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1. Editorial |
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Hallo, der heutige Newsletter steht ganz im Zeichen der MLZ. Wir geben dir jeweils in kurz angerissener Form einen Überblick über alle Artikel, Berichte und Meldungen aus der aktuellen MEDI-LEARN Zeitung 03/2009. Den Anfang macht ein spannendes Interview mit Kerstin Paulsen, die uns über ihre Nahttod-Erfahrung während ihrer mit Komplikationen behafteten Entbindung berichtet.
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Susanne erzählt von ihrem erlebnisreichen PJ in Irland, das sie in einem kleinen Hospital in Castlebar leistete und dort nicht nur die Bedeutungsvielfalt der Begrüßungsfloskel "How are you?" lernte. Katharina bringt uns die indische Lehre Yoga näher und macht uns mit der ein oder anderen Übung vertraut, die Entspannung und neue Kraft fürs Studieren bringen soll. An der TU in München werden Hörsäle mit neuster LED-Technik ausgestattet, deren verschiedene Farbtöne eine Nachbildung des Tageslichts erreichen sollen, um so die Konzentration der Studenten im Saal zu erhöhen und Müdigkeit vorzubeugen. Wie gewohnt präsentieren wir dir an dieser Stelle auch wieder die Themen der aktuellen Ausgabe der Via medici, die mit weiteren unterhaltsamen und lesenswerten Artikeln aus der Welt der Medizin aufwartet.
Viel Spaß beim Lesen wünschen dir
Thomas, Jens und Christian
Redaktion MEDI-LEARN
Der Blick in die Zukunft: In der nächsten
Ausgabe der Onlinezeitung liest du am 11.08.2009:
o Entspannter Klinikalltag - Ein Erasmus-Bericht aus Kopenhagen
o Krieg und Medizin – ein Spannungsfeld
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"Keine Angst vor dem Tod"
Interview mit Kerstin Paulsen
Im Laufe der Geburt ihrer Tochter im
Jahr 1982 wurde ein Kaiserschnitt für
Kerstin Paulsen aus Berlin (damals Ost-
Berlin) unumgänglich. Währenddessen
kam es zu Komplikationen, die
eine Wiederbelebung erforderlich
machten.
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Kerstin hat sich dankenswerter
Weise bereit erklärt,
über diese Nahtod-Erfahrung zu
berichten. Heute leben Mutter
und Tochter wohlauf in
Berlin.
Kerstin, kannst du uns beschreiben,
wie sich deine Nahtod-Erfahrung
abspielte?
Als die Presswehen einsetzten, ging auf
einmal der Herzton meiner Tochter weg und ich hörte die Ärzte über einen Herzstillstand
sprechen. Sie würden jetzt einen
Kaiserschnitt machen, dabei wurde ich
angeschnallt und bekam etwas in meinen
Arm. Alle rannten mit mir in einen anderen
Raum. Dann erinnere ich mich noch
an die riesigen grellen OP-Lampen. Etwas
wird auf meinen Mund und meine Nase
gestülpt. Ich versuche zu atmen, einmal,
es geht nicht, zweimal, es geht wieder
nicht. Beim dritten Atemzug, der nicht
mehr geht, sagt eine Stimme, die in mir
ist, irgendwie meine Stimme, aber
doch nicht meine Stimme: „Ich kann nicht atmen? Macht nichts, ich muss nicht
atmen.“ Also atme ich nicht und das ist
kein Problem, kein Kampf wie im Film
beim Ersticken, einfach kein Atmen. Dann
plötzlich kommt ein schreckliches Geräusch.
Wahnsinnig laut und undefinierbar.
Es könnten Maschinenklänge sein, etwas
rattert und knallt, es ist furchtbar und ich
kann es bis heute nicht genau beschreiben.
Dann, plötzlich, werde ich aus dem Körper
gerissen und nach oben gezogen.
Was hast du noch gesehen
oder wahrgenommen?
Ich sehe in weiter Entfernung eine Art
Mosaiknetz. Riesig groß, ohne Anfang
und ohne Ende und bestehend aus unendlich
vielen kleinen bunten Mosaiksteinen.
Eins ist leer, also vollkommen schwarz,
wie ein Loch, aber eben in Mosaikform.
Ich weiß plötzlich ganz genau, dass das
meins ist und ich da hinein muss. Als ich
ankomme, höre ich Stimmengewirr
und eine männliche Stimme sagt
zu mir: „Hier ist es auch nicht
anders als in der anderen Welt!“
Ich habe ein Gefühl von Verwunderung,
ohne gefühlsmäßige
Wertung, einfach
so etwas wie Unverständnis.
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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3. Was erkenne ich auf dem Röntgenbild? Heidelberger Studenten lernen radiologische Befundung „Hands-on“
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Ist das eine Metastase? Wo befindet
sich der Primärtumor? Gibt es weitere
Auffälligkeiten? In einem innovativen
Kurs lernen Heidelberger Medizinstudenten
höherer Semester, wie sie
klinische Bilder von Patienten interpretieren
und dabei ihre anatomischen
Kenntnisse einsetzen.
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Ob Röntgen, Ultraschall, Computer-, Kernspin-
oder Positronenemmissionstomographie
in drei Dimensionen: An klinischen
Fällen erproben Heidelberger Studenten
unter kompetenter Anleitung erstmals ihre
diagnostischen Fähigkeiten. „Der ständige
Bezug zur Anatomie erleichtert die Orientierung
auf radiologischen Bildern und
die korrekte Identifizierung pathologischer
Strukturen“, erklärt Dr. Frederik Giesel,
Wissenschaftler der Abteilung Radiologie
am Deutschen Krebsforschungszentrum
Heidelberg.
Ein Teil der Studenten kann auf Erfahrungen
aus den ersten Semestern zurückgreifen:
Seit 2007 wird in Heidelberg
- als Ergänzung zum traditionellen Präparierkurs
- ein virtueller Anatomiekurs angeboten, denn am Bildschirm lassen
sich Organe, Blutgefäße und Knochen
zum Teil besser freilegen als an Leichen.
Dazu werden Computerprogramme benutzt, die Radiologen ursprünglich für die Klinik, u.a. zur Vorbereitung schwieriger
Operationen, entwickelt haben.
Teilnehmer
beurteilen selbstständig
Steht beim virtuellen Anatomiekurs
noch die Anatomie im Vordergrund, so fokussiert der neue Kurs auf die Radiologie.
In jedem der insgesamt sieben
wöchentlichen Seminare werden zwei
häufige Krankheitsbilder präsentiert. Die
radiologischen Original-Bilddatensätze
zu diesen Fällen werden von den Teilnehmern
zunächst selbstständig mittels
einer radiologischen Software interaktiv
betrachtet und beurteilt.
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|
| Autor(in): Dr. Annette Tuffs ([email protected]) |
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Kleines Haus mit überschaubaren
Strukturen, die „relaxte“ irische
Mentalität und sehr geregelte Abläufe:
Nur einige von vielen positiven Eindrücken,
die Susanne Waibel in ihrem
chirurgischen PJ-Tertial in Irland gesammelt
hat. „Susan, how are you?“ Das war die Standardbegrüßung
während meines Chirurgie-
Tertials in Castlebar, Ireland. Ein „How are
you“ kann vieles sein – vom kurzen Hallo
auf dem Gang bis zur Aufforderung, etwas
über das letzte Wochenende zu erzählen.
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Anfangs war ich dadurch etwas verwirrt,
da im ersten Fall keine Antwort erwartet
und somit auch nicht abgewartet wird.
Aber man hat schnell raus, wann diese universelle
Frage nur eine Höflichkeitsfloskel
und wann wirklich ernst gemeint ist.
Auch dass sich ein (chirurgischer!) Chefarzt
vom ersten Tag an den Namen seiner
neuen Studenten zu merken versucht, während
der OP von sich aus anfängt, die Anatomie
zu erklären und sich dafür interessiert,
ob man genügend Tutorials bekommt,
war ich aus Deutschland nicht gewohnt.
Doch das Mayo General Hospital in Castlebar
vereint zwei wesentliche
Vorteile: Zum einen die kleine
Größe und zum anderen
die irische Mentalität.
Klein insofern, als das Haus ca. 350 Betten in den
Abteilungen: Allgemein Chirurgie, Innere
Medizin, Orthopädie, Pädiatrie, Gynäkologie
und Geburtshilfe, Geriatrie, Psychiatrie
und Radiologie hat. In der Allgemein
Chirurgie gibt es vier „surgical Teams“
jeweils bestehend aus „Consultant“ (Chefarzt),
„Registrar“ (Oberarzt), zwei „Senior
House Officers“ (Assistenzärzte ab dem 2.
Jahr) und zwei „Interns“ (Assistenzärzte im
1. Jahr), also recht überschaubar.
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|
| Autor(in): Susanne Waibel ([email protected]) |
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5. Hochschulsport mal anders! Yoga als Alternative zu den klassischen Sportarten
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Yoga als Alternative zu den klassischen
Sportarten: Das Studium
verlangt Höchstleistungen, Konzentration
und lange Schreibtischarbeit: Da bietet
sich Yoga perfekt an, um zu Entspannung
und körperlicher Ausgeglichenheit
zu gelangen. Dienstagnachmittag. Im obersten Stock
des Sportgebäudes trifft sich eine kleine
Gruppe Studierender in gemütlicher
Runde zum Yoga.
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Matte,
Wolldecken, lockere
Kleidung und Stoppersocken
sind das einzige,
was man für die nächsten
anderthalb Stunden
benötigt. Zunächst erst einmal
ankommen und abschalten
vom sonst so
turbulenten Alltag. Sich
sammeln und mit einem
gemeinsamen „Om“ die
Stunde beginnen.
Pause
für den Geist
Die nächsten Minuten:
Hinlegen, sich ganz in
den Boden fallen lassen
und auf den Atem konzentrieren.
Atmung ist
das wichtigste Element
im Yoga, um den Kontakt
zu sich herzustellen,
sich besser zu spüren,
die Energie fließen
zu lassen und dem
analysierenden Geist
eine Pause zu gönnen.
Es geht darum, sich nur auf das Hier
und Jetzt zu konzentrieren und sich von
allem Vergangenem und Zukünftigem
freizumachen.
Für viele Studierende ist gerade die Entspannung
der Hauptgrund, warum sie
einen Yogakurs besuchen. Das Studium
verlangt von den Studierenden, Höchstleistungen
zu vollbringen: Hohe Konzentration,
lange Schreibtischarbeit,
wenig Zeit für Sport und eine gesunde
Ernährungsweise. Wie auch Studien belegen,
führt dies nicht selten dazu, dass
viele Studierende schon während des
Studiums unter den negativen Auswirkungen
leiden: Verspannungen, Schlafstörungen,
Kopfschmerzen, Abhängigkeit
von bestimmten Suchtmitteln, Ängste und mehr. Yoga setzt hier an den
Ursachen an und versucht Körper, Seele
und Geist auf sanfte Weise wieder ins
Gleichgewicht zu bringen.
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|
| Autor(in): Katharina Rösmann ([email protected]) |
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6. LED gegen Studi-Schläfrigkeit Hörsäle der TU München mit Tageslicht-Technologie
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Jetzt muss nur noch
die „Performance“
der Dozenten stimmen:
Modernste Technik und
eine lernfreundliche
Umgebung sollen den
1.200 Studenten der
Fakultät für Medizin
der TU München ideale
Voraussetzungen für
ihre Ausbildung bieten.
Sprichwörtliches
Highlight der neu gestalteten
Räume ist
der Einsatz von 3.800
LED-Lampen – das ist
bislang einzigartig in
Europa. Durch die variabel
einstellbaren Farbtöne der LEDs kann das Tageslicht
nachgebildet werden.
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Ergebnis: Die
Konzentration wird gefördert und
die gefürchtete Studi-Schläfrigkeit
verhindert, die im schummrigen
Hörsaal-Licht herkömmlicher Art
schnell entsteht. Zudem ist der Energieverbrauch
von LEDs wesentlich
niedriger als der von herkömmlichen
Leuchtmitteln.
Zusätzlich wird in allen Hörsälen
ab sofort modernste Medientechnik
eingesetzt. So besteht unter anderem
die Möglichkeit, Operationen
live in den Hörsaal zu übertragen
und so Theorie und Praxis eng zu
verbinden. „Wir sind stolz darauf,
den angehenden Medizinern eine
exzellente Ausbildung anbieten zu können, die schon mehrfach ausgezeichnet
wurde. Mit der Renovierung der
großen Hörsäle haben wir es auch baulich
geschafft, Maßstäbe zu setzen,“ so Studiendekan
Prof. Johannes Ring.
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| Autor(in): Pressestelle TU München ([email protected]) |
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7. Summer School feiert Premiere DÄGfA präsentiert erstmalig Summer School of Acupunture
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Im September letzten Jahres bot die
DÄGfA erstmals in Kochel am See
eine Akupunktur Sommer
Akademie für Studenten
an. Die Veranstaltung war
den Berichten und Erzählungen
der Teilnehmer und
Organisatoren zufolge ein
großer Erfolg. Deswegen wird die DÄGfA
auch 2009 die Durchführung
der Summer School of
Acupuncture weiter unterstützen.
Aufgrund der großen
Anzahl an Interessenten
werden die Dozenten dieses
Jahr zwei Summer Schools
vorbereiten:
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Die erste fand
vom Anfang April 2009 auf
Schloß Tornow in der Nähe
von Berlin statt, eine zweite
wird bei großer Nachfrage
vom 26. bis 30. August 2009
in Kochel am See in Oberbayern
stattfinden.
Warum
Akupunktur?
Akupunktur ist gegenwärtig
das am häufigsten alternativ eingesetzte
Therapieverfahren in der westlichen
Medizin. Die aktuellen Forschungsvorhaben
und Studienergebnisse zeigen die
Möglichkeiten aber auch die Grenzen
dieser alten chinesischen Heilkunst.
Chinesische Medizin und insbesondere
Akupunktur sind keine wesentlichen
Bestandteile des deutschen Medizinstudiums. Gerade aber die aktuelle wissenschaftliche
Entwicklung sowie die Präsenz und breite Akzeptanz bei vielen
Patienten und in der Bevölkerung machen
neugierig auf die Hintergründe!
Was steckt hinter einer teilweise so kontrovers
beurteilten Therapie?
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| Autor(in): Dr. med. Johannes Fleckenstein ([email protected]) |
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Seit Jahren ist die Zeitschrift Via medici ein Garant mit profunden Informationen für Jungmediziner. Wir präsentieren dir an dieser Stelle den Blick in das aktuelle Heft mit u.a. den folgenden Themen: Traumjob oder Albtraum? - Optimieren statt operieren - Infektiöse Reisegefährten - Rettung für Babys Haut, u.v.w.m. Anbei das Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe 3/2009:
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Ausland
- Traumjob oder Albtraum?
- Kein Laissez-faire
Studium
- Dem Blackout keine Chance
Weiterbildung
- Diagnostik für Lebende
- Einschneidende Premieren
- Seele heilt Seele
- Optimieren statt operieren
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Medizin
- Gefährliche Kuscheltiere
- Infektiöse Reisegefährten
- Rettung für Babys Haut
- Size matters!
- Riskanter Frühstart
Forschung
- Matrix Reloaded
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Einblicke
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Die neue Via medici gibt es in jeder medizinischen Fachbuchhandlung oder als
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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9. Ein Tertial in der Karibik Erfahrungsbericht aus Grenada, West Indies
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Es muss an der wunderschönen Landschaft
und den Traumstränden liegen:
In der Karibik läuft alles etwas gelassener
ab. Sogar im Krankenhaus. Corinna Bartels
berichtet aus Grenada, West Indies. Mein Chirurgietertial im englischsprachigen
Raum absolvieren und keine riesigen
Studiengebühren zahlen – das ist
in der Karibik möglich.
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Darum habe ich
mich für die Antillen-Insel Grenada entschieden,
zudem ist die Anreise einfach
und auf meine Bewerbung wurde nett
geantwortet. Zuständig für die PJler und
Famulanten, beides im Englischen als
„medical elective“ bekannt, ist Bernadette
Brown, Sekretärin von Dr. Emma
Thomson, CMO („chief medical officer“)
des Hauses. Es empfiehlt sich, per E-Mail
(Kontaktdaten liegen MEDI-LEARN
vor, d. Red.) bei Frau Brown anzufragen,
ob für den gewünschten Zeitraum eine
Stelle frei ist. Ich habe gleich meinen
Lebenslauf mitgeschickt. Es hat einige
Zeit gedauert, bis die liebe Frau Brown
geantwortet hat, dann aber sehr nett. Sie
schickte mir Informationen über Land
und Leute zu sowie über mögliche Unterkünfte.
Kurz vor Antritt des PJ erhielt
ich dann ein Bestätigungsschreiben für
die Heimatuni.
Keine Studiengebühren!
Das Schöne an Grenada ist, dass es gibt
keine Studiengebühren gibt. Bis auf die
E-Mail entsteht kein Aufwand, denn auch
für den Aufenthalt benötigt man kein Visum.
Man darf offiziell drei Monate im
Land sein, bekommt aber jederzeit eine
Verlängerung ausgestellt.
Das General Hospital in St. Georges,
nimmt nur ausländische Studenten auf,
häufig aus England oder Deutschland.
Grenada gehört heute noch zum Commonwealth
und ist daher im Vereinten
Königreich besser bekannt. Auf Grenada
gibt es auch eine Universität (SGU),
die aber amerikanisch ist. Die Vorklinik
können amerikanische Studenten
so in Grenada absolvieren, die Klinik
machen sie dann in den Staaten oder in
UK, daher sind sonst keine Studenten
im Krankenhaus.
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| Autor(in): Corinna Bartels ([email protected]) |
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Im interdisziplinären Trainingszentrum
Aachen (AIXTRA) erhalten
Medizinstudenten ab dem ersten Semester
praxisnahe und professionelle Ausbildung.
Lest den Erfahrungsbericht
einer PJlerin. AIXTRA, das Aachener interdisziplinäre
Trainingszentrum für medizinische
Ausbildung, existiert seit dem Wintersemester
2005. Es im Rahmen eines von
der medizinischen Fakultät geförderten
innovativen Lehrprojektes ins Leben
gerufen und ist kontinuierlich weiterentwickelt
worden.
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Im Jahr 2007 erhielt das
AIXTRA den Lehrpreis der Rheinisch-
Westfälischen Technischen Hochschule
(RWTH) für seine professionellen, von
kompetenten Dozenten geleiteten und
praktischen Unterrichtskurse.
Derzeit sind zwei ärztliche Mitarbeiter
mit der Organisation betraut. Rund 15
verschiedene klinische Abteilungen sind
beteiligt und rund 20 studentische Hilfskräfte
mit der Durchführung des Kursangebotes
beschäftigt.
Teilnahme ab
dem ersten Semester
Die kostenlose Teilnahme ist für alle
Studierenden in der Regel vom ersten
Semester an möglich. So erlernt man
von Anfang an wichtige klinische Fertigkeiten
und kann sich auch optimal
auf Klausuren und Prüfungen vorbereiten.
Das Kursangebot ist zahlreich und
vielseitig, sodass Praxiskenntnisse für
alle klinischen Bereiche erworben werden,
die später schließlich beherrscht
werden müssen.
Im letzten Semester nahmen ca. 700 Studenten
an den insgesamt 130 fakultativen
Kursen teil, die über das gesamte Semester
angeboten werden. Hinzu kamen 900
Studenten, die im Rahmen von Pflichtveranstaltungen
praktische Kursteile im
AIXTRA besuchten.
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| Autor(in): Lydia Collet ([email protected]) |
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Der European Medical Students´ Choir - Interview mit Chormitglied Dr. Hagen Graf Einsiedel
Das Gespräch führte Dominika Sobecki (MEDI-LEARN)
Der European Medical Students'
Choir (EMSC) existiert seit 1996
und verbindet Medizinstudenten und Gesangsenthusiasten
aus ganz Europa.
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Der Chor tritt ein bis zwei Mal jährlich vor
großem Publikum in Städten wie Stockholm,
Warschau oder Riga auf – neue
Mitglieder sind willkommen! Chormitglied
Dr. Hagen Graf Einsiedel ist seit
dem ersten Auftritt dabei. Wir haben ihn
zum Singen, Reisen, Feiern und dem
„Europäischen Gedanken“ interviewt.
Herr Dr. Graf Einsiedel, was war die Idee
hinter der Chorgründung im Jahr 1996?
Vasuki Sivagnavel, eine Medizinstudentin
aus England, wollte ein Benefizkonzert
für den Wiederaufbau der während
des Bosnienkriegs zerstörten Bibliothek
in Sarajevo organisieren. Die Idee,
daraus einen Projektchor zu gründen,
stammte von vier Berliner Teilnehmern
des Sarajevo-Konzerts. Sie kamen zu
dem Schluss, dass das Konzept „Medizinstudenten
aus ganz Europa machen
gemeinsam Chormusik“ unglaublich viel
Spaß macht, den Horizont erweitert und
Menschen tatsächlich verbindet – inzwischen
gibt es sogar schon zwei „EMSCBabys“!
Bis heute sind 14 Konzertprojekte
gefolgt.
Bei seiner Gründung hatte der EMSC
etwa 70 Mitglieder, nun sind es mehr
als 200. Wie sind die neuen Mitglieder
dazugekommen?
Wir sind ein Projektchor.
Jeder neue Chorauftritt
ist ein gesondertes
Projekt, für das
sich Musik begeisterte bewerben können.
Ich denke, ein Mitglied ist, wer
einmal dabei war. Früher haben wir
noch Serienbriefe an die europäischen
Medizinfakultäten geschrieben, Poster
beigelegt und um Aushang gebeten,
dann natürlich die aktiven Sänger/innen
angeschrieben und um Verteilung
der Information gebeten. Nun geht das
übers Internet. In einigen Ländern haben wir bis heute
arge „Rekrutierungsprobleme“, z.B.
Frankreich, Italien und Tschechien.
Kernländer sind Deutschland, Polen,
Holland, Slowenien, England, Lettland,
Schweden und Spanien.
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der
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Thomas Trippenfeld (Redakteur), Daniel Luedeling (Arzt und Cartoonist), Rolf
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