26.05.2009

Ausgabe 449

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591681 Auf Hannibals Spuren
Auf Hannibals Spuren studiert Miriam Wollny seit rund einem Jahr an der Medizinischen Hochschule in Hannover. Sie stellt uns ihre Uni in einem Porträt anschaulich vor. ...

In Kooperation mit: Georg Thieme Verlag  *  Deutsche Ärzte Finanz  * deutsche apotheker- und ärztebank

 
 Inhalt (jetzt auch anklickbar)
1.Editorial
2.Berge, stutz und tolles Teaching (Teil 4)
3.Uniportrait MHH – So sieht es bei uns aus
  
4.Witz der Woche: Heavy Metal
5.Famulatur in der Plastischen- und Handchirurgie
6.Nichts-tun verändert das Gehirn
  
7.Der PJ-Blog: Put Your Lights On
8.Fit für die Tropen - Sommerakademie
9.Theodor-Billroth-Akademie 2009 – bewirb dich jetzt!
  
10.In den Foren gelauscht
11.Impressum
    
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 1. Editorial
  

Hallo,
weiter geht es kurz vor Pfingsten mit einem neuen Newsletter für junge Mediziner, dieses Mal randvoll mit Erfahrungsberichten aus erster Hand: Miriam liefert ein ausführliches Porträt ihres Studiums an der MMH in Hannover. Was das besondere an dieser Uni ist, verrät sie uns in ihrem Artikel. Im PJ-Blog von Sebastian gehen die Lichter nicht aus, sondern es heisst: "Put Your lights on". Er berichtet uns von seiner ersten PJ-Woche in der Unfallchirurgie und hat in seinen ersten Tagen schon eine Menge erlebt und gesehen.

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Lucia Hagmann schildert im Gastbeitrag aus der Via medici von Thieme weitere Details zum Thema Schweiz. Kathrin absolvierte ihre Famulatur in der Plastischen- und Handchirurgie der Universitätsklinik Erlangen-Nürnberg: Ob die Ärzte ihr das Fach näher bringen konnten? Desweiteren möchten wir dir einen Blick auf die Sommerakademie "Globale Gesundheit" sowie die Theodor-Billroth-Akademie 2009 empfehlen, die wir heute kurz vorstellen.

Schöne Pfingsten und viel Spaß bei der Lektüre wünschen dir
Thomas, Kjell, Jens und Christian
Redaktion MEDI-LEARN

  

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 2. Berge, stutz und tolles Teaching (Teil 4) - aus Via medici 05/08

- zurück zum Inhalt -

  

Ein weißes Kreuz auf rotem Grund ziert die Schweizer Flagge. Umgedreht erinnern diese Farben an ein bekanntes Erste-Hilfe-Symbol. Für viele junge Mediziner aus Deutschland ist das Programm: Sie gehen in die Schweiz, weil sie dort Rettung vor heimischen Verhältnissen erhoff en. Doch ist die Schweiz wirklich das „gelobte Medizinerland“?

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Im Moment spart die Schweiz mit jedem „importierten“ Arzt etwa eine Million Franken Ausbildungskosten (etwa 612.660 Euro). Trotzdem empfangen die Schweizer die deutschen Einwanderer nicht immer mit offenen Armen. Deutsche gelten zwar als zuverlässig und fleißig, aber auch als hektisch, überheblich und laut. Anfang 2007 startete eine große Schweizer Tageszeitung die Serie „Wie viele Deutsche verträgt die Schweiz?“ und titelte unter anderem mit Schlagzeilen wie „Machen Deutsche aus der Schweiz ein zweites Mallorca?“. Solche Titel zeigen, dass viele Schweizer die reelle Angst quält, dass ihnen „billige deutsche Arbeitskräfte“ die Jobs wegnehmen. Der Schweizer Arbeitgeberverband und Gewerkschafter argumentieren, dass die Zuwanderung positiv für Wachstum und Beschäftigung sei. Schließlich erwirtschaften deutsche Arbeitnehmer in der Schweiz nicht unerhebliche Geldbeträge und geben ihre verdienten Franken auch größtenteils wieder in der Schweiz aus. Trotz solcher besonnener Stimmen ist die Schweiz aber nicht gefeit vor wenig rationalen Abwehrreflexen. So besteht seit Juli 2002 in der Schweiz ein Zulassungsstopp für neue Arztpraxen, der vor einer „Ärzteflut“ aus der EU schützen sollte. Tatsächlich droht der Schweiz jetzt aber besonders in ländlichen Regionen ein enormer Hausärztemangel, da immer mehr junge Schweizer Assistenzärzte eine Praxistätigkeit scheuen. Sie bleiben lieber in den Spitälern, spezialisieren sich dort oder wandern in andere Branchen ab.

Aber auch auf deutscher Seite gibt es Vorurteile. Von Schweizern heißt es, sie seien höflich und sorgfältig, aber auch stur und langsam. Nicht wenigen Deutschen fällt es schwer, den richtigen Zugang zu ihnen zu finden. Dr. Knecht führt dies auf ein Kommunikationsproblem zurück. „Deutsche kommunizieren direkter“, sagt er. Er muss es wissen, denn seine Frau ist Deutsche. Für einen gelungenen Karrierestart ist es umso wichtiger, die Schweiz als eigenes Land mit einer eigenen Kultur anzunehmen und den Schweizern mit Offenheit, Neugier und Einfühlungsvermögen zu begegnen. Dazu gehört natürlich auch, dass man den helvetischen Dialekt respektiert. Für die Deutschschweizer ist ihre Mundart ein wichtiges Element ihres Nationalgefühls, da er sie vom nördlichen Nachbarn abgrenzt. Dabei sollte man diese sprachliche Barriere nicht unterschätzen. Die meisten Deutschen brauchen schon ein paar Monate, bis sie sich in das „Schwyzerdütsch“ so weit eingehört haben, dass sie sich im Dschungel des Krankenhausjargons mit seinen „Schlägli“ (Schlaganfall) und „Röhrli“ (Blutröhrchen) zurechtfinden. Einzig die sprachverwandten süddeutschen Schwaben oder Alemannen haben da gewisse Startvorteile. In Österreich gilt das für die Vorarlberger. Viele lernen da lieber gleich eine „richtige“ Fremdsprache und starten ihre Karriere in einem Kanton in der „lateinischen“ Schweiz – zum Beispiel in der französischsprachigen Welschschweiz oder im italienischsprachigen Tessin.

Wie man als Mediziner zwischen Deutschland und der Schweiz Brücken bauen kann, hat uns einer der berühmtesten Ärzte der Medizingeschichte vorgemacht. Der gebürtige Schweizer Paracelsus hatte nie Respekt vor Landesgrenzen. Er führte sein Leben lang ein Wanderleben zwischen Süddeutschland, Oberitalien, der Schweiz und Österreich. Sein Motto lautete: „Mensch frage, lerne und schäm dich nie, zu fragen und zu lernen.“ Deutsche Ärzte, die in der Schweiz ihr Glück suchen, sollten das beherzigen – dann werden sie es auch finden.

Autorin: Lucia Hagmann - aus Via medici 05/08



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Autor(in): Lucia Hagmann - Via medici Volontärin ([email protected])
  
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Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte

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Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten

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MEDI-LEARN im Frühjahr 2009 auf Deutschlandtour
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Rostock 27.05.2009
Hamburg 28.05.2009
Marburg 03.06.2009
Bochum 04.06.2009
Halle 08.06.2009
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 3. Uniportrait (MHH) – So sieht es bei uns aus

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Ich studiere seit einem Jahr an der Medizinischen Hochschule Hannover und kann sagen, dass ich sehr zufrieden bin. Die Medizinische Hochschule Hannover ist eine eigenständige Uni, an der die Studiengänge Human- und Zahnmedizin, Biomedizin (Master), Biochemie und Public Health angeboten werden.

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Da dort nur medizinische Berufe angeboten werden, haben wir den großen Vorteil, dass alle Einrichtungen und Institute vor Ort sind und wir nicht zwischen einzelnen Unigebäuden in der gesamten Stadt hin- und herpendeln müssen. So kommt man im Trockenen von der Bibliothek direkt ins Hauptgebäude der Uniklinik und die Mensa. Sicherlich ist die MHH etwas außerhalb von Hannover am Stadtrand gelegen, aber mit der Bahn oder dem Fahrrad bequem zu erreichen. Und der wohl größte Pluspunkt der MHH (meines Erachtens) ist der Modellstudiengang Hannibal. Das heißt konkret für den Studenten kein Physikum, sondern physikumsäquivalente Modulabschlussprüfungen!!

So hat man z. B. im ersten Studienjahr im März seine Zellbiomodulprüfung, im Juli die Chemiemodulsprüfung und im August ist dann Anatomie dran. Im zweiten Jahr steht dann im Februar Biochemie an, im März kann man sich um Physik kümmern, der Juni wird mit Psychologie ausgefüllt und im September ist die Physiologieabschlussprüfung. Das heißt also kein Physikumsstress, sondern man hat wirklich immer genug Zeit, sich auf die einzelnen Prüfungen vorzubereiten. Außerdem können von den einzelnen Professoren in ihren Vorlesungen und somit auch in den Klausuren – welche eng mit den Vorlesungen und Kursen verknüpft sind – Schwerpunkte gelegt werden und man fühlt sich als Student sicherlich vorbereiteter, als wenn man vor zentralen Fragen des IMPP zittern muss.

Des Weiteren sind im Modellstudiengang Vorklinik und Klinik eng verflochten und der Patient wird in den Mittelpunkt gestellt. So gibt es im 1. Studienjahr die Lerneinheit „Propädeutikum“. Das sind themenbezogene Wochen wie mit dem Oberthema „Brustkrebs“ oder „Lungenerkrankungen“, wobei morgens fachspezifische Vorlesungen und Patientenvorstellungen sind, in der man sich beispielsweise an einer Anamnese über kann und nachmittags mit den Betreuern auf die Stationen geht und Patienten auskultiert oder abhört.

Es wird also gleich zu Beginn des Studiums Wert auf Praxis und klinisch bezogenes Vorgehen gelegt. Bei solchen Veranstaltungen merkt man als Student der Vorklinik auch, wofür man sich dieses ganze trockene Lernen antut. Diesen Modellstudiengang gibt es erst seit dem Wintersemester 2005/2006, so dass er noch relativ jung ist und anfangs sicherlich etwas unorganisiert war, aber bei mir (in der dritten Generation sozusagen) war die Abstimmung und Organisation bis auf Unklarheiten vom Studiendekanat zwecks terminlichen Überschneidungen gut. Auch ist es möglich, nach den zwei Jahren Vorklinik zu anderen Universitäten zu wechseln, da man schließlich eine Physikumsäquivalenz erhält.

Eine andere Eigenheit der MHH ist nicht die Einteilung in Semester, sondern in Tertiale – also quasi Trimester. So dauert ein Tertial 10 Wochen, wobei das erste von Mitte Oktober bis Weihnachten dauert. Es folgen dann drei volle Wochen Ferien, bevor man ins 2. Tertial bis Mitte März startet und danach 5-6 Wochen „Osterferien“ genießen kann. Das 3. Tertial beginnt schließlich Anfang Mai bis Mitte Juli und danach gibt es lange Ferien bis Oktober!!

Natürlich spielt auch bei uns das Internet eine große Rolle. Prüfungstermine und Ähnliches werden immer per E-Mail bekannt gegeben. Ebenso sind Prüfungsergebnisse, Vorlesungen und Übungsfragen in der elektronischen Internetplattform der MHH zu finden, in die man sich mit seiner Matrikelnummer einloggen muss. Die Vorlesungen finden immer vormittags statt und sind grundsätzlich nicht anwesenheitspflichtig, die Nachmittagsveranstaltungen wie Kurse, Praktika und Seminare dagegen schon. Neben den Vorlesungen ist das Selbststudium und eigenständiges Lernen aber nicht wegzudenken, so dass man doch zwangsläufig bei den Vorlesungen Prioritäten setzen muss. Schließlich hat man im 1. Studienjahr jede Woche beim Präppen ein Anatomietestat und im 2. Studienjahr wöchentlich Biochemietestate. Dadurch können aber auch einzelne Themen in Anatomie sehr viel gründlicher gelernt werden, da wir wöchentlich kleinere Körpergebiete lernen und nach ca. 4 Wochen immer ein großes Testat über die gesamte Region haben. So lernt man z. B. erst den Oberschenkel mit Hüftgelenk etc., dann den Unterschenkel, schließlich den Fuß und bringt im großen Testat alles in einem Zusammenhang. So haben wir also 4 Wochen für das Themengebiet „Untere Extremität“, anstatt alles für ein Testat zu lernen und danach sofort wieder zu vergessen.

Aber nun genug zum Studium. Das Studentenleben um das Studium herum soll schließlich auch Spaß machen. So sind zum einem die MHH-Parties berühmt, wie besonders zu Semesterbeginn die „Erstis-Fete“. Auch wird jeden Montag Abend im Scope, dem Unikino, ein Film gezeigt. Man hat auch die Möglichkeit, dem MHH-Chor oder Orchester beizutreten und natürlich kann man die zahlreichen Angebote des Hochschulsports nutzen, wobei sich dann auch die Gelegenheit bietet, mit anderen Studenten z. B. von der Hauptuni Hannover in Kontakt zu treten. Schließlich soll der Spaß auch nicht zu kurz kommen. Ein Manko der MHH: die hohen Studiengebühren. Denn mit ca. 750,00 € pro Semester sind diese schon eine ganz schön große Belastung. Aber dafür erhält man auch ein Niedersachsen-Ticket der Deutschen Bahn, so dass viele Studenten dafür wenigstens umsonst oder zumindest schon einmal reduziert am Wochenende nach Hause fahren können.

Langsam merkt man als Student auch, dass die Studiengebühren aber nun doch zugunsten der Studenten eingesetzt werden und dass die Erstsemester immerhin Kittel, Handschuhe und Skalpelle gestellt bekommen, auch wenn wir jetzt nicht mehr davon profitieren. Auch die Mensa ist ziemlich teuer, denn für ein durchschnittliches Mittagessen wird man schon mal leicht 3,00 € los. Auch von außen sieht die MHH jetzt nicht gerade schön aus: Alte Backsteinhäuser aus den 1960er-Jahren, die seitdem anscheinend noch nie renoviert worden sind. Aber man kann nun einmal nicht alles haben. Ich bin jetzt sehr zufrieden, von der ZVS nach Hannover geschickt worden zu sein und kann es jedem nur empfehlen. Also, ich hoffe, wir sehen uns bald!


   
Autor(in): Miriam Wollny ([email protected])
  
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 4. Witz der Woche: Heavy Metal

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Marvin spielt seinem Onkel die neuste Heavy Metal Platte vor. "Na, hast Du schon mal so einen coolen Sound gehört?" "Ja, und zwar vor ca. zwei Tagen, als auf einer Kreuzung ein LKW vollbeladen mit Milchkannen mit einem Laster voller Schweine zusammenstieß."

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Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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 5. Famulatur in der Plastischen- und Handchirurgie

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Den zweiten Teil meiner letzten Famulatur habe ich in der Plastischen- und Handchirurgie der Universitätsklinik Erlangen-Nürnberg verbracht. Da mein Interesse während des klinischen Studienabschnitts und anderer Famulaturen für dieses Teilgebiet der Chirurgie geweckt wurde, wollte ich es auf diese Weise näher kennenlernen.

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Die Morgenbesprechung fand auf dieser Abteilung immer um 7:15 Uhr statt (mittwochs um 7:00 Uhr). Hier wurden geplante Operationen teilweise mit Bildern besprochen und die Vorkommnisse des Nachtdienstes berichtet. Im Anschluss gingen alle Ärzte, PJ´ler und Famulanten (die erste Woche waren wir zu zweit, dann war ich alleine) auf Visite. Danach musste Blut abgenommen, Infusionsnadeln gelegt und Aufnahmen erledigt werden. Hin und wieder war ein PJ´ler für den OP zum Assistieren eingeteilt, was nach Absprache mit diesem übernommen werden konnte. Wenn auf Station alles erledigt war, konnte man in die Ambulanz gehen und dort zusehen, wobei zu sagen ist, dass dort auch PJ´ler anderer chirurgischer Stationen waren und man sich dort auf den Füßen herum stand. Zweimal pro Woche gab es eine Spezialsprechstunde der Plastischen- und Handchirurgie, in der dann hin und wieder auch etwas erklärt wurde. Offiziell endete der Tag überhaupt nicht, egal ob etwas zu tun war oder nicht, heim geschickt wurde man nicht. Eigentlich interessierte es auch niemanden, ob man anwesend war oder nicht, wenn die Stationsarbeit erledigt wurde.

Letztendlich ist zu sagen, dass mir alles, was ich in diesen zwei Wochen gelernt habe, von den sehr netten PJ´lern erklärt wurde (u.a. auch, dass ich mir Kleidung in der Wäscherei abholen kann), die Ärzte eigentlich fast gar kein Engagement den Studenten gegenüber gezeigt haben (auch nicht den PJ´lern) und mir somit dieses Fach nicht näher gebracht wurde – was ich eigentlich erhofft hatte. Ich persönlich war froh, dass ich nur 2 Wochen auf dieser Station famuliert habe und würde es offen gestanden und ganz ehrlich gesagt auch nicht wieder tun. Allerdings kann ich empfehlen, auch eine Famulatur an einer Universitätsklinik zu machen, um einmal selbst das Klima und die Arbeitsweise dort kennen zu lernen.


   
Autor(in): Kathrin Backhaus ([email protected])
  
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 6. Nichts-tun verändert das Gehirn

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Aus der Untersuchung von Profi-Musikern und erfahrenen Blindenschrift-Lesern ist bekannt, dass häufiger und intensiver Gebrauch der Hände zur Entwicklung außergewöhnlicher sensomotorischer Fähigkeiten führt. Auch die Repräsentation der Hände auf der "Körperlandkarte" im Gehirn vergrößert sich durch das Training. Allerdings funktioniert dieser Prozess auch umgekehrt, wie die neurowissenschaftliche Bochumer Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Martin Tegenthoff (Neurologische Klinik Bergmannsheil) und PD Dr. Hubert Dinse (Institut für Neuroinformatik) jetzt festgestellt hat.

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Current Biology: Kortikale Gehirnkarten schrumpfen, Tastsinn lässt nach
Wird eine Hand - etwa wegen eines Gipsarms - eine Weile nicht benutzt, verkleinert sich die Repräsentation im Gehirn und der Tastsinn lässt messbar nach. Um herauszufinden, wie sich ein vorübergehender Nichtgebrauch der Hände auf das Gehirn und die Verhaltensleistungen auswirkt, untersuchten die Forscher eine Reihe von Patienten, die aufgrund eines Unfalls über mehrere Wochen hinweg einen Gips an Arm und Hand tragen mussten und die betroffene Hand im Alltagsgeschehen kaum benutzten. Das jeweilige Ausmaß der Benutzung von gesunder und betroffener Hand wurde durch Sensoren aufgezeichnet. Die Forscher maßen dann die Auswirkungen der Bewegungseinschränkungen zum einen auf die Organisation der Hand-Repräsentation im Gehirn und zum anderen auf den Tastsinn: Die Versuchspersonen sollten unterschiedlich eng beieinander stehende Nadelspitzen durch Ertasten mit dem Zeigefinger unterscheiden. In Abhängigkeit vom räumlichen Abstand werden beide Spitzen getrennt, oder bei zu geringem Abstand nur noch als eine einzelne Spitze wahrgenommen. Der Abstand, bei dem gerade noch zwei getrennte Spitzen wahrgenommen werden, ist ein Maß für die Güte des Tastsinns. Beide Messungen nahmen sie zweimal vor, das erste Mal zwei bis drei Wochen nachdem der Gips angelegt worden war, das zweite Mal zwei bis drei Wochen nach Gipsabnahme.

Tastsinn lässt merklich nach
Durch den Einsatz funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) - ein bildgebendes Verfahren, das das Ausmaß der bei einer Tätigkeit aktiven Hirnbereiche sichtbar macht - konnten sie zeigen, dass eine Stimulation des Zeigefingers der betroffenen Hand eine wesentlich geringere Aktivität im entsprechenden Hirnbereich (somatosensorischer Kortex) auslöste als die Stimulation des Zeigefinger der gesunden Hand. Ebenso war der Tastsinn der betroffenen Hand im Vergleich zur gesunden Hand und zur Leistung gesunder Kontrollpersonen stark beeinträchtigt. Mit der betroffenen Hand nahmen die Versuchspersonen zwei Nadelspitzen noch als eine einzige wahr, auch wenn sie mit der gesunden Hand deutlich spürten, dass es sich um zwei Spitzen handelte. Zwei bis drei Wochen nach der Gipsabnahme war von diesen Beeinträchtigungen nichts mehr festzustellen: Die Hirn-Repräsentation der ehemals betroffenen Hand unterschied sich nicht mehr von der gesunden Hand, und der Tastsinn verbesserte sich wieder auf das Niveau der gesunden Hand bzw. der Leistung gesunder Kontrollpersonen. "Schon wenige Wochen Nichtgebrauch von Hand und Fingern haben also messbare, negative Konsequenzen für Gehirnorganisation und sensomotorischen Leitungsfähigkeit des Menschen, die allerdings reversibel sind", sagt Dr. Dinse. "Nicht-Benutzung wird demnach vom Gehirn genauso beantwortet wie intensivere Benutzung. Tut man nichts, passiert im Gehirn nicht nichts, sondern Gehirnfunktionen werden eingeschränkt". Diese Resultate deuteten darauf hin, dass der kontinuierliche Strom von Sinneswahrnehmungen notwendig sein könnte, um eine effiziente Gehirnorganisation somatosensorischer Areale aufrechtzuerhalten und sensomotorische Leistungsfähigkeit zu ermöglichen.


   
Autor(in): Dr. Josef König (RUB Bochum) ([email protected])
  
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Neural Plasticity Lab
  
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Auch noch anderes im PJ gesehen als Spritzen?

Das Praktische Jahr ist Ziel und Höhepunkt des Studiums: Endlich eigene Patienten untersuchen und behandeln, Diagnosen stellen und Therapieschemata ausarbeiten. Ist es so, oder sind Sie immer noch Blutsklave, Hakenhalter oder Laufbursche? In der Via medici-PJ-Umfrage 2009 können Sie Ihr PJ bewerten.

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 7. Der PJ-Blog: Put Your Lights On

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Die erste Woche mit vier PJlern geht zu Ende. Wie ich bereits geahnt habe, verteilt sich die bislang von zwei PJlern absolviere Arbeit nun auf vier, so dass manchmal Leerlauf entsteht. Nun habe ich Zeit, während der Arbeit mal was nachzulesen, Fragen fürs Hammerexamen zu kreuzen oder Krankheitsbilder nachzubereiten.

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Auch bin ich flexibler bezüglich der Arbeitszeiten: So ist es unproblematisch, einen Nachtdienst zu machen, da man sich am nächsten Tag freinehmen kann, ohne dass alles auf einem PJler lastet. Gesagt, getan. Nachdem der Dienstag unspektakulär über die Bühne ging, wartete am Mittwoch auf mich ein Highlight: Ich durfte am Notarztdienst teilnehmen. Ausgerüstet mit meinen alten Arbeitsschuhen aus meiner Rettungsdienstzeit und dem Notarztmelder wartete ich mit meinem Kollegen aus der Unfallchirurgie in der Ambulanz auf Einsätze. Diese Kombination aus Ambulanz und Notarztdienst ist ideal, da sie die perfekte Symbiose aus Lernen und Action darstellt!

Bis zum Nachmittag gab es keinen einzigen Einsatz (typisches Praktikantenphänomen), dafür war der Andrang auf die Notaufnahme umso größer. Ich untersuchte Patienten, bereitete sie prästationär auf ihre Operation vor und durfte viele viele Röntgenbilder befunden. Dann kam der erste Einsatz: Ein Asthmapatient im Rettungswagen bekommt immer schlechter Luft, so dass die RTW-Besatzung einen Notarzt nachforderte. Also ging es zum NEF(Notarzteinsatzfahrzug), um kurze Zeit später mit 140 km/h dem RTW entgegenzufahren. Eigentlich ein unspektakulärer Routineeinsatz, aber doch das tägliche Brot im Notarztwesen. Da ich mit dem Diensthabenden aus der Ambulanz sehr gut auskomme und der mir sehr viel erklärt, beschloss ich, den Abend in der Notaufnahme zu verbringen, um parallel dazu auf weitere Notarzteinsätze zu warten (zwei Fliegen, eine Klappe).

Mein Plan ging auf: Wir hatten zwei weitere Einsätze(eine Patienten mit Synkope und einen dicken knackigen Schlaganfall) und in der Notaufnahme gab es auch noch jede Menge zu sehen. Gegen Abend gibt es häufig Platzwunden durch Stürze oder Schlägereien, die einer Wundnaht bedürfen. So bekommt der PJler die Chance, ausgiebige Wundversorgungen machen zu können. So macht Unfallchirurgie Spaß

[Zum PJ-Blog von Sebastian - klick hier]

   
Autor(in): Sebastian ([email protected])
  
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 8. Fit für die Tropen

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Die Sommerakademie „Globale Gesundheit“ bereitet dich auf medizinische Einsätze in südlichen Entwicklungsländern vor. Du planst demnächst einen Studienaufenthalt in einem tropischen Land oder möchtest einfach mehr über medizinische Arbeit in Entwicklungsländern erfahren? Dann ist die Sommerakademie „Globale Gesundheit“ des Missionsärztlichen Instituts Würzburg genau das Richtige für dich! Hier kannst du vom 26.06. bis zum 07.07.2009 reichlich Kenntnisse und Fertigkeiten in den Bereichen Tropenmedizin, Gesundheitsmanagement und kulturelles Wissen sammeln, die dich bestens auf einen Einsatz im Ausland vorbereiten! Bewirb dich jetzt, Einsendeschluss ist der 01.06.2009!

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Rund um medizinische Entwicklungshilfe
Während der knapp zweiwöchigen Akademiezeit wirst du in Vorlesungen, Planspielen, praktischen Übungen und Gruppenarbeit bestens auf einen medizinischen Einsatz in einem südlichen Entwicklungsland vorbereitet. Du gewinnst einen Einblick in die medizinische Praxis unter einfachsten Bedingungen und bekommst einen Überblick über die Behandlung von Krankheiten wie Malaria, HIV oder Wurminfektionen. Besprochen werden auch zahlreiche Themenkomplexe aus dem Bereich Public-Health, so z.B. die Gesundheit von Frauen, Erkrankungen durch Wasser, Kriegstraumata oder Medikamentenversorgung. Außerdem erfährst du einiges über die Hintergründe von Armut und Krankheiten in tropischen Gebieten. Besprochen werden u.a. geschichtliche Entwicklungen, sozioökonomische Zusammenhänge und kulturelle Besonderheiten. Für Ausgleich und Abwechslung sorgt ein Freizeitprogramm mit Party, Stadtführung und Trommelworkshop, bei dem du ausgiebig entspannen kannst.

So bist du dabei
Du möchtest mitmachen? Dann bewirb dich bis zum 01.06.2009 mit einem schriftlichen Lebenslauf beim Missionsärztlichen Institut! Bewerben kann sich jeder Medizin-Studi, der das zweite Kliniksemester abgeschlossen hat, sich nach der Regelstudienzeit also mindestens im 7. Studiensemester befindet. Die Akademie bietet Platz für max. 30 Teilnehmer. Studis, die in 9 bis 12 Monaten nach Besuch der Sommerakademie einen Auslandsaufenthalt planen, werden bevorzugt. Die Seminargebühr beträgt EUR 150,- ohne Unterkunft und Verpflegung, Gästezimmer sind in begrenzter Zahl zu einem Aufpreis von weiteren EUR 150,- verfügbar.

Das Missionsärztliche Institut
Das 1922 gegründete Missionsärztliche Institut Würzburg begleitet Ärzte und Pflegekräfte bei ihren Arbeitseinsätzen in tropischen Ländern v.a. in Afrika. Am Institut arbeiten über 20 Fachkräfte aus dem medizinischen, labortechnischen und sozialwissenschaftlichen Bereich. Sie helfen beim Aufbau von Krankenhäusern und Gesundheitsdiensten in Entwicklungsländern. Darüber hinaus ist das Institut auch Träger der Missionsärztlichen Klinik, eines akademischen Lehrkrankenhauses der Uni Würzburg mit tropenmedizinischer Abteilung.


   
Autor(in): Dominika Sobecki (MEDI-LEARN) ([email protected])
  
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 9. Theodor-Billroth-Akademie 2009 – bewirb dich jetzt!

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Du hast die Vorklinik (fast) hinter dir bzw. stehst am Anfang des klinischen Studienabschnitts und interessierst dich brennend für Chirurgie? Dann sind die Sommerkurse der Theodor-Billroth-Akademie (TBA) genau das richtige für dich! Bewirb dich bis zum 7. Juni und komm mit etwas Glück in den Genuss eines exzellenten zweiwöchigen Programms, das die Uni-Klinik Tübingen vom 27. Juli bis zum 7. August 2009 für junge Chirurgie-Interessenten bereithält.

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Junge Chirurgen braucht das Land
Die TBA wurde 2008 aus dem Wunsch heraus gegründet, dem Nachwuchsmangel im Bereich Chirurgie entgegenzuwirken, der nicht zuletzt durch die Abwanderung junger Mediziner ins Ausland begründet ist. Ärzte in spe sollen angeregt werden, künftig in Deutschland als Chirurgen zu wirken. Die Sommerakademie ist das erste von mehreren Modulen zur aktiven Nachwuchsförderung, die langfristig in Tübingen geplant sind.

Auf Chirurgie-Anwärter zugeschnitten
Die TBA bietet dir ein praxisorientiertes, innovatives und abwechslungsreiches Curriculum, das dir umfangreiche Einblicke in den gegenwärtigen Stand der Chirurgie ermöglicht: Die Akademie beinhaltet u.a. einen vierstufigen Nahtkurs inkl. Instrumentenlehre, chirurgisch orientiertes anatomisches Präparieren an der Leiche sowie Kurse zur Wundheilung, Anastomosenheilung, Laparoskopie und Endoskopie. Darüber hinaus werden Querschnittfächer der Chirurgie wie Pathologie, Radiologie, Onkologie oder Immunologie behandelt. Das Besondere an der TBA-Lehre: die Barriere zwischen Experte und Student wird durch einen zusätzlichen Moderator aufgelöst, der zur Interaktion animiert.

Mehr als nur Fachwissen
Über tiefgehende praktische Einblicke in die Welt der Chirurgie hinaus bietet dir die TBA noch viel mehr: Im Lehrplan finden sich auch wirtschafts-, finanz-, gesellschafts- oder gesundheitspolitische Themen, die angehende Chirurgen betreffen und die im Studium für gewöhnlich nicht vermittelt werden. Des weiteren wird großer Wert auf die Vermittlung des Selbstverständnisses und der Denkmodelle von früheren Chirurgenschulen gelegt. Dies soll dazu beitragen, die Gegenwart der Chirurgie besser zu verstehen. Ein wesentlicher Bestandteil der TBA-Philosophie ist die Nivellierung der Barriere zwischen Studenten und Dozenten. Aus diesem Grund sind auch gemeinsame gesellige Abende, die Gelegenheit zum direkten und offenen Austausch bieten, Teil des einzigartigen Programms.

Auch du kannst dabei sein
Interesse bekommen? Dann bewirb dich schnell beim chirurgischen Institut der Uni-Klinik Tübingen, Einsendeschluss ist der 7. Juni 2009! Mitmachen kann jeder Studi aus einem der letzten vorklinischen oder einem der ersten klinischen Semester. Einzige Voraussetzung ist ein erfolgreicher Abschluss im Fach Anatomie.

Die Redaktion von MEDI-LEARN wünscht viel Erfolg!


   
Autor(in): Dominika Sobecki (MEDI-LEARN) ([email protected])
  
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 10. In den Foren gelauscht

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Mit mehr als 1000 Beiträgen in der Woche findest Du in den Diskussionsforen von MEDI-LEARN zu fast allen Themen den richtigen Gesprächspartner. In unserer Rubrik "Gelauscht" wollen wir Dich in der Onlinezeitung über einige der Diskussionsthemen auf dem Laufenden halten. Vielleicht findest Du das ein oder andere Thema, das Dich auch interessiert - ein Klick und Du bist mit dabei:

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Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected])
  
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