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1. Editorial |
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Hallo,
und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der Onlinezeitung. Heute haben wir für dich einen ausführlichen PJ-Bericht von Arne am Start, der dich mit vielen interessanten Einblicken, Adressen und Tipps für einen Auslandsaufenthalt im südafrikanischen Kapstadt versorgt.
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Wir haben ein Interview mit Jasmina über ihre Erfahrungen im Präpkurs geführt, haben interessante Forenbeiträge für dich herausgesucht, wo du zum "mitposten" gefragt bist und sorgen natürlich auch für die humoristische Art deiner Unterhaltung mit unserem Witz und Cartoon der Woche.
Unser Artikel vom Hartmannbund befasst sich mit Rechtsurteilen der AiP-Zeit, speziell geht es um die Anrechenbarkeit intensiver Praxiserfahrungen. Im Artikel enthalten ist zudem eine Übersicht über bislang abgeschlossene Rechtsstreits. Außerdem berichten wir über den Einsatz eines neuen "Designer-Moleküls", das bei der Beseitigung von bösartigem schwarzen Hautkrebs zur Verwendung kommt.
Viel Spaß bei der Lektüre wünschen dir
Thomas, Jens und Christian
Redaktion MEDI-LEARN
Der Blick in die Zukunft: In der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung liest du am 24.03.2009:
o Cartoon der Woche: Kondome
o Famulatur in Togo, Westafrika
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Der § 16Absatz 2TV-Ärzte unterscheidet
bei der Stufenzuordnung zwischen
derAnrechnung von Zeiten mit einschlägiger
Berufserfahrung nach Satz 1 einer möglichen
Berücksichtigung von
Berufserfahrung aus nichtärztlicher Tätigkeit
gemäß Satz 2. Für Ärzte an Universitätskliniken
ist aber noch immer nicht
höchstrichterlich geklärt, ob ihre geleistete
Zeit als Arzt im Praktikum(AiP) einen
anrechenbaren Zeitraum darstellt oder ob
dies lediglich „Zeit ihrer Ausbildung ist“.
Immerhin geht es um einen Lohnunterschied
von 200 bis 300 Euro pro Monat!
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Die Übersicht über bislang abgeschlossene
Rechtsstreits (siehe Verlinkung am Ende des Artikels) zeigt die jeweilige
Argumentation zu dieser Thematik
auf. Es ist klar zu erkennen, dass weder die
Klinik bzw. das sich hinter ihr befindliche
Land, noch die betroffenen Ärzte sich mit
den Urteilen abgefunden haben, sondern
jeweils Revision beim Bundesarbeitsgericht
(BAG) eingelegt wurde. Eine Entscheidung
und damit endgültige Klärung
zur Anrechenbarkeit des AiP ist somit noch
dieses Jahr, spätestens aber zu Beginn des
nächsten Jahres zu erwarten.
Richtig ist, dass nach § 16 Absatz 2, Satz 2
TV-Ärzte/Uni eine Anrechenbarkeit fakultativ
ist. Diese Entscheidung ist gerichtlich
auch nur in engen Grenzen
überprüfbar, einen Anspruch auf Einstufung
hat der Arzt hieraus zumindest nicht.
Bei § 16 Absatz 2, Satz 1 TV-Ärzte werden
zwei unterschiedliche Argumente erkennbar:
Die Klinikseite stützt sich auf den medizinrechtlichen
Arztbegriff, nach dem zur
Anrechenbarkeit eine Approbation notwendig
gewesen wäre. AiP-Zeit ist demnach
Ausbildungs-, nicht aber
anrechenbare Berufszeit. Diese Argumentation
wird von dem Wortlaut des Tarifvertrages
unterstützt, aus dem – entgegen
vergleichbarer Tarifverträge (TVÄrzte/
VKA; TV-L) – die AiP-Zeit nicht ausdrücklich
als anrechenbare
Berufserfahrung hervorgeht. Dies ist besonders
für die Betroffenen nicht nachvollziehbar:
waren sie doch bereits während
der AiP-Zeit trotz der mit einem vollapprobierten
Arzt vergleichbaren Tätigkeit unterbezahlt,
so setzt sich diese
Ungleichbehandlung in der späteren Einstufung
in die Gehaltsgruppe fort. Zu berücksichtigen hat das BAG bei seiner Entscheidung
allerdings, dass es den Arzt im
Praktikum in dieser Form – zu Recht –
nicht mehr gibt und eine Approbation folglich
auf direktem Wege ohne den Umweg
eines AiPs möglich ist. Wenn dies heute
möglich ist, erscheint fraglich, warum
eine Ungleichbehandlung – ohne sonstige
Veränderung der Ausbildungsmaßstäbe –
in der Stufenzuordnung gerechtfertigt
sein sollte. Auch in entsprechenden Weiterbildungsgremien
wird die AiP-Zeit in
einer Vielzahl von Fällen als Weiterbildungszeit
anerkannt. Immerhin ist der
AiPler auch dem Wortlaut nach „ärztlich“
(im Rahmen der Heilkunde am Patienten)
tätig geworden. Es kann somit nur eine –
richtige – Entscheidung geben: einen Anschluss
des BAG an die Entscheidung des
LAG Rheinland-Pfalz, das eine Anrechenbarkeit
der AiP-Zeit zulässt.

[Übersicht über bislang abgeschlossene Rechtsstreits -
klick hier]
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| Autor(in): Benjamin H. Gebser (Hartmannbund) ([email protected]) |
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3. Wie sollen Medizinstudenten geprüft werden? Kompetenzzentrum für einheitliche Qualität
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Prüfungen steuern die Leistung: Ob Medizinstudenten gute Ärzte werden, hängt auch von der Qualität der Prüfungen ab, die sie im Laufe ihres Studiums absolvieren. Das Kompetenzzentrum für Prüfungen in der Medizin Baden-Württemberg an der Medizinischen Fakultät Heidelberg ist ein Garant dafür, dass die Medizinstudenten im „Ländle“ praxisnah, möglichst gerecht und mit hoher Qualität geprüft werden. Ein Beispiel, das mittlerweile bundesweit Impulse gesetzt hat.
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Zwei Jahre nach der Gründung des Kompetenzzentrums zieht seine Leiterin, Dr. Jana Jünger, eine positive Bilanz: „Wir haben wichtige Grundlagen geschaffen auf dem Weg zu qualitätsgesicherten Prüfungen an den fünf medizinischen Fakultäten Baden-Würt-tembergs“, sagt die Oberärztin der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg, die auch maßgeblich an der Einführung des Heidelberger Reformstudienganges HeiCuMed beteiligt war. „Unsere Expertise wird bundesweit nachgefragt. In unseren Workshops haben wir mehr als 300 Dozenten aus 21 Fakultäten geschult – und damit in Deutschland eine Multiplikatorenrolle übernommen.“
Weniger MC, mehr Praxis In den Staatsexamina wurde bislang bundesweit einheitlich und zentral gesteuert mit Multiple-Choice-Verfahren das Faktenwissen der Medizinstudenten geprüft. Dies führte dazu, dass Studierende grundlegende ärztliche Tätigkeiten wie Anamneseerhebung oder das Üben klinischer Entscheidungsprozesse vernachlässigten. Mit der neuen Approbationsordnung wurde ein stärkerer Praxisbezug des Studiums gefordert. In den reformierten Curricula werden Schlüsselkompetenzen wie das Führen eines guten Arzt-Patienten-Gesprächs und klinisch-praktische Fertigkeiten vermittelt. Gleichzeitig hat die neue Approbationsordnung den medizinischen Fakultäten eine größere Prüfungsautonomie verliehen. Und damit auch Verantwortung: Zentral geprüft wird nur noch nach dem vorklinischen und nach dem klinischen Studienabschnitt. Die Zahl der fakultätsinternen Prüfungen, deren Noten sich im Endzeugnis niederschlagen, schnellte dagegen auf 39 hoch und umfasst 22 Fächer, zwölf Querschnittsbereiche und fünf Blockpraktika in den klinischen Semestern. Dieser großen Herausforderung sind die Medizinische Fakultät Heidelberg und das Land Baden-Württemberg mit der Einrichtung eines gemeinsamen Kompetenzzentrums für Prüfungen in der Medizin begegnet, das zum 1. Juli 2004 seine Arbeit aufnahm. Es berät die Fakultäten des Landes bei der Einführung und Umsetzung neuer Prüfungsformen und entwickelt verlässliche Prüfstandards, fungiert aber auch auf Bundesebene als aktiver Impulsgeber.
Auch kommunikative Fähigkeiten werden getestet Zu den eingeführten Prüfungsformen zählt die objektive, strukturierte klinische Prüfung (OSCE), die HeiCuMed schon seit einigen Jahren einsetzt.OSCE soll nun auch auf andere Fakultäten übertragen werden. Die Prüfkandidaten stellen nicht nur ihr Fachwissen, sondern auch soziale und kommunikative Fähigkeiten unter Beweis. Auf einem Trainings-Parcours sind mehrere Test-stationen zu absolvieren, an denen die Studenten jeweils mehrere Minuten Zeit haben, um z.B. ein EKG auszuwerten, einer Puppe eine Magensonde zu legen, die Anamnese eines Patienten mit Bauchschmerzen zu erheben, Blut abzunehmen oder eine Fallgeschichte zu analysieren. Bei OSCE-Prüfungen wird jeder Studierende von mindestens zehn Prüfern beurteilt, so dass subjektive Vorurteile nicht ins Gewicht fallen sollten. Wichtiger Bestandteil der OSCE-Prüfungen sind Übungen an standardisierten Patienten, gemimt von Laienschauspielern, die Krankheitsbilder in Wort und Tat simulieren, so dass die Studierenden realitätsnah ihre Kenntnisse beweisen können. Trainingseinheiten für den Einsatz solcher „Patienten“ bietet das Kompetenzzentrum genauso an wie Workshops zur Erstellung fachspezifischer Multiple-Choice-Tests oder Beratungen bei der Einführung von schriftlichen Patientenberichten als Prüfungsform. „Um die Prüfungsgerechtigkeit zu wahren, prüfen wir mit verschiedenen Methoden zu verschiedenen Zeitpunkten unterschiedliche Fähigkeiten“, erklärt Frau Dr. Jünger. Nur so könne verhindert werden, dass ein Student schlecht abschneidet, weil er gerade einen schlechten Tag hat oder einseitig geprüft wird. „Wenn Sie in der mündlichen Prüfung im Fach Innere Medizin nur das Herz zum Thema machen, Nieren, Leber und Magen aber völlig ausblenden, ist das ungerecht.“ Das Kompetenzzentrum soll dafür sorgen, dass in den 39 klinischen Prüfungen alle Teilbereiche ihrer Bedeutung entsprechend abgedeckt sind. Auch bei der Frage, wie die Prüfungsformen dabei sinnvoll gemischt werden – etwa mit Multiple-Choice-Fragen, OSCE-Parcours oder Patientenberichten – berät das Kompetenzzentrum die Prüfungsverantwortlichen.
Rot-Gelb-Grün: Klare Kriterien für gute Prüfungen Klare Kriterien für gute Prüfungen hat das Heidelberger Kompetenzzentrum zusammengestellt, um den Status der Prüfungspraxis an den baden-württembergischen Medizinfakultäten zu messen. Die Beurteilungen erfolgen nach einem einfachen Ampelsystem, wobei „Rot“ auf deutliche Probleme, „Gelb“ auf Mängel, „Grün“ dagegen auf die Erfüllung des jeweiligen Kriteriums hinweist. Der Statusbericht für die Heidelberger Fakultät liegt schon vor. In der Beurteilung des Kompetenzzentrums ergibt sich noch eine bunte Mischung – aber schon deutlich dominiert von der Farbe Grün.
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| Autor(in): Dr. Annette Tuffs (Uni Heidelberg) ([email protected]) |
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Kraus steigt in den Zug Karlsruhe-Stuttgart. In seinem Abteil sitzt ein Schwabe, der alle paar Minuten in die Hände klatscht. Das macht Kraus nervös und so fragt er schließlich: "Warum machen Sie das dauernd, Herr?"
"Ja - wissen Se, i fahr nach Klatschhausen, un i mach des, damit i den Name von dem Ort net vergiss."
"Dann gehe ich lieber in das Nebenabteil", sagt Kraus.
Plötzlich grinst der Schwabe: "Tun Sie des lieber net. Da sitzt einer, der muss nach Pfortzheim."
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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| 5. Designer-Molekül nimmt Hautkrebs von zwei Seiten in die Zange
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idw - Nach dem Motto "doppelt genäht hält besser" bekämpft ein neuartiges Designer-Molekül den bösartigen schwarzen Hautkrebs. Geschaffen und erprobt wurde es von einem internationalen Forscherteam unter Leitung der Universität Bonn. Der Wirkstoff ähnelt einerseits Bestandteilen von Viren und alarmiert so das Immunsystem.
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Die körpereigene Abwehr wird dabei auch gegen Krebszellen scharf gemacht. Gleichzeitig setzt das neuartige Molekül den Tumor noch von einer anderen Seite unter Druck: Es schaltet in den entarteten Zellen ein bestimmtes Gen aus und treibt sie dadurch in den Selbstmord. Bei krebskranken Mäusen konnten die Forscher so bereits erfolgreich Metastasen in der Lunge bekämpfen.
Die Wissenschaftler griffen für ihre Studie auf jüngste Erkenntnisse aus der Trickkiste der Biologie zurück. Als Medikament diente ihnen ein naher Verwandter des Erbgutmoleküls DNA, die so genannte RNA. Erst seit einigen Jahren ist bekannt, dass man kleine RNA-Moleküle gewissermaßen als Schalter nutzen kann, um gezielt bestimmte Gene auszuknipsen. Dieser Effekt nennt sich RNA-Interferenz; seine Entdeckung brachte den Amerikanern Craig Mello und Andrew Fire 2006 den Nobelpreis ein.
"Wir haben diese Methode genutzt, um die Tumorzellen in den Selbstmord zu treiben", erklärt der Bonner Hautforscher Professor Dr. Thomas Tüting. Jede einzelne Körperzelle verfügt über ein entsprechendes Suizid-Programm. Es wird beispielsweise aktiviert, wenn die Zelle entartet: Sie stirbt, bevor sie Schlimmeres anrichten kann. "In Tumoren ist aber ein Gen aktiv, das dieses Selbstmord-Programm unterdrückt", erläutert der Leiter des Labors für Experimentelle Dermatologie. "Dieses Gen haben wir gezielt mittels RNA-Interferenz ausgeschaltet."
Gleichzeitig rückten die Forscher dem Krebs noch auf eine weitere Art zu Leibe: "Wir haben unsere RNA gewissermaßen 'verkleidet'", sagt Professor Dr. Gunther Hartmann, Direktor des Instituts für Klinische Chemie und Pharmakologie. "Daher hat das Immunsystem sie für das Erbgut eines Virus gehalten." Viele Viren nutzen tatsächlich RNA als Informationsspeicher. Wenn der Körper also RNA-Fragmente entdeckt, die er für Viren-Erbgut hält, bläst er zur Attacke. Durch diesen Trick wurde die Körperabwehr also angeregt, viel aggressiver gegen die Tumorzellen vorzugehen als normalerweise.
Auch in den körpereigenen Zellen kommt RNA vor. Lange Zeit war nicht bekannt, wie das Immunsystem "schädliche" von "unschädlicher" RNA unterscheidet. Erst vor zwei Jahren war es Hartmann in einem Aufsehen erregenden Artikel in der Zeitschrift "Science" gelungen, Licht ins Dunkel zu bringen. Dieses Wissen haben die Forscher nun genutzt, um den RNA-Wirkstoff so zu modifizieren, dass er das Immunsystem in Alarmzustand versetzen konnte.
"Der Charme unserer Methode besteht darin, dass wir mit einem einzigen Designer-Molekül den Krebs von zwei grundlegend unterschiedlichen Seiten in die Zange nehmen", sagt Professor Hartmann. "Dadurch werden dem Tumor Ausweichmöglichkeiten genommen, die eine erfolgreiche Therapie sonst so schwierig machen." Dass das Ganze wirklich funktioniert, haben erste Versuche an Mäusen mit Lungenmetastasen gezeigt: Durch die Behandlung verkleinerten sich die Tochtergeschwülste oder verschwanden sogar ganz.
Dennoch warnen die Forscher vor zu viel Optimismus: "Was in der Maus klappt, muss sich nicht unbedingt auch im Menschen bewähren", warnt Professor Tüting. "Außerdem sind noch viele Fragen zu klären, bevor überhaupt an eine Studie mit Krebspatienten gedacht werden kann." Dennoch sei der Ansatz viel versprechend, zumal sich der Wirkstoff vermutlich leicht an andere Krebsarten anpassen lasse.
Quelle: idw-online.de
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| Autor(in): Frank Luerweg ([email protected]) |
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Abibestenverfahren: Epic Fail!
Die Bewerbung hat einen ersten Rückschlag erlitten! Beim Abibestenverfahren wurde ich nicht genommen. Und auch sonst war der Tag heute scheiße! Ein Wort um ihn zu beschreiben: Epic Fail! O.k. sind zwei Wörter, trotzdem scheiße! Auf dem Bild oben ist mein Arm zu sehen, wie ich eine typische Zivi-Tätigkeit verrichte. Sowas darf ich den ganzen Tag machen! Zivi mach dies, Zivi mach das trompetet es ständig von den Schwestern. Die wenigste Arbeit hat mit Patienten zu tun. Toll, danke!
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Und dann kam noch der Fail bei der Bewerbung hinzu. War eigentlich abzusehen, dass ich da nicht durchkomme. Insgeheim hatte ich es mir aber erhofft. Naja, so ist das. Jetzt darf ich auf die Ergebnisse im Auswahlverfahren der Hochschulen warten. Wie ich die Zeit bis dahin dahinraffe? Ich glaub ich fress mich durch - Gummibärchen müssen her!
Aber ich habe es so verdient mit der Niederlage. Ich musste ja - ungeduldig wie ich bin - heute heimlicherweise von der Station aus mit meinem Handy bei der ZVS anrufen und nachfragen, wie es denn so aussehe. Die Antwort: Keine Zulassung.
Update: Jetzt ist es offiziell. In Berlin wurden im Abibestenverfahren alle mit 1,2 und 743 Punkten genommen. Ich habe 1,2 mit 742 Punkten. Um einen Punkt vorbeigeschrammt. Nochmal auf der Zunge zergehen lassen - ein Punkt! Soviel Pech muss man erstmal haben, ich Glückspilz.
[Zum Bewerber-Blog
von Frank - klick hier]
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Das Krankenhaus Groote Schuur liegt am Fuße des Devil’s Peak, einem Ausläufer des Tafelberges und ist von verschiedenen Stadtteilen umgeben (Observatory, Mowbray, Woodstock, Rondebosch). Um in der Nähe des Krankenhauses zu wohnen, bietet sich also einer der genannten Stadtteile an.
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Ich habe das Innere-Tertial im GSH absolviert und hatte wirklich Glück – sowohl was die „interns“ anging, mit denen ich zusammen gearbeitet habe, als auch den Professor, der hier leitend tätig war. In der Regel waren die Visiten informativ und gaben dem Begriff „bedside teaching“ für mich eine neue Dimension. Allerdings gab es auch PJler, die weniger zufrieden waren, so in der Cardiothoracic Unit, dem eigentlichen Flagschiff des Krankenhauses, da die Handgriffe hier rar und die „consultants“ nicht ganz so kommod gewesen sein sollen. Empfehlenswert ist auch die Casualties Unit, in der alle Notfälle der Inneren landen und die von einem begnadeten Erklärer namens Dr. Aboo geleitet wird. Prinzipiell ist zu sagen, dass sowohl Ärzte als auch Schwestern an Studenten gewöhnt sind und man herzlich empfangen wird.
Wer sich einbringt, darf auch zupacken! Über das britische System in den Krankenhäusern gibt es ja bereits einige Berichte, weshalb ich lieber versuchen möchte, ein paar hilfreiche Tipps weiterzugeben, die mir in der Zeit in Kapstadt weitergeholfen haben. Neben dem GSH habe ich mich auch am Tygerberg Hospital beworben und bin rückblickend froh, dort abgelehnt worden zu sein. Denn Tygerberg ist ein Stadtteil relativ weit außerhalb des Zentrums, so dass ein Mietwagen obligat und damit auch viel Fahrerei verbunden ist. Der Vorteil dort ist, dass die Verwaltung den internationalen Studenten einen eigenen Bungalowkomplex zur Verfügung stellt – also entfällt die Wohnungssuche. Die Zimmer sind okay, es gibt Gemeinschaftsküchen, allerdings nur mit Mikrowelle. Jedoch fielen uns bei Besuchen von Kommilitonen, die in Tygerberg PJ gemacht haben, Big Brother-ähnliche Verhältnisse auf: Die Studenten (überwiegend deutsche Medizinstudenten) lebten eng zusammen und da kollert es dann auch schon mal im Lager. Deshalb im Anschluss die Empfehlung für das GSH und ausreichend Adressen, um die Wohnungssuche zu vereinfachen.
Auswahlbüro Wer Ms. Jacobs eine Mail mit dem Wunsch nach einem PJ-Tertial schreibt, der bekommt einen Bewerbungsbogen per Post, in dem alles weitere erklärt ist. Insgesamt sind das Bewerbungsverfahren und die Bestätigung des PJ gut organisiert. Allerdings: Eine Unterschrift vom Dekan für die LPA-Formulare verweigert Ms. Jacobs hartnäckig, was allerdings in meinem LPA (Baden-Württemberg) bekannt und deshalb dort kein Problem ist. Mail: [email protected]
Visum Ein Studienvisum für den Zeitraum des Aufenthaltes kann beim südafrikanischen Generalkonsulalt München für Bürger Bayerns und Baden-Württembergs sowie bei der Botschaft in Berlin für die Bürger anderer Bundesländer beantragt werden. Eine Bearbeitungsgebühr von ca. 50 Euro, eine Einlage von 767 Euro und ein Nachweis über Tuberkulose-Freiheit wird verlangt. Mein Antrag wurde in München bearbeitet; das dortige Konsulat verfügt aber nicht über ein Konto (!) sodass ich den Betrag in bar (!) dort hingeschickt habe. Das Visum habe ich zwar bekommen, aber für die Rückerstattung des Geldes wird der original Reisepass und die original Quittung benötigt. Kurzum: Erspart Euch den Aufwand und die Demütigungen des Konsulates, reist als Touristen ein und zu gegebener Zeit wieder aus, um euer Touristenvisum zu verlängern (90 Tage Aufenthaltsgenehmigung). Das funktioniert auch und erspart Aufwand und unnötige Kosten.
Handy im Socken Die Vorsichtsmaßnahmen, die einem angeraten werden, seien an dieser Stelle nicht noch mal wiederholt. Allerdings sollte man einige wirklich beherzigen, da man sich schnell in gefährliche Situationen manövrieren kann. Besonders im Stadtteil Observatory traten vermehrt Überfälle auf, da es als das Viertel mit vielen internationalen Studenten gilt. So ist es besonders nach 22 Uhr abends ratsam, nicht alleine aus dem Haus zu gehen, das Handy in den Strumpf zu stecken und lediglich eine gewisse Summe für ein paar Bier in der Tasche zu haben. Glücklicherweise wird selten physische Gewalt angewendet. Alles in allem kein Grund zur Sorge, wenn man ein paar Dinge beachtet.
Trommeln und Feuerbälle Telefonanrufe von Kapstadt aus sind mit Worldcom oder Eurocall-Karten am günstigsten. Prepaid-Karten fürs Mobiltelefon sind in Supermärkten erhältlich. Guthaben für die Karten gibt es an den meisten Tankstellen oder Supermärkten.Während der Sommermonate findet in Kapstadt Montags abends am Clifton II Strand eine Art Fackel- und Feuerfest statt. Leute versammeln sich mit Trommeln und Feuerbällen am Strand und feiern den Sonnenuntergang (gegen 19.30 Uhr). Spannend! Sonntag abends findet im La Mer (zwischen Camps Bay und Clifton) regelmäßig eine Inn Party statt. Recht junges Publikum, aber Spitzenstimmung! Eigentlich lassen sich so ziemlich alle Infos über Reisen und Trips aus dem Lonely Planet ziehen – für günstige Unterkünfte lohnt es sich aber, nach dem Backpacker Hostel Guide „Coast to Coast“ Ausschau zu halten, der umsonst in den Touristen-Infos oder auch in Hostels zu finden ist. Super Tipp für eine einmalige Afrika-Erfahrung: Malealea Lodge im gleichnamigen Village in Lesotho. Von hier aus werden Reittouren mit Übernachtung in einem Dorf angeboten, was nicht nur wegen der Landschaft und der Stille eindrucksvoll ist, sondern auch, weil die Menschen dort noch beinahe wie im Mittelalter leben. Observatory bietet einiges an Restaurants und abgefahrenen Kneipen – sicherlich kann man mehr als einen Abend dort verbringen, da sich hier internationales Publikum und die „locals“ am Tresen treffen.
Der Hausdrachen Wohnungen und Zimmer für Studenten gibt es en masse – anbei ein paar Nummern und Adressen. Auf der Suche nach Wohnungen lohnt es sich aber auch, nach Angeboten an Schwarzen Brettern in der Universität (Upper Campus), am Spar Markt in der Station Road oder am Pick’n’Pay Markt St. Peter Square zu schauen. Wie das Tygerberg Hospital hat auch das Groote Schuur Hospital eine „students residence“, die sich Rochester House nennt. Leider – und das liegt an einem Hausdrachen namens Ms C. – ist es internationalen Studenten nicht möglich, dort ein Zimmer zu bekommen. Kapazität gäbe es dort eigentlich genug. Ms C. ist aber auch für heimische Südafrikaner eine echte Hürde – so musste sogar ein „registrar“ ein Dringlichkeitsschreiben seines „consultants“ vorlegen, welches die Notwendigkeit auf ein Zimmer rechtfertigte.
David´s student lodge David vermietet zwei super ausgestattete Häuser in Observatory (Internetzugänge, Pool) allerdings normalerweise an amerikanische Studenten, die an der University of Cape Town studieren. Während der Semesterferien jedoch hat er Kapazitäten frei – sehr empfehlenswert. Leider ist David sehr unkoordiniert und verliert des Öfteren den Überblick, wer und wie viele Studenten bei ihm wohnen.
Ann Chapple real estate Ann ist so eine Immobilienvermittlerin, die aber auch Häuser oder Zimmer an Studenten vermittelt. Einfach mal anrufen und fragen, was Sie anbieten kann schadet sicherlich nicht. Versucht den Preis zu drücken – Sie vermietet überwiegend an amerikanische Studenten und die scheinen jeden Preis zu zahlen!
Bernie Wenzel Ausgezeichnete Mitwohngelegenheit bei einem Südafrikaner! Mail:
[email protected] oder [email protected]
Nelly’s lodge Observatory
Nelly und ihre Tochter Charmaine betreiben eine „lodge“, die aus fünf Häusern in Observatory besteht. Vermietet werden hier Betten pro Nacht, so dass der Zimmermitbewohner schon mal wechselt. Meine Erfahrung: Für den Beginn eine super Adresse, um Kontakte zu knüpfen, da Anlaufstation für viele internationale Studenten (besonders Niederländer). Aber günstiger wohnt man sicher privat!
www.thelodgeobs.co.za ‘Nelly’s’ The Lodge. 36 Milton Road. Observatory 7925.
Cape Town. Mail: [email protected]
Toni Sylvester Tonys Häusle befindet sich bereits in Mowbray, dem östlich an Observatory angrenzenden Stadtbezirk, was den Fußweg zum Krankenhaus verlängert. Die Unterkunft ist jedoch okay und günstig. Mail:
[email protected]
Fahrbare Untersätze Am besten kümmert man sich vor Ort um ein Auto, das ist ratsam, wenn man wie ich vier Monate bleibt und in den vollen Genuss der Stadt kommen möchte. Andere PJler haben eines gekauft. Wir hatten ein Mietauto, da wir immer die Möglichkeit hatten, die Kosten zu teilen. Je länger der Aufenthalt ist, umso eher lohnt es sich, ein eigenes Auto zu kaufen. Kosten für Ersatzteile und Reparaturen muss man dann natürlich selber tragen. Autos kaufen kann man von privat (z.B. PJler die Kapstadt verlassen) oder von Händlern, von denen einige sogar eine Rückkaufgarantie zu einem bestimmten Preis für den Wagen geben. Allerdings ist der Rückkaufpreis selten höher als die Hälfte des Kaufpreises. Günstige Mietwagen gibt es von verschiedenen Unternehmen, z.B. bei Student Car Rental.
Township Touren Besichtigungen von Townships werden von den örtlichen Tour-Büros angeboten, man kann sich die Besichtigung aber auch privat organisieren, was die preiswertere Variante darstellt. Besonders lohnenswert ist ein Besuch eines Gottesdienstes an einem Sonntag!
Shark Diving Beim Shark Diving werden bis zu vier Leute in einem Käfig unter die Wasseroberfläche gelassen, um den Kick durch die extreme Nähe zu den Haien zu bekommen. Die Haie werden mit Fleisch angelockt, was derzeit kontrovers diskutiert wird, da es kürzlich vermehrt Hai-attacken auf Kanuten oder Surfer gab. Wer es mag, muss rund 150 Euro pro Person hinlegen.
Addo Elephantpark Der etwa 72 km nördlich von Port Elisabeth gelegene Addo Park ist sicherlich eine gute Adresse zum Abschluss einer Tour entlang der berühmten Garden Route. Durchqueren kann man das Gelände im eigenen PKW, was bequem und eindrucksvoll zugleich ist, da man gute Chancen hat, Kudus, Warzenschweine, Wasserbüffel und Elefanten aus nächster Nähe zu betrachten. Äußerst empfehlenswert ist eine Übernachtung in einem der Bungalows direkt am Begrenzungszaun, da sich von hier nachts schon viele Tiere beobachten lassen. Generell wird empfohlen die Game Drives am frühen Morgen und am Nachmittag zu machen, da hier die Chancen auf zahlreiche Tiere am höchsten sind.
www.addoelephantpark.com
Private Game Reserves Die Privaten Game Reserves sind ebenfalls empfehlenswert und bieten oft eine Art „Garantie“ auf das Sehen der interessantesten Tiere. Übernachtungen sind leider sehr teuer, da ein recht exklusives Ambiente angeboten wird. Allerdings ist es aber gut möglich, außerhalb der Reservate in Hostels oder Backpackern zu übernachten und dann am Morgen ein bisschen Fahrt in Kauf zu nehmen. Die Game Drives werden in der Regel von erfahrenen Wildführern gemacht, die die bevorzugten Plätze der Tiere kennen.
Shamwari Game Reserve Das Shamwari Game Reserve erstreckt sich etwa 65 km nördlich von Port Elisabeth und bietet auch Tagestouren (Lunch inklusive etwa 120 Euro) an. Faszinierend ist nicht nur die Tierwelt, sondern auch die afrikanische Landschaft!
www.shamwari.com
Kariega Game Reserve Privates Game Reserve etwa 141 km nördlich von Port Elisabeth wurde von Freunden empfohlen.
www.kariega.co.za Das ist nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was in Südafrika neben der medizinischen Arbeit möglich ist. Viel Spaß allen, die sich für dieses Land entscheiden!
Adresse des Krankenhauses: Groote Schuur Hospital Health Park, Observatory, 7937 Cape Town www.gsh.co.za
Weitere Infos und Telefonnummern teilen wir euch gerne mit. Einfach eine E-Mail an
[email protected] schicken.
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| Autor(in): Arne Driessen ([email protected]) |
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Der Präpkurs ist sicherlich DAS Highlight der vorklinischen Ausbildung: denn hier lernt der angehende Mediziner den Aufbau des menschlichen Körpers bis in das letzte Detail kennen. Wir waren neugierig, wie Studenten hierzulande den Präpkurs erlebt haben. Lies unsere Interviews, die dir einen Einblick in die Erfahrungswelt junger Mediziner liefern.
1. Kannst du dich noch an den Augenblick und die Szene erinnern, als du den Präp-Saal zum ersten Mal betreten hast? Wie sah das aus und was ging dabei in dir vor?
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Es war ein Donnerstag und es war heiß, sehr heiß. Es war mein 4. Tag als Studentin. Ohne irgendwelche Vorkenntnisse in Anatomie betraten ich und meine anderen 17 Mitstreiter den Präpsaal. Es stank fürchterlich, aber keine traute sich was zu sagen.
Da lag sie unter einem grünen, feuchten mit Flecken übersäten Tuch: Unsere Leiche. Für die nächsten 2 Jahre sollte das nun "unser" Mann sein.
Ein bisschen verzogenes Gesicht hatte der gute und vor allem muss er gut gelebt haben. So dick wie der war.
Und dann ging es auch schon los. Die ersten Anweisungen ersten Anweisungen kamen: Für die nächste Woche zu besorgen war ein Skalpell mit Klingen, Handschuhe, eine Pinzette und ganz wichtig: Ein Zahnbürstenetui. (Damit auch keiner verletzt werden könnte...) Auf den ersten "Schock" folgte auch schon der nächste. Der ganze Schultergürtel wurde innerhalb von 1 Stunde runtergerattert. Knochen für Knochen, Rinne um Rinne...
Als die Stunde vorbei war und ich das Sonnenlicht wieder erblickte wurde es mir erst so richtig klar: Von nun an bist du richtige Medizinstudentin.
So lebe ich nun seit fast einem Jahr hier in Szeged/Ungarn und verbringe wöchentlich meine Präpstunde mit Istvan (so habe ich ihn getauft).
2. Hast du auch im Vorfeld vor dem ersten Termin des Präp-Kurses schon vermehrt an das „Erste Mal Präppen“ gedacht? Habt ihr in der Vorlesung dieses Thema ausführlicher behandelt?
Gedacht hat man immer daran und sich im Stillen auch darüber gefreut ohne an die evtl. vorhandenen Ängste zu denken.
In der Vorlesung haben wir nie darüber gesprochen. Hier lautet wohl eher das Prinzip: Übung macht den Meister.
3. Mit welchen Erwartungen bist du in den Präpkurs gegangen? Wurden Sie erfüllt oder eher enttäuscht?
Richtige Erwartungen hatte ich eigentlich nicht. Es war eher die Neugier die überwogen hat. Endlich selbst Hand anlegen zu dürfen. In sonst unzugängliche Regionen vorzustoßen, den Menschen zu entdecken. Bis heute macht es immer wieder Spaß zu präpen. Jedes mal entdeckt man irgendwas neues und man rät mit seinen Kommilitonen um die Wette, was man nun wieder in der Hand hält...Arterie, Vene oder Nerv...eine viel gestellte Frage!
4. Was war in deinen Augen das absolute Highlight des Präp-Kurses, an das du dich noch heute erinnerst?
Das Highlight war wohl der Moment, als das Tuch von der Leiche gehoben wurde und man nun endlich "seine" Leiche betrachten konnte.
5. Welches Themengebiet fandest du am schwierigsten zu lernen?
Am Anfang findet man alles schwierig. Immer wenn ein neues Thema ansteht, ist dies immer das schwierigste, was man je lernen musste. Aber mit der Zeit und rückblickend relativiert sich das alles. Leicht ist zwar nichts zu lernen, aber schwierig auch nicht. Alles ist eine Herausforderung an sich selbst.
6. Was hat dir beim Präppen am meisten Spaß gemacht?
Jedes Mal auf ein Neues, neue Dinge zu entdecken!
7. Und im Gegenzug: was fandest du beim Präp-Kurs am unangenehmsten?
Das unangenehmste und auch vielleicht das lächerlichste war die Reaktion auf die Genitalien. Vor allem die männlichen. Einerseits musste das Lachen unterdrückt werden, andererseits der Ekel.
8. Wie häufig und wie lang fand der Präpkurs statt?
Der Präpkurs findet einmal in der Woche statt und das die ganzen 4 Semester der Vorklinik. So wie auch die Anatomie, Histologie und Embryologie Vorlesungen.
9. Konnten am Präp-Nachmittag alle gleichzeitig und im Team präparieren oder ging das abwechselnd?
Innerhalb der Gruppen wurden kleine Gruppen eingeteilt, so dass jeder Mal zu seinem Zug kommt.
10. In welcher Form und Häufigkeit mussten Testate und Prüfungen absolviert werden?
Hier in Ungarn sind solche so genannten "Demonstrationen" üblich. Sie finden ungefähr jeden Monat statt und umfassen eine mündliche Prüfung an der Leiche und an den Präparaten über ein bestimmtes Themengebiet. Daneben gibt es noch 2 schriftliche Klausuren und am Ende des Semesters eine mündliche Prüfung über den Stoff eines Semesters.
11. Der Umgang mit Leichen ist sicher für einen Anfänger nicht leicht. Hattest du hier auch im weiteren Verlauf noch Probleme oder hast du dich einfach dran gewöhnt?
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. So haben wir uns mittlerweile alle an den Anblick und vor allem an den Geruch gewöhnt. Ab und zu schauderst einen dann doch noch, wenn es wieder einmal in den Eimer plätschert, der unter dem Tisch hängt, auf dem die Leiche liegt.
12. Wurde über die Herkunft der Personen und den nötigen Ablauf, sich der Lehre und Wissenschaft z.B. für den Anatomie-Kurs zur Verfügung zu stellen, gesprochen?
Über die Herkunft erfährt man nichts. Auch nicht über die Todesumstände, was ich sehr bedauerlich finde und auch auf Anfragen bis heute nicht erfahren habe.
Hier in Ungarn ist es nur anders als in Deutschland. Hier kommen prinzipiell alle Leichen in die Anatomie, es sei denn man hat den ausdrücklichen Wunsch geäußert, seinen Körper NICHT der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen.
Das Bestattungsinstitut fährt hier mit einem vollen Sarg vor und nimmt den leeren Sarg wieder mit. Dieser ganze Vorgang dauert nicht einmal 5 Minuten.
13. Gab es nach dem Ende des Präp-Kurses eine Art Trauerfeier, an der auch die Präp-Kurs-Studenten teilnehmen konnten? Falls ja: was ging dabei in dir vor, woran hast du gedacht und welche Bilder stiegen in deinem Innern auf?
So weit ich weiß, gibt es so eine Art Trauerfeier hier nicht. Wenn wir unseren Präpkurs beenden wird sicherlich, die ganze Leiche bis auf das letzte "ausgeschlachtet"....so bitter wie das klingen mag... br>
14. Würdest du gerne den Präp-Kurs noch einmal absolvieren (weil es so großen Spaß machte und interessant war) oder bist du der Ansicht "Einmal genügt".
Man lernt nie aus und ich würde jederzeit wieder einen Präpkurs machen wollen.
15. Welche Tipps würdest du Studenten geben, die den Präp-Kurs noch vor sich haben?
Mit der nötigen Portion Neugier, aber auch Distanz und Zurückhaltung an die Sache ran gehen. Erstmal alles erkunden und dann selber handeln. Um nie vergessen: Vor dir liegt ein MENSCH, wie du und ich!
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10. Medizin im TV - Hauptsache Gesund: Altes Heilwissen neu entdeckt
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Jeden Donnerstag um 21 Uhr eine neue Folge von "Hauptsache Gesund", dem Ratgebermagazin im TV mit vielen Tipps und guten Ratschlägen zur menschlichen Gesundheit.
Name der Sendung: Hauptsache Gesund
Thema der Folge: Altes Heilwissen neu entdeckt
Sendezeit: 19.03.2009 - 21:00 Uhr bis 21:45 Uhr auf MDR
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Kann man mit Ernährungsumstellung Prostatakrebs besiegen? Hilft Sport gegen Migräne? Senkt Meditation den Blutdruck? "Ja", heißt die Antwort auf alle drei Fragen, wie aktuelle Studien zeigen. Umfragen zufolge wünschen sich 80 Prozent aller Deutschen mehr natürliche Heilmittel, doch viele von ihnen fühlen sich überfordert von der Vielzahl der Angebote.
"Hauptsache gesund" erklärt die effektivsten Heilmethoden der Alternativmedizin und stellt neue Erkenntnisse zur Bekämpfung der großen Volkskrankheiten wie Bluthochdruck, Koronare Herzkrankheit, Allergien und Arthrose vor. Gerade jüngste Forschungen zeigen, dass man mit sehr einfachen Methoden nicht nur viele chronische Krankheiten, sondern sogar genetisch bedingte Krankheiten wirkungsvoll lindern kann und dadurch auch weniger Medikamente benötigt.
[Diese und weitere Sendungen jetzt in Medizin im TV] [ - klick hier]
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Bößmann (Redaktion), Stefan Ritt (Programmierung), Simone Arnold (Redakteurin), Kjell Wierig (Mediengestalter),
Dr. Marlies
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(Redakteurin), Kristina Junghans (Mediengestaltung), Trojan Urban (Arzt und Redakteur), Anne Reuter (Redaktion), Stan, Reporter für Extremeinsätze,
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