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1. Editorial |
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Hallo, auch im heutigen Newsletter halten wir wieder viele spannende, informative und lesenswerte Berichte, Nachrichtenmeldungen und Kolumnen aus der Welt der Medizin für dich bereit. Anne berichtet uns von ihrer Famulatur in Wien, wo sie auf der onkologischen und später auf der hämatologischen Station des AKH, dem großen Universtitätsklinikum Wiens, arbeitete.
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An der Hochschule Esslingen wird mit finanzieller Unterstützung des Landes an Möglichkeiten geforscht, effektive alternative Wege zu finden, viele Tierversuche vor allem in der Kosmetik-Industrie überflüssig zu machen. In Köln findet in den Monaten August und September auch in diesem Jahr wieder die Summerschool für Neurologie statt. Hier haben Medizinstudenten die Möglichkeit auf einem abwechslungsreichen Programm Dozenten aus Klinik und Forschung kennenzulernen und sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren. Studienbewerberin Maren berichtet uns in ihrem Blog von ihrer unterhaltsamen Abi-Abschlussfahrt nach Brüssel, Professor Steinhausen erzählt von der Zeit der Reformen an den Unis in den späten 60er Jahren, ein Witz der Woche, Forenlinks und weitere lesenswerte Artikel laden zur Lektüre der heutigen Ausgabe ein.
Viel Spaß beim Lesen wünschen dir
Thomas, Kjell, Jens und Christian
Redaktion MEDI-LEARN
Der Blick in die Zukunft: In der nächsten
Ausgabe der Onlinezeitung liest du am 14.07.2009:
o Davos – ein „Knochenjob“ in der Schweiz
o Cartoon der Woche: Niere
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Wien ist eine der schönsten Städte Europas. Mir schien es eine gute Idee, dort zu famulieren und gleichzeitig diese schöne Stadt zu erkunden. Da dies meine erste Famulatur werden sollte und ich noch nicht viele Erfahrungen in der Klinik hatte, entschied ich mich für die Innere Medizin.
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Das Allgemeine Krankenhaus in Wien (AKH)
Das AKH ist das große Universitätsklinikum in Wien. Es verfügt über mehr als 2000 Betten.
Für den Famulaturplatz brauchte ich nur eine Email schreiben und bekam sogleich eine Zusage. Für die ersten 2 Wochen wurde ich auf einer onkologischen Station eingeteilt und die letzten 2 Wochen verbrachte ich auf der Hämatologie. Weiße Kleidung bekommt man gegen ein Pfand von 25 Euro gestellt. Essensmarken gibt es leider keine. Das Krankenhaus verfügt aber über einen eigenen Bäcker und einen kleinen Supermarkt, die Alternativen zum teuren Kantinenessen bieten.
Klinikalltag im AKH
Die Ärzte auf meinen Stationen waren sehr nett. Mein Arbeitstag fing morgens um 8 Uhr an und endete meist gegen 13:00 Uhr. Neben Blut abnehmen und Zugänge legen habe ich vor allem Aufnahmen gemacht, die ich dann anschließend an den Oberarzt übergeben musste und in den Computer eingetragen habe. Im AKH gehörte ebenfalls zu jeder Aufnahme ein EKG. Während der Visite herrschte immer eine angenehme Atmosphäre und mir wurde sehr viel beigebracht.
Unterkunft
Ich habe mir mit einer Freundin, die ebenfalls eine Famulatur im AKH gemacht hat, ein Doppelzimmer in einem Studentenwohnheim geteilt. Ein Großteil der Studentenwohnheimplätze in Wien wird über "WIHAST" http://www.wihast.at vergeben. Beworben haben wir uns im April; die Vergabe der Plätze erfolgte dann im Mai/Juni.
Wir hatten uns für das „Haus Vindobona“ entschieden. Dieses Haus befindet sich im 8. Bezirk und liegt 5 Minuten zu Fuß vom AKH. Pro Monat zahlte man im Haus Vindobona 218 Euro. Eine Kaution von 250 Euro bekam man nach den 4 Wochen zurück. Das Haus Vindobona verfügt über 230 Betten. In allen Zimmern gibt es ein eigenes kleines Bad mit Toilette, Dusche und Waschbecken. WLAN konnte man ebenfalls freischalten lassen.
Das Haus selber schien sehr leer. Die meisten Studenten ziehen in den Semesterferien aus. Unser Doppelzimmer war mit ca. 18 qm eher sehr klein. Wir hatten einen Schrank, 2 Betten und 2 Schreibtische. Die Etagenküche war sehr dreckig, aber es gab einen Wasserkocher und eine Mikrowelle. Leider konnten wir wegen der begrenzten Gepäckmitnahme beim Flug keine Töpfe etc. mitbringen.
Wien
Die Stadt Wien ist wirklich sehr schön. Es gibt unzählig viele Dinge zu besichtigen. Wir haben uns für 48 Euro ein Monatsticket für Bus und Bahn gekauft und waren somit recht flexibel. Neben den „Standards“, wie der Hofreitschule und Schönbrunn, sind noch sehr zu empfehlen: die Oper, in der bei jeder Vorstellung Restplätze für 2 Euro an Studenten vergeben werden, eine Parlamentbesichtigung für 2 Euro und ein Ausflug auf den Kahlenberg, von wo aus man die ganze Stadt bewundern kann.
Fazit
Dank der Billigfluglinien ist Wien von vielen Städten Deutschlands aus inzwischen gut und günstig zu erreichen und dank der Möglichkeit einer Unterkunft im Studentenwohnheim waren die vier tollen Wochen eine gute Gelegenheit, eine interessante Stadt genauestens unter die Lupe zu nehmen.
Kontakt:
Allgemeines Krankenhaus - Universitätskliniken
1090 Wien, Währinger Gürtel 18-20
Telefon: (+43 1) 404 00-0
http://www.akhwien.at/
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| Autor(in): Anne ([email protected]) |
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Wie lief die Forschung und Lehre eigentlich in den 60er-Jahren ab? Prof. Dr. med. Dr. h.c. Michael Steinhausen ist pensionierter Professor für Physiologie. Er ist zudem Leiter des Heidelberger Ärzteorchesters und Buchautor. In „Forschung und Lehre im Wandel der Zeiten: die 60er Jahre“ berichtet er in 12 anschaulichen Episoden aus seiner Forschungszeit. Die einzelnen Episoden werden als Auszug kurz angerissen, der komplette Text der Einzelfolgen ist als Download im PDF-Format kostenlos verfügbar.
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Prof. Dr. Dr.
Michael Steinhausen:
Forschung und Lehre im Wandel der Zeiten Die sechziger Jahre: Heidelberg -
New York - Heidelberg
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Folge
11: Zeit der Reformen –
Neue Hochschulrahmengesetze braucht das Land
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d |
Die sog. studentische
Unruhe 1968ff. war zu dieser Zeit keineswegs auf die Studenten
beschränkt. Allgemein hatte man das Gefühl, es ist etwas versäumt
worden, es muss etwas geändert werden. Dieses Gefühl breitete sich auch
nicht etwa nur bei den politisch Linken aus. Alle Parteien meinten,
zumindest die Universitäten reformieren zu müssen. Die eindeutig rechts
stehende CDU von Baden Württemberg - unter ihrem Kultusminister Hahn -
brachte als Regierungspartei das erste neue Hochschulgesetz ein, welches
äußerst reformfreudig die Universitäten erneuern sollte. 1968 wurde für
Baden-Württemberg durch den Stuttgarter Landtag dieses erste neue
Hochschulgesetz erlassen. |
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[Komplette Folge 11 - klick hier]
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Weiterhin erhältlich:
Studium und Lehre im Wandel der Zeiten
Die fünfziger Jahre: Medizinstudent 1952-1958
[Die komplette fünfzehnteilige Folge - klick hier]

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Ein kurzes Lehrbuch, dessen wichtigstes Anliegen darin besteht, die
Physiologie des Menschen verständlich zu machen. Nur was man verstanden
hat, lässt sich auch erfolgreich für die Prüfung speichern.
Unwesentliches wurde weggelassen. Trotzdem erfährt der Leser in vielen
Fällen, wann, wie und warum man hinter die Geheimnisse der Physiologie
gelangt ist, und welche Bedeutung der Physiologie auch für die Klinik
zukommt. Seit seiner ersten Auflage 1986 ist der "Steinhausen" von
Vielen als "Geheimtip für das Physikum" sehr erfolgreich genutzt worden.
Die jetzige 5.Auflage ist im Konzept unverändert, jedoch von zahlreichen
Fachkollegen aktualisiert.
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Mit Einführung der neuen Approbationsordnung für Ärzte erfährt die Lehre eine sowohl quantitative als auch qualitative deutliche Ausweitung. Das neue Curriculum sieht einen hohen Anteil an Patientenkontakten für die Studenten in kleinen Gruppen vor, wobei die systematische Erlernung von Problemlösungs-
strategien anhand von Fallanalysen erfolgen soll.
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Es stellt sich nun die Frage, ob in Abstimmung
mit diesen etablierten Präsenzveranstaltungen
zusätzlich online
abrufbare Lehr- und Lernangebote präsentiert
werden sollen oder ob derartige
E-Learning-Angebote gar einen Teil der
Präsenzveranstaltungen ersetzen können
oder sollen.
Eigene Erfahrungen
An der Klinik für Unfall-, Hand- und
Wiederherstellungschirurgie der Universität
des Saarlandes wird zurzeit ein
E-Learning-Angebot realisiert. Das didaktische
Konzept orientiert sich am
so genannten „blended learning“ (verzahntes
Lernen auf unterschiedlicher didaktischer
Basis).
E-Learning ergänzt die Präsenzveranstaltungen,
es ersetzt sie jedoch nicht. Das
Online-Angebot orientiert sich an bereits
etablierten Präsenzveranstaltungen, wobei
das unfallchirurgische Wissen nicht
ausschließlich elektronisch vermittelt
wird. Vielmehr erfolgt eine Vertiefung
der in den Präsenzveranstaltungen vermittelten
Themen. Auf diese Weise wird
eine Verknüpfung der Präsenzveranstaltung
und dem Selbststudium erzielt.
Die Basis des E-Learning Moduls ist
eine E-Vorlesung zu unterschiedlichen
unfallchirurgischen Themen, die nach
der LiveToDigital-Methode an unserer
Klinik erstellt wurde. Der zweite Teil des
Moduls besteht aus Videopräsentationen
von unfallchirurgischen Operationen.
Die dritte Säule stellt eine bereitgestellte
Wissensdatenbank dar, die zur Fallbearbeitung
genutzt werden kann. Praxisorientiert
werden vom unkomplizierten
Unfall bis hin zur schwersten Unfallverletzung
zahlreiche multimediale Fallpräsentationen
angeboten.
Problemorientiertes
Vorgehen
Untersuchungsmethoden in der Klinik,
Wege der Diagnosestellung sowie die
Erstellung von therapeutischen Konzepten
werden im Eigenstudium ermöglicht.
Diese problemorientierte Vorgehensweise
verlangt aktiv präsentes Wissen.
Entscheidend ist die Möglichkeit für die
besten Studenten, nach abgeschlossenem
Kurs eine Tutorensprechstunde aufzusuchen,
in der die Ergebnisse individuell
durchgesprochen werden können.
Diese Vorgehensweise der Verknüpfung
computerbasierter Vermittlung von Lehrund
Lerninhalten mit einer individuellen
Tutorensprechstunde ermöglicht eine den
Studierenden adaptierte Erfolgskontrolle
und individuelle Beratung hinsichtlich
der persönlichen Wissenslücken. Die Resonanz
ist bisher sehr positiv.
Es ist allerdings schwierig, die Wirkung
von Lehre und Lernen zu messen. Dies
gilt auch für das E-Learning. Unser Konzept
wurde anhand eines Fragebogens,
der an 19 Studenten im Praktischen Jahr
ausgeteilt wurde, erstmals bezüglich seiner
Akzeptanz evaluiert. Jeweils 100%
der Befragten beurteilten das Konzept
als hilfreich für ihr Medizinstudium und
wünschten sich eine Ausweitung des ELearning-
Angebots. Noch mehr fallbezogene
Fragen wünschten sich 84,2% der
Studenten. Die Relevanz des Inhaltes der
E-Vorlesungen für das Studium wurde auf
einer Skala zwischen 10 und 1 (10: sehr
relevant; 1: gar nicht relevant) im Mittel
mit 8,4 beurteilt (Min.6; Max.10) und
war für die Studenten damit sehr hoch.
Die didaktische Qualität der E-Vorlesung
(10: sehr gut; 1: sehr schlecht) wurde von
den Studenten im Mittel mit 7,9 Punkten
(min. 7; max. 10), also sehr gut bewertet.
Auch mit der Ausführlichkeit und dem
Umfang der E-Vorlesungen waren die
befragten Studenten hoch zufrieden.
Vorlesungsbegleitung
durch Schoolbook
In der Unfallchirurgischen Klinik der
Medizinischen Hochschule Hannover
wurde ebenfalls ein webbasiertes E-Learning-Tool installiert und evaluiert.
Es handelt sich um ein vorlesungsbegleitendes
„Schoolbook“, das auf einem
Server installiert ist und in zehn Kapiteln
Inhalte des Gegenstandskataloges umsetzt.
Das Material besteht aus Videosequenzen,
Lerntexten und Übungsfragen.
Die Studenten bewerteten dieses System
ebenfalls sehr positiv: 79,6% hielten das
Angebot für sinnvoll. Damit liegen auch
die Ergebnisse aus Hannover sehr gut.
Am Universitätsspital Basel (Schweiz)
existiert der erste Teil eines E-Learning-Moduls „Chirurgische Basiskompetenzen“,
das in der Klinik für Wiederherstellende
Chirurgie, Plastische,
Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie
erstellt wurde. Es handelt sich um
eine CD mit einem Nahtkurs. Das E-Learning-Modul wird im Rahmen eines
blended-learning-Konzeptes eingesetzt.
Erste Evaluationen erbrachten nach Einsatz
des Moduls im Vergleich zu vorher
eine Verbesserung um den Faktor zehn
beim Abschneiden der Studenten in der
jeweiligen Prüfung.
Lernprozess in den
Alltag integrieren
E-Learning Konzepte bieten zahlreiche
Vorteile für die Studierenden. Ein Beispiel:
Sie können zeitlich unabhängig die
angebotenen multimedialen Lerninhalte
abrufen und die Fortschritte selbst bestimmen.
Der Lernprozess kann auf diese
Weise gut in den individuellen Alltag
integriert werden.
Die Möglichkeit einer ständigen Adaption
der dargebotenen Lehrinhalte ist
ein weiterer Vorteil der Methode. Die
angebotenen Informationen entsprechen
so immer dem aktuellen Stand der Wissenschaft.
Durch webbasierte Links zu
entsprechenden internationalen Seiten ist ein Blick über regionale und nationale
Grenzen möglich und eine Orientierung
der diagnostischen und therapeutischen
Optionen an internationalem Niveau
möglich. Durch den heutigen Grad an
Globalisierung kann so durch eine Internationalisierung
der angebotenen
Lerninhalte die medizinische Ausbildung
verbessert werden. Diese lernerzentrierte
Form des Wissenserwerbs fördert das
Üben problemorientierter Lösungsstrategien.
Die angebotene Flexibilität fördert
eine Selbstorganisation des Lernprozesses
und ist damit ein Schritt hin zu
eigenständigen Lernstrategien, die im
Verlauf des späteren Berufslebens als
Basis des zunehmend erforderlichen lebenslangen
Lernens dienen können.
Ergänzung, kein Ersatz
Ein Ersatz der Präsenzveranstaltungen
durch E-Learning ist jedoch sicherlich
nicht zu empfehlen. Nach wie vor sind
Präsenzveranstaltungen wichtig und
sinnvoll. Durch die Verknüpfung des
E-Learnings mit angebotenen Präsenzveranstaltungen
ergibt sich jedoch eine
didaktische Vielfalt, die den Lernprozess
im Sinne von „blended learning“ (verzahntes
Lernen auf vielfältiger didaktischer
Basis) positiv beeinflusst.
Die Rolle des Hochschullehrers verändert
sich von einem bloßen Vermittler
von Standardwissen hin zu einem Mentor
für die Studenten, der diese in ihrem
individuellen Lernprozess unterstützt
und ihnen hilft, problemorientierte Lösungsstrategien
und Kompetenzen zu
erwerben. Die Arbeit der Dozenten verändert
sich in Richtung der individuellen
Betreuung, der gezielten Förderung und
Ausbildung sowie der direkten Ansprache
der Studenten. Anstelle des ständigen
Wiederholens bereits mehrfach publizierten
und didaktisch schon vielfach gut
aufgearbeiteten Standardmaterials durch
den Hochschullehrer tritt die Vermittlung
von gut erstelltem Basiswissen durch
entsprechendes E-Learning.
Dozent wird zum Mentor
Die dadurch gewonnene Zeit kann der
Dozent nutzen, um den Studenten praxisnah
und individuell spezielle Fragen
zu beantworten. Er wandelt sich dadurch
vom eher reproduzierenden Vorleser zum
tatsächlich lehrenden Coach und Mentor.
Seine Rolle verändert sich in Richtung
konstruktivistischer Funktionen, was
die Qualität der Lehre verbessert. Damit
werden die universitäre Lehre und somit
auch die vorgesehenen Präsenzphasen
der Studenten höherwertiger.
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| Autor(in): Reinhilde Ziegler ([email protected]) |
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verzichtet auf unnötigen Ballast bei der Prüfungsvorbereitung und
ist studien- und prüfungsbegleitend, pragmatisch und übersichtlich, klar
und straff gegliedert und vollständig nach dem Gegenstandskatalog. |
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Ein Porsche-Fahrer fährt mit 250 km/h auf der Autobahn trotz Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h. Es dauert nicht lange und ein Streifenwagen heftet sich an seine Fersen. Nach einer halben Stunde wilder Verfolgung gibt er schließlich auf und stoppt am Straßenrand. Der Polizeiobermeister geht zu ihm und sagt: "OK, wenn sSe mir eine Ausrede liefern, die ich noch nie gehört habe, kommen Sie diesmal so davon."
Daraufhin der Fahrer: "Also, meine Frau ist letzte Woche mit einem Polizisten durchgebrannt. Als ich Sie im Rückspiegel sah, dachte ich, Sie wollten sie mir wieder bringen..."
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Viele Tierversuche sind völlig überflüssig. Das meint Prof. Bettina Weiß von der Hochschule Esslingen. Vor allem in der Kosmetik-Industrie könne auf effektive Alternativen zurückgegriffen werden, erklärt die Biologin, die an der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften in Esslingen an genau diesen Möglichkeiten forscht. Gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe entwickelt Sie in ihrem Labor für Zellkulturtechnik neue Ersatzmethoden für heute gängige Tierversuche, die heute in der Industrie an der Tagesordnung sind.
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Zwölf Monate lang wird mit finanzieller Unterstützung der Landesstiftung getestet. Es ist nicht nur die Öffentlichkeit, die von Unternehmen immer mehr fordert, auf Tierversuche zu verzichten.
Der Gesetzgeber sieht vor, dass bereits in wenigen Jahren ein Großteil der Versuche reduziert wird. "In den vergangenen Jahren haben sich bereits einfache Zellkultursysteme durchgesetzt, mit denen an einzelnen Zellen die Cytotoxizität und die Bioverfügbarkeit von pharmakologischen Substanzen gemessen werden können", erklärt Prof. Bettina Weiß. Das bedeutet, dass man bereits in einigen Bereichen auf echte Alternativen zurückgreifen kann und hier die Zellen beobachten kann, wie sie mit einzelnen Stoffen reagieren. In einer Vorstudie soll an der Hochschule Esslingen ein so genanntes Cokulturmodell entwickelt werden.
In speziellen Kunststoff-Membran-Einsätzen werden Lungenepithelzellen kultiviert, bis sie eine Barriere-Funktion aufgebaut haben, die vergleichbar zu unserem Lungenepithel ist. "Mit einem Widerstandsmessgerät kann die Dichtigkeit des Epithels gemessen und geprüft werden, bevor die zu untersuchenden Proben aufgetragen werden können", sagt Prof. Bettina Weiß. Über die Filtermembran stehen die Lungenepithelzellen im Austausch mit immunologischen Zellen. Neben den Transportuntersuchungen über die Barriere können damit zusätzliche Einflüsse und Wechselwirkungen mit Zellen des Immunsystems untersucht werden. Vereinfacht gesagt: Ein Teil der Zellen wird dabei in einer Versuchsanordnung mit den zu testenden Stoffen aus der Medizin oder dem Kosmetikbereich zusammengebracht. Dann wird die Reaktion der Zellen beobachtet, wie sie eben auf diesen neuen Stoff reagieren.
So können die Experten entsprechende Analysen machen, die Tierversuche ersparen können. Freilich: Ganz verzichten könne man, vor allem in der Pharmaindustrie, auf Tierversuche nicht. Aber die neuen Alternativen, die in Esslingen erforscht werden, stellen zumindest bis zu einem bestimmten Fortgang der Entwicklungen eines neuen Präparats oder Kosmetika in den einschlägigen Firmen eine Möglichkeit dar, die auch Tierschützern gefällt. Geplant sind von Prof. Bettina Weiß im aktuellen Forschungsprojekt insbesondere Untersuchungen zu Medikamenten, die inhaliert werden und zu pulvrigen oder löslichen Substanzen, die giftige oder allergene Auswirkungen auf Lungen und Bronchien haben können.
Bild: Prof. Bettina Weiß (links) mit Mitarbeiterin im Labor; Foto: Tina Fetzer
Quelle: idw-online.de
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| Autor(in): Cornelia Mack ([email protected]) |
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Allerdings ist es für manche erstmal schon ein Kampf überhaupt einen Studienplatz zu bekommen, bevor es dann richtig losgeht! So erging es auch mir. Da ich den seltenen Vorteil genieße in einer Stadt zu wohnen, die über eine sehr gute Uni verfügt und das auch noch für Medizin, beschloss ich diese Möglichkeit zu nutzen und bewarb mich bei der ZVS mit meinem Jena an erster Stelle.
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Leider wurde ich schnell enttäuscht und musste zunächst feststellen, dass der eine Punkt, der mir zur 1,4 fehlte, mich wohl auch meinen Studienplatz gekostet hat. Nach einer anfänglichen Trauerphase fing ich an neue Pläne zu schmieden, wollte ein Jahr arbeiten und dann nächstes Jahr nach Halle gehen. Doch dann die große Überraschung, schon das erste Nachrückverfahren brachte mir doch noch meinen ersehnten Studienplatz! Und so erledigte ich noch die nötigen Dinge und saß dann am 15.Oktober gemeinsam mit weiteren geschätzten 260 Humanis und 60 Zahnis gespannt im Hörsaal.
Die Studieneinführungstage
Alle warteten auf die Bekanntgabe der Seminargruppen. Meine größte Angst war, dass mein Name nirgends in der Liste auftauchte. Doch dies blieb zum Glück unbegründet. Nach kurzen Einführungsreden der verschiedenen Professoren folgte ein kurzer Auftritt von Vertretern der Anatomie 3. Diese waren verantwortlich für die Verteilung der Körperspenderpräparate und setzten uns davon in Kenntnis, dass zu wenige Präparate zur Verfügung ständen und ein Test klären sollte, wer bereits dieses Semester präparieren darf und wer nicht. Dieser enthielt lauter Fragen, die garantiert nicht mit der allgemeinen Schulbildung zu beantworten waren und die letzte Frage offenbarte uns dann: Wir wurden veralbert! Die angeblichen Vertreter waren selber Studenten aus den höheren Semestern! Danach wurden wir in unseren Seminargruppen zusammengeführt und brachen gemeinsam mit unseren Mentoren (Studenten aus derselben Seminargruppe nur ein Jahr über uns) auf, um uns bei gemeinsamer Nahrungsaufnahme näher kennenzulernen. Dabei wurden uns viele nützliche Informationen gegeben, die wir am Anfang noch begierig aufnahmen, doch nach und nach kam bei allen die kleine dezente Frage auf, wie wir das alles nur schaffen sollen. Kaputt und mit vielen Dingen, die einen durch den Kopf surrten, kamen wir dann abends nach Hause und versuchten Kraft zu schöpfen, denn am nächsten Tag ging es weiter mit einer Stadtrallye.
Die Stadtrallye
Und so wurden wir dann am Donnerstag in einem grünen OP-Kittel, einer passenden Haube und Mundschutz durch die Stadt geführt, wo wir an diversen Stationen verschiedene Aufgaben zu erfüllen hatten. So mussten wir zum Beispiel in unserem Chemiehörsaal aus den Abkürzungen der Elemente die im PSE stehen Wörter bilden und daraus einen möglichst langen Satz. Am Schluss wartete dann noch ein Spiel mit Tradition auf uns. Und zwar mussten wir Kleiderhaufen bilden! Der Haken: Die Kittel, die wir trugen, zählten nicht! Für Unterwäsche gab es zwei Punkte, für jedes andere Kleidungsstück einen Punkt. Am Anfang waren alle noch gehemmt, doch dann landeten auch BH und anderes auf dem Haufen! Und am Ende zeigte sich, meine Gruppe gewann die Stadtrallye! Abends wurde dann noch gefeiert und am nächsten Tag folgten eine kleine Einführung in die anatomischen Richtungsbezeichnungen, die für die meisten von uns absolutes Neuland darstellten, und ein Ausflug in die medizinische Teilbibliothek.
Dann waren sie auch schon vorbei, die Stet. Auf einmal waren wir so ziemlich auf uns alleine gestellt, versuchten mit dem Stundenplan, dem was wir lernen sollten und uns selbst irgendwie klarzukommen.
Der studentische Alltag
Und schneller als man sich versah, saß man am Montag bereits in der ersten Vorlesung. Allgemeine Anatomie. Da sollten uns in 10 Stunden sämtliche Geheimnisse der allgemeinen Anatomie, also Knochenentstehung, Kreisläufe, Gelenke, Muskeln und ähnliches nähergebracht werden. Fleißig schrieben wir alles mit, was der Prof uns anhand sehr ausladender Tafelbilder und einer Powerpoint-Präsentation näherzubringen versuchte. Das Zauberwort heißt hier jedoch, wie bei so ziemlich allem, zuhause selbstständig nacharbeiten! Und so folgten innerhalb kürzester Zeit auch die anderen Fächer, wie Biologie, Physik, Chemie und Terminologie.
Neben den Vorlesungen warteten natürlich auch Seminare auf uns, bei denen Anwesenheitspflicht herrscht und wo man in seiner Seminargruppe alleine ist. Sprich mal kurz wegdösen wie im Hörsaal kann man hier vergessen. Außerdem wird man ab und an was gefragt und sollte sich darauf vorbereiten. Wir haben Seminare in Anatomie und Chemie. Beim letzteren schreiben wir wöchentlich eine kleine Arbeit, bei der am Ende des Semesters die Hälfte der möglichen Punkte erbracht werden müssen.
Außerdem gibt es noch Praktika in den naturwissenschaftlichen Fächern. Das Physikpraktikum absolvieren wir bereits nebenbei im Semester, jede zweite Woche vier Stunden. Auch hier gibt es mündliche Testate, vorbereitetsein ist also ein muss.
Und zu guter Letzt natürlich noch der allseits bekannte Präpkurs der mit einem Arbeitstestat abgeschlossen wir und ca. 5-6 Wochen dauert.
Das größte Problem ist allerdings die Zeit. Man würde es eigentlich schaffen, alles gut selbstständig nachzuarbeiten, aber man hat einfach nicht genügend Zeit. Besonders am Anfang des ersten Semsters ist man oft verzweifelt und fragt sich, wie man dass nur alles geregelt bekommen soll. Doch von allen Seiten bekommt man zu hören, dass schon das zweite Semester etwas angenehmer werden soll, da man da schon besser wüsste, wie man seine Zeit einteilen soll…ich hoffe wirklich, dass das auch auf mich zutrifft! Aber die größte Hoffnung kommt schließlich von denen, die das schlimmste (das Physikum) bereits schon hinter sich haben: erstens soll es nach dem Physikum viel besser werden, wenn man das erstmal bestanden hat (ja wenn…) und zweitens soll das 5. Semester auch noch etwas blöder sein, aber DANACH dann schön ruhig und entspannend werden.
Und zuletzt:
Also an alle, die zeitweise mit mir mitfühlen können, es gibt Hoffnung! Wenn auch erst in über 2 Jahren. Die anderen haben es ja auch geschafft, irgendwie kriegen wir das auch hin!
Die Hoffnung stirbt schließlich bekanntermaßen zuletzt!
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| Autor(in): Stephanie Leißner ([email protected]) |
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Die Jungen Neurologen versprechen ein abwechslungsreiches Programm. Auf die Teilnehmer warten Themen wie Bildgebende Verfahren, tiefe Hirnstimulation, Neuroscience oder Therapie komplexer Erkrankungen wie Epilepsie und Multipler Sklerose.
Die Veranstalter konnten prominente Dozenten für die Summerschool gewinnen. Hierzu zählen in Dresden unter anderem der Schlaganfallexperte Professor Endres aus Berlin und Frau Professor Holthoff, die zum Thema Demenzen referieren wird. Gastgeber und ebenfalls Referent ist der Klinikdirektor der Dresdner Neurologie und derzeitige Vorsitzende der DGN, Herr Professor Heinz Reichmann.
In Köln gehören der Migräneexperte Professor Hans-Christoph Diener aus Essen zu den Referenten. Professor Christian Elger aus Bonn wird eine Veranstaltung zum Thema Epilepsie leiten. Weitere interessante Dozenten sind die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Ethikrats Christiane Woopen, Lars Timmermann, der in Köln die neue Professorenstelle für Neurologische Bewegungsstörungen besetzt und der Neurologie-Ordinarius aus Köln, Professor Gereon Fink.
Die Teilnahmegebühr beläuft sich inklusive Unterkunft, Verpflegung, Kurs und Begleitprogramm auf 120 Euro. Solange noch freie Plätze verfügbar sind, ist eine Anmeldung unter [email protected] möglich. Wer aus Köln oder Dresden stammt oder sich eine Unterkunft organisieren kann, zahlt 80 Euro. Über die Community http://jungeneurologen.dgn.org ist ein Austausch mit Veranstaltern, Teilnehmern und Interessierten möglich. Die Registrierung ist kostenlos und erfordert keine persönlichen Angaben.
Weitere Infos: www.dgn.org
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| Autor(in): Nawied Tehrani ([email protected]) |
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Es ist Sonntagmittag und ich sitze im Schlafanzug vor dem Computer. Kam in der Studienzeit auch schon vor, wenn ich lange geschlafen habe. Aber jetzt liegt es daran, dass ich aus dem Dienst komme (in Fachkreisen nennt man das “Z.n. Dienst” - Zustand nach Dienst) und gleich schlafen gehe. Ich werde mir nur noch den Verfolgungswettbewerb der Männer bei der Biathlon WM ansehen. Wenn ich es denn schaffe.
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Der Dienst war nämlich anstrengend. Am Samstagmorgen hat mein Kollege die Visite gemacht und dabei einige Patienten entlassen, für die ich noch Briefe schreiben musste. Das habe ich ganz entspannt erledigt und bin dann in die Poliklinik gegangen, wo sich die Patienten schon stapelten. Im Stundentakt brachten Rettungswagen neue Patienten und durch den Schnee, der morgens gefallen war, waren viele Menschen ausgerutscht und hingefallen. Diesmal hatte ich Dienst mit A., der selbst erst seit zweieinhalb Jahren in der Klinik ist und Ende des Monats kündigt. Das ist ein bisschen schade, weil er ein ganz netter Typ ist. Er lässt mich viel allein machen und kontrolliert mich nicht ständig, ist aber jederzeit ansprechbar, wenn ich mal Fragen habe. Viele Dinge habe ich aber schon gelernt, so dass ich mittlerweile zumindest einen Behandlungsvorschlag machen kann, den mein Kollege dann nur noch absegnen muss. Mein Auge für Röntgenbilder war schon immer ganz gut und je mehr man sich ansieht, umso besser wird es. Natürlich weiß ich nicht in jedem Fall, wie etwas behandelt werden muss, aber ich bekomme eine grobe Ahnung, wann operiert werden muss und wann ein Gips reicht.
Einige stationäre Aufnahmen gab es auch. Eine davon habe ich gemacht, zwei andere wurden am selben Tag sogar noch operiert. So kam ich in den Genuss, nach über einer Woche endlich mal wieder in den OP zu kommen. Femurschaftfraktur -> langer PFN-A. Operiert hat “mein” Oberarzt. Ich fange richtig an ihn zu mögen. Er ist ein soooo guter Menschen. Nett, fast imemr gut gelaunt, lustig und bereit, einem etwas zu erklären. Manchmal wirkt er etwas ruppig, aber das gewöhnt man sich wahrscheinlich an, wenn man viel mit “dummen” Patienten zu tun hat, die partout nicht auf Ärzte hören wollen. Jedenfalls habe ich die zwei Stunden im OP sehr genossen. Zwar stand ich mehr als schmückendes Beiwerk herum, aber ich durfte am Ende die Fasziennaht knoten, was ich zur Zufriedenheit vom Oberarzt hinbekommen habe. Feste Knoten bei so derben Strukturen wie einer Faszie waren ja bisher noch ein Problem für mich. Mein Kollege meinte, dass ich sicherlich bald im Dienst auch mal selber operieren darf, der Oberarzt wäre da sehr locker in der Hinsicht. Ein weiterer positiver Effekt der OP war eine kurze Entspannungspause für mich. Ich hatte schon etwa 14 Stunden gearbeitet, dabei vielleicht einen halben Liter Wasser getrunken, war zweimal auf dem Klo und hatte nur Frühstück gegessen. Es ist unfassbar, wie die Zeit vergeht, wenn man ständig zu tun hat. Ich habe praktisch immer drei Patienten gleichzeitig behandelt.
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| 10. DPhG fordert bessere Arzneimittel für Kinder - Defizite müssen rasch beseitigt werden
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Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, sondern stellen eine besondere Patientengruppe dar. Da Kinder Medikamente im Körper langsamer, in manchen Fällen aber auch schneller als Erwachsene abbauen, genügt es nicht, Kindern Arzneimittel für Erwachsene in einer entsprechend geringeren Dosis zu verabreichen. Arzneimittelstudien mit Kindern, welche die Wirksamkeit und Sicherheit der Therapie belegen könnten, fehlen häufig, da man Kinder vor belastenden Untersuchungen schützen wollte oder weil Firmen womöglich aus Furcht vor negativen Schlagzeilen auf solche Studien verzichteten.
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"Es klingt paradox, aber der Wunsch, Kinder zu schützen, hat zur Gefährdung des kranken Kindes geführt", sagte DPhG-Präsident Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz. Besonders gefährdet sind sehr kleine und sehr kranke Kinder. So erhalten etwa zwei Drittel aller stationär behandelten Kinder nur unzureichend geprüfte Arzneimittel. "Die Prüfung der Sicherheit und Wirksamkeit eines Medikaments in klinischen Studien muss auch für Kinderarzneimittel gelten", forderte Schubert-Zsilavecz. Die Belastung für die Kinder muss dabei aber so gering wie möglich sein. Dies erreicht man z.B. durch den Einsatz "virtueller", d.h. am Computer simulierter klinischer Studien, mit deren Hilfe man die Zahl der realen Studien deutlich verringern und die Zahl der an realen Studien teilnehmenden Kindern auf ein Minimum reduzieren kann.
Kindgerechte Arzneiformen sind eine Grundvoraussetzung für die effektive Behandlung von Krankheiten im Kindesalter. Bislang gibt es aber nur wenige Arzneimittel, die den Kriterien einer kindgerechten Zubereitung entsprechen. Dies wissen am besten die Eltern, denen es oft nur mit großen Mühen gelingt, ihren Kindern Medikamente sachgerecht zu verabreichen. "Die Apotheker engagieren sich hier sehr", betonte Schubert-Zsilavecz, "denn wir haben eine sehr breite Palette unterschiedlichster innovativer Darreichungsformen entwickelt und könnten in Abstimmung mit dem Arzt für alle pädiatrischen Altersstufen, vom Säugling bis zum Jugendlichen, die jeweils beste Arzneiform vorhalten". Nachholbedarf besteht auf Seiten der pharmazeutischen Unternehmer. Eine Gesetzesinitiative der Europäische Union aus dem Jahr 2007 schreibt zwar vor, dass der Hersteller bei der Entwicklung neuer Arzneistoffe für Kinder die Arzneimittel in einer "akzeptablen, leichten, sicheren oder effektiveren Form" für die unterschiedlichen pädiatrischen Altersstufen (Frühgeborene, Neugeborene, Kleinkinder, Vorschulkinder, Schulkinder, Jugendliche) vorlegen muss.
Diese Vorschrift gilt aber nicht für die vielen Wirkstoffe, die bereits seit Jahren für Kinder eingesetzt werden und deren Patentschutz in der Regel abgelaufen ist. Die DPhG ist daher besorgt, dass die europäische Initiative zu keiner spürbaren Verbesserung der medikamentösen Versorgung von Kindern führen wird. Es fehlen hier gesetzliche Vorschriften sowie wirtschaftliche Anreize für die pharmazeutischen Hersteller, innovative, kindgerechte Arzneiformen auch für ältere Wirkstoffe in den Handel zu bringen.
Die DPhG sieht im Interesse der Kinder akuten Handlungsbedarf. Um die Beteiligten wachzurütteln, hat die DPhG ein ganzes Heft ihrer Zeitschrift "Pharmazie in unserer Zeit (PharmuZ)" dem Thema Kinderarzneimittel gewidmet. In diesem Themenheft werden die Defizite aufgezeigt und Lösungsvorschläge gemacht. "Jetzt sind die Politiker und die Akteure im Gesundheitswesen gefordert, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass wir die Arzneimittel für Kinder sicherer und besser machen können", sagte Schubert-Zsilavecz. "Wir sind das unseren Kindern schuldig."
Die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft e.V. (DPhG) zählt mit über 9.000 Mitgliedern zu den großen wissenschaftlichen Gesellschaften in Deutschland. Die DPhG veranstaltet jährlich etwa 150 wissenschaftliche Vorträge für Apotheker, ist Herausgeber der Zeitschrift "Pharmazie in unserer Zeit" und fördert als unabhängige Gesellschaft die wissenschaftlichen Interessen der deutschen Pharmazie.
Quelle: idw-online.de
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| Autor(in): Dr. Michael Stein ([email protected]) |
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Wir schreiben das Jahr A.D. 2009. Die letzte schriftliche Abiturprüfung im 3. Prüfungsfach hat mich und meine Mitschüler am 25. Tag des Monates März von der Lernanstrengung vorerst erlöst. Wenige Tage später machten wir uns mit unseren Wirtschaft/Politik-Lehrern und einem bis dato fast neuwertigen Reisevehikel auf in das Land der europäischen Integration, in die Europa-Hauptstadt Brüssel.
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Die Reise schien schon auf der Hinfahrt unter keinem guten Stern zu stehen. Offensichtlich hatten wir mit den vor ca. 2015 Jahren reisenden Nachkommen König Davids eines gemeinsam: Die modern-gobalisierte Institution Reisebüro hatte zwar online die saftige Anzahlung abgebucht, aber auch uns kein Hotel gebucht.
Kurz vor Brüssel schaffte es unser Lehrer dann doch, uns irgendwie für die erste Nacht ein billiges Hotel am entfernten Flughafen zu organisieren. Das war auch soweit okay. Problematisch wurde es erst in der zweiten Nacht in der wir in das “Hotel” gegenüber, die wohl dreckigste Absteige des ganzen Landes abgeschoben werden sollten. Sagen wir es so: Niemand von uns erwartet größeren Luxus, aber hätte man das Gebäude in den letzten 10 Jahren gelegentlich gereinigt und gelüftet, so hätten man nicht 3 von 12 qm verschimmelten Boden, eine von unten schwarz gepunktete Matratze, Zigarettenstummel im Bett und leere Bierdosen im Schrank vorgefunden. Diese Nacht endete für mich in einem aus Handtüchern improvisierten Bett auf dem Fußboden eines 3-Bett-Zimmers zu sechst im alten Hotel, wo wir noch wenige Zimmer behalten konnten. Am nächsten Morgen hörte ich, dass Freunde mit 13 Personen in einem etwas größeren, weil behindertengerechten 3-Bett-Zimmer auf dem Fußboden übernachtet hatten. Diejenigen, die zu betrunken waren, um sich über den Zustand des Hotels größere Gedanken zu machen, bekamen in der Nacht netten Besuch von zugkoksten und mit sonstigen lustigen bewusstseinserweiternden Mittelchen dichtgedröhnten Zimmernachbarn. Als es ihnen zu bunt wurde haben sie die Politie gerufen, die auch prompt das Zimmer hochgenommen und die Herren mitgenommen hat. Was soll ich sagen, eine schöne Nacht.
Brüssel an sich gefiel mir als Stadt aber ganz gut. Auch die Zweisprachigkeit finde ich toll. Wo sonst kann ich zwischen 2-3 Sprachen auswählen, in denen ich mich verständigen bzw. was das Flämische betrifft zumindest lesen kann. Sieht man einmal über die ganzen Pannen mit dem Reisebüro hinweg (die Stadtführung hatten sie auch nicht gebucht), war die Fahrt eigentlich doch sehr schön und interessant. Besonders natürlich weil wir durch einen ehemaligen Schüler unserer Schule, der bis 2004 EU-Parlamentsabgeordneter war und momentan Landwirtschaftsminister unseres Bundeslandes ist, immer einen sehr leichten Zugang zu den EU-Institutionen hatten und stets von jemand kompetentem geführt wurden. Für eine Besuchergruppe ohne Beziehungen ist das wesentlich schwieriger in Brüssel. An einem Abend haben wir uns sogar noch mit ihm zum “Klönschnack” über alte Lehrer, Berufswünsche usw. in einer Bar zusammengesetzt. Er ist total nett und hat sich offensichtlich seit seinem Abitur nicht viel verändert.
Was den Straßenverkehr angeht ist Brüssel definitiv noch ein bisschen schlimmer als Paris und mit unserem Reisebus gab es einige äußerst….spannende Situationen. Er ist jetzt auch nicht mehr ganz so neuwertig wie vor unserer Fahrt. Zumindest der Lack nicht.
Alles in allem doch eine lohnenswerte Fahrt, auch wenn wir danach alle krank und völlig am Ende waren.
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| Autor(in): Maren ([email protected]) |
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