisen zu können, muss man eine medizinische Untersuchung inklusive Röntgen-Thorax bei einem von Kanada offiziell akzeptierten Arzt durchführen lassen.
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Nur so bekommt man von der kanadischen Botschaft eine Art Visum, das die Gesundheit bescheinigt und die Einreise genehmigt. Seltsam nur, dass sich für dieses relativ teure und unter hohem Zeitaufwand erhaltene Dokument bei der Einreise niemand wirklich interessierte. Ansonsten muss man natürlich die für die USA und Kanada üblichen Versicherungsnachweise erbringen. In Kanada angekommen, musste ich mich dann an der Uni registrieren und eine extra Krankenversicherung abschließen.
Chinese Food aufs Haus Leider hatte ich die endgültige Zusage erst vier Wochen vor der geplanten Abreise erhalten und suchte lange nach einer Unterkunft. Über die telefonische Weiterleitung eines bereits ausgebuchten Vermieters gelangte ich schließlich an eine ältere chinesische Dame, deren Haus zwar „downtown“, damit aber relativ weit vom Krankenhaus entfernt lag. Immerhin aber hatte ich eine Adresse und die Zusage, ohne Probleme nach einigen Tagen weiterziehen zu können. Im Nachhinein stellte sich die Unterkunft als absoluter Glücksgriff heraus: Weniger als zehn Minuten Fußweg entfernt startete im 30-Minuten-Takt ein Busshuttle zu „meiner“ Klinik, sodass ich in einer halben Stunde – schneller als mit Bus und U-Bahn und dazu kostenfrei – das Krankenhaus erreichen konnte. Mit mir lebten ein Schweizer Augenarzt, eine jamaikanische Versicherungsangestellte, eine taiwanesische Schülerin und immer wieder internationale „Kurzzeitgäste“ in dem (sehr sauberen) Haus. Laut „Mietvereinbarung“ musste man sich selbst verpflegen, aber vor allem an den Wochenenden wurde man mit hausgemachtem chinesischen Essen verwöhnt!
Die Klinik: Sunnybrook Health Sciences Centre Schon aus meiner Bestätigungs-Mail wusste ich, dass ich einen direkten Betreuer haben würde: Dr. M. Fazl. Wie sich herausstellte, lehrte Dr. Fazl auch an der Uni und war dort mehrmals für seine Lehre ausgezeichnet worden. Am Montag und Donnerstag startete ich um sieben, entweder mit einer einstündigen interdisziplinären „Wirbelsäulen-Fortbildung“ gemeinsam mit der Orthopädie, bzw. mit der Besprechung einzelner problematischer oder interessanter Fälle. An den restlichen Tagen der Woche ging ich zuerst gemeinsam mit den „Residents“ (Assistenzärzte) auf Visite. Nach acht Uhr richtete sich mein Plan nach dem von Dr. Fazl. So begleitete ich ihn entweder in sein Büro zu seiner Sprechstunde oder in den OP. Meine Arbeitstage endeten zwischen 14 und 18 Uhr, je nachdem, wie viele Patienten in der Sprechstunde bzw. wie viele OP-Punkte geplant waren. Andere Lehrveranstaltungen oder spezielle Seminare gab es nicht.
Deutsche Praxismängel sind bekannt In der Sprechstunde lernte ich sehr viel neue Theorie, die mir in der kurzen Zeit der Neurochirurgie-Vorlesung noch nicht begegnet war. Bei Untersuchungen legte Dr. Fazl viel Wert darauf, dass auch ich gewisse Techniken lernte. Er wusste aus Erfahrung, dass es bei der praktischen Ausbildung deutscher Studenten etwas haperte. Regelmäßig bekam ich kleine Hausaufgaben, die darin bestanden, über gewisse Krankheitsbilder zu lesen und in den nächsten Tagen darüber zu diskutieren. Im OP stand ich zwar mit am Tisch, aber mit Hakenhalten und Zusehen war es hier nicht anders als in Deutschland. Nach den ersten drei Wochen verabschiedete sich Dr. Fazl in den Urlaub, so dass ich einen neuen, noch relativ jungen Betreuer bekam: Dr. Phan. Dieser legte noch mehr Wert auf praktische Ausbildung. So bekam ich in seiner Sprechstunde „eigene“ Patienten zugeteilt, die ich in einem anderen Zimmer untersuchen und befragen musste. Nachher wurde dann alles zusammen besprochen. Im OP durfte ich nähen, Schrauben-Löcher in den Schädel bohren und einmal sogar die Kopfhaut abpräparieren. Solches Entgegenkommen war ich aus Deutschland nicht gewohnt. So haben sich die ersten drei Wochen mit mehr theoretischer Lehre und die letzten beiden Wochen mit mehr Praxisausbildung sehr gut ergänzt. In allen fünf Wochen sollte ich darüber hinaus einmal pro Woche den jeweils diensthabenden Resident im Nachtdienst begleiten. Dafür wurde mir sogar ein eigenes Zimmer zur Verfügung gestellt. Meine ersten vier Dienste waren sehr ruhig, erst beim letzten gab es etwas zu tun. Dieser wurde dann mit einer Notfall-OP von 23 Uhr bis fünf Uhr morgens und dem sehr traurigen Fall einer nach einem Autounfall querschnittsgelähmten 19-jährigen Frau zu einer ganz neuen Erfahrung. Ansonsten sei noch erwähnt, dass ich der einzige Famulant in der Abteilung war. Es gab noch einen zweiten Famulanten in der Klinik, der genauso eingespannt war wie ich. Im OP und der Sprechstunde war ich so verplant, dass viel zu selten und unregelmäßig Zeit war, dem First-Year-Resident (der jeweils für 4 Wochen aus der HNO kam) auf den Stationen über die Schulter zu schauen. Aus diesem Grund habe ich beispielsweise nur sehr wenige Aufnahmen gemacht.
Keine ausgeprägte Hierarchie Die im Vergleich zu uns Deutschen andere Arbeitsweise der Kanadier zu beobachten, war interessant für mich. Es fängt damit an, dass es z.B. keine so ausgeprägte Hierarchie unter den Ärzten gibt. Jede Abteilung hat zwar einen „Head of Department“, der aber nur ein repräsentativer Ansprechpartner für die Verwaltung ist. Ansonsten ist jeder Facharzt („Fellow“) sein eigener Chef, hat ein eigenes Büro, eine eigene Sekretärin, einen eigenen Untersuchungsraum und kann sich seine Arbeit selbst einteilen. Mit der Dauer der klinischen Tätigkeit bekommt man dann jeweils mehr OP-Zeit zugestanden. Eine Chef-Visite oder einen Chef, der anderen etwas vorbestimmt, gibt es nicht. Unter den „Fellows“ arbeiten die „Residents“. Diese regeln zum überwiegenden Teil völlig eigenverantwortlich den Stationsalltag. Im OP dürfen sie, natürlich immer unter Aufsicht, aber gleichzeitig hervorragender Anleitung („sie sind ja da, um zu lernen“) sehr viel mehr selbst machen, als mir das aus Deutschland bekannt war. So operiert z.B. bei einer Wirbelsäulen-OP der „Fellow“ die eine, der „Resident“ die andere Seite. Die Arbeitszeiten sind unglaublich: Ein Wochenschnitt von 80 bis 100 Stunden ist Standard, 120 Stunden sind möglich. Wobei es keine Extrabezahlungen gibt. Man wird dafür bezahlt, dass die Patienten versorgt sind – und das nicht besser als bei uns. Die Ärzte stört es nicht: Sie kommen sogar am Wochenende für drei bis vier Stunden in die Klinik, um dem Diensthabenden zu helfen. Dafür sieht man die kanadischen Ärzte mit sehr viel weniger Bürokratie bzw. Nicht-Ärztlichen-Aufgaben beschäftigt. Und schließlich lohnt es sich dort auch wirklich, sich für eine absehbare „Resident“-Zeit von sechs Jahren krumm zu legen, wenn man weiß, welch schönes Arbeiten einen hinterher erwartet.
City-Highlights Toronto ist ein wahnsinniges Erlebnis. Man braucht natürlich einige Tage, um sich einzuleben, aber die Stadt begeistert einen schnell – auch, wenn man hin und wieder etwas genauer hinsehen muss, um ihre Schönheit zu entdecken. Von meiner Unterkunft konnte ich fast alles zu Fuß entdecken, oft in Begleitung einer meiner internationalen Mitbewohner. Als City-Highlights sollen hier nur erwähnt sein: der alles überragende „CN-Tower“ (das höchste freistehende Gebäude der Welt), der wunderschöne historische Campus der Uni, das Schloss (und größte Haus Kanadas) „Casa Loma“, die „Toronto Islands“, das „Harbor Centre“, die Greek Town „Danforth“, das europäisch gefärbte Yorkville und natürlich die atemberaubenden Niagarafälle, die nur zwei bis drei Fahrstunden entfernt sind. Die überraschend grüne Stadt lädt weiterhin ein in viele Parks, in Freibäder (die nur 25 Cent Eintritt kosten) und den großen Entertainment-District, zur Erkundung der diversen Filmschauplätze (im „Hollywood der Ostküste“ wurden unter anderem „Gangs of New York“ oder „X-Men“ gedreht) und schließlich der zahllosen Straßenfeste und Festivals.
Empfehlenswert! Die Famulatur in der größten Trauma-Klinik Kanadas war sehr gewinnbringend und interessant. Die wechselnde Betreuung ergänzte sich hervorragend. Toronto ist eine wunderschöne Großstadt, die allein so viel zu bieten hat, dass man an nur fünf Wochenenden gar nicht groß dazu kommt, über den Rand hinaus zu sehen. Insgesamt ist eine Famulatur in Toronto absolut empfehlenswert!
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| Autor(in): Peter Vomhof ([email protected]) |
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Es gibt rund 80.000 ihrer Sorte in Deutschland, Nachfrage steigend - immer mehr wollen es werden und "auch dazugehören". Die Rede ist von der ganz besonderen Spezies des Medizinstudenten. Zwei von ihnen stehen bei uns fortan etwas im Rampenlicht: Sonja Herbst ist Medizinstudentin aus Hannover, Peter Artz ist Medizinstudent aus Düsseldorf. Beide haben zumindest zwei Dinge gemeinsam: Sie starten augenblicklich in das große Abenteuer ihres Medizinstudiums. Das
Schöne daran: Sie lassen dich in Tagebuchform an ihren Erfahrungen teilhaben.
Wöchentlich bieten wir dir abwechselnd einen Blick über Sonjas und Peters
Schulter. Diese Woche steht die nächste Folge von Peter an.
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Das Umzugsspecial
Heute steht also der „große“ Umzug auf dem Programm. Da der Zeitplan eng kalkuliert ist, musste ich früh aus den Federn. Um 8 wollte ich den Transport abholen und um 9 wollte ein guter Kumpel mir beim Umzug helfen. Soweit die Theorie. Bis neun lief alles nach Plan. Das Auto war abgeholt und die Kisten gepackt. Um zehn nach neun habe ich dann meinen Umzugshelfer aus den tiefsten Träumen gerissen. Leider brauchte er aber samt Anfahrt insgesamt 1,5 Stunden, bis er da sein konnte, sodass ich also schnell zu Plan B übergegangen bin. Ein Kollege meines Onkels konnte kurzfristig aushelfen und Hand anlegen und die schwere Couch und den alten, großen Fernseher mit mir runter schleppen. Also machte ich mich mit dem jetzt gepackten Umzugsauto auf den Weg zu meinem Kumpel, der letztlich dann mit mir Richtung Düsseldorf zur Uni gedüst ist.
An der Uni angekommen haben wir dann schnell die Kisten sowie die Couch in mein neues Zimmer gebracht, denn mein Umzugshelfer musste bereits um halb eins wieder zur Arbeit aufbrechen. Puh! Was für ein riesiger Stress! Hoffentlich verläuft der restliche Tag jetzt ruhiger.
Den Rest des Tages habe ich dann mit putzen und einräumen verbracht. Das Mietauto musste dann ganz nebenbei wieder zurück nach Mönchengladbach und Gott sei dank musste meine bessere Hälfte eine Klausur am selben Tag schreiben, sodass ich dann ab halb fünf an der Uni noch eine helfende Hand mehr hatte. Abends bin ich dann sehr spät und sehr sehr müde wie ein Stein ins Bett gefallen und jeder Knochen schmerzte von der anstrengenden Schlepperei. Denn leider ist ja auch der Parkplatz nicht direkt vor der Tür sondern ca. 500m entfernt. Jetzt schnell eine Mütze schlaf, denn am morgigen Tag muss ich schon wieder um 9 Uhr draußen sein, da die ESAG – unsere Erstsemestereinführung – beginnt und da wird uns sicherlich ein langes und anstrengendes Programm erwarten, das unsere Fachschaftler auf die Beine gestellt haben. Hoffentlich wird’s schön! Ich freue mich jedenfalls drauf. Juhu, endlich bin ich ein Ersti!
[Zum Ersti-Blog von Peter - klick hier]
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Nach überstandener Operation, erwacht der Patient schließlich aus der Narkose. "Na, wie geht es uns denn", fragt ihn der Arzt.
"Ah, viel besser", versichert der Patient erleichtert.
"Am Anfang hatte ich zwar das seltsame Gefühl, als ob mir jemand mit dem Holzhammer einen über den Kopf gezogen hätte, aber jetzt gehts wieder."
Der Arzt lächelt verlegen. "Nun ja, Sie müssen das bitte entschuldigen. Uns ist leider das Chloroform ausgegangen."
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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6. Alarmanlage für die Nerven Monitoring-System warnt den Chirurgen
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Verletzt der Chirurg bei einer Operation die Nerven des Patienten, kann dies gravierende Folgen haben. Forscher entwickeln jetzt ein Monitoring-System, das die Nerven während des Eingriffs kontinuierlich überwacht und den Arzt bei Gefahr warnt. Alarm während der Operation: Das Messer des Chirurgen kommt dem Stimmbandnerv bedenklich nahe – der piepsende Ton weist den Arzt darauf hin, dass der Druck auf die Nerven zu stark ist.
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Mit bloßem Auge sind Nerven schwer erkennbar, denn sie gleichen in Struktur und Farbe dem Bindegewebe und den kleinen Blutgefäßen. Das Risiko ist groß: Wird etwa bei Schilddrüsenoperationen der Stimmbandnerv beschädigt, drohen chronische Heiserkeit, Stimmlosigkeit und Atemnot.
Kompetenzen bündeln Für die Entwicklung eines Alarmsystems bündeln Forscher ihre Kompetenzen: Neben dem Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT, der Universitätsklinik Mainz und dem Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus sind die Firmen Dr. Osypka GmbH, Reinhardt Microtech GmbH und Inomed Medizintechnik GmbH beteiligt. Das Projekt war einer der Gewinner beim Innovationswettbewerb zur Förderung der Medizintechnik 2006. Am Beispiel von Operationen der Schilddrüse und im kleinen Becken entwickeln die Forscher flexible Elektroden, die die Nerven erstmals kontinuierlich überwachen und den Chirurgen rechtzeitig warnen. „Momentan kann man erst nach der Operation prüfen, ob die Nerven des Patienten noch reagieren“, sagt Klaus Peter Koch, Projektleiter am IBMT. „Denn für den kontinuierlichen Einsatz konventioneller Elektroden ist das Operationsfeld zu klein.“ In einem Pilotprojekt bei Schilddrüsenoperationen konnten die Forscher bereits zeigen, dass es prinzipiell möglich ist, den Stimmbandnerv kontinuierlich zu überwachen. Die beiden Elektrodenpaare sind auf dem Tubus angebracht, der zur Beatmung des Patienten in seine Luftröhre gelegt wird.
Eines der Elektrodenpaare stimuliert – von einer speziellen Software gesteuert – den Stimmbandnerv, der daraufhin den Stimmbandmuskel erregt. Das zweite Elektrodenpaar erfasst die Reaktion dieses Muskels, die von der Software sofort ausgewertet wird. Gegen Verrutschen der Elektroden und Fehler beim Anbringen ist das geplante System gefeit: Je nach Elektrodenposition berechnet die Software, über welche der zahlreichen Elektrodenkontakte der Nerv bestmöglich stimuliert wird. Während zu den Stimmbändern nur ein einzelner Nervenstrang führt, gibt es bei der Blase ein ganzes Nervengeflecht. Über welchen Nerv die Forscher dieses Geflecht am besten stimulieren können, soll eine Studie zeigen. Ist das Monitoring-System erfolgreich, könnte es die Nerven auch bei anderen Operationen schonen: Die Schädigungen, so hofft Koch, könnten um mehr als die Hälfte zurückgehen.
Weitere Informationen unter: www.ibmt.fraunhofer.de
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| Autor(in): Dr. Janine Drexler (Fraunhofer-Gesellschaft) ([email protected]) |
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| 7. DMW Podcast: Nobelpreis 2008: Viren sind mehr als Infektionserreger
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Seit über 130 Jahren steht die Deutsche Medizinische Wochenschrift (DMW) für profunde Informationen. Als medizinische Fachzeitschrift ist sie auch für Jungmediziner (Studenten, Assistenzärzte) empfehlenswert. Wir stellen dir mit der DMW-Kolumne Auszüge in Form von Artikeln und Podcasts u.v.a.m. vor.
Mit unserem neuen Angebot möchten wir dir unterhaltsame Fortbildung, Neuigkeiten und interessante Zusatzinformationen in DMW Qualität bieten – wann und wo du möchtest! Für heute haben wir eine neue Folge Podcast mit folgendem Thema ausgewählt:
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Nobelpreis 2008: Viren sind mehr als Infektionserreger
Der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin ging in diesem Jahr an den deutschen Virologen Harald zur Hausen vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg und die beiden französischen Retrovirologen Françoise Barre-Sinoussi und Luc Montagnier vom Institut Pasteur in Paris. Damit werden drei Forscher ausgezeichnet, die die Ursache von zwei häufigen Erkrankungen des Menschen entdeckt haben: die Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) als häufige Ursache des Gebärmutterhalskrebses (Zervixkarzinom) und die Infektion mit dem humanen Immundefizienzvirus (HIV) als Ursache des akquirierten Immundefizienz Syndroms (AIDS).

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| Autor(in): MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Thomas Trippenfeld (Redakteur), Daniel Luedeling (Arzt und Cartoonist), Rolf
Bößmann (Redaktion), Stefan Ritt (Programmierung), Simone Arnold (Redakteurin), Kjell Wierig (Mediengestalter),
Dr. Marlies
Weier (Ärztin und Redakteurin), Jan-Peter Wulf (Redakteur), Dominika Sobecki
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