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1. Editorial |
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Hallo, Josephine berichtet uns in ihren stilvoll verfasssten Blogbeiträgen von ihren anspruchsvollen Diensten und Doppelschichten direkt aus dem Kreißsaal, wo es neben dem Überstehen des tagtäglichen "Crescendo-Decrescendo-Gebrülls" noch so manch andere Nervenprobe zu meistern gilt.
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Im lesenswerten Artikel zu Interviews mit Präpkurs-Teilnehmern, findest du viele Meinungen, Erfahrungen und Tipps zum richtigen Lernen im Anatomiekurs von Kursteilnehmern, die wir für dich zusammengetragen haben. Unser Gastartikel aus der medizinischen Fachzeitschrift MMW - Fortschritte der Medizin liefert fundiertes Hintergrundwissen und aussagekräftiges Zahlenmaterial zum Thema "Wie krank ist Deutschland" und liefert eine Zukunftsprognose zum Krankenstand im Jahr 2050. Ein neuer Cartoon der Woche, themenspezifische Links in die Foren von MEDI-LEARN, unterhaltsame Blogbeiträge und mehr erwarten dich im heutigen Newsletter.
Viel Spaß beim Lesen wünschen dir
Thomas, Jens und Christian
Redaktion MEDI-LEARN
Der Blick in die Zukunft: In der nächsten
Ausgabe der Onlinezeitung liest du am 27.10.2009:
o Studentische Sommervertretung
o Aussteiger-Blog: Die Kluft zwischen Medizin und Pflege
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Der gestrige Dienst wäre in meiner Lieblings-Laib-und-Magen-TV-Serie “Emergency Room” ganz klar als “Vollmond”- oder “Halloween”-Folge ausgestrahlt worden – das Grauen kannte kein Ende….
Ich soll um 12 Uhr zum Dienst kommen (weil ich ja heute und
morgen Doppelschicht schiebe, und im Samstag-Dienst auch schon nicht
wirklich zum schlafen gekommen bin).
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Steh aber schon um 10 Uhr auf der Matte, weil mir die tausend Entlassungen, Aufnahmen, Briefe und sonstige Späßchen im Kopf herum schwirren, die heute auf mich und meine wackere Famula warten. In der Klinik ist der Teufel los – meine kleine Studentin ist schon seit Stunden mit der Oberärztin im OP versackt, Blondie im Dienstfrei, Dr. Klitschko im Urlaub – dafür Arbeit in rauhen Mengen.
Um 17.30 Uhr ist zumindest das Tageswerk erledigt, alles, was noch laufen kann, nach Hause entschwunden, und ich will gerade meine Abendrunde durch den Kreißsaal drehen, als mir eine ziemlich blaß aussehende Schwangere in rasantem Tempo über die Wöchnerinnen-Station entgegen kommt. Ohne ein Wort läuft sie an mir vorbei, wie das Karnickel aus “Alice im Wunderland” und ich starre ihr im Laufen noch hinterher, als mir der Grund ihrer Panikattacke holzhammermäßig aufs Innenohr prallt: Aus den Untiefen des Kreißsaales tönt ein durchdringliches Stöhnen, welches binnen kürzester Zeit zu orkanartigem Brüllen und schließlich wolfsähnlichem Heulen anschwillt, für gute 60 Sekunden anhält, um dann – alle Schritte rückwärts nehmend – zum Ausgangspunkt zurückkehrt. Ich bin beeindruckt – solche Geräusche hab ich an einem lebenden Menschen nicht für möglich gehalten – und ich habe schon einige Leute schreien hören! Aber das hier hat eine ganz andere Qualität als normales Brüllen – da ist von Wut über Wahn alles drin, was die menschliche Stimme so zu bieten hat.
Im Kreißsaal lerne ich die Besitzerin dieses Crescendo-Decrescendo-Gebrülls dann gleich persönlich kennen – W. (nur Vorname!), bekommt ihr erstes Kind – ja, hört man. Jetzt, um 18 Uhr, ist sie schon mitten drin im Lärm-Terror, dabei ist der Muttermund gerade mal “bis auf Saum vollständig”! Na, denke ich – mal schauen, wie lange sie das aushält…?!
Im Wehenzimmer nebenan liegt Frau C. – Südosteuropäerin (somit prädestiniert für den IC’D-10-Code “mediterraner Ganzkörperschmerz”), am Termin, noch ohne PDA, und aufgrund der Stimmgewalt ihrer Nachbarin völlig am Ende mit den Nerven. Frau von Sinnen – Hebamme von Frau C. – berichtet beiläufig, die Rückenmarksnarkose sei schon geordert und nuschelt auf meine Frage nach der Muttermundsweite lediglich ein unverständliches “shfeiwse Zentimeter…!” – BITTÄ???
“schwei Zentimeter!”….
“Hast du ZWEI gesagt?!” – Kopf einziehen, nicken – weg. SUPER!!! Das wird wieder so ein PDA-Wehen-weg-Tropf-drauf-Herztöne-schlecht-Schauspiel werden – ich will hier RAUS!!! [...]
[Zum Kreißsaal-Blog von Josephine - klick hier] |
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| Autor(in): Josephine ([email protected]) |
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In ärmeren Ländern kranke und hilfebedürftige Menschen versorgen – davon träumen viele junge Mediziner. Helfen kann man auf ganz unterschiedliche Weise: entweder in der humanitären Nothilfe oder in eher langfristig angelegten Projekten der Entwicklungszusammenarbeit. Sechs Ärzte berichten, was sie motiviert und was sie Kraft kostet.
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Über der kongolesischen Stadt Kamituga geht die Sonne auf. Dr. Christoph Houben macht sich auf den Weg ins „Hopital general“. Gestern hat der Chirurg von Cap Anamur dort bei einer 57-jährigen Frau eine Gastrojejunostomie durchgeführt. Diagnose: inoperables Magenkarzinom. Sie hat zehn Kinder. Zumindest wird die OP ihre Beschwerden lindern. „Auch wenn es oft Situationen gibt, die mich traurig stimmen: Wenn Operationen gelingen, sind sie eine bleibende Hilfe“, sagt Dr. Houben. „Keiner kann sie den Menschen wieder nehmen, im Gegensatz zu Medikamenten, die gestohlen werden können.“ Der Alltag des Chirurgen ähnelt dem in Deutschland: vormittags OP, nachmittags Visite. Die technischen Gegebenheiten sind allerdings kaum vergleichbar. Fließendes Wasser, Licht oder Strom sind nicht selbstverständlich. Man arbeite mit sehr wenigen Mitteln, erklärt Dr. Houben. „Improvisation ist hier keine Floskel, sondern ein Muss. OP-Pfleger, die Instrumente anreichen, gibt es nicht.“
Wichtige Entscheidung: Kliniker oder Projektmanager?
„Gesundheitssysteme sind unfair, ineffizient und weniger erfolgreich, als sie eigentlich sein könnten“ – der Jahresbericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 2008 klingt nicht ermutigend. Jedes Jahr sterben fast 10 Millionen Kinder, meist an Unterernährung, Lungenentzündung, Durchfall, Malaria oder HIV. Viele könnten überleben, hätten sie Zugang zu einer besseren medizinischen Versorgung und sauberem Trinkwasser. Täglich sterben 1.600 Frauen und über 10.000 Neugeborene an vermeidbaren Komplikationen während Schwangerschaft und Geburt, meist in armen Ländern. Ärzte wie Dr. Houben versuchen das zu ändern. Wer helfen möchte, muss sich allerdings entscheiden, wie er seinen Beitrag leisten möchte. „Mediziner können wählen, ob sie ,klassisch‘ als klinischer Arzt arbeiten wollen oder mehr in Bereichen des Projektmanagements und der öffentlichen Gesundheit. Beide Arbeitsbereiche finden sich sowohl in der humanitären Hilfe als auch in der eher langfristig angelegten Entwicklungshilfe“, sagt Dr. Joost Butenop, der für mehrere Hilfsorganisationen aktiv ist. „In der Nothilfe muss man belastbar sein“, erklärt er. Man arbeitet kurzfristig, wechselt oft den Standort. „Das Arbeiten ist ziemlich unstet und nicht gerade familientauglich.“ Entwicklungsarbeit sei langfristiger angelegt – man sehe aber auch nicht so schnell Erfolge. Dr. Butenop arbeitete für Ärzte ohne Grenzen (ÄoG) fünf Jahre lang in der Nothilfe. „Hier kann ich die Ergebnisse meiner Arbeit rasch sehen“, erklärt er. Letztes Jahr half er vor Ort, als der Zyklon Birma verwüstete, beriet bei der Kaukasuskrise und unterstützte Ärzte und Gesundheitspersonal kürzlich bei der Choleraepidemie in Simbabwe.

Dr. Kai Stietenroth, freier Mitarbeiter der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), konzentriert sich eher auf die langfristige Hilfe. In Peshawar, Pakistan, kooperiert er mit dem Gesundheitsministerium. Zu seinen Aufgaben gehört es, Krankenhäuser zu besuchen, die Krankenversorgung zu optimieren und epidemiologische Daten zu analysieren. Zudem gibt er Kurse über Gesundheitssystementwicklung, spricht mit Experten und reist viel. „Ich habe die schönste Arbeit der Welt“, sagt er. „Alle meine Fähigkeiten sind gefragt, nicht nur medizinisches Fachwissen.“
Autorin: Dr. med. Felicitas Witte - Via medici
Teil 2 des Artikels "Traumjob oder Albtraum?" findest du in der kommenden Ausgabe der Onlinezeitung.
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| Autor(in): Dr. med. Felicitas Witte - Via medici ([email protected]) |
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Hast du den Präpkurs schon gehabt? Wie ist das mit den Leichen? Ist Jemand umgekippt? Der Präparierkurs ist sicher der Kurs, um den sich die meisten Mythen ranken, die meisten Halbwahrheiten verbreitet werden und sicher ein Highlight des Medizinstudiums. Doch warum Gerüchten lauschen, wenn man einfach ein paar Präparanden befragen kann? Die einzelnen Interviews werden an anderer Stelle veröffentlicht. Hier nur die Essenz aus geballter Präpkurs-Erfahrung: Was hat den Studenten gefallen, was nicht? Es ist ein Privileg, den Präpkurs belegen zu dürfen. Der große Lernzuwachs, der Stolz, wenn man Zusammenhänge erkannt oder etwas eigenhändig freigelegt hat. Die Eröffnung des Brustkorbes, das Knacken der Rippen, die Herzpräparation „nachdem die Kammern und Vorhöfe eröffnet waren und man direkt ins Herz schauen konnte.“
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Schön war der Kurs für die Studenten immer, wenn der Professor etwas erklärt hat oder wenn Besuch da war, zum Beispiel ein Chirurg oder ein Pathologe. Besondere Faszination rufen dicke Nerven wie im Plexus Brachialis oder der Nervus Ischiadicus hervor. Auch das unglaubliche Zusammenspiel des Körpers wie bei den Gehörknöchelchen oder den inneren Organen. „Wer hätte gedacht, was da so alles reingeht? Wer hätte gedacht, dass sich ein so ein komplexes und schönes Kunstwerk in jedem Menschen befindet?“ Nicht zu verachten sind die Gruppendynamik und der Zusammenhalt, die beim gemeinsamen Präpen entstehen. Und die moderne Klimaanlage, die einer der Interviewpartner erwähnt.
Das war einfach zu viel
Negativ wird hauptsächlich der Lernaufwand, weniger der Umgang mit dem Tod empfunden. Besonders schwer zu lernen ist der Kopf. Schädelknochen, Gehirn, Gefäße,...So viele Fakten, so viele Strukturen auf kleinem Raum, dafür ist die Zeit einfach knapp. Starke Gefühle rufen das Öffnen des Schädels und die Gesichtspräparation hervor. Unterarm, Unterschenkel, Hände, Füße und die autochthone Rückenmuskulatur sind schwer zu präpen und noch schwerer zu lernen. Wer in der Schule kein Latein hatte, muss sich zu Beginn noch mit den Fachbegriffen herumschlagen. Außerfachliche Probleme sind der Geruch und der Stress durch Klausuren und Testate. Einmal heißt es auch „Die Selbstverständlichkeit, mit der einige Kommilitonen dem Spender entgegentraten.“ Als unangenehm empfunden wir die Situation „nicht zu wissen, was man da eigentlich macht.“ Sie sollte möglichst nicht auftreten.
 | Das 3B Scientific-Anatomiespecial Dieser Artikel ist Teil des redaktionellen Specials zum Thema Anatomie, das wir dir mit freundlicher Unterstützung von 3B Scientific, dem renommierten Hersteller anatomischer Modelle, präsentieren können. | | | | |
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| Autor(in): Nina Dalitz (MEDI-LEARN) ([email protected]) |
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Wir freuen uns, den Besuchern unserer Webseite an dieser Stelle in regelmäßiger Reihenfolge lesenswerte Gastartikel aus der renommierten Zeitschrift MMW Fortschritte der Medizin präsentieren zu können. Am Ende des Artikel findet sich ein Hinweis auf volle 12 Ausgaben eines unverbindlichen und kostenlosen Testabos.
Heutiger Gastbeitrag: Zukunftsprognose: So krank ist Deutschland in 40 Jahren Quelle: MMW Fortschritte der Medizin Heft 36, 2009, S. 11
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In den nächsten Jahrzehnten wird die Zahl der Menschen, die in Deutschland leben, deutlich zurückgehen. Die Zahl der Kranken wird aber dennoch dramatisch ansteigen, warnt der Gesundheitsexperte Professor Fritz Beske vom Kieler Institut für Gesundheits-System-Forschung (IGSF). Er hat die Steigerungsraten für 22 Krankheiten berechnet. Die bange Frage: Wie soll unser Gesundheitssytem das verkraften? Angesichts der demografischen Entwicklung und des medizinischen Fortschritts müssten schon heute die Weichen für die Versorgung ab 2020 gestellt werden, sagte Beske bei der Vorstellung einer Prognose über die Morbidität der Bevölkerung im Jahr 2050. Hintergrund: Ab 2020 gehen die geburtenstarken Jahrgänge der Nachkriegsjahre in Rente. Für die Prognose wurde die Entwicklung von 22 ausgewählten Krankheiten hochgerechnet – mit teils dramatischen Anstiegen der Krankheitslast für das Sozialsystem. Danach rechnet Beske trotz einer um rund 13,4 Millionen zurückgehenden Bevölkerungszahl etwa damit, dass die absolute Zahl der Neuerkrankungen an Herzinfarkt im Vergleich zu 2007 um 75% auf 548.000 zunehmen wird. Beim Schlaganfall erwartet er eine Steigerung um 62% auf 301 000 Neuerkrankungen. Laut Prognose muss über alle Krebsarten zudem 2050 mit knapp 600.000 Neuerkrankungen gerechnet werden, ein Plus von 27% gegenüber 2007.
Millionen von Blinden und Dementen
Die Zahl der erwarteten Demenzkranken gibt das IGSF mit 2,2 Millionen an (+104%); ambulant erworbene Lungenentzündungen könnten um 149% auf dann 2,9 Millionen Fälle zunehmen. Einen Zuwachs von 125% auf 1,6 Millionen Erkrankungen erwarten Beske und Co. bei der altersbedingten Makuladegeneration. Noch eindringlicher stellen sich die relativen Zahlen dar: Danach legen laut Studie bezogen auf 100.000 Bundesbürger fünf der 22 ausgewählten Krankheiten bis 2050 um mehr als 100% zu: Lungenentzündung (198%), Makuladegeneration (169%), Demenz (144%), Oberschenkelhalsfraktur (125%) und Herzinfarkt (109%). Knapp an hundert Prozent reicht die Entwicklung beim Schlaganfall (94%). Alle Krebsarten zusammen dürften um 52% zunehmen, so der Experte.
Hypertonie wird Volkskrankheit Nummer 1
Volkskrankheit Nummer eins dürfte 2050 dabei die Hypertonie sein. 51,6% der dann noch knapp 69 Millionen Bundesbürger soll dann von ihr betroffen sein. 2007 waren es laut IGSF 42,3%. Auf den Plätzen folgen Arthrose (2050: 21,6%) und Rückenschmerzen (17,6%). Eine Prognose zu den entlastenden Wirkungen von Prävention und neuen Therapien sei nicht möglich, so Beske. Er erwartet im Gegenteil steigende Kosten durch neue medizinische Möglichkeiten, zumal diese, wie von allen Parteien versprochen, allen Bürgern zugutekommen sollen. Beske forderte die künftige Regierung dazu auf, den Deutschen über die Probleme der Gesundheitsversorgung „reinen Wein einzuschenken“ und nach Wegen zu suchen, der Entwicklung Herr zu werden.
Grundlage für die Prognose bildet die vom IGSF erwartete Bevölkerungsentwicklung für 2050: Danach soll die Altersgruppe der über 80-Jährigen von 3,9 Millionen (Jahr 2007) auf dann zehn Millionen ansteigen, ein Plus von 156%. Die Zahl der über 65-Jährigen soll demnach um 38% auf 22,8 Millionen steigen. Von 68,8 Millionen Bundesbürgern des Jahres 2050 sollen hingegen nur noch 10,4 (2007: 15,9) unter 20 Jahren sein, 35,5 Millionen (2007: 49,8) im Alter von 20 bis 64 Jahren. Die KBV sieht die Prognose Beskes als Bestätigung ihres Kurses, die ambulante Vergütung künftig an die Morbiditätsentwicklung zu koppeln. Diese Studie verdeutliche, „dass die jüngste Reform des vertragsärztlichen Vergütungssystems den richtigen Weg eingeschlagen hat. 2050 scheint noch weit, aber wir müssen jetzt gegensteuern“, so KBV-Chef Dr. Andreas Köhler. Politik und Kassen müssten die für den steigenden Bedarf notwendigen Mittel zur Verfügung stellten.Hinweis: Dieser Artikel stammt aus (MMW Fortschritte der Medizin, Heft 34-35 2009, S. 42). Er wurde mit freundlicher Genehmigung der Redaktion MMW Fortschritte der Medizin hier präsentiert. Sichere dir dein persönliches Gratis Test-Abo über 3 Monate MMW Fortschritte der Medizin |  | Du kannst die MMW Fortschritte der Medizin jetzt im kostenlosen Test-Abo ausführlich auf Herz und Nieren prüfen - sichere dir noch heute dein Gratis-Test-Abo und lass dich Woche für Woche aus allen Bereichen der Medizin umfassend informieren. Du erhältst dann gratis für 12 Wochen alle 7 Tage die neuesten Informationen aus der Welte der Medizin in lesenswerter Form! Jetzt testen! | [Ja, Ich möchte die MMW volle 3 Monate] [Woche für Woche gratis testen - klick hier] |
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| Autor(in): MMW Fortschritte der Medizin ([email protected]) |
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Gefühlt die heißeste Woche des Jahres, alle meine Freunde hängen am Meer/am See/im Freibad rum und ich habe Dienst. Gnah. Wenigstens bin ich kein Internist, denn ich glaube bei dem Wetter wird das halbe Land erstmal synkopal und damit internistisch… die Armen.Ich werde mal mein perslönliches Sommerloch beenden
und mal wieder ein bisschen bloggen.
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meine Abstinenz tut mir echt leid, nein, ich hatte KEINEN Urlaub *grmbl*, aber der Rest meiner Abteilung schon… meint man. Aber, wie bereits erwähnt, so ohne Familie kann man sich die Hauptferienzeit auch einfach mal abschminken und statt dessen für zwei ackern. Deshalb war ich wieder viel zu lang in der Klinik, dazu kommt, dass ich umgezogen bin und noch kein Internet zu Hause hab, weswegen ich auch abends nicht bloggen konnte und … ach, genug der Ausflüchte, hier bin ich wieder, on call und on air.
Manny Marfan ist in der Reha, der wurde nach 10 Tagen oder so glücklich entlassen. Das ist gut, endlich mal das Gefühl, dass man wirklich helfen konnte und nicht nur irgendwelche Befindlichkeitsstörungen therapiert.
Ansonsten ist es heute so ruhig bisher, dass es irgendwie schon gruselig ist. Wir haben schnell einen Appendix geschraubt heute morgen bei Dienstbeginn, dann hab ich Visite gemacht, watt Blut abgenommen, die Rettungsstelle ist leer (oder mein Telefon kaputt, wer weiß, auf jeden Fall meldet sich keiner) und ich habe zum ersten Mal seit ich arbeite im Dienst die Muße zum Bloggen. Traum. Hoffe das bleibt so die nächsten 22 Stunden![...]
[Zum Ärzte-Blog von ASS100 - klick
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| Autor(in): ASS100 ([email protected]) |
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In Stress-Situationen reagieren Menschen oft völlig unterschiedlich. Manche
geraten in Panik, andere werden ganz ruhig. Wissenschaftler der
Charité-Universitätsmedizin
Berlin haben jetzt herausgefunden, weshalb das so ist.In der Zeitschrift Nature
Neuroscience* erklärt das Team um Prof. Dr. Andreas Heinz und Dr. Thorsten
Kienast, Leiter der Arbeitsgruppe biologische Suchtforschung an der Klinik für
Psychiatrie und Psychotherapie am Campus Charité Mitte, dass die
Fähigkeit, den Botenstoff Dopamin im Gehirn zu speichern, nicht bei allen
Menschen gleich ausgeprägt ist.
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Schauplatz Amygdala
Dopamin ist ein so genannter Neurotransmitter, der unter anderem zur Motivation
beiträgt. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass er auch bei negativen
Emotionen wie Angst eine große Rolle spielt. Dieser Prozess spielt sich in zwei
wichtigen Abschnitten des Gehirns ab. Ein Schauplatz ist hier die Amygdala, der
so genannte Mandelkern, der unterhalb der Hirnrinde verankert ist. Hier wird das
Dopamin auch gespeichert. Ebenfalls aktiv ist ein Teil der Hirnrinde, der
hintere Teil des so genannten anterioren Cingulums. Hier sind die Funktionen für das Empfinden von Schmerz sowie ein Teil
des autobiografischen Gedächtnisses angesiedelt.
Sichtbarmachen des Dopaminvorrats
Die Forscher verabreichten gesunden Probanden einen Vorläufer des Dopamins. Auf
diese Weise kann man den Dopaminvorrat im Mandelkern mit Hilfe des
Positronen-Emissions-Tomographen sichtbar machen. In der darauf folgenden
kernspintomographischen Untersuchung wurde zusätzlich die Aktivität in
bestimmten Hirnregionen gemessen, die an der Bildung von Emotionen beteiligt
sind. Die Wissenschaftler zeigten den Teilnehmern der Studie während des
Aufenthalts im Kernspin-Tomographen eine Reihe von Bildern, die negative Gefühle
wie Angst, aber auch positive oder neutrale Emotionen auslösten.
„Bei den
negativen Gefühlen, und nur bei diesen, entdeckten wir, dass der Mandelkern und
das anteriore Cingulum miteinander zu kommunizieren schienen“, erklärt Dr.
Kienast. „Beide wiesen parallele Aktivitätsmuster auf.
Die Stärke der Aktivität war stets abhängig von der Menge des im Mandelkern
vorhandenen Dopamins. Je mehr Dopamin vorhanden war, desto mehr Angst verspürten
die Probanden beim Anblick der Bilder. Eine Möglichkeit gab es allerdings, diese
Reaktion abzuschwächen: Bei den Probanden, bei denen der Mandelkern und das
anteriore Cingulum intensiv miteinander kommunizieren konnten, wurde die Angst auch dann
geringer, wenn sie viel Dopamin produzierten.
Borderline-Patienten profitieren
Dopamin ist der dritte Botenstoff im Gehirn, der den Mandelkern aktiviert. „Bei
Serotonin und Noradrenalin ist dies bereits nachgewiesen“, erklärt Prof. Andreas
Heinz, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Diese Erkenntnis
über das Zusammenspiel von Dopamin und anteriorem Cingulum in der Kontrolle
sowie dem Mandelkern in der Produktion von Gefühlen sei für die Arbeit in der
Verhaltenstherapie von großer Bedeutung. Vor allem Borderline-Patienten und
Suchterkrankte könnten von gezielteren Therapien profitieren. Diese Menschen leiden gleichzeitig an
einer Störung der Emotionskontrolle und an Abhängigkeitserkrankungen. Der Befund
biete möglicherweise auch einen weiteren Ansatz zur Entwicklung neuer
Medikamente.
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| Autor(in): Kerstin Endele ([email protected]) |
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| Autor(in): Redaktion MEDI-LEARN ([email protected]) |
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Folgende Personen arbeiten regelmäßig oder zeitweise an der
Onlinezeitung:
Redaktionsleitung: Jens Plasger & Christian Weier, Redaktion:
Thomas Trippenfeld (Redakteur), Daniel Luedeling (Arzt und Cartoonist), Rolf
Bößmann (Redaktion), Stefan Ritt (Programmierung), Simone Arnold (Redakteurin), Kjell Wierig (Mediengestalter),
Dr. Marlies
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