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1. Editorial |
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Hallo, kennst du schon unseren neuen informativen Lokalbereich auf medi-learn.de? Nicht? Dann kannst du dich in unserer neuen Artikelreihe ausfürlich über das neue Informationsportal für Medizinstudenten schlau lesen. Passend für jede Unistadt bieten wir hier dem Leser ein breites Angebot an aktuellen Infos zu Themen wie Campus&Leben über Wohnen&Finanzen bis hin zu Auswahl&Bewerbung.
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Im Frühjahr hatten wir eine Umfrage zum Thema "Wohnen" unter Medizinstudenten gestartet. Nun liegt uns die Auswertung vor. Im dazu passenden Artikel kannst du die Ergebnisse im Detail nachlesen und gleich mal prüfen ob du nicht vielleicht doch zuviel für deine Wohnung zahlst oder gleich besser in eine WG einziehst.
Die Medizinische Fakultät Mannheim befasst sich zur Zeit mit dem viel diskutierten Thema des Bachelor- und Masterstudiums in der Medizin, die Universitätsfrauenklinik Jena hat eine umfangreiche Studie zu Gebärmutterhalskrebs gestartet und bietet eine Spezialsprechstunde zu Gewebeveränderungen am Muttermund an, bei der jährlich über tausend Patientinnen teilnehmen.
Weblog-Autorin Josephine berichtet von ihren erlebnisreichen Zeiten im Kreißsaal und Sofie zeigt uns, wie sie das Lernen fürs Hammerexamen, die Kindererziehung, das Schreiben von Bewerbungen und vieles mehr an einem Tag meistert.
Viel Spaß beim Lesen wünschen dir
Thomas, Jens und Christian
Redaktion MEDI-LEARN
Der Blick in die Zukunft: In der nächsten
Ausgabe der Onlinezeitung liest du am 01.09.2009:
o Interview zum Präpkurs - Probleme im Umgang mit den Leichen
o Der Ärzte-Blog: Not my Day
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Wie ist noch mal die Telefonnummer des Sekretariats? Hat die Bib bis 20 oder 21 Uhr geöffnet? Wo ist die nächste Bar? Und wo zahlt man eigentlich den niedrigsten Semesterbeitrag? Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie mühsam es sein kann, solche Fragen zu beantworten. Deshalb gibt es den Lokalbereich, wo die wichtigsten Informationen gebündelt sind.
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Du erreichst ihn direkt von der Startseite www.medi-learn.de aus. Rechts unter „Lokalbereich“ gelangst du zu deiner Uni-Stadt oder du nutzt die Übersichtskarte auf:
www.medi-learn.de/medizinstudium/campus/Lokal/.
Egal, an welcher der 36 Unis du studierst oder ob das Studium noch vor dir liegt, hier findest du Adressen, Statistiken und Geheimtipps. Studienbewerber finden Details zum Auswahlverfahren und PJler eine Übersicht der Lehrkrankenhäuser. Direkte Links führen zu den Uni-internen Foren und zahlreiche Zitate einheimischer Studenten verschaffen dir einen Eindruck von der Stadt und ihren Möglichkeiten. Damit du dich gut zurecht findest, sind die Informationen in sechs Kategorien unterteilt. Die ersten beiden unterstützen dich beim täglichen Leben und Studieren:
Hier sind einige Kostproben für das, was Mediziner zu ihrer Stadt zu sagen haben:
Was gefällt den Studenten am Studium und an der Stadt? „Man kommt hier gut ohne Auto von einem Platz zum anderen.”, „Sehr gutes Programm für Auslandsstudium und PJ im Ausland!”, „Man beginnt gleich im erstem Semester mit Anatomie und Präppen.”, „Den Zusammenhalt innerhalb des Semesters.”, „Den sehr hohen Freizeitwert: viele Baggerseen, Kletterfelsen in unmittelbarer Nachbarschaft”
Was gefällt ihnen nicht? „Mangelnde Abstimmung der einzelnen Fächer untereinander z.B. bei Prüfungsterminen.”, „Überhöhte Mieten”, „Wenig Ausgehmöglichkeiten!”, „Die Uni lebt von ihrem Ruf und bietet seinen Studenten zu wenig!”
Weiterhin steht in dieser Kategorie eine Liste mit Adressen und Öffnungszeiten von Fachschaft, Sekretariat, Mensa, Bibliothek, Wohnheimen, BAföG-Amt, Buchhandlungen, DAAD,... Mann könnte diesen Bereich als Telefonbuch für Mediziner bezeichnen, in dem Jeder schnell und übersichtlich die nötigen Fakten findest.
Hier findest du jeweils fünf Statistiken aus dem großen Uni-Ranking von MEDI-LEARN. Sie helfen dir, die monatlichen Kosten abzuschätzen, in dem du Semesterbeiträge, Studiengebühren und die Höhe der Mieten ablesen kannst. Bevor du Miete zahlen kannst, brauchst du erst einmal eine Wohnung. Einheimische Studenten geben an, auf welche Schwierigkeiten du dich bei der Suche einstellen musst. Nicht zuletzt wird die Frage beantwortet, wie viel Geld die Mediziner in dieser Stadt zur Verfügung haben.
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| Autor(in): Nina Dalitz (MEDI-LEARN) ([email protected]) |
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Heute herrscht hier eher das Gegenteil himmlischer Ruhe, die Große hat zwei Kindergartenfreunde zu Besuch. Es hört sich an, als ob das ganze Haus zusammenbricht. Wie können drei Kinder mehr Chaos veranstalten als jede Abrissbirne? Ein Wunder, dass die Kleine nicht aufwacht bei dem Höllenlärm. Eigentlich ist der Mittagsschlaf der Kleinen meine Lieblingslernzeit, aber essen will die Rasselbande auch.
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Ein eher uneffektiver Lerntag. Okay, ich bin gerade bei Psychiatrie und eigentlich läuft es auch ganz gut. Habe erstmals über 90% (in Worten NEUNZIG) gekreuzt. Aber ich würde das Fach gerne ordentlich abschließen (soll heißen, auf der CD und in der schwarzen Reihe alle Psychiatrie-Fragen gekreuzt haben) bevor ich mich den chirurgischen Fächern, die mir eigentlich mehr liegen, widme. Ich versuche auch gleich die Neuroleptika und Antidepressiva mitzulernen, aber es sind unheimlich viele Substanznamen, die das IMPP auch unheimlich gerne abfragt. Ich werde sowas bestimmt nicht verschreiben, ohne vorher jemanden zu fragen, der sich damit auskennt. Wieso muss ich von all diesen völlig unsystematischen benannten Substanzen, Namen und Gruppenzugehörigkeit auswendig lernen? Ich wünsche mir wirklich Nomenklaturregeln für Pharmaka. Außerdem warten noch eine ganze Reihe älterer Karteikarten darauf in das Fach für den nächsten Monat zu wandern. Sonst stecken sie am 28. Februar immer noch in diesem Fach und es wird eine lange Nacht.
Auch mit meinem Lebenslauf habe ich einige Stunden verbracht, zum völligen Unverständnis von meinem Mann. Aber es war garnicht so einfach, alles in eine vernünftige Reihenfolge zu bringen, so dass es nachvollziehbar bleibt. Und das Anschreiben schreibt sich sicher auch nicht von selbst. Aber ich habe dem Chefarzt, dass ich mich bewerben werden würde, dann sollte das auch irgenwann erfolgen, solange er noch eine Spur der Erinnerung an mich hat.
So, es sind nur noch die eigenen Terrorgnome im Haus. Die Große motzt, weil sie ihr Zimmer wieder aufräumen muss.Wir diskutieren heftig über die Definition von “das Zimmer ist wieder begehbar”.
Ich werde wohl heute abend noch Einiges tun müssen, nach dem Abendessen und Baden, wenn die Kinder im Bett sind. An manchen Abenden funktioniert das sogar extrem gut. Gestern eher nicht, ein alter Schulfreund, den wir lange nicht gesehen haben, kam vorbei und erzählte Geschichten von der großen weiten Welt und Leuten, die wir so kennen. Einige Bier und viele lustige Geschichten später (darunter eine ganze Reihe von und über meinen Mann, die ich noch nicht kannte) bin ich nur noch in mein Bett gefallen. Warum wachen Kinder eigentlich immer nach solchen Abenden besonders früh auf?
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[Zum Hammerexamen-Blog von Sofie - klick hier]
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| Autor(in): Sofie ([email protected]) |
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| 4. Am liebsten in der Zweier-WG - Nur jeder Siebte wohnt bei den Eltern
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Junge Mediziner leben am liebsten zu zweit auf rund 50 Quadratmetern. So lassen sich die Ergebnisse zum Thema „Wohnen“ der MEDI-LEARN-Umfrage im Frühjahr 2009 zusammenfassen. Mit weit über einem Drittel liegt die Wohngemeinschaft auf Platz eins, knapp gefolgt von der eigenen Wohnung. Nur etwa jeder siebte Teilnehmer dagegen lebt bei den Eltern und noch einmal genau so viele haben sich für einen Platz im Studentenwohnheim entschieden.
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Keine Überraschungen gibt es bei der Zimmergröße: 15 bis 25 Quadratmeter sind es in aller Regel pro Person. Genügend Platz in jedem Fall für das etwas breitere Bett, den Kleiderschrank und natürlich den Schreibtisch. Da die Zweisamkeit die mit deutlichem Abstand häufigste Form der Wohngemeinschaft ist, liegt die Wohnungsgröße zumeist zwischen 40 und 60 Quadratmetern. Fünf oder mehr Personen im Haushalt sind ebenso seltene Ausnahmen wie dreistellige Quadratmeter-Zahlen.
Sei es das WG-Zimmer oder die eigene Wohnung: Wesentlicher Faktor für die Miethöhe ist die Entfernung zur Uni beziehungsweise zum Klinikum. Wer an den Stadtrand oder auf die Dörfer ausweicht, zahlt vielfach weniger. Aber selbst die kostenlose Nutzung der elterlichen Ferienwohnung im Nachbarort erweist sich schnell als Falle, wenn die tägliche Fahrtdauer die Zeit übersteigt, die du effektiv im Hörsaal verbringst. Das Geld, das der Vermieter nicht bekommt, kassiert stattdessen der Tankwart. Und wenn du auf den letzten Bus um kurz nach elf angewiesen bist, hast du bei Partys bald deinen Ruf als Spaßbremse weg.
Bei der Miete lässt sich also kaum sparen. Vergleichsweise günstig, an vielen Orten aber auch schwer zu bekommen, sind die meist öffentlich bezuschussten Wohnheimsplätze. Ein WG-Zimmer in Uni-Nähe ist auf dem freien Markt hingegen nur äußerst selten für weniger als 200 Euro zu haben. Viele müssen 250, 300 und mehr am Monatsanfang überweisen. Zwar ist neben Küchen-Mitbenutzung, Strom und Wasser oft auch eine Telefon- und Internet-Flatrate gleich mit eingepreist, aber trotzdem es bleibt dabei: Wohnen ist eindeutig der größte und konstanteste Kostenfaktor während der Ausbildung.
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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| | | | Auf der Webseite www.rippenspreizer.com findet Ihr 400 weitere Cartoons inklusive E-Cardfunktion und vielen anderen Gimmicks. |
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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| 6. Sind Bachelor- und Masterstudium in der Medizin ein gangbarer Weg?
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Die Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg hat für den "Tag der Lehre" der Medizinischen Fakultäten in Baden-Württemberg ein hoch aktuelles und viel diskutiertes Thema gewählt: den Bologna-Prozess in der Medizin. Und sie hat eine Antwort auf die problematische Fragestellung, ob Bachelor- und Masterstudium ein gangbarer Weg in der Medizin sind.
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Zum Hintergrund: Der Bologna-Prozess steht für eine umfassende Reform der Hochschulen und ihrer Studieninhalte. Ziel ist es, einen gemeinsamen europäischen Hochschulraum zu schaffen, beispielsweise durch europaweit vergleichbare und gegenseitig anerkannte Abschlüsse. Das bekannteste Ergebnis der Reform ist die Umstellung der Studiengänge auf ein zweistufiges Studiensystem mit den Abschlüssen Bachelor und Master. Die staatlich geregelten Studiengänge Medizin und Jura sind in Deutschland bisher von der Umstellung ausgenommen. Sie behalten ihre Staatsexamina bei.
Die Fachkreise der medizinischen Lehre befassen sich dennoch mit der Frage nach neuen Studienstrukturen und diskutieren in diesem Zusammenhang die Sinnhaftigkeit eines zweistufigen Studiums mit Bachelor- und Masterabschluss in der Medizin. Dabei überwiegt die Skepsis - die Medizin hat sich bisher gegen die Einführung der neuen Studienstruktur gewehrt. Der Medizinische Fakultätentag warnt vor dem Reformmodell, von dem er sich keine Verbesserungen verspricht und höhere Kosten fürchtet.
Neue Strukturen scheinen dennoch angebracht angesichts der Problematik, dass immer häufiger zeit- und kostenaufwändig für die kurative Patientenversorgung ausgebildete Mediziner in Berufe abwandern, in denen sie nicht kurativ tätig sind. Dies belegen Daten der Bundesagentur für Arbeit. Danach ist knapp ein Viertel der berufstätigen Mediziner nicht als Arzt beschäftigt.
Mit der dynamischen Entwicklung des Gesundheitssektors, gewinnen insbesondere Bereiche an Bedeutung, die nicht mit der kurativen Patientenversorgung befasst sind. Hier entstehen neue Berufsfelder, die sich den jungen Hochschulabsolventen erschließen. Gleichzeitig fehlen den Medizinern jedoch Kenntnisse aus Bereichen wie Ökonomie, Management oder Marketing, die für den von ihnen gewählten Beruf essentiell sind, was wiederum Zusatzausbildungen erfordert.
Eine Lösung für das Dilemma bietet das Konzept des Bachelor "Medizin- und Gesundheitswissenschaften" der Medizinischen Fakultät Mannheim, der in den erfolgreichen Modellstudiengang MaReCuM (Mannheimer Curriculum für Medizin und medizinnahe Berufe) integriert ist. Der geplante Bachelor-Studiengang bietet eine gründliche medizin-theoretische Ausbildung und kombiniert diese mit wirtschaftswissenschaftlichen, medizin-technischen, sozial- und präventiv-medizinischen Grundlagen. Auch Fähigkeiten im Bereich von Kommunikation und Management werden vermittelt. Dafür spielen originär ärztliche Tätigkeiten am Patienten in der Ausbildung keine Rolle. Die Medizinische Fakultät Mannheim plant eine hochwertige vierjährige medizin- und gesundheitswissenschaftliche Bachelor-Ausbildung, mit dem Ziel, künftige Führungskräfte im Gesundheitssektor heranzubilden. Diese verlängerte Bachelor-Studiendauer orientiert sich an international vergleichbaren Studiengängen, ist aber in Deutschland in dieser Form einmalig.
Professor Dr. Harald Klüter, Studiendekan der Medizinischen Fakultät Mannheim: "Wir sagen 'ja' zum Bachelor in Medizin- und Gesundheitswissenschaften, ohne das Medizinstudium selbst umzustrukturieren. Dieses Angebot einer Ausbildung für medizinnahe Berufe ist an unserer Medizinfakultät durch unsere Forschungsschwerpunkte richtig angesiedelt. Wir sehen dieses Angebot als zukunftweisenden Beitrag zu einer verbesserten Gesundheitsversorgung. Allerdings brauchen wir für die Umsetzung eines solchen Studienganges die Unterstützung des Landes."
Ein vom Landesministerium in Stuttgart in Auftrag gegebenes Gutachten zur Weiterentwicklung der Medizin an den fünf medizinischen Fakultäten des Landes hatte die Einrichtung eines solchen Bachelor-Studiengangs empfohlen.
Die Medizinstrukturkommission Baden-Württemberg hat das Studienkonzept MaReCuM mit seinem medizinnahen Bachelor-Studiengang in seinem Abschlussbericht von 2006 als innovativ bewertet. Seither studieren in Mannheim jährlich etwa 175 Studierende im neuen Modellstudiengang MaReCuM - mit bislang sehr großem Erfolg.
Bild-/Quelle: idw-online.de
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| Autor(in): Dr. Eva Maria Wellnitz ([email protected]) |
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Jedes Jahr verletzen sich etwa 1,8
Millionen Kinder unter 15 Jahren bei
einem Unfall so schwer, dass sie einer
medizinischen Behandlung bedürfen.
Die Unfälle ereignen sich am häufigsten
in Betreuungseinrichtungen, gefolgt von
Unfällen zu Hause, in der Freizeit und
im Straßenverkehr. Angebote zur Unfallprävention gibt es viele: Organisiert und
durchgeführt werden die Maßnahmen jedoch von unterschiedlichsten Institutionen wie der Verkehrswacht, der Gemeindeunfallversicherung,
Schul- oder Ärzteverbänden.
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Um die Unübersichtlichkeit der Angebote
zu verringern, wurde 2003 eine erste
bundesweite Bestandsaufnahme gemacht.
Institutionen aus den Bereichen „Kinderunfälle“,
„Gesundheitsförderung“, „Datenerfassung
und -auswertung“, „Wissenschaft“,
„Forschung und Technik“ in
Deutschland wurden zu ihren Aktivitäten
in der Kinderunfallprävention befragt.
Seit Juni 2003 stehen die Ergebnisse unter
folgender URL zur Verfügung:
http:// www.bzga.de/kindersicherheit online
Datenbank aufgestockt
Im Rahmen eines Kooperationsprojekts
mit der Bundesarbeitsgemeinschaft
(BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V.
hat die Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung (BZgA) 2005 eine Aktualisierungserhebung
der Medien, Aktionen
und Maßnahmen der Fachdatenbank
„Prävention von Kinderunfällen in
Deutschland“ durchgeführt. Aus diesem
nun noch umfangreicheren Datenpool
können detaillierte Informationen zu den
gemeldeten Aktionen, Maßnahmen und
Medien abgerufen werden. Zusätzlich
stellen sich die einzelnen Organisationen
und Anbieter der Kinderunfallprävention
kurz vor. Als neuer Service ist durch die
Verlinkung auch der direkte Zugang auf
die jeweiligen Internetseiten der Anbieter
möglich und – soweit vorhanden – können
die Medien direkt angesehen bzw.
herunter geladen werden. Ein Beispiel
ist die „Aktion Schultüte“ der Landesunfallkasse
Hamburg. Seit 2000 werden
am ersten Schultag der „i-Männchen“
kleine Faltblätter in Form von Schultüten
an Autofahrer im Umfeld der Grundschulen
verteilt und großformatige Hinweis-
Plakate zum Schulbeginn an den
Grundschulen ausgestellt. Gibt man den
Begriff „Fahrrad“ ein, finden sich derzeit
283 Einträge.
Mitmachen!
Damit die Datenbank weiterhin eine
attraktive Informations- und Vernetzungsplattform
bleibt, muss sie auch in
Zukunft aktuell bleiben. Viele Krankenhäuser
oder andere medizinische Einrichtungen
bieten interne oder regionale
Präventions-Informationen an, die über
dieses Netzwerk eine größere Verbreitung
finden können. Ein Fragebogen zur
Anmeldung und alle weiteren Informationen
finden sich unter:
http:// www.bzga.de/kindersicherheit
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| Autor(in): Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ([email protected]) |
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Gebärmutterhalskrebs ist mit etwa 6.500 neuen Fällen im Jahr die dritthäufigste gynäkologische Krebserkrankung in Deutschland. An dem sogenannten Zervixkarzinom leiden häufig auch junge Frauen. Mit ca. 50 Jahren liegt das mittlere Erkrankungsalter fast 20 Jahre unter dem Durchschnitt für alle Tumoren. An der Universitätsfrauenklinik Jena läuft jetzt eine aussichtsreiche Studie um festzustellen, ob dem Gebärmutterhalskrebs bei gefährdeten Frauen mit Hilfe eines Medikaments rechtzeitig vorgebeugt werden kann. Seit der Einführung der Krebsfrüherkennung in den 1970er Jahren, dem jährlichen Zervixabstrich (Pap-Test), ist es möglich, bereits Vorstufen (Dysplasie) des Gebärmutterhalskrebses zu erkennen. Aufgrund ihrer hohen Tendenz, sich spontan zurückzubilden, werden diese Veränderungen normalerweise vierteljährlich beobachtet. Falls sie jedoch verbleiben oder weiter wachsen, müssen sie bislang operativ entfernt werden.
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"In der aktuellen Forschungsarbeit wollen wir diese Krebsvorstufen frühzeitig und ohne Gewebeverletzung inaktivieren, damit sich kein bösartiger Tumor daraus entwickeln kann", so Prof. Dr. Ingo Runnebaum, der örtliche Leiter der Studie und Direktor an der Jenaer Universitätsfrauenklinik. Deshalb startete in Jena im Frühjahr 2009 eine Versorgungsstudie, die noch bis September 2009 läuft. Diese untersucht, wie ein Medikament im Vergleich zu einem Placebo und zu der reinen Beobachtung auf die veränderten Zellen wirkt. In die Studie werden Frauen einbezogen, bei denen leichtgradige Krebsvorstufen am Muttermund festgestellt wurden.
"In einem schmerzfreien Verfahren wird die lichtempfindliche Wirksubstanz - ein Photosensitizer - als Zäpfchen an den Muttermund gelegt und verbleibt dort zwei bis sieben Stunden. Danach wird der Wirkstoff mit Hilfe von Rotlicht aktiviert. Die Krebsvorstufenzellen werden zerstört", erläutert Dr. Jörg Herrmann, Leiter der Dysplasie-Sprechstunde an der Jenaer Frauenklinik. Jede Patientin wird nach der Behandlung ein Jahr lang beobachtet. Die Therapie wird bei unzureichendem Ansprechen beim ersten Mal nach drei Monaten wiederholt. Danach wird bei den Frauen aller drei Gruppen im Abstand von drei Monaten untersucht, wie sich die veränderten Zellen verhalten. Der Aufwand für die Patientinnen ist zeitlich nicht höher als beim Standardvorgehen, Kontrolluntersuchungen im Vierteljahresabstand.
Frauen, die an der Studie teilnehmen möchten, können sich in der Spezialsprechstunde zu Gewebeveränderungen am Muttermund in der Universitätsfrauenklinik Jena melden. Diese Sprechstunde ist mit etwa 1.000 Patientinnen pro Jahr eine der größten speziellen Sprechstunden zur Dysplasie in Deutschland. Die Patientinnen werden dort beraten und die Ein- und Ausschlusskriterien werden überprüft. Nach einer Aufklärung und einer Blutentnahme beginnt beim nächsten Termin nach dem Zufallsprinzip die Behandlung mit dem Medikament, dem Placebo oder die Beobachtung.
Quelle: idw-online.de
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| Autor(in): Daniela Kollascheck ([email protected]) |
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Komisch – liegt es am Montag? Am Dienstag? 7.30 Uhr, Dienstbesprechung, heftiges Déjà vue: Der diensthabende Kollege geht – und außer mir bleibt nur noch die russische Gastärztin nebst Famula. Allein, allein ! Okay, es hätte trotzdem noch alles irgendwie gut werden können, denn die Kollegin spricht zwar quasi kein deutsch, ist aber trotzdem unglaublich bemüht, unglaublich fleißig, und nimmt mir unglaublich viel lästigen Kleinkram ab, der mich sonst den halben Tag kosten würde.
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Und auch unsere Studentin ist sowohl clever als auch topfit, schiebt ihre Butterflies todesmutig in jede noch so armselig aussehende Vene und schreibt viel schönere Anamnesebögen als ich. Aber da für 10 Uhr eine Wertheim-Meigs-OP anberaumt ist, kann ich mir die kollegial wohlgemeinte Hilfe quasi abschminken – denn wenn alles gut läuft, sind die beiden dann für ungefähr 4 1/2 Stunden mit Chef im OP verschwunden. Ich will auch operieren!!!
Doch nein – das Schicksal hat anderes mit mir vor: Stichwort A wie Ambulanz – alle niedergelassenen Kollegen haben heute geschlossen (Helau – ich hasse Fastnacht), dafür stapeln sich die Mädels jetzt in unserem Wartezimmer. Im Kreißsaal schlagen sich vier (freiberufliche) Hebammen um 3 CTG-Geräte, sodaß ich mich mitsamt meinen 32 -tausend zu schreibenden Briefen auf Station verziehe, wo mich jedoch die erstbeste Schwester direkt aus dem Diktat-Verkehr in den Stationsalltag zerrt: Eine ambulante OP, die sich gerade klammheimlich in eine nagelneue stationäre Aufnahme verwandelt hat. Also aufnehmen, anordnen, weiter im Text – ich komme gerade mal bis zum Diktiergerät, als das Telefon (gehasstes Diensthandy) meckernd den Kreißsaal ankündigt. Als ich eben jenen betrete, steckt der kleine Kindskopf bereits friedlich im Umland, eine weitere Wehe befördert ihn unsacht weiter und hinaus in die Welt, Damm intakt, Eltern glücklich – ich bin dann mal weg.
“Auf dem Weg zur Station - Teil Zwei” wird jäh unterbrochen durch den Anruf meiner Lieblingsoberärztin, die mich ohne weitere Höflichkeitsfloskeln in die Ambulanz zurück beordert – ich mache somit auf halbem Weg kehrt und wackel zurück in den ersten Stock. Der Anlaß ist kein schöner – Drittgebärende, 28. SSW mit IUFT. Och jööööh… 5 Jahre in dem Job und es gibt immer noch Momente, da treibt es mir das Wasser in die Augen. Anfangs wirkt die Frau noch sehr distanziert, so, als hätte sie mit all dem nicht wirklich etwas zu tun. “Nicht-wahrhaben-wollen” – war sie das nicht, die erste Phase der Trauer? Ich spreche sie vorsichtig auf das “danach” an – das sie Zeit haben würde, sich von ihrem Kind zu Verabschieden, daß es sogar ausgesprochen wichtig sei, das Baby auch mal zu halten – in den Arm zu nehmen - um all das Unglaublich doch zu be”greifen”. Das wir Fotos machen würden und Fußabdrücke, als Erinnerung, für gleich oder vielleicht später. Denn egal wie die Geschichte zu Ende geht - dieses Kind ist Teil einer Familie, gelebt oder nicht, und erfahrungsgemäß verlangt gesunde Trauer ein stückweit nach Abschied.
Zuerst gibt sie sich noch ganz verschlossen, die junge Russin, wortkarg, fast ablehnend. Dann, als ich sie nach dem Namen ihres kleinen Jungen frage, bricht der erste Damm und die Tränen beginnen zu fließen. Und jetzt erst ist sie auch bereit, ihren Mann in das nun folgende mit einzubeziehen. Kurz darauf sitzt er mit im Zimmer, still und zurückhaltend wie seine Frau, aber jetzt sind sie immerhin zu zweit, und ich beginne mit der Einleitung, die für diese Beiden ganz sicher kein schönes Ende bereithalten wird.
Unterdessen ist wie im Flug der Tag vergangen, 16.30 Uhr – und ausgepowert und müde kehrt meine Famula von ihrem ersten OP-Marathon zurück. Als kleines Schmankerl kurz vorm Feierabend (und weil sie schon wieder die Geburt verpasst hat) laß ich sie eine Schwangere im letzten Trimenon schallen – und siehe da, ich habe ein Naturtalent gefunden: binnen kürzester Zeit hat sie alle zur Gewichtsberechnung nötigen Parameter gefunden und vermessen und liegt mit ihrem Schätzgewicht nur Bruchteile neben meinem Nach-Schall. Hut ab, meine ersten Gehversuche in Schwangerschaftssonographie haben Stunden gedauert und ich war oft meilenweit von jedweder Perzentilenkurve entfernt. Somit geht an diesem Tag zumindest EINE Frau glücklich nach Hause – ich dagegen habe immer noch geschätzte 14 h Dienst vor mir.
Und die Tür zum Kreißsaal steht nicht still – Erstgebärende am Termin mit fraglichem Geburtsbestreben. Schlafen? Wer will im Dienst schon schlafen ?! Mittlerweile zeigt die Uhr 20.41 an, meine Einleitung weht leider noch nicht mal ein klitzekleines bißchen an, und ich fürchte, das wird eine längere – eine viiiiiiiieeeel längere Geschichte werden. Dabei würd ich es ihr gerne ein wenig abkürzen.
Meine “richtige” Entbindung bekommt gerade eine KPDA verpaßt – die Erfahrung zeigt, daß die Wehen damit erstmal deutlich rückläufig zeichnen, um dann zwischen zwei assistenzärztlichen Tiefschlafphasen zum Geburtsfinale zu blasen. Halali – ich geh mal Cola kaufen…
Ihr da alle draußen, die ihr heute Nacht schlafen könnt – ich bin neidisch!!! In diesem Sinne – Schlaflos im Kreißsaal, eure Josephine.
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[Zum Kreißsaal-Blog von Josephine
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| Autor(in): Josephine ([email protected]) |
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Jeden Donnerstag um 21 Uhr eine neue Folge von "Hauptsache Gesund", dem Ratgebermagazin im TV mit vielen Tipps und guten Ratschlägen zur menschlichen Gesundheit.
Name der Sendung:
Hauptsache Gesund
Thema der Folge:
Vorsicht krebserregend!
Sendezeit:
27.08.2009 - 21:00 Uhr bis 21:45 Uhr auf MDR
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Die Gefahr lauert schier überall. Im Essen, in der Luft, in der Kleidung, in der Wohnung, überall verbergen sich krebserregende Substanzen. Rotes Fleisch begünstigt Darmkrebs. Alkohol führt zu Brust- oder Leberkrebs. Sonnenlicht, Schwermetalle, Schichtarbeit, Feinstaub und noch Unzähliges mehr erhöhen das Krebsrisiko ebenfalls. Gefahr droht aber auch von Mikroorganismen. Gebärmutterhalskrebs entsteht zum Beispiel durch die sexuell übertragbaren HPV-Viren.
[Diese und weitere Sendungen jetzt in Medizin im TV - klick hier]
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