19.05.2009

Ausgabe 448

Anzeige: Das 3B Scientific - Anatomiespecial bei MEDI-LEARN
Erfahrungsberichte, Interviews und Artikel rund um die Anatomie
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591681 Herzlichen Glückwunsch!
Am 16. Mai ist die bvmd fünf Jahre alt geworden. In unserem Special erfährst du viel Wissenswertes über einen der wichtigen Vertreter der Medizinstudierenden Deutschlands....

In Kooperation mit: Georg Thieme Verlag  *  Deutsche Ärzte Finanz  * deutsche apotheker- und ärztebank

 
 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Editorial
2.Famulatur in der Neurologie
3.Berge, stutz und tolles Teaching (Teil 3)
  
4.Cartoon der Woche: Inventur
5.Zurück zur Physiologie, oder die Rückkehr des verlorenen Sohnes
6.Studenten-Fahrschein in die Private Krankenversicherung
  
7.Medizin im TV - Schmerzhafter Knochenschwund
8.Alles Gute zum Geburtstag, bvmd!
9.Wie gut ist die medizinische Lehre?
  
10.Uniklinikum Tübingen - Famulatur in der Inneren
11.Der Famulatur-Blog: Patienten
12.Anatomie-Special: Interviews zum Präpkurs
  
13.In den Foren gelauscht
14.Impressum
    
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 1. Editorial
  

Hallo,
herzlich willkommen zur heutigen Ausgabe der Onlinezeitung. Zunächst möchten wir seitens MEDI-LEARN der bvmd ganz herzlich zu ihrem 5. Geburtstag gratulieren. Am 16. Mai 2004 wurde die bvmd offiziell gegründet und ist seitdem zu einem wichtigen Begleiter und Vertreter der Interessen von Medizinstudierenden Deutschlands geworden. Im heutigen Artikel haben wir viele wissenswerte Fakten über die bvmd zusammengetragen.

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Vom 20. bis 22. Mail findet an der Medizinischen Fakultät Heidelberg erstmals ein internationaler Kongress in Deutschland statt, der sich mit der medizinischen Lehre auf wissenschaftlicher Ebene auseinandersetzt. Anne berichtet uns von ihren lehrreichen Erfahrungen während ihrer Famulatur im Neurologischen Krankenhaus in München. Josephine ist Assistenzärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe und schildert uns ihre spannenden Erlebnisse aus dem Kreißsaal. Ein neues Interview zum Präp-Kurs erwartet dich ebenso wie eine neue Folge Medizin im TV, in der es um die Gefahren von Osteoporose geht.

Viel Spaß bei der Lektüre wünschen dir
Thomas, Kjell, Jens und Christian
Redaktion MEDI-LEARN

Der Blick in die Zukunft: In der nächsten Ausgabe der Onlinezeitung liest du am 26.05.2009:
o Famulatur in der Plastischen- und Handchirurgie
o Witz der Woche: Heavy Metal

  

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MEDI-LEARN im Frühjahr 2009 auf Deutschlandtour
MC-Techniken



Frankfurt 19.05.2009
Mannheim 25.05.2009
Rostock 27.05.2009
Hamburg 28.05.2009
Marburg 03.06.2009
Bochum 04.06.2009
Halle 08.06.2009
Leipzig 09.06.2009


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 2. Famulatur in der Neurologie

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Warum immer so weit Reisen, wenn man die schönsten Städte in Deutschland noch nicht einmal gesehen hat? Famulaturen sind eine gute Gelegenheit, bis dato für einen selbst unbekannte Städte genauer unter die Lupe zunehmen. Während meiner Neurologie-Vorlesung im 8.Semester war mir schnell klar, dass ich in diesem Fach einen näheren Einblick bekommen möchte und meine nächste Famulatur in der Neurologie machen werde.

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Da ich für die kommenden Semesterferien noch nicht viel geplant hatte, dachte ich mir ich könnte diese Famulatur auch nutzen, um eine interessante Großstadt kennen zu lernen. Viel Geld sollte es nicht kosten, daher kamen nur Städte in 'näherer Umgebung' in Frage. Von München hatte ich viel Positives gehört, war aber noch nie selbst da gewesen. Spontan googelte ich: 'Neurologie München' und erkundigte mich bei dem ersten Krankenhaus aus der Liste (Das Neurologische Krankenhaus München; NKM) telefonisch nach der Möglichkeit einer Famulatur. Völlig unproblematisch bekam ich die Zusage, dass mein vorgeschlagener Zeitpunkt noch frei ist und mir alle benötigten Unterlagen zugeschickt werden.

Das Neurologische Krankenhaus München (NKM)
Das Neurologische Krankenhaus München (NKM) ist ein Kompetenzzentrum zur Akutbehandlung und Rehabilitation neurologisch erkrankter Patienten. Als einziges Krankenhaus in München bietet die Klinik die gesamte Behandlungskette der Neurologie unter einem Dach, von der akutstationären Therapie über die Anschlussheilbehandlung bis zur Möglichkeit einer Behandlung in der Tagklinik. Die Klinik verfügt über 130 Betten, beschäftigt 270 Mitarbeiter und wird von den Schön Kliniken im Management-Auftrag geführt. Das NKM ist eine Einrichtung für alle Phasen der neurologischen Rehabilitation und behandelt das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen.

Kontaktdaten der Klinik:
Neurologisches Krankenhaus München
Parzivalplatz 4
80804 München
Tel.: 089 36087-122
http://www.nk-m.de/

Der Klinikalltag
In der Klinik bekommt man als Famulus eine weiße Hose sowie ein weißes T-Shirt gestellt. Außerdem erhält man für jeden Tag eine Essensmarke, mit der man umsonst Mittag essen (inkl. Suppe und Dessert) kann. Ich war auf einer der Frührehastationen untergebracht. Mein Tag begann um 8:00 Uhr mit Blutabnahmen. Um 8:30 Uhr gab es jeden Tag eine Besprechung mit allen Ärzten und danach dienstags und freitags Ober- bzw. Chefarztvisite. An den anderen Tag waren es Aufnahmen und Eingriffe wie Lumbalpunktionen und ZVK legen, die den Tag ausfüllten. Alle Ärzte im NKM sind sehr nett und erklären viel.

Unterkunft
Das NKM verfügt selber über ein Wohnheimbereich gegenüber der Klinik. Hier wohnt man mit anderen Mitarbeitern der Klinik in einer WG mit Gemeinschaftsküche. Die Zimmer kosten je nach Größe zwischen 280 und 380 Euro pro Monat. Eine Freundin von mir brauchte noch eine Praxisfamulatur und entschied sich, diese ebenfalls zur gleichen Zeit in München zu absolvieren. Unsere Idee war es ein Doppelzimmer in einem Studentenwohnheim zu belegen. Das Studentenwohnheim Ludwigskolleg (http://www.ludwigskolleg.mhn.de/) lag am nächsten zum NKM. Hier bekamen wir auf telefonische Anfrage schnell eine Zusage für ein Doppelzimmer. Das Heim verfügt über 114 Einzelzimmer und 7 Doppelzimmer. Die 3 Stockwerke haben jeweils einen Frauen- und Männerflügel, ausgestattet mit Küche, Duschen und sanitären Anlagen. Die beiden Flügel verbindet ein gemeinsamer, großer Aufenthaltsraum. Außerdem stehen den Studierenden Aula, Garten, ein Fernseh-, Tischtennis- und Billardraum, Wasch- und Getränkeautomaten zur Verfügung.

Unser Zimmer war ca. 20 qm groß und verfügte über 2 Waschbecken mit Spiegel, einen Kühlschrank, 2 Betten, 2 Schränke, 2 Schreibtische und 2 Stühle. Insgesamt war es leider etwas dreckig im gesamten Haus, aber wenn man sich gut versteht, ist es eine tolle Möglichkeit, in einer teueren Stadt wie München einigermaßen günstig unterzukommen. Für die 4 Wochen zahlten wir jeweils 195 Euro, wobei es kein Problem war, dass sich der Zeitraum über 2 Monate streckte. Die Schlüsselkaution über 100 Euro gibt es am Ende des Monats zurück. Bettwäsche wurde gratis gestellt. Die Heimleitung, Frau Zechbauer, ist sehr nett und auch die An- und Abreise am Wochenende wurde uns ermöglicht. Die Bewohner des Wohnheims sind insbesondere Studierende aus aller Welt, die alle offen sind und gerne neue Leute kennen lernen. Mit dem Fahrrad waren es von dem Heim ca. 3 Minuten bis zur Klinik, ca. 2 Minuten bis in den Englischen Garten und ca. 15 Minuten bis in die Innenstadt.

München
Zur Stadt München selbst brauche ich sicher nicht viel zu schreiben. Sowohl das Kultur- als auch das Ausgehangebot inklusiver Biergärten in München ist riesig. Wir haben unsere Fahrräder mitgenommen, wodurch wir sehr flexibel waren und das Geld für die U-Bahn gespart haben. Unser Zeitraum war insofern denke ich gut gewählt, dass wir einerseits super Wetter hatten und andererseits auch die Eröffnung des Oktoberfestes noch miterleben durften. Unser Besuch in München wurde somit sittengetreu abgerundet.

Fazit
Eine Famulatur in Deutschland ist sehr einfach zu organisieren und vergleichsweise auch finanziell noch in einem gewissen Rahmen zu halten. Es ist eine sehr schöne Gelegenheit, sich eine Stadt genauer anzusehen und rundet eine gute Famulatur sehr positiv ab.


   
Autor(in): Anne ([email protected])
  
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Medizinstudenten im Hartmannbund

Berufspolitische Seminare Friedrich-Thieding-Stiftung

Berufspolitische Ausbildung kommt im Medizinstudium zu kurz. Daher widmet sich die Berufspolitische Seminarreihe dieser Thematik und bietet jungen Medi-zinern eine Einführung in das deutsche Gesundheitssystem sowie Infos über wichtige aktuelle Entwicklungen.

Wo? Berlin
Wann? 20./21. Juni

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 3. Berge, stutz und tolles Teaching (Teil 3)

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Ein weißes Kreuz auf rotem Grund ziert die Schweizer Flagge. Umgedreht erinnern diese Farben an ein bekanntes Erste-Hilfe-Symbol. Für viele junge Mediziner aus Deutschland ist das Programm: Sie gehen in die Schweiz, weil sie dort Rettung vor heimischen Verhältnissen erhoff en. Doch ist die Schweiz wirklich das „gelobte Medizinerland“?

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Einmal Facharzt und zurück
Ein PJ-Tertial oder eine Famulatur eignen sich prima, um herauszufinden, ob das Land den eigenen Erwartungen entspricht. Dabei kann man bereits erste Kontakte knüpfen, und nicht selten bekommt man als Unterassistent auch gleich eine Stelle angeboten. Wer in der Schweiz eine Weiterbildung machen möchte, muss mindestens drei Jahre einrechnen. So lange braucht es zum Minimaltitel „Praktischer Arzt“. Für einen Facharzttitel muss man fünf bis sechs Jahre einplanen. Junge Assistenten beginnen ihre Weiterbildung in der Regel in einem peripheren Krankenhaus und wechseln nach ein bis zwei Jahren an ein Uniklinikum. Im Ausland absolvierte Weiterbildungsperioden werden für den Erwerb eines eidgenössischen Weiterbildungstitels nur anerkannt, sofern sie der Weiterbildungsordnung der FHM entsprechen. Denn die Weiterbildungsprogramme sowie OP-Kataloge unterscheiden sich von Land zu Land. In manchen Fachrichtungen wird ein „Fremdjahr“ in einem nicht fachspezifischen Gebiet verlangt. Christine Lang wurde für den Eidgenössischen Weiterbildungstitel Radiologie ihr Jahr in einem deutschen Institut für Pathologie angerechnet. Welche Weiterbildungszeiten für welchen Facharzt in welchen Spitälern abgeleistet werden müssen, erfährt man in den Weiterbildungsprogrammen auf den Internetseiten der FMH (Linktipps). Nicht zu unterschätzen ist die Schweizer Facharztprüfung: Nach etwa zwei Jahren gibt es ein schriftliches Basisexamen. Am Ende der Weiterbildungszeit folgt dann die eigentliche Facharztprüfung mit einem mündlichen (praktischen) und einem schriftlichen Teil.

Wer nach ein paar Jahren Weiterbildung südlich des Hochrheins in die deutsche Heimat zurückkehren will, sollte sich mit der Landesärztekammer seines Bundeslandes in Verbindung setzen. Tätigkeiten im Ausland müssen gemäß den Grundsätzen der deutschen Weiterbildungsordnung absolviert werden, damit sie angerechnet werden können. Gefordert werden unter anderem die Supervision durch einen zur Weiterbildung befugten leitenden Arzt, Tätigkeitsabschnitte von mindestens sechs Monaten sowie die Vorlage von Leistungsverzeichnissen. Das wäre in der Chirurgie zum Beispiel ein OP-Katalog.


Ärzte dringend gesucht!
Trotz solcher Maßnahmen wird die Schweiz auf absehbare Zeit weitere ausländische Mediziner benötigen. Wer sich als Assistenzarzt in der Schweiz bewerben will, kann sich im Internet (Linktipps) einen Überblick über die Stellenanzeigen in den verschiedenen Spitälern je nach Kanton und Fachrichtung verschaffen. Auch die Schweizerische Ärztezeitung ist dafür gut geeignet. Seit dem 1. Juni 2002 gibt es ein bilaterales Abkommen zwischen der Schweiz und den Staaten der Europäischen Union, das EU-Bürgern freien Zugang zum schweizerischen Arbeitsmarkt ermöglicht. Es beinhaltet auch, dass Abschlussdiplome der medizinischen Ausbildung gegenseitig anerkannt werden. Allerdings muss die Schweizer Medizinalberufekommission (MEBEKO) ausländische Arztdiplome formal anerkennen. Zudem ist eine Aufenthaltsgenehmigung erforderlich. Man unterscheidet dabei zwischen verschiedenen Kategorien mit Gültigkeiten zwischen ein bis fünf Jahren. Ansprechpartner hierfür sind die kantonalen Fremdenpolizeibehörden.

Autorin: Lucia Hagmann - Via medici Volontärin



Teil 4 des Artikels "Berge, stutz und tolles Teaching" findest du in der kommenden Ausgabe der Onlinezeitung.

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Autor(in): Lucia Hagmann - Via medici Volontärin ([email protected])
  
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Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte

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Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten

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Bundesamt für Gesundheit
  
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 4. Cartoon der Woche: Inventur

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Das folgende Cartoon wurde uns von unserer Partnerseite www.rippenspreizer.com zur Verfügung gestellt.

Auf der Webseite www.rippenspreizer.com findet Ihr 400 weitere Cartoons inklusive E-Cardfunktion und vielen anderen Gimmicks.


   
Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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 5. Forschung und Lehre im Wandel der Zeiten - Folge 5

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Wie lief die Forschung und Lehre eigentlich in den 60er-Jahren ab? Prof. Dr. med. Dr. h.c. Michael Steinhausen ist pensionierter Professor für Physiologie. Er ist zudem Leiter des Heidelberger Ärzteorchesters und Buchautor. In „Forschung und Lehre im Wandel der Zeiten: die 60er Jahre“ berichtet er in 12 anschaulichen Episoden aus seiner Forschungszeit. Die einzelnen Episoden werden als Auszug kurz angerissen, der komplette Text der Einzelfolgen ist als Download im PDF-Format kostenlos verfügbar.

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Prof. Dr. Dr. Michael Steinhausen:
Forschung und Lehre im Wandel der Zeiten
Die sechziger Jahre: Heidelberg - New York - Heidelberg

Probleme beim Download? Neueste Version Adobe-Reader gratis installieren

Falls beim Aufruf der Links zu den PDF-Dateien Probleme auftreten sollten, ist die kostenlose Installation des Adobe-Readers zu empfehlen, der unter folgendem Link erhältlich ist: http://www.adobe.com/de/products/acrobat/readstep2.html

Folge 5: Zurück zur Physiologie,
oder die Rückkehr des verlorenen Sohnes

d

Hin- und hergerissen zwischen Theorie und Klinik wurde mir der Rückweg in die Physiologie dadurch erleichtert, dass mich eine Einladung aus New York von der Cornel Medical School zu Gerhard Giebisch und Erich Windhager erreichte. Beide galten als die Koryphäen der Nephrologie schlechthin. Sie hatten meine Lissamingrün-Arbeit gelesen, meine Bilder von der Nierenoberfläche gesehen und wollten meine Technik auch in ihr Labor holen. Für mich war der Rückweg nach 9 Monaten Augenklinik leicht: Mein physiologischer Lehrer Schaefer war von der Rückkehr des verlorenen Sohnes begeistert. Bei der DFG-wurde für Amerika ein Habilitationsstipendium beantragt und sofort genehmigt. Innerhalb von 6 Wochen schrieb ich meine Habil.-Arbeit und reichte sie bei der Fakultät ein. Trotz positiver Gutachten ließ aber Schaefer die Habilitation vor unserer Amerika-Reise ruhen. Mit dem Argument, die Habilitation sei kein Titel sondern ein Amt erklärte er, erst nach meiner Rückkehr könne eine Habilitation erfolgen. Vielleicht hatte er sogar Angst, ich würde in Amerika bleiben...

[Komplette Folge 5 - klick hier]

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Weiterhin erhältlich:
Studium und Lehre im Wandel der Zeiten
Die fünfziger Jahre: Medizinstudent 1952-1958

[Die komplette fünfzehnteilige Folge - klick hier]

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Ein kurzes Lehrbuch, dessen wichtigstes Anliegen darin besteht, die Physiologie des Menschen verständlich zu machen. Nur was man verstanden hat, lässt sich auch erfolgreich für die Prüfung speichern. Unwesentliches wurde weggelassen. Trotzdem erfährt der Leser in vielen Fällen, wann, wie und warum man hinter die Geheimnisse der Physiologie gelangt ist, und welche Bedeutung der Physiologie auch für die Klinik zukommt. Seit seiner ersten Auflage 1986 ist der "Steinhausen" von Vielen als "Geheimtip für das Physikum" sehr erfolgreich genutzt worden. Die jetzige 5.Auflage ist im Konzept unverändert, jedoch von zahlreichen Fachkollegen aktualisiert.

[Mehr Info zum Buch - klick hier]


   
Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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Memoiren Prof. Dr. Dr. Steinhausen - Die 50er Jahre

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Interview mit Prof. Steinhausen
  
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 6. Studenten-Fahrschein in die Private Krankenversicherung
Optionstarife für junge Mediziner

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Eine ganz pfiffige Möglichkeit bieten so genannte Optionstarife, mit denen du dir als Student aus der gesetzlichen oder studentischen Krankenversicherung heraus den späteren Wechsel in die private Krankenversicherung leichter machst. Es ist sozusagen ein Reservierungsfahrschein für den sicher zugesagten späteren Wechsel in die Private.

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Keine Bahnfahrt ohne Reservierung
Was man von Oma Müller lernen kann

Ein Beispiel: Oma Müller (Enkelin studiert an der Charité) möchte gerne zu Ostern Ihre Kinder und Enkelkinder in Berlin besuchen. Da sie häufiger Bahn fährt, weiss sie, dass gerade zu den Feiertagen die Fahrkarten und gerade die bequemen Sitzplätze knapp sind. Sie geht auf Nummer sicher, und reserviert sich schon mit gutem Abstand vorher Ihre Fahrkarte. Wer Bahn fährt, ahnt wovon hier die Rede ist. Doch auch zum Thema Krankenversicherung bestehen hier Parallelen: denn mit den Optionstarifen verschiedener Anbieter kannst du dir bereits zu Studentenzeiten deinen Platz in der privaten Krankenversicherung reservieren und ihn dann Jahre später OHNE zusätzliche erneute Gesundheitsprüfung in Anspruch nehmen und in der leistungsstärkeren Privaten „Platz nehmen“.

Auslandsreiseschutz für Studenten inklusive
Auch Christian aus Magdeburg ist vom Angebot überzeugt, denn er kann keine Nachteile entdecken: „Nette Sache, das Ganze – man kann schon heute dafür sorgen, morgen privat versichert zu sein, ohne sich erneut untersuchen zu lassen. Hat mich überzeugt, noch dazu, weil es billig ist und ich einen Auslandsreiseschutz für mein PJ-Tertial in Kapstadt gleich mit inklusive habe. Dass der Beitrag später sogar noch anteilig rückerstattet wird, finde ich mehr als fair.“

Wo kann ich als Student den Optionsschein erhalten?
Einen Optionstarif bieten die gängigen Krankenversicherer in ihrem Produktspektrum. So bietet die AXA z.B. mit dem VIAmed Optionstarif einen solchen Fahrschein, mit dem du schon als Student in Richtung Private Krankenversicherung fährst. Für 5 Jahre gilt das Reservierungsrecht, dass du danach sogar noch einmal verlängern kannst. Und mit einem Monatsbeitrag von 5 € (VIAmed von AXA, wobei später die Hälfte der Beiträge sogar noch rückerstattet werden) ist auch diese Wahlmöglichkeit sehr erschwinglich. Du musst deinen Gesundheitsstatus nur einmal zu Beginn feststellen lassen. Wenn du Jahre später in die Private wechselst, wird keine erneute Gesundheitsprüfung fällig. Zudem gibt es vollen Auslandsreiseschutz (für 4 Monate PJ-Tertial).


Ich hab da mal 'ne Frage...
Solltest du zu diesen Punkten Fragen haben und dir von einem Experten deine Möglichkeiten erläutern lassen möchtest, so kannst du über das u.a. Gewinnspiel-Formular nicht nur dein Los in die Trommel der wertvollen Preise (u.a. Disneyland in Paris oder iPod shuffle) werfen, sondern auch Informationen über das Thema Krankenversicherung anfordern.

[Lass dir deine Fragen beantworten und dich vom Fachmann beraten – klick hier]



Pitstopp gefällig? Lust auf eine Reise zu Disneyland?
Das waren ja schon eine ganze Menge an Informationen, nun wird es Zeit für eine kleine Pause. Wir hoffen, mit diesem ersten Part für mehr Klarheit im Dickicht der Krankenversicherungswelt gesorgt zu haben. Die Pause sinnvoll nutzen kannst du z.B. mit einer Teilnahme am VIAmed-Gewinnspiel, in dem es u.a. eine Reise zu Disneyland nach Paris oder iPod shuffle zu gewinnen gilt.

[Klick hier zum Gewinnspiel mit Reise zu Disneyland nach Paris]

Wie geht es weiter?
Im nächsten Teil der Artikelserie gibt Herr Nitsche von der AXA Krankenversicherung als ausgewiesener Fachmann auf diesem Gebiet im Experten-Interview noch einmal Antworten auf die wichtigsten Fragen. Also: Dranbleiben!

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 7. Medizin im TV - Hauptsache Gesund:
Schmerzhafter Knochenschwund

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Jeden Donnerstag um 21 Uhr eine neue Folge von "Hauptsache Gesund", dem Ratgebermagazin im TV mit vielen Tipps und guten Ratschlägen zur menschlichen Gesundheit.

Name der Sendung:
Hauptsache Gesund

Thema der Folge:
Gut zu Fuß

Sendezeit:
28.05.2009 - 21:00 Uhr bis 21:45 Uhr auf MDR

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Acht Millionen Deutsche leiden an Knochenschwund, der sogenannten Osteoporose. Die Substanz des Skeletts wird spröde, dadurch wird jeder kleine Sturz zur Lebensgefahr: Rund 350.000-mal im Jahr brechen Knochen oder Wirbel durch Knochenschwund. Und der gefürchtete Oberschenkelhalsbruch im Alter bringt oft den Tod. Außerdem plagen sich Osteoporose-Kranke mit Schmerzen, Schwindel oder dem lästigen "Witwenbuckel".

"Hauptsache gesund" geht dem Leiden auf den Grund und gibt praktische Ratschläge. Das MDR-Gesundheitsmagazin zeigt auch, wie hilfreich neueste Behandlungsmethoden wirklich sind, zum Beispiel ob sich Schrauben und Platten in der Wirbelsäule tatsächlich ganz einfach durch Zement ersetzen lassen.

[Diese und weitere Sendungen jetzt in Medizin im TV - klick hier]


   
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 - Redaktioneller Hinweis -


Via medici-PJ-Umfrage 2009
Bewerten Sie Ihr Praktisches Jahr!

Auch noch anderes im PJ gesehen als Spritzen?

Das Praktische Jahr ist Ziel und Höhepunkt des Studiums: Endlich eigene Patienten untersuchen und behandeln, Diagnosen stellen und Therapieschemata ausarbeiten. Ist es so, oder sind Sie immer noch Blutsklave, Hakenhalter oder Laufbursche? In der Via medici-PJ-Umfrage 2009 können Sie Ihr PJ bewerten.

[PJ-Umfrage online ausfüllen - klick hier]

  

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 8. Alles Gute zum Geburtstag, bvmd!

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Was ist eigentlich die bvmd, was macht sie und warum ist es so toll, dass es sie gibt? Bvmd heißt: Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland. Wie der Name verrät, vertritt sie die Medizinstudenten Deutschlands. Damit nicht Jeder einzeln für seine Rechte kämpfen muss. Damit du nicht alleine da stehst, wenn du eine gute Idee verwirklichen möchtest oder eine Auslandsfamulatur planst.

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Weil wir keine Juristen sind, die prüfungsrelevante Seiten aus den Büchern in der Bibliothek reißen – alles schon vorgekommen – sollte jeder Mediziner dem anderen helfen, wo er kann. Das fängt damit an, dass man dem Nebensitzer im Hörsaal noch einmal die letzte Formel in Biochemie erklärt. Im größeren Stil engagieren kannst du dich in der Fachschaft, wo die Hilfe allen Studierenden deiner Fakultät gilt. Einander helfen ist wichtig! Schließlich haben wir – so verschieden wir sind – alle das gemeinsame Ziel, später als Arzt anderen Menschen zu helfen.

Die bvmd kann ein Katalysator für deine Hilfsbereitschaft und die Umsetzung deiner Ideen sein.

Fachschaften sind die lokale Vertretung der bvmd
Die bvmd ist die gemeinsame Stimme aller Medizinstudierenden in der Bundesrepublik. In jeder der 36 deutschen Mediziner-Städte finden sich motivierte Studenten als Fachschaft zusammen. Die Fachschaften sind nichts weiter als die lokale Vertretung der Bvmd, die vor Ort viele interessante Projekte organisiert – etwa mit über die Verwendung deiner Studiengebühren entscheidet, mit dem Dekanat über Studien- und Prüfungsordnung berät und auch mal große Parties veranstaltet. Wenn du nicht nur deinem Nachbarn in der Prüfung, sondern deinem ganzen Semester helfen willst, dann ist die Fachschaftsvertretung deine Gelegenheit.

Die bvmd selber ist Mitglied der „International Federation of Medical Students`s Associations“, kurz IFMSA, der 90 weitere Länder angehören. Sie alle treffen sich jedes Semester auf der Generalversammlung, wo über 800 Studierende zusammenkommen, um Informationen auszutauschen und Meinungen zu diskutieren.

Gründung 2004
Am 16. Mai 2004 wurde die bvmd offiziell gegründet. Schon Jahre vorher hatten die beiden Vereine FTM (Fachtagung Medizin) und DFA (Deutscher Familienunterhaltes) informell zusammengearbeitet. 2004 beschlossen sie, die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bmvd) zu gründen, um ihre lose Kooperation auf ein neues Level zu bringen. Auf ihrer Website schreibt die bvmd: „Wir freuen uns sehr, dass die Zusammenführung der Vereine so problemlos funktioniert hat.“

Die Fachtagung Medizin war ein Zusammenschluss nahezu aller deutscher Fachschaften. Sie wirkte an der Gestaltung der Approbations- und Studienordnungen mit und betätigte sie sich in der Prävention von HIV/AIDS. Das andere große Gründungsmitglied, der DFA, organisierte Austauschprojekte für Famulaturen und Forschung sowie Public Health Projekte in Afrika und Lateinamerika.

Der Zusammenschluss im Jahr 2004 brachte viele Vorteile: Reibungsverluste durch zahlreiche Treffen abzuschaffen, weniger schwer besetzbare Vorstandsposten und die Bildung eines einzigen Vereines, der international die Interessen der Medizinstudierenden in Deutschland besser vertreten kann.

In Arbeitsgemeinschaften ziehen Alle an einem Strang
Innerhalb der bvmd finden sich Interessierte zu Arbeitsgemeinschaften zusammen. Die sind national organisiert, so dass die vielen Projekte zusammen an einem Strang ziehen.
Derzeit gibt es acht AGs in der bvmd:

  • Die AG Medizinische Ausbildung arbeitet für eine bessere Lehre in der Medizin.

  • Jeder Studierende kann sich bei der AG Famulantenaustausch bewerben. Sie schickt jährlich rund 300 Teilnehmer in 60 Länder auf der ganzen Welt. Für jeden Teilnehmer aus Deutschland kommt ein Studierender aus anderen Ländern zu uns.

  • Mit der AG Forschungsaustausch können jährlich über 60 Studierende in internationalen Laboratorien arbeiten.

  • Die Medizin wirft naturgemäß ständig ethische Fragen auf. Die AG Medizin & Menschenrecht befasst sich damit.

  • Die AG Öffentliche Gesundheit & Entwicklungshilfe sorgt sich um die Gesundheit
    der Bevölkerung, sowohl in Deutschland als auch in Entwicklungshilfeprojekten in der Dritten Welt. Sie organisiert zum Beispiel das Teddybär-Krankenhaus, in dem Vorschulkinder mit ihren Kuscheltieren spielerisch lernen, wie ein Arztbesuch und eine körperliche Untersuchung ablaufen.

  • Die AG Sexualität & Prävention engagiert sich gegen sexuell übertragbare
    Krankheiten. In dem Projekt „Mit Sicherheit verliebt“ bildet sie Studierende dazu aus, in Schulklassen sexual-pädagogische Prävention zu leisten.

  • Die AG Palliativmedizin fordert eine stärkere Einbindung dieses Faches in
    unser Studium.

  • Und die AG Gesundheitspolitik bringt sich in die aktuellen Entwicklungen im
    Gesundheitswesen und im ärztlichen Arbeitsalltag ein.

  • Jede AG bietet auf den Mitgliederversammlungen einen Workshop an. Dort können sich die Teilnehmer weiterbilden und neue Projekte ausarbeiten.

    Mach mit
    Bei der bvmd bzw. der Fachschaft vor Ort hat jeder Medizinstudent die Möglichkeit, sich entsprechend seiner Interessen in den Arbeitsgruppen zu engagieren. Egal, was dich genauer interessiert, wo deine Fähigkeiten liegen und was du gerne lernen würdest!
    Und dabei lernt man mehr über Kommunikation, Teamarbeit, Projektmanagement, Finanzen und noch viel mehr, als man jemals aus Büchern lernen könnte. Es ist richtig, dass das Medizinstudium jeden von uns viel Zeit und Nerven kostet. Trotzdem kann man mehr daraus machen als über Büchern zu grübeln und Nervenfasern auswendig zu lernen! Mach mehr aus deinem Studium – mach mit! Mehr Informationen zur bvmd, ihrer Arbeit und den Menschen die dahinter stecken gibt es unter www.bvmd.de

    Bleibt noch seitens MEDI-LEARN zu sagen: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, liebe bvmd. Auf dass dir nie die engagierten Leute ausgehen!


       
    Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
      
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    bvmd.de
      
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     9. Wie gut ist die medizinische Lehre?

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    Der erste Internationale Kongress zur Lehrforschung in der Medizin findet vom 20. bis 22. Mai 2009 in Heidelberg statt. Das Medizinstudium in Deutschland ist in den vergangenen zehn Jahren grundlegend reformiert worden. Heute gehören praxisnahe Kurse wie Kommunikationstrainings, Übungen an Schauspielerpatienten oder zur Aneignung manueller Fähigkeiten im "Skills Lab" zum Lehrangebot zahlreicher medizinischer Fakultäten. Doch wie effektiv sind die neuen Lehrmethoden? Wie gut bereiten sie Ärzte von morgen auf ihre Tätigkeit in Klinik und Praxis vor? Erstmals findet in Deutschland ein internationaler Kongress statt, der sich wissenschaftlich mit der medizinischen Lehre befasst. Die Medizinische Fakultät Heidelberg lädt vom 20. bis 22. Mai 2009 zum 1. Internationalen Kongress "Research in Medical Education - Chances and Challenges" ein.

       Bild wird nur bei bestehender Internetverbindung geladen!


    In mehr als 60 Vorträgen und Postern setzen sich internationale Experten mit der Bildungsforschung und der Lehre in Deutschland auseinander. Als "Key Speakers" sind Gäste aus dem Ausland geladen, die über ihre weitreichenden Erfahrungen in der Lehrforschung berichten.

    10 Jahre Heidelberger Curriculum Medicinale und 5 Jahre Master of Medical Education

    Die Medizinische Fakultät Heidelberg begeht in diesem Jahr zwei Jubiläen: Vor 10 Jahren wurde HeiCuMed (Heidelberger Curriculum Medicinale, Heidelberger Curriculum Dentale) ins Leben gerufen, seit 5 Jahren gibt es den Postgraduierten-Studiengang "Master of Medical Education (MME)", der bundesweit Ärzte auf die Lehrtätigkeit und Lehrforschung an medizinischen Fakultäten vorbereitet.

    Quelle: idw-online.de


       
    Autor(in): Dr. Annette Tuffs ([email protected])
      
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     10. Uniklinikum Tübingen - Famulatur in der Inneren

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    Ich habe meine erste Famulatur in der Inneren Medizin (Kardiologie) absolviert, weil mich das Fach sehr interessiert. Für die Anmeldung zur Famulatur hatte ich ca. 2 Monate vor Beginn eine Email an das Studentensekretariat der Medizinischen Klinik in Tübingen geschrieben und gefragt, in welchen Abteilungen es noch Famulaturstellen gab.

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    Ein paar Tage danach erhielt ich auch schon die Antwort von Frau Maul (Studentensekretariat) und konnte mir eine Abteilung aussuchen. Ich entschied mich für die Kardiologie. Zu meinem Glück teilte sie mich in eine Station ein die gemischt war, d.h. es war eine kardiologische und gastroenterologische Station. Etwa 2/3 der Patienten waren Kardio-Patienten und der Rest waren Gastro-Patienten. So hatte ich die Möglichkeit, in beide Gebiete hinein zu schnuppern, um einen Eindruck davon zu bekommen. Insgesamt war es eine nette Atmosphäre auf Station und das Verhältnis zu den Stationsärzten, den Oberärzten und den Krankenpflegern war gut.

    Um 7:00 Uhr begann jeder Tag mit anstehenden Blutentnahmen (BE‘s). Am Anfang meiner Famulatur waren wir insgesamt noch 3 Studenten (ein PJ‘ler und 2 Famulanten), so dass es recht schnell ging und wir konnten dann auch rechtzeitig um 7:30 Uhr zur Kardiologen-Besprechung mitgehen. Dort erfuhren wir etwas von den einzelnen Stationen und was die verschiedensten Untersuchungen bei den Patienten für Befunde ergaben. Aber mit der Zeit wurden wir immer weniger Personen, so dass ich letztendlich dann gegen Ende meiner Famulatur der einzige Student auf Station war und somit alle BE’s alleine machen musste. Um ca. 9:00 Uhr begann die Visite. Im Anschluss daran kamen die ersten Patienten, die neu aufgenommen werden sollten und wir (die Studenten) nahmen diese dann auf – das dauerte ca. 1 Stunde pro Patient. Danach war es auch schon Mittagszeit und wir konnten alle gemeinsam zum Mittagessen in die Mensa gehen. Für die Famulanten ist das Essen kostenpflichtig und für die PJ’ler frei.

    Nach dem Mittagessen war es auch dann bereits nach 14:00 Uhr und auf der Station gab es oft wenig zu tun. Meistens konnten wir dann gegen 15:00 Uhr oder 16:00 Uhr gehen. Meistens konnten wir – wenn nicht gerade sehr viel zu tun war – auch mit den Ärzten mitgehen und die Untersuchungen der Kardio- und Gastro-Patienten anschauen. Dort gab es dann beispielsweise EPU, Herzkatheter, Vorhofflimmerablationen, Herzechos, STENT-Iimplantationen an Herzkranzgefäßen, RFA, Lebersekundenpunktion oder Coloskopien zu sehen. Zurückblickend hat es mir auf dieser Station sehr viel Spaß gemacht, da ich viel gelernt habe und das Personal auf sehr nett war. Ich könnte mir auch sehr gut vorstellen, dort ein Teil meines PJ’s zu absolvieren.


       
    Autor(in): Theofanis Ngamsri ([email protected])
      
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     11. Der Kreißsaal: Willkommen in der Gyn

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    Ich bin Assistenzärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, mittlerweile tatsächlich im dritten Jahr der Facharztausbildung angelangt, vor einiger Zeit von der Uniklinik an ein kleines Haus inmitten der Provinz gewechselt, und hier darf ich nun all das, was ich früher wenig bis gar nicht durfte:

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    - selbstständig operieren - einigermassen pünktlich heim gehen (vor allem nach dem Dienst!!!) - den OP betreten ohne direkt angebrüllt, schikaniert oder malträtiert zu werden (so eine Pinzette kann schon höllisch weh tun, wenn man sie mal volle Lotte auf den Fingerknöchel geklopft bekommt). - im Dienst auch mal essen (oder gar lesen, fernsehen, SCHLAFEN!!!…) - weniger als 2 Tonnen Briefe pro Tag schreiben, weniger als 5 Dutzend Patienten visitieren Kurzum: ich fühl mich ein wenig wie im gelobten Land. Mein Chef ist jung, dynamisch und AUSGESPROCHEN nett, bestellt nach einem langen Tag im OP schon mal Pizza oder Kebap für alle, und hat uns fürs Dienstzimmer einen neuen Fernseher gesponsert *ggg*. Die Kollegen sind kollegial, wenn auch leider reichlich dezimiert - wie überall in Deutschland herrscht auch bei uns akuter Mangel an MITarbeitern. Unser 5,5-Assistenzärzteschlüssel ist im Moment gerade mal zu 4,5 erfüllt. Allerdings ist eine Kollegin schwanger, sodass wir unsere Dienste nun noch mit 3 1/2 Stellen bedienen. Nicht schön, aber so ist es halt. Irgendwie geht es ja bekanntlich immer, und wir hoffen alle sehr auf Nachwuchs in Massen nach den Examina im Frühjahr. Nun zum Fach - Gyn, warum ausgerechnet Gyn? Es gibt 1000 Gründe dafür (und bestimmt ebenso viele dagegen) - man hat unglaublich viele Möglichkeiten, zu schalten und zu walten. OP-geil? Kein Problem. Es gibt immer irgendetwas zu operieren, von A wie akutes Abdomen (z.B. stielgedrehte Ovarialzyste oder die berühmt-berüchtigte “EUG”) bis Z wie Zervix-Ca ist für jeden Freund steriler Räumlichkeiten etwas dabei. Wenn es mal schnell gehen soll schiebt man eine nette kleine Sectio zwischen rein, für die Tüftler und Bastler darf es dann schon die mehrere Stunden dauernde Wertheim-Meigs sein. Keine Lust aufs operieren? Kein Problem - auch sonographisch bietet die Gyn ein weites Feld der Freude - ob es nun eher Brüste oder doch lieber schwangere Bäuche sein soll, kann jeder selbst entscheiden. Kein räumliches Vorstellungsvermögen? Keine Lust auf stundenlanges Füße platt stehen? Da wäre dann noch die Geburtshilfe(gern genommen auch in Kombination mit der Weiterbildung zum Fortpflanzungsmediziner - denn auch bei sinkenden Geburtenzahlen gilt: ein Kreißsaal bleibt selten lange leer (vor allem Nachts nicht). Und ist es nicht gerade das, was die Gyn ausmacht? Keine Krankheiten, kein Siechtum, statt dessen glückliche Mütter, gerührte Väter und krakeelende Babies?! Wer die großen Pathologien in Schwangerschaft und Geburtshilfe außen vor halten möchte, dem sei ans Herz gelegt, sich lieber an einem kleinen zu Haus bewerben, sonst ist es schnell mal vorbei mit der Glückseligkeit. Schlußendlich keine Lust mehr auf Krankenhäuser und Kliniken? No Problem - Niederlassung ist das Zauberwort! Bekanntlich ist ja die Hälfte der Weltbevölkerung weiblichen Geschlechts. Die Kundschaft ist somit quasi zeitlebens gesichert - und der Laden brummt So, das war es fürs Erste. Aber keine Sorge: heute ist nicht alle Tage! - am Samstag nehm ich euch dann mal mit in den Dienst.

    [Zum Kreißsaal-Blog von Josephine - klick hier]

       
    Autor(in): Josephine ([email protected])
      
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     12. Anatomie-Special: Interviews zum Präpkurs

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    Der Präpkurs ist sicherlich DAS Highlight der vorklinischen Ausbildung: denn hier lernt der angehende Mediziner den Aufbau des menschlichen Körpers bis in das letzte Detail kennen. Wir waren neugierig, wie Studenten hierzulande den Präpkurs erlebt haben. Lies unsere Interviews, die dir einen Einblick in die Erfahrungswelt junger Mediziner liefern.

    1. Kannst du dich noch an den Augenblick und die Szene erinnern, als du den Präp-Saal zum ersten Mal betreten hast? Wie sah das aus und was ging dabei in dir vor?

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    Wir hatten im 1. Semester vor dem eigentlichen Präp-Kurs einen Kurs, in dem Knochen erläutert wurden. D.h. wir waren an den Präpsaal schon gewohnt. Am ersten Tag des Präp-Kurses sah es nicht wesentlich anders aus, nur dass auf den Metalltischen große blaue Tüten lagen; die Leichen waren so nicht zu sehen und wurden erst vom Tischdozenten ausgepackt.

    2. Hast du auch im Vorfeld vor dem ersten Termin des Präp-Kurses schon vermehrt an das „Erste Mal Präppen“ gedacht? Habt ihr in der Vorlesung dieses Thema ausführlicher behandelt?

    An eine gezielte Vorbereitung in der Vorlesung kann ich mich nicht erinnern. Ich war vor dem ersten Präp-Termin schon aufgeregt aber nicht lange Zeit davor.

    3. Mit welchen Erwartungen bist du in den Präp-Kurs gegangen? Wurden Sie erfüllt oder eher enttäuscht?

    Erwartet habe ich die Struktur des menschlichen Körpers zu erlernen. Leider lief mein Präp-Kurs sehr unorganisiert ab (Übergangssemester zwischen alter und neuer AO; sehr unerfahrene Dozentin), so dass es sehr schwer war, einen Überblick zu bewahren.

    4. Was war in deinen Augen das absolute Highlight des Präp-Kurses, an das du dich noch heute erinnerst?

    Die Präparation der (Bauch-) Organe fand ich sehr spannend. Allgemein all das plastisch zu sehen, was man im Atlas ja nur zweidimensional sieht, ist sehr interessant.

    5. Welches Themengebiet fandest du am schwierigsten zu lernen?

    Den Kopf-Hals-Bereich fand ich ziemlich schwierig.

    6. Was hat dir beim Präppen am meisten Spaß gemacht?

    Die Präparation der Bauchorgane fand ich super spannend.

    7. Und im Gegenzug: was fandest du beim Präp-Kurs am unangenehmsten?

    Das Aufräumen am Ende. Insbesondere die große Tonne, in der alle Reste landeten und die sehr unangenehm roch.

    8. Wie häufig und wie lang fand der Präp-Kurs statt?

    Dreimal pro Woche - jeweils 3 Stunden

    9. Konnten am Präp-Nachmittag alle gleichzeitig und im Team präparieren oder ging das abwechselnd?

    Während der Präp-Vormittage war 1 1/2 Stunden die eine Hälfte und die anderen 1 1/2 Stunden die andere zum Präppen eingeteilt, aber gegen Ende wurde das nicht mehr so streng gehandhabt.

    10. In welcher Form und Häufigkeit mussten Testate und Prüfungen absolviert werden?

    Im 2. Semester: 1. Situs 2. Bein und Rücken 3. Kopf-Hals und Arm und im 3. Semester die Neuroanatomie.

    11. Der Umgang mit Leichen ist sicher für einen Anfänger nicht leicht. Hattest du hier auch im weiteren Verlauf noch Probleme oder hast du dich einfach dran gewöhnt?

    Ich habe mich recht schnell dran gewöhnt und auch als Hiwi im Präp-Kurs weitergearbeitet.

    12. Wurde über die Herkunft der Personen und den nötigen Ablauf, sich der Lehre und Wissenschaft z.B. für den Anatomie-Kurs zur Verfügung zu stellen, gesprochen?

    Ja, mehrfach.

    13. Gab es nach dem Ende des Präp-Kurses eine Art Trauerfeier, an der auch die Präp-Kurs-Studenten teilnehmen konnten? Falls ja: was ging dabei in dir vor, woran hast du gedacht und welche Bilder stiegen in deinem Innern auf?

    Ja, es gab eine von der Uni organisierte Trauerfeier. Sie war sehr respektvoll und schön gestaltet. Ich hatte allerdings kein gutes Gefühl als die Angehörigen an uns Studenten vorbei aus der Kirche gingen. Sie waren sehr in ihre Trauer vertieft und sicherlich von der Masse von nicht persönlich trauernden Menschen überfordert.

    14. Würdest du gerne den Präp-Kurs noch einmal absolvieren (weil es so großen Spaß machte und interessant war) oder bist du der Ansicht "Einmal genügt".

    Ich würde den Präp-Kurs in der Form, in der ich ihn hatte (Übergangssemester zwischen alter und neuer AO) nicht noch mal machen. Inzwischen hat meine Uni die Struktur aber deutlich verbessert und, da ich den Kurs allgemein sehr interessant fand, habe ich ihn als Hiwi auch weitere 3 Semester noch mal gemacht.

    15. Welche Tipps würdest du Studenten geben, die den Präp-Kurs noch vor sich haben?

    Es einfach auf sich zu kommen lassen und sich eingestehen, dass es anfangs eine merkwürdige Situation ist! Parallel zum Kurs (und nicht nur für die Testate) lernen und vor allem im Team an der Leiche lernen!

    Das 3B Scientific-Anatomiespecial
    Dieser Artikel ist Teil des redaktionellen Specials zum Thema Anatomie, das wir dir mit freundlicher Unterstützung von 3B Scientific, dem renommierten Hersteller anatomischer Modelle, präsentieren können.

    [zum Anatomiespecial - klick hier]


       
    Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
      
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     13. In den Foren gelauscht

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    Mit mehr als 1000 Beiträgen in der Woche findest Du in den Diskussionsforen von MEDI-LEARN zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In unserer Rubrik "Gelauscht" wollen wir Dich in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findest Du das ein oder andere Thema, das Dich auch interessiert - ein Klick und Du bist mit dabei:

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    Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
      
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     14. Impressum / Abofunktionen / Mitarbeit

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    Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der Onlinezeitung:
    Redaktionsleitung: Jens Plasger & Christian Weier, Redaktion: Thomas Trippenfeld (Redakteur), Daniel Luedeling (Arzt und Cartoonist), Rolf Bößmann (Redaktion), Stefan Ritt (Programmierung), Simone Arnold (Redakteurin), Kjell Wierig (Mediengestalter), Dr. Marlies Weier (Ärztin und Redakteurin), Jan-Peter Wulf (Redakteur), Dominika Sobecki (Redakteurin), Kristina Junghans (Mediengestaltung), Trojan Urban (Arzt und Redakteur), Anne Reuter (Redaktion), Stan, Reporter für Extremeinsätze,

      
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