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Inhalt (jetzt auch
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1. Editorial |
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Hallo,
herzlich willkommen zu unserer neuesten Ausgabe der Onlinezeitung für Medizin. Du warst in Tschechien oder der Slowakei? Dann suchen wir dich für den Ausbau unseres Redaktionsangebots. Schreibe einen Erfahrungsbericht über deinen Auslandsaufenthalt, dein Krankenpflegepraktikum, PJ, deine Famulatur oder Arzttätigkeit in Tschechien oder der Slowakei und erhalte als Belohnung ein medizinisches Lehrbuch.
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Gerne möchten wir dich auch auf die diesjährigen Medimeisterschaften hinweisen, die in Dresden Anfang Juli stattfinden werden. Alle Infos zum traditionsreichen Fußballturnier erhältst du im heutigen Artikel. Die Wissenschaft berichtet über die schmerzlindernde Eigenschaft von Bakterien bei entzündlichen Erkrankungen, die bvmd lädt Anfang Mai zur Mitgliederversammlung in Freiburg ein, bei der allen Teilnehmern ein volles "Social Program" geboten wird. Es sind nur noch wenige Plätze frei, so dass man sich mit einer Anmeldung beeilen sollte. Frank berichtet von seinem ersten Tag in der Klinik und Alenka gibt einen lesenswerten Bericht über ihr Auslandsjahr in Schweden zum Besten.
Viel Spaß bei der Lektüre wünschen dir
Thomas, Jens und Christian
Redaktion MEDI-LEARN
Der Blick in die Zukunft: In der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung liest du am 21.04.2009:
o Stichverletzung mit gebrauchter Kanüle
o Es muss nicht immer die Uniklinik sein!
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Mit mehr als 1000 Beiträgen in der Woche findest du in den Diskussionsforen von MEDI-LEARN zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In unserer Rubrik "Gelauscht" wollen wir dich in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findest du das ein oder andere Thema, das dich auch interessiert - ein Klick und du bist mit dabei:
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Wie lief die Forschung und Lehre eigentlich in den 60er-Jahren ab? Prof. Dr. med.
Dr. h.c. Michael Steinhausen ist pensionierter Professor für Physiologie. Er ist zudem
Leiter des Heidelberger Ärzteorchesters und Buchautor. In „Forschung und Lehre im
Wandel der Zeiten: die 60er Jahre“ berichtet er in 12 anschaulichen Episoden aus
seiner Forschungszeit. Die einzelnen Episoden werden als Auszug kurz angerissen, der komplette Text der Einzelfolgen ist als Download im PDF-Format kostenlos verfügbar.
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Prof. Dr. Dr.
Michael Steinhausen:
Forschung und Lehre im Wandel der Zeiten Die sechziger Jahre: Heidelberg -
New York - Heidelberg
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Installation des Adobe-Readers zu empfehlen, der unter folgendem Link
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Folge 2: Die
Heidelberger Filmforen, oder meine Frau,
die Filmkritikerin
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d |
In den Rahmen der
allgemeinen Physiologie des Menschen gehörten auch die sog. Filmforen,
welche mein Chef, Prof. Dr. Hans Schaefer damals wohl im Monatsabstand
anbot, und wozu die ganze Stadt eingeladen war. Der große Hörsaal war
gerappelt voll, z. T. standen die Menschen im Gang und Schaefer besprach
am liebsten kontroverse Filme, welche gerade in Heidelberg liefen. In
besonderer Erinnerung ist mir dabei der Film “Hiroshima, mon amour”
geblieben. Ich selbst stand dabei nicht einmal im Hörsaal sondern hatte
nur einen Stehplatz im Vorbereitungszimmer hinter dem Hörsaal gefunden.
Schaefer lobte den Film in höchsten Tönen, was mich denn doch zur
Opposition veranlasste. Sofort wurde ich in den Hörsaal gebeten und
konnte nun meine Kritik an der fehlenden Moral dieses Filmes
loswerden... |
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[Komplette Folge 2 - klick hier]
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Weiterhin erhältlich:
Studium und Lehre im Wandel der Zeiten
Die fünfziger Jahre: Medizinstudent 1952-1958
[Die komplette fünfzehnteilige Folge - klick hier]

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Buchanzeige:
Ein kurzes Lehrbuch, dessen wichtigstes Anliegen darin besteht, die
Physiologie des Menschen verständlich zu machen. Nur was man verstanden
hat, lässt sich auch erfolgreich für die Prüfung speichern.
Unwesentliches wurde weggelassen. Trotzdem erfährt der Leser in vielen
Fällen, wann, wie und warum man hinter die Geheimnisse der Physiologie
gelangt ist, und welche Bedeutung der Physiologie auch für die Klinik
zukommt. Seit seiner ersten Auflage 1986 ist der "Steinhausen" von
Vielen als "Geheimtip für das Physikum" sehr erfolgreich genutzt worden.
Die jetzige 5.Auflage ist im Konzept unverändert, jedoch von zahlreichen
Fachkollegen aktualisiert.
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Als Fischerdorf gegründet und seit dem 16. Jahrhundert Sitz sächsischer Kurfürsten und Könige, die Perle des Barocks, das Florenz im Elbtal – das ist Dresden.
Vom 03. bis zum 05.07.2009 werden nicht nur Touristen auf den Spuren von August dem Starken wandeln, sondern auch über 1500 Medizinstudenten in 8jähriger Tradition, im Schatten von Frauenkirche und Zwinger, ihre Fußballmeisterinnen und ihre Fußballmeister ermitteln.
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Eventuell wird der Schatten der Frauenkirche nicht ganz bis zu den Sportflächen im Ostragehege reichen, aber zu Fuß ist diese in wenigen Minuten zu erreichen.
Die Veranstaltung beginnt am Freitagabend um 20 Uhr mit einer Eröffnungsfeier und der Vorstellung der teilnehmenden Mannschaften. Das eigentliche Turnier findet Samstag von 9-18 Uhr statt. Zirka 20 Uhr werden die Sieger geehrt und es schließt sich eine große Abschlussfeier an.
An den Rahmenbedingungen des Turniers hat sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren nicht viel geändert. 12 Kleinfelder stehen für den Turnierteil bereit und gekickt wird im Spielermodus 5:1.
Ebenso zur Tradition geworden und in Dresden fortgeführt: Der Fancontest. Verschiedene Bewertungskriterien werden von einer Jury unter die Lupe genommen und ausgewertet. Auch wenn es hier keinen Medimeistertitel zu ergattern gibt, wünschen wir uns auch dieses Jahr wieder reichlich Kreativität und vor allem viel Spaß.
Leider können die Veranstalter auch in diesem Jahr aus Kapazitätsgründen und aufgrund von organisatorischen Unwegbarkeiten keine Halle zum Übernachten zur Verfügung stellen. Allerdings steht eine ausreichend große Rasenfläche zum Zelten bereit. Ein Zelt sollte somit neben Stutzen, Fußballschuhen, frischer Unterwäsche und einer Zahnbürste zur Grundausstattung für das Wochenende gehören.
Die Anmeldegebühren werden auch dieses Jahr trotz Finanzkrise die Marke von 10 Euro nicht übersteigen.
Weitere Informationen findet ihr auf der Internetseite unter
http://www.medimeisterschaften09.de
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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| 5. Du warst in Tschechien oder der Slowakei? - Berichte über deine Erfahrungen!
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MEDI-LEARN sucht zum Ausbau des Redaktionsangebotes Artikelschreiber, die uns über ihre Erfahrungen im Rahmen eines Studienaufenthalts in Tschechien oder der Slowakei in Form eines Erfahrungsberichtes berichten. Als Vergütung winkt dir eine wertvolle Lehrbuchprämie – Mitmachen lohnt sich also auf alle Fälle!
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Schick uns deine Erfahrungen!
Um dich an der Aktion zu beteiligen, kannst du uns einfach deinen Erfahrungsbericht schicken.
Schick uns deinen Artikel über deinen Tschechien-Aufenthalt oder deinen Aufenthalt in der Slowakei
Schreib einen kurzen Erfahrungsbericht über dein Auslandssemester, Krankenpflegepraktikum, PJ, Famulatur oder Arzttätigkeit in Tschechien oder der Slowakei. Falls du für andere Zwecke bereits einen geschrieben haben solltest, kannst du uns den Artikel ebenfalls gerne schicken.
Keine Scheu - Einfach mitmachen
Schicke einfach eine E-Mail mit ein paar persönlichen Daten (Name, E-Mail, Semester, Uni, Telefon) und dem Betreff „Tschechien“ bzw. "Slowakei" an [email protected] und teile uns dein Interesse daran mit, einen Erfahrungsbericht anzufertigen (bzw. einen vorhandenen an uns zu schicken). Falls du schon anderweitig einen Bericht als Artikel über deinen Tschechien-Aufenthalt oder Slowakei-Aufenthalt geschrieben hast (DAAD o.ä.), kannst du uns deinen Erfahrungsbericht auch direkt an [email protected] per E-Mail schicken. Wir werden dann Kontakt mit dir aufnehmen und alles weitere absprechen.
Prämie wartet schon: Lehrbücher abgreifen
Deine Mühe soll sich natürlich lohnen: All diejenigen, die uns ihren Erfahrungsbericht schicken, erhalten als kleines Dankeschön ein wertvolles medizinisches Lehrbuch nach Wahl aus unserem Bestand. Mitmachen lohnt sich also auf alle Fälle!
Mach dir keinen Kopf, wenn deine Schreibe nicht perfekt ist: Die Erfahrungsberichte werden von uns redigiert. Bei Fragen zum Erstellen eines Artikels kannst du dich außerdem jederzeit an uns wenden.
Wir freuen uns auf deine Artikel!
Redaktion MEDI-LEARN
[email protected]
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Der deprimierte Ehemann leert bereits den dritten Korn. Fragt ihn sein alter Freund:"Was ist denn mit Dir los?"
"Ach weißt Du,", stöhnt der Ehemann, "ich komme gestern Abend nach Hause, läute an der Tür, die Tür geht auf, ist es erstmal total dunkel im Flur, kommt mir jemand entgegen, ich denke es ist mein Schätzchen und will sie küssen."
"Na, und?" fragt der Freund.
"Na ja, es war nicht das Schätzchen, es war meine Frau. Sie hat mich weggestoßen und gesagt: "Nicht jetzt, Liebling, mein Mann muss gleich kommen."
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Du
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Wir suchen Artikelschreiber, die über Erfahrungen ihres Studienaufenthalts in
Tschechien oder der Slowakei berichten.
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Keime können Entzündungsbeschwerden lindern
Forscher der Charité - Universitätsmedizin Berlin haben jetzt erstmals nachgewiesen, dass bestimmte Bestandteile von Bakterien im entzündeten Gewebe schmerzlindernd wirken. Bislang war man davon ausgegangen, dass bakterielle Entzündungen generell Schmerz verstärken. Die Forscher um Prof. Christoph Stein und Privatdozent Dr. Alexander Brack von der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin am Campus Benjamin Franklin berichten darüber in der aktuellen Ausgabe des Online-Journals PLoS Pathogens.
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Bakterien stimulieren im entzündeten Gewebe die Einwanderung weißer Blutkörperchen. Zusammen mit Botenstoffen aus dem Blutkreislauf und aus Nervenfasern können diese Zellen Entzündungsschmerz verursachen. Untergruppen der weißen Blutkörperchen, unter anderem die so genannten Neutrophilen, können jedoch auch schmerzlindernd wirken. Sie setzen Opioidpeptide frei, die sich an die sogenannten Opioidrezeptoren auf den schmerzleitenden Nervenfasern im entzündeten Gewebe binden und so den Entzündungsschmerz hemmen.
Die Forscher fanden heraus, dass bei diesem Vorgang die Bakterien im Entzündungsherd ebenfalls eine entscheidende Rolle spielen. "Auch sie enthalten schmerzlindernde Bestandteile", erklären die Forscher. Dies sind die so genannten Formylpeptide. Sie binden an die weißen Blutkörperchen und animieren so die Neutrophilen, Opioidpeptide frei zu setzen.
Dies findet nicht nur im Reagenzglas statt. Bei Ratten, die eine durch Bakterien ausgelöste Pfotenentzündung haben, wirken die freigesetzten Opioidpeptide schmerzlindernd. Hingegen haben Ratten, bei denen Formyl- oder Opioidpeptide blockiert sind, stärkere Entzündungsschmerzen. "Es gibt also ein körpereigenes System, das entzündliche Schmerzen erträglich machen kann", folgert Prof. Stein. "Wenn es uns gelingt, dieses System gezielt zu verstärken werden entzündliche Erkrankungen in Zukunft schmerzfreier für die Patienten sein."
Quelle: idw-online.de
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| Autor(in): Kerstin Endele ([email protected]) |
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8. Internistenkongress ist eine Reise wert - CHANCES – Das Forum für junge Mediziner
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Wiesbaden - Die Teilnehmer der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) erwartet auch in diesem Jahr vom 18. bis 22. April 2009 in Wiesbaden neben den wissenschaftlichen Vorträgen ein unterhaltsames Rahmenprogramm: Bereits zum dritten Mal lädt die Stadt Wiesbaden in die Oper. Darüber hinaus bietet der Kongress seinen Besuchern ein abwechslungsreiches abendliches Get-together und mit CHANCES ein Forum speziell für junge Mediziner. Zum Auftakt der Feier im Kurhaus Wiesbaden prämiert die DGIM die besten Beiträge der Posterausstellung.
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CHANCES – Das Forum für junge Mediziner
m Rahmen der Chances findet in Halle 8 (Süd) vom 20. bis 21. April 2009 eine Fachausstellung mit gezielten Angeboten für Junge Mediziner statt. Im Bereich der Chances (Diana Foyer, 1. Obergeschoss) werden aktuelle Jobangebote aushängen. Desweiteren bieten Vorträge mit Experten abwechslungsreiche Informationen für junge Mediziner. Alles weitere und Programm unter:
http://www.dgim2009.de/de/Chances.htm
Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen
Die Behandlung eines Risikofaktors für Herz-Kreislauf-Erkrankungen führt nicht zwingend dazu, dass auch das Infarkt- oder Schlaganfallrisiko abnimmt. Zum Beispiel hat ein Diabetiker trotz gesenktem Blutzuckerspiegel ein erhöhtes Infarktrisiko und auch die Senkung des Blutdrucks mindert die Gefahr nur geringfügig. Wie sich Herz-Kreislauf-Erkrankungen dennoch wirksam vorbeugen lassen, diskutieren Spezialisten im Rahmen des 115. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM).
Haut gibt wichtige Hinweise auf entzündete Gefäße
Für die genaue Beurteilung so genannter Vaskulitiden - immunologisch verursachter Entzündungen der Blutgefäße - gibt die Haut des Patienten entscheidende Hinweise. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) weist darauf hin, dass eine frühe Diagnose einer Vaskulitis wichtig ist, um ihren mitunter bis zum Tode führenden Folgen vorzubeugen: Dazu gehören das Absterben und völlige Versagen betroffener Organe wie etwa Lunge oder Nieren aber auch Schlaganfall und Erblinden. Welche Rolle charakteristische Hautbefunde für die Behandlung dieser vielfältigen Erkrankungen spielen, diskutieren Experten auf dem 115. Internistenkongress
Potenzprobleme beim Mann deuten auf Herzkreislaufschäden hin
Lässt bei älteren Männern die Fähigkeit zur Erektion nach, kann dies ein erstes Anzeichen für Schäden und Beläge in den Blutgefäßen im gesamten Körper sein. Die Betroffenen sollten sich deshalb vom Spezialisten untersuchen lassen, empfehlen Experten der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Häufig ließen sich Erektionsstörungen auch ohne Potenzpille behandeln, so die Internisten. Über Erektionsprobleme als Vorbote von Atherosklerose und koronarer Herzkrankheit (KHK) diskutieren sie auf dem 115. Internistenkongress
Deutsches Nord-Süd-Gefälle bei Übergewicht
Jeder vierte Patient im Wartezimmer einer deutschen Hausarztpraxis ist fettleibig. Ein bedenklicher Bauchumfang findet sich sogar bei vier von zehn hausärztlichen Patienten. Menschen mit Übergewicht riskieren Diabetes, Herz- und Gefäßerkrankungen oder Schlaganfall. Mediziner und Ernährungswissenschaftler fordern deshalb, insbesondere Hausärzte stärker in den Kampf gegen krankhaftes Übergewicht einzubeziehen. Wege in der Behandlung von Fettleibigkeit thematisieren die Experten auf dem 115. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin, der vom 18. bis 21. April 2009 in Wiesbaden stattfindet.
"Schaufensterkrankheit" einfach erkennen und Leben verlängern
Durch den einfachen rechnerischen Vergleich des Blutdrucks an Arm und Bein lässt sich eine bestehende periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) der Beine erkennen. Selbst beschwerdefreie PAVK-Patienten sind hochgradig gefährdet, innerhalb weniger Jahre einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Eine aktuelle Studie bestätigt den Nutzen des Tests. Experten der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) fordern deshalb für ältere Menschen Reihenuntersuchungen.
CME auf dem Internistenkongress 2009
Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) bietet Teilnehmern auf ihrem 115. Kongress ein breites Spektrum an Fortbildungen. Stichtag für den Nachweis kontinuierlicher Fortbildung bei den Landesärztekammern (LÄK) und Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) ist der 30. Juni 2009. Dann müssen Vertragsärzte im Rahmen der Continuing Medical Education (CME) die erforderlichen 250 Punkte vorgelegt haben. Der Internistenkongress vom 18. bis 22. April 2009 in Wiesbaden ermöglicht es ihnen, das Punktekonto zu füllen.
[Download Kongressprogramm – klick hier]
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Seminare für junge Mediziner |
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Berufspolitische Seminare
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Berufspolitische Ausbildung kommt im Medizinstudium zu kurz. Daher
widmet sich die Berufspolitische Seminarreihe dieser Thematik und bietet
jungen Medi-zinern eine Einführung in das deutsche Gesundheitssystem
sowie
Infos über wichtige aktuelle Entwicklungen.Wo? Berlin
Wann? 9./10. Mai, 20./21. Juni |
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[Flyer downloaden - klick hier] |
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Freiburg lädt zur Mitgliederversammlung der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) im Sommersemester vom 01. bis 03. Mai 2009. Und einen besonderen Grund zum Feiern gibt es diesmal auch. Wer mitmachen möchte, sollte sich beeilen - es sind nur noch wenige der heiß begehrten Plätze frei.
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Eine spannende Tagung und ein voll gepacktes Social Program erwartet dich. Zudem wird es vom 30. April bis 01. Mai 2009 eine Pre-MV zum Kennenlernen der Stadt Freiburg und von Kommilitonen aus ganz Deutschland geben. Und nicht zuletzt feiern wir auch noch 5 Jahre bvmd!
Auf der Webseite http://mv-freiburg.de/
findest du ausführliche Informationen zur Veranstaltung und dem Programm, sowie zur Anmeldung. Die Veranstalter wünschen dir viel Spaß beim Surfen und freuen sich darauf, dich im Mai in Freiburg - der Stadt in der die Sonne immer scheint - begrüßen zu dürfen.
Alle weiteren Infos unter:
http://mv-freiburg.de/
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| Autor(in): bvmd MV Freiburg Organisation ([email protected]) |
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Was, jetzt schon? Ungläubigkeit, Neugier und manchmal sogar ein bisschen Unverständnis war meistens auf den Gesichtern derer zu sehen, denen ich am Ende meines zweiten vorklinischen Semesters mitteilte, dass ich gerade die molekularbiologischen Experimente zu meiner Doktorarbeit begonnen hätte. Meistens folgte dann verständnisloses Kopfschütteln und das Thema war mit einem ähnlichen Kommentar wie „das ist doch Quatsch, es ist doch viel zu früh für so was!“ beendet.
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Solche Gespräche haben mich am Anfang ziemlich irritiert.Wie kam es aber nun dazu, dass ich mich, obwohl seit dem Chemiepraktikum auf Kriegsfuß mit Pipetten und farbigen Lösungen, auf solch unbekanntes Terrain wagte? Im zweiten Semester fand ein Zellbiologieseminar statt, bei dem in kleinen Gruppen anhand von kurzen Vorträgen der Mitstudenten zellbiologische Grundlagen erarbeitet werden. Zellbiologie war, durch die enthusiastische Moderation unseres Dozenten, plötzlich auch gar nicht mehr langweilig. Zum Abschluss dieses Seminars bekamen wir eine Führung durch die Labors des Instituts für Anatomie und medizinische Zellbiologie. Während der Führung hat mir die Atmosphäre im Institut gut gefallen und ich empfand Interesse für die Neurone in den Petrischalen, die uns gezeigt wurden. Insgesamt war der Entschluss, nach einem Praktikum für die Semesterferien zu fragen, also mehr eine Bauchentscheidung.
Molekularbiologie für Anfänger Also machte ich ein Praktikum im Institut für Anatomie und Zellbiologie. Ich bekam ein kleines Projekt, an dem ich die Grundlagen der Molekularbiologie erlernen konnte. Am Anfang bekam ich in unendlicher Geduld die absoluten Basics erklärt: Pipetten, Puffer, Petrischalen und Geduld, Geduld, Geduld.
Ich blieb die kompletten Semesterferien. Arbeitete ich am Anfang noch die Protokolle meines Betreuers ab, so konnte ich am Ende fast selbstständig arbeiten. Zu dem Zeitpunkt war ich in meiner Verwandtschaft und in meinem Freundeskreis eine ziemliche Lachnummer. Alleine die Antwort auf die Frage, was ich im Labor denn genau machen würde, war fast unmöglich zu geben. Entweder die Augen der Zuhörer weiten sich im Entsetzten über die Vorstellung, was ich mit „gentechnischen Arbeitsmethoden“ meinte oder meine Erklärungsansätze über grün- fluoreszierende Fusionsproteine erstickten in Lachsalven. Trotz allem: Für mich stand am Ende fest, dass ich verdammt gerne mein eigenes Projekt hätte und nicht mehr Praktikantin, sondern Doktorandin sein wollte! Wieder kam mir der Zufall zur Hilfe. Am Ende des Jahres gab es neue Ergebnisse in der Arbeitsgruppe meines Betreuers aus dem Zellbio-Seminar. Ich hatte dann die schwierige Wahl zwischen einem etablierten molekularbiologischen Projekt und einem anderen, das auf Zellkultur aufbaute, unsicherer war, aber vielleicht erfolgreicher und spannender. Wieder entschied ich nach Bauchgefühl und begann am Jahresanfang mit dem Zellkulturprojekt.
Upgrade zur Doktorandin Der Statuswechsel von Praktikantin zur Doktorandin verlief nicht ohne Spuren. Erst einmal war ich natürlich furchtbar stolz. Doch schnell bekam ich den Ernst der Angelegenheit zu spüren: Ab diesem Zeitpunkt bekam ich zum Beispiel kein Protokoll mehr geschrieben, ich musste meine Experimente selbst planen, durchführen und eigenständig „troubleshooting“ betreiben, falls sie nicht funktionierten. Und das war oft der Fall. Das war neu! Das erste was ich dazulernte, war noch mehr Geduld, Geduld, Geduld. Spätestens jetzt zahlte sich das lange Praktikum aus. Ich war unabhängig von den anderen Leuten im Labor und konnte kommen und gehen wann ich wollte.
Mein Doktorvater ließ mir da auch die notwendige Freiheit, damit ich meine Arbeit im Labor um mein Studium gruppieren konnte. Eine andere Verpflichtung, die mich am Anfang eiskalt traf, war die Teilnahme an den Abteilungsveranstaltungen. Also am Journal Club (Präsentation von aktuellen Publikationen) und am Progress Report (jeder Mitarbeiter muss halbjährlich seine eigene Arbeit präsentieren). Das Ganze auf Englisch, und das, obwohl ich doch seit der Schulzeit kein Englisch mehr gesprochen hatte! Irgendwann musste es ja kommen. Genauer gesagt: musste ich dran kommen. Mein erster Progress Report: Ich glaube, das Wort „Panik“ wäre eine Untertreibung. Ich war überzeugt, ich würde das erstens nicht hinkriegen, zweitens wollte ich es überhaupt nicht, drittens hatte ich in meinen Augen sowieso keine relevanten Daten und viertens Englisch, das ging schon gar nicht. Ich konnte vier Wochen vorher kaum noch schlafen! Es hat natürlich geklappt. Mein Doktorvater hat während der Vorbereitung auf meinen ersten Vortrag großes Geschick an den Tag gelegt, mich zu führen, zu motivieren und mich nebenbei zu einem Powerpoint-Profi gemacht. Nach einem Haufen Probevorträgen war der Auftritt selbst dann fast Nebensache. Meine nächsten Vorträge machte ich dann immer selbstständiger und meine Angst wurde auch von Mal zu Mal weniger. Richtig Spaß hat dann mein erster Besuch auf einem Kongress gemacht, bei dem ich ein Poster mit meinen Ergebnissen vorstellen durfte. Es war ein komisches Gefühl, am Poster zu stehen und den Professoren – denn das waren die meisten – meine Arbeit zu erklären. Auch da war ich am Anfang nicht alleine, sondern mein Doktorvater stand irgendwo in Rufweite, sozusagen als Rettungsanker.
Schreiben – was ist das? Ich habe zwei Jahre an meinen Experimenten gearbeitet. Es ist nicht einfach für mich, vom Experimentator zum Schreiberling zu werden. Ich denke, jeder Medizinstudent kann das nachvollziehen, denn wir werden nicht unbedingt zum Schreiben erzogen. Auf der anderen Seite freue ich mich auch auf die kommende Zeit. Ich habe mir die Semesterferien freigehalten, damit ich noch mal ausgiebig lesen und dann meine Ergebnisse in eine schöne Form bringen kann. Ich hatte mich absichtlich gegen ein Freisemester entschieden, dementsprechend hatte ich keinen Urlaub in dieser Zeit und gerade in den Klausurphasen war es manchmal stressiger, als ich es gerne gehabt hätte. Trotz allem würde ich mich wieder für eine Arbeit im Labor entscheiden. Gerade, weil es eine so schöne Ergänzung zur Klinik ist. Zu früh ist es für eine experimentelle Arbeit während der Vorklinik in keinem Fall. Bedenkt bitte: In der Klinik habt ihr auch nicht mehr Ahnung von Zellkultur oder Molekularbiologie als in der Vorklinik! Ich habe in den letzten beiden Jahren viel gelernt: Experimente planen, verschiedenste Methoden quer durch die Molekularbiologie, Präsentationen erstellen, Vorträge halten – und auch über mich selbst habe ich viel Neues erfahren.
Tipps für die Diss Sucht euch euren Doktorvater gut aus. In meinen Augen kommt ihr um ein Praktikum vorher nicht herum. Ihr müsst herausfinden, ob ihr mit der Arbeitsgruppe klar kommt, weil ihr sehr viel Zeit zusammen verbringen werdet – und das nicht nur in Augenblicken, in denen alles rund läuft. Ich persönlich finde das wichtiger als eine lange Liste von Veröffentlichungen. Denn was bringen euch die Publikationen eures Doktorvaters in „Nature“, wenn er sich nicht um die Natur eurer Sorgen und Probleme kümmert? Deshalb: Schaut, dass euer Doktorvater auch euer Betreuer ist. Es ist eine dumme Situation, wenn ihr irgendwann zwischen beiden steht, weil sie sich nicht einig sind. Was ihr unbedingt braucht, ist: Neugier, Mut, Durchhaltevermögen und sehr viel Geduld. Aber eines ist garantiert: Es lohnt sich!
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| Autor(in): Akja Fenjason ([email protected]) |
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Mein erster Tag in der Klinik
Geruch von Desinfektionsmittel und Latex: super!
Wie war mein erster voller Arbeitstag als Zivi im Krankenhaus? Auf jeden Fall neu, ungewöhnlich, spannend - alles hat mir irgendwie Spaß gemacht. Selbst der Gang morgens zur Mensa.
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Aber der Reihe nach: Was mich an Krankenhäuser von früher noch erinnerte war dieser typische Krankenhausgeruch: Desinfektionsmittel! Oder besser: Die Mischung aus Desinfektionsmittel und Latex (wegen der Handschuhe). Jedes mal wenn ich diesen Geruch rieche, denke ich an Krankenhaus und jedes mal wenn ich an Krankenhaus denke, steigt mir dieser Geruch in die Nase -herrlich!
Was ich davor noch so in Erinnerung hatte: Kliniken sind sauber, es ist schön. Schon der erste Arbeitstag hat diese Erinnerung komplett gelöscht. Mein jetziges Krankenhaus ist alt, sanierungsbedürftig und teilweise irgendwie schäbig. War mir trotzdem erstmal alles egal! Stolz marschierte ich am ersten Tag mit meiner grünen Krankenhausuniform - gebrandmarkt als Zivi - durch die Gänge und genoss jeden blöden Handgriff. Alles stark, bloß nicht zurück an den alten Schreibtisch-Job!
Jede Sekunde ein Highlight - am ersten Tag noch
Der erste Tag war auch gleich die Feuertaufe. Bei der Visite eröffnete der Arzt einer Patientin, dass der Kampf gegen den Krebs verloren sei und anschließend durfte ich beim Waschen dieser Patientin assistieren. Ein komisches Gefühl, ich weiß gar nicht mehr wie ich mich verhalten habe. Wahrscheinlich dumm angestellt. Vielleicht ließ ich auch erstmal alles auf mich wirken: Der Arzt, die Reaktion der Patientin - alles beeindruckte mich. Selbst die Essensbestellung, mit den Patienten in Kontakt kommen und mit ihnen ein bisschen sprechen. Für das Essen haben wir so einen kleinen tragbaren Computer mit Touchscreen und Stift. Klingt erstmal modern, ist aber trotzdem grobklotzig und schwer!
Die Einarbeitung sollte noch ein paar Tage dauern. Des Öfteren war mir deswegen ein bisschen langweilig. Dagegen half und hilft immer noch nur eins: Aus dem Fenster gucken. Ein schönes Panorama über Berlin.
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| 12. DMW Podcast: Das Gendiagnostikgesetz: Wer darf wieviel wissen?
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Seit über 130 Jahren steht die Deutsche Medizinische Wochenschrift (DMW) für profunde Informationen. Als medizinische Fachzeitschrift ist sie auch für Jungmediziner (Studenten, Assistenzärzte) empfehlenswert. Wir stellen dir mit der DMW-Kolumne Auszüge in Form von Artikeln und Podcasts u.v.a.m. vor.
Mit unserem neuen Angebot möchten wir dir unterhaltsame Fortbildung, Neuigkeiten und interessante Zusatzinformationen in DMW Qualität bieten – wann und wo du möchtest! Für heute haben wir eine neue Folge Podcast mit folgendem Thema ausgewählt:
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Das Gendiagnostikgesetz: Wer darf wieviel wissen?
Dürfen Ärzte ihre Patienten auf mögliche Erbkrankheiten untersuchen? Sollen werdende Mütter erfahren, ob ihr Kind an einer genetisch verursachten Krankheit leiden wird? Was dürfen Arbeitgeber oder Versicherungen erfragen? Und darf ein zweifelnder Vater heimlich einen Vaterschaftstest in Auftrag geben? Schon lange fordern Ärzte und Politiker ein Gendiagnostikgesetz, damit solche Fragen geklärt werden. Noch in dieser Legislaturperiode soll eines verabschiedet werden. Doch noch streiten sich die Experten über die Inhalte.

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13. Von Sittnings und Ausplatzierungen Ein Jahr in Lund, Schweden
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Schweden war keine lang geplante, immer schon klare Entscheidung. Ganz im Gegenteil. Ich hatte zunächst an Frankreich oder Spanien gedacht, doch als ich die Erfahrungsberichte der Schweden-Heimkehrer las, war ich begeistert. Alle berichteten von jeder Menge praktischer Erfahrung, die mir in unserem deutschen Studiensystem fehlte. Lediglich Famulaturen gewähren hier einen gewissen Einblick darin, was der Arztberuf eigentlich bedeutet. Also erkundigte ich mich über Schwedisch als Sprache und die in Frage kommenden Partneruniversitäten.
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Schwedisch schien erlernbar, da sie als germanische Sprache dem Deutschen und Englischen sehr ähnlich ist. Zudem bietet das Institut für Nordische Sprachen der HU in Berlin entsprechende Kurse für Nicht-Skandinavisten an. Was die Partneruniversitäten betrifft, wurde es schon schwieriger. Gerne wäre ich nach Göteborg gefahren, doch das Erasmus-Büro konnte mir nur Lund anbieten.
Richtige Studi-Stadt Lund: Im Reiseführer steht über diese Stadt nicht viel. „Typische Studentenstadt“ heißt es da, „Hauptattraktion“ ist der Dom. Das ist nicht falsch, doch Lund ist viel mehr. Als eine der ältesten Städte Schwedens (Bischofssitz und zeitweise auch Teil Dänemarks) verfügt sie über eine nette kleine Altstadt, deren Fußgängerzone durch teilweise verwinkelte Gassen führt, entlang jeder Menge alter Steinbauten (also nicht die typisch schwedischen Holzhäuser, sondern eher dänisch geprägt). Der Dom ist Mittelpunkt der Stadt und lädt als Treffpunkt ein. Auch eine Führung durch seine Gemäuer und das Spiel der astronomischen Uhr sollte man sich nicht entgehen lassen. Noch mehr über die Stadt und ihre Umgebung erfährt man im Freilichtmuseum „Kulturen“. Im Sommer sind alle Häuser geöffnet und ein Tag reicht sicher nicht aus, um sich alles anzuschauen. Der Eintritt für Studenten ist übrigens frei! Im angegliederten Tante-Emma-Laden schräg gegenüber gibt es selbst gemachte Marmeladen, Süßigkeiten wie zu Omas Zeiten usw. zu kaufen.
Neben dem nostalgischen Bild sollten die Studenten der Stadt erwähnt werden, denn sie prägen das Stadtbild mindestens ebenso. Mit 40.000 Studenten ist die Uni eine der größten Schwedens und mit Uppsala auch die älteste des Landes. Etwa die Hälfte der Einwohner Lunds sind also Studenten. Entsprechend viele Angebote gibt es. Da sind zum einen die „Nationen“ zu erwähnen. Dies sind Studentenvereinigungen, die jeweils ein Haus besitzen, in dem Filmeabende und Partys stattfinden. Auch Sportangebote gibt es. Zu Beginn wird man Mitglied in einer Nation (egal welche, Hauptsache man bekommt die Studentenkarte, mit der kann man dann überall hingehen). Die Partys sind nett, allerdings empfehle ich in einer größeren Gruppe hinzugehen, denn leider arten sie gerne auch mal in Trinkgelage mit aufdringlichen Schweden aus, da hier der Alkohol zu Spottpreisen verkauft wird – für schwedische Verhältnisse zumindest. Sehr zu empfehlen sind die Sittnings. Das sind Drei-Gänge-Menüs, bei denen alle an langen Tischen sitzen und viel gelacht und gesungen wird. Das Essen wird von Studenten zubereitet, ist aber nichtsdestoweniger meist fantastisch. Hier einmal mitzuhelfen (alle arbeiten unentgeltlich, dafür gibt es aber je nach Nation ein Essen oder einen Eintritt umsonst), ist ebenfalls die Erfahrung wert.
Internationale WG Ich lege sehr ans Herz, sich vor Ankunft in Lund um ein Zimmer zu bemühen. Dies geht zum einen über das Housing Office (keine Absage ist eine Zusage!), das jedoch nicht genug Zimmer für alle hat. Ich hatte Glück und kam hier unter (inzwischen gehört die Wohnung jedoch zum Chemie-Zentrum). Das lag sehr nah zum Krankenhaus und auch zum Stadtzentrum war es nicht weit. In der Wohnung waren sechs Zimmer mit kleinem Bad, Dusche und Küche/Wohnzimmer wurden geteilt. Außer mir haben dort zwei Spanierinnen, ein Engländer und zwei Deutsche gewohnt.
Diese Erasmus-WG war sehr nett, wir haben viel miteinander unternommen, und sicher war es hier einfacher Freundschaften zu schließen, als auf einem Korridor mit ausschließlich Schweden. Die sind nämlich häufig sehr verschlossen und haben bereits ihr festes soziales Gefüge. Solltet ihr auf Besonderheiten wie Internet-Anschluss oder eigenes Bad sehr viel Wert legen, so erwähnt dies im Bewerbungsbogen des Housing-Office, denn die Zimmer sind sehr unterschiedlich ausgestattet und haben entsprechend unterschiedliche Preise. Übrigens: Die Internet-Telefonie war sehr beliebt, ich selbst habe mit Skype gute Erfahrungen gemacht. In den Bibliotheken kann man überall ins Internet, im Krankenhaus gibt es ebenfalls einen Computer-Raum. Nach der Einführungswoche ging es für mich los mit den Kursen. Ich gebe zu, es mir leichter vorgestellt zu haben. Schwedisch im Alltag zu verstehen und ein wenig zu sprechen ist doch etwas anderes, als Vorlesungen zu lauschen. So habe ich von der ersten Woche Vorlesungen in Innerer Medizin auch nicht allzu viel mitgenommen. Dann ging es aber auf Station. Der Kurs ist so aufgebaut, dass eine Woche Gruppen-Unterricht und eine Woche auf Station abwechseln. Man ist einer Gruppe von etwa sechs Studenten zugeteilt, ist auf Station allerdings meist alleine. Insgesamt hatte mein Semester ohnehin nur 35 Studenten, so dass die Betreuung sehr intensiv war. Meine Gruppen-Kommilitonen waren sehr hilfsbereit, was ich vor allem am Anfang auch bitter nötig hatte. Wenn sich Räume einmal ändern oder etwas ausfällt, kriegt man das mit minder guten Schwedisch-Kenntnissen nicht immer gleich mit. Auch wiederholten sie gerne einmal in anderen Worten oder ganz langsam, wenn ich offensichtlich nicht verstanden hatte, was der Dozent meinte.
Der Innere-Kurs war insgesamt sehr praktisch orientiert und recht anspruchsvoll. Es war auch bereits der zweite Teil eines Kurses, der schon am Anfang des Jahres begann. Daher musste ich eine Menge in Eigenregie lernen, denn die Prüfung verlangte natürlich das Gesamtwissen. Auch wurde bei bestandener schriftlicher Prüfung zusätzlich noch mündlich geprüft. Hier musste man bei einem Patienten Anamnese erheben und ihn danach untersuchen. Dann besprach man alles mit dem Prüfer und wurde ein wenig theoretisch geprüft. Nach drei Monaten in Schweden war dies eine ziemliche Herausforderung, die ich gemeistert habe, aber nicht unbedingt empfehlen würde. Man muss es sich ja nicht schwerer machen als nötig.
Highlight: Ausplatzierung Der Vorteil, diesen Kurs zu wählen war, dass ich meine Semester-Kommilitonen dort nicht verließ, sondern mit ihnen zusammen auch den nächsten Teil belegte, nämlich Chirurgie. Chirurgie ist in Lund ein sehr großer Kurs. Er beginnt im November und geht bis Juni des nächsten Jahres. Inhalt des Kurses sind auch Anästhesie, Urologie, Orthopädie, Gynäkologie und Onkologie. Die jeweiligen Fächer werden getrennt behandelt und auch geprüft, schriftlich nach jedem einzelnen Teil und mündlich am Semesterende.
Die Prüfungen sind praxis-bezogen gestaltet, oft mit Fällen versehen und daher etwas ungewohnt. Versucht man aber, neben dem Acht-Stunden-Krankenhaustag und den vielen Erasmus-Partys abends immer ein wenig zu lesen, so kommt man gut zurecht. Ich habe viel im OP gestanden, aber auch auf den Stationen viel gesehen und gelernt. Selbstverständlich gehören in Schweden auch Dienste, also einige Abende in der Notaufnahme, mit zum Kursprogramm. Ein Highlight des Kurses war die „Ausplatzierung“. Wir durften in einem Krankenhaus unserer Wahl (sofern es denn Studenten nimmt, doch das tun die meisten) eine Woche Chirurgie und eine Woche Gynäkologie erleben. Ich fuhr nach Luleå, denn ich war noch nie zuvor so hoch im Norden und wollte die Reise dorthin zum „Sightseeing“ nutzen. Es wurden zwei sehr schöne Wochen, voller neuer Schweden-Eindrücke. Schwedische Kurse zu belegen, würde ich jedem raten, der es sich zutraut. So kann man mit Patienten kommunizieren, lernt Schweden kennen und lernt vor allem sehr schnell und recht gut die schwedische Landessprache.
Durchweg eine Bereicherung Mein persönliches Fazit ist schnell geschrieben. Ich habe das Jahr in Lund durchweg als Bereicherung empfunden. Nicht dass immer alles leicht war, doch ich habe sehr nette Menschen kennen gelernt (und vermisse meine Mitbewohner und Kommilitonen zuweilen auch), im Studium viel Interessantes und Lehrreiches erlebt, Hindernisse überwunden, eine neue Sprache erlernt, ein weiteres Land bereist und könnte noch einiges weitere aufzählen. Leicht getrübt wurde der Gesamteindruck durch das ständige hin und her in Sachen Kurs-Anerkennung. So ist es in Lund beispielsweise unüblich, Kurse zu benoten. Die Leistung wird nur durch ein „bestanden“ oder „nicht bestanden“ bewertet. Ich habe sehr kämpfen müssen und viele Gänge zu den Verantwortlichen hinter mir, um letztlich doch eine Notengebung zu erreichen. Inzwischen sind einige Regelungen schriftlich festgehalten, die Voraussetzungen damit klarer. Auf jeden Fall sollten solche Dinge aber rechtzeitig mit der Koordinatorin und den Kursleitern vor Ort besprochen werden.
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| Autor(in): Alenka Vogel ([email protected]) |
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