07.04.2009

Ausgabe 442

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Einführung in das deutsche Gesundheitssystem und Infos über wichtige Entwicklungen
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591681 Hochschulrecht modernisiert
Ab sofort gilt in Baden-Württemberg das neue Hochschulrecht mit vielen Verbesserungen für Familien und Berufstätige....

In Kooperation mit: Georg Thieme Verlag  *  Deutsche Ärzte Finanz  * deutsche apotheker- und ärztebank

 
 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Editorial
2.Als CM 4 durch die Schweizer Chirurgie
3.Forschung und Lehre im Wandel der Zeiten: Aller Anfang ist schwer
  
4.Weitere Modernisierung des Hochschulrechts in Baden-Württemberg in Kraft
5.Der Ärzte-Blog: Random Sachen
6.Cartoon der Woche: MultipleChoice
  
7.Anatomie-Special: Interviews zum Präpkurs
8.Medizin im TV: Gut zu Fuß
9.Der Pieks gegen alles: TCM-Famulatur in China
  
10.In den Foren gelauscht
11.Impressum
    
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 1. Editorial
  

Hallo,
und herzlich willkommen zum neuen Newsletter rund um die Medizin. Beginnend mit dieser Ausgabe schlagen wir ein gleichermaßen spannendes wie unterhaltsames Kapitel im Leben des pensionierten Heidelberger Physiologie-Professors Dr. Dr. Steinhausen auf, durch das auch Medizinstudenten der heutigen Zeit viel Wissenswertes und Lehrreiches erfahren können. Wir präsentieren dir in den kommenden Wochen Auzszüge aus seiner bewegten Zeit der Forschung und Lehre der 60er Jahre in Form von kurzen Episoden. Die kompletten Folgen stehen dann jeweils auf www.medi-learn.de zum Download bereit.

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Janine berichtet uns von ihrem Praktikum in einem schweizer Kantonspital, wo sie viel Erfahrung in der Chirurgie sammeln konnte. In Baden-Württemberb sind ab dem 1. März Neuerungen im Hochschulrecht in Kraft getreten, die viele Verbesserungen mit sich bringen, so wurde z.B. der Hochschulzugang für Berufstätige vereinfacht und die Prüfungsfristen für Studierende mit Familienpflichten flexibler gestaltet. Ein neuer Cartoon der Woche, ein Interview zum Präpkurs und ein neuer Ärzte-Blog Beitrag sorgen neben weiteren Artikeln für deine heutige Unterhaltung.

Viel Spaß bei der Lektüre wünschen dir
Thomas, Jens und Christian
Redaktion MEDI-LEARN

Der Blick in die Zukunft: In der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung liest du am 14.04.2009:
o Cartoon der Woche: Inventur
o Von Sittnings und Ausplatzierungen: Ein Jahr in Lund, Schweden

  

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MEDI-LEARN im Frühjahr 2009 auf Deutschlandtour
MC-Techniken



Mainz 28.04.2009
Gießen 04.05.2009
Ulm 07.05.2009
Bochum 19.05.2009
Mannheim 25.05.2009
Rostock 27.05.2009
Hamburg 28.05.2009

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 2. Als CM 4 durch die Schweizer Chirurgie
Praktikum im Kantonsspital Aarau

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Ferien. Vier Monate in Hannover rumhängen? Nee, keine Lust. Ins Ausland wäre klasse. Aber wohin? Spanien? Zu teuer! Frankreich? Auch! Schweiz? Auch teuer, aber da gibt es für Medizinstudenten Geld und man lernt was. Also suchte ich im Internet nach Schweizer Spitälern und bewarb mich.

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Jodkaliumtabletten zur Begrüßung
Bereits eine Woche nach meiner formlosen Bewerbung bekam ich eine Zusage aus dem Kantonsspital Aarau. Darin teilte man mir mit, dass ich gerne in der Zeit vom Anfang Januar bis Ende April als Unterassistent arbeiten könne. Obwohl ich erst im 10. Semester, also noch vor meinem PJ war, würde ich wie alle anderen PJler eine Aufwandsentschädigung von 1.500 Franken in den ersten drei Monaten, im vierten Monat sogar 1.800 Franken bekommen.
Ein Wohnheimzimmer wurde mir zugeteilt gegen eine Miete von 320 CHF. Es war klein, aber sauber und warm und für vier Monate allemal in Ordnung. Und ich hatte W-LAN. Das Kantonspital hat im Umkreis viele kleine und größere Häuser, in denen sich die Mitarbeiterzimmer befinden. Das heißt, man kann entweder in einer Villa mit fünf anderen Mitarbeitern wohnen oder man wohnt in einem der zwei Wohnklos. Reine Glückssache also, ob man in einer Villa oder im Wohnklo unterkommt. Egal. Noch etwas Obskures: Wenn man sich bei der Einwohnerkontrolle meldet, bekommt man neben Prospekten und Freikarten für Bus und Freizeitaktivitäten auch eine Jodkaliumtablette für den Fall, dass das nahe gelegene Atomkraftwerk einen Störfall oder einen GAU hat. Fein! Von meiner Aufwandsentschädigung blieben nach Abzug aller Kosten ca. 1.000 Franken übrig. Davon kann man auch in der Schweiz gut leben. „Fensternel“, die Schweizer Version des Shoppings, ist damit auch möglich. Finanziell zumindest. Denn Aarau, Hauptstadt des gleichnamigen Kantons, ist klein. Die Einkaufsstraße bietet das Nötigste, aber auch nicht mehr. Es gibt drei Kneipen, bei denen man abends noch etwas zu trinken bekommt. Der Bahnhof ist aber nur wenige Minuten vom KSA entfernt, so dass Trips in größere Städte gut möglich sind. Mit dem Zug ist man in 20 Minuten in Zürich und in 40 Minuten in Basel. Mit dem Auto sind auch die diversen Skiparadiese leicht zu erreichen. Mit dem Zug schlecht, aber mit dem Auto schnell zu erreichen ist Luzern. Mein persönlicher Favorit!

Der kopfschmerzliche Verlust
Die Chirurgische Abteilung deckt alle Teile der Chirurgie ab. Wenn man will, kann man sich jeden Monat in einer anderen Subdisziplin melden. Insgesamt gibt es drei Chefärzte, vier Leitende Oberärzte und zwölf normale Oberärzte, dazu 24 Assistenten.
In der Regel sind zehn Unterassistenten dort. In Ausnahmefällen kann man auch mal einen Monat in die Plastische
Chirurgie rotieren.
Der Arbeitstag beginnt morgens um 7.30 Uhr mit dem Rapport, dann teilen sich die Unterassistenten in die OPs und auf die aufzunehmenden Patienten auf. Gleich am Anfang bekommt man einen Sprachkurs. OP heißt OPS. Vorsicht: Eintritt mit „E“ ist die Aufnahme und Austritt mit „A“ die Entlassung.

Mein Leben als Nummer
Ansonsten hatte ich sprachlich keine Probleme, manchmal jedoch musste ich schon lachen. Zum Beispiel, wenn eine ältere Dame mir freudig erzählte: “Ich habe meine Kopfschmerzen verloren!“
Und „heppen heißt halten und nicht heben!“ war mein Lieblingssatz des Leitenden Oberarztes. Jeder Unterassistent (UA) wird auch als cand. med. (CM) bezeichnet. Der Einfachheit halber wurden wir durchnumeriert. Ich war CM 4. Man konnte also seinen Namen vergessen. Für die Docs auch angenehmer, man musste sich ja an keinen neuen Namen gewöhnen. Dazu bekam jeder CM auch noch einen Sucher, das Äquivalent zum Pieper. Für vier Monate war ich also CM 4 und wenn man mich brauchte, wählte man nur 4721.

Das KSA legt viel Wert darauf, dass jeder neue Mitarbeiter gut eingeführt wird. Jeder, egal ob CM, Sekretärin oder Oberarzt, bekommt einen Einführungstag. Man bekommt das Gelände gezeigt, die Feuerwehr erklärt, wie man einen Feuerlöscher bedient und die Personalabteilung erklärt den Aufbau des Managements. In der Wäscheabteilung gibt es Dienstausweise und Kleidung für vier Tage. Alles in allem sehr interessant. Noch besser eignet sich der Einführungstag jedoch, um Kontakte zu knüpfen. Am zweiten Tag gibt es gleich nach dem Morgenrapport noch eine OPS-Einführung. Einer der OPS-Pfleger erklärt, wo was ist, wie man sich zu waschen hat und wie man sich steril anzieht. Übrigens auch für alle zu empfehlen, die in Deutschland schon oft im OP waren: andere Länder, andere Sitten. Dazu kommt noch, dass die Schweizer auch ihre drei Landessprachen ausspielen, wenn sie die Möglichkeit haben. Im OPS gab es ab und zu Verwirrungen, wenn mal eben von Schwytzerdütsch auf Italienisch oder Französisch umgeschaltet wurde. Wenn aber plötzlich Hochdeutsch gesprochen wurde, dann war das ein klares Zeichen: Ich bin gemeint! Meistens sind im KSA neun bis zehn Unterassistenten, von denen jeden Tag einer Dienst machen muss. Das heißt, man teilt sich selber für diese ein, aber jeder muss 3-4 Nächte pro Monat Dienst machen. Darunter fallen auch die Wochenenden. Für einen Wochenendtag gibt es zusätzlich einen Kompensationstag. Pro Monat stehen jedem CM zwei Urlaubstage zu, die man in dem Monat auch nehmen muss. Genug Zeit, die Umgebung kennen zu lernen! Und da die Schweiz als PJ-Exil bekannt ist, konnte ich auch noch diverse andere Spitäler kennen lernen, in dem ich den einen oder anderen Kommilitonen aus Deutschland besuchte.


   
Autor(in): Janine Döpker ([email protected])
  
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 3. Forschung und Lehre im Wandel der Zeiten
Folge 1: Aller Anfang ist schwer

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Wie lief die Forschung und Lehre eigentlich in den 60er-Jahren ab? Prof. Dr. med. Dr. h.c. Michael Steinhausen ist pensionierter Professor für Physiologie. Er ist zudem Leiter des Heidelberger Ärzteorchesters und Buchautor. In „Forschung und Lehre im Wandel der Zeiten: die 60er Jahre“ berichtet er in 12 anschaulichen Episoden aus seiner Forschungszeit. Die einzelnen Episoden werden als Auszug kurz angerissen, der komplette Text der Einzelfolgen ist als Download im PDF-Format kostenlos verfügbar.

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Prof. Dr. Dr. Michael Steinhausen:
Forschung und Lehre im Wandel der Zeiten
Die sechziger Jahre: Heidelberg - New York - Heidelberg

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Folge 1: Aller Anfang ist schwer –
meine ersten Forschungsarbeiten in der Physiologie

d

Am 1. Januar 1960 begann meine Tätigkeit als Assistent am Physiologischen Institut der Universität Heidelberg unter der Leitung von Prof. Dr. Hans Schaefer. Zu dieser Zeit hatte das Institut ca. 10 unterschiedlich große Labore mit jeweils ganz unterschiedlichen Forschungsprogrammen, die meist nur von einem Assistenten geleitet wurden. Ich selbst wurde bereits am Tag meiner Ankunft Leiter eines Labors mit 1 technischen Assistentin, 1 älterem Doktoranden und 2 Kellerräumen. Mein Vorgänger im Amt war seit einem halben Jahr bereits nach Göttingen entschwunden, hatte aber 3 Jahre lang Hundeversuche durchgeführt, deren Protokolle unausgewertet in diesem Labor schlummerten...

[Komplette Folge 1 - klick hier]

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Weiterhin erhältlich:
Studium und Lehre im Wandel der Zeiten
Die fünfziger Jahre: Medizinstudent 1952-1958

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Ein kurzes Lehrbuch, dessen wichtigstes Anliegen darin besteht, die Physiologie des Menschen verständlich zu machen. Nur was man verstanden hat, lässt sich auch erfolgreich für die Prüfung speichern. Unwesentliches wurde weggelassen. Trotzdem erfährt der Leser in vielen Fällen, wann, wie und warum man hinter die Geheimnisse der Physiologie gelangt ist, und welche Bedeutung der Physiologie auch für die Klinik zukommt. Seit seiner ersten Auflage 1986 ist der "Steinhausen" von Vielen als "Geheimtip für das Physikum" sehr erfolgreich genutzt worden. Die jetzige 5.Auflage ist im Konzept unverändert, jedoch von zahlreichen Fachkollegen aktualisiert.

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Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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Memoiren Prof. Dr. Dr. Steinhausen - Die 50er Jahre

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Interview mit Prof. Steinhausen
  
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 4. Weitere Modernisierung des Hochschulrechts in Baden-Württemberg in Kraft

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In Baden-Württemberg traten zum 1. März eine Reihe von Änderungen im Hochschulrecht in Kraft. Klarstellungen und Erleichterungen gibt es beim Erlass von Studiengebühren; unter anderem wird die sogenannte „Geschwisterregelung“ erweitert. Für Studierende mit Familienpflichten werden die Prüfungsfristen flexibilisiert. Und: Der Hochschulzugang für Berufstätige wird vereinfacht; Meister können nun auch ohne die bislang vorgeschriebene vierjährige Berufserfahrung ein Studium aufnehmen.

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Zu den Regelungen, die im „Zweiten Gesetz zur Umsetzung der Föderalismusreform im Hochschulbereich“ (ZHFRUG) enthalten sind, sagte Frankenberg: „Wir entwickeln das baden-württembergische Hochschulsystem weiter. Neben den Bestimmungen zur Dualen Hochschule enthält das ZHFRUG eine Vielzahl von Neuerungen, von denen nicht zuletzt die Studierenden profitieren“.

Erleichterungen bei der Erhebung von Studiengebühren

  • Die sogenannte Geschwisterklausel wird erweitert: In Familien mit drei oder mehr Kindern müssen höchstens zwei Kinder Studiengebühren bezahlen, gleichgültig ob die Geschwister studieren oder nicht.

  • Die Altersgrenze bei Kindererziehung wird von acht auf 14 Jahre angehoben. Bisher sind Studierende, die ein Kind pflegen und erziehen, das zu Beginn des jeweiligen Semesters das achte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, von der Studiengebühr befreit. Die neue Regelung ist bereits rückwirkend zum Wintersemester 2008/2009 in Kraft getreten.

  • Die allgemeine Härtefallklausel wird auf Fälle erweitert, in denen die Beitreibung der Gebühr - unabhängig von der finanziellen Situation des Betroffenen - eine persönliche Härte darstellt.

  • Auslandssemester werden unabhängig vom typischen Fall der Beurlaubung von der Gebührenpflicht ausgenommen. Abweichend davon können Studiengebühren erhoben werden für Auslandssemester an einer Partnerhochschule, die nach der Studien- und Prüfungsordnung so eng mit dem Studium an der Heimathochschule verzahnt sind, dass sie als Lehrangebot der Heimathochschule zu betrachten sind.

  • Studierende, die besonders begabt sind oder herausragende Leistungen erbringen, können von der Gebühr befreit werden. Die Entscheidung, ob Befreiungen gewährt werden, unter welchen Voraussetzungen, in welchem Umfang und für welche Dauer, trifft die Hochschule. Dazu wird eine Satzungsermächtigung eingeführt.

  • Eine für das betreffende Semester bereits bezahlte Studiengebühr wird anteilig erstattet, wenn die Exmatrikulation später als einen Monat nach Vorlesungsbeginn wirksam wird. Wird die Exmatrikulation vor diesem Zeitpunkt wirksam, ist die Gebühr wie bisher vollständig zu erstatten.

  • Für die bereits beschlossene Zinsobergrenze von 5,5 Prozent für Studiengebührendarlehen wird eine gesetzliche Grundlage geschaffen
Verbesserung der Studien- und Prüfungsbedingungen für Studierende mit Familienpflichten
Die Prüfungsordnungen der Hochschulen müssen künftig flexible Prüfungsfristen ermöglichen, wenn Studierende Familienpflichten wahrnehmen müssen. Bei Beurlaubung nach den Regelungen des Mutterschutzes dürfen - anders als sonst - auch in der Zeit der Beurlaubung Studienleistungen erbracht werden.

Mehr Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung
Die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung wird weiter verbessert. Bereits jetzt eröffnet die Meisterprüfung oder eine gleichwertige berufliche Fortbildung den Zugang zu allen fachlich verwandten Studiengängen an Hochschulen. Die bislang noch vorgeschriebene vierjährige Berufserfahrung wird gestrichen. Außerdem können nun auch außerhalb des Hochschulsystems erworbene Kenntnisse im Studium angerechnet werden.
Professorenbesoldung
Künftig ist es an Hochschulen erlaubt, die Leistungsbezüge von Professorinnen und Professoren durch private Drittmittel aufzustocken und den dafür vorgesehenen Vergaberahmen zu erhöhen. Die Mittel müssen den Hochschulen ohne Bindung an eine bestimmte Personen zur Verfügung gestellt werden. Dies ergänzt die bisher schon bestehende Möglichkeit, Stiftungsprofessoren aus privaten Mitteln zu finanzieren.

Weitere Neuerungen
  • Künftig besteht die Möglichkeit zur Exmatrikulation bei Plagiatsfällen bzw. wissenschaftlichem Fehlverhalten. Die Exmatrikulation steht im Ermessen der Hochschule, was ihr eine Verhältnismäßigkeitsabwägung eröffnet.

  • Ausnahmen von der gestuften Studienstruktur (Bachelor/Master) gelten künftig für den Fachbereich Kunst (künstlerische Kernfächer) und Studiengänge des Theologischen Vollstudiums mit kirchlichem und akademischem Abschluss. Bisher waren nur Studiengänge mit kirchlichem Abschluss ausgenommen.

  • Die Hochschulen haben die Pflicht zur Einrichtung eines Qualitätssicherungssystems unter Gesamtverantwortung des Vorstandes.

  • Abkehr von der Programmakkreditierung zugunsten der Systemakkreditierung: den Hochschulen soll unter bestimmten Voraussetzungen ermöglicht werden, die kleinteilige Akkreditierung einzelner Bachelor-/ Masterstudiengänge durch eine Systemakkreditierung zu ersetzen.

  • Im Senat und im Fakultätsrat sollen mindestens drei stimmberechtigte Frauen vertreten sein.

  • Klarstellung der Ausschlussregelung von Bewerbern bei Wahlen und bei der Senatsbestätigung. Ein Mitglied im Aufsichtsrat kann bei der eigenen Wahl als Rektor nicht mitwirken, ebenso wenig wie ein Amtsmitglied im Senat bei der Bestätigung der Rektorwahl.

  • Die Festlegung der Funktionsbeschreibung für Juniorprofessuren/ Juniordozenten ohne Tenure Track wird auf die Hochschulen delegiert. Bei Vollprofessuren und Juniorprofessuren/Juniordozenten mit Tenure Track bedarf es auch weiterhin der Zustimmung durch das Wissenschaftsministeriums.

  • Auf die Verpflichtung zur Immatrikulation von Doktoranden wird verzichtet.

  • Bezeichnung „Universität“ für staatlich anerkannte Hochschulen in freier Trägerschaft, denen ein eigenständiges Promotionsrecht verliehen wurde.

Der Landtag von Baden-Württemberg hat das zweite Gesetz zur Umsetzung der Föderalismusreform im Hochschulbereich im Dezember 2008 beschlossen. Die darin enthaltenen Bestimmungen zur Gründung der Dualen Hochschule sind am 1. Januar 2009 in Kraft getreten, die übrigen Vorschriften traten zum 1. März 2009 in Kraft.


   
Autor(in): Pressestelle des MWK Baden-Württemberg ([email protected])
  
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Gesetzesauszug zur neuen Geschwisterregelung im Hochschulrecht

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Informationsseite des MWK zu den neuen Regelungen im Hochschulrecht
  
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 5. Der Ärzte-Blog: Random Sachen

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Random Sachen
Dinge, auf die ich immer wieder draufgucke, in random Reihenfolge, ohne dass diese als Wertung zu verstehen ist. a) Mein Namensschild (super Sache, dieses „Assistenzärztin“, frage mich, wann ich mich dran gewöhnt haben werde) b) Den OP-Kurzbericht mit „meinem“ Lymphknoten. Den eigenen Namen hinter „Operateur“ zu sehen macht mich wirklich nachhaltig glücklich (Wie einfach gestrickt ich doch manchmal bin).

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Aber eigentlich gucke ich hauptsächlich drauf, weil der immer noch neben dem Computer liegt, und das liegt daran, dass ich den OP-Bericht noch nicht diktiert habe und das, siehe d. c) Den jeweils aktuellen OP-Plan. Ich stehe viel weniger drauf als im PJ, das ist aber eigentlich ganz gut. Ich muss echt noch ein bisschen diese Stationsarbeit in den Griff kriegen, siehe d; und wenn ich zum Assistieren draufstehe, dann meistens für schöne Sachen, wie Kamerakind – ich liebe es, vor allem LapSigmas, ich könnte Facharzt für Kameraführen bei LapSigma werden… Diese ganzen Dummie-Haken-Sachen sind erfreulich selten, denn wir haben derzeit 2 PJ-ler. Die Armen, aber da mussten wir ja alle mal durch. d) Den stetig wachsenden Aktenstapel in meinem Fach. Ich hab mich gleich an Tag 2 frohen Mutes ans Diktieren von Entlassbriefen gemacht, und mein Oberarzt hat sich (wahrscheinlich weniger frohen Mutes) ans Korrigieren gemacht. Ja gut, „Wenn ich mal ne ruhige Minute habe, arbeite ich das ab“, habe ich schon erwähnt, dass ich die Königin der Prokrastination bin?! e) Den Kalender. Nicht dass ich nicht jeden Tag in der Klinik genieße, aber wäre schon Monatsende, ich hätte schon mein erstes Gehalt, und da ich seit Anfang des Monats schon so tue als sei ich bereits Großverdiener, jault mein Konto und ich glaube es wird (hoffentlich zum letzten Mal) knapp werden mit meinem Dispo. f) Mein Anatomiebuch. Also da gucke ich eher rein als drauf. Gutes altes Ana-Buch. Den Markierungen zufolge habe ich all das mal gelernt. Mhmmmhm. Im OP kommt mir vor, als sähe ich all diese Dinge zum ersten Mal… Manche Sachen schön, manche weniger schön. Aber ich bin froh. Morgens aufstehen so früh tut immer noch weh, aber auf der Autofahrt (happy Fahrgemeinschaft mit Lieblings-PJ) haben wir genug Zeit zum Wachwerden. Ja. So als Zwischenfazit… ich bin froh!

[Zum Ärzte-Blog von ASS100 - klick hier]


   
Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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 6. Cartoon der Woche: MultipleChoice

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Das folgende Cartoon wurde uns von unserer Partnerseite www.rippenspreizer.com zur Verfügung gestellt.

Auf der Webseite www.rippenspreizer.com findet Ihr 400 weitere Cartoons inklusive E-Cardfunktion und vielen anderen Gimmicks.


   
Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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 7. Anatomie-Special: Interviews zum Präpkurs

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Der Präpkurs ist sicherlich DAS Highlight der vorklinischen Ausbildung: denn hier lernt der angehende Mediziner den Aufbau des menschlichen Körpers bis in das letzte Detail kennen. Wir waren neugierig, wie Studenten hierzulande den Präpkurs erlebt haben. Lies unsere Interviews, die dir einen Einblick in die Erfahrungswelt junger Mediziner liefern.

1. Kannst du dich noch an den Augenblick und die Szene erinnern, als du den Präp-Saal zum ersten Mal betreten hast? Wie sah das aus und was ging dabei in dir vor?

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Gehört von älteren Studenten - oder gelesen in Medizin-Foren - hatte man es ja schön öfters. Dieser "unvergleichbare" Geruch von Formalin. Sobald wir das Gebäude (und damit meine ich nicht den Saal) betraten, kam uns der Geruch entgegen. "Na ja, so schlimm ist es ja nicht" dachte ich mir. Wir gingen hoch zu den Spinden und zogen uns zum ersten mal unsere Kittel an, nahmen unser Präp-Besteck in die Hand und gingen auf die Tür des Saals zu. Ich bemerkte schon, wie der Geruch immer intensiver wurde und der Gedanke von vorhin änderte sich in "Na ja, es ist schon nicht ganz so angenehm". Sobald die Tür aufging konnte man den INTENSIVEN Geruch von Formalin wahrnehmen. Auf einmal wurde mir richtig übel und ich dachte ich muss sofort wieder raus aus dem Saal. Aber da ich die nicht die einzige sein wollte, "die sich so anstellt" ging ich doch mit den anderen Studenten hinein. Dort lagen die Präparate mit den Tüchern bedeckt. In meinem Bauch kribbelte es. Unser Dozent stellte uns unsere Hiwis vor und dann durften wir die Leiche mit ihm abdecken. Zuerst einmal hat sich natürlich keiner ans Tuch getraut, doch die ganz mutigen taten es dann doch. Dazu muss ich sagen, dass das Auf- und Abdecken der Leiche immer noch zu den Sachen gehört, die ich nicht gerne mache

2. Hast du auch im Vorfeld vor dem ersten Termin des Präp-Kurses schon vermehrt an das „Erste Mal Präppen“ gedacht? Habt ihr in der Vorlesung dieses Thema ausführlicher behandelt?

Oh ja und wie oft ich an das "Erste Mal Präppen" gedacht hab. Seitdem unser Dozent es in der Vorlesung gehört hatte, freute ich mich riesig auf den ersten Präpkurs. Ich fieberte jeden Tag, hoffte, dass die Zeit schneller vergehen würde, damit ich endlich das erste mal das Präparat sehe! Das Thema hatten wir in einer Vorlesung schon ausführlich behandelt. Vor allem erklärte uns unser Dozent auch, wie wir uns zu verhalten hatten, was wir durften und was nicht.

3. Mit welchen Erwartungen bist du in den Präpkurs gegangen? Wurden Sie erfüllt oder eher enttäuscht?

Die Erwartungen an dem Präpkurs waren, dass dieser mir "praktisches" wissen lehrt: Wir konnten einen menschlichen Körper mal endlich in Wirklichkeit sehen. Na klar hatte man aus Interesse mal in ein paar Atlanten reingeschaut, doch wie es in Wirklichkeit aussieht, hat man sich nie wirklich vorstellen können. Theoretisches Wissen kann ich mir eigentlich auch zu Hause aneignen, dafür brauch ich keine Vorlesung. Doch dieses praktische Wissen, dieses anfassen und fühlen, wodurch das Gelernte tiefer in dein Gedächtnis eingegraben wird, das kannst du nicht zu Hause erwerben! Und diese Erwartungen haben sich bis jetzt auch sehr erfüllt.

4. Was war in deinen Augen das absolute Highlight des Präp-Kurses, an das du dich noch heute erinnerst?

Das absolute Highlight war, dass bei uns am Tisch jemand in Ohnmacht gefallen ist. Das werde ich auch nie vergessen. Und das beste war, dass er, als er wieder "wach" war, so getan hat als wäre NICHTS passiert. Er kam ganz normal an die Leiche hat sie angefasst. Ich hätte eher gedacht, dass er die Leiche jetzt nicht mal mehr angucken kann.

5. Welches Themengebiet fandest du am schwierigsten zu lernen?

Bis jetzt fand ich die Beckenbodenmuskulatur am schwierigsten zu lernen. Weil man sich das einfach nicht so gut vorstellen kann und bei unseren Präparat war es auch nicht besonders gut dargestellt.

6. Was hat dir beim Präppen am meisten Spaß gemacht?

Das Präppen an sich hat mir im Nachhinein nicht mehr soviel Spaß gemacht. Mir hat es eher gefallen, wenn wir um unseren Tisch herumstanden und der Dozent ein paar klinische Sachen erzählt hat.

7. Und im Gegenzug: was fandest du beim Präp-Kurs am unangenehmsten?Das Fett wegpräparieren!!!

8. Wie häufig und wie lang fand der Präpkurs statt?

Im ersten Semester 2 mal in der Woche und im 2. Semester 3 mal in der Woche.

9. Konnten am Präp-Nachmittag alle gleichzeitig und im Team präparieren oder ging das abwechselnd?

Wir waren ca. 30 Leute an 3 Tischen aufgeteilt. Die eine Hälfte wurde mit den Hiwis zur Theorie geschickt, und die andere Hälfte hat gepräppt. Wobei später eigentlich niemand mehr wirklich gepräppt hat, was der Dozent nicht so gut fand, da er dann alles selber freilegen musste (für die mündliche Prüfung)

10. In welcher Form und Häufigkeit mussten Testate und Prüfungen absolviert werden?

Es gab eine schriftliche Prüfung und eine mündliche. "Abfragungen" am Tisch hatten wir nicht wirklich, also im Sinne von "einer wird herausgesucht und muss ein wissen unter Beweis stellen". Der Dozent hat immer etwas in die Runde gefragt und wenn einer es wusste, durfte er es sagen.

11. Der Umgang mit Leichen ist sicher für einen Anfänger nicht leicht. Hattest du hier auch im weiteren Verlauf noch Probleme oder hast du dich einfach dran gewöhnt?

Nein, man gewöhnt sich an alles (außer vielleicht an den Geruch von Formalin. Man nimmt ihn zwar nach einer Zeit nicht mehr so extrem war, aber nach den Semesterferien ist er wieder genau so ätzend wie vorher).

12. Wurde über die Herkunft der Personen und den nötigen Ablauf, sich der Lehre und Wissenschaft z.B. für den Anatomie-Kurs zur Verfügung zu stellen, gesprochen?

Über die Herkunft der Personen wurde nicht gesprochen. Aber im vor allem im Thema "innere Organe" kann man abschätzen an was die Personen verstorben sind, da sich "normale" Organe von krankhaften meistens auch makroskopisch unterscheiden.

13. Gab es nach dem Ende des Präp-Kurses eine Art Trauerfeier, an der auch die Präp-Kurs-Studenten teilnehmen konnten? Falls ja: was ging dabei in dir vor, woran hast du gedacht und welche Bilder stiegen in deinem Innern auf?

Ja. An der Trauerfeier habe ich bis jetzt noch nicht teilgenommen, denn die hat für "unsere" Präparate noch nicht stattgefunden.

14. Würdest du gerne den Präp-Kurs noch einmal absolvieren (weil es so großen Spaß machte und interessant war) oder bist du der Ansicht "Einmal genügt".

Die gleiche Thematik des Präpkurses würde ich eher nicht noch mal besuchen. außer vielleicht als Hiwi ;)

15. Welche Tipps würdest du Studenten geben, die den Präp-Kurs noch vor sich haben?

Am besten am Morgen vor dem Präpkurs nicht ohne Frühstück aus dem Haus gehen, denn man steht anfangs doch schon etwas wackelig auf den Beinen. Aber auch nicht zu viel essen, da einem leicht übel wird.

Das 3B Scientific-Anatomiespecial
Dieser Artikel ist Teil des redaktionellen Specials zum Thema Anatomie, das wir dir mit freundlicher Unterstützung von 3B Scientific, dem renommierten Hersteller anatomischer Modelle, präsentieren können.

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 8. Medizin im TV - Hauptsache Gesund: Gut zu Fuß

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Jeden Donnerstag um 21 Uhr eine neue Folge von "Hauptsache Gesund", dem Ratgebermagazin im TV mit vielen Tipps und guten Ratschlägen zur menschlichen Gesundheit.

Name der Sendung:
Hauptsache Gesund

Thema der Folge:
Gut zu Fuß

Sendezeit:
09.04.2009 - 21:00 Uhr bis 21:45 Uhr auf MDR

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Wir stehen mit beiden Beinen im Leben – und unsere Füße haben die ganze Last zu tragen. Daher ist der Fuß auch Ort vielfältiger Krankheiten, Schmerzen und Beschwerden. Fehlbildungen, Abnutzungen und Entzündungen an den Gelenken, Sehnen oder einem der 28 Knochen in orthopädischen Praxen an der Tagesordnung. Doch "Hauptsache Gesund" weiß, wie sich vielen Fällen Abhilfe schaffen lässt.

[Diese und weitere Sendungen jetzt in Medizin im TV]
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Berufspolitische Ausbildung kommt im Medizinstudium zu kurz. Daher widmet sich die Berufspolitische Seminarreihe dieser Thematik und bietet jungen Medi-zinern eine Einführung in das deutsche Gesundheitssystem sowie Infos über wichtige aktuelle Entwicklungen.

Wo? Berlin
Wann? 9./10. Mai, 20./21. Juni

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 9. Der Pieks gegen alles
TCM-Famulatur in China

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Neun Millionen Einwohner! Für chinesische Verhältnisse ist Guangzhou (Kanton) dabei noch eine mittelgroße Stadt. Gelegen ist sie im Landesinneren am Perlfluss, etwa zwei Zugstunden entfernt von Hongkong. Auf den ersten Blick ist die Stadt sehr unübersichtlich, doch dank der zwei Metro-Linien und einiger Erkundungsausflüge (Shopping und Sightseeing) fanden wir uns dann doch bald ganz gut zurecht. Der Campus liegt leider etwas außerhalb, so dass man bis „downtown“ etwa 45 Minuten Fahrzeit (je nach Verkehrslage) einkalkulieren musste. Guangzhou hat subtropisches Klima. Während unseres Aufenthaltes (August/September) war es jeden Tag mindestens 35 Grad heiß, und das bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Einige Male hat es geregnet oder gewittert, zwar nie wirklich lange dafür aber gab es extrem heftige Schauer.

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Darum ein Ratschlag: Am besten abwaschbare, offene Schuhe tragen (Trekkingsandalen), einen Knirps-Regenschirm mitnehmen (oder billig in China kaufen) und in der Mittagspause möglichst nicht das klimatisierte Zimmer verlassen.

Hausschuhe vorhanden!
Der Campus unserer Gastuniversität Jinan war überraschend groß und hübsch angelegt. Es gab drei kleine Seen, ein kleines Einkaufscenter mit Wäscherei (selber waschen lohnt sich hier wirklich nicht!), ein Freibad, Tennisplätze, ein Stadion und diverse andere Sportmöglichkeiten. Wir waren während der chinesischen Semesterferien dort, so dass nicht viele Menschen auf dem Campus waren, jedoch wohnen außer Studenten auch noch viele Krankenschwestern, Dozenten, Hausmeister und andere Angestellte hier, oft auch mit ihren Familien. An allen Toren stehen Wachen und kontrollieren, wer das Gelände betritt. Unsere Gruppe, die aus sechs Leuten bestand, war in drei Doppelzimmern in einem Wohnheim direkt auf dem Universitätsgelände untergebracht. Die Zimmer waren sauber und gut ausgestattet, sogar Hausschuhe, Zahnbürste und ein Wasserkocher waren vorhanden. Nachdem wir an unserem ersten Abend von der uns betreuenden Frau Dr. Zhou in die Geheimnisse des chinesischen Essens (Shrimps in Salzkruste, süß-saurer Fisch, gebratene Auberginen, Kürbisgemüse, dünne Pfannkuchen) und das Benutzen der Stäbchen eingeführt worden waren, verpflegten wir uns meist selbst (bis auf einige Essenseinladungen von Ärzten).

Manches war extrem scharf und bei Innereien, Hühnerkrallen oder Schweinemagen haben wir dankend verzichtet. Ansonsten ist aber Probieren angesagt! Essen ist in China nirgendwo ein Problem, da es wahnsinnig wichtig für die Kultur ist. Man kann praktisch überall irgendwelche Kleinigkeiten (Tintenfisch am Spieß, Fischbällchen, gefüllte Teigtaschen etc.) kaufen. Außerdem erhielten wir eine Berechtigungskarte für die Krankenhauskantine, in der man dann mittags für weniger als einen Euro wirklich gut und relativ abwechslungsreich essen konnte.

TCM und Akupunktur
Frau Dr. Zhou führte uns in den ersten Wochen in die Geheimnisse der Traditionellen Chinesischen Medizin ein. Sie erklärte uns die Zungen- und Pulsdiagnostik, die wir gleich an uns üben durften. Wir lernten die Grundlagen der TCM und die Theorie der Fünf Elemente, sowie diverse Kräuter und Zutaten und deren verschiedene Zubereitungsarten kennen. Bei Lehrvisiten auf der TCM-Station, einem Besuch der TCM-Apotheke und der Ambulanz konnten wir dann unser Wissen gleich testen und vertiefen.
Wir erfuhren auch, dass die westliche Schulmedizin zumindest an der Uni-Klinik in etwa gleich gestellt ist und ebenso angewendet wird. So werden bei allen stationären Patienten auch die gängigen Blut-Laborparameter bestimmt. Da die meisten Chinesen jedoch keine Krankenversicherung haben, werden sie oft trotzdem mit den billigeren „herbs“ behandelt. Andere wiederum sträuben sich aus Überzeugung gegen westliche Medikamente und Therapien.

Nach einem eher beschwerlichen Beginn auf der Akupunktur-Ambulanz, wir hatten leider keinerlei Vorkenntnisse auf diesem Gebiet, studierten wir gemeinsam mit Dr. Zhou an Modellen und an uns selbst. Wir bestimmten die Meridiane und suchten Akupunkturpunkte. Wir stachen uns gegenseitig, moxibustierten eifrigst und ließen uns sogar schröpfen. Es war für uns enorm überraschend, bei welch unterschiedlichen Krankheitsbildern hier akupunktiert wird: Rückenschmerzen, Tinnitus, Inkontinenz, Diabetes. Sehr wirksam ist sie bei Halsschmerzen und Schnupfen. Das haben wir am eigenen Leib erfahren, da ein paar von uns wegen der Klimaanlage mit Erkältung zu kämpfen hatten. An einem anderen Nachmittag erklärte Dr. Zhou uns noch die Ohr-Akupunktur, die gute Erfolge bei Hypertonie, Suchterkrankungen und Verdauungsproblemen erzielt. Sie ist jedoch ziemlich kompliziert, da die Punkte sehr nah beisammen liegen.
Einige von uns haben auch noch ein paar Tage auf anderen Stationen verbracht (Orthopädie, Gynäkologie, Onkologie). Im Prinzip entspricht der Ablauf dort in etwa dem in unseren Krankenhäusern. Auf den chirurgischen Stationen ist jedoch die Infektionsrate aufgrund der mangelnden Sterilität höher. Die Patienten werden oft von ihren Angehörigen versorgt und gepflegt, denn der Krankenhausaufenthalt ist teuer und Einzelzimmer gibt es meines Wissens gar nicht. Die Zimmer haben normalerweise vier bis sechs Betten.
Noch etwas zum Thema Gesundheit: AIDS und vor allem Hepatitis sind in China ein großes Problem. Handschuhe werden jedoch meist nur im OP getragen (am besten selbst mitbringen). Einen Mundschutz trägt aber jeder Arzt in der Ambulanz.

TCM weiterstudieren
Ich habe meine Zeit in China sehr genossen und viel gelernt. Auch unsere sechsköpfige Gruppe hat sich sehr gut verstanden und wir hatten viel Spaß. Zwar war es oft etwas schwierig, zurechtzukommen, doch eine Lösung gab es immer und im Nachhinein kann man stolz darauf sein, das Problem gelöst zu haben! Ich werde mich mit TCM und Akupunktur auf jeden Fall in Deutschland weiterhin beschäftigen, da ich denke, dass die Kombination mit westlicher Schulmedizin vor allem bei der Schmerztherapie sehr sinnvoll und wirksam ist.


   
Autor(in): Sabine Gerich ([email protected])
  
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 10. In den Foren gelauscht

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Mit mehr als 1000 Beiträgen in der Woche findest du in den Diskussionsforen von MEDI-LEARN zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In unserer Rubrik "Gelauscht" wollen wir dich in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findest du das ein oder andere Thema, das dich auch interessiert - ein Klick und du bist mit dabei:

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Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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 11. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der Onlinezeitung:
Redaktionsleitung: Jens Plasger & Christian Weier, Redaktion: Thomas Trippenfeld (Redakteur), Daniel Luedeling (Arzt und Cartoonist), Rolf Bößmann (Redaktion), Stefan Ritt (Programmierung), Simone Arnold (Redakteurin), Kjell Wierig (Mediengestalter), Dr. Marlies Weier (Ärztin und Redakteurin), Jan-Peter Wulf (Redakteur), Dominika Sobecki (Redakteurin), Kristina Junghans (Mediengestaltung), Trojan Urban (Arzt und Redakteur), Anne Reuter (Redaktion), Stan, Reporter für Extremeinsätze,

  
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