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1. Editorial |
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Hallo, auch in der heutigen Ausgabe warten wieder viele interessante Artikel, Meldungen und Kolumnen aus der vielfältigen Medizinerwelt auf dich. Anna berichtet uns von ihrer Famulatur im Fachbereich Gynäkologie und Geburtshilfe, die sie im "Severinsklösterchen" in Köln absolviert hat.
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Peter gewährt uns einen fundierten Einblick in die private Vorsorge von Medizinern - der "unverzichtbar" gewordenen Berufsunfähigkeitsversicherung. Jana erzählt von ihren Erlebnissen ím Krankenpflegepraktikum, bei dem es im Frühdienst auf Station so einiges zu meistern gilt. Auch ein neues Interview zum Präpkurs steht auf dem Programm. Hierin verrät uns Moritz u.a., warum das Gehirn für ihn das absolute Highlight des Kurses war. Ein Witz der Woche, Links zu vieldiskutierten Forenbeiträgen, Buchrezensionen und mehr wartet auf deine Lektüre.
Viel Spaß beim Lesen wünschen dir
Thomas, Kjell, Jens und Christian
Redaktion MEDI-LEARN
Der Blick in die Zukunft: In der nächsten
Ausgabe der Onlinezeitung liest du am 28.07.2009:
o Cartoon der Woche: Nadeln
o Der Pflegeblog: Patientensudoku
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Meine erste Famulatur machte ich nach dem 5. Semester im Fachbereich Gynäkologie und Geburtshilfe in Köln. Das Krankenhaus der Augustinerinnen, auch liebevoll „Severinsklösterchen“ genannt, liegt im bezaubernden Severinsviertel und wurde mir von einer Kommilitonin empfohlen.
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Es ist ein recht kleines Haus, was sich auch auf die Atmosphäre deutlich positiv auswirkt. Der Fachbereich besteht aus einer Ambulanz, einer gynäkologischen Station und einer Geburtshilfe-Station. Man kann sich meist aussuchen, wie viel Zeit man auf welcher Station verbringt. Ich habe mich mehr für Geburtshilfe interessiert und war daher die meiste Zeit dort.
Der Arbeitsalltag
Der Tag beginnt für die Famulanten morgens um 7:30 Uhr mit Blutabnahmen, während die Assistenzärzte die Visite vorbereiten. Anschließend folgt die Visite, pünktlich um 8:00 Uhr. Danach beginnt das OP-Programm. Ich assistierte fast täglich bei mehreren Sectionen, durfte im Kreißsaal so manche Geburt miterleben und sogar die U1 der Neugeborenen unter Anleitung durchführen. Ansonsten hospitierte ich bei den Untersuchungen von Schwangeren und Wöchnerinnen und konnte auch selbst die ein oder andere Untersuchung vornehmen. Auf der gynäkologischen Station nimmt man nach der Übergabe an diversen OPs wie z.B. Hysterektomien, Ovarektomien, Küretagen und Mamma-Resektionen teil. Ansonsten kann man auch hier verschiedenen Untersuchungen beiwohnen und lernt die häufigen gynäkologischen Erkrankungen und deren Diagnostik und Therapie kennen. Wenn auf den Stationen nichts zu tun ist, kann man in der Ambulanz bei Untersuchungen zusehen und neue Patientinnen selbstständig aufnehmen. Am Ende jeden Tages gibt es die Nachmittagsbesprechung, wonach man meist um 16:00 Uhr nach Hause gehen kann.
Die Arbeitsatmosphäre
In dem jungen Team ist es sehr angenehm und man fühlt sich sofort gut aufgehoben. Die Ärzte und Ärztinnen nehmen sich viel Zeit, einem etwas zu zeigen und alle Fragen zu beantworten. Sogar im OP sind Fragen willkommen!
Fazit
Insgesamt war diese Famulatur eine sehr wertvolle Erfahrung für mich und ich habe mehr gelernt, als in meinem ganzen Gynäkologie-Kurs an der Uni. Auch als Erstfamulatur kann ich diese Famulatur sehr empfehlen, weil man freundlich und geduldig an die Materie herangeführt wird.
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| Autor(in): Anna Wings ([email protected]) |
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Die Situation kennen vermutlich viele Medizinstudenten: Als Sitzwache arbeiten. In den Genuss komme ich jetzt auch. Die perfekte Vorbereitung für’s Studium also, denn richtiges Sitzen will gelernt sein! Von Donnerstag bis Sonntag darf ich meine normale Zivitätigkeit unterbrechen und in einem Zimmer Wache halten
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Sitzwache: Lesen, essen, füttern, Ente richten
Ich find’s nicht schlecht. Hin und wieder ist zwar etwas zu tun, aber die beiden Patienten in dem Zimmer sind eher ruhige Bettlieger und lassen Zeit, um lesen zu können. Nach einem Roman folgte heute das Auffrischen der Biokenntnisse aus der Oberstufe mit Fallers “Der Körper des Menschen”. Eigentlich wird ja ständig geraten, man solle nicht vorlernen - aber wenn die andere Option eine alte ADAC-Zeitschrift ist.
Das Essen war vorzüglich. Rülps.
Noch ein Vorteil: Ich bekomme viel mehr vom Tagesablauf eines Patienten mit - und das kann manchmal ganz schön komisch sein. Einer zum Beispiel versucht sich immer sehr gewählt auszudrücken, rezitiert Goethe und erinnert an einen kleinen Aristokraten. Nichts von dem hält ihn nach dem Essen auf, einen langanhaltenden Rülpser auszuatmen, der wie das Röhren eines Hirsches klingt.
Eine braune festgetrocknete Körperausscheidung am Bettgitter nannte der Oberarzt heute ironisch-latent: “Vorsicht, sekundäre Pigmente.” Mein Wort des Tages!
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| Autor(in): Frank ([email protected]) |
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4. Berufsunfähigkeitsversicherung - ein „Muss“ für den Mediziner!
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Mittlerweile ist sie längst zu einer
Art von „Pflichtversicherung“ geworden:
Die private Berufsunfähigkeitsversicherung
(BUV). Was Fachleute seit
vielen Jahren empfehlen, wird heute von
den meisten Ärzten genauso gesehen:
Fast jeder Mediziner schließt, zumeist
schon mit dem Berufsstart, eine Versicherung
gegen die finanziellen Folgen
einer Berufsunfähigkeit ab. Neben der
KfZ- und der Berufshaftpflicht zählt die
Vorsorge bei Berufsunfähigkeit (BU) zu
den unverzichtbaren Versicherungen.
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Die private Vorsorge ergänzt dabei in idealer
Weise die Grundversorgung der Mediziner
über das berufsständische Versorgungswerk.
Leistet das Versorgungswerk
i.d.R. erst dann, wenn der Arzt gar nicht
mehr in der Lage ist, ärztlich tätig zu sein
und seine gesamte ärztliche Tätigkeit einstellt,
so springt die BUV bereits bei einer
Teil-Berufsunfähigkeit von z.B. 50%
ein. Angesichts dieser „Verzahnung“ von
gesetzlicher und privater Vorsorge erübrigt
sich die Frage, ob ein Berufsstarter
überhaupt eine BUV abschließen sollte.
Die Frage lautet viel mehr, wie diese
BUV gestaltet sein muss, um den Bedarf
eines Arztes genau zu treffen.
Risiko oder Kapital?
Eine grundsätzliche Frage bei Vertragsabschluss
ist die Entscheidung der Tarifform,
mit der die BUV abgesichert werden
soll. Man unterscheidet grundsätzlich
zwischen 3 Varianten:
•Selbständige BUV - hierbei wird ausschließlich
das BU-Risiko versichert.
Tritt ein Leistungsfall ein, wird die
vereinbarte BU-Rente fällig, tritt keine
BU ein, wird - auch bei Ablauf des
Vertrages - keine Leistung fällig.
•BUV in Verbindung mit einer Risiko-
Lebensversicherung - hier ist
gleichzeitig auch ein Todesfallschutz
vorgesehen, dadurch lassen sich die
existentiellen Risiken BU und Tod zu
preisgünstigen Konditionen absichern.
•BUV in Verbindung mit einer Rentenversicherung
- hier wird die BUV mit
einem Sparvorgang kombiniert, der
dem Arzt am Ende der Vertragslaufzeit
eine zusätzliche Altersversorgung
bringt, unabhängig davon, ob BU bestand
oder nicht.
Ein genauer Vergleich dieser Tarifformen
empfiehlt sich, um deren Vor- und Nachteile
zu kennen. Die meisten Abschlüsse
erfolgen trotz der im Vergleich zunächst
höheren Beiträge in der Kombination mit
einer Rentenversicherung - ausschlaggebend
hierfür ist der Bedarf für eine eigenständige
private Altersversorgung. Mit
dieser Tarifform kann nebenbei sogar
steuerlich gefördertes Vermögen gebildet
werden. Spezialversicherer bieten diese
Kombination aus Altersversorgung und
BU-Schutz für angehende Mediziner in
sogenannten „Berufseinsteigermodellen“
an, die ein Maximum an Leistung zu einem
verträglichen monatlichen Aufwand
ermöglichen. Mindestens genauso wichtig
wie der Preis ist allerdings die Leistungsstärke
eines solchen Vertrages. Wie bei vielen Versicherungen zeigt sich
auch bei der BUV die wirkliche Stärke
des Vertrages erst im Leistungsfall, d.h.
wenn etwas passiert ist. Und hier steckt
der „Teufel im Detail“ – genauer gesagt
in den Versicherungsbedingungen.
Unabhängige Institute wie z.B. Finanztest,
Morgen & Morgen oder Franke &
Bornberg haben deshalb die BUV-Bedingungen
der Versicherer unter die Lupe
genommen und bewertet. Diese Ratings
sollten als Entscheidungshilfe ebenso
berücksichtigt werden wie die Empfehlungen
z.B. von Berufsverbänden für ein
bestimmtes Produkt.
Rechtzeitig einsteigen
„Eine Scheune, die brennt, kann man
nicht mehr gegen Feuer versichern“ - das
leuchtet ein und gilt auch für die BUV.
Die Versicherer sind daran interessiert,
möglichst „gute, gesunde Risiken“ in das
Versichertenkollektiv aufzunehmen. In
jungen Jahren ist die Gesundheit normalerweise
noch am besten erhalten. Dies
spiegelt sich sowohl in den Beiträgen,
als auch in der Annahmepolitik der Unternehmen
wider. Je älter ein Kunde ist,
desto teurer wird der Vertrag und desto
eher greifen Ausschlüsse oder gar Beitragszuschläge
bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen.
Es empfiehlt sich also, frühzeitig an eine
Absicherung zu denken. Vielleicht sogar
schon als Student. Informieren kostet in
jedem Fall nichts.
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| Autor(in): Peter Dahlhausen ([email protected]) |
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Nach der Untersuchung sagt der Arzt zum Patienten:
"Ihre Frau leidet unter einer schweren Stoffwechselerkrankung."
"Das weiß ich auch selbst", sagt der Ehemann ohne beeindruckt zu wirken. "Jede Woche braucht sie drei neue Kleider!"
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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6. Das Krankenpflegepraktikum: Der normale Tagesablauf beim Frühdienst
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So, ich dachte, vielleicht interessiert es euch auch, wie denn überhaupt der normale Tagesablauf auf meiner Station ist. Zwischen den verschiedenen Diensten gibt es da schon arge Unterschiede. Fangen wir mal mit meinem persönlichen Hassdienst an: der Frühdienst. Ich finde den ziemlich sch…, weil es für mich heißt: um 4:30 klingelt der Wecker. Und genau in dem Moment hasst man die ganze Welt.
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Es ist echt nervig, mitten in der Nacht aus dem warmen Bett ins nicht ganz so warme Badezimmer zu tigern um sich fertig zu machen. Um zwanzig nach fünf fahr ich dann los zur Arbeit, denn um fünf vor sechs geht es umgezogen ja schon mit der Übergabe los. Bei der Übergabe berichtet der Nachtdienst dann, welche Kinder noch aufgenommen wurden, welche Probleme gemacht haben in der Nacht oder ob noch was passiert ist. Dann, so gegen halb sieben, geht erstmal das putzen los. Pflegewagen auswaschen, Pflegeraum ausputzen, Küche aufräumen. Wenn man das endlich geschafft hat, werden die Kinder geweckt, das Frühstück ausgeteilt, die Zimmer aufgeräumt, Fieber und Blutdruck gemessen.
Dann kommt immer mein persönliches Highlight: Die Visite!
Da die Ärzte ehr nett sind, darf ich immer mitgehen, mir werden Sachen erklärt und ich darf dann meistens auch bei den Kindern beispielsweise den Bauch abtasten, Reflexe auslösen usw.! Der Reste des Tages wird dann damit verbracht, Blut zu entnehmen, Verbände zu wechseln oder mit den Kindern zu anderen Untersuchungen zu gehen. Der Ultraschall interessiert mich da immer am meisten, weil – wenn ein Arzt erklärt was man da sieht – man eigentlich wirklich viel sehen kann. In so Situationen geht mein herz auf, wenn man das so sagen kann. Ich merke einfach, dass das wirklich mein Ding ist; das ist das, was ich den Rest meines Lebens machen möchte. Wenn dann um 14 Uhr auch die Übergabe für den Spätdienst zu Ende ist, fahr ich immer mit einem rieeeesen Hunger nach Hause, und bin doch immer ein wenig froh, einen weiteren Arbeitstag hinter mich gebracht zu haben, egal wie gut oder schlecht er war!
Ja, das ist so der Frühdienst, das nächste Mal erzähl ich euch dann mal was über meinen Spätdienst, der wirklich viel besser ist, und nicht nur, weil man öfters Pizza, Pommes oder chinesisches Essen bestellt.
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| Autor(in): Jana ([email protected]) |
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Der Präpkurs ist sicherlich DAS Highlight der vorklinischen Ausbildung: denn hier lernt der angehende Mediziner den Aufbau des menschlichen Körpers bis in das letzte Detail kennen. Wir waren neugierig, wie Studenten hierzulande den Präpkurs erlebt haben. Lies unsere Interviews, die dir einen Einblick in die Erfahrungswelt junger Mediziner liefern.
1. Kannst du dich noch an den Augenblick und die Szene erinnern, als du den Präp-Saal zum ersten Mal betreten hast? Wie sah das aus und was ging dabei in dir vor?
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Natürlich kann man sich noch daran erinnern. Viele Tische mit Leichen drauf. Die Leichen sind natürlich bedeckt, sodass man sie zuerst noch gar nicht sehen kann.
Ich war sehr aufgeregt und wusste gar nicht wie ich selbst drauf reagieren werde die Leichen zu sehen und dann später daran auch noch zu arbeiten.
Es war dann im Endeffekt aber doch nicht so schlimm wie ich es befürchtet habe. Während des Kurses konnte ich meine Arbeit machen. Aber wenn ich mal eine Pause gemacht und daran gedacht habe wer eigentlich vor mir liegt und was ich mache wurde es dann doch schlimmer. Wenn ich dann die Gedanken weitergesponnen hätte, hätte ich nicht mehr weiterpräparieren können.
2. Hast du auch im Vorfeld vor dem ersten Termin des Präpkurses schon vermehrt an das „Erste Mal Präppen“ gedacht? Habt ihr in der Vorlesung dieses Thema ausführlicher behandelt?
Es ist wohl klar, dass man sich zuvor Gedanken über den Präparierkurs macht. Aber da es wie schon gesagt das "Erste Mal Präppen" war konnte man sich nichts
Genaueres vorstellen.
In den Vorlesungen wurde das Thema natürlich angesprochen und auch am Präpariertisch, bevor man angefangen hat zu präppen, wurde das Thema vom Tischdozenten angesprochen und auch seine Hilfe wurde angeboten, falls mal jemand einfach nicht mehr weiter präppen
kann.
3. Mit welchen Erwartungen bist du in den Präpkurs gegangen? Wurden Sie erfüllt oder eher enttäuscht?
Meine Erwartungen waren, dass ich einfach das theoretische Wissen nun auch im Praktischen sehen, fühlen und auch so besser lernen kann.
Dies wurde auf jeden Fall erfüllt.
Auch konnte ich durch das Präppen das große Ganze und den Zusammenhang zwischen
all dem Wissen besser erkennen. Dies ist nur anhand des theoretischen Wissens sehr schwierig, da der Mensch in seine "Bereiche" wie Herz, Magen-Darm-Trakt, Gehirn etc. aufgeteilt wird bzw. aufgeteilt werden muss.
Jedes Mal, wenn mir nun irgendwelche anatomische Strukturen einfallen erinnere ich mich an die Struktur in der Leiche und nicht einfach an irgendein Buch.
4. Was war in deinen Augen das absolute Highlight des Präpkurses, an das du dich noch heute erinnerst?
Das absolute Highlight meines Präpkurses war auf jeden Fall das Gehirn. Ich habe das menschliche Gehirn sowieso schon seit jeher bewundert und nun es vor mir zu haben, war einfach unbeschreiblich.
5. Welches Themengebiet fandest du am schwierigsten zu lernen?
Das am schwierigsten zu lernende Themengebiet war für mich der Bewegungsapparat mit seinen Muskeln, den Ansätzen, den Ursprüngen, der Innervation und die Funktion.
6. Was hat dir beim Präppen am meisten Spaß gemacht?
Das Präparieren am Gehirn hat mir am meisten Spaß gemacht.
Und im Gegenzug: was fandest du beim Präp-Kurs am unangenehmsten?
Das Präppen am Magen-Darm Bereich war für mich das Unangenehmste Präppen.
8. Wie häufig und wie lang fand der Präpkurs statt?
Wir hatten drei Mal die Woche ca. 2 Stunden und 15 Minuten Präparierzeit zu Verfügung. Man durfte aber auch außerhalb dieses Zeitraums kommen und weiterpräparieren.
9. Konnten am Präp-Nachmittag alle gleichzeitig und im Team präparieren oder ging das abwechselnd?
Am Anfang des Kurses konnten wir alle gleichzeitig im Team präparieren. Später wurde dies immer schwieriger. Zum Schluss haben meist nur noch 2 oder 3 Leute präpariert, da es am Gehirn einfach nicht möglich war, dass mehr Leute gleichzeitig präppen.
10. In welcher Form und Häufigkeit mussten Testate und Prüfungen absolviert werden?
Nach jedem großen Gebiet der Anatomie wurde einmal testiert, nach dem
Bewegungsapparat, nach dem Bereich innere Organe und nach dem Bereich zentrales
Nervensystem. Es wurde also dreimal testiert. Alle Testate in unserem Semester waren mündlich.
Vor dem Beginn des Präpkurses wurde eine Eingangsklausur über die allgemeine Anatomie geschrieben und zum Ende eine Gesamtklausur über das gesamte Stoffgebiet.
11. Der Umgang mit Leichen ist sicher für einen Anfänger nicht leicht. Hattest du hier auch im weiteren Verlauf noch Probleme oder hast du dich einfach dran gewöhnt?
Im weiteren Verlauf hatte ich keine nennenswerten Probleme. Ich habe mich wohl
tatsächlich daran gewöhnt.
12. Wurde über die Herkunft der Personen und den nötigen Ablauf, sich der Lehre und Wissenschaft z.B. für den Anatomie-Kurs zur Verfügung zu stellen, gesprochen?
Es wurde nicht über jede einzelne Leiche gesprochen sondern im Allgemeinen was das für Menschen waren (Ärzte, Todkranke, Menschen aus der Bevölkerung).
13. Gab es nach dem Ende des Präpkurses eine Art Trauerfeier, an der auch die Präpkurs-Studenten teilnehmen konnten? Falls ja: was ging dabei in dir vor, woran hast du gedacht und welche Bilder stiegen in deinem Innern auf?
Natürlich gab es nach dem Präpkurs eine Trauerfeier.
Alle Bekannte und die Familien der Leichen waren anwesend. Dort habe ich noch mal mitbekommen, dass die Leichen nicht irgendwelche Menschen ohne Familie etc. sind (was wir vorher natürlich schon wussten) sondern eben einen Bekanntenkreis gehabt haben.
Dort war es für mich nur schwer vorzustellen, wie man seinen Körper für so etwas zu Verfügung stellen kann.
14. Würdest du gerne den Präpkurs noch einmal absolvieren (weil es so großen Spaß machte und interessant war) oder bist du der Ansicht "Einmal genügt".
Ich würde den Präpkurs noch mal absolvieren, wenn ich eine Gelegenheit dazu bekommen könnte. Es ist einfach ein schönes Gefühl das "Wunder Mensch" von so nahem sehen zu können.
15. Welche Tipps würdest du Studenten geben, die den Präpkurs noch vor sich haben?
Ich würde den Studenten nur sagen, dass sie sich nicht zu viele Gedanken machen sollen im Sinne von,
"Schaffe ich das?". Sie sollen einfach reingehen, Respekt vor der Leiche haben und der Rest kommt dann von selbst.
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Scientific-Anatomiespecial
Dieser Artikel ist Teil des
redaktionellen Specials zum Thema Anatomie, das wir dir mit freundlicher
Unterstützung von 3B Scientific, dem renommierten Hersteller
anatomischer Modelle, präsentieren können.
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Der Poeck/Hacke ist ein ausführliches
Lehrbuch der Neurologie, welches interessierten
Studenten und Assistenzärzten in Ausbildung keine Fragen offen lassen
wird. Das Buch ist sinnvoll und übersichtlich
aufgebaut, zahlreiche Merkkästen
und Abbildungen tragen gut zum
Verständnis bei und lassen es dem Leser
offen, sich über das erforderliche Wissen
hinaus noch zu informieren. Die Sprache
ist klar und verständlich.
Zielgruppe
Das Buch eignet sich bestens für Assistenzärzte
in der Neurologie, aber auch
für Studenten, die sich intensiver mit der
Neurologie auseinander setzen möchten
und sie vielleicht im PJ als Wahltertial
belegen wollen. Für die einfache Prüfungsvorbereitung
im Rahmen des Neurologie-
Kurses ist das Buch eindeutig zu
ausführlich gestaltet.
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Inhalt
Die einzelnen Themen werden mit zunehmender
Relevanz sehr ausführlich
behandelt. Zahlreiche Exkurse vertiefen
zusätzlich für interessierte Leser Pathogenese,
Therapiemöglichkeiten, Differentialdiagnosen
und Arzneimittelnebenwirkungen.
Die Stärke des Buches
liegt in der angenehm lesbaren Sprache.
Leider sind die Schemazeichnungen sehr
schematisch gehalten. Hier wären optisch
ansprechendere Illustrationen angebracht,
ebenso farbige statt nur schwarzweißer
Fotos. Zu Beginn des Buches sind
außerdem alle neurologisch wichtigen
Untersuchungstechniken und Befunde
ausführlich beschrieben, so dass man
sein theoretisches Wissen zu Anamnese
und Untersuchung in der Neurologie bestens
erarbeiten kann.
Didaktik
Das Buch ist sehr ausführlich, dabei jedoch
verständlich geschrieben. Fallbeispiele
helfen, die meisten Erkrankungen
leichter zu verstehen. Zudem gibt es
zahlreiche Merkkästen, die einzelne Abschnitte
für interessierte Leser nochmals
detaillierter darstellen.
Aufbau
Die Kapitel sind sinnvoll gegliedert und
übersichtlich gestaltet. Wünschenswert
wäre, wenn Wichtiges häufiger hervorgehoben
worden wäre. Unnötige Wiederholungen
sind nicht vorhanden. Leider aber
auch kein ausführliches Abkürzungsverzeichnis.
Relevanz für die örtliche Uni
Der Poeck/Hacke wird in den Vorlesungen
für Neurologie als Lehrbuch empfohlen,
jedoch mit dem Hinweis, dass es sich
um ein detailreiches Lehrbuch handelt.
Preis
Das Buch kostet 59,95 €. Für ein solch
ausführliches Lehrbuch ist das ein sehr
guter Preis.
Fazit
Mir selber hat das Buch sehr gut gefallen,
da es die einzelnen Themen sehr verständlich
und ausführlich vermittelt.
Punktewertung
4 Punkte von 5 Punkten
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| Autor(in): Verena Mi Young Stübinger ([email protected]) |
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Famulatur auf der Pole-Position – so lautet das Motto der Marienhaus GmbH zum Famulanten-Camp 2009, das vom 14.-16. September auf dem Nürburgring stattfindet. Dieses Event richtet sich vor allem an Medizinstudentinnen und -studenten, die im Sommer 2009 eine Famulatur in einer der 27 Kliniken der Marienhaus GmbH in Rheinland-Pfalz, im Saarland, Nordrhein-Westfalen oder Hessen absolvieren möchten.
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Bis zu 30 Nachwuchsmediziner können beim Famulanten-Camp 2009 mitmachen. Dazu hat die Marienhaus GmbH ein umfangreiches Programm ausgearbeitet. Es sind umfassende, einführende Kursangebote im Medical Center des Nürburgrings vorgesehen. Hier wird eigens ein Praxis-Parcours eingerichtet mit EKG-Kurs, Naht-Kurs, Gipskurs, Sonografiekurs, Röntgenkurs, Lungenfunktionskurs und Reanimationskurs. Für die erfolgreiche Teilnahme verleiht die Marienhaus GmbH das begehrte Famulanten-Camp-Zertifikat.
Erfahrene Chef- und Oberärzte geben wertvolle Tipps fürs Studium und die anschließende Medizinerkarriere. Auch im Rahmenprogramm finden sich viele Highlights. So gibt es beispielsweise eine Backstage-Tour mit exklusiver Führung hinter die Kulissen der Formel 1-Rennstrecke am Nürburgring. Besichtigungen des Fujifilm Media-Centers, des Fahrertunnels, Fahrerlagers, der Boxengasse und des Start- und Zielhauses stehen ebenfalls auf dem Programm. Und natürlich greifen die Teilnehmer auch aktiv in das Renngeschehen ein, beim Kart-Grand-Prix mit anschließender Siegerehrung.
Übernachtung und Verpflegung sind im Programm enthalten. In Kooperation mit der Nürburgring GmbH können die dortigen Tagungs- und Übernachtungsmöglichkeiten genutzt werden.
Um sich einen der begehrten Startplätze zu sichern, muss man sich für eine mindestens vierwöchige Famulatur in einem der Krankenhäuser der Marienhaus GmbH anmelden. Das macht man am besten direkt über den jeweiligen Chefarzt. Hier ist man übrigens auch bei der Suche nach einer Unterkunft in Kliniknähe behilflich.
Eine Übersicht über die Krankenhäuser, Fachabteilungen und Ansprechpartner der Marienhaus GmbH findet man auf der Internetseite www.marienhaus-waldbreitbach.de
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| Autor(in): Marienhaus GmbH ([email protected]) |
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| 10. Ultraschalldiagnostik ermöglicht Früherkennung der Parkinson-Krankheit
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Manchmal hilft der Zufall der Wissenschaft. So hat sich der Ultraschall in jüngster Zeit als Diagnosemethode für die Nervenerkrankung Morbus Parkinson etabliert. Damit lassen sich typische Veränderungen im Hirngewebe frühzeitig erkennen, die mit den bisher verfügbaren Methoden nicht zu sehen waren. Ärzte haben diese Fähigkeit des Ultraschalls bei einer ganz anderen Patientengruppe entdeckt: Jenen, die an Gefäßerkrankungen leiden und bei denen ein Ultraschallbild der Gefäße im Schädel zur Routineuntersuchung zählt.
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Für das Aufspüren erkrankter Hirnareale wird der Ultraschallkopf wie bei Gefäßuntersuchungen an die Schläfe gehalten. Die dahinter liegende Hirnstruktur gibt bei gesunden Menschen nur ein schwaches Bildsignal. Bei Menschen jedoch, die an Morbus Parkinson leiden, ist dieses Gewebe, die "Substantia nigra", deutlicher sichtbar - das Echo auf das Ultraschallsignal ist also stärker. Mediziner vermessen dann die Größe der betroffenen Fläche. Damit die erkrankten Bereiche mit Ultraschall sichtbar gemacht werden können, ist ein modernes, hoch auflösendes Ultraschallgerät erforderlich.
Der Untersucher muss zudem sehr erfahren im Umgang mit dem System sein. Untersuchungen zeigen, dass 80 Prozent der Patienten mit Morbus Parkinson auffällige Ultraschallbilder zeigen, die eindeutig auf krankhafte Veränderungen deuten. Bei weiteren zehn Prozent entstehen auffällige Bilder der Substantia nigra, die zwar Veränderungen zeigen, aber noch nicht als eindeutig krankhaft klassifiziert werden können. Mit dieser hohen Trefferquote hat sich die Ultraschalluntersuchung in jüngster Zeit als eine zusätzliche und frühzeitige Diagnosemethode für die Parkinson-Krankheit etabliert, die sichtbar macht, was andere Verfahren bisher nicht zeigen konnten. Dabei erstaunt die Mediziner zusätzlich, dass auch bei gesunden Menschen in zehn Prozent der Fälle ein stärkeres Ultraschallecho gefunden wird, obwohl sie nicht krank sind. Hier liegt möglicherweise eine Veranlagung für Morbus Parkinson vor.
Für die medizinische Vorsorge und Behandlung des Morbus Parkinson hat die Ultraschalldiagnose eine besondere Bedeutung, denn mit ihr steht erstmals eine Methode der Früherkennung zur Verfügung. Dies wird zunehmend wichtiger, um die verschiedenen Parkinson-Formen auseinander zu halten. Je nach Art der Parkinson-Krankheit lassen sich die Symptome wie etwa das unkontrollierte Zittern der Gliedmaßen aufgrund der Zerstörung von Hirnzellen mit Medikamenten eindämmen oder stoppen. Auch das Auftreten der Erkrankung ließe sich möglicherweise verhindern, wenn eines Tages geeignete Medikamente früh genug verabreicht werden können, schätzen Experten.
Hintergrund
Die Ultraschalluntersuchung oder Sonographie der Hirnbasisarterien ist eigentlich ein Standardverfahren bei Patienten, die Probleme mit den Blutgefäßen haben. Ärzte erkennen anhand bestimmter Strukturen im Ultraschallbild verschiedene Hirngefäße und messen ihre Durchblutung. Dabei wurde zufällig entdeckt, dass bei Patienten mit Parkinson-Krankheit der so genannte mesenzephale Hirnstamm auffällig verändert ist. Er zeigt sich im Ultraschallbild als schmetterlingsförmige Struktur, die bei gesunden Menschen nur wenig Echo zeigt, bei Parkinson-Patienten aber abnorme Signalveränderungen aufweist. Die systematische Aufarbeitung solcher Bilder zeigte dann, dass die veränderten Ultraschallbilder bei Parkinson-Patienten regelmäßig nachgewiesen werden können. Obwohl die Bedeutung dieser Befunde noch nicht in allen Einzelheiten geklärt ist, hat die Methode inzwischen das Stadium der Forschung verlassen und wird unter anderen an der Asklepios Klinik Wandsbek neben nuklearmedizinischen Verfahren zur Früherkennung der Parkinson-Krankheit eingesetzt. Erstaunlich ist daran, dass der Ultraschall Gewebeveränderungen im Hirngewebe aufdeckt, die weder mit CT noch mit MRT nachweisbar sind.
Quelle: idw-online.de
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| Autor(in): Jens Oliver Bonnet ([email protected]) |
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