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1. Editorial |
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Hallo, wir haben zwei unserer aktuellen Umfragen unter Studienbewerbern ausgewertet und präsentieren dir in der heutigen Ausgabe die mit Spannung erwarteten Ergebnisse - in welcher Stadt wird am liebsten studiert, wie steht es um die Finanzen der Studienplatzbewerber?
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Jana berichtet uns von ihrem Pflegepraktikum in der Kinderchirurgie, wo sie neben ihrer Arbeit auf Station, die "einfach Spaß macht und super spannend ist" über so manche "Insider-Story" aus den Pausen zu erzählen weiß. Apropos Pflegepraktikum, wie du dich "bestens" auf diesen Studienabschnitt vorbereiten kannst, erfährst du in unserem Artikel "der etwas anderen Art". Die medizinische Fakultät der Universität Greifswald hat ein Strategiepapier entwickelt, worin die "individualisierte Medizin" zum Leitbild erhoben wird. Alle Fakten und Hintergrundinfos erfährst du im heutigen Artikel. Daneben gibt es einen neuen Witz der Woche, lesenswerte Blogbeitäge, Pressemeldungen und weitere interessante Artikel aus der Welt der Medizin.
Viel Spaß beim Lesen wünschen dir
Thomas, Jens und Christian
Redaktion MEDI-LEARN
Der Blick in die Zukunft: In der nächsten
Ausgabe der Onlinezeitung liest du am 22.09.2009:
o Anatomie-Special: Interview zum Präpkurs
o Physikum-Blog: Die Mündliche
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Zum Jobben bleibt neben dem Studium kaum Zeit, und auch mit BAföG kann die Mehrzahl der angehenden Jungmediziner nicht rechnen. Viele Studienplatzbewerber nutzen deshalb die Phase zwischen Schule und Universität zum Geldverdienen oder machen Praktika, ergab eine MEDI-LEARN Umfrage im Sommer 2009.
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Gut ein Fünftel der Befragten ist sozialversicherungspflichtig beschäftigt, und die meisten machen gleich Nägeln mit Köpfen: Ihre wöchentliche Arbeitszeit beträgt mehr als 35 Stunden. Der medizinische Bereich dominiert stark, zumal viele hier bereits eine Ausbildung in der Tasche haben. Die Palette der Tätigkeiten ist insgesamt dennoch recht bunt. Neben Krankenschwestern und Rettungsassistenten warten beispielsweise Industriekaufleute, Sekretärinnen und Bademeister auf Post von der ZVS.
Obwohl die in der Befragung genannten Stundenlöhne mit oft unter zehn, vielfach sogar unter sieben Euro eher bescheiden sind, kommen bei den Vollzeit-Arbeitnehmern in aller Regel vierstellige Beträge aufs Konto. Etwa jeder Sechste kann sich am Monatsende über mehr als 1500 Euro freuen und so ein paar Rücklagen für die ersten Semester an der Hochschule bilden.
Ein Drittel der künftigen Ärzte hat vor dem Studium immerhin einen Nebenjob, manchmal sogar mehrere. Allerdings sind das überwiegend Beschäftigungsverhältnisse mit wenigen Wochenstunden und einem Verdienst weit unterhalb der 400-Euro-Marke. Gearbeitet wird typischerweise in Restaurants, bei Inventuren, als Nachhilfelehrer oder Babysitter. Und auch wenn sie kaum mehr als die Urlaubskasse füllen, bekommen diese Jobs von den Umfrage-Teilnehmern generell gute bis sehr gute Noten.
Eine begehrte Alternative zum Geldverdienen sind Praktika in Krankenhäusern oder Pflegeheimen: Fast 90 Prozent der Befragten hat bis zur Einschreibung eins gemacht. Wenn es nach dem Abitur absolviert wird und mindestens 30 Tage dauert, kann man es fürs Studium anrechnen lassen. Zudem sind Praktika für viele junge Leute die erste Gelegenheit überhaupt, Erfahrungen mit dem Stationsalltag zu sammeln und endlich herauszufinden, ob sie beim Anblick von Blut wirklich in Ohnmacht fallen. Aber selbst wenn das mal vorkäme, wär’s ja eigentlich nicht schlimm.
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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So, jetzt geht’s also weiter mit dem Spätdienst, ein eigentlich wirklich guter Dienst, denn man kann erst Mal gaaaanz lange ausschlafen J Ich muss immer erst um 13:24 im Krankenhaus wieder auf der Matte stehen und das tut wirklich richtig gut. Nach der üblichen Übergabe geht man dann durch die Patientenzimmer, guckt wie es den Kindern geht und macht ein paar Messungen die gerade anfallen.
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Naja, falls im Frühdienst ein langsamer Arzt tätig war, kommen auch noch ein paar Blutentnahmen und Verbandswechsel dazu, die eigentlich vormittags gemacht werden sollen und manchmal den ganzen Nachmittag durcheinander bringen können, denn so etwas gehört da ja nicht hin J Ist es mal wieder so ein Tag, dann dürfen sich die Ärzte auch mal ein paar frech lustige Sprüche der Schwestern anhören.
Sonst gibt es zum Spätdienst nicht all zu viel erzählen, außer DIE PAUSE. Denn aus irgendwelchen Gründen kommt mir die Pause im Spätdienst viel länger vor als im Frühdienst, und wenn nicht gerade die Hölle auf der Station los ist, wird auch Essen bestellt. Und wer isst nicht gerne Pizza, Pommes, … Etwas lang zieht sich dann die Zeit ab sieben hin, wenn die Kinder auch aufgegessen haben und im Grunde alles andere erledigt ist. In der Zeit schreiben die Schwestern dann meist ihre Kurven und ich versuch ein wenig was aus einem Pädiatrie und Kinderchirurgie zu verstehen, wobei auch die Schwestern mir bei Fragen immer richtig viel erklären. Ab und zu darf ich auch runter in die Ambulanz, und zugucken, wie Kinder – meist mit Knochenbrüchen – notfallmäßig ankommen und behandelt werden. Da steigt selbst bei mir das Adrenalin, obwohl ich nur zugucke und nicht handeln muss, aber es macht einfach Spaß und ist super spannend.
Ach ja, was ich ganz vergessen hab: richtig lustig wird’s, wenn die Schwestern ab und zu ein paar Insider-Storys erzählen: eine peinlich Karaoke singende Krankenschwester bei der Weihnachtsfeier mit der ganzen Station; ein Arzt, der sich beim Überfärben seiner grauen Haare diese aus Versehen ins lila gehende gefärbt hat; … Aber auch aus dem Privatleben der ganzen Kollegen wird geplaudert, und da zwei mit den Ärzten liiert sind, ist das ja auch nicht gerade uninteressant, was die so in ihrer Freizeit treiben! Da kommen dann nicht nur lustige Sachen raus, sondern auch das zwei der Ärzte einmal im Jahr für “Ärzte ohne Grenzen” arbeiten. Hut ab, denn ich weiß nicht, ob ich dem ganzen Leid gewachsen wäre, aber toll, dass das Leute in ihrer Freizeit machen!
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| Autor(in): Jana ([email protected]) |
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Ein junges Ehepaar baut ein Haus, allerdings ist es komplett rund. Als jemand den Mann danach fragt warum sein Haus rund sei, antwortet dieser: „Naja, weil meine Schwiegermutter immer gesagt hat:
Wenn ihr euer Haus habt, dann werdet ihr doch sicherlich ein Eckchen für mich frei haben!“
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Wer ein schönes oder wenigstens erträgliches Pflegepraktikum hatte, kann sich nicht vorstellen, wie lang drei Monate sein können. Folgende Tipps helfen dir dabei, deinen Studienwunsch in Frage zu stellen, Alle zu nerven und eine deprimierende Zeit zu haben:
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Sei arrogant Du studierst schließlich Medizin. Wieso musst du ein Pflegepraktikum machen? Drücke dich um alltägliche Aufgaben wie Essen austeilen, Patienten waschen und Betten machen. Zeige kein Interesse für all die Leute, mit denen du später zusammen arbeitest. Entwickle kein Gefühl für den Umgang mit Patienten.
Kenne Niemanden im Krankenhaus Deine Tante ist Krankenschwester in Hamburg? Der Vater deines Freundes Klempner oder Chefarzt an der Charité ? Dein Bruder Zivi in Wuppertal? Geh bloß woanders hin! Kennst du Irgendjemanden im Krankenhaus, wird das Leben einfacher. Damit du keine Verbündeten findest, suche dir eine Station, wo keine Schüler, FSJler, Zivis oder andere Praktikanten sind. Nimm das Pflegepraktikum sehr ernst Konzentriere dich voll auf das Praktikum. Vernachslässige übliche Freizeitaktivitäten. Denke, du müsstest bei deinem Pflegedienst Großes leisten. Habe Angst, dass du gefeuert wirst, wenn du das nicht tust. Lass Alles mit dir machen: Nimm Sonderschichten an, arbeite am Wochenende und leiste Überstunden. Lass deine Schichten beliebig tauschen. Gehe erfreut auf das Angebot ein, eine halbe Stunde später zur Frühschicht zu erscheinen (und dafür eine halbe Stunde länger zu bleiben). Auf diese Weise verpasst du die Morgen-Besprechung: Du weißt nicht, was auf Station los ist und kommst nie richtig ins Team hinein.
Sei weiblich Das Pflegepersonal ist fast ausschließlich weiblich. Erwischst du eine komplett männerfreie Station, ist leichter bis mittelschwerer Zickenkrieg sehr wahrscheinlich. Vorsicht: Schon ein einziger Zivi, Pfleger oder Medizinstudent entspannt die Situation deutlich.
Sei jung Fatal ist die Kombination aus dem vorigen Punkt und diesem. Die Oberschwester hat seit Wochen deinen Lebenslauf. Du hast dich bei jedem einzelnen Stationsmitglied persönlich vorgestellt. Trotzdem wirst du am Ende des Praktikums gefragt, in welche Klasse du jetzt kommst.
Vergiss das Trinken Es geht dir den ganzen Tag schon komisch. Du bist gereizt und langsam und weißt gar nicht, warum. Alles ist furchtbar anstrengend. Diesen Zustand kannst du aufrecht erhalten, in dem du ausschließlich Kaffee trinkst und dich den restlichen Tag über mit Wasser und Tee zurückhältst.
Sei penetrant Stell deine vielen Fragen immer der gleichen viel beschäftigten Schwester. Wende dich nicht an Pflegeschüler, denn diese lernen selber noch und können dich verstehen. Frage auch nicht die Praxisanleiter, deren Beruf es ist, Dinge zu erklären. Habe einfach ständig Angst, etwas falsch zu machen und suche dir keinesfalls selbstständig eine Arbeit.
Mach das KPP komplett während des Studiums Die Zeit zwischen Abi und erstem Semester ist zwar lang, du solltest sie aber nicht mit einem Pflegepraktikum vergeuden. In diesem Fall hättest du längere Semesterferien oder würdest schon vor dem Studium einen Einblick in den Krankenhausbetrieb erhalten. Das Beste ist, du legst eine Hälfte des Praktikums vor das dritte und die Andere vor das vierte Semester. Dann hast du ein ganzes Jahr vor dem Physikum keine Freizeit mehr.
Vergiss, dass du PFLEGEpraktikant bist In den ärztlichen Bereich kannst du in Famulaturen, PJ und Beruf genug hereinschnuppern. Jetzt bist du in der Pflege tätig. Die Schwestern und Pfleger sind deine Vorgesetzten. Sie zu verärgern, ist nicht schwer. Rede einfach mehr als unbedingt nötig mit den Ärzten, zeige Interesse oder begleite sie auf Visite. Andererseits dürfen die Ärzte nicht erfahren, dass du Medizinstudent bist. Wenn sie dich für einen Pflegeschüler halten, kannst du sehen, wie fies sie werden können. Gib die Hoffnung auf, dass dir die Pflegenden jemals etwas zeigen werden. Sie wissen so viel, was es weiterzugeben wert ist, haben aber oft keine Zeit, das zu tun. Nimm diesen Fakt hin, schlucke alle Demütigungen und entwickle latente Aggressionen gegen sie, die du später als Arzt ausleben kannst.
Vergiss, dass du PflegePRAKTIKANT bist
Du bist Praktikant. Genau so, wie sich deine Rechte in Grenzen halten, tun das auch deine Pflichten. Komm nicht auf die Idee, deine Freiheit zu genießen. Sprich mit den Patienten nicht länger als nötig. Wenn ernsthafte Probleme auftreten, hast du es geschafft. Suche auf keinen Fall das Gespräch mit der Stationsleitung oder komm auf die Idee, die Pflegedienstleitung zu fragen, ob du andere Stationen kennen lernen kannst.
Habe einfach Pech
Du kannst es nicht beeinflussen. Sei einfach zur falschen Zeit auf der falschen Station. Höre bloß nicht auf die Erfahrungen anderer Studenten, welche Station sie empfehlen können und welche weniger.
Mach später die gleichen Fehler
Du hast drei wirklich zermürbende Monate gehabt. Ziehe daraus keine Lehre, vergiss es einfach und werde später genau so, wie der allerschlimmste Mitarbeiter. Bringe Niemandem etwas bei, nimm dir keine Zeit für Neulinge und lass dich einfach von deinem eigenen Stress ablenken. Bremse den jugendlichen Enthusiasmus durch Nichtbeachtung und Arroganz. Wälze alle unliebsamen Aufgaben auf die Praktikanten und Schüler ab, damit es ihnen bloß nicht zu gut geht.
Zum Schluss wieder Klartext
Auch wenn du wirklich frustriert bist, lass das die Patienten nicht spüren. Denn um sie geht es im Krankenhaus, ihr Wohlergehen ist das Ziel aller Anstrengungen. Geh offen an das Praktikum heran und nutze es als das, als was es gedacht ist: Einen kleinen Einblick in die Arbeit der Pflege und in den Krankenhausalltag zu bekommen.
[Zu den Erfahrungsberichten - klick hier]
[Pflegepraktikum – häufig gestellte Fragen werden hier diskutiert]
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| Autor(in): Nina Dalitz (MEDI-LEARN) ([email protected]) |
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Nach einem einjährigen intensiven Diskussionsprozess haben Vertreter der Medizinischen Fakultät der Universität Greifswald sowie des Universitätsklinikums gestern das Strategiepapier "Universitätsmedizin 2014" verabschiedet. Darin wird die "Individualisierte Medizin" zum Leitbild erhoben. In den nächsten fünf Jahren soll die Universitätsmedizin Greifswald darüber hinaus als der führende forschende und lehrende Gesundheitsanbieter in der Region etabliert werden.
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Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Greifswald beschließen Strategiepapier
"Mit einer zukunftsorientierten, selbständigen und innovativen Strategie wollen wir unseren Anspruch der "Individualisierte Medizin - der Mensch im Mittelpunkt" in allen Bereichen mit Leben erfüllen", betonte Prodekan Prof. Reiner Biffar. "Der Einklang von Lehre, Forschung und Krankenversorgung ist dabei von grundsätzlicher Bedeutung."
Individualität als Richtschnur
Über ein Jahr haben Mitarbeiter des Uniklinikums und der Fakultät quer durch alle Berufe über die Zukunft der Greifswalder Universitätsmedizin diskutiert und an einer wegweisenden Strategie für die kommenden Jahre gearbeitet, informierten heute der Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende, Prof. Marek Zygmunt, und Pflegedirektor Peter Hingst. Höhepunkt war eine Großgruppenkonferenz mit rund 200 Teilnehmern am 19. Mai dieses Jahres, auf der in 25 Workshops die Visionen und Ziele beraten wurden. Im Zuge des Diskussionsprozesses wurde aus Hunderten von Gesprächen, Vorschlägen, Ideen und Hinweisen eine kompakte Zukunftsstrategie entwickelt, die nun die Richtung und Inhalte für die kommenden Jahre vorgibt.
"Die Individualität zieht sich wie ein roter Faden durch all unsere Aktivitäten", so Prof. Marek Zygmunt. "Das fängt bei unseren Mitarbeitern an und setzt sich bei unseren Patienten und Studenten sowie in der Forschung und Krankenversorgung fort. Die individuelle Herangehensweise an alle wesentlichen Prozesse in einem hoch modernen Umfeld soll unser unverwechselbares Markenzeichen werden."
Neben Vision und Leitbild enthält das Strategiepapier "Universitätsmedizin 2014" neun Top-Ziele sowie zehn Top-Themen (s. Anlage), die jeweils mit einem eigenen umfassenden Maßnahmepaket untersetzt sind. Während die Hauptziele den Anspruch an eine erfolgreiche Universitätsmedizin auf allen Ebenen und in Norddeutschland verkörpern, werden in der Prioritätenliste, beispielsweise mit der Verbesserung der Patientenfreundlichkeit, der Ablaufoptimierung und gezielten Personalentwicklung, ganz konkrete Schwerpunkte gesetzt. "Die Umsetzung und Anpassung der strategischen Handlungsfelder sind ein fortlaufender Prozess", unterstrichen Zygmunt und Hingst, "in den wir auch künftig möglichst viele engagierte Mitarbeiter einbeziehen wollen."
Konzentration als Erfolgsmodell
In Forschung und Lehre knüpft die strategische Ausrichtung der Universitätsmedizin an die Entwicklungen der letzten Jahre an. "Die praxisnahe Medizinerausbildung und persönliche Betreuung durch die Dozenten hat einerseits dazu geführt, dass sich Greifswald inzwischen nach der Charité Berlin bundesweit als beliebtester Studienort einen Namen gemacht hat. Andererseits haben wir durch eine stringente Konzentration der wissenschaftlichen Kapazitäten die Spitzenforschung in Greifswald wieder fest verankert", erklärte der Prodekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Reiner Biffar.
"Als kleiner Universitätsstandort können wir nicht alle Wissenschaftsbereiche auf gleich hohem Niveau abdecken. Deshalb war es konsequent, frühzeitig unsere Forschungscluster abzustecken." Diese liegen unter anderem in der Community Medicine, der bevölkerungsnahen Versorgungs- und Gesundheitsforschung, die mit der Gesundheitsstudie SHIP (Study of Health in Pomerania) fortgesetzt wurde und jetzt im millionenschweren Zukunftsprojekt GANI_MED (Greifswald Approach to Individualized Medicine) gipfelt. Bei dem Bundesforschungsprojekt geht es vorrangig um maßgeschneiderte Diagnose- und Behandlungsstrategien für einzelne Menschen und spezielle Patientengruppen.
Den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit, Selbständigkeit und Innovationskraft im Zeichen enormer globaler und regionaler Umbrüche bezeichnete der Kaufmännische Direktor Gunter Gotal als größte Herausforderung. "Neue Strukturen müssen wir transparent machen und erklären, damit sie von allen verstanden und mitgetragen werden. Motivierte Fachkräfte sind unser wichtigster Erfolgsfaktor, um trotz wirtschaftlich enger Spielräume die angestrebte Qualitätsführerschaft zu erreichen."
Top-Ziele "Universitätsmedizin Greifswald 2014"
- Die Universitätsmedizin Greifswald ist als Teil der Ernst-Moritz-Arndt-Universität ein selbständiges Unternehmen mit den Aufgaben Forschung, Lehre und Patientenbehandlung.
- Die Universitätsmedizin Greifswald ist wirtschaftlich erfolgreich und investiert eigene Unternehmenserträge in ihre strategischen Ziele.
- Die Universitätsmedizin Greifswald ist als norddeutscher Qualitätsführer (HH, SH, M-V) mit ihren Angeboten und Leistungen auf die Bedürfnisse ihrer Zielgruppen ausgerichtet. Dazu gehören gleichermaßen Studenten, Patienten und Angehörige, Zuweiser sowie Forschungsförderer und Kooperationspartner.
- Qualitätsparameter, Lehr- und Lernziele, Leistungen, Kosten und Erlöse sind nachvollziehbar und transparent.
- Die Prozesse sind in allen Leistungsbereichen klar strukturiert, aufeinander abgestimmt und unterliegen einer ständigen Verbesserung.
- Motivierte, gut ausgebildete und engagierte Mitarbeiter sind der wichtigste Erfolgsfaktor.
- Eine professionelle Führung ist in allen Bereichen etabliert.
- Die Forschung der Universitätsmedizin Greifswald ist thematisch fokussiert und international wettbewerbsfähig.
- Die Lehre der Universitätsmedizin befindet sich qualitativ bundesweit im oberen Drittel und stärkt den eigenen Standort.
Hintergrund Individualisierte Medizin
Anfang 2008 wurde das Pilotprojekt der "Individualisierten Medizin" im Rahmen der Bevölkerungsstudie SHIP (Study of Health in Pomerania) in Greifswald gestartet. Die Individualisierte Medizin geht davon aus, dass jeder Mensch einzigartig ist und auch so diagnostiziert und behandelt werden sollte. Aus komplexen medizinischen, genetischen und bildgebenden Verfahren sowie Millionen an Informationen werden völlig neue Strategien in Diagnostik und Therapie entwickelt. Die anonymisierten Datensätze stehen der nationalen und weltweiten Forschung zur Verfügung.
Kontaktdaten:
Universitätsklinikum Greifswald
Ärztliche Direktor/Vorstandsvorsitzender
Prof. Dr. med. Marek Zygmunt
Fleischmannstraße 8, 17475 Greifswald
T +49 3834 86-50 13
F +49 3834 86-50 10
E [email protected]
www.klinikum.uni-greifswald.de
Quelle: idw-online.de
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| Autor(in): Constanze Steinke ([email protected]) |
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Partylöwen und praktisch Denkende, Wissbegierige und Wassersportler – die Schar der Bewerber um einen Medizin-Studienplatz ist in jeder Hinsicht bunt gemischt. An welcher Uni sie sich am liebsten einschreiben würden und warum, verrieten sie in einer MEDI-LEARN Umfrage im Sommer 2009.
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Einsam an der Spitze steht Berlin mit seiner Charité-Universitätsmedizin. Häufig genannt wurden außerdem Göttingen, Münster, Köln, Hamburg, München, Tübingen und Dresden. Nur eine Handvoll will hingegen nach Österreich, und gerade mal ein Teilnehmer möchte die kommenden Semester gern in der Schweiz verbringen.
Wenn es um die Gründe für ihre Entscheidung geht, nehmen die Befragten kein Blatt vor den Mund. „Die schönsten Frauen der Welt“ hofft ein wahrscheinlich männlicher Studienplatzbewerber zu finden, „Party, Freunde, Action, Bars und Shopping“ ein anderer. Längst nicht nur von Segelbegeisterten wird die Nähe zum Meer als Grund genannt, sich beispielsweise für Kiel, Lübeck oder Rostock zu bewerben.
Wissbegierige führen mal die „sehr gute Krebsforschung“, mal den „guten wissenschaftlichen Ruf“ der Hochschule an. Und auch die Liebhaber von Kunst und Kultur melden sich zu Wort: Weil die Stadt drum herum so schön oder so traditionsreich sei, zieht es etliche an eine ganz bestimmte Universität. Noch wichtiger sind aber finanzielle Gesichtspunkte, beispielsweise der bereits vorhandene Nebenjob. Und immer wieder taucht das Argument „keine Studiengebühren“ auf.
Die große Mehrheit der Umfrage-Teilnehmer denkt nämlich vor allem praktisch. Immerhin wohnt mehr als ein Drittel bisher noch bei den Eltern, und nicht jeder hätte nach gleich dem Abi das Geld für einen Umzug. Ein Studienplatz möglichst nahe am jetzigen Wohnort hat für sehr viele deshalb oberste Priorität. Zumindest in den ersten Semestern könnten die Klamotten wohl ab und zu noch in der Waschmaschine der Eltern Platz finden, kalkulieren nicht nur die Männer. Und wer will schon gern samstags und sonntags auf warmes Essen verzichten, nur weil die Mensa am Wochenende geschlossen ist?
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Der allererste Schnitt in die intakte Haut... So die letzte Schwelle des inneren Widerstands überwinden, bevor das Skalpell nun eindringen sollte. Und dann zu spüren, dass die Welt sich weiterdreht!“
Hast du den Präpkurs schon gehabt? Wie ist das mit den Leichen? Ist Jemand umgekippt?
Der Präparierkurs ist sicher der Kurs, um den sich die meisten Mythen ranken, die meisten Halbwahrheiten verbreitet werden und sicher ein Highlight des Medizinstudiums.
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Doch warum Gerüchten lauschen, wenn man einfach ein paar Präparanden befragen kann? Die einzelnen Interviews werden an anderer Stelle veröffentlicht. Hier nur die Essenz aus geballter Präpkurs-Erfahrung: Erster Kurstag, Vorbereitung, Erwartungen und Lernstress.
Es erinnerte mich irgendwie an meinen ersten Schultag
Die Berichte über den ersten Kurstag ähneln sich und folgende Worte kommen häufig vor: Spannung, abgedeckte Körper auf Metalltischen, gefliester Raum, künstliches Licht, stechender Geruch, Unsicherheit, Aufregung, irreal, andere Welt, halb so schlimm. In jedem Fall wird der erste Präptag als etwas Besonderes empfunden. Eine Studentin sagt „Ich war sehr gespannt, wie sich das anfühlt und hab erstmal vorsichtig den Arm angefasst.“ Umgekippt ist Niemand. Am leichtesten war der Einstieg an Unis, die ihre Studenten langsam an das Präparieren heranführen. Entweder durch ein paar Kurstermine im 1. Semester, wo nur Knochen oder Teile der (abgedeckten) Körperspender betrachtet werden. Oder dadurch, dass am ersten Kurstag noch gar nicht geschnitten wird. Nur der äußere Eindruck wird besprochen. Anschließend wird im Seminarraum über Probleme, Gedanken und Gefühle geredet.
Vorbereitung beschränkt sich auf die organisatorischen Dinge
In den Vorlesungen wird das Thema Präparieren erwähnt, beschränkt sich aber meistens auf die organisatorischen Dinge und wird schnell abgehandelt. Sehr wichtig ist, dass über die Körperspende im Allgemeinen gesprochen wird und die Menschen sich aus freiem Willen und ohne finanzielle Anreize für einen solchen Schritt entschieden haben. Im Vorfeld des Kurses macht sich jeder Student Gedanken und redet mit Kommilitonen über das „Präpen“. Die Mehrheit ist hin- und hergerissen zwischen Vorfreude und Angst.
Nur mit Top-Vorbereitung schön
Die Erwartungen an den Kurs sind selten konkret. Die Studenten beschreiben eher Neugier auf das „Highlight“ der Vorklinik, dass sie viel lernen werden und sich auf die praktische Tätigkeit freuen. Sie erwarten viel Stress mit vielen Testaten. Zum Teil sind die Vorstellungen abstrus: Dass es im Präpsaal ähnlich wie im OP zugeht oder dass man alleine durch das Präparieren Anatomie lernt. Im Nachhinein sind alle erstaunt, wie schnell das Präpen zur Routine gerät. Auf jeden Fall hat ihnen der Kurs geholfen, eine realistische, dreidimensionale Vorstellung vom menschlichen Körper zu bekommen. Negativ überrascht haben das Gedränge am Tisch und der riesige Lernaufwand. Die Kombination aus Auswendiglernen, wenig erklärfreudigen Tischassistenten und unzureichender eigener Vorbereitung führte manchmal dazu, dass die Interviewten keinen roten Faden fanden und nicht wussten, an welcher Struktur sie gerade „herumschnitten“.
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Das 3B
Scientific-Anatomiespecial
Dieser Artikel ist Teil des
redaktionellen Specials zum Thema Anatomie, das wir dir mit freundlicher
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Da stand ich nun. Ende September, Studienplatz in der Wallachei, Traumfrau und Freunde in Berlin und nur 2 Wochen Zeit für einen Umzug, wenn ich ihn denn wollte. Wollte ich aber nicht. Und dann lief da noch dieser Song im Radio: “Wart mal…mhh du kommst sowieso schon zu spät, lass lieber chillen…” Der begnadete Musiker aus Erfurt hat recht! Zum Sommersemester sollte mein Abischnitt locker für Berlin reichen und gab es nicht so eine Sklavenarbeit-Schinderei namens Pflegepraktikum?
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Wäre es nicht außerordentlich clever das vorher schon abzuarbeiten um dann alle auszulachen, die es in den Semesterferien machen müssen? Vor dem Studium noch ein bisschen Zeit zu haben um eine neue Sprache zu lernen, ordentlich zu arbeiten und Kohle zu machen? Die Kohle auf Reisen verprassen? Sounds like a plan! Jefällt ma jeht ab!
Gesagt getan! Ich ließ also die Frist in Freiburg verstreichen (sehr zum Ärger meiner Eltern, aber ein Berliner Schädel ist härter als Kruppstahl…). Da ich auch langsam vom Kuchenverkauf die Berliner Schnauze voll hatte und mein IQ bereits auf dem Level eines durchschnittlichen BILD-Lesers angekommen war, kündigte ich auch meinen Job beim Bäcker und fing an als…..Kassierer bei Kaufland! HAHA Ja ich weiß, war jetzt nicht der angekündigte intellektuelle Quantensprung, aber immerhin ist die Bezahlung ganz ordentlich und man kann sitzen (Könnte im Hinblick auf das Praktikum als Sklave ja vielleicht noch eine Rolle spielen…). So also Arbeit haben wir schon mal. Kurzer Blick auf die Checkliste: Punkt 1: Pflegepraktikumsplatz suchen. Ok, hat noch Zeit, nächster Punkt.
Punkt 2.: Reisen, Geld verprassen, Sprache lernen. Guter Punkt. Also ab nach Prag. Wunderschöne Stadt und das Wichtigste: Lecker Essen und Bier kostet nur 80 Cent. Unbedingt zu empfehlen, auch als Paarurlaub! Wer Insidertipps braucht schmeißt Marco Polo weg und fragt mich.
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| Autor(in): Maxwell ([email protected]) |
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Das 2006 in Kraft getretene neue Hochschulmedizingesetz des Landes Sachsen-Anhalt hat die erhofften positiven Wirkungen entfaltet. Zu diesem Ergebnis gelangt der Wissenschaftsrat nach einem Besuch der beiden universitätsmedizinischen Standorte des Landes in Magdeburg und Halle. Die bereits im Jahr 2005 verselbstständigten Universitätsklinika waren durch dieses Gesetz über ein Kooperationsmodell mit den Medizinischen Fakultäten der Universitäten verbunden worden.
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"Die Medizinischen Fakultäten haben durch das Gesetz und die damit verbundene Reform ihrer Leitungsstrukturen deutlich an Entscheidungsstärke gewonnen", betont der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Peter Strohschneider. Das vom Land gewählte Kooperationsmodell wird aufgrund verschränkter Leitungsstrukturen den speziellen Anforderungen der Universitätsmedizin in ausreichendem Maß gerecht. Es bietet den Medizinischen Fakultäten Instrumente zur Stärkung von Forschung und Lehre und den Hochschulklinika genügenden Freiraum für die weitere Entwicklung der Krankenversorgung in einem stark wettbewerblich geprägten Umfeld.
Bewährt haben sich auch die Einrichtung der Gemeinsamen Kommission, welche die Strukturbildung beider Medizinstandorte koordiniert, sowie die Zielvereinbarungen, die das Land mit den Medizinfakultäten abgeschlossen hat. Kritisch bewertet wird dagegen die Vorgabe des Landes, den Stellenrahmen auf 60 Professuren pro Standort zu beschränken, die für eine positive Weiterentwicklung der Fakultäten hinderlich ist.
Trotz identischer gesetzlicher Rahmenbedingungen haben sich die Standorte in Magdeburg und Halle in den vergangenen Jahren sehr unterschiedlich entwickelt: Der Universität Magdeburg ist es gelungen, mehrere herausragende Forscherpersönlichkeiten an die Medizinische Fakultät zu berufen, die die beiden Forschungsschwerpunkte "Neurowissenschaften" und "Immunologie einschließlich molekulare Medizin der Entzündung" erfolgreich ausgebaut haben. Von der Qualität der Lehre hat der Wissenschaftsrat einen insgesamt positiven Eindruck gewonnen. Ebenso wurden der Ausbaustand und die weiteren Ausbauplanungen auf dem Campus der Universitätsmedizin als gut bewertet.
Für die Medizinische Fakultät der Universität Halle-Wittenberg und das Universitätsklinikum Halle (Saale) sieht der Wissenschaftsrat dagegen noch großen Verbesserungsbedarf in den Bereichen Forschung und Lehre. So ist es der Universitätsmedizin in Halle bislang noch nicht gelungen, ein klares wissenschaftliches Profil zu erarbeiten und dieses national sichtbar zu machen. Auch die Situation in der Lehre muss verbessert werden. Der Wissenschaftsrat empfiehlt dem Land Sachsen-Anhalt für eine zeitlich begrenzte Dauer die Einsetzung einer externen Expertenkommission, um den universitätsmedizinischen Standort Halle bei seiner weiteren Entwicklung zu begleiten. Darüber hinaus wird dem Land empfohlen, nach dem Restrukturierungsprozess in vier Jahren eine erneute Begutachtung der Universitätsmedizin am Standort Halle durchzuführen.
Quelle: idw-online.de
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| Autor(in): Dr. Christiane Kling-Mathey ([email protected]) |
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